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Legado - Zweiter Schiffbau auf La Cabeza
Verfasst: Mittwoch 22. Juni 2016, 21:33
von Jacqueline Perera
Legado - Zweiter Schiffbau auf La Cabeza
- Aufzeichnungen des Bau's der Legado, eine Brigantine welche unter der Flagge der Bruderschaft segelt -
*Eine seichte Windböe weht durch das Fenster, der Stapel Papiere hebt sich leicht empor, rührt sich jedoch nicht weiter von seinem ursprünglichen Fleck. Das Kerzenlicht flackert leicht auf. Der Kerzenschein, welcher den Raum erhellt, bewegt sich leicht hin und her. Ein Kohlestift gleitet immer wieder über ein Pergament, nach und nach füllt es jenes mit einigen Zeichnungen, Notizen, manch einer würde gar sagen es seien Kritzeleien. Das krächzen der Möwen welche ihre täglichen Bahnen über die Insel ziehen dringt an in das Gehör ein und die salzige Inselluft beflügelt die Lungen. Ein tiefer Atemzug ist zu hören, einer welcher zwischen einem nachdenklichen und gleichsam zufriedenem Seufzen hin und her schwankt.*
Der erste Schritt war getan, das Gespräch mit den Handwerkern und der Crew war zufriedenstellend. Die Besichtigung der Werft verlief angenehm, alles war an Ort und Stelle, die Zeichnungen vollendet, hier und da vermochte man mit Sicherheit das ein oder andere noch umändern wollen oder verbessern – je nachdem wie der Bau wohl voran ging oder welch Probleme aufkommen könnten.
Eine Brigantine sollte es werden, Zweimaster, Groß – und Fockmast. Ne Mischung aus Brigg und Schoner, bessere Windnutzung durch die Rahsegel besser griff durch die Schratsegel was den hohen Wind angeht. Der Entscheid der Kraweelbeplankung war ebenso durch, es sollte eine doppelte werden eine Querbeplankung und eine im inneren so das es gut abgedichtet sein würde. Ein weiterer Vorteil der Brigantine – und weshalb genau jenes gewählt wurde – waren die Vielfältigkeiten, Kriegs- , Verteidigungs-, Segel-, Ruderschiff. Durch die Kraweelbeplankung würde es sogar eine höhere Tragfähigkeit haben was den Handel somit ebenso greifbar machen würde...und falls man natürlich irgendwann mehr Kanonen brauchen sollte – man weiß ja nie. An sich also das perfekte Schiff für das was die Crew im Auge hatte. Die Legado, eine Brigantine welche auch bei geringer Besatzung voll Manövrierfähig sein würde.
*noch eine Weile saß sie zurück gelehnt in ihrem Stuhl und ließ sich gerade den letzten Gedankensatz durch den Kopf gehen, dann nickt sie sachte. Die Finger greifen zu den Pergamenten sie auf einige Stapel verteilend, dann ruft sie die Boten und wird ein jedes Packetchen welches sie gerichtet hat an die Handwerker als auch einige Crewmitglieder versenden.*
Die Geschichte des zweiten Schiffes der Bruderschaft beginnt....
[img]http://www.gaspee.info/history/images/ShipsAndMaps/brigantine_drawing.jpg[/img]
Verfasst: Freitag 24. Juni 2016, 09:09
von Gracia Perera
Endlich! Es war soweit. Der Schiffsbau der Legado unter dem el Capitana Jacqueline Perera und Crew wurde endlich begonnen in der Werft. Nach langer Suche für die passenden Handwerker und der speziellen Expertise konnte es nun schließlich losgehen. Die Baupläne waren gezeichnet und die ersten Gespräche geführt, welches Schiff es sein soll. Die Entscheidung fiel auf eine Brigantine. Eine gute Entscheidung! So vereint dieses Schiff alle Vorteil einer Brigg und die eines Schoners. Es wird zwar noch einige Wochenläufe dauern, bis überhaupt zu erkennen sein wird, um was für ein Schiff es sich handelt. Aber das macht nichts. Wenn die Mondläufe voran schreiten und alle Handwerker, und auch die Crew ihren Beitrag dazu leisten und den Aufgaben nachkommen, wird es zu schaffen sein. Vielleicht wird die Legado auch noch schnell genug fertig in diesem Jahreslauf, um noch vor den großen Herbststürmen auslaufen zu können. Doch das mag noch in den Sternen stehen und allein der Klabauter wird wissen, welche Winde er uns schickt.
Erst Mal heißt es, die Handwerker bei Laune zu halten und dass diese so schnell wie möglich ihrer angeheuerten Aufgabe nachkommen. Alle Rohstoffe stets zur Verfügung stehen, und sonst keine tragischen Unfälle passieren werden oder sonst etwas Unvorhergesehenes eintrifft. Nun bedeutet es für alle sich ranzuhalten, und das erste ‘Hölzchen für den Schiffsrumpf kann im Trockendock vernietet werden...
