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Es gibt keinen Frieden, nur Leidenschaft.
Verfasst: Donnerstag 7. Juli 2016, 18:21
von Cadan Sargava
[s] Meine letzte Liebe sollte bis vor kurzen meine letze sein. Ich musste mich entscheiden. Alleine bleiben und das Thema "Liebe" hinter mir lassen, oder einen weiteren Versuch wagen. Mit mehreren Flaschen Wein hatte ich mich an den Düstersee Strand zurückgezogen. Der Wein sollte meinen Kopf klären. Die vielen Gedanken auf das wesentliche reduzieren. Am Ende würde er mir helfen für einige Stunden zu vergessen.
Doch soweit sollte es gar nicht kommen. Eine Frau besuchte den Strand und setzte mich zu mir ans Lagerfeuer das ich entfacht hatte. Rosalie Weissfell war ihr Name. Helles fast silbernes Haar fiel ihr lange von den Schultern. Ihr smaragdgrünen Augen verzauberten mich ab den ersten Moment als ich in sie eintauchen durfte.
Auch Rosalie hatte den Weg an den Strand gesucht um zu vergessen. Ihre Familie hat Gerimor verlassen. Sie erzählte mir von ihrer Cousine ihren Mann und von ihrer Tochter. Einer nach den anderen verschwand aus ihren Umfeld. Und nun war sie alleine. Mein Blick klebte regelrecht an ihren Lippen. Mein Gefühle waren einmal mehr in meinen Leben im Freiflug. So musste sich wohl fliegen anfühlen. Unbeschwert kribbelte es im Bauch und man hat keine Hunger oder versprührt Durst.
Verliebt sein, sagte mir man nennt man das Gefühl. Ich hasste mich wiederholt dafür. Warum so schnell. Ich sehe eine schöne Frau und kann nicht anders als sie anzusprechen. Es war so schlimm das ich inzwischen sechs Frauen zähle bei jene ich es probiert habe. Mal mit mehr mal mit weniger Erfolg.
Cara Del Mur, Kiara Thanel, Elie Sternenfall, Linei, Aurora Dagomar und ja ich hatte es aufgegben. Vor mir saß die sechste Frau die mir gefiel und ich hatte wenig bis keine Hoffnungen etwas zu erreichen. Mein Kopf war zu schnell. Oft redet mein kleiner Freund mehr für mich als es angebracht ist.
Aber es war alles anders. Ich redete erst ganz normal mit Rosalie und doch merkte ich auch ihr Interesse an mir und zwar sehr deutlich. Die Zeit verging und wir lachten und tranken, tranken und lachten. Irgend wann setzte sie sich einfach auf meinen Schoss. Eigentlich war ich gerade dabei nach einen Wein zu greifen. Ihre Arme fanden halt um meinen Hals und ohne zu fragen küsste sie mich. Überrascht konnte man das gar nicht mehr nennen! Eine Frau wollte etwas von mir? Gab es sowas? Was konnte ich bieten? Den restlichen Abend verbrachten wir eng umschlungen. Worte waren nicht mehr nötig. Einfach die Nähe des anderen spüren. Hoffnung sie nach diesen Abend wiederzusehen war gering. Doch sie wollte mich wiedersehen und das schon am kommenden Abend.[/s]
Verfasst: Samstag 9. Juli 2016, 17:12
von Cadan Sargava
[s]Es war ein wunderbarer Abend. Angefangen hat er mit einer Überraschung. Ein Drachenzahn in den eine Pantherklaue eingearbeitet wurde. Sprachlos blickte ich in ihre Augen. Es war wie in einen guten romantischen Buch. War sie wirklich geschickt worden von jemanden? Ich sprach sie darauf an und wollte Sicherheit. Sie umarmte mich nur und flüsterte mir ins Ohr:"Geh bitte nicht!"
Was dieser Satz in mir auslöste war unbeschreiblich und doch wunderschön. Was war nun zu tuen? Ich hörte auf meinen Waffenbruder Vladimir und hörte auf mein Herz. Ich ladete sie zu mir zum Essen ein. Bei mir wurde der Abend dann sehr stürmisch. Zum Essen kam es nicht mehr den wir fielen übereinander her wie zwei ausgehungerte Wölfe. Wir landeten im Bett und ich erlebte meine erste Liebesnacht. Ich wachte noch die ganze Nacht neben ihr. Aus meiner Heimat Fallocar war das ein üblicher Brauch bei Männern. Am Bett seiner liebsten die erste Nacht zu wachen, soll böse Geister und Dämonen fern halten. Die Verbindung der zwei liebenden soll dadurch gefestigt werden.
