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Drum prüfe wer sich ewig bindet....

Verfasst: Sonntag 6. November 2016, 13:01
von Melgra
Nachdenklich saß die kleine Kalurin und strich sich durch den spärlichen Bart, der nach dem hinterhältigen Angriff des Geschmeiß des Westen noch übrig war. Zwar wieder flauschig, nachdem Thorim ihr diesen unglaublichen Bartreiniger Ambers besorgt hatte, aber immer noch viel zu kurz.

Prüfen…. Drölfzehn Tage sollte sie ihr Herz prüfen, ob er der eine war. Kurz schweifte ihr Blick auf den kleinen, schlafenden Gorilla zu ihren Füßen und dann weiter zu den beiden Stofftieren auf ihrem Bett. Auch das waren Geschenke von ihm… Thorim…

Sie fühlte sich wohl in seiner Nähe, auch wenn er manches Mal mit Tadel nicht sparte, und ihr verbot noch einmal alleine nach Bajard zu gehen. Doch sollte er der eine sein….

Doch wie prüft man das, was man weder greifen noch begreifen konnte? Körperlich schien er in Ordnung zu sein. 10 Finger, 10 Zehen, zwei Ohren, ein stattlicher Bart. Nichts schien offensichtlich zu fehlen.

Sorgfältig meißelte sie die erste körperliche Bestandsaufnahme auf eine Tafel und hielt doch wieder inne und blickte zum Feuer. Ein ewig loderndes Feuer sollte brennen, doch genährt wird es von was?

Lange saß sie so da und ließ ihren Gedanken freien Lauf. Er hatte Zugang zu ihrer Höhle, so wie sie zu seiner. Freute sich, wenn er da war. Wie ein Fels in der Brandung, egal welche Welle sich auch an ihm bricht, steht er doch immer da. Stetig an seinem Platz. Und künftig vielleicht zu zweit? Seite an Seite, egal wer oder was auch kommen sollte, gemeinsam den Weg beschreiten bis einer seinen letzten Atemzug tat?

Drölfzehn Tage…. Prüfe, wer sich ewig bindet….

Verfasst: Montag 14. November 2016, 12:34
von Baznuk Donnerfaust
Nachdenklich, aber mit einem lächeln im mittlerweile leicht faltigen Gesicht schaute er der Cirmias Tochter nach als sie die Bauhütte verlassen hatte. Der junge Priester kannte die Antwort bereits auf die Ihr gestellte Aufgabe. Es war zu offensichtlich, zu eindeutig das aus diesen beiden Gussformen eine einzige, unzerstörbare werden musste.

Es war kein Geheimnis das die Vernunft des Berges häufig in den Töchtern Cirmias Ihre Ausprägung fand und der Kalure ihr Werkzeug dazu. Gemeinsam konnte aus beidem weit aus mehr werden wie aus dem einzelnen. Baznuk freute sich über den Umstand, da er vor allem Thorim, Bruder der Hammergrunds als ganz besonderen Kaluren sah. Er war sicher für mehr bestimmt, eindeutig, doch offenbarte Cirmias Ihm noch nicht was sein Weg sein wird. Doch der Priester hatte ihm stehts im Auge.

Thorims Blut, seine Sippe gehörte zu den ersten die sich nach der Schöpfung durch Cirmias im Berg formierte. Nicht selten hört man noch das Wort -Königsblut- tuscheln wenn man einen der Hammergrunds um die Ecke gehen sah. Somit war klar das Melgra gut für den Hammergrund sein wird...

Doch am Ende ist es aber viel wichtiger wie auf der andere Seite aussieht. Ist der Hammergrund Thorim, dieser eine würdige Kalure, dazu in der Lage eine Cirmias Tochter auf ewig und unnachgiebig glücklich zu machen? Er würde sich beeilen müssen um mit Thorim die entscheidenden Wege zu gehen, damit er sich selbst prüfen kann.

Das Kalurinnen Herz mit strahlendem Glück zu erfüllen sollte das höchstmaß an Antrieb jener Kaluren sein die von einer Cirmias Tochter erwählt wurden.




Des Felsenshammer mit dar Thorim,
sobald es dir möglich ist Bruder wünsche ich dich zu sprechen. Die Dringlichkeit der Angelegenheit duldet nur wenig Aufschub, daher erwarte ich dich Zeitnah.

Komme gestärkt und ohne Rüstwerk, ausgeruht und frisch gebadet.