Verfasst: Mittwoch 29. Juni 2016, 17:14
von Carlos Viento
So hatte es also begonnen...das Hämmern und Sägen hatte die Geräuschkulisse der Werft einmal mehr erreicht und an den Tischen der Goldvergeber herrschte gegen Abend eine recht gespannte Stimmung zwischen Arbeitern die gerade mehr wollten, oder auch einfach nur schneller an ihre Vergütung kommen wollten. Hin und wieder half ein strenges Wort, hin und wieder gabs eine Backpfeife und manchmal kam einer der Arbeiter einfach nicht mehr wieder, wie immer man das deuten wollte. Cabezianer waren grundsätzlich nie zimperlich gewesen. Feilschen war immer erwünscht, aber Unverschämtheiten waren gefährlich. Betrügt der eine den anderen und derjenige fand es raus, dann wurde es schnell ungemütlich. So war das schon immer, das war sozusagen eine der Grundkonstanten der Insel.
Die Sonne schien heiss auf die Anwesenden und es wurden mehr Wasserfässer für die Arbeiter herangeschafft. Eine sinnvolle und überlebenswichtige Maßnahme. Zwar waren es bis jetzt nur die Vorbereitungen für den wirklichen Bau, das zuschneiden der Bretter und dergleichen, aber es konnten nicht alle Platz finden in der kühlen Festung, und Schatten war rar gesäht. Carlos schaute auf eine der Listen die er sich hatte geben lassen und überprüfte die Materialzahlen mit gerunzelter Stirn. Holz und Eisen... stimmte. Die vorgefertigten Fassreifen waren auch in Ordnung. Der Stoff... mehr als genug. Dazu fiel ihm ein das die Tuchweberei eh erst am Schluss benötigt wurde. Segel brauchte man erst wenn der Rest des Gerüsts steht. Der letzte Schliff sozusagen ehe die Güter geladen wurden... und Kanonen... und andere Waffen...
Es war wirklich zu lange her seit der letzten Fahrt. Irgendwie fehlte etwas und das schon länger. Die Langeweile keimte auf. Er war auf eine gewisse Art und Weise Landkrank. Ein Grund mehr immer wieder mit den kleinen Handelsschiffen umherzufahren um Geschäfte zu machen. Einfach nur um etwas zu tun. Den sanften Wellengang der Kutter mitzubekommen. Nähe zum Meer... mit den neuen Schiffen sollte das wieder aufleben. Die Liste wurde zurück in den Gürtel geschoben und er stapfte für den Moment von dannen. Ihm war nach einem guten Schluck Rum.
Verfasst: Freitag 1. Juli 2016, 12:13
von Bartolome La Cabra
Die luft war geschwängert von Tabakqualm und verdampftem Kerzenwachs. Hin und wieder hörte man das kratzende Geräusch des Federkiels, welcher über Pergament glitt und hier und da einige Fasern aufriss, gleich einer Kralle auf nackter Haut. Ansonten war es Still in dem Keller... und so wurde das Kratzen nur das regelmäßige Plätschern von Rum in konkurrenz gestellt, welcher immer wieder in den Zwergenkrug nachgegossen wurde.
Bartolome saß vor den Plänen, längst wurde seine taktische Wand, welche normalerweise aus Land und Seekarten bestannd abgelöst von Listen und Bauplänen... Ebenso besaß er nun eine neue Tischdecke auf dem Tisch, wo normalerweise Kerzenwachs und Rum um die wette flossen, während man Plant und beratschlagt oder anderweitigen Vergnügungen des Lebens nachgeht. Doch war diese Tischdecke ein Haufen von Plänen in mehreren ausrichtungen... Ganze Schiffspläne, Segelpläne, Rumpfläne, ja selbst für den Anker hatte er verschiedene Pläne.
Er war stolz darauf, dass sein Vorschlag der Brigantine angenommen wurde, kennen tut er dieses Schiff in und auswändig.. und so weiß er auch um ihre Vorteile. Immerhin hat er viele Jahre auf einer gedient, gelebt und gemordet.. Damals die dunkelblaue Dorothea in zukunft die Legado. Auch hatte er alles was er konnte auf jenem Schiff gelernt, und dies würde er künftig an die nächste Generation weitergeben.
