Seite 1 von 2

Tödlicher Sumpf

Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 16:19
von Mikilas Sotan
Einsam lag es da, nass, leuchtend Gelb, ein Kuscheltuch, das trotz seiner Nässe sogar noch weich war. Nur wenige kannte dieses Tuch. Er hatte so schön gespielt vor dem Zelt. Der Fuchs und der Bär hatten den Drachen gejagt und der Adler war drüber hinweg geflogen. Sein kindliches Lachen war in der Umgebung der Zelte gut zu hören, doch irgendwie brach dieses Lachen dann am späteren Nachmittag ab.

Ronya war jagen, Erinna striff durch die Wälder wie schon so oft, Sereya hackte Holz und Xinthra schlief tief und fest. Niemand hörte den Kleinen angstvoll nach seiner Mama rufen. So schnell wie seine kleinen Beine ihn trugen war er gerannt, aber in seiner Angst in die falsche Richtung in den Sumpf hinein, der an seinen Beinchen zog, an seinem kleinen Bauch, am Brustkorb und zum Schluss an seinem kleinen Kopf.

Wärend er gespielt hatte, lag plötzlich ein Schatten auf ihn und seinen Figuren. Freudestrahlend glaubte er erst es sei seine Mama aber seine Mama zischte nie und der Schatten vor ihm zischte. Als er seinen Blick anhob stand vor ihm eine riesige Echse die eine dicke Keule in der Hand hielt, oder war es eher eine Kralle? Als der Sumpf nach ihm griff liess er an dessen Rand sein Kuscheltuch fallen, dass er immer fest im Arm getragen hatte. Eine kleine Spur von den Holzfiguren mit denen er alles gespielt hatte, deutete zum Sumpf hin. Er hatte sie im Laufen verloren.

Einsam lag es dann da, sein leuchtend gelbes Kuscheltuch und wartete darauf Mikilas Sotan 's Mutter im Stillen zu berichten.

Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 17:49
von Ronya Sotan
Beladen mit beute kehrte Ronya heim , wie fast jeden Tag brachte sie viel Beute heim und verstaute diese in einer Kiste um dies später zu verkaufen.
Wie jeden Tag nach der Jagt zog sie sich bequemere Ledersachen an und schickte sich an das Abendessen zu bereiten.
" MIKI " rief sie vor dem Zelt.
Das essen stand auf dem Tisch und eigentlich wusste der kleine Racker wann es galt zu hause zu sein.
Sie hatte es ihm erklärt " Wenn die sonne rot wird am Horizont bist du zu hause "
Er war jeden Tag pünktlich - es sei denn er war unterwegs zum Waisenhaus , dann wusste Ronya er war dort gut versorgt.
Doch heute wollte er nicht dorthin.
" MIKI " rief sie lauter.
Doch niemand antwortete und kein Geräusch dran an Ihr Ohr.
Ronya zog die Stiefel an und machte sich auf die nähere Umgebung abzusuchen.
Sie durchsuchte den Wald hinter den zelten und immer wieder rief sie seinen Namen.
" er wird doch nicht . . . . . " brummte Ronya und machte sich auf gen Sumpf.
Mittlerweile schaute sie auch auf die Bäume hinauf ob er dort oben irgendwo hockte und vor angst schlotterte.


Ihre Augen weiteten sich als Sie die Figur auf dem Boden liegen sah.
Mikis kleiner Bär.
Geschockt sah sie auf die Figur und hob sie auf.
Etwas musste geschehen sein , Miki würde sich niemals von seinen Geliebten Figuren trennen.
Nicht freiwillig.
Sofort dachte sie an Rahal.
Hatten sie vielleicht erfahren das Miki ihr Sohn war und wollten sich nun an Ihr rächen ?
tausend Gedanken gingen ihr durch den Kopf.
Doch dann sah sie die Spuren.
Kleine Füße und dahinter größere - Echsenfüße.
Ronya zog das Schwert und steckte die Figur in die Tasche .
Sie folgte den Spuren und nach einer weile fand sie eine weitere Figur , dann noch eine und noch eine und am ende lag seine Lieblingsfigur da - der kleine Fuchs.
"MIKI " rief sie nun voller Panik in der stimme und bemerkte erst jetzt das sie keine 10 Meter vom Sumpf entfernt stand.
in der ferne leuchtete etwas ... kein licht aber ein heller Gegenstand der sich deutlich von tristen schwarzbraun des Bodens abhob.
Sie ging langsam drauf zu und erstarrte.
Hier begann der Sumpf und dort etwas in der Mitte - lag Mikis gelbes Kuscheltuch.
Nie hatte er sich freiwillig davon getrennt und oftmals musste sie es ihm nachts wegnehmen wenn er schlief um es zu waschen.
Sie nahm es ebenfalls auf und ging vorsichtig weiter , jeden schritt dabei wohl überlegt.
Eine falsche stelle betreten und der Sumpf würde sich ein opfer holen.
Die Spuren hörten Jäh auf.
an einer der letzten betretbaren festen stellen im Sumpf endeten die kleinen Fußspuren.
Da knackte es unweit.
Ronya wirbelte herum in der Hoffnung Miki käme von einem Baum gekrabelt.
" MIKI " Rief sie erneut und Hoffnung klang in der stimme mit.
Doch ihr antwortete ein zischen.
Eine der Echsen kam auf sie zu und holte zum schlag aus und gerade noch gelang es Ronya diesen abzuwehren.
Sie duckte sich und rammte das Schwert von unten in den ledrigen Echsenhals.
Die Bestie schrie auf und fiel zur Seite.
Ronya entzündete nun fackeln und suchte den Sumpf ab.
Doch auch nach zwei Stunden waren keine weiteren Spuren zu finden.
Bis auf diese letzten kleinen Fußspuren fand sie nichts und diese endeten an einer stelle des Sumpfes wo es , betrat man diese , kein zurück mehr gab.

