Seite 1 von 3

[La Cabeza/ Piraten-Quest] Gezeitenwende

Verfasst: Montag 18. Januar 2016, 15:55
von Der Erzähler
Siegelbruch


Zart erwachte der junge Morgen auf der Insel. Rot und fern spiegelte sich der Schein der Wintersonne auf dem glatten Meer, einige Möwen zogen krächzend durch die salzgeschwängerte Luft. Die Stadt lag verwaist, nur zwei Trunkenbolde, die sich offenbar selbstvergessen vergnügt hatten, stolperten krakeelend aus dem Minfays. Ihre Rumflaschen schwenkend stimmten sie ein schiefes Lied an: "Irgendwo im fremden Land, ziehen wir durch Stein und Sand. Fern von zuhaus und vogelfrei, hundert Mann, und ich bin dabei..." Sie lachten beschwingt, als ihnen der Rest des Liedes nicht einfallen wollte und zogen lärmend zu ihrem Heim. In einer Seitengasse lag zusammengerollt ein fetter Matrose und schnarchte lautstark, die leeren Flaschen um ihn kündeten von einer durchzechten Nacht. Eine Börse hatte er schon lange nicht mehr. Reglos lag die Toro de la Muerte vor Anker, kein Wachmann, kein Matrose, kein Mannschaftsmitglied war an Deck zu sehen. Der Rand um die Kisten und Fässer waren verkrustet vom Salzwasser, die Kanonen spröde und trocken.
So verging der Vormittag, der Mittag, zum frühen Nachmittag zeigten sich dann einige Menschen auf den Straßen, doch waren es nur wenige auf der Insel ansässige Handwerker, die tatsächlich einem Tagwerk nachgingen. Eine kleine Gruppe von Matrosen machte sich auf den Weg zum Strand, um dort die ersten Rumflaschen des Tages zu köpfen und sich gegenseitig mit anzüglichen Geschichten über die leichten Mädchen von La Cabeza zu unterhalten. Eine freizügig bekleidete Frau gab einem nackten Mann einen Tritt zur Tür hinaus, sodass er auf dem verdreckten Boden der Gasse landete und beschimpfte ihn lautstark als "untreuen Hurensohn, der hoffentlich die Feigwarzen bekäme". Zwei Frauen wanderten an der Szenerie vorbei und schäkerten über den Nackten.
Der Nachmittag verging, der Abend kam. Die Lichter wurden entzündet und erst mit der Dunkelheit lebte die Stadt auf. Zu stark geschminkte, halbnackte Mädchen schwärmten von dem Hurenhaus auf die Straßen und lockten vorbeischlendernde Seeleute mit ihren Reizen. Halbnackte Mädchen traten aus ihren Wohnhäusern und drohten jedem Mann Prügel an, der ihnen Geld bieten wollte. Aus den Tavernen schallte der Lärm, Gelächter, gegrölte Lieder, wilde Reden wurden laut über die eigene Überlegenheit, die Größe und Stärke der Insel La Cabeza und die Beschränktheit der Reiche, Götter, Menschen. Die zwei Matrosen am Strand, die noch immer aufrecht zwischen ihren schnarchenden Mannschaftskollegen sitzen konnten, prosteten sich zu: "Auf einen weiteren Tag in der Sonne!", während im Minfays eine Schlägerei um eine neue Hure ausbrach.

Er hatte genug gesehen.



Sie folgte seinem Gebot unmittelbar wie sie es immer getan hatte. Es war nicht nötig ihr etwas zu erklären, besser als alle seiner Herolde wusste sie um die Pakte, die an ihn geheftet waren. Sie sah die unzählbaren dunklen Fäden, die von ihm in alle Richtungen gespannt waren, all die Händel und Blutsiegel, all die Schwüre und Versprechungen, all die Verzweiflung der menschlichen Natur, die die Geringen an ihn banden. Und sie erkannte unter den Tausenden die eine, die nutzlos geworden war. Mit Sorgfalt wob sie den Faden aus dem Wust und den Verflechtungen der Verbindungen, nur ein flüchtiger Blick streifte ihren Herrn, ehe sie das Band zerriss. "Das Siegel ist gebrochen. Ich hole Euch, was Euch zusteht.", flüsterte sie in einem leisen, melodischen Singsang wie es ihr zu eigen war. Ihre langen Finger schlossen sich um den durchtrennten Faden, sie musste ihm nur folgen.



