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Eine Kriegerin wird Sesshaft

Verfasst: Dienstag 10. November 2015, 11:29
von Janarey
Der neue Lebensabschnitt

Vieles ist geschehen seid sie im Wechselwind des Jahres 256 auf Gerimor ankam.
Die damals erst 17 Sommer alte Kriegerin die im Glauben an Alatar erzogen wurde ging vom Schiff herunter auf dem sie sich als blinde Passagierin eingeschlischen hatte und stand nun in einem kleinen Fischerdorf namens Bajard.
Ein Neuanfang sollte hier gemacht werden mit nichts, als die paar Lumpen die sie am Leib trug. Arbeit scheute sie nicht im geringsten, denn das war sie von Zuhause gewohnt. Musste sie sich doch schon als Kind um alles kümmern im Haushalt. Ihre Mutter starb als sie gerade erst 8 war und und ihr Vater war ein versoffener Saufbold der sich um nichts scherte.
Also ging sie in die Wälder und sammelte Kleinholz, Pilze und Kräuter die sie dann in Bajard versuchte zu Gold zu machen. So bestritt sie die ersten Tage ihren Lebensunterhalt und sammelte eine kleinere Menge an Gold an. Die Krieger die sie immer wider in Bajard sah machten einen großen Eindruck auf die kleine und sie beschloss, auch sie würde einst in so einer prächtigen Rüstung rumlaufen. Aber die Preise die man ihr nannte für solch eine Rüstung überstiegen ihre Vorstellungskraft. War sie doch nicht einmal in der Lage, soviele Münzen überhaupt zählen zu können. Ebenso wenig beherrschte sie das Lesen und Schreiben und das stellte sich immer wider als ein großes Problem dar. Doch mit viel Fleiss und unermüdlichem arbeiten schaffte sie es sich für nur 5 Kronen bei Berta Honigmund eine silberne Plattenrüstung zu verdienen. Voller Stolz und ohne eine ordentliche Kampferfahrung trug sie jene Rüstung und wagte sich in die umliegenden Höhlen hinein.


Lernen durch Schmerzen

Die Höhlenbewohner zeigten der jungen Kriegerin, das sie nicht vor hatten, sich einfach wehrlos töten zu lassen und gaben ihr damit zu verstehen, das mehr als nur eine Rüstung dazu gehört, eine Kriegerin zu sein.
So verging die Zeit in der sie sich im Kampf mehr schlecht als Recht übte, bis sie eines Tages mitten in Bechgard vor einer sehr großen Ansammlung von Menschen, Zwergen und Elfen stand. Sie waren alle gerüstet auf ihre Art und Weise. Doch der Blick der jungen Kriegerin blieb mit weit geöffnetem Mund und Augen auf die große Schar Soldaten hängen. Sie standen da mit ihren Schlachtrößern und mitten umringt von ihnen, war der König. Irgendwann wurde sie aus ihrer bewunderung heraus gerissen von einer Soldatin die ein bläuliches Barett trug. Sie meinte wenn sie fähig wäre zu kämpfen, solle sie sich rüsten und die Heerschar nach Varuna zu begleiten. Man würde ausrücken um dort die Heerscharen an Untoten zu besiegen und einen Drachen wolle man dort erschlagen.
Eine Chanse sich zu beweisen dachte sich die junge Kriegerin und legte sich sogleich ihre silberne Plattenrüstung an um sie den Leuten an zu schliesen.
Kaum in Varuna eingetroffen musste sie feststellen das Untote ziemlich üble Zeitgenossen sind. Mit aller Kraft die sie aufbrachte stellte sie sich ihnen entgegen und versuchte der Lage Herr zu werden. Doch lange dauerte es nicht und sie lag in der Obhut der mitgereisten Heiler, die ihr immer wider auf die Beine helfen mussten. Doch schafften es die Streiter des Lichts gemeinsam die Untoten Horden nieder zu schlagen und den Untoten Drachen im alten Kastell zu stellen.
Nach dem auch dieser Kampf gefochten war und die junge Kriegerin am Ende ihrer Kräfte zu sein schien, passierte etwas, das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen sollte. Licht durchflutete das alte Kastell und eine wohlige Wärme durchströmte ihren Körper und sie fühlte etwas in sich, das ihr neue Kraft zu geben schien. Als dann die Herrin Temora den tapferen Recken erschien gingen alle Ehrfürchtig auf die Knie vor ihr. Auch die junge Kriegerin konnte nicht anders und trotz des falschen Glaubens den sie in sich trug, ging sie auf ein Knie runter und senkte den Kopf ab.
Die Worte der Göttin waren eindeutig und frassen sich tief in die Erinnerung der jungen Kriegerin, was sie die nächsten Tage nicht aus dem nachdenken heraus kommen lies. Sie beschloss etwas in ihrem leben zu ändern, etwas zu tun, was nicht nur darauf bedacht war, zu überleben. Nach dem dritten Tag machte sie sich dann auf den Weg zum Regiment um dort vor zu sprechen und bat um eine Aufnahme.

