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Botschaften nach Winterfels

Verfasst: Samstag 14. November 2015, 10:35
von Eveliina von Talgrund
Vor ein paar Tagen wurde ein Bote auf den Weg nach Winterfels geschickt. Er hat in seiner Reisetasche einen Brief für den Bruder der Freifrau und auch einige mündliche Informationen. Die er dem momentanen Halter der Stadt Winterfels übermitteln sollte.
So ihr Bruder im fernen Winterfels den Brief öffnet, wird er die ordentliche Schrift seiner Schwester erblicken.


  • Der Krone und dem Reich zu Ehren mein geliebter Bruder,

    seit der Zeit meines Aufbruches aus Winterfels hat sich in der Hauptstadt einiges ereignet was mich in Sorge hüllt. Und mich daher an dich schreiben lässt.

    Aber sei erst einmal ohne Sorge, mir geht es gut und ich bin wohl auf. Dies kannst du auch dem verehrten Vater und unserer geliebten Mutter mitteilen.

    Dennoch ist mein Herz schwer und die Dinge die ich dir mitteile von Wichtigkeit und bedürfen keinerlei Aufschub.
    Das Reich befindet sich in den Vorbereitungen des Krieges, den die Brut des Panters ist zu einem gefährlichen Gegner geworden. Denn man rechnet mit einem Angriff jener auf das Reich. Daher wird momentan in Adoran und dem ganzen Umland sich darauf vorbereitet.

    Aus diesem Grund wende ich mich auch an dich, du weist mein Lehen liegt genau vor den Toren der Stadt und da keine Siedlung auf jenem Territorium sich befindet, sind meine Mittel zur Unterstützung des Königs gering.

    Dennoch möchte ich meinen Teil zur Verteidigung und Unterstützung des Reiches beitragen und sowohl den König wie auch mich und die Bürger schützen in jenem schändlichen Krieg.

    Ich weiß, seit meinem letzten Besuch das Winterfels momentan seine Truppenstärke stark ausgebaut hat und viele junge Krieger den Weg zu den Ausbildungsstätten unserer Heimat gefunden haben. Und daher möchte ich dich bitten, unter jenen jungen Menschen welche zu suchen, die bereit sind den Weg nach Talgrund und somit Lichtental zu suchen, um sich meiner Person als Lehnsherrin anzuschließen, dem König treu zu dienen und auch den Krieg nicht scheuen.

    Darüber hinaus, ist dir bekannt wie es um mein Lehen steht und welche Strukturen ich anbieten kann, so wäre mir auch geholfen, wenn du jene sendet, die die Parzellen in meinem Lehen bewirtschaften können um für den Krieg Nahrung und andere wichtige Mittel zur Verfügung zu stellen.
    Natürlich übernehme ich für jene Personen die Kosten der Überfahrt und werde auch dafür sorgen, dass sie ihnen in Adoran aufgenommen werden.

    Verbleibend auf deine Antwort und deine Reaktion.

    Deine dich liebende Schwester

    Eveliina von Talgrund
    Hochedle zu Winterfels
    Freiherrin von Talgrund


Verfasst: Samstag 14. November 2015, 13:36
von Gast
Das Schwert vermag zu töten, aber nur der Geist, kann das Schwert zu Ehren Temoras führen!


Hoch hielt man den Leitsatz der Baronie Gryffenhorst, besonders in der Lehensstadt Winterfels.
Emilia, geboren und aufgewachsen in Winterfels, als einzige Tochter und zeitgleich einziges Kind eines pedantischen Quartiermeister, dessen Frau bei der Geburt gestorben ist und welcher sich stets einen Knaben gewünscht hat, wuchs mit dem Leitsatz auf und so war es auf Grund ihres Vaters keine Überraschung, dass sie früh sich im Umgang mit Schwert und Schild übte, Nähen und Kochen jedoch vernachlässigt wurde, um in Fussstapfen ihres Vaters ins Regiment einzurtreten.

Nach dem wöchentlichen Gottesdienst des Regiments versammelte man sich wie üblich gedacht, um mir den Kameraden noch die ein oder andere Übung durchzuführen.