Ein weiterer Abend brach auf La Cabeza an. Ruhig lag die See da, die Lichter der Hafenbeleuchtung und aus den Häusern spiegelte sich in dem Wasser und tanzten wie die Glut einer Esse auf der leicht bewegten Oberfläche. Wie aus dem Nichts erhob sich eine Frauengestalt aus dem Wasser und trat über die Molestufen an Land. Ihre Haut leuchtete wie Elfenbein im Mondlicht, nur allmählich färbten sich die perlmuttschimmernden Haare in ein kräftiges Purpur. Die schwarzen ausgerissenen Löcher, die an der Stelle ihrer Augen lagen, wurden von Haut überwachsen und als sie den Blick hob glänzte in ihrer Iris das lichtdurchzogene Meer. Leise vor sich hin summend schritt sie mit geschmeidigen Bewegungen über den Steg auf die Hafenstadt zu – eine Gezeitenwende stand kurz bevor




[img]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/siegelru3jf0t2kg.jpg[/img]

Verfasst: Montag 18. Januar 2016, 17:05
von Carlos Viento
LaCabeza - Abendstunden.

Der schwarzhaarige Pirat sass auf einem einfachen Hocker vor seinem Haus und hatte sich mit dem Rücken gegen die Hauswand gelehnt. Die Beine streckte er aus, und der Blick schaute ruhig und konzentriert über den Hafen in ruhiger... fast schon mucksmäuschenstiller Aufmerksamkeit. Wie die meisten Offiziere neigte er nicht zu einem tagtäglichem Rauschwettstreit mit den anderen Matrosen. Und selbst unter denen gab es solche und solche. Das war eben LaCabeza, eine Schmelztiegel von den verschiedensten Glücksrittern: Geächteten, Banditen, entflohenen Sklaven und steckbrieflich Gesuchten. Dazu kamen noch die Abenteuerlustigen die irgendwann nicht mehr weg wollten... oder auch konnten. Er selbst gehörte zu denjenigen die schon lange Pirat waren. Eigentlich seit er auf See fuhr, war er Pirat. Es wurde einer aus ihm gemacht, gezwungenermassen. Dennoch... er konnte sich mittlerweile nichts anderes mehr vorstellen. Das was er tat, tat er gerne und er tat es gut. Steuermann der Toro de la Muerte. Kein schlechter Posten für sein 'beinahe' noch junges Alter.

Doch so ruhig wie die Insel auch war, soweit man das Gegröhle der Betrunkenen und der Raufenden ruhig nennen konnte, die Stimmung war zumindestens im Bereich der Offiziere, und der Männer und Frauen die die schwarzen Siegel trugen, schwankend und besorgt. Verrat in den eigenen Reihen, das nahm man nicht auf die leichte Schulter. Der persönliche Verrat der an ihm begangen wurde, wiegte da noch extraschwer mit. Ein Grund warum er sich den schwarzen Totenkopfring wieder angezogen hatte.
"Zeychen setz'n." entfleuchte es ihm leise. Eine Lehre die er unter Raul gelernt hatte, damals als der alte Mann seinen Sohn wieder ersetzt hatte. Er verschränkte die Arme vor der Brust und zündete sich eine der von ihm so geschätzten Zigarren. Gerade folgte sein Blick einer Keilerei zwischen dem 'Reichen Roche' und dem 'Schmutzjockel' die sich mal wieder wegen irgendeiner Nichtigkeit in den Haaren hatten. Mittlerweile war das so alltäglich geworden, das man nichtmal mehr Wetten darauf abhielt wer zuerst zuschlug.

Irgendwas würde demnächst passieren. Nicht das Roche und Jockel sich gegenseitig auslöschen würden, nein so war es nicht. Aber es rumorte in ihm. Er kreiste die Schultern einmal langsam. Die Glut der Zigarre leuchtete orangerot auf und der Rauch stob aus seiner Nase. Dieses ungute Gefühl, wahrscheinlich alles nur Einbildung. Einbildung... genau wie die Albträume..., der Baum der Leichen..., die Kraken..., das Mahl..., die Flüche. Misstrauen und Skepsis, Gefühlseinschätzungen und Vorahnungen sind die Segel derer die zuviel gesehen haben. Irgendein Mist würde gewiss passieren, das war so sicher wie der Rum auf LaCabezas Kneipen. Er zog neuerlich an seiner Zigarre und atmete einen Schwall Rauch aus, harrend der Dinge die da kommen mögen.

