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[Event] Die unbekannte Gefahr

Verfasst: Montag 30. November 2015, 16:53
von Der Erzähler
Unruhen im Nebelwald

Eine Geschichte nimmt von Zeit zu Zeit immer wieder ihren Lauf, niemand kann ihren Verlauf ändern nachdem das Ereignis passierte. Doch eines sollte jedem von Euch dort draußen bekannt sein, Ihr könnt stets Teil einer einzigartigen Geschichte sein und ihren schicksalhaften Verlauf mitgestalten. Sei Euer Beitrag auch noch so klein, Ihr ward einst Teil dieser Geschichte und könnt sie wieder geben. Erst danach wird sie Bestand haben und in Chroniken aufgenommen.

Wir schreiben das Jahr 258 nach der menschlichen Zeitrechnung und seit einiger Zeit ward kein Elf mehr in West- und Ost-Gerimor gesehen. In manchen Winkeln des Landes verbreiteten sich bereits die ersten Gerüchte, die Elfen haben sich gänzlich zurück gezogen, da sie an der Geschichte und Zukunft dieses Landes keinerlei Interesse mehr haben. Vor allem vernachlässigen sie ihre Aufgaben als Wächter, viel schlimmer, sie haben ihre Pflicht vergessen und überlassen uns allem Unheil allein. Der geschwätzige Mensch, höchstens siebzehn Jahre alt, lupft mit seinen Augenbrauen und blickt fassungslos in die Menschenmenge als erste Wiederworte ihm entgegen hallen.

Hör doch mit diesem Unfug auf, die Elfen können doch von Heute auf Morgen nicht spurlos verschwinden. Sie sind sich ihrer Pflichten bewusst und würden uns nicht einfach alleine lassen, oder etwa doch? Die panische Frau hob ihrem Rocksaum an, spielte und zerknitterte ihn vor Panik.

Der Geschwätzige rieb sich mit einer Hand über seinen Hinterkopf und meinte nüchtern: „Na klar können sie, das seht Ihr doch. Warum erklärt Ihr Euch sonst, das sie seit Wochen schon nicht mehr gesehen worden? Ich war auch schon am Randes des Nebelwaldes, dort herrscht Totenstille, kein Tier, kein Elf weit und breit zu sehen. Die Bäume sind demoliert, kleine Flammen brennen im Wald und dort herrscht das reinste Chaos! Ich sah dort auch komische Gestalten und hörte ein zischen, surren...oder gar schlürfen am Waldesrand. Ein Ast oder was weiß ich zerbrach unter ihm, ein großer Schatten mit Helebarde näherte sich mir immer mehr. Ich bin doch nicht verrückt und verweile länger dort, ich bin schnell weg gerannt. Wenn das keine Anzeichen für Ihr verschwinden sind Du törichtes Weibsbild, ja dann weiß ich es auch nicht!

Die Frau blinzelte, rieb sich über ihre Augen und die Menschenmenge löste sich auf. Sie verstreute sich in alle Himmelsrichtungen und keiner war vorerst mehr gesehen.

Doch was war jetzt der wirkliche Grund für Ihr fernbleiben? Das wusste scheinbar bisher niemand, außer den Elfen selbst.

Re: [Event] Die unbekannte Gefahr

Verfasst: Dienstag 1. Dezember 2015, 12:32
von Der Erzähler
Ein eisiger weißer Mantel legte sich über das Land, während einige wenige der verbliebenen Elfen ihren Verbündeten zur Seite standen. In der Nacht war er gekommen, unerbittlich und doch schön. Der Frost zog ins Erdreich und sorgte dafür das der Schnee an der Oberfläche liegen blieb. Die weiße Pracht glitzerte im Mondschein und wo an einem Ort, Seite an Seite gekämpft wurde, tauchten anderorts dunkle Schatten auf.

Die große surrende, zischend komische Gestalt mit seiner großen Helebarde am Waldrand war nichts anderes als ein Ophidian, bekannt als Schlangenmensch. Viele von diesem Volk schlürften mit ihren schlangenartigen Unterleib am Waldrand entlang und ihr Oberkörper wirkt sehr menschlich, abgesehen von ihrem Schlangenkopf. Sie haben Hände und jene ermöglichen es ihnen Waffen zu führen. Umso verwunderlicher das sie sich ans Tageslicht trauen, sonst sind sie nur in engen Gebirgspässen oder finsteren Höhlen anzutreffen. Sie waren bisher niemals aggressiv und vor allem dringen sie nicht in unbekannte Lebensräume ein.

Erst war es nur ein seichtes Schimmern, doch als der Vollmond hinter einer Wolkenwand verschwand pulsierte das hellblaue Licht der Klangsteine viel deutlicher. Dazu hörte man im Nebelwald ein leises anhaltendes Summen doch schon nach kurzer Zeit wurde der anhaltende Ton immer lauter und drängender.


Vereinzelte tiefe Löcher stachen aus der Erde hervor,  sie sind ungefähr 1,80 Meter hoch und 2 Meter breit. Sie erinnern an ein Torbogen, doch wohin führten sie unter der Erde? Der Wald verteidigte sich gegen die Eindringlinge mit seinen Wurzeln, die Äste der lebenden Bäume schlugen nach ihnen und verhinderten vorerst ihr vorwärts kommen. Die Schlangenmenschen gruben mehrere Löcher und sie begannen immer tiefer in die Erde vorzudringen, mit ihrem Ziel den Nebelwald unterwegs zu umgehen und in Ered Luin zu landen.