Baznuk

Geselle der Bauhütte

Verfasst: Montag 14. November 2016, 18:11
von Thorim Hammergrund
Als der Kurzbart ihm die Steintafel in die Hand drückte warf er einen kurzen Blick drauf. Der Kurzbart sollte einen Moment warten und ihm wurde dann als Belohnung ein frisches Bier gereicht. Dieser kippte es dankbar in sich hinein und machte sich dann wieder auf den Weg.

Er fragte sich was der Priester von ihm wolle. Melgra sollte doch prüfen und nicht er. Melgra hat ihn erwählt, dass sie ebenfalls seine erste Wahl gewesen wäre, ist nur zweitrangig.
Einige der drölfzehn Tage waren schon vorbei und Baznuk drängte zur Eile.
Er wollte den Priester nicht unnötig warten lassen:
Also raus aus der Rüstung und mit der neuen Seige rein ins Bad.
Die roch gar nicht schlecht, auch wenn sie von einem Spitzohr war.
Nach dem abrtrocknen stieg er in die Kleidung schnappte sich seinen gefüllten Bierkrug, eine Steinbeisserhartwurst und machte sich, doch deutlich aufgeregt, auf die Suche nach dem Priester.

Verfasst: Montag 21. November 2016, 17:15
von Melgra
Zu Baznuk? Gewaschen und ohne Rüstung? Und ohne sie? Was sollte das nur werden....

Ihre Liste selbst wurde immer länger und länger und wie ihr schon ihr Gefühl bestätigt hatte, gab es bisher nur positive Dinge, die sie auf die Steintafel meißeln konnte. Nicht nur.... Fand doch ein kleiner zweifelnder Eintrag auf der Minus-Seite ihren Platz. Burlokk.... Sammler und Lagerist und immer Flausen im Kopf. Lange dachte sie darüber nach. Er war eigentlich ganz niedlich, fast wie ein Kind, um dass sie und Thorim sich umsehen mußten. Wobei, seitdem er Thoria kannte sich seine Aufmerksamkeit zum Glück mehr auf sie legte, denn auf gut gemeinte Streiche. Immer wieder strich sie den Namen auf der Minus-Seite durch, nur um ihn am nächsten Tag wieder dort hin zu meißeln.

Aber was könnte Thorim schon dafür? War er doch immer bedacht darauf den Sammler-Kaluren in Zaum zu halten.

Thorim hatte ihr, nachdem das Geschmeiß aus dem Westen ihr den Bart versenkt hatte, sogar extra eine Bartpflege besorgt. Sorgsam eingerieben jeden Tag und der zarte Flaum wurde täglich länger und länger.

Sonst könnte sie nor den Segen Cirmias empfangen. Verstümmelt vor seine Augen treten.

Nur gab es noch einige Dinge zu tun, bevor sie endgültig Cirmias Segen empfangen durfte. Nicht nur das Sippenoberhaupt der Hammergrund würde noch ihren Besuch erwarten, mußte doch auch ihre eigene Sippe erfahren, was hier im Gange war.

Doch zuerst mußte sie wissen, was Baznuk mit Thorim vorhatte. Sollte doch alles anders kommen als gedacht? Die Hälfte der Drölfzehn Tage war bereits verstrichen.... die Zeit war nicht aufzuhalten

Verfasst: Dienstag 22. November 2016, 08:51
von Thorim Hammergrund
Er war aufgeregt und nervös als er auf dem Weg zu Baznuk war.
Was würde ihn erwarten und war er in der Lage die gestellten Aufgaben zu lösen?
Nach unendlich vielen Gedanken kam er am Tempel an, der Priester wartete schon auf ihn.
Der Tempel und der Priester nahmen ihm seine Aufregung.
Baznuk holte einen kleinen Stein hervor. So einen Stein hatte er noch nie gesehen und dabei hatte er schon viele Stunden in Höhlen,Stollen und Minen verbracht. Weder von der Art, noch von der Beschaffenheit glich dieser etwas was er kannte. Er roch sogar an dem Stein, aber auch das brachte keine Erkenntnisse, naja kein Wunder ist er doch kein Getwergelyn.
Dann kam die Aufgabe:
Geh alleine an einen Ort der dir viel bedeutet, aber auch eine Verbindung zu Melgra hat.
Geh dort in dich und finde Ruhe, höre in dich und den Berg hinein.
Wenn du in irgendeiner Form den Berg vernimmst, werfe den Stein in einen Krug mit Flüssigkeit, wenn er aufsteigt und schwimmt ist alles gut, geht er unter und bleibt am Boden liegen, haben wir ein Problem!

Der Priester verriet ihm nicht was für eine Flüssigkeit gemeint war, aber für Thorim war klar, es konnte sich nur um Bier handeln.
Der Ort war ihm auch sofort klar. Sein Bier- und Goldbadkeller.
Er fühlte sich dort wohl und es war der Ort an dem Melgra ihm das erstemal den Bart streichelte.