"Antreten"
Rief die viel zu laute Stimme des Regimentstruppenführer, welcher ein hoch wichtig aussehendes Schreiben in der Hand hielt und jenes ausgerollt, begann im nicht minder leiseren Tonfall den Regimentlern eine Zusammenfassung vorzutragen.
"Unser geliebter und hochgeachteter Lehensherr richtet sich an jeden Kämpfer und Bauern" dabei lies er einen verräterischen Blick durch die Reihe gleiten, da wohl seiner Ansicht nach einige Gardisten eher als Bauern geeignet warenund verlangt, "dass wir der Bitte seiner geliebten Schwester Eveliina von Talgrund, Hochedle zu Winterfels, Freiherrin von Talgrund" eine kurze Pause des mittlerweilen rot angelaufenen Truppenführers um wieder zu Luft zu kommen "nachkommen und jene mit Kämpfern und Bauern in Gerimor unterstützen. Jedem der seinen dürren Hintern rüber schwingen will um mit dem Stahl in der Hand und der Lichtbringerin im Herzen für unseren geliebten König zu kämpfen und die Freiherrin zu unterstützen, ihr Lehen mit zu sichern, soll jetzt vortreten"
Unsagbare Stille entstand, nur das Pfeiffen des Windes durchbrach jene
"Die Überfahrt wird bezahlt und die Freiherrin wird natürlich auch drüben für euren jämmerlichen Arsch aufkommen"
Selbst jetzt wollte keiner wirklich vortreten, aber wie würde es aussehen, wenn sich keiner meldet?
Ein beherzter Schubs Emilias in den Rücken des Kamaeraden neben ihrer linken, was sicherlich nichts damit zu tun hatte, dass sie ihm die Pest, die Pocken und die Cholera an den Hals wünschte, sondern nur des Eindrucks wegen und schon stolperte der erste Freiwillige voran.
"Hermont, du findest ja beim pissen nichtmal deinen eigegen Schwanz, wie willst du da je nach Gerimor finden? Bevor ich dich zu der Freiherrin schicke zieh ich mir ein Kleid an, fang an zu sticken und spreitz den kleinen Finger ab"
Blaffte der Truppenführer nur... aber es wunderte Emilia schon ein kleines bisschen, warum er anstatt Hermon sie ansah.
"Und bei Temora... Jetzt hebt er seinen Finger. Verdammt er zeigt auf mich. Oh Lichtbringerin, lass jemanden hinter mir stehen, ich will nicht nach Gerimor. Ich machs nie wieder, versprochen. Nagut ich mach _sowas_ nie wieder, versprochen. Ich mein er hats verdient, sein wir ehrlich"
"Graven" ein gehässiges, fast schon sadistisches Grinsen zierhte die Züge des Truppenführers "du hast dich soeben freiwillig gemeldet, unter Bewaffnung die Freiherrin zu unterstützen. Bei dir mach ich mir weniger Sorgen dass du Winterfels bis auf die Knochen demütigst. Ich weiss dass dus machen wirst, aber du lässt dir wenigstens Zeit dabei"
Ausdruckslos starrte Emilia voran, die Mundwinkel hingen, wäre es möglich, bis auf die Knie hinab und ein mehr als widerwilliges, eigentlich schon fast herausgewürgtes "zu Befehl" kam aus ihrem Mund. "Du elender Sohn von 1000 Vätern" wäre ihr wohl weitaus lauter und überzeugter über die Lippen gekommen, aber wie bereits vom Truppenführer bestätigt, es dauert ein wenig länger, bis sie sich in die Nesseln setzt.
"Ach ich erwähnte ja, die Überfahrt wird bezahlt. NUR die Überfahrt. Deine Ausrüstung wirst du hier lassen, darum wird sich die Freiherrin kümmern. Du brauchst nur das Nötigste mitnehmen. Leichtes Gepäck, das Panterpack steht wohl kriegsbereit in Gerimor und Winterfels wird mitmischen und der Lichtbringerin und unserem König Ehre bringen und nicht erst eintreffen, wenn alles vorbei ist"
Das wars nun, ihr Tag war gelaufen. Sie versuchte, wärend sie ihre Ausrüstung beim Quartiermeister abgab, diesen zu ignoriere, der ihr mit guten Ratschlägen, naja es waren eigentlich Befehle, zur Seite stand, aber es war zwecklos.
"Willst du mich vielleicht wenigstens zum Abschied umarmen?"
"Ich bin dein verdammter Quartiermeister und nicht dein Vater in dieser Uniform" erwiederte er in seiner bekannten, warmherzigen Art... soweit ein Steinklumpen getarnt als Herz Warmherzigkeit zulies und verabschiedete Emilia mit einem Salut.
Immernoch völlig unbegeistert machte sie sich auf den Weg nach Gerimor, einsam und alleine, von allen im Stich gelassen, aber immerhin, konnte sie im Gegensatz zu Hermont die Karte lesen und konnte sich nicht verlaufen auf den Weg dorthin
Einzig Temora und die Liebe zum König blieb ihr von ihrem alten Leben im Herzen

Verfasst: Sonntag 15. November 2015, 18:58
von Gast
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Verfasst: Montag 16. November 2015, 12:52
von Gorion Rabenfels
Die Jahre waren weit gewandet als Gorion damals Gerimor betrat,viele Freunde kamen und gingen so ist der Lauf des Krieges.
so zieg es ihn wiedermal zurück in die Heimat nach Winterfells um dort alte Freunde,bekannte oder Lehrmeister aufzusuchen.

