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Weg zur Natur

Verfasst: Donnerstag 6. April 2006, 17:50
von Philipe Durchon
In ruhe saß Philipe Durchon in seinem Haus, am Schnitztisch und hörte etwas vor der Tür rascheln, neben den holzspannenden Geräuschen die er mit seinem scharfen Messer auf dem feinem Birkenholz machte. Er horchte auf und versuchte aus seinem verglasten, etwas durch Dreck dunkel gewordenen Fenstern zu schauen. Es war jedoch nichts zuerkennen und somit schritt er zur Tür um nach zusehen. Als er langsam diese öffnete erblickte er einen Mann, dieser irgendwas an den Pferden zuschaffen hatte. Philipe war natürlich nicht sehr erfreut darüber und fuhr den fremden Mann an, dass er von den Pferden weg gehen solle. Dieser wandte sich dann Philipe zu und schaute ihn mit böse verzogenen Zügen und fast Zähne knirschendem Geräusch an. Sein tief finsterer Blick verhieß nichts Gutes. Dieser Mann meinte darauf hin zu Philipe, dass er gefälligst die Satteltaschen von den angebundenen Pferden nehmen solle oder er würde es tun und sie in die Freiheit entlassen. Noch voller Zorn darauf, dass dieser sich an seinen Pferden vergreifen wollte, wollte er den Fremden verjagen und sperrte mit seinen Worten nur ab. Er wollte schon aus Prinzip die Pferde nicht entsatteln und drängte regelrecht danach, dass der Fremde verschwinde. Der Mann hingegen blieb mit böser Mine stehen und wiederholte sich nur immer wieder, dass Philipe von seinen Pferden die Sättel abnehmen solle. Diese Debatte dauerte eine Weile an, bis dem Fremden das Stirnband verrutschte. Philipes Augen weiteten sich erschrocken, während der Mann versuchte schnell das Band zu richten. Der Schreck saß tief in den Knochen und verbreitete einige merkwürdige Gedanken in Kopf von Philipe. Er räusperte sich einige Male und bat dann den sichtlich erkannten Elf ihm Platz zumachen, so das er zu den Pferden komme. Er schritt dann langsam aus dem Haus heraus, sacht an dem Elf vorbei und ging zu den Pferden. Missmutig schaute er sich sie an und nahm Pfeili und Bolzi die Satteltaschen ab. Mit einem Seufzten wand er sich dann zum fremden Elfen um und neigt sacht sein Kopf. Er fragte daraufhin den Elf warum er es nicht gleich gesagt habe, dann wäre das alles kein Problem gewesen. Inzwischen sah der Elf schon sichtlich erleichterter drein, aber dennoch begann er mit ihm eine der typischen Predigten wie man sie nur von einem Elf hören konnte. Philipe versuchte dem einzulecken und erklärte ihm, dass er zwar ein Holzfäller und Bogner sei aber dennoch nicht die Natur missachte. Er nur die Bäume nehme die alt und schwach sind und im Getümmel der anderen großen Bäume fast ersticken würden, am Platzmangel. Wenn er mal gute Äste für wichtige Bögen bräuchte, dann auch nur von denen, woran der Baum eh nur zuviel hätte und die im Wege wären. Auch erklärte er ihm seine Sicht, des Prinzips, der Waldverjüngung. Nach einer sehr langen Zeit der gegenseitigen Aussprache, war es ihm gelungen, den Elfen einigermaßen zufrieden zu stellen. Als die so genannten Fronten nun geklärt waren verabschiedete sich der Elf und machte sich dann geschwind, fast ohne Laut davon. Philipe ging noch ein Mal zu den Pferden und strich ihnen über das leicht verschwitzte und verstrubbelte Fell, worauf er auch den Einwand des Elfen über die Satteltaschen verstand. Am nächsten Tag nahm er sich aus einer seiner Kisten ein Beutel und machte sich mit Su, dem Stolz von sein Pferden, auf einen langen Weg...