Morgen kommt das hinterlistigste Weib was er kannte zurück... Kalt wie Messerklingen und die See.. und ebenso undurchsichtig wie tiefes Wasser.. Herzlos.. Schwarz.. Verdorben.. Jacqueline.. sein Kapitän und Weib.. bis zu ihrer Rückkehr will er die Pläne noch einmal überarbeiten.. hier und da Ausbesserungen vornehmen. Natürlich ist er kein Schiffsschreiner und ein Schrank aus seinen Händen sieht eher schlecht als recht aus, aber in Sachen Schiff kennt er sich aus.. so wie es jeder guter Seemann tat. Jeder sollte in der Lage sein, ein leckgeschlagenes Schiff zu reparieren, oder ein Schiff nach einem schweren Sturm wieder Seetüchtig zu machen. Zumindest so weit, dass es zum nächsten Hafen kommt. Denn nicht immer überlebt der Schiffsschreiner und selbst wenn, so sind alle Hände gefordert.
Der untere Rumpf war geschaft... wie ein Gerippe liegt er in der Werft und bereits jetzt kann man erste ausmaße des späteren Schiffs erkennen. Die Steine die er bei sich lagert, würden am nächsten Tag zur Werft gebracht werden. Steine die in den Rumpf eingelagert werden um für nötige Stabilität später zu Sorgen. Wer nun denkt, mit dem Gerippe sei die größte Arbeit getan, der Irrt. Die größte Arbeit wird anstehen, wenn man das Gerippe nach oben verlängert und die Decks beginnt einzubauen, und nicht zu vergessen die Beplankung.

Verfasst: Montag 4. Juli 2016, 20:15
von Baruch Semper
Beachtliche Vorräte hatten sie da angesammelt. Ein anerkennendes Pfeifen durch die Zähne drückte seine Anerkennung aus. Dann fing er aber auch schon an, diverse Barren aufzuklauben, aneinanderzuschlagen, als ob er am Klang die Qualität erkennen könnte. Und tatsächlich begann er dann, die Barren auf drei Haufen zu verteilen, erst auf den Haufen werfend und dann die Barren ordentlich stapelnd.
Am nächsten Tag hatte er dann einen kräftigen Burschen dabei, der das Stapeln erledigte. Den Tag drauf waren sie schon zu dritt, hatten sich einen Handwagen besorgt und nach einer Weile sah man sie an der nördlichen Esse anfeuern. Die Burschen hatten jeder einen Vorschlaghammer in der Hand und der Schmied eine enorme Schmiedezange. Ein Barren wurden jetzt im Schmiedefeuer erhitzt und der Schmied wartete wohl den richtigen Augenblick ab, um dann mit geübtem Griff das glühende Werkstück auf den Amboss zu platzieren und die Burschen begannen im Wechsel auf das Eisen abwechselnd einzudreschen, dabei immer einen bestimmten Punkt fixierend, während der Schmied das Werkstück geschickt auf dem Amboss hin und herschob. Der Schmied hatte vom "Austreiben" gesprochen, damit meinte er den Vorgang, die Verunreinigungen im Eisen dadurch zu verringern, dass sie durch das flach schmieden sichtbar wurden und dem Feuer ausgesetzt verzunderten. Die flachen metallenen Stücke wurden dann am Amboss gefaltet und unter den mächtigen Hammerschlägen wieder verschweißt und so zu schrittlangen Stangen geformt.
Des Abends wurden die Burschen entlohnt, anscheinend nicht schlecht für die Plackerei, denn immer wieder wurden welche gesehen, die sich für mancherlei Arbeit anboten. Die geschmiedeten Stangen aber verwahrte der Meister in einer großen, starken, geschmiedeten Truhe in der Halle, gesichert durch zwei Schlösser.
Verfasst: Donnerstag 7. Juli 2016, 23:25
von Syrius Rundhammer
Bis spät in die Nacht hatte er mit dem Kapitän, Jaqueline Perera, und ein paar ihrer Mannschaftsmitglieder, sowie den anderen hauptverantwortlichen Handwerksmeistern über den Plänen gesessen und nochmal das Wichtigste besprochen. Morgen früh sollten die Arbeiten beginnen oder was auch immer diese Piraten so unter früh am Morgen verstehen mochten. Es war nicht das erste Treffen seitdem er sich auf dieses Abenteuer eingelassen hatte. Das ging nun schon seit ein paar Wochen so. Die Baupläne wurden immer wieder überarbeitet, ergänzt und verfeinert.
Lange hatte er überlegt ob er sich wirklich darauf einlassen sollte. Es war zwar nicht das erste Schiff, an dessen Bau er beteiligt war, allerdings hatte er zuvor noch nie eine Brigantine gebaut. Dazu hatten nicht alle angeheuerten Hilfskräfte Erfahrung mit dem Schiffsbau. Letztendlich war es aber gerade auch die Herausforderung die ihn schlussendlich dazu bewegte, sich darauf ein zu lassen.
Der Material- und Zeitaufwand für so ein Projekt ist schier gewaltig. Angefangen mit dem Rumpf des Schiffes, den Korpus mit seinem Skelett, den Schotten, über die einzelnen Decks bis hin zur Bemastung. Allein das Sortieren der vorhandenen Vorräte hatte den ersten Tag in Anspruch genommen. Zudem mussten noch einige Stämme besorgt werden, da manche einfach nicht die ausreichende Größe hatten.
