Seite 1 von 1

Wie man richtig wühlt! [Wühlertagebuch Kaz Getwergelyn]

Verfasst: Sonntag 22. Mai 2016, 15:30
von Kaz
*Lange hatte Kaz auf den Moment gewartet das die Khaz Graik ihn auserwählte den Weg in ihre Reihen zu beschreiten.Die Ernennung zum Rhukum lies einen Stein von seiner Leber fallen und rollte gleich einen neuen darauf, denn der Weg sollte kein leichter sein und er war ja zusätzlich auch noch mit der Aufgabe des Ohrex Protectorex bedacht. Aber diese Aufgaben würde er lösen.Es war eine große Ehre zum Wühler ausgebildet zu werden und der ihm zugeteilte Meister war kein anderer als Belgrom.*

*Schon kam die Ankündigung für die erste Lehrstunde hineingeflattert...Nunja mehr von vier starken Kurzbärten hinein gewuchtet.Aber er hatte es nicht anders erwartet.Der Skilam Dar würde es ihm nicht leicht machen.Mühsam befolgte er den Anweisungen des Skilam Dar und brachte die riesige Steintafel unter Qualen und unter der Durchführung mehrerer Zwangspausen, in denen er die geschundenen Muskeln mit Bierwickeln beruhigte, hinauf auf die Frostklamm wo die erste Lehrstunde zu den Kampfmethoden der Wühler stattfinden sollte*


  • Beide Rhukums fanden sich an der Frostklammbank ein und warteten gemeinsam auf den Skilam Dar.Beide erschienen voll gerüstet wie es in der Anordnung geheissen hatte.Als Belgrom erschien begann er mit dem theoretischen Teil des Unterrichts.Er brachte den beiden die Kampftaktiken der Wühler näher zu denen grundlegend der Kampf mit den mit Dornen besetzten Handschuhen und der ebenso mit Dornen überzogenen Rüstung gehörte.Der Skilam Dar erläuterte genauestens wie wichtig es war die Distanz zu seinem Feind möglichst gering zu halten und das man auch nicht davor zurück schrecken sollte das Schild zu benutzen um etwaige fliegende Pfeile vom kalurischen Bierwanst fern zu halten.Als zweite Lektion stand der Kampf gegen übergroße Gegner bereit.Hierfür hielten die Eistrolle in der Frostklamm her, die sich wunderbar als Übungsgegner eigneten und ein Fall von ihrem Rücken durch den weichen Schnee keine allzu großen Verletzungen zurück lassen sollte.Beide Rhukums übten unter den wachsamen und anleitenden Augen des Skilam Dar die Kletter-,Schling-,Würg- und Kratztechniken mit denen Gegner in dieser Größe zu Leibe gerückt werden konnte.Ohne die Rüstung eines Wühlers gestaltete sich diese Übung zwar recht uneffektiv aber die Techniken konnten so perfekt verinnerlicht werden.
    Die letzte Lektion befasste sich mit dem Kampf gegen Langbeiner.Hierbei wurde den Rhukums der Sturmangriff mit dem dornbesetzten Helm der Wühler näher gebracht.Der Helmdorn eignete sich auch perfekt für die Vollführung einer kalurischen Wühlerkopfnuss falls die Arme des Wühlers einmal nicht frei seien und man nicht auf einen gefürchteten kalurischen Hodextrittex zurück greifen konnte.Sollte dieser Sturmangriff nicht möglich sein so sollten die Rhukums sich auf das Umwerfen des Langbeins konzentrieren um sich im Nachhinein mit den tödlichen Dornen der Rüstung auf dem Gegner zu wälzen.Hierbei sei der Rücken zur besseren Wälzung empfohlen ,aber ein Wälzen mit dem Bauch sei zur Not auch möglich. Zu guter Letzt lieferten sich beide Rhukums auf Anordnung von Belgrom noch einen Faustkampf ohne jegliche Rüstung damit der Skilam Dar ihren Umgang mit den Fäusten beobachten konnte.
    Nach dieser Lehrstunde wurden beide Rhukums entlassen mit vor Informationen qualmenden Kopf und von einigen blauen Flecken übersäten Körpern.

