[Mitmach-Thread] Von Ritualen und Akademieruinen
Verfasst: Sonntag 8. Mai 2016, 21:20
Früh am morgen saß er auf einem kleinen Hügel vor Bajard und blickte niedergeschlagen auf das, was von der Academia Arcana übrig geblieben war herüber.
Eigentlich hatte er sich den Verlauf der nächsten Wochen anders vorgestellt. Nach seiner Prüfung zum Discipulus - und dem damit vorübergehend entfallenden Lernaufwand, der ihn die letzten Wochen so gut wie nur in der Bibliothek hocken ließ - hatte er Pläne gehabt. Ein Umtrunk mit allen Schülern, vor allem mit den neu in die Arcana dazu gestoßenen Erwachten, damit sich die Leute etwas näher kennen lernten und um den Abschluss des Semesters zu feiern. In der Woche darauf vielleicht erste Diskussionsrunden und praktische Übungen für die neuen Scolaren, um sie etwas besser auf das kommende Semester vorzubereiten. Kleine, unbedeutende Pläne, aber es wäre zumindest ein Anfang gewesen.
Durch das Ritual entstanden jedoch leichte Abweichungen in der Planung. Es war keinen vollen Tag her - genauer gesagt geschah es am gestrigen Abend - dass ihn eine Irritation im Lied grobschlächtig in der Reiseebene aufschrecken ließ. Gerade eben hatte Magus Lemo einen der Sphärenrisse genommen, um seiner Wege zu gehen, als er die Erschütterung vernahm.
Es war wie ein Beben, nein, ein Gewitter, welches das Lied durchzog, und der Ursprung schien aus Richtung Varuna herzurühren. Er 'sprang' aus einem nahegelegenen Riss, vollzog ein eiliges Beschwörungsritual und war dann auch schon in vollem Galopp unterwegs, der Spur zu folgen, ausgerüstet in einfachem Leder. In Varuna selbst war jedoch nichts außergewönliches vorzufinden, außer einem Druiden und einem Trupp Letharen, die ebenso die Erschütterung im Lied gespürt hatten.
Also führte ihn sein Weg zur Arcana, wo bereits eine Gruppe aus Akademiemagiern, dem Praeceptor des Konzils und einem Druiden ihr weiteres Vorgehen planten; nebenbei bot sich ihm der neue Baustil der Arcana im altmodischen Ruine-durch-große-magische-Explosionen-Stil.
Er schüttelte sein aufkommendes Entsetzen, das leicht in Richtung Panik schwappen könnte, beiseite und konzentrierte sich darauf, der Gruppe zur Hand zu gehen, soweit er konnte. Ein Pentagramm wurde gezeichnet und die Matriarchin, der Praeceptor und Venefica Wimest durchsuchten die Insel in einem Ritual nach Spuren des Schattenwesens, glaubte Varc zumindest, der von der ganzen Sache nur die Hälfte mitbekam.
Während die drei Körper der Magier ohne ihren Geist dastanden, kam die Gruppe der Letharen, die er vor Varuna bereits angetroffen hatte, geradewegs auf sie zu. Er überlegte sich, wie es ausgehen würde wenn die Letharen bemerkten, dass der Praeceptor des Konzils gerade einen wehrlosen Körper hatte, und eilte schnell in ihre Richtung in dem Versuch sie respektvoll und diplomatisch über die Tatsache zu informieren, dass hier gerade ein Ritual der Arcana durchgeführt wurde und so Zeit zu gewinnen. Es war nicht unbedingt Nächstenliebe dem Praeceptor gegenüber, jedoch wäre ein verstümmelter Körper während einer mentalen Reise ein Schicksal das er niemandem wünscht. Wie sich heraus stellte, waren die Letharen der Spur im Lied gefolgt, die geradewegs hierher führte, und bestanden darauf zu bleiben, um das Ergebnis des Rituals zu erfahren. Nach kurzem Warten kehrten die drei Magier aus ihrer Reise zurück, offenbar erfolglos und mit spürbar schlechter Laune, was vermutlich mit dem materiellen Zustand der Arcana zusammen hing. Die Matriarchin ließ die Letharen stehen und beorderte sie auf das Arcana-Gelände. Unterm Strich hatte das Ritual in Varuna fehlgeschlagen, das Schattenwesen hatte sich gerächt und die Arcana gesprengt. Die Anweisung der Matriarchin, die Schüler sollten bis auf weiteres entweder im Konzil oder dem Orden unterkommen, dröhnte immer noch in seinen Ohren und es kamen Zweifel auf, ob die Arcana in absehbarer Zeit wieder hergerichtet, geschweige denn für die Lehre genutzt werden konnte.