Ronya war wie im Fieber , sie begann mit sich selbst zu reden , machte sich Vorwürfe.
Sie suchte und rief immer wieder seinen Namen und schlussendlich hörte man einen lauten Schrei aus dem Sumpf.
Sie schrie und in der stimme lag ihre ganze Verzweiflung.
Dann rannte sie los .... sie lief entgegen ihres Zeltes und tränen benetzten ihr Gesicht.
Wie lange hatte sie keine tränen vergossen ?
Doch jetzt schien es als wolle der Strom nicht mehr abreißen.
Sie rief? die Zeltvorhänge auf und warf sich auf die felle.
Sie weinte und schluchzte wie sie es seit Jahren nicht tat.
Zorn mischte sich in Trauer und am ende schlief Ronya auf den Fellen ein - die gelbe kuscheldecke mikis dabei in den verkrampften Händen haltend.

Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 18:43
von Erinna Hinrah
Als sie im Mondschein in die Nähe der Zelte ritt hatte sie das Gefühl das etwas nicht stimmte. Ihr Pferd reagierte sehr vorsichtig. Ein wildes Tier? Nein dazu war es zu still, nur das rauschen des Windes in den Bäumen war zu hören und das plätschern des Wassers.

Dennoch irgendwas stimmte nicht. Bei Ronya brannte kein Licht. Kein Licht? Sie hatte doch immer eine Laterne angelassen damit Miki sich nicht fürchtete. Langsam liess sie sich geräuschlos vom Pferd gleiten und band das leise schnaubende Tier sorgsam fest. Dann schlich sie lautlos an Ronyas Zelt heran. Alle Sinne waren angespannt, die Sinne einer Jägerin. Jedes Geräusch und war es noch so leise nahm sie wahr.

Langsam schlich sie vorran, es beunruhigte sie das kein Licht bei Ronya brannte, irgend etwas musste passiert sein. Ihre bernsteinfarbenden Augen huschten über den Boden, nahmen jede kleine Unebenheit im Mondschein wahr. Langsam folgte sie der Spur einer Echse, sie ging von Ronyas Zelt aus und führte Richtung Sumpf.

Langsam runzelte sie die Stirn und bückte sich. Mit den Fingerspitzen zeichnete sie die Spur nach und entdecke dann als sie in die Hocke ging viel kleinere Fussspuren, Kinderfussspuren die ebenso Richtung Sumpf führten, nur wenige Stunden alt. Langsam entfernte sie sich von Ronyas Zelt und machte dann erst eine Fackel an. Lautlos folgte sie den Spuren, bis sie plötzlich endeten mitten im Sumpf. Vorsichtig warf sie einen kleinen Stein an die Stelle wo die Spuren endeten und beobachtete wie der Sumpf jenen langsam in sich aufnahm. Eine Stelle von der es keine Wiederkehr gab.

Langsam kehrte sie, eine Ahnung habend, zu den Zelten zurück. Innerlich wusste sie durch die Spuren was geschehen war, sie konnte es sich zumindes denken, alleine die Tatsache das bei Ronya kein Licht brannte war schon ein deutlicher Hinweis und dann die Spuren, Kinderfussspuren und die einer Echse und beide von Ronyas Zelt aus gehend sagten alles. Xinthra stand vor den Zelten und blickte sie lange an. Sie sah in Erinnas Augen etwas was eigendlich alles sagte. Wortlos ging Erinna an ihr vorbei und rollte sich tief unter die Felle.

Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 19:10
von Xinthra
Xinthra stand lange dort am Zelt und blickte in die Richtung, in die Erinna erst verschwunden und aus der sie später wiederkam. Es war Trauer die ihr ins Gesicht stand, die wohl auch Ronya Zelt erfüllte. Doch woher diese Trauer? Was war da hinten, da war doch nur der Sumpf? Da fiel es ihr etwas auf. Sie hatte an diesem Tag noch nicht einmal das fröhliche Lachen vernommen, das die kleine Zeltsiedlung belebte.. die Selbstgespräche, die der kleine Miki beim Spielen führte, wenn er wieder gegen seine Drachen kämpfte. Auch wenn sie schlief, irgendwie hörte sie ihn trotzdem. Doch heute war das nicht so gewesen. Nach wenigen Momenten des Nachdenkens machte sie sich selbst auf.. den Fußspuren folgend.. die Schritte Ronyas die immer weiter wurden als sei sie gerannt, dazwischen die Abdrücke von kleinen Schühlein.. wohl die von Miki, sie führten vom Zeltlager weg. Er schien vor etwas davongelaufen zu sein, da waren noch weitere Spuren. Sie folgte diesen fremden Spuren und gelangte zu der Leiche eines Echsenwesens. Es hatte eine klaffende Wunde am Hals und war nahezu ausgeblutet, der rote Lebenssaft hatte sich weit über den Boden verteilt. Sie suchte wieder die anderen Spuren, die nicht weit davon endeten. Mit Schrecken blickte sie auf den Boden, in dem die kleinen Abdrücke endeten. Sie kniete sich hin, langte mit der Hand hinein, mit dem ganzen arm, bis zur Schulter, und wühlte in dem sumpfigen Boden. Sie bekam etwas zu fassen.. vorsichtig umtastete sie es.. es musste ein Gesicht sein. Bleich im Gesicht zog sie den Arm wieder aus dem Boden heraus. Leise stammelte sie den Namen des Kindes.. blickte völlig entsetzt auf den Boden. Dann drehte sie ihren Kopf zu den Zelten.. und verstand, warum alle so traurig waren. Der Kleine Miki, der Ronya so viel gegeben hatte, der die drei in seinen Bann gezogen hatte, der sie Tante genannt hatte.. er war hier im Sumpf ertrunken. Sie nahm eine ihrer Fackeln, entzündete diese und steckte sie in den Boden nahe der Stelle.. und kehrte zurück, mit gesenktem Kopf. Noch wusch sie sich den Arm ab, setzte sich in ihr Zelt.. und auch ihre Augen wurden nun feucht, Tränen tropften auf den Tisch, jedoch gab sie dabei keinen Laut von sich.

Verfasst: Dienstag 18. April 2006, 19:59
von Seraya Khanor
Seraya sah sich um.
Stille breitete sich im Lager aus,obwohl alle wach waren.
Seraya war von einem Schrei wachgeworden und trat grade noch rechtizeitig heraus,um Ronya im Zelt verschwinden zu sehen.
Tränenüberströmt war das Gesicht und Seraya ging nachschauen,was im Sumpf Ronya so zum weinen brachte.
Sie brauchte nicht lang,um zu raten,was die Echsenfüße bedeuteten,die die Kinderfüßchen teilweise
überdeckten.
Verkniffen verließ sie den Sumpf,unfähig,sich auf die Suche nach Miki zu machen.
Sie wußte,dieser kleine Mensch hatte gegen die Echsenwesen und das alles verschlingende Moor keine Chance gehabt.
Sie legte eine weiße Rose an die Stelle,an der die Kinderfüßchen abbrachen und betete im Stillen für die kleine Seele,die doch erst 4 Sommer kennengelernt hatte.
Als sie zurückkam an die Zelte,hinterließ sie auch hier eine Rose,als Zeichen der Freundschaft für Ronya,damit diese wußte,daß sie immer für sie da war.
Gleich danaber legte sie einen Brief,den Ronya gleichwohl im Briefkasten vorfinden würde.

Hallo Ronya,
mit Entsetzen bekam ich mit,was im Sumpf geschehen ist.
Worte zu finden ist gewiß in diesem Moment unmöglich,aber ich möchte,daß Du weißt,das mein Zelt stets für Dich offen steht,wenn Du nicht alleine sein möchtest.
Ich bin in Gedanken bei Dir und stets da,wenn Du hilfe brauchst.

Seraya


Danach ging sie in die Einsamkeit des Waldes,um beim Holz schlagen Ablenkung zu finden.

Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 00:15
von Ronya Sotan
Furchtbar war die Nacht , es war die schlimmste seit damals als sie in die toten leblosen Augen ihrer Gefährtinnen sehen musste.
Doch damals hat sie keine Träne vergossen , der Hass war zu tief als sie platz für traurigkeit hatte.
Doch diesmal war es alles anders.
Sie hatte ihr ganzes leben verändert , sie hatte SICH verändert.
Miki gab ihr das gefühl endlich wieder für etwas zu leben , für das es sich lohnte.
Sie war bereit ihr ganzes leben so zu verändern das es dem kleinen gut ging.