Verfasst: Donnerstag 21. Juli 2016, 20:38
von Kaz
Eine weitere Aufgabe stand vor der Erfüllung des Getwergelyn. Lange hatte er sich mit den Schiffen befasst die im Bajarder Hafen tagtäglich ein und ausliefen. Viele Stunden hatte er mit Kapitänen und Matrosen gesprochen. Leider lies es die aktuelle politische Situation nicht zu einen Besuch im Adoraner Hafen durchzuführen und erst Rahal zu erobern um einen Blick auf die dort ansässige Flotte zu werfen würde zu viel Unannehmlichkeiten für den Berg hervorrufen.
Doch das neuerlich aufkommende Bündnis mit den Bewohner der Insel eröffnete dem Getwergelyn neue Möglichkeiten. Hier waren nur Seefahrer ansässig und zu dem wussten sie noch den Geschmack kalurischen Bieres zu schätzen.
Also fasste der Kalure einen Entschluss und trat eine weitere Reise auf die Insel an um sich dort die nötigen Informationen über den Schiffsbau zu holen die ihm in seinen Aufzeichnungen noch fehlten.
Die Mitglieder der Bruderschaft stellten Crewd für gleich zwei vollwertige Schiffe und der Getwergelyn konnte seine kräftigen kalurischen Hände dazu einsetzen an diesem Abend beim Schiffsbau zu helfen. Dabei lehrten in Bartolome, Jacq, Gracia und Nora mit deutliche spürbarer Hingabe die Grundlagen des Schiffsbau und die Vorzüge des Schiffes welches sie gerade in der Werft fertigten.
Das noch recht unfertige Schiff sollte eine Brigantine werden. Sie unterschied sich deutlich von den schweren und breiten Schiffen Adorans oder Rahals, die dort viel Platz für ihre auf den Decks aufgestellten Katapulte und Ballisten brauchten.
Die Brigantine war leichter und schmaler und dadurch deutlich manövrierfreudiger. Sie sollte ein erhöhtes Heck und Bug bekommen um auch schweren Seegängen stand zu halten. 320 Langbeinfinger Tiefgang ,erklärte Bartolome oder Carlos wie er genannt wurde. Der Mast des Schiffes sollte eine Höhe von 2500 Fingern erreichen und die Gesamtbreite des Schiffes würde 4500 Finger betragen und somit Platz für 36 Langbeiner bieten.
Die Inselbewohner hatten den Großreichen jedoch einige Vorteile durch den Einsatz von Kanonen. Deutlich weniger Platz wurde gebraucht und die Zielgenauigkeit sowie Feuerkraft überschritt die der Flotten Rahals sowie Adorans obwohl die Schiffe kleinerer Bauform waren.
Die Cabezianer halfen Kaz dabei eine Zeichnung des Schiffes anzufertigen, die er seinen Aufzeichnungen beilegen konnte.


Bild

Der Getwergelyn machte sich nach einem anstrengenden und rumhaltigen Abend auf den Heimweg und ging auf der ruhigen Schiffsfahrt in Richtung Festland nochmals die Unterlagen durch. Diese Aufzeichnungen wollte er direkt den Flößern zukommen lassen und beim nächsten Besuch sollte unbedingt einer von ihnen einen Fuss auf die Insel setzen und sich die Werft ansehen. Vielleicht gab es auch Fortschritte beim Bau des Chirmitbootes wenn die Baumeister die Skizzen in die Finger bekamen, doch erst würde der Getwergelyn Abschriften davon erstellen. Sollten die Baumeister mal wieder in Streit geraten so wurde gerne die eine oder andere Steintafel auf einem Kopf zertrümmert.

Verfasst: Mittwoch 3. August 2016, 18:50
von Kaz
*Ein weiterer Auftrag des Skilam Dar stand vor der Vollendung.Kurz bevor stand der Aufbruch zur Suche nach der reinsten Chirmitader die der Berg je gesehen hatte. Wofür sein Lehrmeister ihn auf diese Suche schickte war ihm ungewiss. Genauso warum er nur mit einem Löffel den Kreaturen des Unheilsberges gegenübertreten sollte, aber der Sinn dahinter würde sich ihm bei der Tat bestimmt erschliessen. Nun mussten nur noch seine Begleiter davon informiert werden. Kleine Steintafeln wurden angefertigt um einen zeitnahen Termin zu finden*
  • *Die Steintafeln die an Geodiz und Dworakh gesendet wurden unterschieden sich nur in der Farbe ihres Rückens, welche jeweils in der Sippenfarbe eingefärbt war. Weiterhin war ein kleiner Brocken Chirmit der Tafel beigefügt in dem ein kleiner hölzerner Löffel steckte, der sich auf unbegreifliche Weise nicht aus dem Brocken hinaus ziehen lies*


    Akh grüße euch Brüder!