Verfasst: Dienstag 10. November 2015, 13:27
von Janarey
Eine Ehrenvolle Arbeit

Korporal Talianna war es, die mit ihr das Vorsprechen im Regiment ermöglichte. Es kamen viele Fragen die die junge Kriegerin nur schwer bis garnicht beantworten konnte. Ja, zum Teil sogar mit einer Lüge beantwortet hatte. War sie doch mit ihren gerade mal 17 Jahren noch zu jung für einen Eintritt und schummelte sich ein knappes Jahr dabei.
Kaum war diese Prozedur überstanden stand sie vor der nächsten Unüberwindbaren Hürde, die sie nicht meistern kommte. Sie sollte die Papiere mit ihrem Namen unterzeichnen. Irgendwas krakeliges unlesbares stand dann am Ende unten als Unterschrift. Der erste Befehl den sie als frisch gebackene Rekrutin nun erhielt war, Lesen und Schreiben zu lernen.
Es brauchte eine lange Zeit, bis sich die junge Kriegerin an die Disziplien und den Gehorsam gewöhnte und fiel immer wider unangenehm auf. Im Nachhinein jedoch musste sie sich eingestehen, das sie großes Glück hatte mit ihren Vorgesetzten. Immer wider leistete sie sich einen Aussreisser und fiel in ihr altes Verhaltensmuster zurück. Viel Alkohol und Wildkraut sorgten dafür das sie die ein oder andere Grenze gerne mal überschritt.
War es die Insel La Cabeza die sie magisch in ihren Bann zog. Dort lies sie sich auch Tätowieren und auch ein Bauchnabelpiercing setzen.
Ihre Vorgesetzten bekamen dies aber immer auf irgendeine Art und Weise mit und statt sie hinaus zu werfen aus dem Regiment, schimpfte man mit ihr, gab ihr Strafarbeiten bis sie vor erschöpfung nicht mehr konnte. Wenn sie dann völlig erschöpft vor den Vorgesetzten stand und auf Dienstschluss hoffte, kam meist nur ein " Ab in die Rüstung, Leibesertüchtigung". Diese Vorgehensweise hatte tatsächlich erfolg bei der jungen Kriegerin. Sie hatte kaum die Zeit an Unfug zu denken und spürte den enormen Vortschritt in der Körperlichen und Geistigen Formung. Sie wurde schneller, ausdauernder, härter im nehmen und lernte Disziplien und Gehorsam. Das schien ihr mit jedem Mondlauf der verging mehr spass zu machen und bald setzte sie ihre ganze Kraft fast ausschliesslich für den Dienst an der Krone ein.
Fjalon Thorn, der blonde Schleifer, Vaughain der Mann, der ihr alles über Waffen beibrachte was sie wissen muss. Diese beiden Menschen formten sich so, nach und nach eine Soldatin heran, die scheinbar nur für das Regiment lebte. Doch war da immer noch der dunkle Schatten, der über der Kriegerin hing und sie verzweifeln lies. Großgeworden war sie im Glauben Alatars, doch die Begegnung mit Temora stellte ihr Leben auf den Kopf. Sie brauchte Hilfe von erfahrenen Menschen die sich mit sowas auskannten.
Diese Hilfe sollte sie am Kloster zu Schwingenstein finden.

Verfasst: Dienstag 10. November 2015, 14:08
von Janarey
Die findung des neuen Glaubens

Es waren Kamaraden wie Balator die ihr eine Stütze in der Glaubensfindung waren und sie auf diesem Weg begleiteten. Und es war eine damals noch Akolutin Aurea, die immer wider lange und ausgiebige Gespräche mit ihr führten. Und so geschah es im laufe der Zeit, das sie den Weg zum glauben an Temora als ihren Weg sah und nach bestem Wissen versuchte die Tugenden der Herrin zu leben. Die Arbeit im Regiment ging ebenso gut voran und sie war sogar nach NUR 9 Monden endlich mal Gardistin geworden. Ob es nun die gezeigten Anstrengungen ihrerseits waren, oder vieleicht doch ein wenig Mitleid von Vaughain, wer weis?
Sie war jedenfall auf einem für sie ganz neuen Weg und hatte das erste mal in ihrem Leben Ziele vor Augen. Und sie wollte die Menschen die ihr soviel Halt und Mut gaben nicht wider enttäuschen.
Mit jedem Mond der verging kam sie dem Glauben ein stück näher und sie folgte nicht nur den Tugenden, sondern lebte sie so gut es ging. So kam es auch das sie sich entschied, der Herrin nicht nur als Soldatin mit dem Schwert in der Hand zu dienen sonder auch in die Reihen der Geweihtenschaft ihren Dienst an die Herrin zu tun. Sie wurde dann im Kloster erst einmal als Novizin aufgenommen und in das Klosterleben eingeführt. Sie wurde geschult in der Schöpfungsgeschichte und vielen anderen Themen. Ebenso brachte man ihr dort bei, den eigenen Geist zu schulen. Ein Gespür zu bekommen die Probleme der Menschen wahr zu nehmen, für sie da zu sein und ihnen eine Stütze zu sein. Selbst als sie die erste Weihe zur Akolutin bekam wurde sie unaufhörlich weiter geschult. Aurea war immer für sie da und hörte nicht auf sie aus zu bilden.
Es war nicht immer einfach den Spagat zwichen der Arbeit im Regiment und Kloster zu schaffen. Sie pendelte stets zwichen beiden hin und her. Es war ihr allerdings eine Freude zu sehen, das die Kamaraden sie auch als Geweihte schätzten und sie versuchte so gut es eben ging für jene da zu sein.
Es gab viele Schlachten in der sie unter Beweis stellen musste was sie gelernt hatte und versuchte den Kamaraden nicht nur mit Tat sondern auch dem Wort zur Seite zu stehen. So auch in der Belagerung zu Schwingenstein, als der Feind einmaschierte und das Zentrum des Glaubens belagerte.
Schwafelköpfchen nannte man sie mittlerweile Liebvoll und sie schwafelte wirklich unaufhörlich. Mit viel Mühe und Kraft und der Hinnahme von einigen starken Verlusten schaffte das Reich es vereint, den Feind schlieslich zurück zu drängen und die Belagerung auf zu heben.

