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[RP] Die Kartographie des Nilzadans

Verfasst: Sonntag 6. November 2016, 21:31
von Der Erzähler
Schon viele Winter war es her seit Brümar das letzte Mal den heiligen Berg verlassen hatte; - er zog die Behaglichkeit eines prasselnden Feuers geborgen in den Eingeweiden des Berges vor, zusammen mit einem Fass Bier, seiner Pfeife und den Steintafeln, Karten und Büchern. Doch in diesem Jahr packte ihn das Bedürfnis einmal wieder zu erblicken wie sich das Winterkleid über das Gestein legte wie eine weiche Decke, die alle Geräusche dämpfte und die Frostklamm mit einer heiligen Ruhe segnete. Etwas mühselig watschelte der betagte Silberbart durch die Gänge der unterirdischen Stadt, während er auf etwas trockenem Speck von Theaghan herumkaute und hinaus durch das mächtige Tor in das grelle Licht, das ihn zunächst blendete nach den Jahresläufen im Dämmerlicht. Erst nach einer Weile erblickte er dann das Geschehen der Frostklamm und seiner Zugänge...

Seine Augen verengten sich zu Schlitzen und ein empörtes Brummen hob sich aus seiner Kehle. Nun erhob sich eine kleine Festungsanlagen vor den Toren, an welchen die Banner der Handelskammer prangten. "He! Kurzbart, was ist das da für ein Gebäude?", knurrte der alte Archivar einen vorbeieilenden Blaufels an. Der Angesprochene blinzelte zweimal, als er den Silberbart erblickte, eilte sich dann aber zu antworten: "Das ist die Zwergenbinge Khotangar!" Ohne dem Kurzbart noch zu danken oder etwas hinzuzufügen, wandte sich der Archivar ab und eilte rasch, eben so rasch seine schweren Beine es erlaubten, zurück in die Archive.

Bei Cirmias!

Unvollständig!

Falsch!

Nicht richtig!

Wertlos!


Wie hatte mir das nur passieren können? Wie nur? Warum? Wieder und wieder bewegte er die Fragen in seinem Kopf, während er fahrig einige Steinplatten zur Seite schob und schließlich mit Tränen in den Augen die Regale entlangblickte, über und über beladen mit dem gesammelten Wissen der Kaluren. Veraltetes Wissen! Wie ihm nun schmerzlich bewusst wurde.
Nôr, so kann es keinesfalls bleiben, das darf nicht sein! Was hat sich wohl noch alles um den Berg verändert ohne mein Wissen? Bei Cirmias, vielleicht war der Berg gewachsen oder geschrumpft? Vielleicht steht er wo anders als früher? Vielleicht war er bisweilen doch zu träge gewesen? Mrâ, ab und zu war er schon in einem bierigen Sumpf des Geistes davongedämmert, aber er hatte sich nie Sorgen gemacht, nachdem das Archiv nach jedem Suff noch ebenso stand wie zuvor. Nôr, daran kann es nicht liegen! Aber bleiben kann es so nicht!


Etwas unstet schwankend, immerhin war dies der längste Weg, den er seit zwei Wintern zurückgelegt hatte, machte sich der alte Kauz auf den Weg in Richtung Bauhütte. Erwartungsgemäß fand er dort den Gesellen der Bauhütte Baznuk vor, dem er in aller herzerweichender Tranigkeit das Ausmaß seiner Sorge darlegen konnte, selbstverständlich erst nachdem er sich mit einem Krug Bier beruhigt hatte.
Aufmunternd tätschelte Baznuk dem alten Archivar die Schulter und versprach alles Kartenwerk um den Nilzadan herum zu prüfen und alle Änderungen neu zu kartographieren.


"Ich kümmere mich darum, Brümar, mach dir keine Sorgen!", sprach der junge Geselle der Bauhütte. Warum auch nicht? Mit ein paar Freiwilligen könnte das eine spannende Aufgabe werden. Darüber hinaus könnte er den Jüngsten so auch gleich noch einiges zeigen.

Verfasst: Montag 7. November 2016, 07:08
von Baznuk Donnerfaust
Nachdem er mit Brümar noch einige beruhigungs Krüge getrunken hatte und dem alten mehrfach zusicherte das Archiv wieder in Ordnung zu bringen, brachte er Ihn erstmal in seine Stube. Als er die Türe hinter sich schloss, seufzte er leise. Kartographieren dachte er sich...bei Cirmias er hat es zwar bei Nurin einige male gesehen als er das mit dem Schatzberg der Sippe gemacht hat, aber der Nilzadan war dann doch etwas anderes. Ebenso wie sich später heraus stellen sollte fehlten die Eintragungen der Exklave der Gnitmraheide und der Binge Khotangar.

