Der erste Tag
Verfasst: Mittwoch 5. April 2006, 19:00
Hin und her... hin und her.... das Schiff schaukelte unentwegt. Diese Übelkeit... immer wieder stieg sie auf und Belana klatschte jedes Mal ihre Hand auf den Mund. Welcher normale Mensch konnte das auf die Dauer aushalten? Doch wagte die 150-Kilo Frau nicht einen Zentimeter von ihrem Platz abzuweichen. Hatte doch der Kapitän selbst gesagt, dass es von äußerster Wichtigkeit sei, dass sie genau am großen Masten in der Mitte der kleinen Nussschale sitzen bleibe. „Madam... sie äh.... haben die wertvolle Aufgabe zu sehen, dass... ja... dass... uns ja auch kein Schiff rammt. Und das kann man nur von hier... hier haben sie den besten Überblick“. Und so blieb die beleibte Anfang-Dreißigerin genau auf dem kleinen Hocker sitzen.
Wusste Belana allerdings nicht, dass der Rest der Mannschaft so abergläubig war, wenn so eine dicke Frau an Bord war, dass sie vorn überkippen oder zur Seite, sollte sie es wagen von ihrem Platz zu weichen.
Heilfroh, als endlich Land in Sicht war betrat sie das erste Mal Gerimor. „Na das ist ja ein entzückendes kleines Dörfchen“ flötete sie und schob sich das erste Mal seit Stunden wieder was Essbares in den Mund. Zufrieden nahm sie dann endlich auf einer kleinen Bank an einem Teich Platz. „Herrlich!“ flötete sie und blickte dann auf den kleinen Jungen, der vor dem Teich in die Knie ging. „Ja schau... ein kleiner Bub!“, konnte Belana ihre Begeisterung kaum in Grenzen halten, als hätte sie noch nie zuvor ein kleines Kind gesehen. Der Junge hingegen schien etwas erschrocken, na kein Wunder, der ist auch nur Haut und Knochen, da gehen die Nerven schnell mit einem durch, dachte die stämmige Frau bei sich.
„Junge, sieh zu, dass du was auf die Rippen kriegst, sonst fällst du noch auseinander“ grunzte sie vergnügt, und so erheitert sie über ihren eigenen „Witz“ war, klatschte sie sich zusätzlich mit den Händen auf die mächtigen Oberschenkel. Doch der kleine Mann gab noch immer keinen Laut von sich. Vorsichtig beugte sich Belana vor und ganz langsam sprach sie „Kannst... du.... auch... sprecheeen?“ und betonte dabei jedes Wort. „Türlich“ war die kurze Antwort. „Türlich sagt der Rotzbub auch noch.... Redet kein Wort und dann sagt er türlich....“
„Wie ist dein Name?“.... „Belana... Belana Watz... Aus dem Hause der Watzes“ ertönte es mit stolzgeschwelgter Brust „und deiner?“ „Miki“.... Miki... soso... Miki Mikrig tönte es schon wieder in ihrem Kopf. Passt ja. Doch als Miki Mikrigs Mutter auftauchte erhob sich Belana schwerfällig von der Holzbank, die bei genauerem Betrachten bereits die ersten Sprünge aufwies.
Etwas ratlos blickte Belana auf den Fetzen Pergament, den ihr der Kapitän in die Hand gedrückt hatte. Irgendwelches Gekrakle war darauf zu erkennen, Menschen, die des Lesens und Schreibens mächtig wären, könnten locker erkennen, dass es sich um einen Brief handelt, der an den Orden der Temora gerichtet war, doch jene Fähigkeiten besaß die gute Seele nicht und so stopfte sie den Zettel achtlos in ihre Rocktasche.
„Dann wollen wir mal schauen....“ nuschelte sie zu sich selbst und stampfte langsam los in Richtung Bank. Da war doch bestimmt etwas los. Dort ist immer was los. „Ja schau sich einer das an.... Herrlich!“ flötete sie wieder und trat auf den Bankier zu. „Wunderschönen guten Tag. Ah.... der Hausherr persönlich. Sehr schön. Wisst ihr... ich bin ja quasi vom Fach. Fast hätte ich eine Lehre angefangen. Bei einem anderen Bankier wisst ihr. Aber na ja.... ihr wisst schon. Nicht jeder erträgt meinen Glanz und meine Glorie an seiner Seite“ lauthals begann sie wieder zu Lachen, begleitet von einem Grunzen. „Ach.... der Bäcker sucht? Na dann sollte ich doch fast....“ so schnell die dicken Beine sie trugen, war sie auch schon wieder aus der Bank verschwunden. Bäcker erschien ihr dann doch um einiges reizvoller, als das langweilige Leben eines Bankiers, der den ganzen Tag sowieso nur fremdes Geld zählen durfte. Aber Bäcker.... vielleicht auch noch Zuckerbäcker.... Welches Herz schlägt da nicht schneller?
