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Ereignisse im Heiligen Wald

Verfasst: Montag 10. April 2006, 18:18
von Zator A´kinar
Müde ob des langen Weges liess der Wanderer seine Habseligkeiten am Fuße des Bergmassivs sinken. Dann kniete der sich neben dem prall gefüllten Rucksack nieder und zog eine Machete aus der aufgenähten Scheide. Langsam ging er zu dem nahen Baum, sammelte trockenes Holz vom Boden und schlug einige tief hängende Äste ab. Sauber stapelte er das Holz auf den Boden und bemühte sich einige Momente, eine kleine Feuerstelle herzurichten. Dazu grub er eine kleine Grube und legte einige Steine darum.

Nur kurze Zeit später flackerte ein kleines Feuer, an diesem sitzend eine in einen Mantel gehüllt Gestalt. Geduldig wendete sie wieder und wieder das Rehfleisch über der Hitze des Feuers bis es auf beiden Seiten gleichmässig braun war. Hungrig war der Mann, mochte es den Anschein haben, denn kaum waren die Stücken vom Feuer, biß der Mann in das noch dampfend heisse Fleisch und hatte schnell die Mahzeit beendet. Langsam brannte das Holz hernieder bis nur noch die Glut in einem feurigen Rot loderte, in welche der Wanderer gedankenverloren schaute, bis ihm die Augen zufielen.

Vom Wald her trabte eine Reiter heran, besah die Lichtung und die Feuerstelle und auch die zusammengesunkenen Gestalt, jedoch schwieg.

Der Wanderer blinzelte als er vom kurzen Schlaf in die Wirklichkeit zurückfand, seine Sinne sagten ihm, daß er nicht allein wäre und so sprang er auf die Beine und ergriff den Griff seiner Waffe. Ein kurzer Blick zu dem Reiter, ein längerer Blick in de Wald, der die Lichtung umgab. Der Reiter schien allein zu sein und so wandte sich der Blick des Wanderers wieder diesem zu, worauf er anfing zu reden:

"Dies ist der Heilige Wald, ein Feuer hier zu entzünden ist verboten. Es könnte sich auf den ganzen Wald ausbreiten"

Er schien wohl recht aufgebracht. Der Wanderer nahm die Hand von der Waffe, sah sich um und erwiederte in ruhigem Ton.

"Seht her Fremder, eine Grube habe ich ausgehoben und Steine verhindern, daß das Feuer ausbricht. Ich nächtige immer in den Wäldern und nie ist einer in Flammen aufgegangen. Ich benötigte etwas Ruhe und ein warmes Mahl."

Der Reiter wischte die Bemerkung mit einer Handbewegung weg und erneuerte seine Forderung, daß Feuer zu löschen und den Wald zu verlassen.

"Ich gebe Euch Speis' und Trank, doch löscht das Feuer und verlasst den Wald."" sprach er fordernd.

"Weder benötige ich Almosen noch Euer Mahl, gibt mir doch der Wald all jenes, was ich benötige. Doch setzt Euch zu mir und habt Teil an der Wärme des Feuers."

Wieder schien der Berittene von diesen Worten nichts wissen zu wollen. Mit energischer Stimme wiederholte er seine Aufforderung das Feuer zu löschen. Der Wanderer schien kurz mit sich zu hadern, dann tat er etwas Erde auf die Glut, sammelte seine Habseligkeiten ein und ging wortlos an dem Reiter vorrüber. Nur einige Schritte war er gelaufen, da hörte er die Stimme des Reiters hinter sich ertönen:

"Die ist ein heiliger Wald, sucht Euch einen anderen für Euer Lager."

Kurz blieb der Wanderer stehen, holte tief Luft und murmelte leise:

"Wie oft muss ich derlei Worte noch vernehmen, bevor ich eine Heimat mein Eigen nennen kann."

Mit diesen Worten ging er langsam weiter zur Grenze des Waldes.


Einige Stunden später...

Wieder stand der Wanderer vor dem Wald, aus dem resignierten Gesichtsausdruck war ein kämpferischer geworden. Zielstrebig ging der in einen Umhang gehüllte Mann zurück zu dem Lagerplatz und sagt leise ein einziges Wort, bevor er sich erneut daran machte ein Feuer zu entfachen:

"HEIMAT"

Verfasst: Montag 10. April 2006, 20:19
von Argos Hinrah
Ahnungslos Ritt Argos vom Markt Heim nach Grimwould...