Mühsam brachte er alle vermeintlich falschen Tafeln vor das Archiv. Am Ende waren es gar nicht so viele wie er befürchtet hatte. Er würde von allen eine Kopie brauchen um diese dann vor Ort abgleichen zu können. Für den Fall das sie nicht stimmten müssten neue angefertigt werden. Dazu brauchte er definitiv die Hilfe der seinen und das Equipment dazu.
Des Felsenshammer mit uns,
in den letzten aufreibenden Monden haben sich vermutlich einige Fehler in unseren heiligen Archiven eingeschlichen. Brümar unser hoch geschätzter und ältester Archivar hat mich darauf aufmerksam gemacht und ich habe ihm dafür umgehend Hilfe angeboten. Doch wie ich feststellen musste brauch ich dafür eure Hilfe. Zum einen hab ich es selbst noch nie gemacht, zum anderen gilt es viel zu tragen. Ebenso sind einige Karten am Grenzland zu prüfen.

Helft mit unserem Bruder zu helfen und vor allem unsere Archive wieder an das Höchstmaß an Perfektion zu bringen wie es unser Vater selbst tun würden. Am heutigen Abend zur halben achten Abendstunde möchte ich an der Bauhütte beginnen.

Baznuk Donnerfaust
Geselle der Bauhütte

[img]http://fs5.directupload.net/images/160715/687pg55s.png[/img]
Die Informationstafeln werden im Berg aufgestellt damit es möglichst viele der Kaluren lesen und jener die des kalurischen mächtig sind. Baznuk hoffte wirklich das er Hilfe bekommen würde, alleine konnte er diese Aufgabe nicht stemmen.
Vater im Fels, ewiger Schöpfer des Berges,
Seelenschmied der Welten, Former der Welten,
bitte gib mir die Kraft dem alten Brümar wieder zu seinem
Seelenheil zu führen und sein leiden zu mindern.




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7.11 19.30 Uhr an der Bauhütte

Verfasst: Montag 7. November 2016, 08:51
von Tambar Donnerfaust
Als er eine dieser Tafeln liest, wird er eifrig nicken und ein tiefes Brummen erklingen lassen.
Mra, das geht so nicht. Da müssen wir was tun und helfen damit alles wider seine Richtigkeit hat.
Er machte sich dann schnell wie ein Blitz, oder zumindest laut wie ein Donner auf dem Weg in das Sippenhaus um dort eine Kiste bereit zu stellen.
Fein säuberlich wurde dort alles was man eventuell für solch eine Arbeit brauchen könnte zusammen getragen.
Und so findet sich darin jede Menge Bier, reichlich Essen für mindestens zwei Kohorten und auch Dinge wie, kleinere Steintafeln und Hammer und Meissel.
Sinierend blickte er dann eine ganze Weile zu der Kiste und überlegte was man denn noch dafür brauchen könnte. Als ihm dann die scheinbar grosse Erleuchtung kam und er wider runter in den Keller rannte um etwas zu holen.
Wider an der Kiste angekomen, stellte er einige Flaschen des klaurischen Apfelschnaps hinein.
Cirmias steh mir bei, fast hätte ich die vergessen.
Dann wird er sich daran machen seine Ausrüstung zu kontrollieren und die Köcher mit reichlich Bolzen zu füllen ehe er sich anschliessend seinem 3. Frühstück widmete.

Verfasst: Montag 7. November 2016, 15:09
von Thorim Hammergrund
eine kleine Steintafel wird für Baznuk abgegeben:
Cirmias Mahal dar Baznuk

selbstverständlich helfe akh dar und wenn es nur zum schleppen der Tafeln ist, kannst dar auf akh verlassen.
Wenn akh den Burlokk erwische zieh akh den auch Notfalls am Ohr mit.
Falls wir auf irgendwelche Gegner treffen, schwinge akh natürlich auch meine Axt, aber das muss akh dar ja nor extra erzählen.

Also plane akh einfach bei deiner Expedition ein.

Cirmias mit dar

Thorim Hammergrund

Verfasst: Dienstag 8. November 2016, 04:18
von Thoria Donnerfaust
* Nickend rümpft sie ihre knollige Nase, als sie die Steintafel liest. In die Küche geeilt, bereitet sie alles vor, doch da fing das Problem schon an. Holzschüsseln ..keine da...Fleisch...nichts da....
och füll akh mol die Salzphiloen auf.....och wie dumm...reichen nor aus....“
und nahm es kein Ende.