Verfasst: Donnerstag 6. April 2006, 17:51
von Lenwe Miriel
Und wieder einmal stand er, Lenwe Miriel, auf dem Minenfeld Ered Luins und suchte nach Erzen und Kohle. Mit scharfem Blick ging er über das Feld, drehte jeden Stein um und versuchte möglichst viele Erzbrocken zu finden. Leider war er noch nicht sonderlich geschickt dabei, so das die Ausbeute meist sehr mager aus viel. Aber heute schien einer jener Tage zu sein, an dem die Erde kaum etwas an Erzen bereit hielt, jedenfalls schien ihm das so. Nun, er würde schon genug zusammen bekommen….
Als er eine Weile, fast vergeblich, über das Feld gegangen war und den Boden abgesucht hatte, näherte sich ihm plötzlich jemand. Als er sich langsam umdrehte erlebte er eine Überraschung. Hinter ihm stand wieder dieser Mensch. Er erinnerte sich mit Grausen an ihn. Auch wenn er immer noch nicht wusste was er von ihm halten sollte. Sicher er war ein Holzarbeiter, ein Bogner genauer gesagt. Alleine das hätte wahrscheinlich einige seiner Brüder und Schwestern dazu gebracht ihn davon zujagen, aber er tat es nicht. Auf der anderen Seite schien sein Nichtwissen im Umgang mit Pferden und dem Wald aber auch nicht gespielt gewesen zu sein. Aber was wollte er jetzt hier? Soweit im Norden? Im Elfenwald?
Im Nachhinein war er froh darüber ihn nicht verjagt zu haben, denn er sollte eine Überraschung erleben.
Der Mensch schien irgendetwas auf dem Herzen zu haben. Menschen gehörten zu den Rassen, denen man jegliche Gemütslage ansah und da machte dieser auch keine Ausnahme, dachte er bei sich und verzog die Lippen zu einem spöttischen Lächeln. Nach kurzer Begrüßung, knüpfte er an die Begegnung vom Vortag an. Er versprach seine Pferde in Zukunft besser zu behandeln. Sie sollten in Zukunft immer ohne Satteltasche am Pfosten stehen. Eventuell, so versprach der Mensch, sollten die sogar einen großen Stall bekommen, in dem sie nicht mehr angebunden werden müssten. Alleine das überraschte ihn, denn was konnte man von einem Menschen schon erwarten? Doch das war noch nicht alles.
Plötzlich holte er aus seiner Tasche einen kleinen Beutel hervor. Aus diesem wiederum kam eine kleine Walnuss zum Vorschein, die bereits zu keimen schien. Sie hatte bereits zarte Wurzeln und ein, zwei kleine Triebe angesetzt. Zu seinem maßlosen Erstaunen begann dieser Mensch, den er noch vor Zweitagesfrist für unverbesserlich gehalten hatte, vor seinen Augen die Walnuss in die Erde zu pflanzen. Er grub säuberlich eine kleine Kuhle, in die er die Walnuss legte. Als er etwas Erde darüber angehäuft und diese behutsam festgedrückt hatte, begoss er das Pflänzchen mit etwas Wasser, welches er in einer Flasche mitgebracht hatte. Zu guter letzt suchte er sich einen kleinen Ast, den er neben den jungen Walnussbaum in die Erde steckte. Dann lehnte er mit behutsamen Fingern den jungen Walnussbaum so gegen den Ast, dass er gerade gen Himmel wachsen könne. All dies beobachtete der Elf mit wachsendem Erstaunen. Dies war wahrlich mehr, als er je von einem Menschen erwartet hätte. Sollte dieser Mensch doch etwas von dem begriffen haben, was er ihm am Vormittag versucht hatte zu erklären? Anscheinend hatte er ihm doch etwas die Augen öffnen können. Vielleicht war dieser Mensch doch nicht so, wie all die anderen. Vielleicht gab es doch Menschen die es verstanden im Einklang mit der Natur zu leben, oder die es zumindest versuchten. Vielleicht…Er würde diesen Menschen, Philipe Durchon hieß er, jedenfalls nicht aus den Augen lassen…

Verfasst: Donnerstag 6. April 2006, 22:17
von Philipe Durchon
Früh, als der Morgen graute, stieg Philipe aus dem Bett, ein Auge aus dem Fenster werfend. Der Tag schien schön zu werden. Es lies sich kaum eine Wolke blicken und die ersten Sonnenstrahlen kamen schon bereits von Horizont herunter. Er zog sich seine Kleider für seine normale Arbeit an und trat mit einem Lächeln vor die Tür. Stock duster war es noch und er musste sich erst mal seine Augen reiben damit er überhaupt in dem düsteren Licht etwas sehn konnte. Er nahm sich zwei Flaschen und ging die ein, zwei Schritt zum Burgraben und füllte diese mit Wasser auf und verschloss sie fest mit einem Korken, damit ja kein Wasser entrinnen konnte. Etwas zur Verpflegung für den Tag, den Wanderstab und etwas Pfeifentabak packte er noch zurückgekommen in sein Haus mit ein. Fertig gepackt machte er sich dann recht vergnügt ich den morgendlichen Schimmer der Sonne auf dem Weg, wieder in den hohen Norden...

