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Das Massaker von Grenzwarth

Verfasst: Freitag 14. Oktober 2016, 23:13
von Darion Dracones
Zwerge! Zu den Waffen ! AARRGH!

Lange erklang der Kampfeslärm wohl nicht , als die Allianz des Berges jede Wehr vor, in und hinter Grenzwarth
niederschlug. Ein Zeichen zweifelsohne -
wurde doch klar, dass jeder tapfere Schwertarm zu wenig war, sich ihrer zu erwehren.

Doch lange wohl sollte dies nicht ungesühnt bleiben- erschallte der Kampfeslärm doch alsbald
erneut, lauter und brutaler als zuvor, als
Arkorither und Kämpfer der Schatten des Panthers auszogen, ihre Gefallenen
Kameraden zu rächen.

Wohl setzte an diesem Abend keiner der Allianz mehr seinen Fuß auf das Schlachtfeld,
doch wer sich die Spuren genau ansieht, wer zwischen Fetzen an elfischen, menschlichen und
zwergischen Stoffen aller Fraktionen zu unterscheiden weiß, der mag erahnen das
dies kein so glorreicher Sieg war, wie man vielleicht im Alatarischen Reiche verkünden
wird...

Verfasst: Freitag 14. Oktober 2016, 23:40
von Baznuk Donnerfaust
Schwerfällig rafften sich die geschwächten Kaluren in Ihren massiven Rüstungen wieder auf. Die Schlacht war geschlagen an der Seite der Menschen und Elfen. Man hatte dem Westen die Stirn geboten, doch von einem Sieg war nicht zu sprechen. Wo es Verluste gibt kann es keinen Sieger geben, nur Opfer die gebracht werden müssen.

Schwerfällig schleppte sich der Tross von den Grenzlanden zurück in Richtung des Berges und des lichten Reiches. Das erste Geplänkel der Allianz, die Gruppierung um den Priester herum war geschlagen.

Der Sprecher der Gruppe, Vladimir aus der Sippe der Dracones war offenbar ebenso ein überzeugter Vertreter seiner Sache wie es der Priester selbst war. Doch die schlimmste Gefahr die der Westen neben seinen starken Kriegern, fürchterlichten Fuchtlern und Ihrem Kampgeschick haben sind die Seelenfresser - des Kaluren einziger Schreck!

Verfasst: Samstag 15. Oktober 2016, 00:13
von Darion Dracones
Was verraten die Fußspuren..?

Bild

Verfasst: Montag 24. Oktober 2016, 01:11
von Valyn´tael
''Die Panther brauchen Hilfe?

murmelte er und Zufrieden betrachtete er sein Werk und faltete das Pergament fein säuberlich zusammen. Flink legte er noch Bandagen um die Wunde an seinem Unterarm, der nun von Blut nur so triefte. Kurz stutzte er, ob er diese wunderbare Farbe wirklich abwaschen sollte. Ein energischer Ruck mit dem er aufstand zeigte, dass er sich dagegen entschieden hatte.

Die stechenden Schmerzen an seinem Unterarm auskostend begab sich Valyn'tael zu seinen Geschwistern, niedere Geschwister die ihre Hülle schon bald für Vater aufopfern würden.
Der Schwache würde sicherlich damit zu kämpfen haben, aber kampfzugezogene Wunden die sein Leben nicht in Gefahr bringen machten ihn schon lange nichts mehr aus.
Ein Bild wie es das schlechteste Klischee nicht besser malen konnte. Griff er sich den ersten Runenlosen um an ihm ein Exempel zu statuieren, mit schmatzender Geräuschkulisse drang der Dolch genussvoll in den Kehlkopf und wich dem Opfer jedwede Farbe aus den Augen. Ein grässliches Keuchen, erstickt und verzweifelt als dann das Blut aus der Wunde entrinnt und von einem tiefen Gurren begleitet wird.
Sicherlich ein Anblick der manche Dame am Hofe hätte erbleichen lassen.


'Hört zu ihr jämmerlicher Abschaum'

*als das dumpfe Pochen eines langsamen Herzschlages verebbt und der Runenlose achtlos zur Seite geworfen wird*

'Ihr werdet Wache stehen, den Menschen zur Hand gehen und jeden Befehl ausführen der euch aufgetragen wird. Versagen wird nicht akzeptiert.'

Eine beklemmende Stille war eingetreten und nur noch das entfernte Platschen von einzelnen Tropfen die ihren Weg an den Stalagniten bahnen war zu vernehmen.
Aber schon im nächsten Moment hatten diese sich ballenden Gedanken sich wieder verflüchtigt und er betrachtet genusssüchtig den blutenden Letharfen.



'Sucht die Burg der Schattenpanther auf'


Mit einigen barschen Bemerkungen sowie Handbewegungen schickte er sie weg und so er für sich war, konnte er den Gedanken nicht länger zurückhalten sich dieser halbwüchsigen Macht zu entledigen. Doch wie die Ratten in ihren Löchern kauerten und kaum zu verscheuchen waren, klebte dieser Bodensatz der Gesellschaft am Fuße des Reiches und nur eine Ausräucherung der ganzen Stadt hätte wohl zu dem gewünschten Ergebnis geführt.

So machten sich einige Kinder Vaters auf den Weg zur Burg in Wetterau um dort ihre Befehle zu befolgen.