Sor Thoria.... erstmol wird alles besorgt dann wird gekocht, Bhir aufgesetzt und dann leg akh meine Beine hoch, aber erst wenn alles fertig ist.
Auch kalurischer Apfelschnaps wird ganz wichtig sein, denn dient er zur Beruhigung. Da Tambar schon einiges erledigt hatte, wollte sie denn noch fleißig sein und ihre kalurischen Kochkünste walten lassen. Man kann nie genug zu Essen und Bhir da haben. Immer wieder ging es mit ihren Gedanken durch, Lager und soviel abstempeln, ob es da auch für Burlokk und sie vieles zu erledigen gibt? Muss doch alles seine Ordnung haben und vor allem ist es wichtig!!! Aber so was von!!! Da da kommt viel Arbeit auf uns zu !!
Als sie mit der ersten Arbeit fertig waren und die Kaluren ein erfolgreiches archivierten Tag beendet hatten, wurde das Lager bei Thoria noch inspiziert. Das Gespräch mit Burlokk war äußerst wünschenswert und viele festliche Namen genannt, welches der Kalurin und ihm eingefallen waren. So machte sie sich dran eine Liste der Feierlichkeiten, schriftlich nieder zulegen. Welche sie alle genannt haben und derer beiden Redeschwall bis spät Abends seinen Lauf nahm.

Aufräumtag, Sortiertag, Stempeltag, Lagertag, Tag der Kalurin, Tag des Kaluren, Tag des Bartes, Tag des Bhires, Ausräucherung der Hütten und Höhlen welches der Reinigung galt.
Aber das letztere genannte war ja nun ein Festschmaus für die beiden, denn man muss überlegen, wie viele Kisten man bei jeder Begehung derer Höhlen und Hütten aufstellen könnten. Tolle Sache, wirklich wunder prächtiger Gedanke und Freude zugleich.
Doch eilte sie, nachdem das Gespräch beendet war, mit einer Steintafel ins Sippenhaus und hinterlegt diese Baznuk.*

Cirmias Mahal Dâr Baznuk
wir haben heute viel geschafft und zusammen schaffen wir noch mehr.
Kannst Dâr auf uns verlassen und Dâr bist nor alleine. Das Archive
tüddeln wir wieder hin, sor das es das Höchstmaß....Potzblitz das es
wieder alles seine Ordnung hat. Meißelpeter und Stempeltruller machen das schon.

Cirmias mit Dar


Thoria

Verfasst: Dienstag 8. November 2016, 17:13
von Melgra
Was für ein Abend. Mit einem leisen Seufzen legte Melgra die Beine hoch, als sie endlich wieder in ihre Höhle kam. Was haben sie nicht alles gemessen, gezählt, getrunken und gegessen.

Mra, es war auch ein Ding der Unmöglichkeit, dass in den Archiven veraltete Karten lagen und manche Dinge noch gar nicht erfasst waren! So wurde das alte Tor in der Klamm vermessen, das neue Tor der Klamm vermessen, hier was geworfen, dort gerastet. Immer mit Eifer war Melgra dabei, den 3 Knoten Stab in Melgralänge zu legen und zu messen.

6 Melgrastablängen das Tor lang, fast einen ganzen Naz war der Teich tief, …. so ging es den ganzen Abend lang. Selbst auf den kleineren Turm war sie mit Hilfe der anderen geklettert, um dem fleißigen Herold ein stärkendes Bihr zu bringen. Gemeißelt, gemessen, die Karten aktualisiert, doch an der Grenze zu Wetterau ging der kleinen Kalurin die Puste aus. Nor nor nor, nor in DAS Gebiet.

Feuer…. Sie konnte nur noch an Feuer denken, wo ihr doch Arenvir eindringlich gesagt hatte was dann passiert, wenn sie ihren Stab in der Hand hält und an Feuer dachte. Diese elendigen Pantherwärmser, diese Ratten des Westens, hatten sie der kleinen Kalurin doch mehr Schaden widerfahren lassen, als nur den Bart zu verbrutzeln.

Nicht unglücklich war sie, als Baznuk zum Rückzug rief, waren doch die ersten Karten aktualisiert worden, und man sich endlich in den Berg zurückzog.
Doch sollte dies wohl nur der Anfang sein, waren die Archive doch noch immer nicht so, wie es sein sollte.