Auf dem Wege pfiff er ab und zu den Zwitschern der Vögel nach oder paffte gemütlich an seiner, erst kürzlich neu geschnitzten Pfeife, aus schönem noch gut richtendem Zedernholz. Angekommen vor dem großen Wald machte er noch mal, in der nun höher stehenden Sonne ein kleines Picknick und genoss sichtlich die ersten Sonnenstrahlen an diesem Frühlingsmorgen. Als der Bauch dann gut gefüllt war, packte er alles wieder ein und begann mit einem kleinen Schauer, der über sein Rücken huschte, durch den dicht verwachsenen Wald der Elfen zu wandern.

Angekommen an der kleinen Lichtung auf dem er den Baum gepflanzt hatte, suchte er nach der kleinen Stelle mit den frisch sprießenden, jungen Ästen. Seine Freude war groß, als er sie endlich gefunden hatte. Er begab sich in dem recht hohen Gras, in den Schneidersitz herunter und holte eine der Wasserflaschen heraus und goss sacht das Bäumchen, mit frischem, recht klarem Wasser und erfreute sich bei dem Anblick. Danach legte er sich ins Gras sachte zurück, schaute gegen Himmel und atmete tief die frische Waldluft ein. Es roch nach verschiedenen Gehölzen, Graß, Piltzen und Wildblumen. Er genoss die unberührte Natur sehr, da es dieses leider nicht in den stark beholzten, ,nieder getrampelten und fast der Natur geplünderten Wald in sein heimischen Gefilden gab. Leicht in sich zurückgezogen murmelt er vor sich hin. Er war doch ganz froh und glücklich, dass er mal einen Elf getroffen hat, der zur Abwechslung mal einsichtig, und recht freundlich schien. Nur so hatte er diese schöne Natur genießen gelernt….
Nach einer Weile raffte er sich wieder auf, blickte noch eine Weile den jungen Baum an und erhob sich wieder, nach dem er noch etwas Wasser aus einer weiteren Flasche über das Pflänzchen gegossen hatte. Er schaute sich noch einmal, mit einigen Blicken in der Gegend um und ging dann mit dem Gedanken des öfteren hier in den Wald zu kommen, um nach den Baum zu schauen.

Verfasst: Donnerstag 6. April 2006, 22:18
von Lenwe Miriel
Wieder war er an diesem Tag unterwegs zu um einige Erze zu sammeln. Zuvor hatte er sein treues Pferd aus dem Stall geholt und ihm sanft die Packtasche über geworfen. Nun stand er auf dem Pass zu Ered Luin und blickte über das Tal unter sich. Ein leises Lächeln erschien auf seinen Lippen. Seine Augen erblickten Bäume von wunderschönem, nahezu perfektem Wuchs, Tiere welche ausgelassen spielten oder auf Nahrungssuche waren und Blumen um die sich ganze Schwärme von kleineren Insekten schwirrten. Über dem ganzen Tal schien eine schon fast beängstigende Stille und Ruhe zu liegen, Wobei es nicht vollkommen still war. Der Wind trug die verschiedensten Geräusche zu ihm herauf. Da waren unzählige Vögel, die ihre Lieder sangen, das leise Summen der Insekten und das monotone Rauschen des Waldes. Mit einem leichten, eher erfreuten Seufzen ging er weiter in das Tal hinab. Als er an der Stelle ankam, an der er für gewöhnlich nach Erzen suchte, ließ er sein Pferd, wie immer im Schatten eines mächtigen Baumes stehen. Doch heute wand er sich nicht sofort den Erzen zu. Er ging einige Schritte durch den Wald, bis er auf eine kleine Lichtung kam. Leise, um kein Tier des Waldes zu erschrecken, blieb er am Rande des Waldes stehen und blickte über die Lichtung, Seine Augen suchten jenen Spross eines Walnussbaumes, den der Mensch vor kurzem hier gepflanzt hatte. Als er ihr erspäht hatte, ging er zielstrebig darauf zu und betrachtete ihn. Das Gras um den Sprössling herum schien zusammengedrückt, als hätte vor kurzem etwas oder jemand hier gelegen. Dies nahm er aber nur ganz am Rande, aus den Augenwinkeln heraus war, Sein ganzer Blick galt dem kleinen Walnussbaum. Langsam ließ er sich in die Hocke sinken und betrachtete die, noch graslose Erde um den Sprössling herum. Sie war noch ganz feucht, als hätte sie jemand vor nicht all zu langer Zeit gegossen. Wieder musste er Lächeln, wenn auch diesmal aus einem anderen Grund. Dieser Mensch schien wirklich etwas Besonderes zu sein, denn er hielt anscheinend sein Wort. Allem Anschein nach kümmerte er sich um den jungen Baum und das obwohl er einen weiten Weg von der großen Stadt der Menschen bis hier herauf hatte, Mit einem zufriedenen Nicken richtete er sich auf, sah noch einmal prüfend über die Lichtung und ging dann in Richtung seines Pferdes davon. Nun würde er sein Tagewerk, mit ruhigem Gewissen beginnen können…..