Nichts war am Anfang wichtiger als ein ordentliches „Rückgrat“ auf das man aufbauen konnte. Trotzdem hatte es gefühlt eine Ewigkeit gedauert die richtigen Baumstämme für den Kielaufbau, die Spanten und die Schotten herauszusuchen. Die Stämme mussten nun entrindet, zugeschnitten und teilweise gebogen werden. Was sich bei dem Arbeitstrupp aber gar nicht als so einfach herausgestellt hatte. Nicht alle hatten schon Erfahrung mit dem Schiffsbau. Dazu hatte es auch einiges an Nerven gekostet heraus zu finden, mit welchem Rum-Pegel die Cabezianer überhaupt zufriedenstellend arbeitsfähig waren.
Die Wanne wurde vor der Werft aufgebaut, mit Wasser befüllt und auf Kohle und Holzscheite gestellt, die dann entzündet wurden. Das zu biegende Holz wurde hineingebracht und weich gekocht, dann an vorher aufgestellte Pfosten befestigt und so in die richtige Form gebogen. Oft musste er die Helfer zu Sorgfalt ermahnen. Nach einigen Tagen stand zumindest das Skelett und er war mit seinen Nerven nah am Ende. Wenigstens hatte er nun ein paar Tage Ruhe, da nun das Holz trocknen musste und der Kielbalken durch die Schmiede verstärkt werden muss.
...
Verfasst: Freitag 8. Juli 2016, 19:57
von Gast
Früh morgens, Lorenz schicht an der Werft würde gleich beginnen, er schaut noch ins Bannerbuch unten auf seinem Schreibtisch wer heute wann welche Schicht hätte, und nickt zufrieden. Er greift sich seinen Schwertgurt und legt diesen an.
Er schritt sodann durch Cabeza die Augen jetzt schon aufhaltend, und kam nach kurzer Zeit an der Werft an bei der die Legado gebaut wurde. Sein erster Gang führte ihn einmal die gesamte Werft abgehend, alle Eingänge kontrollierend. Das Schiff selber wird er auch inspizieren ob es noch im selben Zustand ist, damit kein Schaden in den Wachwechseln passiert sind.
Die kommenden Stunden, die Hand am Schwertknauf, patroulliert Lorenz erst allein am Schiff, dann stösst nach kurzer Zeit Hrandolf dazu und wird bei der Wache helfen.
In der Schicht passiert nicht viel, ein zwei Betrunkene die in die Werft wollen, die aber mit festen Griffen einfach vor die Werft geschmissen haben sie schnell das weite gesucht.
Nach vier stunden des Patroullieren kam die Wachablösung für den Tag immer näher, und Lorenz meint zu Hrandolf "Hast heute sehr gute Arbeit geleistet! Weiter so!"
Dann kamen schon Veilya und Delia für die Wachablösung, und Lorenz konnte zurück ins Büro und den Kurzbericht für Jacq anfertigen.
Wachbericht Früh:
Wachhabende: Lorenz Aldenhov, Hrandolf Lesmark
Ereignisse: Zwei Betrunkene die versucht haben durch pöbeln in die Werft zu gelangen. Als Maßnahme haben wir sie einfach vor die WErft geworfen, mit ein wenig "Nachdruck"
Weitere Wachschicht: Veilya und Delia, Klingen des Banners
Der BEricht wird unter Jacqs Tür einfach durchgeschoben.
Lorenz wird sich sodann etwas zur Ruhe legen die nächste Wachschicht ist ja bald.
Verfasst: Samstag 23. Juli 2016, 12:01
von Bartolome La Cabra
erneut hört man lautes Hämmern und Schlagen auf La Cabeza, der Duft von frisch gekochtem Teer suchte sich seinen Weg durch Ritzen und Löcher in den Wänden der angrenzenden Häuser, um auch jeden Piraten oder Einwohner eine sanfte Ohrfeige zu geben damit jener aufwacht.
Tage zuvor:
Der Kiel und und das Gerippe standen bereits bis zur späteren Wasserlinie. An der Werft war es ruhig geworden und die Wandwerker konnten eine verdiente Pause einlegen. Nur einige Wenige Personen, darunter ein stolzer Kalur, versammelten sich an der Werft und taten das wichtigste was von unbedingter Not war!! Trinken... Rum und Kalurenbier flossen reichlich um auch genügend Kräfte zu mobilisieren, ehe sie sich an die Arbeit machten. Unter der Leitung des Kapitän Perera wurden die Hölzer von den Lageretagen getragen und trapiert. Teer und Wollvorräte wurden überprüft ebenso die Nägel, und zu guter letzt wurden auch die Kupferplatten bereitgestellt.. Ohne einen Kaluren hätte letzteres wohl einiges mehr an Zeit in anspruch genommen, denn ein Kalur vermochte die Menge an Kupferplatten unter den Armen zu Tragen als seien sie leichte Bretter, wie 2 Menschen jene gerade so mit viel Mühe und Keuchen an einen Kran bringen konnten... Ein Hoch auf das Zwergenbier mit seinen ungeahnten Mächten... welche vermutlich aber erst nach Jahren des regelmäßigen Konsums geweckt werden.