    Eure Hilfe wird benötigt um meine Aufgabe zu erfüllen.Der Skilam Dar hat angeordnet das ihr mar beaufsichtigt bei der Suche nach dem reinen Chirmit. Stellt nor Fragen. Akh kann sie euch auch nor beantworten.
    Sendet mar bitte einen Zeitpunkt an dem ihr bereit seid die Aufgabe zu erfüllen. Akh werde für den nötigen Proviant sorgen mrâ!


    *Darunter prangt das Siegel des Ohrex und der Wühlerschaft*

Verfasst: Donnerstag 11. August 2016, 13:59
von Kaz
Mit nichts als einem Löffel bewaffnet machte sich Kaz auf den Weg in den Unheilsberg um die reinste Ader Chirmits zu finden die unter dem Berg wuchs. Einen Plan wie er es anstellen sollte diese zu finden hatte er nicht. Einige Kurzbärte begleiteten ihn um sein Tun zu überwachen und den Proviant für die Expedition zu tragen. Wie lange es auch immer dauern sollte, der Getwergelyn würde nicht aufgeben und wenn er den ganzen Berg umwühlen musste. Irgendwo musste der Ursprung zu finden sein. Der Quell reinsten Chirmit aus dem alle kleineren Adern entsprangen.
Vielleicht war es möglich eine Ader zurück zu verfolgen, doch war das Gewebe des Chirmit so fein vernetzt wie die Nervenstränge der getwergelynschen Spürnasen. Es würde eine lange Suche werden.

Die ersten Riesen boten trotz der minderwertigen Bewaffnung kein großes Hindernis. Die Übungsstunden mit Belgrom stellten sich erstmals von hohem Nutzen dar auch wenn der Getwergelyn nicht die dornenbesetzte Rüstung eines Wühlers trug.
Nach einiger Zeit erreichte die kleine Gruppe eine Stelle an der eine kleine Rose Chirmit aus der kargen Felswand des Berges spross. Hier sollte der Stollen beginnen.
Langsam arbeitete sich der Löffel in die Felswand und trug Chirmitbrocken für Chirmitbrocken aus der Wand. Die Stunden verflossen in der schon bald einsetzenden Dunkelheit im Stollen. Die kratzenden und schabenden Geräusche des Löffels wurden nur unterbrochen durch die Schnarchlaute seiner Begleiter die in einer Art Schichtbetrieb die kleine Glühpilzlampe hinter Kaz Rücken hielten um seinen Arbeitsbereich ein wenig zu erleuchten, doch von Zeit zu Zeit verlosch auch dieses Licht. Eingelullt vom monotonen Grabgeräusch war es Kaz Begleitern nahezu unmöglich nicht vom Schlaf übermannt zu werden.
Tiefer und tiefer löffelte sich der Getwergelyn in den Fels. Immer den kleinen Adern des Chirmits hinterher. Einen der Kurzbärte hatte er angewiesen eine Karte des bisherigen Tunnels anzufertigen um den Fortschritt und den Verlauf der Ader zu dokumentieren. Die Gänge kreuzten sich mittlerweile mehrfach und das Herz aus Chirmit hielt sich immer noch versteckt vor den Kaluren.

  • Bild
Weiter und weiter fraß sich der Kalure in den Fels. Die Hände wund und schwielenbehaftet von der schwierigen Arbeit mit dem Löffel. Der Drang nach einem frischen Bier und einem warmen Ofenkäse legte sich immer mehr über die anderen Gedanken des Kaluren. Vielleicht war die Zeit gekommen um eine Pause einzulegen und über den weiteren Weg nachzudenken. Das bisherige Suchmuster schien nicht sehr erfolgsversprechend. Das Netz aus Chirmitadern war so dicht, dass Kaz immer wieder den Anschluss an die bisherige Ader verlor und so auf ewig damit beschäftigt zu sein schien die Wurzel allen Chirmits zu finden.
Das kühle Donnerfausbräu half ihm vielleicht dabei auf neue Gedanken zu kommen und wenn er schon dabei war tat ein Stück Zottelrattenkäse auch niemandem ein Leid an.