Verfasst: Dienstag 19. Januar 2016, 13:13
von Gast
Die Tage vergingen mehr oder minder Ereignislos für die kleine quirlige Piratin, wenn man das auf La Cabeza überhaupt so nennen durfte.
Nachdem der Krieg vorbei war und sich Verräter in den eigenen Reihen auftaten beschloss sie, sich auf alles vor zu bereiten. Denn auch wenn sie sich selbst an nichts zu halten schien, so stand der Packt mit der Toro über allem.
Sie selbst war zwar nur Schiffszimmerer, oder besser gesagt Matrose auf dem Schiff, doch war es eben genau dies was ihr damals eine neue Heimat gab.
Die damalige Schreinerin und Bognerin lies sich auf der Insel nieder und genoss das Leben in vollen Zügen. Wie viele sammelte sie durch ihren Lebensstyle allerdings auch eine ziemlich lange Liste an Vergehen die dafür sorgten, das sie zu eine der meistgesuchten Verbrecher des Ostreiches wurde.
Sie wusste nicht genau was die Inselbewohner von ihr dachten, doch das war ihr auch egal. Waren es doch einige wenige, die sie schätzten und andere eben die glaubten sie wäre verrückt, gar Mordlüstern.
Ja, wie viele Matrosen lag auch sie oft am Strand und gab sich den Freuden des Wildkrauts, des Rums und der leichten Mädchen hin. Und der ein oder andere Matrose der glaubte sie wäre eine leichte Beute für ihn, der erlebte sein blaues Wunder. Doch stets war sie darauf bedacht, ein Auge auf die wenigen Handwerker zu halten. Waren es doch genau jene, die ihr am Herzen lagen und sie daran erinnerten, wie sie einst hier auf der Insel ihr neues Leben begann.

Verfasst: Dienstag 19. Januar 2016, 19:45
von Gast
(Bitte löschen)

Verfasst: Dienstag 19. Januar 2016, 19:46
von Gast
Immer öfter konnte man am Hafen, außer der charakteristischen Düfte der See, die Vielfalt von verschiedenen Kräutern vernehmen dessen Uhrsprung aus dem Laden am Hafen stammen.
Bis weit in die Nacht verbreitete sich dieser Duft in den Nähe der selbsternannten Drogenhölle.

Es war so eine schöne Zeit gewesen wo er noch unbekannt ohne Erwartungen und ohne viel Arbeit von Melina auf die Insel „entführt“ wurde. Doch langsam wurde man scheinbar bekannt für seine Künste, die er ohne groß zu übertreiben gut beherrschte.
Lästig, störend und anstrengend schimpfte er seine Arbeit immer, doch auch wenn er es nie offen zugeben würde, er mochte sie. Hier auf LaCabeza fand er eine neue Heimat die er Tag für Tag mehr genoss. Die Liebe zum Rum war eine der unangenehmen Erfahrungen, jedenfalls rächte es sich meist nach dem Aufstehen.

Zur Mannschaft gehören, ein Matrose zu sein, dies waren Sachen die er sicher noch lernen musste doch was Kameradschaft bedeutete, dass wusste er. Nur zu liebe Melinas raffte er sich auf und strebte das Ziel an dort, auf der Toro de la Muerte, seinen Mann zu stehen und als Matrose sein bestes zu geben.

Teil des Schiffs, Teil der Crew.

Verfasst: Dienstag 19. Januar 2016, 20:10
von Jacqueline Perera
*Ruhigen Schrittes wird sie sich in Richtung Treppe begeben, der Blick schweift einen Moment gen Nora's Zimmer und wird dort, in eine Leere starrend, für eine ganze Weile haften.*


Schwarze Spiegel, irgendwo hatte sie das schon einmal gehört, irgendwo in ihren tiefsten Gedanken war da etwas was sie hin und her wanken lies überlegend was genau es nochmals mit eben jenem auf sich hatte. Nur schemenhaft kann ich mich daran erinnern das es etwas mit der inneren Seele zu tun hatte...aber da war auch noch etwas anderes. Was nur? Es hat Nora angegriffen, gekratzt, dieser kleine Viento könnte natürlich recht haben, wobei es darauf ankommen würde ob – wenn es die Kralle eines Raben' s war – jene von vorne schlägt oder sich hinein krallt. Ein Vogel greift zumeist nach seiner Beute, so würde es also eher ein Kratzer sein welcher vier schrammen zu Tage fördern würde...und nicht nur drei. Was also könnte es noch sein? Ein Wesen mit nur drei Krallen, Krallenhände? Ich habe nicht die geringste Ahnung wie diese Krallenhände aussehen, ich hatte bisher noch keine in der Hand. Egal was es war, als ich den Spiegel nochmals berührte hatte er sich nicht sonderlich von anderen unterschieden, bis auf die Farbe und diesen Riss. Warum genau ihr Haus und warum...Nora? Dann diese zwei Leichen, es war nicht sonderlich gut das wir sie auf die Burg gelegt haben, wir hätten sie eher im freien liegen lassen sollen, kein Mensch vermag diesen Verwesungsgeruch wahrnehmen wollen welcher sich spätestens nach ein paar Glockenschlägen im Raum verbreitet. Widerlich. Aber nun sind sie dort und man sollte sie definitiv noch heute untersuchen und am besten mit einer Person die etwas mehr von dem Fach versteht.
Was auch immer hier auf uns zukommt....jetzt war die Crew gefragt, Hand in Hand und gute Informationspolitik. Wenn hier jeder seine Suppe kocht wird das im Chaos enden.