Derzeit:
[img]http://www.quellonline.de/wp-content/uploads/2008/08/QC09E11-619x346.jpg[/img]
Sorgfältig wurden die Planken angeschlagen, jeder Nagel wurde dazu vorher in Teer getaucht und dann zu 3/4 eingeschlagen, ehe er mit Wolle umwickelt wurde um sodann gänzlich eingeschlagen zu werden. So erreichten sie eine höhere Festigkeit und zugleich wurden die Löcher so abgedichtet, was auch der Hauptgrund für die Vorgehensweise war. Jedoch würde dies alleine bei der Kraweelbeplankung nicht reichen..
Nach und Nach wurde der Rumpf sichtbar, die Arbeiten verliefen von Bug nach Heck, so dass man vorn bereits mit dem Kalfatern beginnen konnte. Die Handwerker brachten bei dieser Tätigkeit Wolle mit einem Kalfateisen in die Zwischenräume der Planken und verdichteten diese. So waren die Zwischenräume Dichter und das Holz hatte weniger Spielraum zum Quellen.
[img]http://www.fky.org/restaurierung/restaurierung-baykowski-3/DSCF1885.jpg[/img]
Als dies vollständig abgeschlossen war, blieb noch ein letzter Schritt... das ausgießen mit Teer... Eine schwierige und gefährliche Aufgabe, denn dabei kann man sich sehr leicht verbrennen. Diese Arbeit nahm die restlichen Stunden voll in anspruch, so dass man bis in die späteren Abendstunden damit beschäftigt war. Nun hieß es alles trocknen lassen und Morgen den Überschuss des Teers abzuziehen, wobei man viel Kraft braucht. Nur so kann man eine Glatte oberfläche gewehrleisten und so mit eine gute Fahrt. Auch mussten noch die Kupferblatten am Bug angebracht werden, um dem Schiff dort eine größere Stabilität zu geben. Das Gewicht muss später wiederrum mit den Steinen im Inneren ausgeglichen werden.
Da das Schiff über eine Doppelbeplankun verfügen soll, begannen die Arbeiter am dritten und vierten Tag damit, die innere Querbeplankung anzubringen, im gleichen Stil wie außen, nur dass hier in den Zwischenräumen direkt Baumwollbahnen mit eingeschlagen wurden.
Bald würde der erste "Stapellauf" beginnen... das Schiff war noch lange nicht fertig, aber man musste sehen ob es Dicht hält! Ein wenig Wasser durfte durchgekommen, die letzten Undichtigkeiten würden durch das Quellen verschwinden so dass die Fugen letztendlich fest aneinander drücken und beinahe eine eine Einheit mit allen Planken eingehen. Der weitere Grund für den Stapellauf ist natürlich, die restliche Bordwand nach oben zu Ziehen und den innenausbau zu beginnen. Denn dafür war die Werft zu Klein..
Bartolome half den Handwerkern beim Kalfatern und gab hier uns da Hinweise, so hatt er es in der Vergangenheit gelernt auf seinem alten Schiff. Später traf er sich mit Dolgan, dem Zwerg der Insel um mit jenem über die Bordgeschütze zu sprechen. Diese konnten bei besten Willen noch nicht eingebaut werden, jedoch muss man sie langsam bestellen, da Dolgan doch einige davon Bauen muss und dafür auch Zeit benötigte. Auch die Takelage wurde bereits in Auftrag gegeben, nur die Pläne hierfür sind noch nicht verschickt. Lediglich die Pläne für die Segel haben ihren Weg zum Empfänger auf Menek Ur gefunden.
Verfasst: Sonntag 24. Juli 2016, 21:36
von Bartolome La Cabra
Gemecker und Gefluche aus tiefer Kehle wird von der Festung hinüber zur Hauptinsel getragen, als Dolgan der Inselkalur sich mal wieder über etwas aufregte. Gut 2 Stunden war der Krach zu hören, ehe er mit einer kleinen aber lauten Explosion aus einer Kanone zum Abschluss kam. Kurze zeit Später ruderte Bartolome mit dem kleinen Boot zurück zum Hafen und ging Zielsicher zu Jacqus Haus, in der Hand hielt er dabei ein paar Pergamente...