Tief im Stollen unter dem Berg saß nun also der Getwergelyn mit seinen Gefährten und grübelte schlürfend und mampfend über seine Aufgabe nach, da krabbelte eine nichtsahnende Pyriannetzweberspinne auf Beutesuche heran. Das kleine Insekt war so darauf bedacht die eben noch gewitterte Käsefährte zu verfolgen, dass es das kalurenförmige Hindernis welches in ihrem Weg lag vollkommen übersah und geradewegs gegen den nackten Fuss des Getwergelyn krachte.

Den Getwergelyn juckte etwas am Fuss. Er kratzte sich und zog die Hand wieder nach oben in Richtung Bierkrug, doch eine rot glühende Spinne klebte nun mit ihren acht Beinen an der Hand des Kaluren. Die in diese Begegnung involvierten zehn Augen guckten sich gleichermaßen verdutzt an. Dann reagierten der Getwergelyn kurz verängstigt aufgrunzend und beendete das Leben der armen Spinne mit einem Rückhandhieb gegen die Seitenwand des Stollens. Zum Ärger der Spinne hatte sie hier einen der wenigen Kaluren angerempelt der unter einer besonderen Art der Arachnophobie litt. Waren sie kleiner als er so verschreckten sie selbst Kaz!

Die Spinne verpuffte für ihre Gattung üblich mit einem kleinen "Bumm" an der Wand und lies etwas loses Gestein von der Wand rieseln. Als die Staubwolke sich legte kam etwas zum Vorschein welches die Kinnlade des Getwergelyn und seiner Begleiter beinahe auf den Boden des Stollens hinunterklappen lies.

  • Bild
Eine Ader größer und reiner als alles was Kaz bisher gesehen hatte. Dies musste der richtige Weg sein. Wild fuhr der Löffel des Getwergelyn nieder auf das Gestein um die neu entdeckte Chirmitader und legte des Rest des "Eisberges" frei. Nach stundenlanger Arbeit standen die Kaluren in einer ausgelöffelten Höhle in deren Mitte ein riesiges tränenförmiges Gebilde stand aus dem Adern in alle Himmelsrichtungen in die umliegenden Felswände sprossen. Kaz hatte sein Ziel erreicht. Er würde Belgrom holen müssen!

Verfasst: Donnerstag 18. August 2016, 22:54
von Gast
*etwas brummig stiefelte der Skilam Dar durch das Hauptquartier der Wühlerschaft und pulte ab und zu einige Moosklumpen aus seinen Haaren und seinen Bart. Während er in letzter Zeit die meiste Zeit schlief, hatte er in seiner aktiven Zeit vorallem seine Rüstung und Waffen sauber gehalten, während beim Schlafen dann das Moos in seine Haare gewachsen war. Etwas brummig schaute er die Berichte der Anwärter durch, als er mit einem Fluchen eine kleine Steintafel aufsetzte*

An die Anwärterschaft!


Etwas verspätet habe akh eure Berichte zum Begleitschutz des Wüstenvolkes-Herrschers vernommen obwohl akh selbst dabei war.
Damit habt ihr einen weiteren Punkt eurer Ausbildung abgeschlossen, doch diese ist bei weitem noch nor vorbei!

Strebt stets weiter nach Perfektion und ihr werdet schon bald einen weiteren Abschnitt erfüllt haben!


*darunter prangt die Unterschrift des Skilam Dars, das Zeichen der Wühlerschaft, sowie das eigene Siegel des Skilam Dars, ein Pilz in einem Bierglas*