Auch ein Besuch bei seinem Ehemaligen Ehemaligem Herren,dem Bruder Eveliina's sollte mit auf dem Plan stehen,doch standen vorerst noch andere Erledigungen an welche ihre Zeit bräuchten würden.



Die Tage ziehen an ihm vorrüber auf seiner Reise nach Winterfels um dort seinen Erledigungen nachzugehen,schon auf dem Wege hörte er immer wieder Worte an sein Ohr drangen das sich Gerimor bald im Krieg befinden würde und man noch nach Waffentauglichen recken sucht.

Einige Tage später betrat er das Anwesen Eveliina's Bruders und wurde herzlich in Empfang genommen.

Viele Worte wurden gewechselt,es wurde zusammen gelacht doch auch jene betrauert die man vor langer Zeit gehen ließ.
Die Unterhaltung dauerte bis tief in die Nacht,bis die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster fielen und die Gesichter der beiden müden Männer bestrahlte.

"Es wird Zeit" hieß es dann.
"Wie du schon hörst steht ein Krieg bevor und meine Schwester schickte mir einen Boten,deswegen habe ich eine bitte an dich,du hast unserer Familie schon einmal gedient,nun tu es wieder,doch diesmal nicht für mich sondern für meine Schwester."

Der Abschied fiel schon wie beim ersten male nicht leicht,doch diesmal hatte er ein Ziel mit dem er nach Gerimor zurückgehen würde.
Wiedermal Arbeit,doch diesmal nicht irgendeine wie die letzten Jahre,diesmal ist es etwas weitaus wichtigeres.

Verfasst: Dienstag 17. November 2015, 13:17
von Gast
Wie an jedem Abend hing die Sonne wieder tief am Horizont. Zeichen dafür, dass das Jahr langsam voran schritt und der Winter nicht mehr lange auf sich warten ließ. Orange rote Sonnenstrahlen züngelten über die Weiten des Landes und strichen die Ländereien in einen warmen Ton. Auch das einzige was derzeit angenehm war, denn die tief-grauen Wolken schon wieder übers Land.
Es regnete seit einigen Tage häufiger, was die Arbeit auf dem Hof nicht gerade angenehm machte. Aber die Wintervorräte mussten eingeholt werden um das Überleben in der harten und kargen Jahreszeit zu überleben. Erst im Frühling, sollte er früh anbrechen, war es den Bauern in der Baronie Gryffenhorst wieder möglich ihre Felder zu bestellen und wieder von vorn anzufangen die Lager zu füllen. Weizen, Trockenfleisch, Butter und Quark. All dies musste in solch rauen Massen vorhanden sein, dass viele Mäuler davon satt werden würden und nebenher auch noch ihrer Arbeit nachkommen konnten. Aber dafür waren sie da, die Bauern aus Winterfels, in der Baronie Gryffenhorst.