[img]http://www2.pic-upload.de/img/31968520/ios_large_1411099759_1395962461_image.jpg[/img]

Verfasst: Montag 24. Oktober 2016, 11:36
von Vladimir Dracones
Sie hatten ungeachtet der bisherigen Einzelheiten nahezu in bedingungsloser Loyalität ihre Hilfe angeboten und er würde sie nicht abweisen. Im Gegenteil.. er begrüßte ihren Tatendrang und gab sich mit dem zufrieden, was sie im Stande waren der Sache beizusteuern. Viele Stunden vergingen, in dem sie sich über die aktuelle Situation austauschten und darüber beratschlagten was die nächsten Schritte sind. Danach trennten sich die Wege wieder, damit jeder beginnen konnte die besprochenen Dinge in die Tat umzusetzen.

Noch am selben Abend stand er auf den Zinnen der Burg der Schattenpanther und starrte mit den anderen Wachmännern in die regnerische Nacht hinaus. Einen beinahe dumpfer Klang konnte vernommen werden, während die Regentropfen nicht enden wollend auf die schwere Plattenrüstung hernieder gingen. Sein tiefes schwarzes Haar warf dabei klamme Strähnen in sein Gesicht und zogen förmlich Kälte an. Zur hiesigen Jahreszeit zog in den Nächten schon deutliche Kälte ein und das sah man zum Teil auch daran, dass sich beim ausatmen aufsteigender Dampf bildete, welcher für einen kurzen Moment sichtbar war.. ehe er in die Nacht davon schwebte.

Ein weiterer Mal wurde die Umgebung der Burg mit Argusaugen gemustert ehe er sich dann, nachdem er einmal tief ein und ausgeatmet hatte, in Bewegung setzten wollte um den Posten zu verlassen. Doch nach schon wenigen Schritte hörte er einen Wachmann erklingen: "Sichtung!". Mit gerunzelter Stirn und zugleich erwartungsvoller Mimik trat er die wenigen Schritte zurück auf seinen Posten und ließ seinen Blick schweifen. Dann sah er sie.. und es donnerte von den Zinnen herunter: "Öffnet das Tor!".

Verfasst: Sonntag 30. Oktober 2016, 08:08
von Baznuk Donnerfaust
Der Winter naht, die letzten Felsenkrähen der Kaluren haben die Frostklamm verlassen bis zum Frühjahr. Ausser den Geräuschen der Riesen im Schnee war die Klamm wie gewohnt still in dieser Jahreszeit. Das Geschäftige treiben der Kaluren verlargerte sich immer mehr in den Berg, der im Vergleich zu Aussenwelt eine recht gleiche Temperatur beibehielt.

Doch es half nichts, trotz der stetig weiter aufziehenden Kälte musste Baznuk eine Entscheidung treffen. Lange schon ist das letzte aufeinander treffen her und das nächste sollte auf keinen Fall lange auf sich warten lassen. Der Westen sollte erkennen das Ihm, den Allianzlern und vielen der Zwerge die Sache sehr ernst war.

Erneut waren es drei Späher die er vorab ausschickte um sich möglichst unerkannt ein Bild über die Situation in den Ländereinen des Westens verschaffen sollte. Einer davon sollte die nördliche Wetterau beobachten, den Rest der Siedlung hatte man vom Gipfel aus bestens im Blick. Der zweite sollte die Kreuzung an der alten Anguren Festung im Auge behalten, sicherlich von nutzen zu wissen was sich dort über die Handelswege bewegt. Der dritte verstecke sich im Wald vor Düstersee. Es war gefährlich so tief im Feindesland, allein zu sein mit Axt, Schild und Cirmias vertrauen. Doch meldeten sich die drei freiwillig.

Khorn Eisenkiefer für die Wetterau
Umgrah Sturmkiefer für Anguren Festung
Borx Keinkiefer für Düstersee

Alle entstammen sie ein und der selben Groß-Sippe, mutige und tapfere Kaluren waren es. Es meldete sich sogar eine Kalurin, doch bei Cirmias...eine Kalurin solch einer Gefahr aussetzen? Ein fahles schmunzeln war das einzige was der Priester dafür übrig hatte, wie sollte er es vor Vater verantworten wenn Ihr etwas geschehen würde.

Es blieben nur noch wenige Tage für die Beobachtungen..

Verfasst: Sonntag 30. Oktober 2016, 20:47
von Asedya Volan
In der Abenddämmerung nach getaner Trainigseinheit, stellte sich keinerlei Ruhe bei Asedya ein. Viel zu viele Gedanken huschten durch ihren Kopf. Gedanken um den Krieg, Planten die Kaluren angriffe auf die Siedlung?

So entschloss sie zur Sicherheit nochmal einen Wachrundgang zu machen. In der Siedlung war alles ruhig. So führte ihr Weg sie zur Nördlichengrenze des Reiches, nichtmal im Traum würde sie daran denken die Wege dafür zu Nutzen, konnte sie sich doch dank ihrer Ausbildung nahezu Lautlos durch den Wald bewegen.
Sollte sie Auffälligkeiten bemerken so würde man sie erst später oder garnicht wahrnehmen.
Sie huschte also durch den Wald, die Wege im Auge behaltend, als sich eine kleine Dicke Gestallt nah an der Grenze des Reiches Auftat. Lange Beobachtete sie den tollpatschigen kleinen dicken der vermeintlich unauffällig immer die Grenze auf und ab stapfte.

