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Tambars und Thonas Weg durchs Leben( Teilnahme erwünscht )

Verfasst: Sonntag 31. Juli 2016, 08:47
von Tambar Donnerfaust
Als Tambar die Welt betrat

Wir meißeln das Jahr 189 als ein kleiner Kalur die Dunkelheit der Stollen erblickte.
Es war eine schwierige Geburt die die Kalurin durchlebte. Das Kalurenbaby war ungewöhnlich groß und man würde es vom Umfang her wohl ehe als Wonneproppen bezeichnen. Doch war ihr Blick von Stolz erfüllt als sie das dicke Kalurenbaby endlich in ihren Armen hielt.
Es bekam dann den gloreichen Namen Tambar und war nun das neueste Mitglied der stolzen und Ruhmreichen Sippe der Donnerfäuste. Schon sehr früh mussten die Eltern feststellen, das Tambar aussergewöhnlich war. Nicht das er nur einen ungewöhnlich hohen Appetit hatte und stets auf irgendwas am rum kauen war nein, das Interesse für Handwerke das für Kaluren üblich war hatte in ihm scheinbar eine sehr große Ausprägung gefunden. Mit großer und stets wachsender Begeisterung beschäftigte er sich mit allem was glitzerte, metallisch gar aus Holz war.
Alles nahm er in seine Finger und begutachtete es genauestens. Er tastete es ab, leckte daran und drehte es in den Händen um jedes noch so kleine Detail mit Argusaugen zu studieren. Schon früh begannen die Sippenmitglieder dieses Interesse zu fördern. So vergingen dann die ersten fünf Jahre tief unten in den Stollen, als ein weiteres freudiges Ereigniss eintrat.
Tambars Eltern gebaren ein weiteres Kalurenbaby und vergrößerten damit die Sippe. Die kleine Thona erblickte die Dunkelheit der tiefen Stollen und sorgte aufgrund ihres Geschlechts für einiges an Aufregung innerhalb der Sippe. Waren doch die weiblichen Kaluren etwas ganz besonderes unter ihnen und wurden gehütet wie ein sehr wertvoller Schatz.

Als Tambar die Welt betrat, übte Cirmias noch..

Verfasst: Montag 1. August 2016, 16:13
von Gast
.. denn dann kam Thona!

Das Jahr 194 sollte ein ganz besonderes für die Donnerfäuste werden. Ein Mädchen war geboren worden und wie sich bald herausstellte, eines mit einer ganz besonderen Gabe. Freilich war es nichts Ungewöhnliches unter den Kaluren, dass sich Kinder schon früh einem Beruf zuwandten und Handwerker waren auch nicht zwingend die Seltenheit in Person, aber Geoden! Geoden, auch genannt "Stoffschmiede", waren und sind auch heute noch etwas ganz besonderes. Sie verfügen nämlich über so viel Feinmotorik und Sinn für Ästhetik, wie wohl sonst kaum jemand. Einzig die Feinschmiede unter den Kaluren, sie könnten noch erahnen, was Geoden für eine Kunstarbeit leisten. Und Thona... entwickelte sich emsig zu einer Geodenschülerin. Weiblich, stoffschmiedisch begabt und Donnerfaust! Cirmias hatte es wahrlich gut mit der Sippe gemeint.
Die Jahre vergingen und Tambar, wie auch Thona entwickelten sich in den Tiefen der Stollen zu einer wahren Sensation. Mit so viel Eifer, wie 10 Kaluren zusammen widmeten sich die Kalurenkinder 1. dem Handwerk, 2. dem Essen und Biertrinken und 3. natürlich, weil man musste es ja auch, dem Unterricht. Ein leidiges Thema und vor allem einige Stunden, in denen ihr Urgroßvater Grombasch Donnerfaust einige pubertäre Momente erleben durfte...

Verfasst: Samstag 27. August 2016, 14:53
von Gast
Ein stink normaler Tag aus dem Leben zweier Zwergenkinder...

