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Die Bilder, die man zu Papier bringt...

Verfasst: Mittwoch 10. August 2016, 23:29
von Eona´sala´a´tan
  • Das Bild für Urwen.



    *Kaum jemand mag die leichtfüßige Elfe dabei gesehen haben, wie sie vom Boden auf einen Baumstamm sprang, durch ein Gebüsch huschte, quierlig auf eine Eiche hinauf kletterte, um nur die besten aller Kräuter zu sammeln. Sie wollte großblättrige und saftige Pflanzen. Etwas Johanniskraut fand also den Weg in ihren Efeubeutel, auch Kamille, Lavendelblüten, Pfefferminze, eine Menge Salbei, und auch ein paar Rosenblätter.
    Geduldig setzte sich Eona daran, all die Kräuter in einzelnden Schälchen mit heißem Wasser zu übergießen, sie zu zerstampfen und über dem Feuer immer mehr anzudicken. Aus dem Johanniskraut hatte sich ein deckendes Rot ergeben, die Lavendelblüten hatten ein tolles Flieder gebildet, welches für Urwens Kleid gebraucht wurde. Naturlich wurde auch das Gold der Kamille dringend benötigt. So würde Urwen also ein Bild vorfinden...



    Auf dem der große, wild wuchernde Nebelwald zu sehen ist.
    Blumen und Ranken hängen von den großen dichten Eichen.
    In einem Bau unterhalb der Eiche sitzen ein kleiner weißer, und ein dickerer schwarzer Hase. Neugierig strecken Sie die wackelnden Fellnasen aus dem dunklen Versteck.
    Auf den Ästen sitzen viele unterschiedliche Paare Vögel.
    Kleine, aufgeplusterte, gierige Spatzen, die den Kopf neugierig recken.
    Uferschwalben die kaum höher sitzen als die Schlappohren am Boden,
    wachsame Adleraugen, welche auf die kleine Urwen gerichtet sind.

    Auch dunkle, fellumrundete Augen mag man aus einem Dickicht entdecken.
    Doch den dunklen Riesen, zu welchem diese gehören, wird man nicht vollends erhaschen können.
    Zu guter Letzt wird man ein kleines, hübsches und sehr zierliches Elfenmädchen sehen.
    In mitten der lebendigen Pracht sitzt sie zwischen den moosbedeckten Steinen und am Boden liegenden Ästen. Das fliedernfarbene Kleidchen ergießt sich über den Boden.
    Eine der güldenen Hände streicht sanft den Hals eines daliegenden Reh's, welches ihr die feuchte, schwarze Nase entgegen reckt.
    Außerdem hat sich ein leuchtend rötlicher Fuchs dazugeschlichen, und sich neben Urwen's Füße gelegt.
    Welch Harmonie zu herschen scheint in diesem Bild der Natur.
    Doch die größte Freude wird wohl vom strahlenden Gesicht des Elfenmädchens ausgehen.



    Nur ein dezenter Pfeil wurde am untersten Rand des Bildes gezeichnet, welcher in Urwens Richtung zeigt.
    Unter dem Pfeil ist in einzelnden Buchstaben
    U.R.W.E.N. zu lesen.
    Zwar wusste die Grüne, das die kleine Urwen nicht lesen kann, und doch, sollte es ihr dabei helfen, vielleicht bald ihren eigenen Namen schreiben zu können.*




Verfasst: Donnerstag 11. August 2016, 21:57
von Eona´sala´a´tan
  • Eine grüne Zeichnung wird für Shala versteckt.


    *Der Abend zusammen mit Shala hatte sie auf eine neue Idee gebracht..
    Sie hatte immer wieder andere Bilder in ihrem Kopf, und wollte diese unbedingt zu Papier bringen.
    Dieses Mal allerdings, würde sie sich nur an grünen Kräutern für die Farbe des Bildes bedienen.
    Was sie alles finden konnte wurde sorgfältig an den Trieben abgeschnitten, sodass es ohne Probleme wieder wachsen würde.