Verfasst: Dienstag 1. Dezember 2015, 18:24
von Gast
Es war wieder einmal Zeit, die Energiebarrieren der Stadt zu kontrollieren und sie auf ihre Durchlässigkeit und Stabilität zu prüfen, als er eine innere und äußere Unruhe verspürte. Eine diffuse Welle der Unruhe und Sorge, die aus dem Nebelwald zu kommen schien klang im Lied des Tales mit. Nur wenig später schlugen auch die Klangsteine ihre Melodie an und bekräftigten die Warnung des Waldes. Eindringlinge! Femdes Lied! Dissonanz! Umgehend glich die Elfenwache nach Manier der ithryn sein Seelenlied an das des großen Liedes an und dezentralisierte den Fokus seines Liedsinnes von seiner Umgebung weg, bis vor die Tore des Waldes um der besonderen Melodie des Nebelwaldes besonders eindringlich lauschen zu können. Es war deutlich, die Baumhirten, die Waldgeister, die Bäume selbst waren unruhig und in solchen Maße, dass selbst er es spüren konnte obwohl er lange nicht so eins war mit dem Nebelwald wie die beiden duridya'a gwathel Shalaryl oder gwador Lu'araiel.

Schon im Gehen und so eins mit dem großen Lied wie es für ihn noch sicher war, begann die Elfenwache Ered Luins seine Körperklänge zu modullieren, weißsilbernes Fell sproß aus seiner Haut, und während sein Körper seine Größe und Form änderte, und auch Organe und Gliedmaße ihren neuen Platz fanden, ging er auf alle Viere und setze zum Sprint an. Nur ein paar Meter weiter kompletierte der buschige Schwanz eines Silberfuchses seine neue Form im Lied und half ihm Kurs und Gleichgewicht zu halten. Zuerst schmeichelte der warme Marmor der Stadt noch seine Pfoten, doch dann, jenseits der Tore, waren es nur kurz die Kieselwege, dann der frisch gefallene Schnee, die hohen Nebelgrashalme und das Unterholz des Waldes. So eilte er die Grenzen des Nebelwaldes ab, Norden, Westen, Osten, Süden... doch die Quelle der Unruhe konnte er zunächst nicht finden. Einzig eigenartige Löcher fielen ihm vereinzet im Wald auf, klaffend schwarz hoben sie sich vom frisch gefallenen Schnee ab, aber für den Moment suchten all seine Sinne nach etwas anderem. An den Einhornweidegründen angekommen, auch die Tiere waren unruhig, aber wohl sicher, machte er kehrt und setzte zu einer zweiten Runde an, diesmal am äussersten Rand des Nebelwaldes.

Die Elfenwache hatte schon die Hoffnung, es könnte sich doch um einen Fehlalarm oder einen unbelehrbaren Holzfäller gehandelt haben. Mit einem solchen wäre der Wald in dieser Zeit wohl zurecht gekommen, wenn auch zum Schaden des Holzfällers. Dieser Gedanke lies dem Fuchs ein Seufzen entweichen. Dann jedoch schlugen seine Liedsinne selbst Alarm. Liedeingriffe... Gewebe des Feuers und die Quelle: eine Dissonanz in sich. Seine Pfoten trugen ihn eilig in die Richtung, die seine Liedsinne vorgaben und schon bald konnten auch die weltlichen 4 von 5 Sinnen des Fuchses den Eindringling wahrnehmen.

Ein Geschmack von Aas in der Luft, Eschen-, Birken und Zedernrauch, ein wütendes, wiederkehrendes Zischen in seinen Ohren, ein Geruch von Amoniak in der Luft... wie Reptilienexkremente? Zuletzt tauchte zwischen den Bäumen das Körperbild des Angreifers auf, ein langer reptilienartiger Unterleib, ein menschlicher, wenn auch beschuppter Oberkörper, der Kopf einer riesenhaften Schlange und beschuppte Arme mit langen, scharfen Klauen. In der einen Klaue ein Stab. Ein Ophidiane und einer ihrer Liedverzerrer in diesem Fall.

Ein Kampf war im Gange, der Ophidiane setzte sich bereits gegen einen der Baumhirten zur Wehr und auch zwei der augenscheinlich normalen Waldbäume waren bereits zu mehr Leben erwacht und versuchten mit Wurzeln und Ästen sich des Ophidianen zu erwehren. Unharmonisch griff das Schlangenwesen nach dem großen Lied und zerrte vor allem elementare Feuermelodien achtlos aus der Umgebung um einem Liedkonstrukt Form zu geben. Das fertige Konstrukt, eine achtlos gefomte Feuersphäre, versengte nur Momente später einen der erwachten Bäume.