[URL=http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=e06e64-1478621888.jpg][img]http://www.bilder-upload.eu/thumb/e06e64-1478621888.jpg[/img][/URL]

Verfasst: Dienstag 8. November 2016, 17:50
von Baznuk Donnerfaust
Die Müdigkeit überkam in so langsam, als er die ersten korrigierten Karten am Archiv bei Brümar ablieferte. Die Karten mit dem alten und neuen Frostklamm Tor wurde entsprechend des letzten Umbaus korrigiert. Ebenso wurde die Gnitmraheide ordentlich in der Karte vorgesehen. Schließlich durfte die zweite kalurische Exklave nicht fehlen. Danach ging es direkt an die Binge von Khotangar, die Erbauer haben jegliche Informations Flut mit dem Archiv vergessen. Bedauerlich, allerdings ein Umstand der nach wenigen Stunden des exakten Vermessens behoben war. Als letzer Abschnitt waren die Grenzsteine am Fuße des Berges in der Wetterau geplant, doch bevor die letzten Steine geprüft wurden mit dem bestehenden Karten Material brach Baznuk ab. Zu gefährlich zu so frühen Abendstunden in solch kleiner Zahl im Feindesland unterwegs zu sein. Schließlich waren sie ja schon fleißig Brümar konnte sich nun daran machen die ersten Karten neu anfertigen zu lassen und Ihnen wieder einen endlosen Platz im Archiv zuzuweisen.

Baznuk war dankbar für die Hilfe der seinen, alleine wäre das unmöglich gewesen für Ihn. Sorgfältig plante er mit den Karten den nächsten Abschnitt, damit man in einem Rutsch möglichst viel erledigen konnte. Sorgfältig arbeitete er sich durch die Karten auf denen Berchgard, der Unheilsberg und das restliche Bergmassiv bis zum Varuna Stadtgraben aufgezeichnet ist. Einige Dinge vielen im sofort auf, andere müsste erst vor Ort abgeglichen werden. Doch erst wenn der Tross sich von den Strapazen der letzten Vermessung erholt hat.

Die Zeit nutze der Priester in den Archiven um selbst noch ein paar Erkundigungen über Varuna und frühere Grenzlande einzuholen. Ebenso dachte er über seinen vermeintlichen schwäche Anfall nach, der Ihm etwas die Karte projektiert hat, was sicher nicht dagewesen sein kann...

Verfasst: Freitag 18. November 2016, 10:09
von Naz Getwergelyn
Er musste sich dazu zwingen die Überreste der Kaluren, die sie in der Höhle gefunden hatte zur Bauhütte zu bringen, sie aufzubahren und ihnen die letzte Ehre zu Erweisen.

Die Nachtwache, die er für seine gefallenen Brüder und Schwestern im Tempel abhielt verschaffte ihm Zeit über alles nachzudenken.

Er hatte sich auch zu jedem Schritt aus der Höhle heraus zwingen müssen, und zu jedem Schritt, der ihn weiter fort brachte von der Höhle, jeder Schritt, der ihn fort brachte von dem Grauen, dass sie dort gefunden hatten.

Die Statue, diese wunderschöne Statue, die er nicht einmal berührt hatte, übte noch immer eine Anziehung auf Ihn aus.

Er hatte Darogan für diese Statue geschlagen.

'Aber warum hatte die vermalledeidixde Darogan, diese Trollgeburt, Getwergelyn die Statue auch nicht gegeben.' spukte es in seinem Kopf immer wieder herum.

Eine Schwester geschlagen.

'Getwergelyn muss jetzt aufstehen und die Statue aus dem Loch holen.'

'So schön, sooo fein gearbeitet...'


Immer wieder überfielen solche Gedanken ihn bei seiner Andacht.
Es war ein regelrechter Kampf für ihn diesen Gedanken nicht nachzugeben.

Viele Stunden später erst, der neue Tag hatte schon lange begonnen, überfielen ihn diese Gedanken nicht mehr so häufig.
Durch das geschäftige Gewusel Nilzadans machte er sich dann auf in die Klamm und nach einem kleinen Abend-, Mittag-, Frühstücks essen packte er sich in die Felle auf seinem Schlafplatz und gab sich der Müdigkeit hin

Der Schlaf war unruhig und dort wurde er immer wieder wahlweise von Gedanken an die Statue oder dem Bild, wie er Darogan geschlagen hatte heimgesucht und er erwachte mehrmals, nass von kaltem Schweiß.

Verfasst: Freitag 18. November 2016, 15:19
von Der Erzähler
Dunkelheit legte sich erneut über die Höhle, als der Trupp von Kaluren abgezogen war und den Eingang mit losem Gestein verbarrikadiert hatte. Ein unmerkliches, bläuliches Schimmern drang zwischen den Ritzen der Abdeckplatte hervor in die Grabesstille der Kaverne.