Gedanken schwirrten ihr durch den Kopf.
Bilder....
Bilder wie sie Miki das erste mal sah und wie sie sich dagegen sträubte auf ein gespräch mit dem Jungen einzulassen.
Bilder von ihm als er ihr seine geschichte erzählte.
Dann der lange kampf bis er endlich ihren namen tragen konnte , dne namen den sie seit jahren nicht mehr selber nannte und den sie seither nie wieder hörte .... Sotan ... ihr familinename.
Sie schaute neben sich auf die Felle .
Letzte nacht noch kuschelte er sich an sie , in der einen Hand die gelbe decke und mit der anderen umarmte er ihren hals .
Er schlief so friedlich .
Wieder schossen Ronya die tränen in die Augen.
Warum nur ? Warum vergoss sie so viele tränen ?
Sie war verwirrt über ihre eigene reaktion und gleichzeitig verdrängte sie die fragen nach dem warum.
Sie versuchte durchzuatmen und nur schwer gelang es.
Ihr Blick durchfuhr den raum.
Da stand die Rose ...... wie jeden Tag eine frische Rose in frischen Wasser.
Er sagte auf jene weise danke zu ihr , danke das er nun ein zuhause hatte und danke für die liebe die er erfahren durfte.
Dort lag die Kette mit dem Smaragtstein , sein Lohn für einen Botendienst.
Wie stolz war er .
Geschickt hatte er ihre alte kette abgenommen und diese angelegt.
Ronya hatte es nichtmal bemerkt.
Ihr Blick fiel auf das kleine Schränkchen.
Sie hatte mühe gehabt es zu besorgen und jeden Tag stand er dort und sortierte seine Schätze.
Sie sah momente deutlich vor augen , wie er shuldbewusst unter dem riesen schwert aufschaute das er zusammen mit Marel vom kamin warf.
Und schlieslich . . . . . Selbstvorwürfe.
" Warum zog ich nur fort aus Bajard " flüsterte sie zu sich.
Doch sie wusste es besser , das Schicksal lies sich nicht aufhalten.
Traurigkeit und wut gingen ein wechselspiel ein.
" Wo sind die Götter dieses Landes , wieso lassen sie zu das ein kind so stirbt " fluchte sie und wut wechselte sich im selben augenblick mit traurigkeit ab .
Wieder fiel ihr blick auf gegenstände.
" Hier diese Muschel soll dir glück bringen Mama " sie hatte diese Worte noch im Ohr und schaute in ihre tasche .
Eine Muschel lag dort seit jenem Tag und begleitete Ronya auf alle ihren wegen.
Ein Glücksbringer sollte es sein ..... für Sie.
" Verdammt " flüsterte Ronya schluchzend .... in die leere des zeltes.
Sie fühlte sich hilflos , machtlos ... so wie nie zuvor.
Als die schwestern starben war es anders - sie starben im kampf - im kampf damit andere leben konnten .. doch Miki ?
Wofür starb er ?
Sein leben war grade in glückliche Bahnen verlaufen und wurde jäh herausgerissen.
" Temora " Ronya spuckte diesen namen förmlich aus.
Miki glaubte daran udn was hat es ihm genutzt ?

Sie wollte fort , nur fort von hier.
Einige Tage im Wald würden es ihr leichter machen ..... oder vielleicht auch nicht ?
Der schmerz würde sie verfolgen , wohin sie auch ging aber hier bleiben udn zur tagesordnung übergehen ?
Sie konnte es nicht , wollte es nicht.
Ihr Blick fiel auf den kater udn den Hund .... der Kater war wach und schaute sie an .
War sein Blick vorwurfsvoll ?
" dreh jetzt nicht durch " rief sich Ronya innerlich zur ordnung ...
Sie erhob sich , nahm die gelbe decke und verstaute sie in eine Tasche.
Sie griff wahllos in die kisten und packte sich unmengen bandagen.
Hängte sich einige schwerter um und belud das pferd mit ihrer rüstung.
Sie musste fort von hier.
Weg ..... nur weg .... .
Fort von den Erinnerungen.
Sie ham einen abgerissenen zettel und schrieb eilig einige Zeilen an Erinna , Xinthra und Seraya ...

" liebe Freundinnen ,

schwestern.

Ihr habt es sicher bemerkt ,ja ihr habt es bemerkt .
mein Sohn *hier wurde es leicht unleserlich und der leser würde bemerken das das papier von tränen durchnässt ward*
Miki hat usn verlassen .
Ich bitte euch mir zu verzeihen , dies hätte nicht passieren dürfen.
Ich werde eure wut auf mich verstehen und vielleicht werdet ihr mich hassen das ich nicht besser auf ihn achtgegeben habe.
Ich werde einige Tage im Wald sein , vielleicht kehre ich zurück , vielleicht nicht.
Erinna wird wissen wo ich sein werde doch gebt mir einige Tage zeit, sie kennt die stelle wo ich mich damals niederlies.
Dort werd ich hingehen - bitte versucht nicht mich zurückzuhalten doch ich muss fort .
Ich ertrage es nicht hier in diesem Zelt - mit all seinen sachen.

Ronya "


Sie schob den Zettel unter Erinnas und Xintras tür hindurch und stief auf das beladene Pferd .
Ohne sich umzuwenden ritt sie gen norden.
Die kaputze tief im gesicht und eine Lederne Maske fest um Mund und nase.
Sie wollte nicht das jemand sie erkannte , mit fingern auf sie zeigte.
Fort ....... nur fort ...... .

Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 00:44
von Erinna Hinrah
Irgendwann als Xinthra schlief, kroch Erinna aus den Fellen. Klar denken war ihr nicht möglich, nichtmal klar sehen. Sie tapste gegen die Zeltstange, gegen den Tisch. Ihre Sicht war von Bildern getrübt. Sie konnte es nicht erklären, doch die Erkenntniss das Ronyas Sohn nicht mehr war, brachte sie vielleicht ein wenig näher zu Ronya. Etwas über drei Monde war es jetzt her das Seymour tot war und als sie begriff das Ronyas Sohn auch tot war, kamen alle Bilder die sehr langsam begann zu verblassen wieder hoch.