Die Elfenwache hatte genug gesehen, mit diesem Gegner würde der Wald nicht allein zurecht kommen und so, im Innneren immernoch dem großen Lied so nahe wie möglich, modulierte er noch einmal seinen Körperklang um sich eine seiner wahren Gestalten zu geben, jene des Elfen. Das erste Weben des Elfen galt einer reflektierenden Sphäre um ihn. Ein weiteres sanftes aber bestimmtes Weben und Stränge aus Luft versuchten das Schlangenwesen zu binden, es bewegungslos zu machen. Ohne eine Frage oder Diskussion begann er Strukturen des Feuers zu weben, jedoch auf die behutsame Art der ithryn. Das Feuer der Sonne, Wärme aus einer großen Fläche, Erdmaterial, Staubpartikel, berherztes und dennoch nachhaltiges Vorgehen aus der Übung vieler Jahrzehnte. Nicht weniger schnell ging dies vonstatten, und so sandte er das erste fertige Feuergewebe gegen den Eindringling, der des Elfen bereits gewahr geworden war.

Das Wesen, gerade noch selbst beschäftigt mit einem Feuerkonstrukt, peitschte zurück als das Feuergewebe den Leib traf. Schuppenkleid des Oberkörpers, Arm und Stab waren angesengt, Schuppen fielen wie verbranntes Laub zu Boden, der beißende Geruch verbrannten Hornes lag in der Luft, eine Fleischwunde zeichnete sie wütend rot, braun und schwarz vom Leib der Kreatur ab. Der Ophidiane erkannte die Schwachstelle des Elfen blitzschnell, Roben, kein Rüstung aber schützende Liedgewebe und so versuchte er erst gar nicht weitere Flammenkonstrukte aus dem Lied herauszuformen sondern ging zum körperlichen Angriff über. Der Ophidiane nahm zunächst eine Schutzhaltung ein und rollte sich dann für eine kraftvolle, plötzliche Attacke zusammen. Eng an den Boden legte die Kreatur den Kopf an und ein bedrohliches Zischen schallte durch die Bäume.

Ein zweites Feuergewebe aus Richtung des Elfen stellte schmerzhaft Kontakt mit dem Ophidianen her und störte znächst die Vorbereitung des Sprunges. Der Ophidiane jedoch war nicht bereit aufzugeben und noch einmal rollte er sich zusammen im Versuch einen zweiten, nun gezielteren Angriff auszuführen. Schließlich entlud sich die in den Körperwindungen angestaute Energie und der Schlangenleib schnellte auf den Elfen zu. Es fiel dem Elfen sichtlich schwer diesen Angriff in so kurzer Zeit mit Bindungen aus Luft zu stoppen und erst wenige Armlängen vor ihm kommt der Ophidiane zu einem Halten. Dann erst, ein wenig verzögert, setzte ein weiteres Elfengewebe des Feuers dem Ophidianen zu, der Aufprall schleudert das Wesen einige Meter zurück. Von der Vehemenz der Kampfwut des Ophidianen überrascht, ließ sich der Elf zu einer Warnung hinreißen:


Deine Art hat hier nichts zu suchen, verschwinde oder werde aus dem Lied verbannt!
Das ist die letzte und einzige Warnung.


Und augenscheinlich ohne Zeit zu verlieren, jedoch vermutlich eher aufgrund der Verletzungen als aufgrund der Warnung, floh die verletzte Kreatur in eines der schwarzen Löcher, welches in diesem Moment größer zu werden schien, um der großen Kreatur Einlass zu gewähren.

Zurück blieb der nun wieder stiller werdende Nebelwald, ein paar angesengte Bäume, ein wieder deutlich kleinerer Tunneleingang, schwarz und von blutrosa Schnee umrandet, Brandspuren an Boden und Bäumen... und ein konstanierter Elf. Eilig brach jener schnellen Schrittes in Richtung Ered Luin auf. Doch dieses Mal sprintete der Elf auf zwei Beinen durch den Wald, in seiner wahren Gestalt ohne eine Verwandlung in Betracht zu ziehen, alle Baumhirten und andere Elfenwachen auf dem Weg umgehend alarmierend.

Erlebnisbericht einer der vielen liedkundigen Elfenwachen Ered Luins

Verfasst: Mittwoch 2. Dezember 2015, 14:15
von Celeg´glin´magol
Die gestrigen Ereignisse waren schlicht ungewohnt und trotzdem muss ich diesen Bericht verfassen. Welche andere Wahl habe ich überhaupt? Die Elfen sollten Bescheid wissen, auch wenn sie derzeit nicht in Ered Luin verweilen. Eine wirklich starke Verteidigungslinie konnte ich mit Fhero`wvan Mor`ithil nicht bilden, vereinzelte Übergriffe auf Tiere und Nebelwaldwachen durch Schlangenmenschen. Eine große Hysterie herrschte unter den Tieren und sie fliehten in den inneren Bereich von Ered Luin, selbst alle nicht wehrfähigen Elfen. Ja nun habe ich eine Evakuierung über den Meeresweg geplant, selbst er scheint nicht sicher. Irgendetwas lauert dort unten, doch ich kann noch nicht sagen was.

Zwei Brieftauben verlassen am frühen Morgen Ered Luin und sie suchen vereinzelte Elfen außerhalb der Stadt auf.