  • Skorina Felshammer starrte gedankenverloren auf die gegenüberliegende Wand. Sie versuchte zu schätzen wie viele Tage und Nächte sie nun schon hier eingeschlossen waren – Drei? Fünf? Oder war es schon mehr als eine Woche? Allmählich wurden ihre Essensvorräte knapp, ebenso wie ihr Bier. Es stand zwar nicht zu erwarten, dass sie verdursten würden, immerhin gab es eine frische Wasserquelle. Aber Wasser... Nun, wie hatte ihr Vater immer gesagt? In der Not frisst der Wolf ein Schaf. Jener amüsante Ausspruch ließ ein kurzes Lächeln über ihre Züge huschen.

    Das leise Knurren Dwinbars riss sie wieder aus ihren Gedanken. Sie hatten ihn fesseln müssen, nachdem er in wildem Wahn Skorri angegriffen hatte und ihm eine gefährliche Verletzung mit der Axt beigefügt hatte. Irgendetwas war sonderbar hier, überaus sonderbar! Natürlich lag das Gewicht der Gefangenschaft schwer auf ihnen, die Ungewissheit über die Zukunft, doch kannte sie die Kaluren hier schon viele Jahrzehnte. Keiner neigte dazu in einer solchen Belastungssituation durchzudrehen oder gar die eigenen Brüder und Schwestern anzugreifen. Dennoch war in den vergangenen Tagen nichts anderes passiert. Bisweilen ertappte sie sich selbst dabei wie sie darüber nachdachte Dwinbar einfach niederzuschlagen, besonders wenn er mit seinem Gebrüll ihre Nerven auf die Probe stellte. Vom anderen Ende der Höhle drang das Gezeter Trunnis herüber, die wie so oft in den letzten Tagen ihren Kerl Durgin Graufels ankeifte. Skorina senkte den Kopf auf die Knie ab – irgendetwas stimmte hier überhaupt nicht. Cirmias, steh uns bei!

    Skorina erwachte von einem leisen gurgelnden Geräusch. Rasch richtete sie sich auf und sah sich um. Reglos starrten sie Trunnis graue Augen an. Ein unterdrückter Schreckenslaut entfuhr Skorina, als sie erkannte, dass dort nur Trunnis Kopf lag – sauber vom Körper getrennt. Beide Hände presste sie auf Mund und Nase und lauschte einen Moment, ehe sie sich seitlich hinter die Ruinenmauer rollte. Mit rasendem Herzen und reglos hörte sie in die Höhle hinein: Ein Hacken und Schmatzen, ansonsten war es still. Das konnte doch nicht...! Vorsichtig neigte sie sich zur Seite und linste durch eine Ritze in Richtung der Geräusche. Dwinbar stand breitbeinig dort und hackte auf einen unförmigen Klumpen am Boden ein. Nôr, nôr, nôr...! Das konnte nicht sein! Rasch wand sie den Blick ab und unterdrückte ein Wimmern. Es gab keinen Ausweg, gleich welche Krankheit, welcher Wahn oder Fluch von ihnen Besitz ergriffen hatte, sie würden alle hier sterben. Dessen war sie sich in jenem Augenblick vollkommen sicher. Es war wohl sogar besser, wenn sie zusammen mit dem Fluch hier blieben und sie nie jemand suchen oder finden würde. Einzig Dwinbar schien noch in seinem Wahn die Kraft zu haben, einen Weg aus der Höhle zu finden oder mit Geschrei auf sich aufmerksam zu machen. Es lag an ihr ihn aufzuhalten.
Für Cirmias, für die Sippe, für den ewigen Berg, für die Sicherheit ihrer Brüder und Schwestern!
  • Vorsichtig tastete sie nach ihrem Hammer neben der Ruinenwand und umschloss in fest mit der Hand. Dann erhob sie sich langsam: "He, Dwinbar, du Stück Trollscheiße! Komm her!"



Skorina Felshammers leere Augenhöhlen starrten an die weit oben liegende Decke der Bauhütte in Nilzadan. Sie sah nicht mehr den Gesellen der Bauhütte Baznuk oder Thoria, die ihren Körper hierher gebracht hatten. Sie hatte nicht die Worte Ranulphs vernommen, nicht das Mitgefühl in Melgras Augen erblickt. Ebenso der Streit zwischen Naz und Darogan hatte nie ihr Bewusstsein erreicht.

