Chivatos (Verräter)
Verfasst: Samstag 26. Dezember 2015, 17:34
Allesamt wurden sie gebranntmarkt als Chivatos. Yako saß zu Hause im Sessel, wo eigentlich Nel seinen Platz hatte, und ließ Revué passieren. Rauchschwaden zogen durchs Haus und die Flasche war schon zur Hälfte geleert. Bedächtig fixierte sein Blick einen Punkt im Nichts und es ratterte. Loyalität - Heutzutage ein Wort was kaum noch eine Bedeutung zu haben scheint. Für ihn persönlich war es nur eine Frage der Zeit, er hatte Jean noch nie wirklich getraut, mal abgesehen davon, dass man ohnehin nicht viel miteinander zu tun hatte. Wie konnte jemand dem Pack gegenüber loyal sein wenn er das Bett mit einem Ahad teilte? Wieder einmal bestätigte sich, Liebe macht blind. Lu hatte ihn nicht verstanden als er sagte er wolle sein Herz niemals einer Frau schenken da es zu gefährlich ist, vielleicht wird auch sie eines Tages verstehen. Was sollte man von einem Mann erwarten, der sich im Endeffekt über das Wort des Kapitäns setzte? Er selbst sah dies nicht als Verlust an, obwohl jeder Mann zählte in diesen Zeiten die da noch kommen.
Von Lille hingegen war Yako einfach nur enttäuscht. Er dachte an Carlos und fühlte mit ihm. Er mochte Lille sehr. Sie brachte ihm schreiben bei, zumindest einige Schriftzeichen. Yako hätte alles für die Chica von Carlos getan, einfach nur aus dem Grund weil sie an seiner Seite war. Was sollte er nun tun wenn er sie mal treffen würde? Verrat wird seit jeher mit einer cabezianischen Krawatte quittiert. Nicht mehr, nicht weniger. Diese Entscheidung war jedoch nicht von ihm zu treffen, dieses Laster war Carlos seins und er hoffte einfach das dieses Treffen in all zu naher Zukunft nicht statt finden würde.
Die Stimmung auf Cabeza war gespalten. Viele sahen in diesem Konflikt eine Gefahr für ihre Geschäfte, manche Schwarzmaler prophezeiten gar das Ende und verließen La Cabeza. Rahal sei zu mächtig. Andere hingegen sahen eine Chance. Eine Chance, sich endlich wieder darauf zu berufen wovon man schon immer überzeugt war. Die Freiheit.
Immer wieder wie in einer Dauerschleife schwirrte eine Passage aus dem Kodex Piratia durch seinen zugedröhnten Schädel.
"...wir haben unser Blut und unseren Schweiß gegeben, damit die Männer und Frauen der Insel La Cabeza sich nie mehr den Zwängen der Regierung beider Reiche beugen müssen..."
Was war aus diesem Leitsatz geworden? Seit der Vertrag mit Rahal geschlossen wurde war man alles andere als frei. Wenn Herrchen wollte, hatte Hündchen zu hüpfen. Vielleicht etwas überspitzt, aber so empfand es zumindest Yako selbst. Seine Loyalität galt schon immer dem Kapitän, keiner Königin und keinem Alka. Bis auf einige Ausnahmen konnte er im alatarischen Reich sowieso niemanden leiden. Die Rahalis haben doch den gleichen Stock im Arsch wie die Adoraner, nur die Melodie die er pfeift ist eine andere.
Obwohl die Piraten in anderen Schlachten bewiesen haben was sie wirklich wert sind, sah man in ihnen nur eine dahergelaufene Söldnertruppe die es gilt einzusetzen wie es einem selbst beliebt. Kaum ergab sich die Chance, ward aus Freund auch schon Feind. Was Yako am meisten amüsierte, obwohl es bezüglich der Zukunft überhaupt nicht rosig aussah, war die Logik der Landratten. Ein jeder Pirat der überlauft, also Verrat begeht, wird verschont. Wie sollte man solchen Menschen über den Weg trauen? Menschen die Verrat mit Verrat aufwiegen. Was auch kommen würde, der Blutpakt mit der Toro und seine uneingeschränkte Loyalität stand über allem. Selbst wenn er dafür eines Tages im Kerker verotten würde, oder ein Blitzschlag von Befreiung zeugt.
Von Lille hingegen war Yako einfach nur enttäuscht. Er dachte an Carlos und fühlte mit ihm. Er mochte Lille sehr. Sie brachte ihm schreiben bei, zumindest einige Schriftzeichen. Yako hätte alles für die Chica von Carlos getan, einfach nur aus dem Grund weil sie an seiner Seite war. Was sollte er nun tun wenn er sie mal treffen würde? Verrat wird seit jeher mit einer cabezianischen Krawatte quittiert. Nicht mehr, nicht weniger. Diese Entscheidung war jedoch nicht von ihm zu treffen, dieses Laster war Carlos seins und er hoffte einfach das dieses Treffen in all zu naher Zukunft nicht statt finden würde.
Die Stimmung auf Cabeza war gespalten. Viele sahen in diesem Konflikt eine Gefahr für ihre Geschäfte, manche Schwarzmaler prophezeiten gar das Ende und verließen La Cabeza. Rahal sei zu mächtig. Andere hingegen sahen eine Chance. Eine Chance, sich endlich wieder darauf zu berufen wovon man schon immer überzeugt war. Die Freiheit.
Immer wieder wie in einer Dauerschleife schwirrte eine Passage aus dem Kodex Piratia durch seinen zugedröhnten Schädel.
"...wir haben unser Blut und unseren Schweiß gegeben, damit die Männer und Frauen der Insel La Cabeza sich nie mehr den Zwängen der Regierung beider Reiche beugen müssen..."
Was war aus diesem Leitsatz geworden? Seit der Vertrag mit Rahal geschlossen wurde war man alles andere als frei. Wenn Herrchen wollte, hatte Hündchen zu hüpfen. Vielleicht etwas überspitzt, aber so empfand es zumindest Yako selbst. Seine Loyalität galt schon immer dem Kapitän, keiner Königin und keinem Alka. Bis auf einige Ausnahmen konnte er im alatarischen Reich sowieso niemanden leiden. Die Rahalis haben doch den gleichen Stock im Arsch wie die Adoraner, nur die Melodie die er pfeift ist eine andere.
Obwohl die Piraten in anderen Schlachten bewiesen haben was sie wirklich wert sind, sah man in ihnen nur eine dahergelaufene Söldnertruppe die es gilt einzusetzen wie es einem selbst beliebt. Kaum ergab sich die Chance, ward aus Freund auch schon Feind. Was Yako am meisten amüsierte, obwohl es bezüglich der Zukunft überhaupt nicht rosig aussah, war die Logik der Landratten. Ein jeder Pirat der überlauft, also Verrat begeht, wird verschont. Wie sollte man solchen Menschen über den Weg trauen? Menschen die Verrat mit Verrat aufwiegen. Was auch kommen würde, der Blutpakt mit der Toro und seine uneingeschränkte Loyalität stand über allem. Selbst wenn er dafür eines Tages im Kerker verotten würde, oder ein Blitzschlag von Befreiung zeugt.