Mae Govannen meine Lieben,

ich setze Euch hiermit darüber in Kenntnis dass der Nebelwald vorerst nicht mehr sicher ist. Im Boden entstehen große Löcher, die Schlangenmenschen verschwinden für ihre gelegentliche Angriffe in ihnen und sie kommen wieder erneut heraus. Vereinzelte Geschwister sind im Nebelwald ihren heimtückischen Angriffen zum Opfer gefallen. Ich war gestern in Begleitung von Fhero`wvan Mor`ithil unterwegs.

Die Tiere und nicht wehrfähige Elfen flohen panisch ins innere von Ered Luin. Wir sind derzeit gefangen, die Schlangenmenschen haben bereits den Marktplatz eingenommen und sie suchen scheinbar einen Weg um den schmalen Gebirgspass zum Hafen zu wählen. Bisher war uns das Schicksal hold, sie haben den Schalter noch nicht betätigt. Im Hafenbecken scheinen auch noch unbekannte Gestalten zu lauern, unter der Wasseroberfläche sahen wir große Schatten entlang schwimmen. Eine Evakuierung Ered Luins ist somit ausgeschlossen.

Fhero`wvan Mor`ithil und ich sind derzeit somit die letzten Verteidiger Ered Luins.

Wir haben die Lage im Griff, zum Anlass der Sicherheit habe ich alle Kinder und Elfenbürger in die Höhle Selines bringen lassen. Sie wird unser letzter Verteidigungswall im Zweifel sein, selbst wenn es eine Sackgasse ist.

Unsere Verteidigungslinien werden wie folgt errichtet:

1. Der schmale Weg Richtung Süden zwischen den Säulen zum Marktplatz wird mit Steinmöbeln und drei Baumstämmen als Barrikade abgesichert.
2. Dieselbe Verteidigungsanlage wird bei den Treppen im Westen errichtet, die zu Selines Höhle führt.
3. Das Hafengebäude wird im Zweifel von uns gesprengt und der entstandene Schutt dient als Barrikade. Hier ist es der effektivste und schnellste Weg zur Sicherung Ered Luins.
4.Kleinere gespitzte Holzpflöcke in die Erde zum Eingang von Selines Höhle gerammt, hier bilden wir die letzte Verteidigungslinie.
5. Wir halten wie der Fels in der Brandung die Stellung, selbst wenn noch so viele Wellen gegen uns schlagen.
6. Weitere Maßnahmen werden bereits ergriffen.

Somit lasst größte Vorsicht walten, wenn Ihr gedenkt Heim zu kehren.
Es ist nicht sicher...

Namarie,
Glin


Verfasst: Mittwoch 2. Dezember 2015, 22:03
von Celeg´glin´magol
Mit filigranen und schwungvollen Zeilen verfasst die Elfe folgende Zeilen, das winzige Pergament bindet sie mithilfe eines kleinen Bindfadens am Taubenbein fest. Sie hält eine jede einzelne der Tauben in ihren Händen, sanft küsst sie deren Schnabel zur Verabschiedung. Die Arme werden in den Himmel hoch gehoben und die Taube los gelassen, sie erhebt sich in die Lüfte. Sie flattert wild in den Himmel und unterwegs weicht sie den Geschossen der Invasoren aus. Nicht alle Tauben schaffen es ihr Ziel zu erreichen und fallen im Nebelwald zu Boden oder im Hafen ins Wasser.

Der Empfänger des Briefes wird folgende Zeilen zu lesen bekommen....


Das Schreiben erhalten folgende Personen in den Orten:

Adoran/Berchgard:

Thelor als ehemaliger Mentor von Fjalon Thorn
Orden der Temora
Heinrik Alsted
Malena, Nasira und Torjan

Thyren:
Asleif Bunjam
Sunnifa Bunjam
Rannveig Hinrah
Runar Wikrah

Menekaner:
Statthalter von Menek Ur mit der Bitte 3 Menekaner aus ihrem Volk zur Hilfe zu schicken.

Zwerge:
Darogan Graufels
Alaric Donnerfaust
Paz Getwergelyn

Mein verehrter Verbündeter,

es sind traurige Zeiten in der ich Euch um Hilfe aufsuche und um die Führung einer Waffe bitte. Doch sollt Ihr wissen, das Ihr nicht der Einzige mit diesem Hilfegesuch seid und Ihr seid zukünftig genau so von den Invasoren bedroht wie wir. Ich bitte Euch um absolute Diskretion und kein Außenstehender darf hier von erfahren, nur Ihr alleine sollt kommen und Euch mit den aufgelisteten Gefährten zusammen tun. Denn in diesen Zeiten ist eine kleine Gruppierung stärker und effizienter als eine ganze Armee, Ihr sollt Euch in das Herz unseres Feindes begeben und dort vorstoßen, ein Präventivangriff muss der Schlüssel zum Erfolg sein. Doch leider sind meine Informationen rar gesät und ich kann Euch nicht viel mitteilen. Wir führen einen zwei Fronten Krieg und sind in die defensive gedrängt worden. Wir können keinen Ausbruch wagen, zu viele unseres Volkes sind verletzt, niedergestreckt wurden oder zu jung zum Kampf. Die Verteidiger sind rar und der Feind zu übermächtig. Sie überraschten uns, es gab keine Anzeichen für Ihr kommen.

