Schemen, oh Schemen
Verfasst: Mittwoch 11. Mai 2016, 20:38
'Wo bin ich?'
'Wie... wie nur, bin ich hierher gekommen ?'
'Wer steht dort, mitten im dunklen Wald, verborgen zwischen Baum und Strauch?'
Braune, sanfte Locken hüllen Ihr lebloses Gesicht ein wie einen Mantel. Ein Kleid aus schwarzer, zarter Seide schmiegt sich eng an die milchige Haut und gleitet flüssig ihren Körper hinab, um mit Moos und Nebel zu verschmelzen. Die grauen Augen halten mich in ihren Bann gefangen. Ich kann mich ihnen nicht entreissen.... Diesen kalten, grauen Augen.
'Wer ist sie?'
'Woher nur kenne ich sie?'
''Achja... Heute Abend brachte ich Ihr Wasser und trocken Brot in den Kerker. ''
'Doch wieso ist Sie hier?'
'Wieso bin Ich hier?'
'Wieso... sind WIR hier?!'
Ihre Stimme so kalt und schneidend wie die glatte Klinge eines Schwertes. Geflüstert und vom stillen Wind zu mir getragen höre ich Sie, die bleichen Lippen bewegen sich tonlos.
''Hüte dich.''
Diese Worte... Zwei Worte die meine Welt erschüttern. Zwei Worte die wie Blitze aus Eis durch meinen Körper jagen.
'Warnen sie mich?'
'Und wenn ja, wovor warnen sie mich?'
Sprich mit mir... befreie mich von der schier endlosen Last. Gib sie mir... Die Antwort nach der ich mich schon so lange verzerre.
Wie oft habe ich sie schon in den vielen.... Waren es Monde? Oder gar Jahre in denen ich sie immer wieder vernommen habe? Diese Worte... welche meine Seele mit eisigen Griff umklammern. Immer und immer wieder kehre ich in diese stille, kalte Welt zuück, während die Welt um mich herum im Schlafe liegt. Ich tauche in ihr ein um den Sinn leerer Worte zu finden. Unbewusst... Sie ist jene die mich leitet, jene die mich stets begleitet. Auf Schritt und tritt. Doch ist es kein Traum in dem ich mich befinde. Nein... Das alles war real, IST real.
Kalter Schweiß bedeckt meine Haut. Alles um mich herum ist dunkel und kalt. Sitzt dort jemand? Dort, genau am Rande des Bettes? Blinzelnd blicke ich vorran, greife nach der Macht Krat'hors um das dunkel zu vertreiben, die meine Sicht verschlingt. Doch dort ist nichts. Wieder nur ein Hirngespinnst. Offenbar hat mich erneut Panik ergriffen. Darion hat seinen Griff um meinen Körper verstärkt. Sogar im Schlaf spürt er meine Unruhen. Darion... Er ist jener der die Bestie tief in mir besänftigt, die brodelnd aufzusteigen versucht und die Macht Krat'hors freisetzt, sobald meine Emotionen drohen mich zu überwältigen. Sogar jetzt.. während er sich tief im Schlaf befindet. Darion... Der Mann der meine schwarze und graue Welt in alle Farben taucht, wie ein Künstler der über eine leere Leinwand fährt und meine... nein, unsere Welt bunt erscheinen lässt. Der Prinz, der den jungen und unerfahrenen Blondschopf aus einer brodelnden, schweren Masse aus Furcht und Trostligkeit befreit hat.
Widerwillig löse ich mich von dem warmen, weichen Körper, um lautlos das Bett zu verlassen und mir eines der seidenen Kleider anzulegen. Barfuß gehe ich die Treppen hinauf, durchquere den Saal und schließe leise die Tür hinter mir, als ich das Haus verlasse. Wie benommen gehe ich ein paar Schritte. Durchlaufe das Waldstück, welches sich direkt hinter dem Haus befindet um mich alsbald auf das feuchte, weiche Moos zu setzen. Das Gefühl von Unbehagen sitzt noch immer tief in mir. Zwar meinte Bruder Fames, die Situation die ich ihm beschrieb, wäre kaum oder gar unmöglich. Doch wieso sonst sehe ich Sie? Diesen Geist? In welcher Verbindung stehe ich zu ihr?