Wusste Belana allerdings nicht, dass der Rest der Mannschaft so abergläubig war, wenn so eine dicke Frau an Bord war, dass sie vorn überkippen oder zur Seite, sollte sie es wagen von ihrem Platz zu weichen.
Heilfroh, als endlich Land in Sicht war betrat sie das erste Mal Gerimor. „Na das ist ja ein entzückendes kleines Dörfchen“ flötete sie und schob sich das erste Mal seit Stunden wieder was Essbares in den Mund. Zufrieden nahm sie dann endlich auf einer kleinen Bank an einem Teich Platz. „Herrlich!“ flötete sie und blickte dann auf den kleinen Jungen, der vor dem Teich in die Knie ging. „Ja schau... ein kleiner Bub!“, konnte Belana ihre Begeisterung kaum in Grenzen halten, als hätte sie noch nie zuvor ein kleines Kind gesehen. Der Junge hingegen schien etwas erschrocken, na kein Wunder, der ist auch nur Haut und Knochen, da gehen die Nerven schnell mit einem durch, dachte die stämmige Frau bei sich.
„Junge, sieh zu, dass du was auf die Rippen kriegst, sonst fällst du noch auseinander“ grunzte sie vergnügt, und so erheitert sie über ihren eigenen „Witz“ war, klatschte sie sich zusätzlich mit den Händen auf die mächtigen Oberschenkel. Doch der kleine Mann gab noch immer keinen Laut von sich. Vorsichtig beugte sich Belana vor und ganz langsam sprach sie „Kannst... du.... auch... sprecheeen?“ und betonte dabei jedes Wort. „Türlich“ war die kurze Antwort. „Türlich sagt der Rotzbub auch noch.... Redet kein Wort und dann sagt er türlich....“
„Wie ist dein Name?“.... „Belana... Belana Watz... Aus dem Hause der Watzes“ ertönte es mit stolzgeschwelgter Brust „und deiner?“ „Miki“.... Miki... soso... Miki Mikrig tönte es schon wieder in ihrem Kopf. Passt ja. Doch als Miki Mikrigs Mutter auftauchte erhob sich Belana schwerfällig von der Holzbank, die bei genauerem Betrachten bereits die ersten Sprünge aufwies.
Etwas ratlos blickte Belana auf den Fetzen Pergament, den ihr der Kapitän in die Hand gedrückt hatte. Irgendwelches Gekrakle war darauf zu erkennen, Menschen, die des Lesens und Schreibens mächtig wären, könnten locker erkennen, dass es sich um einen Brief handelt, der an den Orden der Temora gerichtet war, doch jene Fähigkeiten besaß die gute Seele nicht und so stopfte sie den Zettel achtlos in ihre Rocktasche.
„Dann wollen wir mal schauen....“ nuschelte sie zu sich selbst und stampfte langsam los in Richtung Bank. Da war doch bestimmt etwas los. Dort ist immer was los. „Ja schau sich einer das an.... Herrlich!“ flötete sie wieder und trat auf den Bankier zu. „Wunderschönen guten Tag. Ah.... der Hausherr persönlich. Sehr schön. Wisst ihr... ich bin ja quasi vom Fach. Fast hätte ich eine Lehre angefangen. Bei einem anderen Bankier wisst ihr. Aber na ja.... ihr wisst schon. Nicht jeder erträgt meinen Glanz und meine Glorie an seiner Seite“ lauthals begann sie wieder zu Lachen, begleitet von einem Grunzen. „Ach.... der Bäcker sucht? Na dann sollte ich doch fast....“ so schnell die dicken Beine sie trugen, war sie auch schon wieder aus der Bank verschwunden. Bäcker erschien ihr dann doch um einiges reizvoller, als das langweilige Leben eines Bankiers, der den ganzen Tag sowieso nur fremdes Geld zählen durfte. Aber Bäcker.... vielleicht auch noch Zuckerbäcker.... Welches Herz schlägt da nicht schneller?