Zuerst kamen die Schlangenmenschen am Rande des Nebelwaldes aus ihren Löchern und vertrieben dort alles Leben. Bisher hat der Wald Ihr vordringen verhindert, doch mag es nur eine Frage der Zeit sein bis sie vorstoßen. Unsere Stadttore sind geschlossen, vermutlich müsst Ihr Euch einen anderen Weg suchen um zu uns zu kommen. Eine zweite Gruppe von Invasoren erhob sich aus dem Wasser, sie kämpfen mit dem Dreizack, Speer, Kurzbogen oder einer Schleuder und unbekannte Seeungeheuer begleiten sie. Wir befinden uns derzeit mit ihnen im Kampf, zu den Schlangenmenschen kann ich Euch leider keinerlei Auskünfte geben. Da sich unsere verbliebenen Kräfte vollkommen auf den Hafen konzentrieren. Der Grund ihrer Invasionen ist uns nicht bekannt und alles ist nur noch eine Frage der Zeit.

Die Bitte für Eure riskante Mission lautet wie folgt, führt einen Präventivangriff durch und sucht nach einer Schwachstelle bei den Schlangenmenschen. Stoßt in ihr Herz vor, versucht ihren Anführer zu finden und gelangt auf den Marktplatz Ered Luins. Die zwei Elfenwächter werden Euch einen schmalen Gebirgspass zeigen, von welchem aus Ihr zum Hafen gelangt und den unbekannten Meereswesen in die Flanke fallt. Zu diesem Zeitpunkt werden wir auch einen Vorstoß wagen und unsere verbliebenen Kräfte mit den Euren vereinen.

Auf das uns der gemeinsame Sieg gewährt wird und wir unsere Völker wieder näher aneinander rücken mögen.

Bis dahin verbleibe ich in diesen düsteren Zeiten mit den besten Wünschen für Euer gesundheitliches Wohl und auf das Ihr uns helfen werdet. Ich möchte Euch daran erinnern absolute Diskretion zu wahren und keine Außenstehenden zu informieren. Ihr müsst Euch ab hier an gemeinsam untereinander arrangieren und ein Treffpunkt aushandeln. Da ich zur Außenstehenden Lage derzeit nichts zu sagen vermag.

Auf das uns der gemeinsame Sieg gewährt wird und wir unsere Völker wieder näher aneinander rücken mögen.

Auf das uns der gemeinsame Sieg gewährt wird und wir unsere Völker wieder näher aneinander rücken mögen.

Wir erwarten Eure Hilfe am morgigen Abend, Ihr sammelt Euch am besten zur 20 und eine Viertelstunde an der Ruine beim Nebelwald. All jene die von Euch dort eintreffen, genießen in diesem Anliegen mein vollstes Vertrauen. Geht gemeinsam vor und wir werden uns treffen.

Namarie und Phanodain möge Euch mit Weisheit auf Eurem Vorstoß beistehen.
Glin

(3.12.2015 20:15 Treffen, Start 20:30 für alle bisher nicht Beteiligten.)

Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2015, 12:13
von Gast
*das Flattertäubchen nebst der Botschaft würde abgefangen von einer der postierten Wachen, nachdem die Botschaft an Alaric überbracht worden war übersandte jener Abschriften an die anderen Empfänger und legte das Schreiben zunächst im Sippenhaus aus.

Im folgenden bearbeitete er eine recht kleine Steintafel und lies die Taube aus einem gigantischen Futtertrog, welcher wohl ursprünglich für die nunmehr größtenteils ausgeflogenen Wachteln angesinnt war, kredenzen.

Die Taube würde dann folgende Botschaft in die Stadt der Elfen tragen:*


Die schützenden Pranken des Cirmias mit euch, Verbündetes Volk der Elfen.

Ohne Frage sind die von euch gesandten Zeilen besorgniserregend, es scheint wohl an so mancher Front zu knistern.

Zumindest auf mein Erscheinen kann gebaut werden, vielleicht wird mich der ein oder andere Sippenbruder begleiten. Die Botschaft wurde außerdem an Darogan von den Graufelsen und an den Item Dar Paz Getwergelyn weitergeleitet.


*darunter findet sich die Signatur Alarics als rechtskräftige Bestätigung seines Kommens*

Alaric Donnerfaust
Graik Dar der Legionen des Vaters
Medizinischer Knochenbrecher der Sippe
Kurator des Museums unter dem Berge

Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2015, 13:55
von Gast
"Bring das zu den Spitzohren" wiederholt Ranni immer und wieder dem Wolf, welchem sie ein Halsband umlegt mit einer Nachricht für die Elfen.


Hossa Glin,

Üverrascht hav mey de Zeylen gelesen und natürley werdn Sunnifa und mey dem Volk der Eledhrim zur Seiten stehn.

Leyder kinn mey dey net sachen, ov Runar oder Asleif ouch mitkimmen, da mey se noch ney jefragt hav.


Mir sehen uns heut Avend

Blut und Ehr

Rannveig

Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2015, 14:27
von Gast
Ein einfaches Pergament, mit dem Siegel des Ordens verschlossen, findet seinen Weg zum Absender zurück:

Im Gedenken an die Sieben,
unter dem strahlenden Banner der Temora,
entsenden wir unsere Grüße an Glin, ehrenvolles Kind Phanodains.