Bis die dunkelheit gänzlich hineinbrach beobachtete sie den Kalurischen Späher. Er machte keinerlei anstallten seinen Posten zu verlassen, immer wieder legte er lange Pausen nah dem Wachhäuschen ein. Da sah sie ihre Chance. Als er seine nächste Runde drehte, huschte sie in das nächste Waldstück.
An die seitliche Mauer des Häuschens gepresst wartete sie mit dem Dolch in der Hand und spähte in die Dunkelheit. Nur der Mond gab ein wenig Licht in das Waldstück hinein.
Sie musste nicht lange ausharren,bis der Kalure mit wohl seiner Ansicht nach leisen Schritten den Weg zum Häuschen wieder ansteuerte. Als der Kalure dann endlich die Mauer passierte wo Asedya sich versteckt hielt packte sie die Situation beim Schopfe.
Ein unverhoffter Satz hinter den Kaluren ... der Altbekannte "schwitzkasten" Griff und das Messer an seiner Kehle. Ihm wird klar gewesen sein das jeder Mucks seinen Tod bedeutet hätte . Sie zog ihn Rücklings mit sich um sich der Türe des Wachhauses zu nähern. Sollte er nur einen Schritt nach vorne tun käme es einem Selbstmord gleich. So lies er sich mitziehen und im inneren des Hauses Fesseln. Die Bandagen in seinem Mund hinderten ihn daran nach hilfe zu rufen. Sie hatte ihn noch vor die Wahl gestellt: Wenn er schnell Plappern würde, hätte das ganze für ihn ein schnelles ende. Falls nicht hätte sie die ganze Nacht Zeit....

Da der Kalure natülich nicht bereitwillig die Informationen kundtat die Asedya hören wollte, vergingen einige Stunden der Folter, bis der Kalure mit seinen letzten Atemzügen die sein Körper noch hergab ihr endlich die Informationen Lieferte die sie haben wollte.

Am dritten Tage dieser Woche in den Abendstunden noch wollten sie Ausrücken! Asedya schleifte die Leiche Achtlos in den Wald. Sollte der Herr damit anrichten was er wolle. Sie entfernte sich Rasch vom Ort des geschehens um ihre Informationen in der Burg kundzutun.

Man wird den leblosen Körper genau hinter dem Wachhäuschen finden. Weiter scheint Asedya es nicht geschafft zu haben den fetten Zwerg in seiner Rüstung zu wuchten.

Verfasst: Mittwoch 2. November 2016, 17:15
von Melgra
Eigentlich sollte es nur ein kleiner Ausflug nach Bajard werden, um fehlende Möbel einzukaufen. So war es vielleicht leichtsinnig und auch blauäugig, zwar gerüstet, aber ohne weitere Hilfe nach Bajard zu reisen.

Gerade einen Schritt aus der Kutsche getan, fand sich die kleine Kalurin in mitten einiger Männer wieder. Und jene waren den Kaluren nicht wohlgesonnen, vernahm Melgra rasch die Worte "verbrennen", "forttreiben" und etliches mehr, das allerdings in aufkommender Panik nur noch fetzenartig wahrgenommen wurde.

Einen blutgetränkten Wappenrock hochgehalten, wollte das Geschmeiß aus dem Westen Informationen erhalten, doch kannten sie wohl die Sturheit eines Kaluren und vorallem die Sturheit einer Kalurin nicht.

"Akh weiß nor was!" fiepte sie zwar leise, doch würde sie niemals ihre Brüder oder Schwestern verraten. Egal welche Mittel und Wege die Brut Alatars anwenden würde.

Es kam, wie es kommen mußte und damit hatte sie wohl als letztes gerechnet, als eine monströse Kreatur sich an ihre Seite stellte, als hätte sie überhaupt Chancen gehabt, und sich der abartige, garstige Geruch von verbranntem Haar und Fleisch ausbreitete.

"NORRRRRRRRRR" den Bart..... nein, nein, es durfte nicht sein. Hektisch, panisch und vorallem verkokelt fand die kleine Kalurin doch einen Ausweg. Keine Gedanken verschwenden, Zuflucht suchen und nicht mehr herauskommen. Wimmernd und verängstigt traf sie in der Klamm ein. Hochgepusht durch das Adrenalin hievte und werkte sie, bis sie doch das Gefühl hatte einigermaßen sicher zu sein, und verbarrikadierte die Türe so gut es ging.

Im letzten Winkel zurückgekrochen rieb sie erst dann den Bart ein, der noch übrig war, in der Hoffnung noch was retten zu können.

[URL=http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=d360e5-1478103081.jpg][img]http://www.bilder-upload.eu/thumb/d360e5-1478103081.jpg[/img][/URL]

Verfasst: Mittwoch 2. November 2016, 19:06
von Vladimir Dracones
*Ein schallender Ton ertönt laut aus einem Horn von den Zinnen der Burg hinunter und schallt durch die gesamte Siedlung. Die Streiter der Schattenpanther rufen verfügbare Truppen dazu auf sich zusammen zu ziehen und sich im kommenden Stundenlauf vor der Burg zu sammeln.*

[URL=http://www.directupload.net/file/d/4527/kcl34bxr_jpg.htm][img]http://fs5.directupload.net/images/161102/temp/kcl34bxr.jpg[/img][/URL]

Verfasst: Donnerstag 3. November 2016, 01:10
von Gast
KryshKarr war gerne faul. Zweifellos. Auf den Fellen liegen, eine saftige Schellac-Haxe zwischen den Zähnen, dazu einen großen Krug Feuerbeersaft - hach ja, das Rashar-Leben konnte so schön sein. Wäre da nicht das berechtigte, schlechte Gewissen, das den jungen Hornträger regelmäßig heimsuchte. "Wie willst du jemals anständig deine Geschwister beschützen, geschweige denn, die KunBra?", fragte ihn das besorgte, imaginäre Engelchen auf seiner Schulter. "Hör nicht auf ihn, hier ist doch alles in Ordnung. Bis auf ein paar lästige Feuerechsen. Lass es dir einfach gut gehen. Du bist jung. Hast viel Zeit", antwortete der kleine Teufel auf seiner anderen Seite.