Wir schreiben in etwa das Jahr 220 n. BK. Tambar, Thona und ihr Urgroßvater Grombasch Donnerfaust sitzen zusammen je auf einer Bierfass-Stein-Bank und gucken sich aufmerksam gegenseitig an, als Grombasch auch schon den Unterricht für diesen Tag beginnt: "Mra, so fleißig wie ihr geübt habt, nennt mir doch die 8 Epochen unserer ruhmreichen Geschichte." Sofort schnippt die Jüngste unter ihnen, Thona, mit den kräftigen Fingern in der Luft herum und hüpft förmlich auf der Steinplatte unter sich auf und ab. "Nôr so eifrig, Thona. Tambar, nenn sie mir.", lacht Grambosch in seinen wuschigen Bart hinein und blickt seinen Enkel mit leicht zusammen gekniffenen Augen erwartungsvoll an. Dieser antwortet nach einem Blick, der kurze Zeit nachdenklich gewirkt hatte: "Mrâ, also gestartet haben wir im ersten Jahrtausend der Welt. Cirmias, der Vater im Berg, erschuf unsere Ahnen und beauftragte sie mit der Aufgabe, den Berg zu schützen. Mrâ und dann gab es das Zeitalter der Könige." "Wie hieß der erste König im Berge?", richtet er die Frage weiterhin an Tambar, doch seine Schwester kommt ihm übereifrig zuvor und donnert gleich enthusiastisch los: "Kalur!" Tambar brummelt und Grambosch meint gleich tadelnd: "Dâr musst noch viel lernen, Thona. Nicht nur dâr Vokabeln."
"Mrâ, ist mrâ gûl. Ich hab's verstanden. Tut mâr leid.", entschuldigt sich die Enkelin schließlich und beißt sich auf die Zunge, um den älteren Bruder im Folgenden nicht mehr zu unterbrechen. "Mrâ, machen wir weiter. Tambar, bitte.", leitet der alte Zwerg sogleich wieder ein und blickt Tambar erwartungsvoll an, nur um auch schon die Fortführung der Antwort zu vernehmen: "Mrâ, also dann gab es noch das Zeitalter des Khorasrates und der Zwietracht, des Mrâ'ganat, der Räte, der Diaspora, der Verbrüderung und die letzte Epoche will mâr nôr einfallen." "Warum ist dem so, Thona?" "Oh, ich darf?", freut sich der junge Rotschopf sichtlich und bekommt natürlich ein kräftiges Nicken zur Antwort. "Oh, also das ist ganz einfach. In der letzten Epoche befinden wir uns ja gerade erst. Da ist noch nicht viel passiert und sie hat halt deswegen auch noch keinen Namen." "Richtig. Mrâ, das soll es für heute auch schon sein. Jetzt gehen wir erst mal was trinken. Wer gûl arbeitet, der muss auch gûl trinken."

Verfasst: Samstag 3. September 2016, 09:59
von Tambar Donnerfaust
Wer gut arbeitet, der muss auch gut trinken

Ein Leitspruch von Urgroßvater Grombasch Donnerfaust. Doch dabei belies es Tambar nicht, sondern erweiterte es auf Essen und Trinken aus. Denn neben seinen Handwerken, dem Bognern und Feinschmieden war dies wohl seine größte Leidenschaft. Und so entwickelte sich aus dem einst kleinen stämmigen Kaluren, ein ziemlich großes und selbst für Kaluren ziemlich breites Exemplar seiner Gattung.
Seine Freunde tief unten in den Stollen scherzten schon, indem sie sowas sagten wie " Wenn der Tambar mal an die Oberfläsche geht, verdunkelt er die Sonne und die Langbeine zittern vor Angst."
Dies sollte irgendwann einmal der Fall sein. Zumindest der Teil das er an die Oberfläsche ging. So machte er sich auf den Weg durch die unzähligen und zum Teil gefährlichen Stollen um den Weg nach oben zu finden. Bewaffnet mit einem Hammer und Meissel makierte er die Stollen für Thona die ihm bald folgen würde.