Plötzlich sah er ein mattes Flackern im dichten Nabel des Waldes, neugierig wie Argos ist Ritt er dort hin um das Sache nach zu gehen.
Der Anblich der sich ihm dort zu Erkannen gab erboste ihm bis auf's Mark.

Ein Mann lag im Nebelwald, dem Wald den der Clan Hinrah schwor zu schützen, auf dem Boden neben ihm ein berennedes Feuer.
Das Feuer hätte trotz der Steine rings herum und dem loch wo es drin lag problemlos weiterspringen können.

Doch als der Mann aus seinem Schlaf erwäckt und seine Hand an den knauf seinen SChwertes, tat Argos das gleiche und lag seine Hand an den Knauf der mächtigen Nordmannsklinge, jedenmoment bereit sie zu ziehen und den Wanderer mit Gewallt aus dem Wald zu zerren.

Angeblich hatte der Wanderer nichts zu Essen und auch keine Herberge für die Nacht. So bot Argos ihm an einige Goldmünzen zu gaben damit er in einer Herbere übernachten kann. Doch der Mann lehnte ab und verharrte darauf in diesem Wald zu übernachten.
Argos hub drohent die Stimme an und schließlich stapfte der Wanderer das Feuer aus und zug davon.

In der letzten Zeit sind immer mehr Leute unerlaubt in diesem Wald unterwegs, er würde in den nächsten Tagen immer mal wieder einige Rundgänge durch den Wald machen um nach dem rechten zu schauen.
Doch sollte sicher Falk, sein Jarl, davon erfahren das in dem Wald immr mehr Unwürdige Menschen ihr unwesen treiben.

Verfasst: Dienstag 11. April 2006, 11:39
von Zator A´kinar
Die Nacht im Wald verlief ruhig und als Zator mit den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne seine Augen öffnete wurde ihm zum ersten Mal bewußt, wie friedlich diese Lichtung doch war. Im morgendlichen Nebel schienen die Sonenstrahlen greifbar und fast schon, als wäre ein Gott persönlich für dieses Schauspiel verantwortlich. Kaum hatte er diesen Gedanken, schalt sich der Wanderer gleich darauf einen Narren.

"Götter...." sagte er abfällig, blieb jedoch ob des schönen Schauspiels am Felsen gelehnt sitzen.

Mit einem Rascheln trat ein plötzlich eine Rehkuh aus dem Unterholz, schaute sich wachsam um ging dann langsam weiter. Keine zehn Fuß vom Wanderer entfernt fing es an zu grasen. Mit dem Gedanken an Rehfleisch glitt seine Hand langsam zum Griff der Machete. Immer wieder hob das Reh den Kopf und schaute sich um, doch der Wanderer schien geduldig und geübt in der Jagd. Seine Finger schlossen sich um den hölzernen Griff der Waffe und jeder Muskel seines Körpers spannte sich.

In diesem Moment raschelte es erneut im Unterholz und ein Rehkalb trat noch unsicher auf den Beinen hervor. Es hob leicht den Kopf und röhrte etwas, bevor es mit grotesk anmutenden Schritten zu seiner Mutter lief. Der Wanderer entspannte sich, der Griff um die Waffe lockerte sich und aus dem Jäger war nun ein stiller Beobachter geworden. Einige Zeit verging, in der Kuh und Kalb das saftige Gras frassen. Dann verschwanden sie beinahe lautlos im Wald.

Ein Lächeln umspielte den Mund des Wanderers, als er sein Hab und Gut in eine Höhle unter einem Baum versteckte und mit etwas Reisig tarnte. Es war kein gutes Versteck, ein geübtes Auge würde es sofort erkennen, doch der Wanderer hatte nicht vor lange wegzubleiben. Er wollte lediglich seine Umgebung erkunden. Und schon wenige Augenblicke später lief er geduckt durch den sonderbaren Wald.

Verfasst: Dienstag 11. April 2006, 23:06
von Zator A´kinar
Am selben Tage, einige Stunden später zog der Nebel, welcher in den Bäumen hing dichter zusammen. Es schien, als würden Baum udnd Strauch zu Leben erwachen. Der Wind liess die Büsche rascheln, war es der Wind? Der Regen peitschte unaufhörlich in dicken Tropfen vom Himmel. Diese andere Seite dieses Ortes wahrnehmend, suchte der Wanderer seine Habseligkeiten zusammen und begab sich erneut auf die Wanderung. Dies war keine Heimat für ihn, wurde ihm bewußt.