Belgrom Skilam Dar Donnerfaust

Verfasst: Montag 29. August 2016, 17:53
von Kaz
Noch immer etwas angeschlagen vom gestrigen Unterricht begibt sich der Getwergelyn in einen der tieferen bereits kartographierten Stollen des Berges um in Stille über die erlernten Kenntnisse nachzudenken. Langsam schlendert er durch immer zwielichtiger werdende Gänge und Höhlen bis er schliesslich in eine Grotte gelangt von dessen Decke in regelmäßigen Abständen Wasser in einen kleinen untergründigen See tropft. Hier lässt der Getwergelyn bepackt mit etwas Bier, Käse und seiner von Belgrom überreichten Kerze nieder. Besagte Kerze ist mit einer kleinen unbeholfen aus einem alten Helm geformten Haube vor etwaigen Wasserspritzern und hinterhältigen Kerzenausbläsern geschützt.
Beiläufig nimmt der Kalure einige Steine vom Boden auf und lässt diese mehr oder minder gekonnt über die glatte Oberfläche des Gewässers titschen.
Schon lange zieht es ihn immer wieder in diese ruhigen Orte unter dem heiligen Berg. Hier hat er den Großteil seines Lebens verbracht und somit sind sie ein fester Teil von ihm geworden, obgleich sie auch Teil einer langen und beschwerlichen Reise getrennt von seinen Brüdern und Schwestern waren.
Immer wieder kehren die Gedanken aus wirren Sphären zurück zu seiner Knappschaft. Belgrom war wirklich ein guter Ausbilder. Die Kampftaktiken eines Wühlers würde er noch stark verinnerlichen müssen und ohne die Dornenrüstung waren einige der Techniken von minderem Erfolg gesprägt, doch die Übung bis ihm die Ehre zu teil werden würde eine solche Rüstung zu tragen sollte ihm nicht schaden um schlussendlich einen ebenso guten Krieger abzugeben wie sein Lehrmeister es war.

Doch die Taktikstunde gestern kam ihm auch jetzt schon zu Gute. Die Distanz zum Gegner verkürzen war die wichtigste Grundlage gewesen, doch sollte man auch gerade diese Distanz respektieren, denn aus ihr konnte der Gegner auch für einen stark gepanzerten Kaluren gefährliche Pfeile und Bolzen abschiessen. Hier kam der Schild aus dem heiligen Metall zum Einsatz, der den Kaluren vor eben diesen Gefahren vortrefflich zu schützen wusste wenn er richtig eingesetzt wurde.
Doch auch zum Angriff konnte man einen solchen Schild benutzen hatte Kaz gelernt. Ob mein einen Schlag damit ausführte um die Waffe des Kontrahenten zur Seite zu wischen oder einen Sturmangriff durchführte um den Gegner mit dem ganzen kalurischen Gewicht zu überrollen.
Bei jenem rückblickenden Gedanken wurde gleich ein Stück Käse in den kalurischen Magen befördert um das Kampfgewicht auf einem guten Stand zu halten.
Auch den Kampf gegen eine überlegene Anzahl an Gegnern hatten die Knappen gelernt. Die Lawinenformation in welcher der Gegner mit erhobenem Schild überrollte wurde war Teil der Übung gewesen, doch mussten sich die Knappen in einem Übungskampf dem Bickel Dar und Dworakh Donnerfaust geschlagen geben. Die beiden Kaluren waren eine echt Berreicherung für den Berg und die Kampfeskraft sollte den Brüdern und Schwester bestimmt noch zu Gute kommen.

Die Kerze entzündet in den Feuern der Ilmansunt gab ein spitzes Knistern von sich welches Kaz aus den Gedanken holte. Hektisch blickte der Kalure sich um, doch er befand sich ganz alleine in der Höhle. Langsam beschlich ihn die Vermutung das die Kerze ein Eigenleben in sich trug. Vielleicht waren die Seelen der früheren Wühlerknappen im Wachs der Kerze enthalten. Zumindest der Teil von ihnen der nicht in ihren Körpern lebte.
War so etwas möglich? Er machte sich auf seinen Bruder Geodiz oder Baznuk danach zu fragen.
Langsamen Schritten wanderte der Getwergelyn die Stollen wieder hinauf in den belebten Teil des Berges und nun war auch er wieder froh hier oben zu sein...