Verfasst: Samstag 8. September 2007, 15:22
von Philipe Durchon
Gähnent er wachte Philipe am frühen Morgen als er vom süßem klang eines Vögelein geweckt wurde. Als er aufstand und sich wusch fing er auch schon an sich ein Tagesplan für heut zurechtzulegen. Nach dem er sich in seine Gewänder geschlungen hatte nahm er sich noch etwas von dem frischem Brot das er am Vortage noch gekauft hatte. Gestärkt tratt er aus seinem Forsthaus heraus und blickte sich mit suchendem Blick in der Gegend um an welcher stelle er wohl heute sein Holz sammeln möge. Noch als er sein Schritt weiter setzen wollte um zur tat zu schreiten erblickte er unter seinem Stiefel einen kleinen Sprößling von einem Walnussbaum. Abrubt zog er seinen Fuß zurück und beugte sich herunter zu dem jungem Gewechs. Ein Lächeln kam auf seinen sonstig brummigen und grimmig dreinschauentem Gesichtszügen wieder. Eine Erinnerung schoß ihm wie ein Blitz durch den Kopf, als sei es erst Gestern gewesen. Sofort ging er wieder in sien Hüttchen hinein und Packte sich ein kleines Päckchen für die lange Reise.

Die Sonne kam hinter einigen Bäumen nun zum vorschein als er sich auf sein Pferd aufsattelte und los ritt in Richtung Norden zu dem großen Nebelwald. Dort am Rande angekommen stieg er von seiem Ross und band es nahe des Waldes und der erhebung zum großem Berg in der mitte Alathairs an einem Baumstupf an. Er sorgte noch für frisches grün das sein Pferd kein Hunger leiden musste und schritt mit samt sein Wandersstab in den immer dunkler werdenden Wald.

Zum erstaunen musste er feststellen das er lang nicht mehr hier gewesen sein muss und sich sehr viel in diesem Wald geändert hatte. Mit müh und not versuchte er sein Weg zu finden durch den großen Wald. Als er schon fast dachte er hätte sich verlaufen kommt er auf eine recht zugewachsene udn schwer zugängliche Lichtung. Erst konnte Philipe diese Waldlichtung kaum wiedererkennen. Doch fiel ihm der allmählig hochgewachsene Walnussbaum mit dem kleinem, dem Elfen gewittmeten Schild, das er vor Jahren schnitze und hier nachträglich aufstellte in seinen Blick. Wieder kam ein so seltenes lächeln über seine Lippen. Der Bogner mag schon langsam älter geworden sein, genau so wie der einst so junge Sprössling den er pflanzte. Er setzte sich auf den umgekippten Baum gleich neben des seinen und schien den Walnussbaum aufmerksam auf seinen Wuchs zu munstern. Dieser hatte eine feine Form angenohmen genau wie ein Baum aus dem Bilderbuch. Von unten her festes Wurzelwerk das in die Erde sich gegraben hatte, um sich mit frischem Sickerwasser zu speißen. Ein Stamm der har gerade in den himmel strebte und die Verzweigung gleichmäsig in alle Richtung weisten. Die Äste von dick auf dünn so eine feine Form beschritten das Philipe sich schon fast die besten Bögen daraus denken konnte die er jeh geschnitzt hätte. Jedoch wäre es nicht Gluck gewesen von jenen Baum sich das Holz zu nehmen. Das Blätterwerk des Baumes gab nun Philipe in der jetzigen Mittagszeit des Tages entsprechend genug Schatten so das er sich einen Apfel und eingewickelten Käse mit frischem Brot auspackte das er essen wolte. Werend dessen verharte er immer wieder einige Monete ruhig um den singenden klang der Natur, Vögel und kleinen Tieren zu lauschen. Als er dann fertig war mit seiner Speiße nahm er ein Fläschen aus seiner Tasche das mit einem Korken verschloßen war. Halb trank er diese aus und den rest kippte er wie jedes mal, an den her hier vorbei gekommen war in seinen Jahren, zu den Wurzeln des mitlerweile mächtigen Baumes. Dieser hatte es gewiss nicht mehr nötig gegossen zu werden, doch erfreute es Philipe im Herzen mit diesem Baum sein Wasser zu teilen. Als er dann wieder alles in seine Taschen weggepackt hatte und aufstand blieb er noch inige monete vor dem Baum stehn. Er richtete noch das kleine Schildchen an dessen Baum und striff noch einmal sachte über die Rinde des Baumes als sei es nur die Haut eines Menschen. Mit einem zufriedenen brummen machte er sich nun wieder auf den Weg zurück in seine Gefilde.