Je mehr Tage vergehen umso dunkler scheinen sie zu werden. Doch in
dieser Zeit liegt es am Lichten Pantheon zusammen zu stehen und der
Dunkelheit Einhalt zu gebieten. So viele Ordensmitglieder wie möglich werden
am heutigen Abend zu euch kommen um mit euch zu streiten.

Möge die Allmutter eure Wege ebnen und Temora sie erleuchten,
Orden der Temora

[img]http://s1.directupload.net/images/131222/xzi3txil.gif[/img]
Eliana Dyrion

Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2015, 19:29
von Gast
Auf leisen Sohlen, wie man es von den Eledhrim gewohnt war, hatte Nandôth sich in den frühen Abendstunden bereits Richtung Talinneres aufgemacht, um die dortige Lage zu überprüfen. Mit einem Langbogen in der Hand und kurzen Edhilklingen an den Hüften befestigt striff er durch das recht hohe Gras mit den stetigen Felsbrocken, die guten Schutz vor Entdeckung durch die Ophidianen boten. Als er schließlich einen weit abgeschotteten Ritter des Gegners entdeckte, beobachtete er ihn eine ganze Weile. Wie eine Marmorstatue kniete er dort, hinter einem Felsen mit hohen Gräsern drum herum versteckt und stierte den Feind aus seinen azurblauen Augen an. Erst lange Zeit später dann, legte er lautlos den ersten Pfeil auf die Bogensehne und spannte jene. In einer fließenden und schnellen Bewegung erhob er sich, nahm Ziel und ließ den Pfeil durch die Luft sausen, bis er am Übergang vom Kiefer zum Hals sein Ziel traf. Ein wütendes Zischeln war die Antwort und schon wurde die Hellebarde drohend in Richtung des Edhel gerichtet. Dieser ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und feuerte noch ein paar weitere Pfeile ab, bis das glücklicherweise recht langsam schlängelnde Wesen kurz vor ihm in sich zusammen brach. Die Gunst der Stunde war wohl die Einsamkeit gewesen. Mehrere von ihnen wären mehr als nur knirschig geworden. Doch für's Erste genügte es ihm und er machte nur noch einen Schlenker gen des nächstbesten Gewässers, wo er aus sicherer Entfernung diese Meeresbewohner beobachtete. Schlussendlich war nach wenigen Stundenläufen das Ziel des Wachganges erreicht und er zog sich wieder zurück zu den anderen Edhil.
Dort angekommen, berichtete er Glin auch sogleich von seinen Erkenntnissen: "Gwathel, unser Feind hat rein physisch betrachtet nur wenige Schwächen. Die eine, eher offensichtlichere ist seine geringe Fortbewegungsgeschwindigkeit. Die andere ist seine beschuppte Haut. Sie mögen dicht und massiv sein, doch sie bilden keine durchgehende zweite Schicht. Das heißt, mit spitzen Waffen kommt man verhältnismäßig gut durch sie hindurch. Klingenwaffen sind das Letzte, das wir gegen sie verwenden sollten. Desweiteren sollten wir überprüfen, wie sie zu Elementarangriffen stehen und wie es um ihre Giftresistenz steht. Mein Gefühl sagt mir allerdings, dass wir hier nicht weit kommen werden."

Re: [Event] Die unbekannte Gefahr

Verfasst: Dienstag 19. Januar 2016, 23:41
von Der Erzähler
Sanft kitzelte ein Sonnenstrahl das Blätterwerk des Elfenbaumes. Während der Wind durch den Nebelwald streifte, wurde ein einzelnes Blatt von der Brise erfasst und glitt hinunter zum Waldboden. Gerade war ein junges Eichhörnchen dabei eine Nuss zu vergraben. Es hielt inne, schnupperte daran, rannte zum nächsten Baum und verschwand in seiner Baumhöhle. Seit einigen Tagen waren die Tiere aus dem Tal Ered Luins in den Nebelwald zurück gekehrt.
Jener Wald, mystisch und voller Leben strahlte nun Ruhe aus. Aufmerksame Beobachter jedoch, vermochten Veränderungen sehen und einfühlsame Lindil jene auch spüren.

Das Wasser im Fluss begann sich langsam, aber stetig, einen weiteren Weg in den Wald hinein zu suchen. Das kleine Rinnsal führte einen Kampf, gegen die klirrende Kälte, doch nach und nach strömte mehr Wasser nach und bildete so eine feine Ader. Erst floss es leise und unscheinbar, jedoch, je mehr Wasser dazukam bildete sich hier und da ein neuer Arm der dem Fluss zu neuem Leben verhalf.