*Ein Ruck wird durch ihren Körper gehen ehe sie sich dann gänzlich in Richtung Treppenabgang wendet und jene hinab schreitet, unten angekommen wird sie sich Pergamente, Feder und Tinte richten. Sie wird Boten entsenden an jeden Offizier, an Mahu und den Capitano und zu guter Letzt wird ein Pergament an die schwarze Tafel geheftet, für jeden gut sichtbar.*

Verfasst: Mittwoch 20. Januar 2016, 13:52
von Carlos Viento
LaCabeza - Morgenstunden

Er hatte nicht lang geschlafen und das sah man ihm durchaus an. Die schiefergrünen Augen waren eng zusammengezogen als er aus der Tür trat. Licht.... Im Haus gab es nicht mehr viel Licht, mal von einigen Lampen und Kerzen abgesehen. Er hatte den Abend und die Nacht damit zugebracht gläserne Flächen zu schwärzen, abzudecken, oder schlicht zuzuhängen. Sehr zur Freude seines kleinen Ebenbildes, der mit reichlich Elan Fenster mit Rußmatsch einsaute. Die Endabrechnung des Abends waren somit... zwei mit Bildern abgehangene Fenster, ein Abgehangenes Aquarium, drei rußgeschwärzte Fenster. Dutzende versaute Flaschen und weggepackte Gläser, Wasserpfeifen in vernagelten Kisten, eingewickelte Glastische. Spiegel... hatte er eh nicht mehr seit einer gewissen Zeit.

Der Kleine schlief noch als er draussen vor der Tür eine Zigarre anzündete. In der linken Hand hielt er einen einfachen Grog der still vor sich hin dampfte, während die schiefergrünen Augen sich langsam ans Licht gewöhnten. Der Fund der Leichen war für Matteo tatsächlich gar nicht so schlimm, berührungsängste schien er auch nicht zu haben, immerhin trug er sogar den abgetrennten Arm von der Matrosin am Hafen mit sich, einzige Beschwerde war das es etwas schwer war. Guter Junge. Je eher er sich an solche Dinge gewöhnte, desto besser kam er später mit dem Leben auf See und deren Gefahren zurecht, als Lektion für das kämpfen war so eine Erfahrung auch viel Wert...
Ziemliche Sauerei hatte 'Das Ding' angerichtet. Eine Matrosin hatte einen Arm und ihren halben Kopf verloren, offenkundig gab es nichtmal eine Gegenwehr. Ein weiterer Matrose hatte sich einen Teil seiner inneren Organe herauszupfen lassen, der hatte aber immerhin noch schiessen können. Beide Male führten blutige Fussschritte zum Wasser. Fabelhaft. Gut das sie dauernd vom Wasser umgeben waren. Also konnte 'Das Ding' auch jederzeit fliehen. Wenn es aber auch durch alles was Spiegeln konnte hindurchsteigen konnte, dann hatten sie erst recht ein Problem.

Noch etwas machte ihm Sorgen. Das Frauensummen, das hatte nur er gehört. Das war auch nicht das erste Mal das nur er etwas hörte was andere nicht hören könnten. Im Nachhineingesehen war genau das etwas was ihm wahrlich eine Gänsepelle verpasste, glücklicherweise konnte man das bei den mannigfaltigen Hautbildern nur schwerlich auf dem ersten Blick erkennen. Vielleicht war das alles auch nur Einbildung.

"War's nich'... nix is' Eynbildung bey solch'm Mist." raunte er sich und seinen Gedanken selbst ermahnend zu. Er hatte nicht vergessen was er damals sah, hörte, roch und spürte. 'Seine Diener' waren in jedem Fall nicht wenige und wenn seine Vermutung stimmte... dann saßen sie alle ganz schön in der Tinte.

Verfasst: Mittwoch 20. Januar 2016, 15:40
von Gast
-----------

Verfasst: Mittwoch 20. Januar 2016, 15:41
von Kessia Karus
Als Kessia erwachte war es noch früh am Morgen , sie räkelte sich
in ihrer Hängematte und stand nach einer kurzen weile auf, kleidete sich an
und wusch sich mit etwas klarem Wasser das Gesicht . Aaraon schlief noch.
Irgentwas lag in der Luft das spürte sie , auf leisen Sohlen schlich sie nach oben in die Schneiderei , legte hier und da schon einige Stoffe aus und drehte das Ladenschild herum.
Irgentwas war anders an diesem morgen ,der Klabautermann in der Schneidereiecke gab schrille laute von sich was er eigentlich nur recht selten machte zumindest nur bei Leuten die er nicht sonderlich mochte .Sie streckte ihm die Zunge heraus und ging nach oben in die Küche um sich etwas zu essen und zu trinken zu besorgen , stecke sich ein Glimmstängel an und schaute aus dem offenen Küchenfenster . Sie aß etwas und weckte dann Aaraon um nach Bajard zu reisen um die gesammelten Waren nach Cabeza zurück zu bringen .
Nach dem Frühstück machten sie sich auf den Weg , als sie von Bajard zurück nach Cabeza kahmen bot sich ihnen am Hafen ein schrecklicher Anblick .
Eine Matrosenleiche , mit abgerissenem Arm und abgetrenntem Kopf .