Nein! Die gute Stimme in ihm behielt Recht. Von nichts kam nichts; er musste kein Gelehrter sein, um diese einfache, rationale Schlussfolgerung zu begreifen. Also hob er seine schwere Doppelaxt an, schultere sie und zog los. Die besten Fortschritte im Kampf erzielte er durch Praxis. Jedes Monster hatte seine eigene Art zu kämpfen, wodurch sich KryshKarr immer wieder anpassen und sich einer neuen Herausforderung stellen musste. Wenn auch eher schlecht als recht. Meistens. Auf dem Weg zu den düsteren Arkorither-Katakomben, in der Nähe der SP-Festung, hörte er plötzlich den warnenden Horn-Laut. Anstatt Monster stand ihm eine andere Prüfung bevor, eine ungleich schwerere: Im Jugendalter konnte er sich bereits für seine erste Schlacht wappnen.

TariShar gesellte sich zu ihm. "Daran sollte KryshKarr denken: Egal, wie stark sein Ehrgeiz ist, egal, wie gekränkt sein Stolz - die wichtigste Aufgabe für ihn lautet: Die Rasharii zu beschützen. Notfalls mit seinem Leben." Da stand er nun. Vor einer Reihe von Kaluren, inmitten von Letharen und Verbündeten Alatariens. In seinem Kopf schwirrten die weisen Worte seines Lehrmeisters herum. Ja, er würde TariShar um jeden Preis beschützen. "Für Ahamani!" Der Start des Schlachtgetümmels war unheimlich unübersichtlich und die Nervosität nagte heftig an dem halben Dreikäsehoch-Krieger. Dass sich die Realität als schmerzhaft erweisen würde, erahnte er bereits, doch mit diesem Leid hatte er nicht einmal in seiner Fantasie gerechnet: Als er einen Feuerball mit seinem Körper abwehrte, wie ein lebendiger Schild, der eigentlich seine weibliche Volksgenossin treffen sollte, wurde seine Rüstung heiß. Verdammt heiß. So heiß, dass sich das Metal stinkend durch seine Haut fraß. Ironischerweise war es Feuer, das dem schwer gerüsteten Rasho Probleme bereitete. Das bezeichnende Element seines Volkes. Ein Lethar und TariShar eilten zur Hilfe herbei, Lille gab ihm eine kühlende Paste, doch der junge KryshKarr wusste, dass die Schlacht für ihn ein frühzeitiges Ende genommen hatte. Seinen Waffenarm konnte er partout nicht mehr anheben, so dass ihn die Verzweiflung zu einem letzten Angriff per spitzem Horngeweih trieb. Gedemütigt, mit angenagtem Stolz und einem beißenden Gefühl des Versagens - er dachte, er hätte die Rasharii in seiner Nähe nicht anständig behüten können - wurde er von seinem Reittier, dem treuen ShriRak, in den RaKun zurückgebracht. Eine BrakNa sollte sich dringend seine Wunde ansehen.

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 10:38
von Baznuk Donnerfaust
Der erste, richtige neue Schnee bedeckte die Frostklamm und weite Teile der Schattenklamm. Üblicherweise brachte das grelle weiß auch Ruhe über den Berg. Doch in diesem Jahr war es anders, so vieles war anders. Der Berg fand kaum zur Ruhe, er grollte weiter in seinem Zorn, nicht zuletzt war es das treiben des jungen Cirmias Priester gewesen das der Berg schon solange keine Ruhe mehr hatte. Viele seiner Brüder stimmten Baznuks tun lautstark und mit klirrenden Waffen zu. Es war unvermeidbar das, dass kalurische Groß Reich, das Reich der mitte in den Kampf gegen den Westen treten musste. Für den Priester waren die Worte seines Vaters, Cirmias eindeutig und so galt ein großteil seines strebens dem Kampf gegen die Pantherwämser. Ganz bestimmt schon hatte er weitere Pläne für den nächsten Schlag, ja ganz bestimmt....

In der Zwischenzeit jedoch wurde den Nachbarn noch unmissverständlich eine Nachricht geschickt, exakt an der Stelle wo sie vor wenigen Wochen die Steintafeln den Berg hinab gelassen haben in die Wetterau. Diesmal waren es unzählige Köpfe von Panthern, zuteilen war auch ein Rumpf dabei. Baznuk kam nicht umher zu schmunzeln als sogar der tote Leib einer streunende Katze, vermutlich aus Berchgard in dem stinkenden Berg aus groß-Katzen Leichen lag. Seis drum..Katze ist Katze..alles geschmeiß aus dem Westen! Am Ende waren es nicht wenige tote Überreste die am Fuße des Berge direkt an der Wetterau vor sich hin rotteten.

Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 22:47
von Vladimir Dracones
In den kommenden Tagen können in Wetterau junge Tempeldiener und Mitglieder der Schattenpanther dabei beobachtet werden, wie sie behutsam die Überreste der heiligen Tiere abnehmen und sie in der näheren Umgebung der gewaltigen Burg begraben. In vielen Gesichtern war eine mehr als nur zornige Mimik zu sehen. Zornesadern zogen sich bei einigen mitten über die Stirn während sie die hingeschlachteten Panther von den Seilen und Speeren an denen sie festgemacht waren lösten, um sie zu Grabe zu tragen. Dabei fluchten Stimmen der Diener Alatars immer wieder den Berg hinauf. "Dafür werdet ihr mit eurem Blut bezahlen!"

Noch recht spät an einem jener Abende konnte Clerica Treublatt vor der Burg der Schattenpanther gesehen werden. Sie wurde von Vladimir in Empfang genommen. Kurze Zeit später wurde Post entsandt und es wurde damit begonnen eine Räumlichkeit für die Clerica in der Burg vorzubereiten.