Dennoch hatten eben jene mehr als nur die Körper aus der Höhle mitgebracht. Schon schlugen die schwarzen Verästelungen der Wut in ihren Gliedern Wurzeln. Den Mitgliedern der Expedition, ebenso wie allen Kaluren, mit denen sie in den folgenden Tagen in Kontakt treten, dürfte es nach und nach immer schwerer fallen ihre Wut zu kontrollieren. Ein roter Nebelschleier der Gier, des Zorns auf alle Brüder und Schwestern manifestiert sich in ihnen, führt vielleicht zu Streitereien und gar Handgreiflichkeiten. Dabei scheinen die Phasen der Besinnung immer kürzer zu werden.


Einsam in der Dunkelheit, umgeben von gar grauenhaftem Gestank wabert undeutlich ein bläuliches Licht in der Schwärze.


[img]http://www.alathair.de/upload/Baerenstatue.jpg[/img]

Verfasst: Samstag 19. November 2016, 15:56
von Baznuk Donnerfaust
Traurigkeit lag in dem Blick des Priesters als er die vielen Überreste der Kaluren unter der Bauhütte aufgebahrt hatte mit den anderen. Nicht Ihr Tod stimmten ihn traurig, sondern die Art ihres Todes. Er war sich sicher das sie sich in der Höhle gegenseitig umgebracht haben. Wie es dazu kam...das wusste er noch nicht. Allenfalls ein kleiner Gedanke im Hinterkopf könnte die Antwort darauf sein, zumindest nachdem was sie heute selbst erlebt hatten. Auf jedenfall bedarf es einer Klärung...irgendwann zumindest würde es die brauchen. Im Augenblick wo er sich die toten so beschaute regte es auch gleich in einem Schwall seinen Zorn wieder an..

-Wie kann man nur so dumm sein?- -Was haben die da überhaupt verloren?- -Selbst Schuld sind daran!-


Er war schlicht einen Augenblick einfach nur wütend, wenige Augenblicke zumindest bis die neben Ihm stehende Thoria ihn wieder aus seinen Gedanken geholt hatte. Für heute würde er hier nichts mehr tun können. Morgen galt die Namen herauszufinden und etwas in Erfahrung zu bringen über die Expedition...und überhaupt mussten die elendigen Idioten noch bestattet werden.

Verfasst: Montag 21. November 2016, 09:53
von Baznuk Donnerfaust
Die letzten Tage im Berg waren mit Abstand das schlimmste was der junge Priester erleben musste. Wut, Zorn und Gewalt waren das einzige relevante was den Berg dieser Tage in Bewegung hielt. Cirmias Volk hasste sich, er selbst war nicht minder betroffen, doch schien es bei Ihm nicht ganz so schnell so schlimm zu werden wie bei den anderen. Er kannte diese Szenerie aus Erzählungen der Bruderkriege, jenen Kriegen in denen sich Cirmias Volk fast gänzlich selbst vernichtet hatte. Damals war es Neid und Missgunst die den Hass aufeinander schürten..heute war der Auslöser diese elendige Statue.

Er hatte so gehofft als sie jene in den Fekalien versenkten das es rasch ein Ende finden würde, doch damals ahnte er schon das solche Dinge niemals so leicht zu bezwingen sein würden. Der Berg hatte ein Problem, er war krank. Doch wie schnell würde er hilfe benötigen bis alle im Chaos versinkt? Wie lange würde es dauern bis er selbst keinen klaren Kopf mehr hatte?
Die Bestattungen müssten erstmal warten..unverantwortlich die Bauhütte mit soviel zorningen Gemütern zu füllen. Überhaupt war es eigentlich das beste wenn sich niemand mehr über den Weg läuft. Er musste bei dem Gedanken kurz schmunzeln als er sich vorstellte wie er jedem unter dem Berge mitteilt das sie Ihre Wohnstätten nicht verlassen dürfen..das wäre vermutlich der Funke der die Schwefelgaß Blase entzünden würde. Wenigstens die Kalurinnen einsperren damit Ihnen nichts passierte? Er schüttelte kurz den Kopf, Cirmias würde das sicher nicht gefallen. Verflucht und Verdammelix wie elendig war es Ihm das er sich bisweilen nicht zu helfen wusste. Allerdings gab es da definitiv etwas das getan werden musste..Belgrom! Diesen einen Kaluren würde sie in Ketten legen müssen. Ob gewollt oder nicht, jede seiner Bewegungen im Zorn brachten Verstümmelung und Tod. Sicher wäre er zu stoppen gewesen unter dem Einsatz vieler kräftiger Hammerschwinger, doch ein Blutbad wäre es dennoch geworden. Ebenso schwang die Gefahr dabei mit das ein durchdrehender Wühler den ganzen Berg entfachte, sinnbildlich für die Brüder die dann ebenfalls so abdrehen könnten.