Verfasst: Mittwoch 20. Januar 2016, 14:31
von Gast
Ein unbeschreibliches und für Lied-affine Wesen wie die Elfen, nur schwer in Worte zu fassendes Gefühl durchdrang den Körper einer Wölfin, die weit im Norden des Landes ihre Bahnen mit einem Rudel zog.
Mitten in einer Hetzjagd des Wolfsrudels, erschien es so als würde eines der Tiere von einer unsichtbaren Hand gestoppt und sogar seine Gestalt zerrissen. Schmerzvoll war die Wandlung der Elfe, welche sich viel zu lange in der Gestalt ihres Seelentieres aufgehalten hatten. Es war nicht ihr eigener Wille der sie aus dieser Traumwandlerischen Gestalt riss und sie wie von selbst zurück nach Ered Luin lenkte.
Die Verbündeten hatten Kämpfe auszufechten, doch war dies nie der Anlass gewesen, so einen starken Drang zu verspüren, in die Heimat zurück zu kehren.
Die sorgfältig verstaute Ausrüstung wurde geholt und in Windeseile angezogen. In einem langen Marsch, welchen die Elfe in einer Eile absolvierte, die Menschen schon nach wenigen Stunden die Kraft rauben würde, erblickten ihre Augen die ersten Ausläufer des Nebelwaldes. Die Kämpfe waren schon Tage vorbei und die Wunden des Waldes selbst für eine Edhil ersichtlich. Löcher, Rauch und Feuer waren noch immer hier und dort zu erblicken.
Ein gewöhnlicher Angriff dachte sich Y'vesliv, nichts womit ihre Geschwister nicht umgehen könnten.

Die gerüsteten Stiefel traten über sterbende Äste und einen trotz der Winterskälte, unangenehm feuchten Boden. Wäre es Blut gewesen, das sich in solchen Mengen über den Waldboden ausbreitete, hätte sich die Elfe sicher Sorgen gemacht. So schien es ihr jedoch wie ein Einsetzen von Tauwetter. Im blauen Tal angelangt, wurde Y'ves Zeugin einer Befragung der Maemagol. Nicht viel Zeit verbrachte die Kämpferin vor Ort, war ihre Kraft doch noch immer ausgeschöpft von der weiten Reise.
Doch bewusst wurde sich die Elfe, es war notwendig zu reagieren und doch war es mehr das zu bedenken war...
Haben die Ithron eine Macht nicht erahnen können oder haben sie selbst ihre Macht einbüßen müssen?
Yves würde jedenfalls eine Weile ruhig verweilen und beobachten, bis sie wieder bei Kräften ist, vielleicht findet sie bis dahin auch die Quelle der Wärme, die den Nebelwald mit Wasser füllt, anstatt es gefrieren zu lassen.

Verfasst: Mittwoch 20. Januar 2016, 21:10
von Lu'araiel
Feuchtigkeit sog sich den weichen Stoff der Robe hinauf ohne, dass es der alte Lindil wirklich wahrnahm. Schneeschmelze wäre ar etwas ungewöhnliches, würde er sich hier durch einen normalen Tan bewegen und wäre das große Erwachen nah. Aber eigentlich war es dafür noch zu früh und zum anderen war der Nuya'tan kein gewöhnlicher Tan, er war der Garten der Weberin. Durchdrungen von ihrer Schöpfung, die sich nach all den Jahrhunderten immer noch erkennen ließ wie eine feine Handschrift. In einer Tiefe und Kunstfertigkeit, die jeden Strich, sei er auch nur von der Größe eines Fingernagels so einem Gemälde werden ließ, dessen niemals jemand in allen Facetten gewahr werden könnte. Ein seltsames Gefühl war mit dem Wasser gekommen. Früher als der alte Lindil noch jung war, wechselten sich Frühling, Herbst und Sommer stets im Nuya'tan ab. Aber der lange Schlaf, der die restliche Welt in seinen Bann zog, mied den Garten der Weberin. Allein schon das hatte sich verändert, doch nun Wasser vor der Schneeschmelze?

Er brauchte Antworten. Und es gibt nur Wenige die ihm Antworten würden liefern können, die er im Stande war zu fragen. So führten den alten Lindil seine Schritte bedächtig durch den Nuya'tan. Langsam erst schälte sich aus dem Nebel ein alter Baum, vermutlich hatte er Baum sogar schon den ersten Spaziergang der Weberin mit dem Wissenden durch diese Gärten erlebt. Doch wenn es so war, dann schwieg er darüber. Lu war es immer so vorgekommen als würde er, sprach er ihn darauf an ein wohliges Seufzen hören, was Antwort genug war. Nur das Bäume ar Seufzten, das Gefühl für den Klang eines Seufzens war allerdings das Gleiche egal in welcher Sprache es gesprochen würde. Langsam glitt Lu's Blick über die alte knorrige Eiche und ein Schmunzeln huschte über sein Gesicht. Als sich seine Hand an den Stamm des Baumes legt und er sanft seinen Geisterklang ausdehnt um zu der uralten Melodie Kontakt aufzunehmen, überzieht seine Finger langsam das Rindenmuster des Baumes. Für einen Lindil verging die Zeit wie ein Wimpernschlag, aus Jahren wurden Jahrzehnte aus Jahrzehnten wurden Jahrhunderte, aber jedes Mal wenn er Kontakt mit seinem alten Freund aufnahm fühlte sich selbst Lu wie ein junger Lindil der das erste Mal den Bogen spannte.
  • "Sanya'sala mein Freund, fae suche dhao's Rat.
    Würdest ti wohl dhao's Wurzeln für mich nach Antworten ausstrecken?
    Was geht vor im Nuya'tan?
    ........"
Nun hieß es auf die Antwort zu lauschen.... sie würde kommen. Nur wäre es rechtzeitig genug?