Ein weiterer, dem Augenschein nach, neutraler Bajarder Bote zu den Kaluren auf den Weg machen um ihm eine persönliche Nachricht zu überreichen. Sollte er seine Augen über die Zeilen schweifen lassen, kann er folgende Zeilen lesen:
Ich entsende euch meinen Gruß, Baznuk Donnerfaust.

Wenige Wochen ist es her, dass eure versammelten Schergen und ihr euch unter dem Deckmantel einer neuen Gemeinschaft dazu anschicktet, nach eigener Willkür Recht zu sprechen, Urteile zu fällen und Krieg herauf zu beschwören gegen das Reich und all jene, die für die Wahrheit streiten. Eure den Schatten des Panthers überbrachte Botschaft ist mir nicht verborgen geblieben und ich muss gestehen dass sie mich überraschte. War ich aus dem Osten stets nur heuchlerische Phrasendrescherei gewohnt, der angebliche Ruf nach Frieden und Freiheit, nach Güte und Ordnung, so habt ihr den wahren Kern eurer Berufung in nur wenigen Worten besser auf den Punkt gebracht als es noch so viele meiner Predigten je tun könnten.

Ein Priester des Cirmias der in offenen Worten ausspricht, was Generationen von Priestern vor euch vertuschen und verbergen wollten, ist in meinen Augen ein Schritt in die richtige Richtung. Ihr habt dem Reich vor wenigen Wochen eine simple Wahl gelassen. Zu konvertieren, euren Glauben anzunehmen, sich euren Göttern zu beugen, auf die Knie zu fallen und in Demut um Gnade zu bitten, oder zu sterben. In eurer Botschaft kanntet ihr keinen Unterschied, keine einzelne Betrachtung der Menschen. Ein jeder der sich nicht der Herrschaft eurer Götter unterwerfen würde, wurde nach eurem Willen und dem Willen eures Gottes, der euch zu seinem Priester wählte, zum Tode verurteilt. Seien es Männer, seien es Frauen, seien es Kinder.

Versteht, dass es als Templerin des All-Einen mein stetes Streben ist, die Wahrheit auszusprechen, so hart sie auch sein mag. Denn nur die Wahrheit kann uns stärker machen. Dass ihr meine Ambition in dieser Sache teilt, lässt mich für euch und euer Volk hoffen. Lasst mich euch versichern, dass ich euch durch die von euch gewählten Worte deutlich mehr Respekt entgegen bringen kann, als es bei anderen eurer Berufung der Fall ist. So sie auch falsch und verdorben sind, sind sie doch der Kern eures Wesens, die Wahrheit eurer Natur.

Ihr fragtet euch, wie viele noch treu sein würden im Reich des All-Einen, wenn sie ein anderes Leben angeboten bekommen. Ein Leben in dem sie eine Wahl haben? Eure Frage war begründet und berechtigt. Wie sich herausstellste, hattet ihr vollkommen Recht. Ein jeder wählte das Leben, in dem sie eine Wahl haben. Eine Wahl, die darüber hinausgeht sich euch und eurem Gott zu unterwerfen oder zu sterben. Ein Leben frei von Unterdrückung, Sklaverei und Knechtschaft. Das Volk des All-Einen wählte die Freiheit. Sie blieben treu.

Euren Ärger und eure Frustration über eure gescheiterten Versuche mag ich wohl verstehen. Doch war euch dies nicht genug. In eurem fanatischen Wunsch, Krieg und Zerstörung über das Land zu bringen habt ihr die Euren wie auch fremde Völker dazu angestachelt, waffenstarrend und gerüstet mit der Absicht alles was euren Weg kreuzt zu töten, die Grenzen des Reiches zu übertreten.

Sagt mir nun, Baznuk Donnerfaust, Priester des Cirmias, was ihr in diesem Reich vorgefunden habt? Unterjochte Menschen? Solche die sich nach der Befreiung durch euch sehnen? Was ihr gefunden habt war eure Niederlage. Eure Mörderbande, zerschlagen und aufgerieben, die sich kurz nach der Schlacht in alle Himmelsrichtungen auflöste und den Rückzug antrat.

Wisset, dass ich euch mit dieser Botschaft meinen Dank zukommen lasse. Denn es war euer verdorbener versuchter Raubzug der veranlasste, dass jeder Mann, jede Frau, jedes Kind verstand dass ihr und die Euren nichts anderes verlangt als Unterwerfung. Dass der Tod unter euren Göttern die einzige Alternative zu einem Leben auf Knien ist. Und es war eure Räuberbande die dafür sorgte, dass jeder Bewohner des Reiches umso sicherer weiß, dass wir mit allen Mitteln und gegen alle Widerstände für die Freiheit kämpfen, wie es schon Generationen vor uns taten.

In eurer Verzweiflung, gegen das Volk des All-Einen nicht bestehen zu können, habt ihr nach neuen 'Kriegsschauplätzen' Ausschau gehalten. Und so kann ich mir nur vorstellen dass es für euch und die Euren ein glorreicher Feldzug war, der gewiss bei so manchem Humpen Bier in euren Hallen von den Barden besungen wird, als ihr euch gegen Tiere des Waldes wandtet um diese vollkommen sinnlos abzuschlachten. Ich bin mir sicher, während dieser Schlacht wurden neue Helden eures Volkes geboren.

Und wieder habt ihr bewiesen, was ich schon lange vermutete und jetzt mit Sicherheit weiß. Ihr braucht das Blut, ihr braucht das Gefühl der Erhabenheit, ihr braucht das Schlachten, das Gefühl euch alles nach eurem Willen zu unterwerfen oder abzuschlachten ganz wie es euch beliebt. In diesem Punkt unterscheiden wir uns. Denn so auch die Lehren des All-Einen klar und hart sind, haben sie nur ein Ziel: Die Freiheit aller Menschen. Und so diese Freiheit erreicht werden kann, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen, ist es der Weg den wir wählen. Euer Weg aber, muss scheinbar mit dem Blut aller getränkt werden die nicht vor euch knien. Und seien es auch nur Tiere.