Eiligst macht er sich auf den Weg zu Belgrom, persönlich um Ihn zu sprechen.

Verfasst: Montag 21. November 2016, 10:19
von Baznuk Donnerfaust
In der Zwischenzeit im kalurischen Hoch-Apparat der Selbstverwaltung und akribischen Protokollierung innerhalb des Berges. Irgendwo im falschen Archiv, unsauber verwaltet, fehlerhaft. Falsche Informations- Weitergabe und sonstige mangelnde sorgfalt lassen die Tafel irgendwo im Zuchtamt auftauchen. Da natürlich keine Zuständigkeit besteht erfolgt auch keine Bearbeitung. Rückmeldung ausgeschlossen.
Expeditons Anfrage an das kalurische Hoch-Amt der Expeditions und Schatzfinderverteilungsstelle (Formtafel 34.1.1)



Expeditions Teilnehmer


Skorina Felshammer
Dwinbar
Skorri
Trunnis Graufels
Durgin Graufels


Art der Unternehmung

Geheim

Zu erwartende Schätze

Wenig bis keine

Zahlemeister der Unternehmung

Möchte nicht genannt werden

Reich-Gebiet-Lehen-Höhlenystem der Unternehmung

Geheim

Zu erwartende Dauer

Wenige Wochen

Umfang des Expeditions Inventars

Massives Schürftgerät
Frisch Fleisch
Trocken Fleisch
Tabak
Faßbier
Komplettes Rüstwerk, doppel Bewaffnung

Zu Kenntnis für das Archiv

Brösel Eisenbein, Aushilfskraft

Rückmeldung

offen – Unternehmung gescheitert

Alle Teilnehmer so wie Inventar vermisst

Zu Kenntnis für die Volksverwaltung


-keine Unterschrift-

Verfasst: Montag 21. November 2016, 17:25
von Melgra
Noch immer kochte die Wut in ihr als sie an Burlokk und Thoria dachte. Wie sie dastanden. Rotzfrech und hinterlistig.

Warum war das geschehen? Sonst stets darauf bedacht jedem zu helfen, hatte die kleine Kalurin sich immer weniger unter Kontrolle. Nicht nur, dass sie Dorlikin unterstellte zu klauen, Kiira unterstellte sich an ihren Thorim ranzumachen, nein sie verdächtigte Thorim selbst, sie loswerden zu wollen, damit er freien Weg mit Kiira hatte.

Wo er ihr doch sonst jeden Wunsch von den Augen abgelesen hat. Sich um sie sorgte.

Das war alles ein Plan.... alles ein Plan sie in trügerischem Frieden zu wiegen, nur um ihr dann das Herz rauszureißen und mit Kiira darauf herumzutrampeln!

Und Burlokk und Thoria waren bestimmt in diesen Plan eingeweiht. Wollten nicht, dass sie den Plan durchschaute. Wollten sie mit dem Müll und dem Zeug ablenken, damit sich Thorim ungestört treffen konnte und damit SIE sein Goldbad kriegte.

Sie werden brennen, sie werden brennen müssen. Jeder, der sich ihr und dem Schatz in den Weg stellte.

MELGRA, du spinnst! hallte es laut von den Wänden wieder, als sich die Kalurin doch wieder unter Kontrolle bringen konnte. Erst dann fiel ihr auf, dass die Flasche in ihrer Hand zerbrochen war, die Scherben sich in ihr Fleisch gebohrt hatten und das Blut langsam auf den Boden tropfte.

Fest eine Bandage um die Hand gewickelt, und bei klarem Verstand hetzte sie los zur Bauhütte. Sie wurde wahnsinnig! War sie eine Gefahr? Hatte sie doch gestern tatsächlich versucht Burlokk anzuzünden.

Dieser elende garstige kleine Schnorrer.... keuchend blickte sie auf ihre Handfläche, in der sich ihre Fingernägel abermals tief in die Wunde bohrten. Los Melgra, spute dich.... Bevor was passiert....

Gerade an der Bauhütte eingetroffen stand sie vor dem Tor, doch hielt sie inne....

War Baznuk auch schon in den perfiden Plan eingeweiht? Wollte er sie auch loswerden? Sie sollen sehen was passiert, wenn man mit dem Herz einer Kalurin spielt.....

Verfasst: Montag 21. November 2016, 23:09
von Thoria Donnerfaust
Aus dem bösen Traum erwacht und doch mitten drin strecken.....