    Minze, Rosmarin, Thymian, Moos, Efeu und Seerosenblätter.. was konnte man sonst noch nehmen?
    Vielleicht ein wenig Sandelholz, ein paar Melissenblätter und Brennessel.
    Zusammen mit einem Tropfen des wunderbaren Erdbeeröl's das die Grüne Schwester ihr gegeben hatte, wurde etwas Wasser für die Farbe über dem Kocher erhitzt.
    Würde Shalaryl das Bild finden, würde es also außer der Kräuter, nach feinen Erdbeeren duften..
    so wie sie es mochte.*



    Anders als bei dem Bild von Urwen sind auf dem Bilder nur die Pflanzen des Waldes zu sehen. Einige verwischte bunte Punkte können als Blumen erkannt werden, während von den Eichen dichte Efeuprachten bis hinunter auf den Waldboden wachsen.
    Ein sanfter Nebel, welcher sich um die Äste und Gräser schlängelt umgibt die Erde.
    Eiche um Eiche verdecken den klaren Blick zum Himmel.
    Sollte man genau hinsehen, so kann man eine wunderschöne, grüne Elfe auf einem der Eichenäste erblicken.
    Zwischen der dichten Blätterkrone kann man die Lindil nur schlecht erkennen, doch ist die silberne Haaresträhne umso besser zu erhaschen.

    Die feingliedrigen Finger halten sich an der rauen Rinde, während die nackten Füße den Ast hinab baumeln.
    In einzelnd einfallenden Sonnenstrahlen funkelt eine güldene Blüte in den grünen Haaren.
    Eine unverkennbare Verbundenheit wird ein jeder zwischen dem Wald und der schlanken Elfe entdecken.



    *So wird das Bild ebenso unter einer Eiche versteckt werden.
    Ein kleiner, fast schwereloser Stein wird es auf dem Erdboden halten, und so wird es die flinke Schwester finden.
    Mit Sicherheit wird der liebliche Erdbeerduft sie nicht lange vom Gemälde fernhalten...*




Verfasst: Sonntag 14. August 2016, 13:13
von Eona´sala´a´tan
  • Ein handgefertigtes Gemälde wird bei Glin abgestellt.



    *Solche Freude hatte sie daran gefunden zu malen.
    Zwar hatte sie das Gefühl das ihre Geschwister die Freude dieser Bilder nicht teilten oder sie vielleicht nicht fanden,
    doch sollte das Eona nicht davon abhalten noch einige mehr zu malen.
    Vielleicht musste sie die Geschwister sorgsamer auswählen,
    und die Orte an denen sie die Zeichnungen versteckte oder hinterliess.

    Dieses Mal sollte das Bild einmal nichts mit dem Wald zutun haben.
    Zwar malte sie am liebsten in jenem,
    umgeben von Rehen und Hasen, doch das hieß ja nicht, dass das Motiv nichts anderes sein konnte.
    Sie brauchte helle Farben.
    Ein paar getrocknete Blüten und Blätter. Einiges des Silberfahns das am See wuchs, und auch ein paar helle Steine,
    zum zeichnen der Umrisse sollten es dieses mal sein..
    So würde Celeg´glin´magol also ein mehr als strahlendes Bild finden..*



    Auf dem der weisse schimmernde Mamor einer prachtvollen Stadt im Hintergrund zu sehen ist.
    Ein wundervoller plätschernder Brunnen, an dem ein Einhorn gerade seinen Durst stillt.
    Die Mähne des Geschöpfes windet sich im Spiel des Windes, während eine zierliche güldene Elfe mit den Fingern hindurch streicht.

    Ganz vertieft scheint sie in die Zweisamkeit und Ruhe mit dem seltenen Wesen.
    Eine silberne Bürste liegt in der anderen Hand, welche über den Rücken des Einhornes streicht.
    Kaum eine grüne Pflanze mag man erkennen, nur vereinzelte, reinweiße Seerosen die im Becken des Brunnens schwimmen.
    Ebenso weiß schimmernd mag auch das bodenlange Kleid sein, welches die Füße der hochgewachsenen Schwester verdecken.
    Die goldenen Haare der Elfe kann man bis zur Hüfte einschätzen, in welchem sich kleine Glöckchen befinden, die sicher einen hübschen Klang abgeben mögen.
    Die strahlend blauen Augen werden von einer Verschnörkelung umrandet, während ein leichtes Lächeln sich in diesen wiederspiegelt.

    So vermag die Zeit still zu stehen, in dieser friedlichen Welt Ered Luins.
    Zumindest für eine Zeit lang, soll kein Kummer das hübsche Gesicht ihrer Elfenschwester trügen.