Verfasst: Montag 12. September 2016, 10:10
von Tambar Donnerfaust
Das neue Leben an der Oberfläche



Es war geschafft. Nach mehreren Tagen des umherirrens und freischlagen der zum Teil eingestüzten Stollenzugängen erreichte er dann doch die Oberfläche.
Oben im Berg angekommen, lies der junge Kalur erst einmal Aufmerksam den Blick umherwandern. Oft hatte Großvater Grombasch von dieser für ihn noch fremden Welt erzählt. Nun war es an ihm, diese für sich zu entdecken und sich vor Cirmias zu beweisen. Der Beste Feinschmied und Bogner wollte er werden.
Seinen Reichtum ins Unermessliche anhäufen und den Berg beschützen. Aber bis dahin war es noch ein weiter Weg der vor ihm lag. Es dauerte nicht lange als er beim umherirren im Berg auf die ersten Brüder und Schwestern traf die ihm mehr als nur Herzlichst Willkommen hiessen mit reichlich Bier und Essen. Man servierte ihm Hummer den er mit einer Wollust verzehrte als hätte er seid Tagen nichts mehr zu beissen gehabt. Dabei waren es gerade erst einige Stundenläufe her als er die letzten Notreserven seiner Marschverpflegung vertilgt hatte.
Mit Freuden verkündete er das ihm schon bald seine kleine Schwester Thona folgen würde und sie sich hier als Geodin und Steinbeisserzüchterin einbringen würde. Nach mehreren Portinonen Hummer und unzähligen Bieren überkalurte ihn dann aber doch die Müdigkeit und er suchte sich im neuen Sippenhaus unter den vielen Brüdern und Schwestern einen guten Platz zum Schlafen. Und tatsächlich fand er noch einen der begehrten Plätze unter einem der Massieven Basalttischen und kroch unter jenen um sich zum Schlaf zu legen.
Wie es sich für einen ordentlichen Kaluren gehörte, begann er im Schlaf so laut zu schnarchen das man meinen könnte, der Berg würde erzittern und die Erde beben.

Verfasst: Mittwoch 16. November 2016, 17:08
von Tambar Donnerfaust
Das Leben bedeutet Veränderung


Viele Monde waren mittlerweile ins Land gezogen seid er die unteren Stollen mit seiner Schwester Thona verlies, um oben im Berg ein cirmiasgefälliges Leben zu führen. Es war eine Zeit die grosse Veränderungen für ihn bereit hielt und aus dem jungen Kaluren begann einen starken Felsen zu formen.
Nachdem er seine Handwerke bis zur Meisterschaft getrieben hatte und emsig dafür sorgte seinen Brüdern und Schwestern zu helfen wo er nur konnte, beschloss er auch seiner Pflicht als Kalur nach zu kommen.
Es galt den berg zu schützen mit allen ihm zur verfügung stehenden Mitteln.
Tag ein, Tag aus ging er in die Höhlen und übte sich im Kampf mit der Armbrust und dem Umgang mit Waffe und Schild.
Oft musste er seine bereits erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen und in den Kampf ziehen. Immer wider kam er mit nur leichten Blessuren wider zurück in den Berg die ihn nur dazu anstachelten noch mehr zu üben.
Viele weitere Schlachten folgten und nun unter dem Banner der Alianz stehend, geriet er auch immer häufiger in Situationen die weniger Glücklich für ihn endeten. War es die Duellherausforderung gegen den Rabendiener Darion Dracones um seine Gefährten zu schützen oder auch die letzte grosse Schlacht mitten im Feindesland. Es zeigte ihm auf, das er mehr als nur die Verantwortung trug den Berg zu schützen.
Sie galt für all jene mit ein zu stehen die gegen den gemeinsamen Feind antraten und ihr Leben aufs Spiel setzten. So stand er auch den Verbündeten aus Ered Luin im Kampf gegen die drohende Vernichtung bei mit seinen Brüdern und Schwestern. Es war eine kräftezehrende Schlacht die den seinen alles abverlangte.
Als die Schlacht geschlagen und die seinen sich wider auf den Weg in den Berg machten, zog er sich zurück in seine Höhle. Langsam und vorsichtiger als sonst legte er seine schwere Kettenrüstung aus Mithrill ab und legte sie auf den Tisch. Sein Blick blieb am Gambeson den er noch trug hängen und verweilte einen Moment auf die in Blut getränkte Stelle an seiner Seite.
Er verspürte weder Schmerz noch Unwohlsein, doch konnte es nicht das Blut seiner gegner sein. Als er mit dem Zeigefinger in das kleine Loch tastete spürte er einen harten Widerstand. Behutsam entledigte er sich nun auch des Gambesons und da konnte er die Ursache erblicken.
Es war eine Kralle einer seiner Feinde, die sich durch die Feinmaschige Kette und durch den Gambeson gebohrt hatte. Vorsichtig zog er sie aus seiner Seite heraus und als das Blut dann begann schneller aus der Wunde aus zu treten, drückte er sich ein Tuch auf die Wunde. Notdürftig wurde die Wunde dann mit etwas Bier übergossen und anschliessend verbunden.
Erschöpft vom Kampf liess er sich auf den Boden neben das Bierfass sinken und gönnte sich noch einige Krüge voll Bier ehe er dann so sitzend in den Schlaf verfiel.