Die Wucht mit dem es sie traf riss sie fast um. Irgendwas helles lag auf dem Boden wo sonst nie was helles war und sie hob es auf. Stundenlang starrte sie das Pergament an, ehe das Verschwommene darauf endlich Konturen annahm und Buchstaben zu erkennen waren, fast genauso lange brauchte sie um es zu lesen und nochmal so lange bis sie begriffen hatte was da eigendlich stand. Ja sie wusste wo Ronya war und sie wusste das Ronya ihre Zeit jetzt brauchte.

Die Zeit die sie nie wirklich gehabt hatte. Im Clan war man mit seiner Trauer nie alleine, konnte nicht ruhig nachdenken. Wie in Trance ging sie eine Türe weiter und schob den Brief unter Sereyas Tür hindurch, damit diese auch bescheid wusste. Danach setzte sie sich ans Wasser und konnte sich nicht mehr den Bildern erwehren.

Sie erinnerte sich noch genau wie Ronya den Kleinen am Anfang immer geannt hatte

Nervensäge

Sie erinnerte sich auch wie Ronyas Augen langsam immer mehr uz strahlen angefangen hatten, der Hass langsam gewichen war und das das alleine wohl auf den Jungen zurückzuführen gewesen war. Als Xinthra sich zu ihr gesellte und ihr etwas zu Essen hinhielt bemerkte sie es nicht einmal. Sie schien als wäre sie geistig in einer ganz anderen Welt. Erinna sass einfach nur da und würde Xinthra sie nicht einfach ins Zelt getragen haben, dann hätte nichts sie von der Stelle wegbringen können, sie selber hatte keine Kraft aufzustehen oder irgendwas zu machen. Gewaltsam hielt sie ihre Augen offen, sie wollte sie nicht schliessen, sie wollte nicht die Bilder sehen. Hatte er an etwas gedacht? Etwas gesagt? Wie bei ihrem eigenen Sohn kamen jetzt wieder eigene Vorwürfe. Sie hätte Ronya abhalten sollen, anstatt noch zu bestärken. Sie hätte ronya erzählen sollen das die Echsen sich den Zelten von Tag zu Tag immer mehr genähert hatten, aber sie hatte geschwiegen.

Einerseits aus Respekt vor Ronya, vor der sie sich immer so unendlich klein vorkam und die sie trotzdem sehr mochte und als beste Freundin ansah und andererseits auch aus Feigheit und eigenem Stolz. Langsam schuettelte sie den Kopf ud rollte sich zusammen. Xinthras Worte, welche es auch waren, drangen nicht bis zu ihr durch.

Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 09:21
von Alassea
Leise klopfte es und nachdenklich sah sie auf die Uhr, es war nach halb Zwei in der Früh. Sie hatte das Osterzeug weggeräumt gehabt und wollte eigentlich gerade in den Keller gehen und sich schlafen legen, dennoch öffnete sie die Türe. Fragend sah sie auf die Gestallt die da vor ihr stand. Die Gestallt nahm die Kapuze herunter und die Maske. Wer da vor ihr stand war Ronya und sie sah einfach schrecklich aus. Rote verweinte dicke Augen. Ronya warf sich einfach schluchzend in Shanna’s Arme.

Wenn eine Ronya weint, dann ist etwas passiert

Sagte Shanna leise und sanft schloss sie die Arme und die schluchzende Ronya. Kaum nicht hörbar sagte Ronya nur ein Wort

Miki

Ohne das Ronya weiter erzählen musste, verstand Shanna sie. Sie wusste nicht woher, aber sie verstand es einfach. Innerlich sprach sie zu sich selber

Das war also das komische dumpfe Gefühl das ich heute hatte und das urplötzlich endete.

Schwer liess Ronya sich auf einen Stuhl sinken und berichtete vergangenes. Sie machte sich auch Selbstvorwürfe. Ruhig hörte Shanna ihr zu. Viel konnte sie auch nicht sagen, nur einfach da sein. Ronya fragte sich warum er so früh starb. Shanna sagte ihr nicht das sie sich das auch immer fragte wenn sie ein totes Kind in den Gossen der Städte fand.

Vielleicht war er auch einfach nur deswegen hier. Er hat dir Glück in dein Herz gebracht und er hat entlich erleben dürfen wie es ist eine Mama zu haben. Früher warst du… hm… verbittert und jetzt bist du in Trauer, aber ich habe dich früher nie so hm zufrieden gesehen, wie die letzten Wochen


Ich war glücklich

Sagte Ronya dazu. Shanna verstand sie nur allzu gut. Drei Tage bevor sie 16 geworden war damals hatte sie ihren Sohn auf die Welt gebracht und am Tage an dem sie 16 wurde war er umgekommen. Durch ein vergiftetes Schwert. Sie war im Herzen glücklich gewesen, dieses kleine Würmchen auf dem Arm zu haben, in die blauen Augen zu blicken, ein Gefühl das sie jetzt nach über einem Sommer vermisste. Langsam wanderte ihr Blick kurz zum Schlafraum in dem Enola und Marel schliefen und im Herzen nur huschte ein warmes Lächeln entlang.

Als Ronya ging sagte Shanna einige Worte noch

Folge einfach seinem Weg Ronya… Lass nicht wieder Hass und Verbitterung in dein Herz.