Man sagt, Cirmias wäre der Gott des Handwerks? Welches Handwerk ist es, Baznuk Donnerfaust? Das des Mordens und Vernichtens? Es wird der Tag kommen, da wird diese Welt frei von euch und euresgleichen sein. Frei von euren Göttern. Frei.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und hoffe dass ihr lange lebt und viele Worte findet. Denn jedes eurer Worte lässt den Vorhang der Heuchelei weichen. Jede eurer Taten lässt mehr Menschen die Wahrheit erkennen. Und wenn die Menschen einmal zurückdenken und sich erinnern, an jenen Gott den man Cirmias nannte und an seine Priester, wenn sie ihren Kindern davon erzählen die jene Namen, Götter und Personen nur als Büchern kennen ... dann werde ich dafür Sorge tragen dass sie euren Namen nennen. Als Erster, dessen Worte und Taten die Wahrheit offenbarten hinter den Lügen der Vergangenheit. Die Cirmias als das offenbarten was er ist. Ein Mörder. Abschaum. Verachtenswert.


Fenia Treublatt
Clerica Alataris

Verfasst: Mittwoch 16. November 2016, 14:26
von Karawyn
Die frühen Morgenstunden hatten den Tag gerade erst mit dem wenigen herbstlichen Licht beschenkt und das müde Auge der Sonne hing, noch von rauschenden Nächten träumend, tief am nebelgrauen Himmel, als sich eine kleine Tür ganz am Ende Berchgards öffnete, einen Schwall molliger Wärme entlassend. Eine junge Frau, gerade wohl Anfang zwanzig, mit freundlichem Lächeln und eingehüllt in ein dichtes gewirktes Wolltuch trat, sich die Hände reibend nach draußen und warf einen langen Blick nach oben. Es sah nach Regen aus. Lange würde es wohl nicht mehr dauern bis das Wasser wie Bindfäden zu Boden fallen würde und die herbstliche Landschaft in graues Nieselwetter tauchte. Aber das machte der jungen Frau wenig aus. Im Inneren ihres Hauses war der Ofen gut geschürt und ihre Vorräte an Holz würden sie ohne Mühe über den Winter bringen, die eisigen Finger des nahenden Winters leicht aus den Mauern vertreiben. Sich schüttelnd und die noch vom Schlaf ungebändigten Locken mit den Fingerspitzen durchkämmend fand ein Paar heller meerblauer Augen den Weg zurück auf den Boden, den sie begierig absuchte.
Eigentlich hätte der kleine freundliche Kerl schon längst hier sein müssen, wartete er doch wie einige der anderen Streuner Berchgards täglich zur selben Stunde auf ein wenig Fisch oder Fleisch, das sie dem wilden Rudel Katzen, die sich in der kleinen Stadt heimisch fühlten, vom abendlichen Tisch übrig gelassen hatte. Ein wenig struppig sahen sie zwar alle aus, aber zu gut erinnerte sie sich an ihre eigene Zeit auf der Straße, wusste wie es sich mit leerem Magen anfühlte und nichts schmerzte so sehr wie der Hunger, der jeden Muskel lähmte.

"Na komm schon, mein Schöner...diesmal ists ein besonders großes Stück vom Fisch..." Erhob sie nun die Stimme, lockend und freundlich wie in den letzten Wochen, seit sie sich an diesem Fleckchen niedergelassen hatte, doch der kleine Streuner, rotbraun gefleckt und mit einer einzelnen weiß besockten Tatze, schälte sich nicht aus den Schatten der Nachbarhäuser. Stattdessen legte sich die Stille, als ihre Worte in der Gasse verhallt waren wieder über das morgendliche Berchgard. Eine seltsame Ruhe, die sich mit dem Gefühl des nahenden Sturms paarte und ob der sich alles in ihr wehrhaft zur Gänsehaut abstellte.
Wieder erhob sie ihre Stimme leise lockend, rief in den Morgen hinaus, doch wieder kam der erwartete Gast nicht hervor. Stattdessen vernahm sie ein leises klägliches Maunzen das von hinter der Schmiede im Nebenhaus an ihr Ohr klang und aus dessen Schatten sich langsam eine kleine Gestalt schälte. Ein kleines Kätzchen, wohl ehemals weiß wie Schnee, das sich manchmal in Gesellschaft des streunenden Katers befunden hatte, aber stets mit großem Respekt den Abstand suchte, sich mit einem Stückchen Fleisch gerade auf die Länge von drei Schritt anlocken lassend. Das Weiß des Felles war von Blut und Dreck verkrustet, hatte sich an den Vorderbeinen entlang zu den Pfoten voran gearbeitet während die Kleine das rechte Hinterbein nachzog. Wieder jaulte die Katze und Karawyn löste sich von ihrem Platz am Tor ihres Hauses, folgte dem nun davonhuschenden Tier den Weg entlang, hinab und an der Bank vorbei in Richtung des alten Stollens, indem sie selbst mit dem Segen Cirmias schon nach Steinen gesucht hatte. Dort hielt die kleine Gestalt inne, schlich um eine in den Boden getrocknete Pfütze aus Blut und etwas, das sie nicht zu genau betrachten wollte, herum und ließ ihr klagendes Stimmchen ein weiteres Mal erkennen.