Ich war immer wieder an der frischen Luft. Aus meiner Heimatsprache flüsterte ich die magischen Worte: "Rosalie shekh ma shieraki anni!"
Übersetzt bedeuten die Worte "Rosalie meine Sonne meine Sterne!"
Am Morgen richtete ich ihr noch Frühstück mit frischen Brot und Butter sowie etwas Schnittlauch fein gehackt. Eine Pyrittasse würde den Mokka warm halten und sicherstellen das der Geruch ihr als erstes in die Nase steigen würde. Heute Abend werde ich sie wiedersehen und nichts wird mich davon abhalten ihr mein Herz zu schenken.[/s]
Verfasst: Sonntag 10. Juli 2016, 12:31
von Cadan Sargava
[s]Wo soll ich anfangen. Ich war bei Aurora und Lille im Hospital. Heute war wohl
angedacht vom Herrn das ich in Schmerz bade. Aurora war gekränkt weil ich sie seit Tagen nicht besucht habe. Es gab ja auch einen Grund dafür. Ehrlich wie ich war hab ich ihr gesagt das ich mich neu verliebt habe. Auf was ich nicht vorbereitet gewesen bin, ist die Reaktion der beiden auf meine Ehrlichkeit. Was Worte bewirken können wurde mir in diesen Moment mal wieder sehr stark bewusst. Alle Worte von uns drei hier niederschreiben würde mich nur dazu verleiten das ich sie falsch wiedergebe. Mich sogar in einen besseren Licht stehen lasse als es den Umstanden entspricht. Kurz gesagt ist Aurora sehr wütend auf mich und würde mich am liebsten tot sehen. Am Ende verfluchte sie mich. Im Gegenzug ich auch sie. Es war ihr aber nicht gerecht. Ich war der Grund für ihre Wut und im Moment des Ausbruches wollte ich mich nur verteidigen. Auch meine Schwester im Herzen, meine Lille habe ich wohl verärgert und in einen Gespräch im Obergeschoss sagte sie mir das es nicht schön war das Aurora und ich uns streiten. Ich kann mich an wenig des ganzen Gesprächs wirklich genau erinnern. Es war so das sie mich gebeten hat mir selber Zeit zu lassen. Erst einmal die Liebe anderer Menschen zu verstehen. Der Menschen um mich herum die mich so nehmen wie ich bin. In mir selbst kam dann nur die Frage auf ob das nicht die ganze Zeit schon so ist. Es scheint wohl so das ich falsche Gefühle zu diesen Thema habe. Lüge ich mich selbst an? Versteht man mein Handeln nicht? Nein ich bin das Ergebnis einer Gesellschaft die Sklaven als Spielzeuge gehalten hat. Eines dieser Spielzeuge ist nun frei und darf selbstständig denken und handeln. Ich bin mir im klaren darüber das meine Entscheidungen nicht jeden erfreuen. Eifer so ein Leben zu führen wie Vladimir es tut. Sich einfach zu nehmen was ich will. Das war es was ich erreichen wollte. Ausprobieren ob es besser ist sich alles zu nehmen. Das Ergebnis habe ich nun vor mir. Man versteht mein Handeln nicht. Wie sollten die beiden aber auch. Ich hatte nie in meinen Leben wirkliche Liebe erfahren. Meine Eltern verkauften mich. Meine Sklaven Herren behandelten mich wie ein Tier. Dieses Tier folgte seinen Instinkten.
Das man das Handeln daraus nicht versteht war mir bis jetzt nicht bewusst. Und ja ich wollte das erste mal mit einer Frau schlafen und konnte diesen Moment nicht erwarten. Nun habe ich einen Scherbenhaufen vor mir mit zwei Frauen die mich in ihr Herz geschlossen hatten. Das einzige was für mich als Konsequenz zu tuen blieb ist einen kurzen Brief zu verfassen und den Schlüssel zum Hospital abzugeben. Ich habe den Vorzug verspielt dort frei ein und ausgehen zu können. Es war Lille nicht gerecht das weiter zu tuen. Auch Aurora nicht die derzeitig für ihre Genesung im Hospital war. Beide habe ich enttäuscht und ich wollte nicht das sie mir unter die Augen treten müssen ohne das ich vorher mich an der Glocke anmelde. Was bleibt mir noch zu tuen? Versuchen ein nun normales Leben zu führen. Weiter für die beiden da zu sein und die Wunden zu schließen die ich in uns drei geschlagen habe. Das ist mir sehr wichtig. Noch wichtiger aber ist nun meinen Herzen zu folgen und meiner Rosalie das zu schenken was auch ihr fehlt. Eine Familie und ein Zuhause in das man in Ruhe zurückkehren kann. Ein Zuhause ist dort wo das Herz ist und meines war bei ihr. Rosalie ich liebe dich.