Verfasst: Dienstag 10. November 2015, 14:41
von Janarey
Die Wege der Herrin sind nicht immer die einer Kriegerin

Vieles hatte die damals Kriegerin und heute Geweihte durchlebt in den vergangenen Monden. Es gab trotz der vielen Schlachten auch freudige Ereignisse wie Hochzeiten und Stadtsegnungen. Doch blieben ihr stets die nicht so schönen Erlebnisse in Erinnerung, an denen sie trotz der ganzen Ausbildungen immer schwer dran zu arbeiten hatte.
Sei es nun die Beerdigung einer jungen Frau, die sie Hoffnung nannte und nicht vor den Fängen der Rabendiener retten konnte, oder das töten von Zivilisten innerhalb der Stadt die die Sicherheit anderer bedrohten. Kamaraden die im Kampf gegen den Feind starben denen sie nicht beistehen konnte. Freunde aus anderen Völkern die im Kampf für die Gerechte Sachen starben. All dies lies die junge Geweihte zweifeln und sie war sich im nachhinein nicht sicher, ob es eine Vision war, oder ein Traum den sie aus Kummer über all dies in der Nacht wahrnahm. Es sorgte jedenfalls dafür das sie sich entschied das Kloster zu verlassen und sich nur noch dem Dienst im Regiment zu widmen.
Es viel ihr die erste Zeit sehr schwer, doch den Glauben den sie nach wie vor in sich trug schmälerte es in keinster Weise. sie war nun wider eine einfache Kriegerin die im Namen der Herrin das Schwert erhob und sich für die Gerechte Sache einsetzte.
Sie arbeitete unaufhörlich und es schien, als würde sie ein Privatleben nicht besitzen. Man sah sie nur noch in den Farben des Regiments herumlaufen und so dauerte es nicht all zu lange, bis sie zur Wachtmeisterin und im Anschluss zur Korporal befördert wurde. Einige Kamaraden nannten sie durch die vermutlich strenge und steife Soldatenart mittlerweile Korporal Stock im Arsch. Es war ja auch nicht verwunderlich wenn man bedachte das eine Frau ihren Alters die offenbar kein Privatleben besass dauerpräsent im Regiment hing. Doch das war sie mitnichten, sie war nicht so wie die meisten sie sahen und es tat ihr durchaus weh so gesehen zu werden. Aber zum einen wollte sie ein Vorbild für die Soldaten sein und zum anderen hatte sie Angst wider in alte Muster zu verfallen. Hinzu kam etwas das sie umbedingt verheimlichen wollte vor der Welt. Denn das, was sie schon immer in ihrem leben suchte, schien sie nicht zu finden und es fehlte etwas in ihrem Leben.
Doch dies, schien sich bald zu ändern. Denn manchmal muss erst etwas sehr Schreckliches im Leben geschehen, um etwas gutes zu Tage zu fördern.

Verfasst: Dienstag 10. November 2015, 15:38
von Janarey
Auch das schlimmste Leid, bringt etwas gutes hervor

Es war ein Erlebnis das das Leben der jungen Korporal drohte aus der Bahn zu werfen. Man nahm ihr die eigene Bewegungsfreiheit, die hälfte ihres Augenlichtes und schränkte durch eine schwere Wunde die Bewegungsfreiheit auf Dauer ein. Mit nur einem Auge und das verstümmelte Bein versuchte man zu guter letzt, ihren Geist zu brechen und ihr nicht nur die Angst in ihr Herz zu tragen sondern auch ihren Willen aus zu schalten.
Doch mit Hilfe von Kamaraden und Freunden konnte die junge Korporal aus den Fängen der Rabendienerin und der Akoriterin befreit werden. Sie wurde nach Berchgard zur Heilerin Assamaril gebracht, die sich schnellstmöglich um die Verletzungen kümmerte. Doch es entwickelte sich etwas zwichen der Heilerin und der Korporal, nachdem die Korporal schon lange gesucht hatte. Ein langer Kampf begann, den die Korporal nun zu kämpfen hatte. Aber sie hatte die Kraft und den Willen disen Kampf zu bestreiten und gewann ihn.
Sie war mit Assamaril zusammen in Berchgard eingezogen. Man versuchte gemeinsam aus dem Haus etwas zu machen, wo beide sagen können wir sind zu Hause angekommen.
Die Kriegerin genoss es jemanden um sich zu haben, der sich um sie kümmerte, der ihr jeden Wunsch von den Lippen ablas und ihr diesen dann efüllte. Lange hatte sie für dieses Glück kämpfen müssen das sich ihr da bot. Doch in einer Beziehung darf man nicht aufhören zu kämpfen, nur weil man bereits etwas erreicht hatte sondern musste stets weiter Kraft investieren.
Die Beziehung die sie mit Assamaril führte war für viele wahrlich befremdlich und mit sicherheit würden auch einige darüber tuscheln. Vieleicht würden einige dies auch nicht tollerieren und sie deswegen anfeinden. Doch das war ihr egal, sie machte kein Geheimniss daraus und tat es jedem Kund. Sie zeigte offen ihre Gefühle für Assamaril, ging sogar Hand in Hand mit ihr durch die Strassen. Auf dem Regimentsessen das Assamaril dann im Dorfkrug veranstaltete stand sie auf und machte die Beziehung dann unter ihren Kamaraden bekannt und war überrascht, auf soviel Aktzeptanz von ihnen. Ebenso war es bei der Sippe der Donnerfäuste die die Aufnahme des Bruders Grimm feierten und sie dazu eingeladen hatten. Sie stellte sich beim hereinkommen mit den Worten" Das ist meine Frau Assamaril" vor. Die Kaluren schien das nicht weiter zu stören und so feierte man gemeinsam das Fest, das damit endete das die Kriegerin ein stück von ihrer Führsorge zeigen konnte und die junge Heilerin unter Alkoholeinfluss nach Hause brachte.
Es viel der Kriegerin nicht sonderlich schwer, in dieser Beziehung immer wider wechselnd auf zu treten. Es war ihre Art durchs Leben zu gehen, das ihr bereits im Regiment viel brachte. Sie brachte Assamaril abwechselnd ihre Führsorge entgegen und gab ihr das Gefühl von Geborgenheit und Schutz. Doch die meiste Zeit strahlte sie diese Ruhe gepaart mit Dominanz aus, die bei bedarf auch in Strenge überging. Ein Gespräch mit Helisande brachte ihr die Erkenntnis "Sei ihr Treu. Und das stand für die Kriegerin auch nicht zur Debatte. Sie war derzeit die Glücklichste Frau der Welt in ihren Augen und war sich sicher, das Assamaril die Frau ist, mit der sie bis an ihr Lebensende zusammen sein wollte.