''Bist du dir sicher das dein Verstand nicht noch immer angeschlagen ist und du dir Dinge... einbildest Schwester?''
''Deine Geschichte wiederspricht allem was ich über die Geisterwelt weiß Schwester. Geister sind rachsüchtig und eigendlich immer so verstandslos wie jene die ich grade ... herrauf beschworen haben so sie _einfach so_ auftauchen. Auch wiederspricht die Erfahrung im.. Sinn dennen die ich bei meinen zwei Besuchen in der Geisterwelt hatte... selbst in ihrer Welt bewegten sich ihre Lippen teilweise nur ohne das Worte höhrbar waren.''
Wie also ist es möglich? Wenn es doch nur eine Einbildung war, all die Jahre über, wieso fühlt es sich dann so wirklich an?
''Daher... ist es schlichtweg seltsam was dir passiert und ich kann dir nur sagen... das du vielleicht von etwas getäuscht wirst das sich als _Geist_ ausgibt oder sich... in deine Erinnerungen geschlichen hat und nun Personen daraus nutzt. Vielleicht ist es ein Geist... ja aber egal was für ein Wesen ... es ist immer fahrlässig, sogar leichtsinnig oder Dumm.. wenn man auf Wesen höhrt die nicht von dieser Welt stammen, denn sie haben andere Ziele als wir Lebenden. Die Geister dieser Welt sind nur hier.. weil sie den Weg ins Geisterreich... durch irgendwelche Umstände nicht finden konnten oder vor langer Zeit von.. Krathor gebunden wurden als seine Macht noch durch Alathara sehr wild über die Welt... verteilt wurde. Wirklich aus dem Geisterreich zurückkehren.. nunja wie gesagt, das ist schon für uns Schwer.. die wir noch einen Anker in dieser Welt haben.. für Geister ist es wohl um ein unermässliches... Schwieriger. Außerdem.. sind GEister für Gewöhnlich ehr _reisefaul_ da sie meist durch Erinnerungen.. an einen Ort an diesen Wiederkehren oder gar durch Rückstände ihres Lebens an einen.. Ort zurück kehren können oder gebunden sind. Daher wäre auch dieser Punkt ehr ein Indiz.. das es nicht die selbe Magierin ist, da sie wohl ehr in deiner Heimat erscheinen würde.''
Verwirrung gesellt sich zu der Beklommenheit die sich wie ein zarter Dunst in mir ausgebreitet hat. Irgendetwas stimmte nicht. Wenn Bruder Fames recht mit seinen Worten hat, frage ich mich umso mehr, was mich über die Jahre hinweg verfolgt. Welcher Ort um mich herum wabbert und noch mehr was dieses... 'etwas' von mir will. Fragen über Fragen die mich ohne Antworten zurück lassen. Doch nun ist die Zeit gekommen... Zeit um Antworten zu finden und sich endlich dem Elend zu entreissen, der mich wie ein Schatten begleitet.
Manch Nächte lag ich nieder
Denn aus der Dunkelheit da drang
Einst der Geiste, immer wieder
Um über mein Leid die Herrschaft zu erlang'
Doch so manches Mal
konnte ich mich wieder besinnen
Hatte doch ich die Wahl
diesem schrecklichen Unheil zu entrinnen
Kehrt Sie alsbald zu mir zurück
Auch heute ist sie wieder da
Zerrt sie doch an dem wenig Glück
Das nie mein eigen war
Im dunkeln kehrt sie wieder
In der Nacht sie wühlt in mir
Reißt mich zu Boden nieder
So still und eisig hier
Still der Geist den ich muss tragen
Tief in mir wohl jede Nacht
Schwarze Schwingen die mich umgarnen
Krächzt der Rabe , gib Acht, gib Acht!