*einige feuchte Flecken sind am Rand des Briefes immer wieder zu sehen. Eine Träne hat wohl auch den Weg auf das Papier gefunden und verwischte etwas die Schrift.*[/s]
Verfasst: Donnerstag 28. Juli 2016, 07:15
von Cadan Sargava
[s]28. Cirmiasum 259
Es ist etwas besonderes. Die Beziehung zu Rosalie Weissfell. Besessen... so kann ich am besten dieses Gefühl beschreiben. Zur Zeit gilt jeder freie Gedanke dieser Frau. Wenn man mich vor einigen Wochen gefragt hätte ob ich gewillt bin noch einen Schritt weiter zu gehen als nur mit ihr zusammen zu sein? Ich hätte wohl denjenigen ausgelacht. Irgendwie scheint der Herr aber seine eigenen Vorstellungen zu haben. Wir beide erzählten uns gegenseitig von unserer Vergangenheit. Als meine Geschichte folgte passierte mit mir was bisher immer passierte. Hass und Zorn auf meinen alten Meister brandeten gegen meine Seele wie das Meer auf ein Riff. Rosalie wollte ich in dieser Phase keine Schmerzen zufügen. Unkontrollierbar wurde die Situation, seit den Attentat auf mein Leben. Einige Gläser Schnaps, sollten das Problem lösen. Doch auch hier überraschte mich diese Frau mit eine Standhaftigkeit wie es nur die Mauern von Rahal in dieser Welt eigentlich sind. Sie Griff nach meinen Glas und nahm es mir. Ihre Worte brannten sich in meinen Kopf:"Cadan ich liebe dich. So sehr das ich nicht zusehen kann wie du dich selbst vernichtest. Schau mir in die Augen!"
Und dort sah ich ein smaragdgrünes Meer der Hoffnung. Von diesen Moment an wusste ich... nein mein Herz wusste, dass diese Frau mein sein sollte. Sie sollte den Namen Sargava tragen.[/s]
Verfasst: Montag 8. August 2016, 00:55
von Cadan Sargava
Er betrachtet sein Tagebuch mit den Titel: "Liebe bedeutet Schmerz... aber er stärkt uns!" Langsam fährt er mit den Fingern der rechten Hand über die Zeile und stoppt in seiner Bewegung. Er streicht die Zeile durch und macht sie fast unleserlich. Neu beginnt schreibt er darunter: "Es gibt keinen Frieden, nur Leidenschaft."
[s]08. Ashatar 259
Nach meine heutigen Auftrag habe ich beschlossen den Titel meines Tagebuches abzuändern. Niemand weis das ich hier bin. Weit entfernt von Gerimor suche ich nach den Schatten meiner Vergangenheit. Heute am achten Ashatar habe ich eine Spür gefunden. Sklavenhändler aus Fallocar haben sich hier am Hafen eingefunden. Sklaven waren wie immer ihr Ziel und ich habe kurzen Prozess gemacht. Die Sklaven sind frei und ich habe meine Informationen. Aber dieses Beispiel an Grausamkeit gegenüber Lebewesen, wie Menschen und unter den Sklaven war auch eine Elfe, zeigte mit das es keine Liebe mehr geben mag. Wenn jemand doch Liebe verspürt muss er doch etwas für diese Sklaven entfinden. wie kann man jemanden dazu zwingen sich zu verbeugen nur weil sein Meister es befiehlt. Die verblendeten Ketzer machen das und dort nur eines Standes wegen. Nein seit heute ist mir klar das Liebe nur ein Wort für eine Illusion ist. Ein verspieltes Wort für die Menschen die sich selbst nicht eingestehen wollen was wirklich in ihnen vorgeht.
Doch warum unterdrücken Menschen dann andere Menschen. Ich war seit meiner Kindheit selbst Sklave und stellte mir diese Frage niemals. Es war einfach so wie es war. Wer überleben wollte musste einen klaren Gedanken haben. Doch warum möchte ein Mensch von jemanden unter Zwang sich zu verbeugen? Ist es das Spiel um Macht?
Ist das nötig um Respekt einzufordern? Nein und das sagt Alatar ganz eindeutig. Ihr kniet euch vor mir und keinen anderen.