Verfasst: Dienstag 10. November 2015, 17:15
von Assamaril
Janarey schien gefunden zu haben, was sie gesucht hatte. Hatte sie nach den einen Menschen gesucht, der an ihre Seite gehört? Ist es Assamaril? Warum denkt Janarey so? Denkt sie so, weil es nun einen Menschen gibt, der sich darum kümmert, dass Janarey sich immer gut fühlt? Wenn das so ist, wäre eine Kiste Rauschkraut eine geeignetere Partnerin als Assamaril. Was kannte Janarey von Assamaril? Sanfte Hände? Häusliche Fürsorge? Aber eigentlich weiß sie gar nichts über Assamaril, nur das, was sie seit den letzten Wochen an ihr erlebte. Liebt Assamaril Jana? Jana könnte so denken, wenn sie Assamarils Mühe sieht. Gibt Assamaril sich keine Mühe mit irgendetwas anderem? Liebt Assa alles das, wofür sie sich Mühe gibt? Glaubt Jana, dass sie Tooru in Assamarils Herz besiegt hat? Hat Jana es geschafft, in Assamarils Seele zu gucken?
Aber Assamaril dachte nicht nach über diese Fragen. Die Kriegerin tat ihr gut. Das war wichtig. Und Tooru ging es gut, sagte Khalida. Damit war die Welt heil. In ihrem Herz war ein furchtbares Chaos, das niemand sah. Die Kriegerin tat ihr gut, das Leben mit ihr war angenehm. Janarey gab sich Mühe, erfüllte Assamaril alle Wünsche, von denen sie wusste. Aber das, was sie nicht weiß, schien Janarey gar nicht zu kümmern. Vielleicht vertraute sie auf Assamaril Art, niemanden verletzen zu wollen. Das reichte doch! Ja, es reichte. Assamaril war glücklich. Und wenn sie glücklich ist würde sie die Kriegerin bestimmt auch lieben, denn abends geht die Sonne unter, die am nächsten Tag wieder aufsteht.
Sollte Assa denken, dass sie Jana liebt, dann würde sie feststellen, dass das Gefühl, Jana zu lieben, ganz anders ist als das Liebesgefühl, das sie beim Tooru an sich kennen gelernt hatte. Bei Jana war es eine grüne Wiese mit Blümchen und Schmetterlinge, auf die die warme Sonne schien. Bei Tooru war es ein Vulkanausbruch, dessen Asche die Sonne verdeckte, dessen Lava alles verbrannte, was sich gegen sie stellte. Eigentlich war Assa sich gar nicht mehr sicher, ob sie jemals gewusst hatte oder weiß, wie sich Liebe anfühlen sollte.
Janarey hatte gefunden, was sie suchte. Und Assamaril würde dafür sorgen, dass es so bleibt.
Assamaril hatte auch gefunden, was sie suchte. Sie hatte immer nach diesen einen Menschen gesucht, der sein Leben mit ihr teilen würde und dabei zu ihr steht. Diesen Menschen hatte sie aber nicht in Janarey gesucht. Für sie war es nun egal, ob Jana sie jemals wirklich kennen wird. Vielleicht ist es auch gar nicht so gut, wenn Janarey anfängt in Assamarils Seele zu schauen. Vielleicht wird man verrückt, wenn man da hineinsieht. Es war gut, wie es ist. Alles ganz einfach – und alle sind glücklich.

Verfasst: Montag 16. November 2015, 19:24
von Assamaril
„Dienst .. Dienst .. Dienst!“ Es ist schon dunkel, und Assamaril steht vor Janareys und ihrem Haus und schaut es von oben bis unten an. Eigentlich ist Assamaril müde. Es ist schon spät und kalt. Aber es passiert gerade so viel Furchtbares um sie herum. Und sie ist in allem irgendwie mit betroffen. Also redet Assamaril mit sich selber und schaut sich dabei das Haus an. Das ist keine originelle Idee, aber ihr fiel nichts Besseres ein. „Ich habe Dienst und komme gleich nach Hause!“, hatte Janarey gesagt. Und wie so oft wurde aus gleich viel gleich und dann zu viel mehr gleich und dann spät und dann sehr spät. Gut, es ist nun sehr spät, und das Haus vor ihr hat keinen Dienst.

Krieg: Natürlich, Assamaril hat eine zweite Heimat, sie hätte bestimmt eine menekanische Familie gefunden, die sie bis Kriegsende zu sich aufnehmen würde. Aber, seit Assamaril zusammen war mit Janarey, war es nun auch ihr Krieg. Lady Helisande sagte es einmal, dass Assamaril nun zu ihnen gehörte. Zu ihnen – dem Regiment. Nein, Assamaril konnte nicht einfach fortgehen und denken, dieser Krieg ist nicht ihr Krieg. Sie ist nun mehr Bürgerin Lichtenthals als jemals vorher. Aber Assamaril war auf keinen Fall Soldatin. Schlachtenheilerin soll sie sein. Die Verwundeten soll sie heilen. Natürlich, das war ihr Beruf, aber sie war niemals vorher auf einem Schlachtfeld tätig. Und sie wurde vom Regiment gar nicht vorbereitet. Janarey schien nicht besorgt zu sein. Vielleicht gehört der Tod zum Soldaten dazu. Vielleicht auch der Tod der Frau des Soldaten. Assamaril hat Angst, große Angst, und nur das Haus vor ihr hat keinen Dienst.

Amelie: Assamaril fühlte, dass ihre beste Freundin sie eigentlich brauchte. Amelie hatte auch furchtbare Angst vor dem Krieg. Nicht Angst um sich selber sondern viel mehr um Millie. Wie sollte sie Millie das erklären? Dann kam die Angelegenheit mit Liliana hinzu. Eine ihrer wichtigsten Freundinnen war eingekerkert. Amelie verstand das System nicht mehr. Hatte Liliana sich den Respekt von Adoran nicht verdient?! Assas beste Freundin versuchte noch am selben Abend Liliana im Kerker zu besuchen, aber sie kam weinend zurück. Man hatte sie nicht durchgelassen. Assamaril fand für Amelie nur tröstende Arme, aber keine tröstenden Worte. Sie konnte Amelie nur umarmen. Einfach nur da sein. Aber sie konnte nicht verhindern, dass sich ihre beste Freundin mehr und mehr zurückzog. Assamaril schaut sich das Haus an. Das Haus wird sich niemals zurückziehen. Es ist da, einfach nur da, und es hat keinen Dienst.