*Beim Klabautermann ach du scheiße*
brüllte sie über den Hafen .
Schnell rannte sie zur Toro wo sie ebenfalls eine Leiche sah mit augeschlitztem Bauch aus der die Gedärme geraus hingen .

*Was ist hier für ein Mist passiert waren es die Ratten der Rahaler oder waren es Tiere * überlegte sie bei sich
während sie die Toro nach weiteren Leichen dürchsuchte , setzte sich dann an einen der Tische und schrieb eine Eilmeldung an die Crew der Toro .

Immer wieder schaute sie sich verstohlen um, den Bogen im Anschlag ob sich jemand auf der Toro befand , außer das geschrei der Möwen und die laute der Wellen war nichts zu hören .
Nach einiger Zeit ging sie zurück wo sie auf Leo traf und nach und nach trudelten einige Bewohner der Insel ein Carlos und sein kleiner Sohn Mattheo und Gracia kahm auch noch hinzu .
Sie eilte zurück zur Toro auf der sie Jaq begegnete zusammen gingen sie zum Hafen wo auch Nora eintraf .
Auf einmal ging alles sehr schnell , wir gingen in Noras Haus und verhüllten alle Spiegel Salz wurde herangeschafft .

Was war denn nun geschehen alle liefen dürcheinander und riefen .
Die Nora wurd aus einem Spiegel angegriffen .

*Aus einem Spiegel *
schüttelte nicht glaubend den Kopf , Carlos wollte das sie ihren Spiegel in der Schneiderei abdeckte was sie auch tat .
Keiner wußte was geschehen war , keiner wußte wer die Leichen verstückelt hatte , nur der Schrille schrei des Kalbautermannes war in der Schneiderei zu hören den halben Tag lang .

[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/c8ab0d-1453302396.jpg[/img]

Verfasst: Mittwoch 20. Januar 2016, 17:33
von Gast
Es hätte ein guter Tag werden können

Als die kleine quirlige Piratin aufwachte in ihrer Hängematte schienen bereits die ersten Sonnenstrahlen durch ihr Fenster direkt in ihr Gesicht.
Gewohnheitsmäßig drehte sie sich zu ihrem alten Kuschelbären und grinste ihn an, ehe sie sich dann ganz gemächlich aus der Hängematte bewegte und runter in den Laden ging. Die Blicke der ersten Matrosen die noch oder auch schon wach waren hefteten sich auf sie, als sie die Treppe runtertabste. Verwundert rieb sie sich ihr Näschen, blieb stehen und sprach mit sich selbst.
Irgendwas ist heute komisch, die gucken doch sonst nicht so. Hab ich etwas an mir? Dann, mit entnervter Stimme in ihrem Geist kam die Antwort. Du dummes Kind, du hast nur dein Nachthemd an.
Der Blick der kleinen Piratin ging an sich herab, betrachtete sich einen Moment in ihrer spärlichen Bekleidung und ein Mundwinkel hob sich an.
Das erklärt einiges, eh?
Schmunzelnd ging sie dann in den Laden und machte sich erst einmal ein Frühstück für ganze Mädchen. Ein Glas Rum, ein dicker Teller Fisch und zum Nachtisch Schokoladenkuchen fand dann den Weg in ihren Magen.
Am späten Nachmittag, als sie dann zu Kessia und Aaroan in den laden ging um sich die Ausrüstung reparieren zu lassen, lies sie sich von den beiden ins Bild setzen was am Vortag so alles passiert ist. Sie saß im Sessel wärend sie auf die Fertigung der Ausrüstung wartete, als sie plötzlich aufblinzelte und zu Kessia schaute. Sie bot ihr einen Rum an, den sie zwar annahm, aber nicht trank. Nicht das sie je einen Rum abgelehnt hätte, aber die Persönlichkeit die nun in den Vordergrund getreten war, trank keinen Alkohol. Ruhig beendete sie die Gespräche mit den beiden Handwerkern und hörte sich alles ganz genau an, ehe sie mit einem freundlichen Lächeln den Laden verlies und begann diverse Vorkerungen zu treffen.
An jedem Schlitz, sei es Türe oder Fenster wurde eine Salzlinie gezogen. Die Pistole wurde akribisch gesüubert und durchgeladen in den Halfter gesteckt. Aus der Küche wurden einige kleinere Sazviolen geholt und in die taschen gesteckt. So verlies sie dann das Haus und ging ruhig über die Insel. Den Blick immer aufs Wasser gerichtet.

