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Wer ruft den Wasserfall?

Verfasst: Donnerstag 4. Februar 2016, 04:35
von Gandurin
Leise ist das Knistern des brennenden Holzes zu vernehmen, welches im Kamin langsam von den Flammen verzehrt wird und in den Raum Wärme abstrahlt. Grübelnd sitzt Gandurin davor und lässt seinen Blick immer wieder direkt in das Flackern und das Rankenspiel des Feuers abschweifen.

In seinen Gedanken gehen verschiedenste Fragen herum. Fragen denen er sich erst kürzlich ausgesetzt sieht und mit welchen er sich zuvor noch nicht befasst hatte. Was hatten diese Wesen, diese Diener vor? Was ist ihr nächster Schritt? Und warum treiben sie überhaupt derart unbehelligt ihr Unwesen? In jüngster Zeit begegnete er ihnen immer häufiger und es war besorgniserregend.

Da sie sich in der wahrhaftigen Finsternis bewegten war es schwer sie überhaupt auszumachen. Sie im Lied zu spüren oder gar zu erkennen war ihm bisweilen kaum möglich. Es muss etwas anderes sein, was seine unheilige Hand über sie hielt und ihnen die Dunkelheit spendete, in welcher sie sich unbemerkt bewegen konnten. Etwas unheiliges.. es konnte nichts gutes sein. Der Gedanke daran lies eine Mischung verschiedenster Emotionen in ihm aufkommen.

Es war bereits eine längere Zeit vergangen seit dem Eluive ihn zuletzt auf ihre Art und Weise prüfte und eine noch längere Zeit, seit dem sie ihn zur Bruderschaft führte, doch irgentwie konnte er das Gefühl nicht loswerden, dass die eigentlichen Prüfungen noch vor ihm lagen und darauf warteten von ihm passiert zu werden. Er hat sich in den letzten Jahren intensiv der Lehre eines Druiden hingegeben und erkannt, das die Lehre vermutlich niemals richtig enden wird. Magie, Elemente, Schöpfungen, Leben, Eluive und der alles einende natürliche Kreislauf. Er hatte nie gewagt zu Glauben, dass ihm einmal so tiefe Einblicke von der Mutter gewährt werden. Das ihm so viel Wissen über die uralten Geheimnisse und Rituale der Druiden zuteil werden würde. Aber dies ging untrennbar mit einer großen Verantwortung einher. Dem einzig verschriebenen Ziel die Schöpfung der Mutter zu schützen und das Gleichgewicht des immerwährenden Kreislauf des Lebens zu wahren. Und diese Verantwortung lies mehr und mehr das Gefühl einer sich anbahnenden Bedrohung aufkommen. Es beschleicht ihn schon seit der ersten Begegnung mit einem dieser Diener.

Und eines steht fest.. er muss der Sache intensiver auf den Grund gehen.