Seite 1 von 1

Getrennte Wege

Verfasst: Montag 3. April 2006, 17:35
von Solveigh
Getrennte Wege


Mutters Wesen und Wille liegt geborgen im Einklang ihrer Schöpfung,
und jene erfahren nur die Sinne.

Versucht der Geist den Einklang der Dinge zu erkennen
in dem er sich den Sinnen hingibt,
begibt er sich auf die Suche nach Mutters Willen.

Gibt er sich dem Wunsch nur hin, der eigenen Idee,
wird er jenen Willen nie ergründen,
weil seine eigene Welt er schafft.

Der Geist, der Wahrheit diktiert, erkennt letztlich nur sich selbst.

Solveigh



Sie hatten sich auseinandergelebt, langsam, aber stetig.

Was Vivianne als Wahrheit verkündete, wollte Solveigh nicht in den Kopf gehen, und einige wenige Verschiedenheiten hatten sich im Laufe der Zeit zu unüberwindlichen Hindernissen aufgetürmt.
Es war Solveigh nicht einsichtig gewesen, und Vivianne hatte es ihr weder vermitteln Können, noch stand das, was Vivianne sagte im Einklang mit Solveighs Fühlen.

Geendet hatte es in der nüchternen Feststellung, dass man Solveigh mit ihrem Denken nicht auf die jüngeren Geschwister loslassen könnte, dass sie sie wohl verderben würde, nicht lehren konnte.

Dabei ist und war Solveigh stets davon überzeugt, dass freier Wille sich das, was er lernt, wem er vertraute, selber suchen würde.
Das Mündigkeit etwas sei, was die Jungen befähigt, selbst zu entscheiden, was ihr Weg sein sollte, was schlüssig war, was nicht.

Die Kluft zwischen dem was gepredigt wurde und dem Handeln ansich, war zu groß, als dass Solveigh es stillschweigend hinnehemn wollte.

So trennten sich die Wege, und Solveigh würde den ihren beschreiten, wie sie es immer getan hatte.