Verfasst: Donnerstag 21. Januar 2016, 19:46
von Matteo Viento
Vorsichtig kletterte der schmächtige Bursche vom Beiboot aus die schwankende Strickleiter wieder hinauf, als ihn der Ruf des Matrosen von unten erreichte: 'Hey, Jung', sach deim' Padre, dass ikk dich heil heim jebracht hab. Will mir kein' Ärjer einhandeln!'. Matteo blickt über die Schulter und grinste den bärbeißen, bärtigen Seemann an. 'Aye!' rief er und kletterte flink über die Reling an Deck. Er hatte seinen Auftrag erledigt und Stolz schwellte seine Hühnerbrust. Nun musste er nur noch Meldung bei seinem Vater machen.

Die letzten Tage waren ziemlich ereignisreich gewesen. Zuerst die beiden Toten am Hafen und dann gestern die Sache mit dem Schuss und der Leiche im Wasser. Wilde Geschichten von Krallen aus Spiegeln, nackten Frauen die Männer angriffen und Voodoo. Er hatte den Gesprächen der Erwachsenen aufmerksam gelauscht und sich seine eigenen Gedanken dazu gemacht.
Hier auf der Insel gab es wenige, die sich mit so einem Kram auskannten und da war es nur natürlich, dass Pläne geschmiedet wurden. Und er durfte auch! Als Kind hatte er gewisse Vorteile, welche die Großen nicht mehr hatten: Im Ostreich würde ihm keiner etwas tun und er konnte sich umhören. Sein erster offizieller Auftrag.
Sein Vater hatte ihn bis zum Schiff nach Adoran begleitet und ihm mehrfach die Regeln eingeschärft: Sag nicht woher du kommst, sag nicht deinen ganzen Namen oder die Namen der anderen. Horch die sie aus und wickel sie um den Finger.
Matteo war stolz, dass er nun endlich groß genug war um wirklich etwas auszurichten. Aber immerhin war er auch der Einzige, der das Wesen wirklich gesehen hatte und vor allem noch lebte. Die Toten konnten ja schließlich nicht mehr reden 'Tote Männer erzählen keine Geschichten', das hatte er schon früh gelernt. Also war es wichtig am Leben zu bleiben. Tote Helden bringen gar nichts, also im Zweifel lieber rennen - oder schießen, aber das durfte er noch nicht. Also rennen. Wenns eng wird.
Aber heute lief eigentlich alles wie am Schnürchen. Kaum war er in Adoran angekommen, war ihm eine Frau vom Kloster über den Weg gelaufen und er hatte sie gar nicht überreden müssen ihm zuzuhören. Sie hatte ihn ernst genommen und sich alles angehört und vor allem hatte sie versprochen sich umzuhören und ihm Nachricht zukommen zu lassen. Matteo hoffte dass sie wirklich wertvolle Informationen brachte - dann wäre sein Vater sicher noch zufriedener. Wer mehr weiß, ist immer im Vorteil. Auch das hatte er gelernt. Nun musste er nur noch abwarten bis Nachricht in Bajard eintraf. Nachricht an Matti. Für seinen Vater, aber adressiert an ihn, Matti, den Kundschafter der Toro und womöglich auch bald offiziell Schiffsjunge. Jetzt bestimmt.

Mit erhobnem Haupt schritt er über das schwankende Deck um seinen Vater zu suchen. Bericht erstatten.

Verfasst: Freitag 22. Januar 2016, 11:58
von Gast
Lange nachdem sie mit Leo am Lagerfeuer gesessen hatte schaukelte sie in ihrer Hängematte und dachte nach was wohl am Sinnvollsten zu tun wäre.
Ein Dämon, oder ein Geist sagt er ist es.
Ganz langsam rieb sie sich nachdenklich das Näschen und zog immer wider an ihrem Zigarillo. Dann nickte sie eifrig, als ihr eine Idee in den Sinn kam und schwang sich aus ihrer Hängematte. Zielstrebig machte sie sich in den Norden der Insel auf und klopfte wie wild an einer Türe.
Shara, mach auf. Ich hab da was, das könnte dich interessieren. Lange und ausführlich erzählte sie ihr dann was sie alles an Informationen über dieses Wesen hatte. In der Hoffnung, das sie mit ihren Fingerfuchtelfähigkeiten vieleicht ein wenig mehr darüber herausfinden könnte.
Anschliessend teilte sie ihr mit, das sie nicht vor hat auf dem Schiff zu schlafen und jeden der mag zusammen bei ihr in den Las Amigas pennen kann.
Dies schrieb sie anschliessend auf ein Pergament und befestigte es draussen an der Ladentüre mit dem Vermerk ganz unten: Seht zu das ihr nicht alleine auf der Insel unterwegs seid.