[url]http://forum.alathair.de/viewtopic.php?p=651688#651688[/url]
Verfasst: Dienstag 26. Juli 2016, 22:48
von Liyanah Rya Ryzan
Zur Jungfernfahrt hatte man sie eingeladen, sie und ihre Familie, wenn sie die Segel geliefert hätte, und das Schiff fertiggestellt war. Sie hoffte, dass das Schiff überhaupt segelfähig würde. Sie hatte Carlo ja gesagt, dass man sie bisher mit einer solchen Aufgabe noch nie allein gelassen hatte. Ob sie sich also auf das Schiff wagen sollte, wusste sie noch nicht. Aber man hatte ihr ja versichert, dass man es im Zweifel auch an Land rudern könne…
Die junge Natifah, nahm die Baupläne von dem Boten entgegen und begab sich an den Schreibtisch ihrer kleinen Schneiderei. Die erste Schriftrolle wurde aufgerollt und der Blick über dem Schleier wurde groß, als die Augen über die komplexe Zeichnung der zahlreichen Segel huschten. Ein Wirrwarr aus Masten, Segeln, Tauen, eines über dem anderen. Wie sollte sie daraus schlau werden?
[img]http://fs5.directupload.net/images/160726/izsbyyev.jpg[/img]
Sie hatte sich ja darauf eingestellt, dass dies keine leichte Aufgabe darstellen würde, doch dass es so viel Arbeit bedeutete, war ihr wohl nicht klar gewesen. So rollte sie die zweite Zeichnung auseinander, und besah sich die einzelnen, detailliert gezeichneten Segel
[img]http://fs5.directupload.net/images/160726/9cmkaod6.jpg[/img]
Immerhin brachte dies ein wenig Ordnung ins Chaos. Die Maße standen auch daran. Kein Zweifel, das würde Unmengen an fest gewebten Stoffen brauchen, aber die hatte man ihr ja zugesichert. Also überschlug sie den Stoffverbrauch und setzte ein Schreiben an Carlo auf, damit er ihr die Stoffe schicken ließ.
Sie sah sich in dem kleinen Raum um, der ihre Schneiderei darstellte. Dieser Platz würde nie und nimmer ausreichen, um die Segelbahnen auszubreiten, zu verkleben und zu vernähen. So würde sie sich einen anderen Ort suchen müssen, an den die Stoffe geliefert werden konnten. Der bisher noch leere Keller im Familienhaus schien ihr da ein geeigneter Ort zu sein
Verfasst: Mittwoch 24. August 2016, 22:17
von Jacqueline Perera
*es war spät geworden, seichte Rauchschwaden wehten an ihrer Hutkrempe vorbei während die Glut des Zigarillos im Schatten erglimmt. Ein tiefer Atemzug folgt während das Augenpaar sich auf den Stapel Papiere legt.*
Es war vieles getan und dennoch war nicht längst nichts zum Abschluss gebracht. Mittlerweile waren sie bei den Decks, der Innenausbau des Schiff's ging von statten, eine Planke nach der anderen würde gesetzt werden. Der Schreiner und seine Gehilfen als auch ein jeder ihrer Mannschaft packte an. Während die süßliche Note des Rums in der Werft ein stetiger Begleiter zu sein schien, sangen die ein oder anderen Seemannslieder um alle bei Laune zu halten und am Abend wenn ein jeder seinen Lohn abholte, ging es weiter in den Tavernen. Ich selbst verlor dies alles nicht aus den Augen, ich half mit, packte an, aber mein Hauptmerk richtete sich wohl auf die Pläne welche die Zukunft bringen würden. Es war ein ziemlicher Spagat welcher gefordert war aber nichts was nicht irgendwie gelöst werden könnte. Die Crew hatte qualifizierte und gut ausgebildete Matrosen welche schon den ein oder anderen Bau miterlebt hatten, die Handwerker waren ebenso qualifiziert und wussten um ihr Tun. Meine Sorge blieb also schlicht unbegründet, alles lief nach Plan. Am Morgen wäre eine weitere Besichtigung mit Bartolome welcher, wie sich herausstellte, im Bau des Schiffes aufblühte wie eine verdorrte Blume welche sich aus einer Trockenzeit erholte. Der Nächste Schritt welcher nach dem Denkbar folgen würde wären Reling und Festigung der Masten.