Verfasst: Donnerstag 8. September 2016, 18:25
von Kaz
Der heutige Abend sollte Cirmias gewidmet sein. Geodiz hatte sich angeboten dem jüngeren Getwergelyn in dieser Hinsicht auf die Sprünge zu helfen. Die Grundlagen des Cirmiasglaubens waren Kaz wie jedem Kaluren in die Wiege gelegt worden und vielleicht mehr unbewusst folgte er den wichtigen Grundsätzen seines Glaubens seit Kinderbeinen an.
Doch gab es noch tiefgründigere Informationen, welche die Khaz Aduir im Laufe der Jahrhunderte überlieferten.
Geodiz begann damit einige grundlegende Statuten der kleinen Gruppe Kaluren näher zu bringen.
Die Kaluren selbst waren der Beweis für das handwerkliche Geschick Cirmias und so auch ihrer selbst.
Seine Geschöpfe waren seit Urzeiten daran bedacht ihm auf die unterschiedlichsten Weisen zu huldigen. Ob es nun die ewige Vermehrung der Münzen war, der Handel mit anderen Völkern oder Genuss des Bieres.
Auch der Schutz des Berges und die meisterhafte Verarbeitung im Handwerk waren ein Zeichen mit dem jeder Kalure Cirmias pries.
Der weitere Abend handelte von den Runen.
Die Runen hatten eine ebenso lange Geschichte wie das Volk der Kaluren selbst. Sie waren frei von jedem Vokabular und konnten ganze Geschichten und Emotionen in einem einzigen Zeichen in sich vereinen.
So komplex wie sie waren so vielfältig waren sie auch und nur die wenigstens Kaluren konnten den Großteil der Runen deuten.
Auch für die Wühlerschaft hatten die Runen eine wichtige Bedeutung. Kaz hatte sie schon oft auf der Rüstung des alten Schlachtenheiligen gesehen, doch ihre Bedeutung hatte sich ihm bis jetzt entzogen.
Die Wühler benutzten sie um den göttlichen Beistand in der Schlacht hinzu zu bitten. Sie wurden vor der Schlacht mit Mithrillfarbe aufgemalt oder sogar in die Haut der Wühler tättoowiert. Auch seinen Lehrmeister Belgrom würden bald Runen schmücken die seine Verbundenheit und Wertschätzung zu Cirmias und seinem Volk ausdrücken sollten.

Verfasst: Freitag 16. September 2016, 15:58
von Kaz
Die letzten Tage waren für Kaz aufregender gewesen als er sie sich vorgestellt hatte. Er durfte miterleben wie Belgrom in den Rang des Kal Dar erhoben wurde und diese Zeremonie hatte er sich doch etwas anders vorgestellt. Immer noch war er davon ergriffen wie Belgrom erst aus seiner Rüstung geschmiedet wurde um die Runen des Kal Dar auf seinen Körper aufzubringen. Auch Kaz war in seine Rüstung hinein geschmiedet worden, doch das Gebilde welches sich um Belgroms Körper wand war eine bei weitem andere Hausnummer. Die Komplexität der Verbindungen der Rüstungen mit dem Körper des Wühlers war so hoch, das die Frage aufkam ob sie nicht ein zusätzlicher Körperteil geworden war. Umso schmerzhafter musste es für seinen Freund gewesen sein sie abzulegen und für einen Moment zu verlieren. Ungeschützt dastehend wie ein nackter Laib Käse auf dem Teller.
  • [img]http://fs5.directupload.net/images/160916/ic9jh492.jpg[/img]
Doch wurde ihm die Ehre zu Teil die Runen und den Grollzack des Kal Dar zu tragen und dafür waren die Schmerzen und die emotionales Abgründe welche Belgrom durchstand, sich aber nichts anmerken lies, nur ein fader Beigeschmack der schnell vergessen sein würde.
Als er sich zu den Anwesenden Brüdern und Schwestern umwand und den Dreizack erhob, den er vom Schlachtenheiligen überreicht bekommen hatte, konnte Kaz in seinen Augen lesen welche Mixtur an Gefühlen durch den Kopf seines Freundes ging. Es war eine große Ehre und Aufgabe die auf Belgrom zukam, aber diese würde er mit Leichtigkeit meistern.
Doch der Abend nahm noch eine Wendung mit der Kaz nicht gerechnet hatte. Belgrom erhob ihn als erste Amtshandlung des Kal Dar in den Stand des Khaz Rhukum. Geschockt und aufgewühlt von der Nachricht das dies auch am heutigen Abend passieren würde durchlief Kaz ruhiger als er wahrscheinlich sonst gewesen wäre die rituelle Prozedur.
Sein Haarschopf wurde vom Item Dar persönlich bis auf das letzte Haar dezimiert. Kein einziges Haar sollte die Glatze des Getwergelyn wieder durchstoßen bis er sich die Ehre verdient hatte dies wieder zuzulassen. Eine Rune und das Blut welches über seine Kopfhaut rann besiegelten die Aufgabe die nun vor Kaz lag. Wenn er sie nicht erfüllen konnte war sein Weg in Richtung der Wühler beendet und dies würde er niemals ertragen können...