Verfasst: Freitag 22. Januar 2016, 12:33
von Luninara Quellhain
Bitte löschen

Verfasst: Freitag 22. Januar 2016, 12:43
von Shara Verlain
Das heftige klopfen an der Tür ließ ihre Konzentration verpuffen wie ein Eisblock in der Wüste. Total durch den Wind öffnete sie die Tür und stand vor der gleich wild losrabelnden Mel.
Mel, Mel hol einmal tief Luft und dann nochmal ganz langsam von anfang an
Nachdem Mel ihr dann alles berichtet hat und auch die anweisungen von den anderen war ihre anfägliche besorgung etwas verschwunden. Es war scheinbar keines der Schwarmwesen was jedoch bedeutet eine neue gefahr. Sie griff ihre Tasche und verließ das Haus.
Mel wir gehen ins Las Amigas dort errichte ich ein großes Pentakel in deinen Keller dort können dann alle Schlafen die wollen das Wesen wird durch den Schutzkreis nicht hindurchkommen. Ansich garnichts was uns nicht wohlgesonnen ist. Jetzt auf die Toro zu gehen ware nah zu selbstmord.
Im Las Amigas angekommen machte sie sich sofort dran das Pentakel zu zeichnen die kleine Magierin war zum glück in solchen dingen geübt. Verteidigung für die nacht war aufgebaut jetzt musste sie nurnoch etwas gegen das Wesen tun und ihre idee würde Mel ganz sicher nicht gefallen.
Ich brauche deine hilfe Mel, ich kann nichts angreifen was ich nicht kenne ich muss das Vieh sehen

Verfasst: Freitag 22. Januar 2016, 22:50
von Jean Laval
Er hatte seinen alten, leicht zerdrückten Hut auf dem Gesicht liegen. Hier spendete wenigsten sein warmer Atem, für eine Weile unter dem Hut gehalten ein wenig Wärme, seine Nase, die Wangen und Lippen aufwärmend. Er war noch nie ein großer Liebhaber von Schnee und Kälte gewesen. Hier im Tempel Rahals schien sich diese Kälte aber noch zu potenzieren. Als wolle sie die Anwesenden herausfordern, prüfen, an die Grenze des Erträglichen bringen. Die hohen, steinernen Gemäuer speicherten die Kälte förmlich in sich und gaben sie in kleinen Dosen an jeden ab, der sich all zu lange darin aufhielt. Von seinem provisorischen Lager auf der Empore hinter dem Altar konnte er den Tag über die einzelnen Bürger sehen die immer wieder in den Tempel kamen, vor dem Altar niederknieten, ihre Gebete sprachen und wieder gingen. Aus den Büchern in der kleinen Bibliothek hinter dem Altar hatte er die Information, dass diese Zeit für viele Anhänger Alatars etwas Besonderes war. Momente, in denen man sich auf das Wesentliche besinnt und den Kampf gegen alles aufnimmt was an den eigenen Kräften, dem eigenen Überleben rüttelt. Seit zwei Tagen verweilte er auf der Empore, auf der er sich gemeinsam mit Muireall eine längliche Sitzbank zu einem halbwegs nutzbaren Lager umgebaut hatte. Kohlepfannen, Decken und regelmäßige Versorgung mit warmem Tee oder mit einer guten Flasche Rum halfen ihm die Kälte zu überwinden. Für Muireall gab es keinen Kompromiss. Obgleich er auf sie eingeredet hatte die Wärme zu suchen war sie nicht davon abzubringen an seiner Seite zu verweilen. Insgeheim machte es ihm Mut und ließ ihn die Umgebung immer wieder für eine Weile vergessen. Nach außen zeigen wollte er es allerdings nicht.

Die Ereignisse hatten sich ein wenig überschlagen seit jenem Abend in der Hafentaverne in Rahal. Sie saßen gemeinsam am Tresen, tranken Bier und Rum, Ritter Wolfseiche trank wie immer seine Milch und Fann machte ihre schnippischen Kommentare, als Jean das erste Mal das leise Summen der Frauenstimme vernahm. Dachte er zunächst noch, dass jemand sich in der Dunkelheit draußen in den schmalen Gassen des Hafens herumtrieb und sich die Zeit mit einem Liedchen vertrieb, wurde schnell klar dass das Summen einen anderen Ursprung haben musste. Als es lauter wurde, begann er sich in der Taverne umzusehen. Doch schien außer ihm niemand davon Notiz zu nehmen. Die Küche der Taverne war leer, selbst der kleine Hinterraum, der mit Vorhängen vom Rest der Taverne verborgen war und in dem üblicherweise die etwas zwielichtigeren Geschäfte abgewickelt wurden, war verwaist. Dennoch wurde das Summen, die Melodie immer lauter. Er versuchte Fann darauf anzusprechen denn mittlerweile war es für ihn verwirrend dass niemand sonst darauf reagierte. Fann, Tzion, selbst Dazen sprachen mit ihm, aber er hörte nichts mehr außer dem Summen. Als Fann schließlich hinter der Theke hervor und auf ihn zu kam wurde das Dröhnen derart ohrenbetäubend, dass der darauf folgende Schmerz wie ein Blitz durch seinen Körper zog und ihn zu Boden brachte. Tzion und Rayana eilten zu ihm und er konnte, als das Summen mit einem mal abebbte ihre Stimmen wieder hören während sie versuchten ihn wieder aufzurichten. Fann und Dazen waren in die obere Etage der Taverne geeilt. Er hatte Glas splittern hören, was sich letztlich als ein gesprungener Spiegel herausstellte.