'Wie... wie nur, bin ich hierher gekommen ?'
'Wer steht dort, mitten im dunklen Wald, verborgen zwischen Baum und Strauch?'
Braune, sanfte Locken hüllen Ihr lebloses Gesicht ein wie einen Mantel. Ein Kleid aus schwarzer, zarter Seide schmiegt sich eng an die milchige Haut und gleitet flüssig ihren Körper hinab, um mit Moos und Nebel zu verschmelzen. Die grauen Augen halten mich in ihren Bann gefangen. Ich kann mich ihnen nicht entreissen.... Diesen kalten, grauen Augen.
'Wer ist sie?'
'Woher nur kenne ich sie?'
''Achja... Heute Abend brachte ich Ihr Wasser und trocken Brot in den Kerker. ''
'Doch wieso ist Sie hier?'
'Wieso bin Ich hier?'
'Wieso... sind WIR hier?!'
Ihre Stimme so kalt und schneidend wie die glatte Klinge eines Schwertes. Geflüstert und vom stillen Wind zu mir getragen höre ich Sie, die bleichen Lippen bewegen sich tonlos.
''Hüte dich.''
Diese Worte... Zwei Worte die meine Welt erschüttern. Zwei Worte die wie Blitze aus Eis durch meinen Körper jagen.
'Warnen sie mich?'
'Und wenn ja, wovor warnen sie mich?'
Sprich mit mir... befreie mich von der schier endlosen Last. Gib sie mir... Die Antwort nach der ich mich schon so lange verzerre.
Wie oft habe ich sie schon in den vielen.... Waren es Monde? Oder gar Jahre in denen ich sie immer wieder vernommen habe? Diese Worte... welche meine Seele mit eisigen Griff umklammern. Immer und immer wieder kehre ich in diese stille, kalte Welt zuück, während die Welt um mich herum im Schlafe liegt. Ich tauche in ihr ein um den Sinn leerer Worte zu finden. Unbewusst... Sie ist jene die mich leitet, jene die mich stets begleitet. Auf Schritt und tritt. Doch ist es kein Traum in dem ich mich befinde. Nein... Das alles war real, IST real.
Kalter Schweiß bedeckt meine Haut. Alles um mich herum ist dunkel und kalt. Sitzt dort jemand? Dort, genau am Rande des Bettes? Blinzelnd blicke ich vorran, greife nach der Macht Krat'hors um das dunkel zu vertreiben, die meine Sicht verschlingt. Doch dort ist nichts. Wieder nur ein Hirngespinnst. Offenbar hat mich erneut Panik ergriffen. Darion hat seinen Griff um meinen Körper verstärkt. Sogar im Schlaf spürt er meine Unruhen. Darion... Er ist jener der die Bestie tief in mir besänftigt, die brodelnd aufzusteigen versucht und die Macht Krat'hors freisetzt, sobald meine Emotionen drohen mich zu überwältigen. Sogar jetzt.. während er sich tief im Schlaf befindet. Darion... Der Mann der meine schwarze und graue Welt in alle Farben taucht, wie ein Künstler der über eine leere Leinwand fährt und meine... nein, unsere Welt bunt erscheinen lässt. Der Prinz, der den jungen und unerfahrenen Blondschopf aus einer brodelnden, schweren Masse aus Furcht und Trostligkeit befreit hat.
Widerwillig löse ich mich von dem warmen, weichen Körper, um lautlos das Bett zu verlassen und mir eines der seidenen Kleider anzulegen. Barfuß gehe ich die Treppen hinauf, durchquere den Saal und schließe leise die Tür hinter mir, als ich das Haus verlasse. Wie benommen gehe ich ein paar Schritte. Durchlaufe das Waldstück, welches sich direkt hinter dem Haus befindet um mich alsbald auf das feuchte, weiche Moos zu setzen. Das Gefühl von Unbehagen sitzt noch immer tief in mir. Zwar meinte Bruder Fames, die Situation die ich ihm beschrieb, wäre kaum oder gar unmöglich. Doch wieso sonst sehe ich Sie? Diesen Geist? In welcher Verbindung stehe ich zu ihr?