Ich weis nicht, ob ich das kann

Sagte Ronya und ging. Lange noch starrte Shanna auf die geschlossene Türe, bis der stechende Schmerz in ihrem Knie sie daran erinnerte das sie schlafen musste und ihre schmerzstillende Salbe auf das Knie einreiben musste. Trotz des Gurtes humpelte sie langsam in den Keller, löste den Gurt und kuschelte sich nachdem sie das Knie eingerieben hatte neben Elias. Als wollte sie ihn nie mehr los lassen legte sie fest ihren Arm um seinen Brustkorb und schlief aufgrund der Salbe schnell tief und fest ein.

Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 10:14
von Seraya Khanor
Mehrfach las Seraya den Brief,ehe sie begriff,was da stand.
Nein,Ronya durfte jetzt nicht aufgeben.
Sicher,war es verdammt schwer,aber sie würden einen weg finden,damit umzugehen.
Langsam ließ sie den Brief sinken und seufzte.
Ronya würde Zeit brauchen und Seraya hoffte,daß sie wieder zu sich finden und den Weg hierher zurück finden würde.
Ohne Ronya und Miki würde es nicht dasselbe sein.
Sie war doch nicht umsonst so lange unterwegs gewesen,um jetzt alles enden zu lassen.
Kurz darauf ging sie vors Zelt und sah in den Himmel,der sich blau und strahlend präsentierte.
Oh,ihr Götter,wie konntet ihr nur zulassen,daß der kleine stirbt.Wenn das Eure gerechtigkeit ist,bleibe ich lieber Gottlos...

Sie wußte jetzt,daß sie Ronya die Zeit geben würde,mit der Trauer fertig zu werden,aber sie wußte auch,daß es keine Garantie gab,daß Ronya nochmal kämpfen würde für einen neuanfang.
Ein paar Tränen stahlen sich aus den Augenwinkeln und Seraya ließ sich am Rande des Wassers nieder,wo sie das Gesicht mit dem eisigen Wasser wusch,in de Hoffnung,die Tränen zum versiegen zu bringen.
Dann saß sie einfach nur da uns starrte auf die Wasseroberfläche.
Wie lange,wußte sie nicht,denn schon viel zu bald ging der Tag in die allesverschlingende NAcht über...

Verfasst: Mittwoch 19. April 2006, 11:05
von Xinthra
Wie Ungerecht, murmelte sie.. wieso dieses unschuldige Geschöpf, wieso musste er sterben? Jetzt, da er alles hatte wonach sich ein Kind sehnte, vor allem dieser kleine Bengel den sie erst nicht leiden konnte weil er so garstig war. Doch er hatte sich geändert, als Ronya ihn zu sich genommen hatte. Gespielt hatte sie mit ihm, Adler, das mochte er sehr, sie hörte noch sein fröhliches Jauchzen von vor wenigen Wochen. Und da war er auch auf ihrem Schoß eingeschlafen, ein wohliges, unbekanntes Gefühl hatte sie durchströmt. Tante Xin, hörte sie ihn immer rufen wenn er sie erblickte.

Doch das war nun alles zerstört. Ronya hatte das Zeltlager verlassen um mit ihrer Trauer fertig zu werden. Erinna hätte das gleiche bei ihrem Sohn tun müssen, doch man ließ sie nicht, so sah sie auch in Erinna diese Trauer wieder hochsteigen. Hilflos stand Xinthra vor dem Zelt, verzweifelt war ihr Blick, war sie doch unfähig zu irgend etwas, überwältigt von der Trauer die über dem Lager hing. Da Ronya fort war und sie nicht wusste wohin, versuchte sie wenigstens, Erinna Trost zu spenden.