Liliana van Drachenfels: Eine Freundschaft wächst mit der Zeit, oder sie wächst nicht. Lili und Assa standen sich früher nah. Assamaril hatte sogar lange bei ihrer Lehrerin gewohnt. Auch wenn beide sich nun weniger nah waren, waren sie doch füreinander da. So hätte es sein sollen! Aber Assamaril konnte für Lili gar nichts tun. Sie war ganz hilflos, als sie erfuhr, dass Lili fortgegangen war. Nein, sie konnte für Lili nichts tun. Aber ihr tat Elaric leid. Auch wenn ihr der Umgang mit Männern sehr schwer fiel, so hatte sie doch auch Mitgefühl. In der Regel versteckte sie es, denn Männer müssen auch aushalten können. Aber bei Elaric hatte sie Mitleid. Seine Verlobte war plötzlich weg. Dieses plötzliche allein gelassen sein musste furchtbar für ihn sein. Wer kümmerte sich um ihn? Janarey und Assa besuchten ihn. Für Lili konnte sie nichts tun, aber für den Menschen, dem sie wehtat, konnte Assamaril da sein. Eigentlich hätte sie Elaric tröstend in den Arm nehmen müssen, aber dazu konnte sie sich nicht überreden. Sie hatte nur Worte, und gemeinsam hatten sie über Ideen nachgedacht. Am nächsten Tag kam Liliana wieder zurück. Sie stellte sich und wurde verhaftet. Damit war Assamarils Fürsorge zu Elaric fertig. Janarey machte es möglich, dass Assamaril Lili im Kerker besuchen konnte. Assamaril kannte Lili sehr gut. Sie wusste, dass diese ruhige Edle auch wütend werden konnte, wenn es Ungerechtigkeit gab. Assamaril kannte Lilis andere Seite. Und diese andere Seite machte Lili menschlich in Assas Augen. Assamaril hatte nicht erwartet, dass es ein Wiedersehen zwischen zwei Freundinnen werden würde. Dafür waren das der falsche Ort und der falsche Hintergrund. Aber Assamaril fühlte etwas anderes, etwas, was sie ganz überraschte. So gut kannte Assamaril Liliana wohl doch nicht. Assamaril fühlte Kälte. So kalt wie der Abend vor diesem Haus. Dieses Haus hat keinen Dienst, aber es kann auch keine warme Umarmung geben.

Ifreys: Auf Lilianas Kälte folgte die Hitze Menekurs. Nicht die Hitze der ewigen Sonne, sondern die Hitze im Herz der Menekaner. Assamaril hatte gerade von der Tragödie erfahren. Einige Tage vorher hatte sie von Razyr Ifrey einen besorgniserregenden Brief bekommen. Die Familie wäre im Krieg gegen eine andere mächtige Familie. Mit diesem Brief gingen Janarey und Assa zum Oberst. Der Oberst stellte die richtige Frage. Er fragte, ob es zu einer Katastrophe kommen könnte. Assamarils Erfahrung mit den Menekanern war sehr tief, und sie sah die Katastrophe kommen. Aber alle blieben tatenlos, und die Tragödie passierte. Und Assamaril steht vor diesem Haus, das keinen Dienst hat, und erzählt ihm von ihren Schuldgefühlen. Assamaril war tatenlos geblieben. Natürlich wusste sie, dass sie nichts hätte tun können. Sie gab die Verantwortung ab an Janarey und dann an den Oberst. Und dann … waren alle drei tatenlos. Assamaril schämte sich. Sie schämte sich wegen ihrer Tatenlosigkeit, und sie schämte sich wegen ihrer Schwäche, womit sie tatenlos ist. Hätte sie mehr Einfluss in Adoran oder in Menekur, hätte sie vielleicht etwas tun können. Aber so tat sie nichts. Und sie sah den anderen dabei zu, dass sie auch nichts taten und nichts tun konnten.
Die Familie Ifrey war immer freundschaftlich zu Assa gewesen. Die Nachricht über den Tod der drei Ifreys nimmt Assamaril die Kraft. Und Janarey hat Dienst. Assamaril sagte nichts zu Janarey. Sie möchte Janarey in ihrer Karriere unterstützen. Und der Dienst ist der Weg. Aber der Preis sind die kalten Abende vor dem Haus, das keinen Dienst hat. Alleine! Niemand, der Assamarils Trauer, Angst und Schämen fühlt. Niemand, der zu ihr geht und Assa fragt, wie es ihr geht.

„Assamaril? Was machst du da so spät? Geht es dir gut?“, Assamaril wird aus ihren Gedanken gerissen, sie nimmt ihre Augen vom Haus weg und dreht sich zu der Gestalt, die sich ihr nähert.

Verfasst: Dienstag 17. November 2015, 14:04
von Janarey
Dienst nach Plan

Es hört sich immer gut und einfach an, wenn die Korporal nach einem Einsatz diese Worte sagte. Doch was ist Dienst nach Plan, gibt es das für alle Soldaten?
Die Antwort lautet nein. Dienst nach Plan bedeutet, das die Soldaten die keine weitere Wacheinteilung haben, Dienstschluss machen und die anderen ihren Dienst weiter tun. Das alles wird geregelt durch eine Planung, die von der Regimentsführung aufgestellt wird.
Dies gilt allerdings nicht für alle Soldaten. Die Unteroffiziere wie auch die Offiziere kennen diesen Satz nur aus ihrer Zeit, ehe sie aufstiegen im Regiment. Danach gibt es das nicht mehr. Gibt es doch zuviele Belange um die es sich zu kümmern gilt. Und gerade in den Zeiten wo ein Krieg heraufzieht aus dem Westen, sind diese Worte ohne Belang geworden für so manch einem.
Die Oberstleutnant meinte mal, sie sei mit dem Regiment verheiratet. Und sie hatte damit wohl Recht. Auch die Korporal konnt sich vor lauter Arbeit in den letzten Wochen kaum retten und versuchte irgendwie Herr der Lage zu werden. Das für sie neu gewonnene Privatleben blieb dabei zum Teil auf der Strecke. Es schmerzte Abends nach Hause zu kommen, obwohl man eigentlich seiner Geliebten sagte es würde nicht spät werden. Sie wusste das es Assamaril nicht gut ging zur Zeit und sie eigentlich noch mehr Zeit von ihr benötigte. Doch so sehr sie es versuchte für Assamaril da zu sein, so blieb dennoch nicht genügend Zeit.
Das sie mehr Zeit brauchte wusste sie nur zu gut. Denn das Heimkommen und das was sie sah, war wie ein Tiefschlag für sie und lies Eifersucht in ihr aufsteigen, die sich mit Zorn mischte. Sie behielt jedoch die Soldatische Ruhe die man meist von ihr gewohnt war und beendete diesen Abend im fast ruhigen.