Re: [Event] Die unbekannte Gefahr

Verfasst: Donnerstag 21. Januar 2016, 10:01
von Der Erzähler
Die knochige alte Eiche teilte ihr Wissen. Sie offenbarte die Sicht auf, die vergangene schreckliche Schlacht die Verluste gefordert hatte, ob Elf, Tier oder Pflanze. Auch das Leid war deutlich zu spüren, die schwelenden Wunden die sich tief bis in die Wurzeln gegraben hatten. Als hätte der Angriff eine Narbe in die Ringe des Lebens geschlagen, war dies nicht ohne Spuren vorüber gegangen. Dennoch war da noch etwas anderes, stärkeres. Als würde der Nebelwald anfangen sich zu verteidigen, oder auf schlimmeres vor zu bereiten. Junge Triebe die wie ein heller Klang in der Hülle der Melodie aufbrausten. Dunkle starke Töne, die länger nachhallten. Diese Veränderungen wurden nun auch deutlicher. Kräftige Elfenbäume streckten ihre wuchtigen Häupter noch weiter zum Himmel hinauf. Als würde sich etwas neues entwickeln, war da noch ein weiterer, bisher unbekannter Klang. Kräftig stark doch seltsam vertraut.


Verfasst: Donnerstag 21. Januar 2016, 14:25
von Earon Auenbacher
Etwas hatte sich verändert in diesem Wald, der von allen Wäldern Gerimors, vielleicht mit Ausnahme des Hains, der merkwürdigste war. Viele Menschen fanden merkwürdige Dinge eher störend. Earon jedoch nicht, denn er liebte die Rätsel der Welt. Den Nebelwald besuchte er zwar meist nur auf der Durchreise, denn dort fand man häufig die kleinen Waldgeister, aber dennoch spürte auch er, dass sich etwas getan hatte.

Die Waldelfen Shala war an seiner Seite gestanden, als er sie dringend gebraucht hatte, war eine Hilfe gewesen und hätte ihm Lektionen beigebracht, die er vorher nie erahnt hätte. Etwa mit den Bäumen zu reden, wie er es sonst nur mit den Tieren pflegte. Dafür war er ihr dankbar und deshalb wollte er ihr auch helfen, beistehen, wenn es in seiner Macht lag. So regte sich dann irgendwann das Gefühl, dass was auch immer im Nebelwald vor sich ging, vielleicht nicht sein Problem war, er aber wohl anbieten sollte, dass er etwas zur Hilfe beitragen sollte.

Bevor er den unausweichlichen Schritt machen musste und mit den Bewohnern Ered Luins Kontakt aufnahm, da wollte er sich aber doch selbst zunächst einmal ein Bild von der Lage machen. Der Nebelwald wurde so als zum ersten Mal Teil seines Interessengebietes, versuchte sich auf dessen Klänge und sein Lied einzustimmen.

Den Bewohnern des Waldes und vielleicht auch der Stadt könnte so in den nächsten Tagen wohl ein neues und durchaus ebenso merkwürdiges Wesen begegnen, welches durch den Wald streifte. Ein mächtiges Baumwesen von gewaltigem Wuchs und erfüllt vom Gleichgewicht der Elemente. Doch eine weitere wohlwollende Kraft umgab das Wesen, welche wohl bereits Tieren und Pflanzen seine Hilfe anbot.

Welcher Weg sich daraus ergab war zu diesem Zeitpunkt mehr als ungewiss. Doch immer dann, wenn Gefahr lauerte oder die Dunkelheit erdrückend wurde, war es so wichtig, dass man versuchte sich beizustehen.

So würde wohl Shala früher oder später einen Besucher in ihrem Nest vorfinden können. Eine ausgesprochen ernste und dich auch vertraute Eule, auf der Suche nach einer alten Freundin.

Als ihm dann recht bald und unmissverständlich klar gemacht wurde, dass seine Hilfe oder Anwesenheit nicht erwünscht war, verließ er den Wald auch bald wieder.

Verfasst: Donnerstag 21. Januar 2016, 17:40
von Shalaryl Di'naru
Am Abend zuvor...

Es hatte durchaus diverse Vorteile, wenn der eigene Baum praktisch neben dem
Fluss stand. Sei es die Wasserversorgung eben jenes Baumes, die aller Bewohner
oder der Umstand, dass man mit kurz mal eben nach unten Segeln ziemlich ein-
fach Körperpflege betreiben konnte. Und natürlich merkte man so auch, wenn
der Fluss sich änderte, vor allem wenn man seine Hängematte in Flussrichtung
aufgehangen hatte.

So sammeln grüne Hände etwas Wasser, geben es in ein gewölbtes Stück Rinde.
Dann taucht eine Hand wieder in den Fluss, lässt das Nass so nach unten rinnen,
dass es erst über den glitzernden Bernstein in der Hand darunter läuft um
dann in die natürliche Schale zu Tropfen und dort Wellen im schon gesammel-
ten Wasser zu schlagen. Winzige Lichtperlen schimmern mit und in den Tropfen,
goldene Echos aus dem Bernstein, während das leise Geräusch des Platschens
am strömenden Fluss nahezu untergeht. Ausser, man ist ganz nah dran.
Ausser, man hört ganz genau hin, mit mehr als den Ohren.

Tropf...
Tropf...
Tropf...