''Bist du dir sicher das dein Verstand nicht noch immer angeschlagen ist und du dir Dinge... einbildest Schwester?''
''Deine Geschichte wiederspricht allem was ich über die Geisterwelt weiß Schwester. Geister sind rachsüchtig und eigendlich immer so verstandslos wie jene die ich grade ... herrauf beschworen haben so sie _einfach so_ auftauchen. Auch wiederspricht die Erfahrung im.. Sinn dennen die ich bei meinen zwei Besuchen in der Geisterwelt hatte... selbst in ihrer Welt bewegten sich ihre Lippen teilweise nur ohne das Worte höhrbar waren.''
Wie also ist es möglich? Wenn es doch nur eine Einbildung war, all die Jahre über, wieso fühlt es sich dann so wirklich an?
''Daher... ist es schlichtweg seltsam was dir passiert und ich kann dir nur sagen... das du vielleicht von etwas getäuscht wirst das sich als _Geist_ ausgibt oder sich... in deine Erinnerungen geschlichen hat und nun Personen daraus nutzt. Vielleicht ist es ein Geist... ja aber egal was für ein Wesen ... es ist immer fahrlässig, sogar leichtsinnig oder Dumm.. wenn man auf Wesen höhrt die nicht von dieser Welt stammen, denn sie haben andere Ziele als wir Lebenden. Die Geister dieser Welt sind nur hier.. weil sie den Weg ins Geisterreich... durch irgendwelche Umstände nicht finden konnten oder vor langer Zeit von.. Krathor gebunden wurden als seine Macht noch durch Alathara sehr wild über die Welt... verteilt wurde. Wirklich aus dem Geisterreich zurückkehren.. nunja wie gesagt, das ist schon für uns Schwer.. die wir noch einen Anker in dieser Welt haben.. für Geister ist es wohl um ein unermässliches... Schwieriger. Außerdem.. sind GEister für Gewöhnlich ehr _reisefaul_ da sie meist durch Erinnerungen.. an einen Ort an diesen Wiederkehren oder gar durch Rückstände ihres Lebens an einen.. Ort zurück kehren können oder gebunden sind. Daher wäre auch dieser Punkt ehr ein Indiz.. das es nicht die selbe Magierin ist, da sie wohl ehr in deiner Heimat erscheinen würde.''
Verwirrung gesellt sich zu der Beklommenheit die sich wie ein zarter Dunst in mir ausgebreitet hat. Irgendetwas stimmte nicht. Wenn Bruder Fames recht mit seinen Worten hat, frage ich mich umso mehr, was mich über die Jahre hinweg verfolgt. Welcher Ort um mich herum wabbert und noch mehr was dieses... 'etwas' von mir will. Fragen über Fragen die mich ohne Antworten zurück lassen. Doch nun ist die Zeit gekommen... Zeit um Antworten zu finden und sich endlich dem Elend zu entreissen, der mich wie ein Schatten begleitet.
Manch Nächte lag ich nieder
Denn aus der Dunkelheit da drang
Einst der Geiste, immer wieder
Um über mein Leid die Herrschaft zu erlang'
Doch so manches Mal
konnte ich mich wieder besinnen
Hatte doch ich die Wahl
diesem schrecklichen Unheil zu entrinnen
Kehrt Sie alsbald zu mir zurück
Auch heute ist sie wieder da
Zerrt sie doch an dem wenig Glück
Das nie mein eigen war
Im dunkeln kehrt sie wieder
In der Nacht sie wühlt in mir
Reißt mich zu Boden nieder
So still und eisig hier
Still der Geist den ich muss tragen
Tief in mir wohl jede Nacht
Schwarze Schwingen die mich umgarnen
Krächzt der Rabe , gib Acht, gib Acht!