„Ellie!“ rief die brummige Männerstimme über den Hof, „Ellie was treibsten du?!“ wurde es energischer wiederholt ehe sie gelassen antwortete: „Wat möchtest du denn?“. Die Ruhe war zu hören mit der sie antwortete und ihn förmlich entwaffnete. „Komma bitte her.“ Raffael, ein Bauer am Ende der 20er saß auf einer Bank und betrachtete gerade die Hühner wie sie emsig die ausgestreuten Körner aufpickten. Der blonde, kräftig gebaute Kerl von knappen 185 Fingerbreiten lehnte an einem hölzernen Zaun, welche seine besten Jahre wohl schon gesehen hatte. Mit, für eine Bäuerin schon beinahe ungewöhnlich, weiblichen Schritten näherte sich Ellie, für gewöhnlich Ellisera genannt, ihrem Ehemann und gesellte sich zu ihm. Sie lehnte sich mit überkreuzten Armen an den Holzbalken neben ihm. Ihr braunes Haar, geflochten zu einem dicken Zopf wippte über die Schulter als sie sich ein Stückchen vor beugte um ihm ins Gesicht zu sehen. „Was ist denn los?“ sprach sie nun leiser und musterte ihn nun ausgiebiger mit ihren grünen Augen. „Haste schon gehört? Antarion sucht Freiwillige. Freiwillige um seine Schwester zu unterstützen. Det kleine Gör, weisste noch?“ automatisch schien sich der Mann ihrer Tonlage anzupassen. Wenn auch ruhig blieb die Stimme weiterhin brummig. Bei dem Wort Gör mussten jedoch beide schmunzeln. Aber Ellie entgegnete ihm lediglich mit einem Nicken. Sicher wusste sie das schon lange. Vermutlich schon um einiges länger als er es wusste. Aber sie begnügte sich mit einem schlichten Nicken. „Wat meinstn dazu? Könn' de Kleine doch nicht so alleine da herumsitzen und machen lassen.“ sprach Raffael beinahe schon in Gedanken und legte den Kopf mal von einer zur anderen Seite ehe er einmal tief durchatmete. „Ich hatte gehofft, dass du das sagen würdest.“ sprach die Bäuerin leise und mit einer gewissen Lieblichkeit in der Stimme ehe sie ihren Kopf an den Oberarm ihres Mannes schmiegte. „Und der Hof? Und was sollen wir mitnehmen? Und überhaupt..“ schien er von seinen eigenen Worten noch immer nicht überzeugt zu sein und hoffte insgeheim auf eine Lösung seiner Ehefrau. „Der Freiherr wird schon eine Lösung dafür finden. Außerdem ist bald Winter und die Tiere könnten zur Not zu unseren Nachbarn.“ schien prompt ihr Vorschlag zu kommen, als hätte sie sich schon länger darüber den Kopf zerbrochen. Schnaufend quittierte er ihre Worte und nickte beiläufig. „Auf dich kann man sich verlassen, meine Große,“ raunte der einäugige und stieß sich vom Gatter ab. „Dann wollen wir mal packen.“ Voller Tatendrang suchte er den Weg gen des schlichten Bauernhäuschen um seinen Worten Taten folgen zu lassen. Doch die lieblich sanfte Stimme der Frau erhob sich ein weiteres Mal: „Das habe ich heute Morgen schon gemacht, du bist einfach zu langsam.“. Er drehte den Kopf ihr entgegen und lächelte sie einfach nur an. „Und wie kommen wir dorthin? Auch schon geplant?“ sprach er in dem Glauben sie nun überrumpelt zu haben. „Natürlich mit dem Schiff. Es legt in 3 Stunden ab.“
...

Verfasst: Dienstag 17. November 2015, 13:31
von Gast
... Ellie ergriff die Hand ihres Gemahles und zog ihn mit in die Scheune. "Du musst allerdings alleine das Schiff nehmen.", sprach sie sanft und deutete mit einem Kopfnicken zum Grund ihrer gewählten Worte.
Ihre Kuh Adele lag im Stroh und gab ab und an ein Klagelaut von sich. "Ach ist'n det schon soweit?", raunte Raffael ihr ins Ohr, als er seine Frau fast schon zärtlich bei dem Anblick in den Arm nimmt. "Mhm. Ich denke die nächste Nacht wird einen hübschen Bullen auf die Welt bringen."

So war der Entschluss gefasst. Ellie brachte ihren Mann zum Hafen und drückte ihm sein Gepäck in die Arme bevor sie sich ihm um den Hals warf und sich verabschiedete.

"Bis die Tage, mein Liebster. Und brech mir in meiner Abwesenheit nicht die Herzen aller Frauen in Gerimor." Ein letzter Kuß ehe sie ihrem Prachtkerl hinterhersah, der gerade über die Planke auf das Schiff ging.

Tage später:

Die Bäuerin saß mit gepackten Sachen auf dem Schiff und kotzte sich die Seele aus dem Leib. Der Eimer musste regelmässig geleert werden, da der Geruch ihrem Bauchgefühl nicht wirklich gut tat. Die Nacht war bereits lange hereingebrochen, das Schiff fuhr mit großer Kraft durch die Wellen. Ein Unwetter hatte sich angekündigt und zog allmählich auf.
Zusammengekauert saß sie an Deck und versuchte ihren Magen zu beruhigen. Tiefes Atmen half nicht wirklich, der Wellengang erst recht nicht. Der Regen platschte von oben herunter und durchnässte rasch ihre Gewandung. Der Kapitän des Schiffes rief einige Befehle, die Schiffsmannschaft machte sich an die Arbeit. Als eine große Welle über das Deck hinwegfegte wurde auch Ellies Sack fortgespült und landete im Meer.
"Große Scheisse...", dachte sich die braunhaarige Frau und ersehnte endlich den Morgen. Denn dann würde sie Gerimor endlich erreichen und ihren Mann wieder in die Arme schliessen können.