Verfasst: Freitag 16. September 2016, 16:30
von Kaz
Kaum war Kaz damit fertig geworden welche Ehre ihm noch vor kurzen zu Teil geworden war, da kam schon den nächste Aufgabe von Belgrom ins Haus geflattert. Nunja mehr gewabert...Mittlerweile hatte sich eine regelrechte Pilzkultur vor der Behausung des frisch gebackenen Khaz Rhukum gebildet und sie gestattete es sich, die vom Kurzbart davor abgelegte Tafel eigensporig bei Kaz abzuliefern, welcher verdutzt die Tür öffnete und nur noch die Füsse des Kurzbartes auf dem alten Chirmit hörte. Dieser hatte sich schleunigst aus dem Staub gemacht als die Pilze ihm quasi gewaltsam die Tafel abgenommen hatten.
Naja erstmal waren die Pilze nicht so wichtig. Im Moment erwiesen sie sich ja sogar als nützlich.
Kaz sollte sich eine Möglichkeit ersinnen wie er auf dem Grunde des in der Mine befindlichen Gewässers nach seltenen submarinen Erzen Ausschau halten konnte.
Gar nicht so einfach...Hierbei traten bei ersten Versuchen mehrere Komplikationen auf:


  • Kaz schaffte es in etwa vier Bierkruglängen die Luft anzuhalten. Das war keine schlechte Leistung, aber auch nicht ausreichend um den Grund abzusuchen.
    Hier kam allerdings das nächste Problem zum tragen...Um den Grund abzusuchen musste er diesen erstmal erreichen. Ohne seine Rüstung stellte sich abtauchen als schwierig dar. Der wohl geformte Leib des jungen Kaluren hatte einfach zu viel Auftriebskraft...
    Die Rüstung als Gewicht würde er lieber nicht tragen. Die Arbeit sie wieder vom Wasser zu reinigen wollte er sich nicht antun und mit Rüstung bestand die Gefahr, dass der Getwergelyn für immer eine Statue auf dem Boden des Sees bilden würde.
    Die Probleme kombiniert strengten die Gehirnzellen des Getwergelyn so stark an, dass er es beinahe vergas seine stündliche Ration Bier zu sich zu nehmen während er in seinem Keller an allen möglichen unterschiedlichen Konstruktionen arbeitete, welche ihn die Aufgabe bewältigen lassen könnten.


Schon fast aus den Ohren qualmend zeichnete der Getwergelyn wie ihm Wahn eine Skizze auf eine große Steintafel. Dies sollte der nächste Versuch sein die Tiefen des Minensees zu erkunden und Boden zu betreten den wahrscheinlich noch nie ein Kalure zu vor (lebend!) betreten hatte.

  • [img]http://fs5.directupload.net/images/160916/cw6tkl83.jpg[/img]

Eine Steintafel mit dieser Skizze wurde umgehend an die unter dem Berg bekannten Tüftlerzwerge geschickt, welche sich kopfschüttelnd aber umgehend mit der ihnen zugeteilten Aufgabe befassten.

Verfasst: Dienstag 20. September 2016, 00:17
von Theaghan Graufels
*ein junger Kurzbart quetscht eine der dünnen Nachrichtentafeln in den Briefkasten des Rhukum. Die Zeilen sind sauber gemeiselt*

Cirmiâs Mâhal dixe Khaz Rhukum Kaz,

akh lade dar ein mûr aufzusuchen, nor zur Mampferei. Auk wenn akh sicherlig nok was hab. Dar bist eingeladen dôs Heilbuttkunde zu vertiefen und akh gewähre dar einen leichten Einblick in dôs höchst geheime Bierspagyrikerei von dôs Sippschaft. Selbstverständlig wûrst dar mûr einen Eid auf Cirmiâs schwören dôs Geheimnis zu wahren, mrâ.

Cirmiâs immer mit dar, auf freudiges bald!


Theaghan Graufels