Verfasst: Donnerstag 20. April 2006, 00:32
von Ronya Sotan
Sie durchstreifte die Wälder.
Wie ein schatten streifte sie durch das dichte unterholz.
Die ledermaske vor dem Gesicht und die Kaputze tief gezogen.
In der Linken einen Dolch , bereit jederzeit sich gegen was auch immer zu erwehren.
Sie sehnte sich fast danach das irgendwas aus dem dickicht sprang - sie angriff.
Sie wollte jeden Muskel spüren und das Blut in den Adern Pulsierend erleben.
Innerlich spürte sie nur leere.
Nichts rein gar nichts war da ausser trauer und wut.
Wut gegen alles unütze leben.
Wut gegen jenes das sinnlos lebte während ihr sohn tot auf dem grund des Sumpfes lag.
Untote fand sie - selbst sie verkörperten irgendeine form von leben.
Warum durfte sowas leben ?
Sie ging in die Katakomben und auch hier das selbe bild.
Seltsamme wesen voller hass und abscheulich anzusehen - sie lebten.
Dann stieg sie in den Tunnel.
Sie wusste da unten hatte sie alleine wenig chancen weit zu kommen , doch sie wollte das leben spüren ..... ihr leben.
Im kampf wusste sie , war sie nie sie selbst .
Sie musste sich konzentrieren auf den gegner und jeder fehler konnte tödlich sein.
Sie konnte vergessen für einige momente.
Sie rammte das Schwert tief in den Rumpf eines am boden liegenden Zweikopfes ....
" Warum durften solche kreaturen leben - und mein sohn musste sterben "
Diese gedanken durchfluteten ihren kopf.
Völlig auf diesen gedanken konzentriert ging sie weiter.
An der nächsten Biegung kamen zwei Figuren auf sie zu.
Sie trugen Schwarze Rüstungen.
" Willst du dem Ahad keinen Respekt erweisen ? " Donnerte der eine los - während der andere stehenblieb und schwieg.
" Wer soll das sein ? " erwiederte Ronya aus gedanken gerissen.
" Willst dem ahad nun respekt erweisen oder muss ich es dir erst einbläuen `? " donnerte der kerl wieder.
" Ich zolle niemanden respekt , weder einem Hohenfels noch einem Ahad"
Erwiederte Ronya trotzig .
Sie kannte jene art gebieterischen verhaltens irgendwelcher wichtigtuer.
Kerle die sich selber nur wichtig taten es aber ansonsten zu nichts gebracht haben ... immer nur in der zweiten reihe standen und keine eigene meinung hatten ... wie sehr sie sowas doch verachtete.
Sie steckte ihr schwert weg und warf den schild beiseite.
" Mein sohn starb gestern und zu verlieren hab ich nichts , denn ich hab alles verloren und sollte ich nun mein leben verlieren ob meiner worte , dann soll es so sein.
Ich wiederhole es nochmal , ich schulde niemanden respekt. " fuhr sie diesen kerl an.
Der lies nicht lange auf sich warten und schlug auf sie ein mit seinem schwert.
Die Rüstung schützte sie und Ronya versuchte nicht sich zu wehren.
" Ja beende es , los mach dem eine ende was sich leben nennt " dachte sie noch und bereitete sich vor zu sterben während sie zu boden sackte.
Doch daran lag ihm nichts.
Ronya verlor einen augenblick das bewusstsein .
Doch nach kurzer zeit kam sie wieder zu sich ..... Sie war enttäuscht , gradezu verbittert ... sie lebte noch ......
Langsamm zog sie sich an der felswand empor und ging auf ihr schwert gestützt an den beiden vorbei - welche sich bereits mit zwei anderen hinzugekommenen unterhielten.
" Sowas lebt und atmet während mein sohn im sumpf liegt " dachte sie voller zorn und ging ,diese leute nicht beachtend, weiter.
Tief in ihr hoffte sie das jemand es beenden würde , ihr eine bolzen mit der armbrust in den rücken schickte.
Doch es blieb aus.
Sie verlies die höhle wieder und lies sich nachdem sie ein paar untote bewohner mit letzter kraft zerschmetterte in der nahen Ruine nieder wieder nahm sie mikis gelbes tuch aus der tasche und weinte leise in die dunkelheit.

Verfasst: Donnerstag 20. April 2006, 17:18
von Seraya Khanor
Als Seraya aufwachte,faßte sie einen entschluß.
Sie ging den mittlerweile fast unkenntlichen Abdrücken nach und suchte deren Ende.
Dort angekommen,fand sie eine Fackel,die in der Erde steckte.
Langsam ließ sie sich auf die Knie nieder und wühlte im Moor.
Dort war was - jetzt tastete sie vorwärts und fand eine kleine Hand.
Fest griff sie zu,damit die Hand ihr nicht entglitt und zog daran.Langsam und unendlich zäh kam er zum Vorschein,der kleine Körper.
Seraya nahm den leblosen Körper und wickelte ihn in ein großes Fell,um den kleinen Miki vor fremden Blicken zu schützen.
Danach hob sie ihn sanft auf und trug ihn in Richtung des Lagers und legte ihn erstmal in ihr Zelt.
Hernach trat sie hinter die Zelte und suchte sich einen Baum,unter dem sie ein Loch grub,in das der kleine Körper passte.
Behutsam holte sie ihn aus dem Zelt und bettete ihn in das Loch,das sie danach vorsichtig mit Erde bedeckte.
Müde und erschöpft sah sie auf den Erdhügel,der nun hinter den Zelten war und überlegte,was sie nun machen sollte.
Sie war Handwerklich nicht sehr geschickt,aber Grabsteine hatte sie auch früher schon geschlagen.
Also ging sie zum Gebirge und suchte einen Stein in der passenden größe,um ihn noch vor Ort in die richtige Form zu bringen.
Mühsam schleppte sie den Brocken nun ins Lager,wo sie mit Hammer und Meißel Möge dein Lachen nie verklingen.Hier ruht in Frieden MIKI einmeißelte.
Sie hatte noch keine Blumen für das kleine Grab,aber als der Stein am Kopf des Grabes stand,fehlte ihr einfach die Kraft,noch auf die Suche nach etwas geeignetem zu gehen.
Ohne das sie es bemerkt hatte,liefen ihr die Tränen über die Wangen und suchten sich ihren Weg gemäß der Schwerkraft.
Das feine Oberhemd,das sie trug,hatte schon einen großen nassen Fleck aufzuweisen ,was sie nun erst erblickte.
Rasch wischte sie sich mit dem Ärmel übers Gesicht.
Irgendwer schien im Lager unterwegs zu sein und niemand sollte sehen,wie sehr sie um den kleinen,den sie viel zu wenig gekannt hatte,trauerte....
Vielleicht würde es Ronya helfen zu sehen,daß der kleine niciht mehr im kalten Sumpf begraben lag,sondern ein ehrenvolles Grab gefunden hatte...