Verfasst: Mittwoch 18. November 2015, 14:52
von Janarey
Eifersucht, das unbekannte Gefühl und die vergessene Angst

Der Abend als sie zum ersten mal dieses Gefühl so wirklich wargenommen hatte brachte sie zum nachdenken. Gehörte das zum lieben dazu, ist es gar völlig normal? Auch wenn sie mehr oder minder Ruhig blieb, so hatte sie doch ein für sie seltsames Verhalten gezeigt. Nicht umbedingt auf die höflichste Art hatte sie die in ihren Augen, Nebenbuhlerin zur Türe begleitet und ihr unmissverständliche Worte entgegen gebracht. Nachdem Assamaril dann an ihrer Seite eingeschlafen war, setzte sie sich in den Denkraum und lies die gedanken schweifen.
Ihr wurde klar, das Assamaril mit der anderen Frau nichts getan haben wird, was über eine Freundschaft hinaus ging. Dennoch sprach sie das Thema bei Assamaril einige Zeit später an. Sie legte fest, das sie nicht möchte, das Besuch oder Freunde sich in den von ihr festgelegten Privaträumen auf zu halten haben.
Sie mochte dieses Gefühl von Eifersucht nicht und wollte verhindern das es erneut in ihr aufkeimte.
Es gab genug mit dem sie sich die letzte Zeit rumschlagen musste und versuchte immer wider soviel Zeit wie möglich für ihre Beziehung frei zu schaufeln. Und wollte für Assamaril das sein, was sie ihrer Meinung nach ist. Die Arme die sie halten, der Schild der sie vor allem schützt, die Frau die sie über alles begehrt. Doch etwas schien in all dem völlig untergegangen zu sein.
Die Ängste und die stetig begleitenden Alpträume die sie bis vor kurzem noch begleiteten, sie waren weg. Oder wurden sie nur verdrängt durch die ganze Arbeit und anderen Gedanken und Gefühle? Das blieb ab zu warten.

Verfasst: Sonntag 22. November 2015, 01:26
von Janarey
Krieg ist ein schreckliches Geschäft, aber einer muss es machen

Der große Tag der Heerschau war gekommen an dem sich Lichtenthal versammelte und wider einmal unter bewesi stellen sollte, das das Heer von Soldaten, Bürgern und Verbündeten groß und prächtig ausgestattet war.
Doch der Tag fing ruhig an im Zuhause bei Berchgard wie fast jeder Tag in den letzten Wochen. Doch statt wie früher gewohnt gelassen der Tatsache entgegen zu sehen, war diesmal etwas anders. Unruhe breitete sich in ihr aus und die Gedanken waren wirr die sie plagten.
Es zieht Krieg auf und die Truppen sollen sich sammeln zur Heerschau. Nichts besonderes für die eigentlich Schlachtenerfahrene Korporal. Aber diesmal hatte sie Sorge in ihrem Herzen. Sorge um die Frau die sie liebte und schützen wollte.
Am nachmittag nach der Jagd in den Höhlen zog sie sich mit Assamaril zurück und wollte die letzten Stunden in Ruhe geniessen. Alles schon bereit stehend versuchte sie alles um sich zu vergessen und genoss die sanften Berührungen und die Umarmung Assamarils. Doch viel es ihr schwer die Sorge zu verbergen und Assamaril ein Hoffnungsschimmer zu sein.
Nach einer Weile stand sie auf und begann sich zu rüsten und zu bewaffnen. Jetzt musste sie Tapfer wirken wie es sich für einen guten Unteroffizier gehört. Sie wollte das alle Zuversicht in ihrem vom Krieg gezeichneten Gesicht sahen und Mut fassten. Während der Heerschau kamen einige unserer Meldereiter zurück und vekündeten Der Feind rückt an.
Kurz ging der Blick ruhig auf Balian mit dem sie die letzten Tage unentwegt trainiert hatte für diesen Moment.
Dann schaute sie zu Assamaril hinter sich und versuchte zuversichtlich zu wirken und setzte ein Lächeln auf. Dann ging alles recht schnell und man stellte den Feind an der Burg des Odts vor Varuna. Ungeachtet der ganzen Geschosse die auf sie einschlugen und nur mit Hilfe des Schildes abgewehrt werden konnten hielt sie auf die Feindlichen Reihen zu, Balian in ihrem Windschatten folgend. Doch als ihr Pferd unter ihr zusammenbrach, getroffen von mehreren Pfeilen verlor sie Balian aus den Augen und rannte nach dem aufstehen weiter in die Feindesreihen um weiter auf die Schützen zu zu halten. Balian tat wahrscheinlich eben genau dieses auch und sie erfüllten die abgesprochene Aufgabe. Als sie den ersten der Schützen ausgeschaltet hatte und knieend über ihn hing um das Schwert in ihn zu versenken, blickte sie kurz gen Himmel. Sie kreisten bereits über dem Schlachtfeld diese Aassfresser und warteten auf ihr Mahl. Dann stand sie rasch auf und hielt auf den nächsten zu um auch ihn aus zu schalten. Doch der Übermacht an Nahkämpfern war es zu verdanken das sie nur diese beiden zu fassen bekam und sie selbst zu Boden ging. Sammeln wurde gerufen von der Regimentsführung und sie kam dem Befehl nach. Sie versuchte die eigenen Leute zum Sammelpunkt zu treiben an dem man dann beschloss, geschlossen zum Kloster zu gehen.

