Zu viel Zeit, zu wenig Gold...
Verfasst: Samstag 22. April 2006, 21:16
„Also… nur damit ich dich nicht falsch verstanden habe; du willst mir nichts dir nichts in den Juwelier reinmarschieren, dutzende Edelsteine entwenden und zu guter letzt _unbemerkt_ aus der Stadt verschwinden? Mit einem Sack voller Diamanten?“, Liam saß auf dem Bett der Freiin und blickte stirnrunzelnd zu Chiara.
„Was, bei all den Göttern, hast du für Vorstellungen? Edelsteine haben den Vorteil, dass sie so klein wie eine Münze sind, aber dennoch einen hundertfachen Wert aufweisen. Ich glaube kaum, dass ich einen Sack benötige. Ich habe alles geplant, das Ganze ist eine sichere Sache, nichts Großartiges.“, gab die Diebin murrend zurück und lehnte sich über die Stadtpläne.
„Allmählich verstehe ich, warum mich der Gildenmeister geschickt hat… du bist verrückter als ich dachte…“
„Komm her.“
„Bitte?“
„Komm her, verdammt!“
Der Alte hob sich aus dem Bett und gesellte sich zu Chiara an den Tisch. Diese kramte gerade einen Stadtplan aus dem Pergamenthaufen hervor und breitete sie ohne lange zu überlegen vor Liam aus. Ihr Zeigefinger wanderte wild über eine eingezeichnete Stelle.
„Das hier ist der Juweliersladen. Schwach beleuchtet, außerdem liegt der Eingang in einer Gasse. Meinen Beobachtungen zu Folge, schließt der Juwelier jeden Tag zur 22. Abendstunde.“
„Hmm, klingt zu einfach würde ich sagen. Wo ist der Haken?“
„Der Haken? Die Speichellecker des Grafen!“
„Ich verstehe nicht…“
Chiara fuhr mit ihrem Finger durch die Gassen. „Der Juwelier liegt genau auf der Route einer Gardistenstreife. Sie kommen alle 20 Minuten bei dem Laden vorbei – Plus, Minus 5 Minuten. Im schlechtesten Fall hätte ich also nur 15 Minuten um die Sache hinter mich zu bringen.“
„Zeiteinteilung?“
„Ich habe mir das Schloss näher angeschaut – muss die Arbeit eines Feinschmiedes im Großmeisterrang sein. Ich muss also mindestens 3 bis 4 Minuten alleine für das Schloss einrechnen. 7 Minuten für die Edelsteine, 5 Minuten falls ich einen Tresor finde und noch mal 5 Minuten für irgendwelche Komplikationen…“
„Und dir ist schon klar, dass das weit über 15 Minuten sind?“
„Ja, ich weiß. Das macht die ganze Sache doch erst interessant…“
„…Und du hast mich hierher bestellt, damit ich dich am Ende aus dem Kerker hole, wenn du es vermasselst?“
„Das wäre ausnahmsweise mal ein netter Zug von dir. Aber das ist nicht der Grund…“ Chiara griff in ihre Seitentasche und holte ein kleines, zusammengefaltetes Zettelchen hervor. „Ich habe hier einen kleinen Text verfasst. Du schreibst ihn gesondert ab, setzt deine Unterschrift darunter und schiebst die Botschaft dann unter der Haustür der Stolzenfels’ durch. Sie wohnen direkt gegenüber. Es muss auf jeden fall noch heute geschehen, und achte darauf, dass die beiden nicht zu Hause sind!“
„Ich weiß zwar nicht, was du damit bezweckst, aber…“
„Du musst es nicht wissen, mach es einfach, ja?“
„Was, bei all den Göttern, hast du für Vorstellungen? Edelsteine haben den Vorteil, dass sie so klein wie eine Münze sind, aber dennoch einen hundertfachen Wert aufweisen. Ich glaube kaum, dass ich einen Sack benötige. Ich habe alles geplant, das Ganze ist eine sichere Sache, nichts Großartiges.“, gab die Diebin murrend zurück und lehnte sich über die Stadtpläne.
„Allmählich verstehe ich, warum mich der Gildenmeister geschickt hat… du bist verrückter als ich dachte…“
„Komm her.“
„Bitte?“
„Komm her, verdammt!“
Der Alte hob sich aus dem Bett und gesellte sich zu Chiara an den Tisch. Diese kramte gerade einen Stadtplan aus dem Pergamenthaufen hervor und breitete sie ohne lange zu überlegen vor Liam aus. Ihr Zeigefinger wanderte wild über eine eingezeichnete Stelle.
„Das hier ist der Juweliersladen. Schwach beleuchtet, außerdem liegt der Eingang in einer Gasse. Meinen Beobachtungen zu Folge, schließt der Juwelier jeden Tag zur 22. Abendstunde.“
„Hmm, klingt zu einfach würde ich sagen. Wo ist der Haken?“
„Der Haken? Die Speichellecker des Grafen!“
„Ich verstehe nicht…“
Chiara fuhr mit ihrem Finger durch die Gassen. „Der Juwelier liegt genau auf der Route einer Gardistenstreife. Sie kommen alle 20 Minuten bei dem Laden vorbei – Plus, Minus 5 Minuten. Im schlechtesten Fall hätte ich also nur 15 Minuten um die Sache hinter mich zu bringen.“
„Zeiteinteilung?“
„Ich habe mir das Schloss näher angeschaut – muss die Arbeit eines Feinschmiedes im Großmeisterrang sein. Ich muss also mindestens 3 bis 4 Minuten alleine für das Schloss einrechnen. 7 Minuten für die Edelsteine, 5 Minuten falls ich einen Tresor finde und noch mal 5 Minuten für irgendwelche Komplikationen…“
„Und dir ist schon klar, dass das weit über 15 Minuten sind?“
„Ja, ich weiß. Das macht die ganze Sache doch erst interessant…“
„…Und du hast mich hierher bestellt, damit ich dich am Ende aus dem Kerker hole, wenn du es vermasselst?“
„Das wäre ausnahmsweise mal ein netter Zug von dir. Aber das ist nicht der Grund…“ Chiara griff in ihre Seitentasche und holte ein kleines, zusammengefaltetes Zettelchen hervor. „Ich habe hier einen kleinen Text verfasst. Du schreibst ihn gesondert ab, setzt deine Unterschrift darunter und schiebst die Botschaft dann unter der Haustür der Stolzenfels’ durch. Sie wohnen direkt gegenüber. Es muss auf jeden fall noch heute geschehen, und achte darauf, dass die beiden nicht zu Hause sind!“
„Ich weiß zwar nicht, was du damit bezweckst, aber…“
„Du musst es nicht wissen, mach es einfach, ja?“