Facetten
Verfasst: Donnerstag 3. März 2016, 00:38
Erziehung ist etwas was in einem haftet, was einem die Wege einmal leichter und einmal schwerer gehen lässt. Hier und da wird das ein oder andere Hindernis viel größer wirken als es vielleicht ist, aber nur, weil die eigene Denkweise es zu etwas größerem macht. Der Mensch entwickelt sich durch die Einflüsse welche ihn formen, wie das Wasser, welches die Steine und Erde formt zu Bächen, Flüssen oder Seen.
So ist jede Seele individuell und jeder Mensch hat seinen ganz eigenen Weg. Ab und an verbringt man gemeinsam ein Stück des Weges ehe die nächste Abzweigung schon verweilend um die Ecke wartet um in neue Lande aufzubrechen. Wohin uns jene Wege führen? Wer weiß das schon?
Ihr Weg hat sie nun voran gebracht, weiter in die Stadt hinein, weiter zu den Menschen hin, weiter in eine Gemeinschaft hinein und sie fühlt sich wohl. Ihr Weg führt sie also in eine Richtung welche gänzlich in eine Tiefe hinein geht was ihren Glauben, ihr Wesen und ihre Formung angeht. Es wird Veränderung mit sich bringen, wer weiß ob sie noch lange in Junkernsteyn verweilt. Aber will sie dort weg? Sie mag die Stille und die Natur dort, sie mag es direkt bei ihrer Tante zu leben und die Ruhe dort auf sich wirken lassen zu können. Sie mag es das sie ohne unter stetiger Beobachtung des Nachts noch einen Ritt mit Abraxas tätigen kann oder Kräuter in der Nacht sammeln kann. Auch wenn sie das schon eine ganze Weile nicht mehr so oft macht wie zuvor. Sie mag ihre Nachbarn welche stets freundlich grüßend vorbei schlendern, die Nähe zu dem Volk der Thyren, Berchgard, den Hallen der Zwerge. Ja, Junkernsteyn ist ein Dreh und Angelpunkt in ihrem Leben, nicht nur weil es viele Wege birgt, nein auch weil dort viel ist was sie hält.
Gegensätzliches. - Wenn wir einander gut gesinnt sind, verbinden uns sogar gegensätzliche Meinungen und Ansichten. -
Manchmal merkt man erst spät das man gemeinsame Wege nicht erzwingen kann, viel wichtiger ist, dass man einander stützt auf den kurzen Wegen die man gemeinsam beschreitet und sich nicht aus den Augen verliert wenn jene Wege sich scheiden. Stets so, dass jene Person mit einem Licht im inneren auch den Weg im Dunkeln noch finden mag, oder aber aus der Dunkelheit heraus, falls dies einmal der Fall sein sollte.
Was sie nicht hofft.
Nun war es so gekommen, gewusst haben beide es, die Wege zu unterschiedlich, die Gedanken einander aber doch auf ihre eigene Art und Weise gleich.
So war die Entscheidung nicht einfach, nicht wegen der Fakten sondern wegen dem was die Wärme des Gefühls gibt. Beide. Der eine Weg gab die Zukunft mit allem was sie lebte und liebte, eine Zukunft in der ein jeder seine Entfaltung fand. Der andere Weg, gab nicht genug Nährboden das beide Bäume in ihrer Pracht erwachsen könnten, einer jener Bäume würde verkümmern.....würde verdorren und irgendwann faulen. Eluive liebt all ihre Kinder gleich, jeder sollte seine Entfaltung finden, keiner sollte verhindert werden darin.
Ein Vogel muss das fliegen lernen, nur wenn er die luftigen Winde in seinem Gefieder spürt wird er das Leben in all seinen Facetten zu lieben lernen.