    *So unversehrt soll auch Glin das Gemälde finden.
    Ebenso gold umrandet wie das gezeichnete, soll auch der Rahmen in einem satten Goldton schimmern*





Verfasst: Freitag 26. August 2016, 16:15
von Eona´sala´a´tan
  • Ein Bild findet den Weg zu Fuinor.


    *Dringend wollte sie Ihm eine Freude machen.
    Zwar hatte sie ihm ein Duftwasser zusammen gemischt,
    doch hatte sie kaum damit gerechnet das Er ihr so ein schönes Kleid schenken würde.. und dann auch noch in Grün.
    Also würde sie wieder ein Bild malen..
    Wieso nicht dass, was man gut konnte nutzen, um anderen eine Freude zu machen.
    Doch was genau sollte das für ein Bild werden. Hm..
    Dann fiel ihr etwas ein.
    Eine Menge Sandelholz und Sand aus dem Fluss vor ihrem Baumhaus sollten das meiste des Bildes ausfüllen.
    Außerdem noch etwas Enzianblüte für das Blau Fuinors Robe.
    Gut überlegt wurde einiges aus ihrer Voratskiste auf ein großes Holzbrett gelegt, ehe sie anfing an dem großen weißen Leinentuch zu malen.
    So Fuinor also das Bild finden mag...*



    ... wird Er eine scheinbar nie endende Pracht aus Sanddünen und einzelnden Sandwehen erblicken.
    Kaum etwas grünes mag man erhaschen, außer einem im Wind wehenden grünen Kleid, welches von einer zierlichen Elfe ausgeht.
    Diese ist im Schneidersitz auf ein Kissen gebettet, während das Kleid auf dem warmen Sand zu liegen kommt.
    Das türkisgrüne Haar, welches einzelnde geflochtene Stellen aufweisst, verläuft bis weit über die Schultern der Lindil.

    Neben ihr, auf einem weiteren Kissen, wird man einen hochgewachsenen Elfen erkennen, welcher eine fein verzierte Robe in einem hellblauen Ton trägt.
    Ein leichtes Schmunzeln liegt auf seinen Zügen, welches bei Ihm keineswegs ein seltener Anblick ist.
    Die braun-goldenen Augen schauen aufmerksam zu der Grünen, während sie unter einem Baldachin in der Wüste Menek'Urs sitzen.. mitten zwischen den ganzen, etwas verschwommen gezeichneten Umrissen, die sicher ihre Geschwister darstellen sollen.



    *So wird die junge Grüne also das große Leinentuch nach dem trocknen falten.
    Und fein säuberlich eine grüne Seidenschleife darum binden.
    Genauso wird der Maethor es finden.
    Während er geschlafen hat, hatte die Lindil das Leinengebilde unter seine, neben sich liegende Rüste gelegt..
    und war wie gewohnt, wieder in den Nebelwald getänzelt.*




Verfasst: Donnerstag 15. September 2016, 00:48
von Eona´sala´a´tan

  • Des Nachts wird etwas in Elu`beths Haus getragen..




    Schlafen..
    Wie stellten die Talari soetwas wohl an. In Betten legen und die Augen seelenruhig schließen. Verrückt.

    *Nur mit Gewalt hatte sie sich einen halben Stundenlauf in die Meditation gezwungen.
    Doch immer erschien Er vor ihrem inneren Auge.
    Sie konnte seine Silhouette deutlich ausmachen, doch sein Gesicht war verschwommen. Es wollte nicht klappen.
    Sie konnte sich das Bild ihres großen Bruders nicht mehr vorstellen.

    So erhob sie sich und ging in die Hocke, um einmal sanft eine einzelnde Schelle, des am Boden liegenden Instrumentes, anzutippen.
    Mit zielstrebigen Schritten wurden ihre Farben und Zeichenhölzer hinausbefördert.
    Weder geschah dieses sacht noch mit Rücksicht auf die Materialien,
    denn dass sie Ihn sich nicht vor Augen rufen konnte, machte sie wütend!

