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Eine königliche Depesche an das Regiment

Verfasst: Mittwoch 16. November 2016, 21:38
von Bote der Krone
*Ein Schreiben aus der königlichen Hofkanzlei erreicht das Lichtenthaler Regiment. Das Schreiben trägt das Siegel Seiner Majestät.*





Dem Lichtenthaler Regiment

Lady Helisande von Senheit
Ritterin des Ordens von Alumenas
Oberst des Lichtenthaler Regiments

*


Alumenas, 16. Rabenmond 259

Lady Helisande zuvor wohlfeile Grüße


Seine Majestät möchten sich einen Überblick über den Stand der derzeitigen Beziehungen zwischen dem Volk der Kaluren und dem Herzogtum Lichtenthal und seinen Institutionen verschaffen.

Ich möchte Euch in diesem Zusammenhang höflich ersuchen, der Kanzlei binnen Wochenfrist die gesamte mit dem Kalurischen Volk seitens der Offiziere des Regiments geführte Korrespondenz im Original oder in Abschrift vorzulegen, auf dass sich Seine Majestät ein möglichst vollständiges Bild der Beziehungen des Regiments zum Kalurischen Volk machen kann. Als Zeitraum der zu erfassenden Korrespondenz erachtet Seine Majestät sechs Monde beginnend ab dem 01. Eluviar 259 und endend mit dem heutigen oder einem späteren Tage für ausreichend

Als notwendig oder aufschlussreich erachtete eigene Einschätzungen und Ausführungen können in einem ergänzenden Dossier an die Kanzlei übermittelt werden. Insbesondere möchte Seine Majestät über alle etwaigen Vereinbarungen, Verträge, Absprachen, Zwischenfälle und andere Belange unterrichtet werden, die für das diplomatischen Verhältnis zwischen dem Volk der Kaluren und dem Herzogtum Lichtenthal von Belang sind oder sein können.



Im Namen Seiner Königlichen Majestät die gnädigsten Wünsche für Euer Wohlergehen


Hochachtungsvoll

Anselm von Eulenburg

Reichsgraf zu Eulenburg
Königlicher Hofkanzler




Verfasst: Freitag 18. November 2016, 21:15
von Helisande von Alsted

  • Kron und Reich zur Ehr, Eure Erlaucht von Eulenburg!

    Anbei die von Euch angeforderten Originale des Schriftverkehrs seitens des Regimentes und dem Volk der Kaluren. Zudem als Abschrift die Erklärung des Lagermeisters bezüglich Warenankaufs bei kalurischen Schmieden.

    Es sei noch vermerkt, dass zwei Schatzsuchen gemeinsam mit einigen Kaluren und in einem Fall auch unter Beteiligung des Emirs von Menek‘ur stattgefunden haben bei denen Regimentler beteiligt waren.

    Ich erkläre hiermit, dass ebenfalls zwei Regimentler sich einer Gemeinschaft angeschlossen haben in denen sich auch Mitglieder des Kalurischen Volkes befinden. Jene firmiert als ‚Allianz des Berges‘. Nach Erkundigungen meinerseits erfolgt die Leitung dieser Gemeischaft paritätisch. Ziel ist die Bekämpfung des Alatarischen Reiches und die Wegweisung für noch suchende Menschen. Genauere Auskunft kann Euch dazu der Schneidermeister Zahrak Salberg erteilen.

    Ich erkläre weiterhin, dass das Regiment Lichtenthals gute Beziehungen und Kontakte zu den Kaluren pflegt. Es gab bis auf kleinere kulturell bedingte Missverständnisse, die unmittelbar beigelegt wurden keinerlei Zerwürfnisse. Seit geraumer Zeit nehmen regelmäßig Soldaten Lichtenthals an kalurischen Übungen und Festen teil und sind dort gern gesehen. Gleichermaßen unterstützten uns die Kaluren schon mehrfach bei der Materialbeschaffung für Waffen und gewähren den Soldaten großzügige Preisnachlasse beim Ankauf von Waffen und Ausrüstung.

    Temora beschützt!


    v. Senheit
    Oberst des Lichtenthaler Regimentes




    Anhänge:
    1 Schriftverkehr:

    http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=89932&highlight=
    http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=87328&highlight=

    2 Erklärung Lagermeisters:
    Heinrik Alsted hat geschrieben:Krone und Reich zur Ehr, Frau Oberst,

    da wir derlei Aufzeichnungen nicht tätigen kann ich euch nur aus dem Gedächtnis sagen, das wir Hexenstahlkettenrüstungen von der Sippe Donnerfaust gekauft haben.

    10 Buckler
    10 Kettenrüstungen
    10 Drachenschilde

    Gesamtpreis: 250.000 Mark

    Krone beschützt

    Heinrik Alsted
    - Wachtmeister des Lichtenthaler Regiments -
    3 Persönliche Einschätzung (PN)

Verfasst: Mittwoch 23. November 2016, 14:12
von Bote der Krone
Die eingereichten Schriftstücke werden von einem Kanzleimitarbeiter in das diplomatische Archiv einsortiert. Sollten etwaige Originalschriftstücke eingereicht worden sein, werden diese durch einen Schreiber sorgfältig kopiert und anschließend zurück an den Absender geschickt. Eine kurze Dankesnotiz mit dem Siegel der Kanzlei liegt bei.