Als er wieder zu sich kam und sich von den anderen berichten ließ was geschehen war, wurde seine Gesichtsfarbe ein wenig blasser. Fann hatte offenbar eine Gestalt gesehen die um die Taverne ging. Als Ritter Wolfseiche die Gegend um das Hafengebäude jedoch absuchte, war niemand mehr auffindbar. Tzion war seine erste Anlaufstelle, nicht nur weil er direkt neben ihm saß, sondern auch weil er wusste dass dieser sich in magischen Dingen und dem Lied recht gut auskannte. Eine erste 'Untersuchung' ergab jedoch nichts. Zumindest nichts was Tzion benennen oder erkennen konnte. So blieb ihm letztlich nur der Weg in den Tempel zu dem ihn Ritter Wolfseiche und Tzion begleiteten. Dort eingetroffen machte sich der Ritter auf die Suche nach einem Templer und scheuchte offenbar die Tetrarchin Aliyahna aus ihrem Schreibzimmer. Eine Tetrarchin, dachte Jean, würde mit Sicherheit das Problem recht kurzfristig lösen können. So begab er sich recht bereitwillig in ihre Obhut in das Hinterzimmer des Tempels wo sie ihre Untersuchung an ihm vornahm während Ritter Wolfseiche und Tzion sowie die später wieder dazugestoßene Rayana sich unterhielten. "Eine bleiche Frau ohne Mund, sagt euch das etwas?" fragte ihn die Tetrarchin nachdem sie eine Weile still war während sie seine Hand berührt hielt. Jean schüttelte den Kopf. Damit konnte er wahrlich nichts anfangen. Den Hintergrund ihrer Frage erläuterte sie nicht und so zog Jean die Brauen leicht zusammen und beobachete sie, während sie weiter in eine für ihn fremde Welt zu entschwinden schien. Er hätte beinahe nichts davon gemerkt, wenn nicht dieses sehr unangenehme Gefühl in ihm immer deutlicher geworden wäre dass jemand sich Zugriff auf seine Gedanken und Gefühle verschaffen würde, so zumindest in seiner Vorstellung. Die Tetrarchin hatte ihn davor gewarnt und ihm auch gesagt dass es weniger schmerzhaft sein würde je weniger er sich dagegen wehren würde. Letztlich löste sich die Tetrarchin wieder aus ihrer Trance und blickte ihn an. Ihren Erklärungen lauschte er aufmerksam um sie später vor Muireall wiederholen zu können. Es ging von Krathor aus, soviel schien sicher zu sein. Doch war es mächtiger als etwas, das ein menschlicher Diener Krathors zustande bringen konnte. Die Tetrarchin wollte einige Informationen von den Dienern Krathors einholen, so wurde noch an diesem Abend einer der Tempelschüler, Kheldairon, losgeschickt um den Kontakt zu diesen zu suchen. Etwas, von dem Jean bereits nicht mehr viel mitbekam. Mittlerweile war Muireall eingetroffen und die Erklärungen gingen weiter. Die Tetrarchin schließlich regte an, dass Jean im Tempel verbleibt bis die Angelegenheit geklärt wäre. Krathor war stark, so sagte sie, jedoch nicht stärker als Alatar in seinem eigenen Tempel unter den Augen seiner Templer. Ohne großen Widerstand ging Jean auf den Vorschlag ein, dem Muireall sich sogleich anschloss.

Es würde eine Weile dauern bis die Sache klarer ist, sagte die Tetrarchin. Einige Tage also noch. Er hob den Hut wieder von seinem Gesicht und blickte auf die kahle Steindecke der Empore. Er hörte das leise Quietschen des Tores und die hallenden Schritte auf dem kalten Boden des Tempels. Muireall war zurückgekehrt. Zweifelsfrei wieder mit schmackhaftem Essen, Tee und Rum. Über eines konnte er sich wahrlich nicht beschweren. Die Versorgung war ausgezeichnet. Wenn nur die Kälte nicht wäre ...