Zwei Augenblicke
Verfasst: Freitag 9. Dezember 2016, 13:33
Es sind nur zwei Augenblicke die das Leben vollkommen drehen können. Zwei Herzschläge, die all die Planungen, all den Fortschritt und das was war davon wischen. Zwei Augenblicke und man kann sie nie kommen sehen und lässt sich meistens davon überrennen. Nur ob man aufsteht, war immer offen, stand jedem frei.
Er saß noch eine ganze Weile in der Oase und betrachtete die Spiegelung des Mondes, welche die seltsamsten Farben an die Felsen warf. Es war niemand mehr dort außer ihm und die Stille drückte sich mehr und mehr in jede einzelne Faser. Die müden Züge, die der Schlaf nicht hätte beseitigen können, wurden weicher, hingen hinab und zeichneten deutlicher das Alter in sein Gesicht. Er hielt es nicht für angebracht irgendwo anders hin zu gehen, so saß er da, ließ die Nacht an ihm vorbei ziehen und reflektierte das Geschehene der vergangenen Tage noch einmal in seinem Geist.
Als er ankam hatte Iskender einen positiven Eindruck hinterlassen. Er zeigte einen gewissen Schneid, mit Sicherheit nicht an jeder Stelle angebracht aber für seine Empfindungen doch recht unterhaltsam. Er war der, der in ein hohes Haus aufgenommen wurde und Iskender der, der die ersten Tage nicht einmal jemanden seiner Familie fand. Es war schwierig ihm eine Hand anzubieten, ohne sein Ego damit vollkommen hinab zu stoßen, so versuchte er es in so minimalen Schritten, dass es wohl nicht ausreichte. Dann verlor man sich aus den Augen und im nächsten Augenblick, so kam es einem vor, betrachtete er wie die Peitsche auf seinen Rücken sauste. Es fiel ihm schwer nicht darüber zu urteilen, die Umstände waren dafür zu verworren und die Tatsachen viel zu lapidar geschildert worden. Aber er fragte sich, warum er hier stand und der Sohn der Azeezah dort. Es war tatsächlich recht schwierig zu ermitteln, ob alles anders gelaufen wäre, hätte man einen anderen Weg erhalten, als man durch die Tore der goldenen Stadt ging. Zusätzlich, zu diesen Gedanken, mischte sich noch die Wut in seine Adern. Denn die Unwissenheit was wirklich geschehen war, trieb ihn in den Wahnsinn. Er konnte nicht fragen, nicht jetzt. Vermutlich nie und zum ersten Mal wusste er wie sich eine Frau fühlte, die vor Neugierde platzte, wenn man ihr irgendwas nicht sagte. Nur das es bei ihm nicht unbedingt die Neugierde war.
Er betrachtete auch noch einmal die Kontakte, die er knüpfte, die er wohl wieder brechen würde, müsste und all das Theater drumherum. Denn auch an diesem Abend begriff er, dass es nur zwei Momente sein könnten, die alles verändern und die Tatsache schlug so bitter in seine Magengegend, dass er sich selbst kaum noch betrachten konnte. Er drückte seine rechte Hand grob in sein Gesicht, zog die Fingerkuppen über die Haut und entfernte die Maske. Der Schlafmangel stand ihm ins Gesicht geschrieben, als er sich im Spiegel des Herrenzimmers betrachtete. Und wenn die eigene Abneigung nicht reichen würde, plagten ihn noch die Gesichtszüge von ihr, die sich jedes Mal in seinen Geist schlichen, sobald er es zuließ. Für seine Empfindungen viel zu oft.
Und als er im Bett lag, wartete das der Schlaf ihn einholte, versprach er sich, wie seit gefühlt tausend Tagen, am nächsten Tag endlich den Tempel aufzusuchen. Er dachte so lange daran, bis die Lider schwer wurden und sich zum Abschluss die Mundwinkel freudlos hoben, weil er wusste das er es wieder brechen würde.
Er saß noch eine ganze Weile in der Oase und betrachtete die Spiegelung des Mondes, welche die seltsamsten Farben an die Felsen warf. Es war niemand mehr dort außer ihm und die Stille drückte sich mehr und mehr in jede einzelne Faser. Die müden Züge, die der Schlaf nicht hätte beseitigen können, wurden weicher, hingen hinab und zeichneten deutlicher das Alter in sein Gesicht. Er hielt es nicht für angebracht irgendwo anders hin zu gehen, so saß er da, ließ die Nacht an ihm vorbei ziehen und reflektierte das Geschehene der vergangenen Tage noch einmal in seinem Geist.
Als er ankam hatte Iskender einen positiven Eindruck hinterlassen. Er zeigte einen gewissen Schneid, mit Sicherheit nicht an jeder Stelle angebracht aber für seine Empfindungen doch recht unterhaltsam. Er war der, der in ein hohes Haus aufgenommen wurde und Iskender der, der die ersten Tage nicht einmal jemanden seiner Familie fand. Es war schwierig ihm eine Hand anzubieten, ohne sein Ego damit vollkommen hinab zu stoßen, so versuchte er es in so minimalen Schritten, dass es wohl nicht ausreichte. Dann verlor man sich aus den Augen und im nächsten Augenblick, so kam es einem vor, betrachtete er wie die Peitsche auf seinen Rücken sauste. Es fiel ihm schwer nicht darüber zu urteilen, die Umstände waren dafür zu verworren und die Tatsachen viel zu lapidar geschildert worden. Aber er fragte sich, warum er hier stand und der Sohn der Azeezah dort. Es war tatsächlich recht schwierig zu ermitteln, ob alles anders gelaufen wäre, hätte man einen anderen Weg erhalten, als man durch die Tore der goldenen Stadt ging. Zusätzlich, zu diesen Gedanken, mischte sich noch die Wut in seine Adern. Denn die Unwissenheit was wirklich geschehen war, trieb ihn in den Wahnsinn. Er konnte nicht fragen, nicht jetzt. Vermutlich nie und zum ersten Mal wusste er wie sich eine Frau fühlte, die vor Neugierde platzte, wenn man ihr irgendwas nicht sagte. Nur das es bei ihm nicht unbedingt die Neugierde war.
Er betrachtete auch noch einmal die Kontakte, die er knüpfte, die er wohl wieder brechen würde, müsste und all das Theater drumherum. Denn auch an diesem Abend begriff er, dass es nur zwei Momente sein könnten, die alles verändern und die Tatsache schlug so bitter in seine Magengegend, dass er sich selbst kaum noch betrachten konnte. Er drückte seine rechte Hand grob in sein Gesicht, zog die Fingerkuppen über die Haut und entfernte die Maske. Der Schlafmangel stand ihm ins Gesicht geschrieben, als er sich im Spiegel des Herrenzimmers betrachtete. Und wenn die eigene Abneigung nicht reichen würde, plagten ihn noch die Gesichtszüge von ihr, die sich jedes Mal in seinen Geist schlichen, sobald er es zuließ. Für seine Empfindungen viel zu oft.
Und als er im Bett lag, wartete das der Schlaf ihn einholte, versprach er sich, wie seit gefühlt tausend Tagen, am nächsten Tag endlich den Tempel aufzusuchen. Er dachte so lange daran, bis die Lider schwer wurden und sich zum Abschluss die Mundwinkel freudlos hoben, weil er wusste das er es wieder brechen würde.