Verfasst: Donnerstag 20. April 2006, 18:54
von Seraya Khanor
Verwundert wachte Seraya auf.Irgendwas oder irgendwer stank bestialisch.
Sie rieb sich die Augen und sah sich umj und als sie an sich herunter sah,wußte sie,daß sie selbst diesen Gestank nach Sumpf und Moder ausdünstete.
Ihre kleidung war über und über voll mit Sumpfschlick und Erde,so daß der Geruch sie nciht weiter verwunderte.
Rasch stand sie auf,entsorgte di Felle,auf denen sie geschlafen hatte und öffnete die Zelttüren weit.
Anschliessend zog sie die sachen aus,verbrannte sie und sprang ins Wasser vor der Türe.Dort schwamm sie ein wenig und wusch sich im Wasser gründlich ab,bis sie sicher war,nicht mehr zu riechen.

Als sie fertig war,zog sie ein paar alte sachen an und ging in die Stadt,um alles wieder einzufärben,wie es ihr gefiel.
Rasch hatte sie einen schneider gefunden,der den Stoff einfärbte und der auch nichts dafür in Zahlung nahm.
Lächelnd und zufrieden,ging sie wieder heim,um weiterhin Holz zu schlagen,das so dringend gebraucht wurde...

Verfasst: Samstag 22. April 2006, 13:32
von Ronya Sotan
Es war bereits dämrig.
Eine vermummte Gestalt schlich sich ins lager und betrachtete die Umgebung.
Im fahlen Licht der untergehenden Sonne sah sie es - das Grab.
Ronya musste nicht lange überlegen wessen Grab es war.
Jemand hatte das getan was Ronya selber nicht konnte - den Leichnahm aus dem Sumpf geholt und begraben.
Langsamm trat sie auf den kleinen Grabhügel zu und las die Inschrift auf dem Stein.
Ronya nickte und betrat danach langsamm das zelt - Ihres und Mikis zuhause.
Tage war sie nicht hier gewesen und auf einigen gegenStänden lag bereits etwas feiner Staub.
Ihr Blick fiel auf die welke Rose auf dem Tisch.
Bis vor wenigen tagen stand dort jeden tag eine neue .
Ronya nahm die Vase und aus der schublade den kleinen Fuchs.
Sie schnitt anschliessend eine Rose und brachte alles zum Grab.
Miki zeigte ihr jeden Morgen seine Dankbarkeit mit einer frischen Blume.
Ronya wusste nun was sie zu tun hatte - sie war dankbar für die wenigen aber sehr glücklichen Momente die dieser junge ihr bescherte.
Sie wollte es so halten wie er und ihm immer eine Frische Blume auf sein grab stellen.
Sie kniete sich nieder - rückte dne kleinen Holzfuchs zurecht und nagelte ihn auf dem Stein fest ... und stellte anschliessen die Vase mit einer frischen weissen Rose neben den Stein.
Dann stand sie auf und verlies diesen ort um in ein oder zwei tagen wieder zu kehren.
Noch war sie nicht bereit das zelt wieder als schlafstatt zu benutzen - noch war es zu früh und noch wusste sie noch immer nicht was sie hier noch wollte - ohne ziel.

Verfasst: Samstag 22. April 2006, 19:59
von Erinna Hinrah
Tage hatte sie nun im Zelt verbracht, nichtmal das Heulen ihres Wolfes konnte sie aus den Fellen locken. Sie hatte gehört das Seraya irgendwas hinter den Zelten gemacht hatte, aber ihre frühere Neugierde war verloschen.

Xinthra bemühte sich rührend um erinna, aber sie brauchte wie auch Ronya ihre Zeit alleine. Jetzt könnte man sie vielleicht als Knochengestell betrachten beziehungsweise bezeichnen, kaum etwas hatte sie zu sich genommen, nur immer dagelegen, nachgedacht und leise vor sich hergeweint.

Einige Zeit nachdem das Grab dawar und auch wenn es nicht seines war, so nahm sie doch Seymours kleinen Pullover, das enizige was sie von ihm noch besass und legte es zu dem Fuchs auf das Grab. Mit einem kleinen Holzpflock nagelte sie den Pullover in der erde fest und wande sich wortlos um in ihr Zelt zurück.

Nur langsam begann sie wieder zu essen, aber sie hatte jetzt nicht mehr immer etwas in ihrer Tasche das sie an Seymour erinnerte. Sie konnte wieder in ihre Tasche sehen, die Bandagen zählen, die Ausrüsstung überprüfen, ohne das der weiche Stoff des Pullis durch ihre finger glitt und damit konnte sie sich endlich von Seymour verabschieden.

Anstelle einer weissen Rose fand Ronya an dem Tag an dem sie zurück kam vor dem Zelt eine gelbe Rose. Sie sollte sie nicht an Miki erinnern, aber sie sollte ihr zeigen, dass es auch andere gab die sie brauchten und die auch ronya brauchte. Aber auch sollte die Rose Ronya an die Sonne erinnern, Lachen konnte so warm sein wie die Sonne.