„Bei allen Göttern…was ist denn hier geschehen…?“ Die Worte blieben ihr beinahe im Hals stecken, so grauenhaft waren der Anblick und die Vorstellung dessen was hier geschehen sein musste. Würgend ging sie neben den blutigen Überresten in die Knie und entdeckte am Rande ein wenig Fell, rot und braun, ganz wie das des kleinen freundlichen Streuners. Was immer hier gewütet hatte, was immer seine Klauen in den Leib des armen Tieres geschlagen hatte musste ein mordendes Biest gewesen sein. Katzen spielten mit ihrer Beute, wilde Hunde zerrissen das Fleisch und doch ließen sie nichts zurück, denn die Nahrung war in jenen kalten Tagen kostbar. Nur ein tollwütiges Untier konnte hier gewütet haben und wer wusste schon, vor wem es als nächstes Halt machen würde.
Mit Engelszungen lockte sie die kleine verunsicherte Katze näher und brachte sie in ihr Haus wo es fürs Erste in Sicherheit war. Sorgsam wusch sie die blutigen Überreste aus deren Fell, gab ihr zu essen und als das kleine Tier endlich genug Vertrauen gefasst hatte um sich eine Runde auf den Kissen ihrer Schneiderstube zusammenzukauern setzte sie sich mit einem Blatt Papier und ihrer Feder neben sie um einen Brief an ihre alte Freundin Nyome zu schreiben. Eine wilde Bestie in Berchgard war eine Gefahr für alle, doch noch ehe die Tinte auf dem Papier trocknen konnte, klopfte es a ihrer Tür. Ein Bote mit großen Augen und bleichem Gesicht brachte ihr die Kunde von einem wahren Massaker an der Grenze des dunklen Reiches, einem sinnlosen Gemetzel, von dem geflüstert wurde, dass die Zwerge es dort veranstaltet hatten. Von einem Berg an Tierkadavern, allesamt größere und kleinere Katzen und Panther wusste der junge Mann zu berichten und man sah ihm an dass er ob der Menge an Blut, die er wohl gesehen hatte mit dem Mageninhalt haderte und kurz davor war, ihn sich erneut durch den Kopf gehen zu lassen.
„Die Zwerge…?“ Sie erinnerte sich an Ingosch und dessen Sippe, erinnerte sich an den jungen Rotbart, den sie vor Kurzem kennengelernt hatte, an die gemeinsame Suche nach dem Goldspalter, das Wetttrinken und die lustigen Abende im Berg, an den nimmermüden Fleiß in den kleinen, Edelsteinen gleichenden, Augen und konnte dem was ihre Ohren vernahmen nicht trauen. Kein Kalure, den sich bisher getroffen hatte, war ein solches Ungeheuer gewesen und hatte, zur reinen Freude, einen Straßenkater gelyncht um irgendjemanden etwas zu beweisen. Selbst bleich wie ein in den Winternächten heulender Geist huschte der Gedanke durch ihren Kopf, wie jemand wie sie unter solchen Umständen noch zwischen Freund und Feind unterscheiden sollte. Wenn der Hass die Zwerge zu so etwas trieb, wenn Cirmias nun seine Kinder bei solchen Taten unterstütze, wie konnte sie dann noch mit gutem Gewissen seinen Namen im Sinne des hochwertigsten Handwerks führen.
Als der Bote sie, einige Zeit später und mit einem Schnaps zur Beruhigung im Bauch, wieder verließ, zerriss sie die alten Zeilen an Nyome und setzte einen neuen Brief auf…

Verfasst: Mittwoch 16. November 2016, 14:47
von Baznuk Donnerfaust
Als der Bote mit der Nachrich die Frostklamm erreichte, brachte eine der Wachen diese eiligst in den Berg zu Baznuk. Nach der offensichtlichen Überraschung über die Nachricht machte er sich daran für besagte Fenia eine Antwort zu verfassen. Nachdem diese fertig aufgesetzt wurde lies er sie wie auch die letzte schon am Felsenmassiv zur Wetterau herunter.
Des Vaters im Fels,
Dem Götterberg Nilzadan,
und seinem erschaffenen Volk den Khaz Aduir und allen freien Menschen zu Ehr!

In der Tat ist es wenige Wochen her in der wir bereits das zweite mal offen gegen die unter Waffen stehenden Alataris vorgegangen sind und hiermit versichere akh dâr ebenso, dass es noch lange nicht das letzte mal gewesen sein wird. Solange Cirmias feueriger Atem meine Gussform mit Leben füllt und seine geschmiedete Seele in meinem Leib ruht werde akh damit nôr mehr aufhören. Nicht jede Schlacht ist ein Sieg, doch erfordern Veränderungen auch niederlagen. Vor allem stand es bisher nur selten in der Notwendigkeit fern ab des Berges Krieg zu führen. Doch die Notwendigkeit, die Ihr heraufbeschworen habt und all das andere Geschmeiss was sich neben den Blaulingen formiert, erfordern die Aufmerksamkeit des Berges. Zulange schon war der Berg lediglich das Auge als Reich der Mitte, zulange schon wurden die Übergriffe auf die unseren hingenommen.

Wenn du wirklich die Tafel gelesen hast, verstehe ich nicht wie deine Worte zustande kommen auf dem Schreiben. Akh zwinge niemanden dazu den Lehren Cirmias oder seinem Weg zu folgen. Meine Aussage war viel banaler und nimmt Bezug auf meine Intoleranz Alatar gegenüber und allen was Ihm folgt. All die euren haben die Wahl dem Panther den Rücken zu kehren, der Welt zu Frieden zu verhelfen. Eine Hand wurde gereicht Fenia, man kann sie annehmen oder wendet sich ab und greift zur Waffe gegen uns. Wir erwidern das Klirren der Waffen und Schilde und erheben uns gegen euch.