    Sie wusste auch schon wohin sie das Bild bringen würde, denn wohl nur eine, hatte es wirklich verdient.
    Viel länger hatten sie gemeinsame Zeit verbracht, so sollte sie eine Zeichnung von der Lindil finden.*



    Umgeben von feinsten grünen Blättern, die den Lindil eigentlich fast verbergen müssten,
    ist um jenen eine strahlende Silhouette gezeichnet.
    Sofort ist zu erkennen das Yalhaniir der Mittelpunkt des Bildes ist.
    Nur von hinten ist Er zu sehen, einen Schellenkranz in der herabhängenden Hand.
    Der Blick ist zu einer weiteren Lindil und einer Hochelfe gerichtet,
    welche sich nur bei genauerem hinsehen als Elu´beth und Eona entpuppen.
    Die langen, waldgrünen Haare wehen in der sanften Frühlingsbrise.
    Er scheint in weiter, trauriger Ferne zu stehen, die beiden jedoch trotzdem in den wachsamen Blick geschlossen.
    Schwalben sitzen auf den Ästen und sehen auf ihn herab,
    wie auch Füchse aus den Gebüschen schauen und ihn in den Blick fassen.
    Um das Bild ist ein aus Weidenästen geflochtener Rahmen gefasst, welcher mit Efeuranken verziert ist.
    Unterzeichnet ist es nicht, das Bild sollte für sich sprechen.




    *Noch mitten in der Nacht wird die noch immer traurige Lindil wieder einmal in die kühle Stadt hinein wandern.
    Vorbei am vertrauten Haus, bis sie vor Elu´beth's Tür steht.
    Vorsichtig wird das Bild auf den Tisch in der oberen Etage gelegt.
    Aufmerksame Vögel werden sie noch eine ganze Weile dort verharren sehen, sich das Bild einprägend.
    Nur schwerfällig gelingt ihr der Weg ins Baumhaus zurück..
    wo sie sich ermattet in die andere der vorhandenen Hängematten fallen lässt, den Schellenkranz auf ihren Bauch gebettet.

Verfasst: Freitag 28. Oktober 2016, 00:02
von Eona´sala´a´tan


  • Ein Blatt wird für Amae'thariel versteckt...


    *Einige Zeit war es etwas stiller um die grüne, eher kindliche Gestalt geworden.
    Die Situation machte ihr deutlich zu schaffen, und so sah man sie eher zurückgezogen in ihrem Baumhaus,
    zusammen mit Nowjê in der Hängematte kuscheln oder sich leise mit dem vertrauten Maethor unterhalten.
    Doch sofern jener in die Stadt gezogen war, um sich dort um die dunkel aufgetauchten Gestalten zu kümmern, vermochten einige Tiere sie in den Wald huschen sehen.
    Die türkisenen Wellen im Wind und Dunst des Nebels verschwimmen, die schnellen Füße, die das taubedeckte Moos zum knistern brachten, oder aber auch schmale Hufspuren die heimlich hinterlassen wurden.
    Denn die silbernen Irides hatten eine zurückgekehrte Gestalt der Geschwister in ihre Umgebung aufgenommen.
    Zwar musste sie zugeben, dass zuerst nur die feinen Perlen und Steinchen in ihren Haaren die Aufmerksamkeit des Lairja's auf sich gezogen hatten... doch war das, bevor sie die Ruhe der Fenvar wahrnahm, welche deutlich von jener ausgingen.
    Natürlich würde sie jederzeit die Nähe des vertrauten Meditationspartners vorziehen, doch manchmal brauchte man eben schwesterlichen Rat.
    Wenn dieser also vorerst stillschweigend von statten gehen sollte, verbunden durch das Rauschen der Blätter im Wind, das Plätschern des See's im Wald und der Geräusche der Tiere, so wäre sie die letzte, welche die, für sie beruhigende Verbindung unterbrechen würde.
    So wird sie dieses Mal kein Portrait malen, sondern ein kleines Efeublatt verstecken, verziert mit einer kleinen Malvenblüte, die einige der Geschwister ganz sicher mit ihr verbinden würden.
    Auf jenem wird fein verziert ein kleiner Text zu lesen sein...*



    Wenn unruhig mich verfolgt der Nebel,
    so ankert mich deine Aura, ruhig.
    Das Unheil stets mein schweigender Knebel,
    unruhig mich wachen lässt, stets auf der Hut.

    Angst und Sorge begleiten meinen Geist,
    wie kann ich beschützen die Kostbarkeiten im Lied.
    Wenngleich du noch nichts von meiner Anwesenheit weisst,
    bist doch du ein Teil von mir, ein verbundenes Glied.



    *Sollte die Schwester das Blatt finden, so sind die flauschig braunen Ohren längst verschwunden,
    lediglich den weiß zulaufenden Schweif könnte man vage im Nebel verschwinden sehen...
    Ein lautes, durch den Nuya'tan schallendes Fiepen wird man dennoch hören.*