Nach dem Geschehnis und mit Trauer verzerrtem Gesichtsausdruck, soviel tote Kaluren.
War sie doch froh Baznuk etwas beruhigen zu können, fiel sie später nur noch ins Bett und schlief ein.

Burlokk, was war bloß mit ihm los....sein Bart und wie er überhaupt rumläuft...POHH EY !!
Ohne Luft zu holen meckerte sie ihn an, richtet ihm noch schnell sein Bart.
Dann kam wieder ein fröhliches lächeln an den Tag, doch sollte dies nicht lange so bleiben.
Thorim und Melgra, diese Petzen und all die bösen Worte, die sie ihr an den Kopf warfen.

Selbst nach ein paar Nächten, der immer wieder kehrende Traum.
Die Statur ins Scheißhausloch begraben, drehend wie ein Brummkreisel nagelte und stempelte sie den Deckel.
Ein nicht endender Traum, der sie beinahe wahnsinnig machen würde. Als würde in ihren Ohren der Groll und dieses
sausen kein Ende nehmen, wälzte sie sich im Bett hin und her. Ihre Laune und auch ihr Zorn, der in ihr brodelte
war hin und her gerissen, welches sich auch nicht änderte als der nächste Tag anbricht.

Der Weg zur Mine war stampfend und als könne die Mine nun was erleben, rammte sie die Picke wild ins Gestein.
Sie bemerkte nicht einmal, als sie dies endlich Müde war, das es schon dunkel wurde. Doch steckte so eine Wut in
ihrem Bauch, das sie sich nochmals in einen der Gewölbe austobte. Prompt verlief sie sich und irrte umher, wo sie
Stunden in dem Gewölbe verbracht hatte, war ihr Zorn nun noch größer geworden. Angekommen in Nilzadan, ihre
Brüder und Schwestern mit einem giftigen Blick zu betäuben, diese kräftig an zubrüllen, als sie ihr den goldenen
Gerstensaft verheimlichten.

VERRÄTER...... ALLES VERRÄTER!!!
[url=http://www.dreamies.de][img]http://img12.dreamies.de/img/861/b/jox8qeleqzs.gif[/img][/url]
…...wenn der Scheißhausdeckel nun doch nicht richtig dicht war, was dann?

Nagelte und stempelte sie den Deckel, wie in jeder Nacht, der zu einem wiederkehrenden Alptraum wurde.

Verfasst: Dienstag 22. November 2016, 08:08
von Gast
Mit Wucht schlug Belgrom die Tür zu seiner Wohnhütte auf und verursachte durch die Wucht einige Risse in der Wand. Mit einem wutverzerrtem Gesicht stapfte er durch sein Heim, um eine geeignete Stelle für seinen Schatz zu finden, wo kein anderer Kalure an ihn herankommen würde.

Sein Fach bei der Bank? Nein der Bänker würde dies nur ausnutzen.
Im Sippenhaus? Nein ebenfalls zuviele Neider.
In der Frostklammfestung? Auch dort zuviele die nach seinem Schatz trachten würden.

Da kam ihm die Idee... unter seinem kleinen Schrein für Cirmias würde er es unter die wachsamen Augen des Bergvaters stellen!
Zusätzlich murmelte Belgrom noch einige Gebete an den Vater, bevor er begann seiner Wut freien Lauf zu lassen.

Voller Zorn zerschlug er feinste Statuen, Tische, Bänke und sonstige Möbelierung zu Schutt.
Als seine Wut etwas abgedämpft war, dachte er an die Begegnung mit Melgra und Thorim zurück, was seine Wut wieder entfachte.

Zu Beginn hatte er lediglich eine wühlerische Analyse durchgeführt, doch schon kurz darauf entbrannte ein Streit zwischen ihnen, vorallem Melgra und ihm, das es beinahe gefährlich geworden wäre. Denn während er Tagar, die um seinen Schatz herumschleichende Wache, im Blick behielt und verscheucht hatte, hatte Melgra versucht an ihn heranzukommen. Als er diesen Versuch abgewendet hatte, begann die Kalurin mit ihrem Stab zu fuchteln und andere wilde Tricks um an ihn heranzukommen.
Sie trieb ihn damit soweit, dass er sie angefallen hätte, hätte Thorim nicht eingegriffen.
Sie musste verrückt sein. Niemand wagte es einem Wühler sein Bhirfass zu stehlen!

Mit erneut entfachtem Zorn litten daraufhin weitere Möbel in seiner Hütte, die er daraufhin zum Schutze des Bhirfasses wie eine Barrikade verteilte.

Nun sollte sie mal kommen! Er war vorbereitet.