Verfasst: Samstag 8. September 2007, 16:34
von Lenwe Miriel
Scharf zog er die Luft ein. Was war das? Unruhig, fast katzengleich, bewegten sich seine langen Ohren. Bis zum Zerreißen gespannt waren alle seine Sinne. Feuchtes Moos blubberte, wie unter Schuhsolen, Zweige knackten leise und über allen schwebte dieses Gefühl etwas Fremdes hätte den Wald betreten. Fremd und dennoch vertraut. Geschickt und nahezu unsichtbar, wie es der Elfen Art ist, lief er los. Immer in die Richtung der Disharmonie, welche er immer deutlicher spüren konnte.

Geduckt und so gut versteckt hinter einem Busch betrachtete er jenen, der so unvermittelt in den Wald eindrang. Es war ein Mensch. Vage, nur sehr vage kam er ihm bekannt vor. Dennoch….es war eine kleine Ewigkeit her, dass er einen fremden Menschen zu Gesicht bekommen hatte.
Wer sollte es also sein? „Warum mussten die Edain auch so schnell altern“, dachte er mit einem Schmunzeln bei sich. Nicht nur das sie alle gleich aussahen, sie veränderten sich sogar schneller als ein Elf die Jahre zählen kann. Etwas jedoch viel bei diesem Menschen sofort auf: Er bewegte sich, als wenn er nicht das erste Mal hier sei. Nicht nur das ihn das Dunkel des Waldes nichts zu verschrecken schien, er gab sich auch alle Mühe keine Zweige abzureißen oder den Wald anderweitig Schaden zuzufügen. Erstaunlich wie gut ihm das gelang…..für einen Menschen.

Aufmerksam beobachtete er den Fremden, der ihm doch vertraut schien. Was er wohl vor hatte?
Scheinbar zielstrebig ging jener durch das Tal und auf Ered, die Heimatstadt der Hochelfen zu. Doch kurz bevor er sie erreichen konnte, änderte er abermals seine Richtung und blieb schließlich vor einem ihm nur all zu bekannten Walnussbaum stehen. Überrascht beobachtete er den Menschen dabei, wie er sich unter dem Baum nieder ließ und etwas zu Essen auszupacken schien. Welcher Mensch würde soweit nach Norden reisen, durch den Nebelwald wandern nur um unter genau diesem Baum zu rasten? Ein leichter Verdacht überkam ihm. Ob dies jener Holzfäller war, den er vor Jahren im Wald erwischt hatte und der genau jenen Baum gepflanzt hatte?
Ein leichtes, aber sehr zufriedenes Lächeln erschien auf seinen Lippen als er sah, wie der Mensch die eine Hälfte seines Wassers trank und die andere dem Baum gab. Ja, er musste es sein. Jener Mensch der in jungen Jahren versprochen hatte, sich um den Baum zu kümmern. Hatte er also Wort gehalten.

Kein Raubtier, ob Bär, ob Wolf würden ihn auf seinem Weg durch den Wald bedrohen oder gar angreifen. Fast schien es als würde der Wald und alle Tiere die in ihm Leben, wissen dass ihnen von jenem Menschen keine Gefahr drohte.