Verfasst: Samstag 26. November 2016, 14:23
von Bote der Krone
*Ein weiteres Schreiben aus der königlichen Hofkanzlei erreicht das Lichtenthaler Regiment. Das Schreiben trägt das Siegel Seiner Majestät.*





Dem Lichtenthaler Regiment

Lady Helisande von Senheit
Ritterin des Ordens von Alumenas
Oberst des Lichtenthaler Regiments

*


Alumenas, 26. Rabenmond 259

Euch, Lady Helisande, gebührende Grüße


Es ist mir ein Anliegen, Euch Seiner Majestät Dank für die von Euch übermittelten Angaben und Eure ergänzenden Ausführungen zu übermitteln. Seine Majestät haben diese mit großem Interesse gelesen.

Ich möchte Euch derweil bitten, die Angelegenheit, auch wenn Ihr Euch hiervon persönlich wie als Befehlshaberin des Regiments betroffen seht, mit der nötigen Distanz zu betrachten. Die von Euch für das Regiment geschilderte Handhabe bei Übertretung der Lichtenthaler Gesetze durch Reichsfremde erscheint Seiner Majestät recht vernünftig und nachvollziehbar, wiewohl Einzelheiten solcher Verfahren mit dem Rat und nicht mit Seiner Majestät zu besprechen wären. Seine Majestät sehen diese Handhabe keineswegens infrage gestellt.

Seine Majestät setzen selbstredend auch weiterhin voraus, dass sich Angehörige des Adels wie auch alle weiteren Würdenträger und Bürger des Herzogtums bei Besuch fremder Reiche an die dortigen Sitten und Gebräuche halten, wie dies im Umkehrschluss auch von allen Würdenträgern und Bürgern dieser Reiche erwartet wird, wenn sie Lichtenthaler Boden betreten. Seine Majestät erachten es allerdings nicht als ganz zielführend, aus dem diplomatischen Streitfall mit den Kaluren auf solch allgemeine Ebene zu abstrahieren. Die Gesetze Lichtenthals dienen vornehmlich dem Schutz der Bevölkerung und selbstredend sind auch Gesandte fremder Völker festzuhalten, sollten sie durch Missachtung der Gesetze Lichtenthals die Bevölkerung gefährden. Es ist gleichwohl üblich, dass Gesandte im Reich einen gewohnheitsrechtlich verbürgten Schutz genießen, der sie vor unbilliger Verfolgung bewahrt. Seiner Majestät Missbilligung der Kalurischen Handhabe rühren vornehmlich von dieser Erwägung her, da Seine Majestät diplomatische Gespräche dauerhaft auf eine schwierige Grundlage gestellt sehen, sollte es sich auf Gerimor einbürgern, Gesandte wegen einzelner unliebsamer Äußerungen oder missverständlicher Worte im Nachgang diplomatischer Gespräche öffentlich anzugreifen und unter Strafandrohung persönlich zu verfolgen. Seine Majestät sehen darin einen erheblichen Rückschritt in den diplomatischen Gepflogenheiten.

So bedauerlich diese Vorfälle sind, sollten sie die tägliche Arbeit des Regiments jedoch nur am Rande betreffen.


Im Namen Seiner Königlichen Majestät die gnädigsten Wünsche für Euer Wohlergehen


Hochachtungsvoll

Anselm von Eulenburg

Reichsgraf zu Eulenburg
Königlicher Hofkanzler




Verfasst: Samstag 26. November 2016, 15:53
von Helisande von Alsted
Das Schreiben wurde aufgrund des Absenders wohl der Frau Oberst direkt vom Wachhabenden überreicht. Der gewittergraue Blick saugte förmlich die Zeilen noch beim Hinaufsteigen der Treppe ins Büro. Sogar der von einem eifrigen Rekruten servierte Kaffee wurde erstmal stehen gelassen. Ein zufriedenes Lächeln erklomm dann die Züge der jungen Offizierin.
Mit großem Bedacht wurde ein Pergament ausgewählt und mit der guten Feder sauber beschrieben.

Adoran, 26. Rabenmond 259

Zu Händen
Seiner Erlaucht Anselm von Eulenburg
Reichsgraf zu Eulenburg
Königlicher Hofkanzler


  • Kron und Reich zur Ehr, Euer Erlaucht von Eulenburg,

    mit Freude und Erleichterung las ich die Zeilen, die Ihr mir am heutigen Tage so freundlich übersand habt. Die von Euch dort niedergelassenen Worte entsprechen exakt dem, wie ich Seine Majestät in meiner Knappenzeit kennen und schätzen lernen durfte.
    Es ist ein vager Balanceakt auf der scharfen und schlüpfrigen Klinge der Diplomatie sich zum einen den Völkern anzunähern, aber nicht anzubiedern. Ich persönlich kenne auch keinen Adligen, der wissentlich und willentlich Gesetze und Gepflogenheiten bricht oder missbraucht. Es ist und bleibt mir ein Anliegen das Reich gestärkt zu wissen, was die Mitarbeit aller Institutionen als Grundbedingung voraussetzt. Ich bin frohen Mutes, dass sich die Befindlichkeiten zwischen dem Reich und den Kaluren in gegenseitigem guten Willen und dem lichten Pantheon gefälliger gegenseitiger Vergebung beilegen lassen werden.

    Zu gegebener Zeit, wenn die Wogen sich geglättet haben werde ich an den Rat zu Lichtenthal herantreten und dort bezüglich der von mir dargelegten Handhabe mit unkooperativen Mitgliedern der Fremdvölker vorsprechen. Doch im Moment halte ich die Rätinnen für zu überlastet für solche Nebenschauplätze.

    Eure bedachten Worte und die daraus hervorleuchtende Zuversicht sind mir eine Mahnung meine pragmatische Grundhaltung zu straffen und mit wachem Blick in die Zukunft zu blicken.

    Temora beschützt!
v. Senheit
Oberst des Lichtenthaler Regimentes