Akh muss gestehen, akh bin über die maßen erfreut über deine Nachricht. Bis zu diesem Punkt hab akh neben den Dilettanten eures Reiches, den Rittern, die den Weg vorgeben, nôr zu gesprochen solch eine fähige Priesterin in der Mitte zu haben. Sie sollten dir öfter das Wort geben, anstatt fein lächelnd von einem Pferd winkend uns beste grüße zu entsenden. Eine kluge Wahl, die der Panther mit dir getroffen hat. Deine Wortgewandheit, das zurecht rücken von Lügen als reine Wahrheit und die reine Wahrheit als bösartige Lüge zu präsentieren liegt dir sehr, in fast jeder Zeile erweist du Geschick darin. Darüber hinaus Fenia, würde Cirmias mich wohl selbst mit seinem Hammer strafen, wenn Cirmas Volk Kinder richtet für das tun der Eltern oder des Reiches in dem sie Leben müssen. Eine Tat die so niemals geschehen wird, selbst beste Inszenierung der euren würde darüber niemals weg täuschen.

Du tust nicht recht daran mit deiner Überzeugung, dass all jene, die die Wahl hatten dem Panther treu geblieben sind. Akh selbst habe schon einige zurück geführt in ein Leben wo Gewalt und Hass hinter den Reichsgrenzen nicht zur Ordnung gehören.

Sowohl das Volk der Wüste als auch die Klingenohren des Ered Luins erkennen die Notwendigkeit des Handelns und sind unserem Ruf gefolgt. Du irrst abermals wenn du glaubst, dass es ein Feldzug gegen jedes Leben ist, dass wir in eurem Reich treffen. Bedauerlich, dass deine Kundschafter dich belügen. Sie müssen dich sehr fürchten Fenia von der Sippe der Treublatts.

Die zweite der Schlachten war sicher eine Niederlage auf dem Felde, darin stimme ich deinen Kundschaftern zu. Doch erkennst du auch die Wirkung unseres tuns in eurem Reich? Vermutlich nur die eine Hälfte, die du geschrieben hast. Dreh die Münze herum und erkenne das euer Volk eine Alternative sieht, wenn sie so offen sehen können, dass sich etwas gegen Alatars Reich erhebt, dass etwas seine Lehren und Weg nicht hinnimmt. Vielleicht ist das der Kiesel auf ihrer Waage der Entscheidung, der sie in ein neues Leben führt.

Ich erfreue mich daran, dass die toten Panther und Getiere seine Wirkung nicht verfehlt haben und Ihr sie ausführlich erwähnt. Somit ist die Botschaft wohl wirklich deutlich angekommen, vermutlich hab ich es sogar diesem Umstand zu verdanken von euch zu erfahren? Seis drum, ein Erfolg.

Wenn sich die Gelegenheit einmal ergibt Fenia und wir uns treffen dann nehme ich mir die Zeit dein Unwissen über Cirmias, sein tun, seine Lehren und Aufgaben in der Welt zu korrigieren. Vieles davon steht sicher nicht in euren angepassten Lehrbüchern doch bin ich bereit die Schere zu sein, die deine Augenbinde der Blindheit löst.

Ich bin in kalurischen Maßen im besten Alter mit meinen 105 Jahren. Wenn meine Gussform nicht in der Schlacht bricht und Cirmias meine Flamme weiter befeuert hab ich sicherlich noch 200 weitere Jahre vor mir in denen ich unseren Weg weiter gehe. 200 Jahre in denen deine Gussform bereits wieder zu dem geworden ist, was sie im Ursprung einmal war und ich stehe mit den meinen noch immer in der Welt wie ein Felsen.

Ich spreche meinen Dank an dieser Stelle an euch aus Fenia. Nebst dem Schwertmeister Vladimir und seinem verfluchten Rabenbruder Darion seid Ihr nun die dritte Stimme im Westen, die nicht nur von völliger Dummheit, glänzenden Ritterrüstungen oder endlosem Unvermögen umnachtet ist.

Baznuk Donnerfaust

Verfasst: Mittwoch 16. November 2016, 17:01
von Earon Auenbacher
Welche Beschreibung man erhielt, hing wohl wie immer ganz von demjenigen ab, den man fragte, was denn genau vorgefallen war.

Aus Sicht der Aasfresser war es ein Festmahl, welches da wohl lockte. So viele Leiber, Köpfe und Leckerbissen. Raben liebten ja die Augen zum Beispiel. Diese Tiere hatten alle eher freudig von ihrem Fund berichtet. Andere Tiere waren hingegen verschreckt und verstört, hatten sich in ihren Löchern versteckt und nur sehr langsam drang ihre Botschaft zu Earon durch. Sie hatten jedoch scheinbar erst einmal nichts mehr zu befürchten.

Wer konnte für so eine Gewalttat nur verantwortlich sein? Letharen bestimmt, aber doch keine Panther? Das ergab keinen Sinn. Irgendwann dann wurde es klar, hier schienen Zwerge am Werk gewesen zu sein. Die Art der Hiebe, die Berichte der Tiere und doch, es blieb Zweifel und Unglaube zurück. Denn auch das ergab nur wenig Sinn.

Den Bären aber wurde von ihm nun eine Nachricht überbracht, sie sollten beginnen sich in die Berge und Höhlen zurück zu ziehen, da sie vielleicht sonst die Beute der Rache werden würden. Wieviele der mächtigen Tiere dieser Aufruf des jungen Druiden erreichte, blieb natürlich offen. Es blieb nur die Hoffnungen, dass ihnen fürs voerst nichts geschehen würde.

Was dann noch zu tun blieb, war eine Nachricht an den Sumpf zu senden. Bestimmt gab es dort auch Schwestern, die mehr wussten. Vielleicht aber auch eine Chance, gemeinsam etwas zu unternehmen. Man würde sehen.