Wie mir vor meiner Abreise zugetragen wurde wünschen die Ritter des Herrn nun auch eine Verbeugung! Meine Frage hier ist mit welchen Recht? Sind nicht sie es die im Namen Alatars den Reich dienen? Sind nicht sie es die vom Allvater erhört werden?
Ich habe für mich beschlossen einen Ritter ab jetzt Standesgemäß zu grüßen aber in keinen Fall werde ich mich vor ihm verbeugen. Ich war lange genung Sklave und musste unter Zwang befehle ausführen. Wenn ich mich verbeuge dann aus Respekt und nicht weil er denkt er hat es sich verdient!
Doch was mache ich mir vor. Meine Gefühle für Rosalie verraten mich. Jeden Tag frage ich mich wieder warum ich so für sie entfinde. Für diese Frage habe ich bisher noch keine Antwort gefunden. Dennoch eine andere Erkenntnis die ich hier niederschreiben möchte. Seit den ersten Moment als ich sie gesehen habe, war sie wie ein Donnerschlag bei einen Gewitter. Sie opfert sich für mich auf. Sie will die Frau sein die ihren Ehemann dient. Doch bringt mich das nicht in die Position eines Sklavenmeisters? Nein den Rosalie möchte das freiwillig für mich tuen. Freiwillig meine Ehefrau werden. Sie ist so voller Leidenschaft in ihren Taten. Wie als wenn ihr der innere Frieden fehlt. Doch genau dieser Blickwinkel auf Rosalie hat mir gezeigt das einfache Liebe dieses Vorgehen nicht auslösen kann. Wahre Leidenschaft läßt einen über Grenzen gehen und darüber hinaus. Das ist auch die Erkenntnis die ich damit gewonnen habe.
Es gibt keinen Frieden, nur Leidenschaft.[/s]
Verfasst: Samstag 13. August 2016, 19:05
von Cadan Sargava
[s]13. Ashatar 259
Wieder zu Hause. Ein Gefühl das mit nichts anderen vergleichbar ist. Doch ich war alleine? Ich habe mich im ganzen Haus umgesehen und fand meine Verlobte nicht vor. Auch als ich in Grenzwarth bei ihren Haus war war sie nicht anzutreffen. Sollte ich neidisch sein? Ja durchaus etwas. Vielleicht liegt sie mit einen anderen gerade im Bett und übt an ihrer Beckenbodenmuskulatur. Beckenbodenmuskulatur... ein langes Wort und ohne Lille, meine beste Freundin, würde ich die Bedeutung dieses Wortes nicht kennen. Doch vielleicht mache ich mir zuviel Sorgen. Etwas zu verlieren ist immer schlimmer als etwas zu bekommen. Doch es wäre nicht mein erster Verlust. Mein Herz schmerzt nur bei den Gedanken das sie bei einen anderen wäre. Ist es übertrieben so zu denken? Ich weis es nicht. Für Gefühle gibt es keinen Lehrmeister. Nein hier irre ich mich. Für Gefühle gibt es Alatar als Lehrmeister. Und er leitet mich durch mein Leben. Ich darf nicht zulassen das diese Sehnsucht mich übermannt. Ich brauche einen klaren Kopf für den Krieg gegen die Ketzer. Nichts soll mich aufhalten.[/s]
Verfasst: Donnerstag 18. August 2016, 12:26
von Cadan Sargava
*Langsam und sehr sorgfältig wird jede einzelne Zeile des Tagebuches durchgestrichen. Sein inneres hat sich verändert. Er hat nur zwei erinnerungen in sich. Seine Gefühlke zu Rosalie waren nicht mehr die selben. War das noch er der diese Frau liebte? Er schreib ihr 2 Kurze Zeilen das er sich von ihr trennen würde und legte sie mit seinen Schlüssel und der Halskette im Briefkasten von Rosalie Weissfell ab*
Jedes Ende eines Weges, zeigt einen neuen Anfang. Jeder Anfang eines Weges für irgendwann zu seinen Ende. Rosalie ich hoffe du wirst irgendwann Glücklich werden. Ich muss meinen eigenen Weg zu meinen Ende finden. Du gehst leider nicht neben mir auf meiner Suche nach einen Ende.
*er sieht nach einmal zum Haus und wirft ihr das Tagebuch in den Briefkasten. Er hat jede einzelne Zeile herausgestrichen wie eine Erinnerung die man vergessen möchte. Die Worte sind noch lesbar und der Grund das er ihr das Buch überlässt erschließt sich nicht. Er hätte es auch den Feuer übergeben können*
[Liebe Leser es wird mit Cadan weiter gehen doch das ist wieder eine andere Geschichte. Danke für die vielen Leser ich bin überwältigt]