*Ihre Hand glitt zu einem der Papiere jenes herausziehend. Die Augen wandern über die Zeichnungen und ein Lächeln huscht über die Züge, dann folgt ein langsames Nicken. Der Kohlestift wird gegriffen und sie zieht ein leeres Pergament heraus um dort einige Notizen zu fertigen.*
Ahoi Matrosen und Handwerker der Legado,
Im nächsten Wochenlauf am vierten Tag zur Hälfte der neunten Abendstunde wird es ein Treffen geben an welchem wir gemeinsame Ziele als auch andere Anliegen klären. Ich erhoffe mir ein zahlreiches erscheinen, nicht erscheinen sollte früh genug gemeldet werden so dass wichtige Informationen an jene weiter gegeben werden können. Ebenso werden wir das Schiff, welches sich noch in der Fertigstellung befindet, begutachten und weitere Verbesserungen als auch Vorschläge ausdiskutieren zu können. Die Besichtigung findet in Anwesenheit der Handwerker statt da ihre Meinung zu jenem Anliegen in meinen Augen eine Wichtigkeit ist.
gez.

Kapitän der Legado unter der Flagge der Bruderschaft der Küste
*Ein junger Bote wird an der Türe klopfen.*
'Ahh....pünktlich wie immer'
*kommt es über ihre Lippen während sie die Schreiben, welche sie in der Zwischenzeit vervielfältigt hatte, zusammen rollt und mit einem Siegel verschließt. Dann erhebt sie sich, öffnet die Türe und übergibt dem Boten mit einigen Anweisungen jene. Kurz darauf macht sich jener auch schon auf und wird die Schriftstücke den Empfängern zustellen.*
(OOC fürs Treffen: Do 1. Sept. 20:30)
Verfasst: Freitag 2. September 2016, 17:33
von Gast
Sie war das Mädchen-für-alles, aber das störte sie nicht.
Veilya hatte leidlich wenig Erfahrung im Schiffsbau, auch wenn sie zwei Jahre auf See verbracht hatte.
Doch es war etwas anderes auf einem Schiff zu fahren, als ein Schiff zu bauen.
Lockere, kurze Baumwollsachen ließen sie das Gerenne in der Hitze aushalten.
Mal reichte sie Planken an oder holte rasch Nachschub an Nägeln, wenn jene drohten vor Ort auszugehen.
Doch hauptsächlich sorgte sie für gute Laune. Scherzte und neckte mal hier oder organisierte Speis und Rum für die Pausen.
Mit gefülltem Magen und frohem Gemüt ging die Arbeit sicher rascher und unbeschwerter von der Hand!
Es erfüllte sie mit Stolz, wenn sie den schrittweisen Bau der 'Legado' mitverfolgen konnte.
Nicht mehr lange und sie würde auf dem Deck des Schiffes stehen und den Wind in den Haaren spüren können, das Salz des Meeres auf der Zunge schmecken können.
Ein erwartungsvolles Kribbeln machte sich in ihrem Bauch breit.
[img]http://conceptartworld.com/wp-content/uploads/2013/11/Assassins_Creed_IV_Black_Flag_Concept_Art_RL_07-680x335.jpg[/img]
Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2016, 11:36
von Bartolome La Cabra
Viel von den letzten Etappen hat er bedingt durch seine letzte Seefahrt verpasst. Als er zurück kam und den Fortschritt des Baus begutachtete, war er daher zum einem positiv überrascht und zufrieden aber gleichsam auch sauer und "angepisst" da er nicht viel dazu beitragen konnte.
Das Schiff stand in Voller pracht vor der Festung, die Segel gefertigt von menekanischen Fingern waren angebracht, die Takelage hing an ihren Positionen und wartete nur darauf benutzt zu werden. Selbst ein kleines Ruderboot wurde an Deck angebracht für den Notfall. Die Decks waren alle bezugsfertig und mussten nur noch eingerichtet werden. Auch waren die Kanonenplätze noch leer. Aber das Schiff lag Seetauglich vor Anker.. Jungfräulich und Wunderschön wenn auch gleich einem Geisterschiff da kein Leben an Bord war.. noch nicht.. Bartolome ersehnte den Tag an dem er diese jungfäuliche Schönheit entlich auf dem Wind reiten wird und sie zu einer Stolzen Lady der Meere zu machen. Er wusste genau, dass sie wie eine echte Frau zu behandeln. Anfangs Stur und wiederwillig, sie benötigt Fingerspitzengefühl, doch wenn erstmal der eine Punkt überwunden ist, wird sie wild und ungezügelt...
Langsam ging er den Kai entlang und betrachtete die angebrachte Gallionsfigur. Eine Seeschlange mit Aufgerissenem Maul windet sich um den Augenkundig um den Bugspriet und offenbart entgegenkommenden Schiffen eine gutgemeinte Warnung. Unterstrichen wird diese "Warnung" durch die im richtigen Licht rot glühenden Augen, welche mit Rubinen bestückt sind. Zugegeben ein wenig viel Tam Tam aber das Lichtspiel war es wert.
Zufrieden lächelnd schaute Bartolome von der Legado zur Festung und machte sich auf dem Weg, die Bordkanonen welche noch auf dem Schiff fehlten wollte er noch Inspizieren, sofern sie denn schon fertig waren.. Er schaute nochmal in seinen Mantel... gut.. Zwergenbier und Rum, dann wird die Begrüßung von Dolgan doch etwas "sanftmütiger" ausfallen als sonst....
Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2016, 18:00
von Charna Lombard
Anstelle selber Hand anzulegen, bezahlte sie lieber versoffene Matrosen, deren beste Tage längst Geschichte waren oder auch Strassenkinder, das Deck zu schrubben, nachdem man auf jenes Bitumen aufgetragen hatte.
An der Reling angelehnt, streichelte sie mit einer Hand das Holz, geschnitzt von einem Bajarder Meisterholzwurm, wärend sie mit der linken die Augen vor der Sonne schützend abschirmte.
Immer wieder brüllte sie den Arbeitern zu, sich anzustrengen und ja ordentlich alles durchzuführen, sonst würden sie ihren Sold für den Tag vergessen können.
Zwischendurch jedoch schloss sie die Augen, sog verträumt die salzige Seeluft ein und ein Lächeln umspielte die Lippen, wärend sie sich vorstellte, mit ihrer Familie endlich in See zu stechen. Kurz lies sie sich zu den romatischen Vorstellungen hinreissen, raubend und plündern an leicht verdientes Geld und Kostbarkeiten zu kommen, endlich wieder Verursacherin von Leid und Kummer zu sein und nicht Trägerin jener.
Doch wieder auf die Arbeiter geblickt, verflüchtige sich der Traum und wich der Realität am Dock.
"Ich will nicht länger warten, bewegt euch ihr verdammten Landratten"
Verfasst: Dienstag 21. Februar 2017, 18:35
von Gast
Rattenjagd auf der Legado:
Leise fluchend scheuchte sie eine weitere Horde Ratten mit dem Besen vom Unterdeck. Diese verdammten Nager hatten sich auf den umliegenden Schiffen und Booten, die im Hafen Cabezas ankerten, eingenistet, nachdem sie in Scharren die Isla verlassen hatten.
Tja, weit waren sie nicht gekommen, aber sie konnten ja schlecht nach Bajard oder sonstwo hinschwimmen.
Kurz schwang ein gewisses Verständnis für die kleinen Pelzigen in Veilya, ehe sie wieder ernergisch den Besen schwang.
'Verzieht euch auf die Namenlose oder auf irgend eine Schaluppe, aber nicht auf die Legado...husch!'
Nach einer weiteren kräftezehrenden halben Stunde Rattenjagd, gab sie auf.
Die Viecher waren schlau und teilten sich auf, verkrochen sich und es schien ihr zudem, dass sie 'Schweinchen in der Mitte' mir ihr spielten - sie von einem Fleck des Schiffes zum anderen hetzen ließen.
Nach Atem ringend lehnte sich Veilya an die Reling des Hauptdecks und dachte nach.
Die blinden Passagiere hatten offensichtlich Angst auf der Isla zu bleiben, ganz klar. Aber hier hatten sie nichts zu fressen. Die 'Legado' lag auslaufbereit im Hafenbecken, bestückt mit Kanonen - darum hatte sich Bartho gekümmert. Einzig das Mobiliar und die Vorräte fehlten; ein Glück sonst würden sich die Ratten an Schiffszwieback, Trockenfisch und Rum laben oder gar die Heilkräuterbestände des Schiffslazaretts anknabbern.
Nachdenklich rieb sich die Schiffsmagierin die Nasenflügel. Die Ratten hatten also keinen langfristigen Ansporn hier zu bleiben, wo andere Schiffe, Boote und Kähne sicher reizvoller waren.
Sie brauchte also einen dauerhaften Störfaktor für die Nager, der sie daran erinnerte, dass es bessere Orte zum 'herumlungern' gab!
Mit einem diabolischem Grinsen machte sie sich mit dem Beiboot an Land.
***
Einen Tag später betrat sie wieder die 'Legado'. Auf ihren Armen hing eine Katze, die recht jämmerlich dreinsah, als wolle sie sagen 'Erst schleppst du mich durch diese gruselige, dunkle liedleere Ebene und dann die Reise hierher auf diesem schwankenden Kahn? - Bitte lass mich wieder in den Sumpf zurück!'.
Aber da Katzen nicht reden können und Veilya einen Krathor darauf gab auf das Heimweh und die Reiseunpässlichkeiten der Katze einzugehen, war es nun so!
Mit einem sanften Stupser wurde 'Schneeflöckchen Zwei', in Gedenken an Jacs vorherigen vierbeinigen Schmusekater, auf der 'Legado' zur Jagd ausgesetzt.
Die Legado würde rattenfrei werden und bleiben!
Und damit könnte man sich dem Einlagern von Vorräten kümmern.
Zufrieden kehrte Veilya mit dem Ruderboot auf die Isla zurück.