Verfasst: Montag 23. November 2015, 16:57
von Assamaril
Es gibt keine Liebe im Krieg

Assamaril schaut in ihrem dunklen Zimmer umher. Sie war nicht nach Hause gegangen. Es war eigentlich egal, wohin sie ging. Janarey würde in Schwingenstein bleiben. Assamaril hat noch ein Zimmer bei Amelie in Kronwalden, aber der Ort ist evakuiert, die Salbergs sind im Schutz von Nilzadan.
Am Morgen hatte Assamaril Tooru im Maristan besucht. Tooru wurde in der ersten Schlacht verletzt. Eine Schussverletzung im Rücken, nah am Nervenzentrum! Assamaril sagte es Tooru nicht, wie nah es war, dass Tooru für immer gelähmt gewesen wäre. Wahrscheinlich wusste Tooru das selber. Aber es war unwichtig. Tooru ist nun in Sicherheit, und hoffentlich ist der Krieg schneller vorbei, als Tooru wieder gesund ist.
Am Mittag bereitete sich Assa auf die nächste Schlacht vor. Alles war nun anders. Janarey war nicht da. Sie hatte auch keine Nachricht hinterlassen. Nichts! Vor der ersten Schlacht waren einige Menschen noch um Assamaril besorgt gewesen. Aber nun war es die zweite Schlacht, und die Menschen haben zu viele Sorgen. Und es gab niemanden mehr, der Assamaril versprach, sie zu beschützen. Dieses Versprechen war sowieso unmöglich einzuhalten. Im Chaos der Schlacht kann niemand auf den anderen aufpassen. Man kann nur noch auf sich selber achten. Das wissen nun alle, auch Assamaril.
Janarey war nicht da. Natürlich nicht! Es ist Krieg, und Assamaril ist mit einer Kriegerin zusammen. Sie hatte sich niemals vorstellen können, mit einem Soldaten zusammen zu sein. Sie hatte diesen Gedanken nicht gemocht, weil Soldaten oft ihre Moral und Ehre über die Liebe stellen. Janarey ist mit ihrem ganzen Herz Soldat, und sie hatte gar keine Bedenken oder Ängste, Assamaril aufzufordern, mit in die Schlacht zu gehen. Assamarils Freundinnen wollten Assamaril davon abhalten, aber Janarey hatte entschieden. „Ihr wird nichts passieren, ich passe auf sie auf!“ Niemand konnte Assamaril nun erzählen, dass jemand in der Schlacht auf sie auspassen kann. Nur sie selber mit Achtsamkeit und Glück! Vor der zweiten Schlacht konnte sie Janarey nicht sehen. Sie war nicht einmal da. Assamaril fühlte sich furchtbar allein unter den vielen Kämpfern, denen sie dann folgte, von denen sie einige fallen sah. Als die Schlacht vorüber war und die Überlebenden flohen, lebte Assamaril noch, so dass sie auch nach Schwingenstein fliehen konnte und sich mit den anderen Heilern um die Verletzten kümmerte. Als endlich der letzte Verletzte versorgt war, ging Assamaril erschöpft auf den Hof. Sie sah demoralisierte Männer und Frauen, die meisten mit Verbänden, sitzend, stehend, wandernd und schweigend. In dieser Menge sah Assamaril auch Janarey. Unverletzt! Assamaril schaute sich noch einmal um zum Lazarett, aber ihre Arbeit war fertig. Sie suchte das Pferd, das der Baron ihr nach der ersten Schlacht geschenkt hatte und ritt fort. Fort von dem Krieg, fort von den Menschen und fort von Janarey.

„Was bin ich für dich?“ Diese Frage wollte Assamaril nicht mehr verlassen. Es schien so, als ob Janarey sich gar keine Sorgen machte um Assamaril. Wenn Assamaril stirbt, dann ist das ein Opfer des Kriegs. „Wenn du so fühlst, dann ist das keine Liebe!“ Assamaril schaut sich wieder um in der Dunkelheit. „Es gibt keine Liebe im Krieg!“ Sie schließt ihre Augen für einige Stunden Schlaf und Kraft sammeln, damit sie ausgeruht die Nachbehandlungen in Schwingenstein übernehmen kann.

Verfasst: Montag 23. November 2015, 21:43
von Janarey
Alles im Leben widerholt sich

Widermal sitzt man in Schwingenstein und wider haben wir ein Lager errichtet. Damals noch als Akoluthin und heute wider als Kriegerin im Kampf gegen Alatars Schergen. Es ist eine Sache Soldaten in die Schlacht zu führen, deren Arbeit es ist zu kämpfen. Wehrfähige Streiter die sich freiwillig zum Kampf melden sind Menschen zu denen sie keine Verbindung hat.
All jene sind Menschen die sie bedenkenlos in die Schlacht führt oder begleitet. Doch einen Menschen in die Schlacht zu schicken den man liebt ist etwas, auf das sie nicht vorbereitet war. Es viel ihr schwer die Gedanken konzentriert bei der Schlacht zu halten. Zu groß war die stetige Sorge um die Geliebte und so beschloss sie am heutigen Tag, das Assamaril nicht mehr an die Front sollte und sich vortan nur noch um die versorgung der Verwundeten kümmern sollte.
Nachdem sie das getan hatte verlies sie das Gästehaus am Kloster und verlies den Klosterplatz um eine Runde ausserhalb des Lagers zu drehen. Sie brauchte einen Moment der Ruhe. Es galt Gedanken zu sortieren und einmal durch zu atmen. Sie war müde und es machten sich immer wider Ängste breit in ihr. Ein wenig Schlaf würde sicher Abhilfe schaffen und sie wird danach sicher wider ihren Aufgaben nachkommen können.