Verfasst: Mittwoch 4. Januar 2017, 08:58
von Gast
PANIK!!!
Sie war krank. Thona die Unanfechtbare - zumindest ihrer Meinung und der Meinung vieler Kalurenmänner nach - war krank! Das ging doch nicht. Völlig überrumpelt davon, eilte sie niesend und hustend durch das zu den urfrühen Morgenstunden noch schlafende Sippenhaus der Donnerfäuste und suchte verzweifelt nach irgendwelcher Medizin, die Minosh oder Dorlikin oder sonst wer in ihrer allumfassenden Weisheit dort gelagert haben könnten. Aber sie wurde enttäuscht. Alles, um Drachen, Riesen und Pantherfrazen zu töten. Aber nicht ein Tropfen, um lebensnotwendige, superhilfsbereite und zumindest meistens freundliche Kalurinnen, Geodinnen oder Steinbeißerzüchterinnen gesund zu machen! Das war doch nicht wahr. Seufzend und ob der Panik leicht keuchend, rannte sie runter in die Küche und versuchte hochgradig motiviert die Krankheit mit Unmengen an Bier runterzuspülen. Von jeder Sorte mindestens ein großer Humpen. Irgend was davon musste doch einfach helfen. So konnte sie ihrer Arbeit nicht nachgehen. Sie musste wieder gesund werden. Sofort!
"Nôr, nôr, nôr, das kann doch nôr sein.", murmelte sie verzweifelt und lief auf der Stelle auf und ab. Eine Etage weiter runter ruhten noch die Alkoholleichen der letzten, natürlich feierlich durchzechten, Nacht. Wenn sie die jetzt weckte, waren sie a) keine Hilfe und b) sehr wenig erfreut darüber. Immerhin gab es noch nicht einmal ein Frühstück zum Dank. Andererseits.. Wen interessierten die Kerle? Die hatten gefälligst zu springen, wenn ihre einzigwahre Geodin und Steinbeißerzüchterin krank war. Aber - "Och, nôr!", beschwerte sie sich schließlich Fuß stampfend und wuselte wieder hoch. Es wurde also schlussendlich in der Verkaufstruhe, die meist für die langbeinigen Kunden bestimmt war, nach einem riesigen Wollschal gesucht, dieser Einbrecher mäßig um das halbe Gesicht gewickelt und sich dann noch Handschuhe in Kalurengröße über die Hände gestriffen. Bewaffnet mit weiterem Bier am Hüftgurt, machte sie sich schlussendlich dann doch noch mal voller Hoffnung an die Arbeit. Ignoranz half vielleicht...