Vor dem Höhleneingang wurde eine "Betreten verboten" Steintafel aufgestellt und die Tür von innen verriegelt.
Im Keller ging er dann in sich und genoß die Ruhe, in seinen Gedanken spielten sich immer wieder Szenen ab, die er mit Melgra erlebte:
Das erste Treffen, die ersten Worte, die ersten Berührungen...
Wieviel Zeit verging weiss niemand, aber irgendwann vernahm er ein Rauschen, welches ihn aus seinen Gedanken riss.
War es das Zeichen von dem Baznuk sprach?
Der Krug Bier stand vor ihm auf dem Tisch, mit zitternder Hand liess er den Stein ins Bier fallen. Das Steinchen sankt zu Boden, der Kalure war zu tiefst enttäuscht und traurig, Tränen ronnen ihm aus den Augen und tränkten seinen Bart. Da war also das Problem von dem der Priester sprach, Cirmias schien ihn nicht für würdig zu halten Melgra glücklich zu machen.
Er legte sich auf sein Bett und schlief dann irgendwann ein.
Ohne jegliche Träume wachte er Stunden später wieder auf, noch immer am Boden zerstört.
Als er sich aus dem Bett quälte fiel der Blick auf den Bierkrug und sofort war er hellwach, sprang zum Tisch herüber und klebte mit den Augen förmlich am Krug.
Das Steinchen schwamm an der Oberfläche, es schwamm tatsächlich oben.
Er schnappte sich den Krug und rannte sofort zum Tempel, das er dabei den halben Krug bier verkleckerte war ihm in dem Moment völlig egal.
Johlend kam er am Tempel an, Baznuk mahnte ihn zur Ruhe und Besonnenheit.
Dann Blickte der Priester auf den Krug mit dem schwimmenden Steinchen, nickte zufrieden und sagte: "Cirmias hat dar schonmal nicht abgelehnt."

Verfasst: Dienstag 22. November 2016, 09:27
von Baznuk Donnerfaust
Baznuk musste schmunzeln als Thorim völlig freude eifernd in die Bauhütte rannte. Er freute sich darüber, das wie immer der Stein Trick funktionierte. Baznuk hatte viele von diesen Steinen, und alle würden nach einer gewissen Zeit im Bier schwimmen. Natürlich verriet er das niemanden. Baznuk war sich sicher das Thorim der richtige für Melgra ist, jetzt musste nur Thorim wirklich daran glauben der einzig richtige für sie zu sein. Eine Lüge würde der Priester sein tun nicht bezeichnen, doch war es so recht einfach ordentliches Feuer in die Gussform von Thorim zu setzten. So angheizt, im glauben das Cirmias selbst ihn als Partner bestätigte würde er spätestens jetzt ohne nachzufragen alles bedingungslos für Melgra tun.

So und nicht anders hatte es im Berg zu sein. Das höchste gut, noch vor allen Reichtümern und Schätzen sind die Töchter des Berges! Eine Begrifflichkeit die bereits die jüngsten immer und immer wieder gelehrt bekommen.

Verfasst: Samstag 3. Dezember 2016, 21:05
von Melgra
Die Ereignisse hatten sich überschlagen die letzten Wochen. Der Fluch, der sie zu einer Furie werden hatte lassen. Einer Furie, die sich mit Worten und Taten um Kopf und Kragen brachte. Eine Furie, die verletzte und verletzt wurde.

Der Sturm auf die Klamm der Anhänger Alatars, der Rückzug bis zur Brücke. Gefroren, Seite an Seite mit ihren Verbündeten. Dann die erfolgreiche Rückeroberung der Klamm, der Tod Belgroms…. Noch immer saß der Schock tief und die Bilder tauchten Nacht für Nacht in ihren Träumen auf. Der übermächtige Hammer, der auf den Schädel des Kaluren traf.

Soviel…. Soviel war passiert. Soviel Schlaflosigkeit, soviel Blut, soviel Verderben. Soviele Prüfungen. Und doch war eine Konstante immer an ihrer Seite…. Thorim…. Er war an ihrer Seite. Immer wachsam und immer beschützend.

Auch wenn so mancher Tag in Zeiten des Fluches nicht vom Sonnenschein geküsst war, so war er bei ihr und suchte nicht das Weite.

Noch nie war die Gewissheit so stark als in jenen dunklen Stunden der Kaluren.

"Ja diesem einen werde ich folgen. Diesem einen ein Leben lang…."