Nun hockte er hier im Gras und überlegte sich, wie er das Schreiben an den Orden formulieren sollte.
Eigentlich hatte er sich den Verlauf der nächsten Wochen anders vorgestellt. Nach seiner Prüfung zum Discipulus - und dem damit vorübergehend entfallenden Lernaufwand, der ihn die letzten Wochen so gut wie nur in der Bibliothek hocken ließ - hatte er Pläne gehabt. Ein Umtrunk mit allen Schülern, vor allem mit den neu in die Arcana dazu gestoßenen Erwachten, damit sich die Leute etwas näher kennen lernten und um den Abschluss des Semesters zu feiern. In der Woche darauf vielleicht erste Diskussionsrunden und praktische Übungen für die neuen Scolaren, um sie etwas besser auf das kommende Semester vorzubereiten. Kleine, unbedeutende Pläne, aber es wäre zumindest ein Anfang gewesen.
Durch das Ritual entstanden jedoch leichte Abweichungen in der Planung. Es war keinen vollen Tag her - genauer gesagt geschah es am gestrigen Abend - dass ihn eine Irritation im Lied grobschlächtig in der Reiseebene aufschrecken ließ. Gerade eben hatte Magus Lemo einen der Sphärenrisse genommen, um seiner Wege zu gehen, als er die Erschütterung vernahm.
Es war wie ein Beben, nein, ein Gewitter, welches das Lied durchzog, und der Ursprung schien aus Richtung Varuna herzurühren. Er 'sprang' aus einem nahegelegenen Riss, vollzog ein eiliges Beschwörungsritual und war dann auch schon in vollem Galopp unterwegs, der Spur zu folgen, ausgerüstet in einfachem Leder. In Varuna selbst war jedoch nichts außergewönliches vorzufinden, außer einem Druiden und einem Trupp Letharen, die ebenso die Erschütterung im Lied gespürt hatten.
Also führte ihn sein Weg zur Arcana, wo bereits eine Gruppe aus Akademiemagiern, dem Praeceptor des Konzils und einem Druiden ihr weiteres Vorgehen planten; nebenbei bot sich ihm der neue Baustil der Arcana im altmodischen Ruine-durch-große-magische-Explosionen-Stil.
Er schüttelte sein aufkommendes Entsetzen, das leicht in Richtung Panik schwappen könnte, beiseite und konzentrierte sich darauf, der Gruppe zur Hand zu gehen, soweit er konnte. Ein Pentagramm wurde gezeichnet und die Matriarchin, der Praeceptor und Venefica Wimest durchsuchten die Insel in einem Ritual nach Spuren des Schattenwesens, glaubte Varc zumindest, der von der ganzen Sache nur die Hälfte mitbekam.
Während die drei Körper der Magier ohne ihren Geist dastanden, kam die Gruppe der Letharen, die er vor Varuna bereits angetroffen hatte, geradewegs auf sie zu. Er überlegte sich, wie es ausgehen würde wenn die Letharen bemerkten, dass der Praeceptor des Konzils gerade einen wehrlosen Körper hatte, und eilte schnell in ihre Richtung in dem Versuch sie respektvoll und diplomatisch über die Tatsache zu informieren, dass hier gerade ein Ritual der Arcana durchgeführt wurde und so Zeit zu gewinnen. Es war nicht unbedingt Nächstenliebe dem Praeceptor gegenüber, jedoch wäre ein verstümmelter Körper während einer mentalen Reise ein Schicksal das er niemandem wünscht. Wie sich heraus stellte, waren die Letharen der Spur im Lied gefolgt, die geradewegs hierher führte, und bestanden darauf zu bleiben, um das Ergebnis des Rituals zu erfahren. Nach kurzem Warten kehrten die drei Magier aus ihrer Reise zurück, offenbar erfolglos und mit spürbar schlechter Laune, was vermutlich mit dem materiellen Zustand der Arcana zusammen hing. Die Matriarchin ließ die Letharen stehen und beorderte sie auf das Arcana-Gelände. Unterm Strich hatte das Ritual in Varuna fehlgeschlagen, das Schattenwesen hatte sich gerächt und die Arcana gesprengt. Die Anweisung der Matriarchin, die Schüler sollten bis auf weiteres entweder im Konzil oder dem Orden unterkommen, dröhnte immer noch in seinen Ohren und es kamen Zweifel auf, ob die Arcana in absehbarer Zeit wieder hergerichtet, geschweige denn für die Lehre genutzt werden konnte.
Nun hockte er hier im Gras und überlegte sich, wie er das Schreiben an den Orden formulieren sollte.