Verfasst: Samstag 28. November 2015, 07:29
von Assamaril
Im Krieg gibt es keine Liebe. Es gibt nur Angst. Tag für Tag verbringt Assamaril bei den Streitern des Lichts in Schwingenstein. So viele Menschen sind da, und der Intimsraum ist verloren gegangen. Ein unbeobachtetes Bad im Fluss ist nicht möglich, sodass Assamaril sich mit ihren Wasserschläuchen versteckt und versucht, sich gründlich zu waschen. Eigentlich kennt sie es schon aus MenekUr, dass sie nicht mehr irgendetwas unbeobachtet tun kann. Ihr Körper hatte damals nicht mehr ihr gehört. Aber das ist vorbei. Jetzt kann sie ihren Körper wieder vor den anderen verstecken. Ihren Körper und den riesigen schwarzen Skorpion auf ihrem Rücken!
Sie sieht, wie Keylon seiner Familie regelmäßig schreibt. Aber sie selber möchte nicht ihrer besten Freundin schreiben. Sie weiß nicht, was sie ihr sagen sollte. Jedes Wort würde Amelie beunruhigen, sogar die Worte, die den Auftrag hätten, Amelie zu beruhigen. Aber der andere Grund ist, dass sie nicht möchte, dass ein Bote auf dem Weg nach Nilzadan mit einem Brief von ihr bei sich vom Feind getötet würde.
Das ist nicht ihre einzige Angst. Die drei Frauen in ihrem Herz sind alle direkt in den Schlachten verwickelt. Die Frau an ihrer Seite, die geheime Frau und die verloren gegangene Frau. Nach jeder Schlacht ist die Erleichterung erst dann da, wenn Assamaril alle drei wiederkommen sieht. Es spielt keine Rolle, dass sie nur zu Janarey gehört. Die Gefühle für die beiden anderen sind da, und die Angst um sie ist genauso groß wie die Angst um Janarey. Aber die Angst wird von Mal zu Mal weniger. Mit jedem Mal, wenn die Krieger heimkehren, sieht sie die Toten und Verletzten, der Tod ist nun ständiger Begleiter der Gefühle geworden. Assamaril wird mehr und mehr gleichgültig. Sie fühlt sich so, dass sie zu Asche verbrennt, und dass der Wind die Asche wegweht. Die Gefühle in ihr sterben langsam, und sie weiß nicht, was von ihr übrig geblieben sein wird, wenn der Krieg endet.

Verfasst: Montag 30. November 2015, 23:44
von Janarey
Die eingelösten Versprechen

Die Tage im Lager zu Schwingenstein vergingen wie im Flug und die Ereignisse überschlugen sich. Mit jedem Tag der verging konnte man merken wie sehr eine solche Situation an die Nerven der Menschen zerte. Auch bei Assamaril musste sie dies feststellen und sie fragte sich, was sie tun könnte um den Menschen Mut und Hoffnung zu schenken. Es gab einfach zuviel Leid und sie sah sich selbst in einer Hoffnungslosen Lage. Alles was ihr blieb, war für die Truppe da zu sein, immer Präsent und ansprechbar.
Doch das forderte einen hohen Preis der sich auf ihr eigenes Gemüt niederschlug. Ein Versprechen das sie vor einigen Monden gab löste sie in einer der vielen Schlachten ein. Auch wenn es ihr widerstrebte so stand sie zu ihrem Wort.
Dann passierte das, was sie am meisten fürchtete. Die Frau die sie liebte geriet in Gefangenschaft und ausgerechnet ihre ärgste Feindin Kysira wurde ihr habhaft.
Natürlich lies sie es sich nicht nehmen ihr dies mit zu teilen und schickte per Boten eine Warnung in das Schwingensteinlager. Man wusste nicht nur wo sie wohnte sondern auch mit wem. Kysira schien immer über alles bestens informiert zu sein und schürte die vorhandenen Ängste immer wider aufs neue.
Es war ein Versprechen das sie dazu verleitete nicht gut nach zu denken und Unvernünftig zu werden. Denn egal was passieren würde, sie wollte immer für Assamaril da sein und sie beschützen.
Der Versuch das Lager alleine zu verlassen und Assamaril zu befreien wurde erfolgreich von den eigenen Kamaraden vereitelt. Und so zog sie erst gegen Abend mit der Armee gen Feindeslager. Als dann der Befehl kam zu stürmen, war es wie ein Schalter der sich in ihr umlegte und sie nutzte die kurze Zeit als das Tor aufging und stürmte in das Gegnerlager hinein. Leider ohne Sinn und Taktik war sie jedoch den dort drin vorhandenen Truppen unterlegen und wurde zu Fall gebracht und zu Assamaril in die Zelle gesperrt.
Wie Dreck wurden sie dann vom Alka und Gefolge dann am eigenen Lager eingetauscht gegen eine ihrer Gefangenen. Noch am gleichen Abend wurde sie dann für ihr Handeln nach Hause geschickt und vom Dienst an der Front erst einmal befreit. Mit Assamaril zog sie dann gemeinsam aus dem Lager und verbrachte den Tag über mit ihr in Sicherheit. Ruhe und Geborgenheit waren es die sie nun für Assamaril aufbringen wollte. Doch so verletzlich Assamaril auch war, wollte sie nicht das sie von ihren Kamaraden fern blieb und drängte sie dazu sich schnellstmöglich darum zu kümmern wider in den Dienst aufgenommen zu werden.
Vieleicht hatte Assamaril recht und sie gehörte an die Seite ihrer Kamaraden und so gab sie nach und entschied sich das Lager noch in der gleichen nacht wider auf zu suchen. Doch wollte sie etwas nicht warten lassen, das sie eigentlich für nach den Krieg geplant hatte. Zwei Ringe wurden ihr noch in der Nacht von Sordolax geliefert. Sie nicht wecken wollend, steckte sie Assamaril den einen Ring vorsichtig an den Finger und legte neben ihr auf dem Kissen einen Brief. Danach ging sie leise aus dem Haus und machte sich auf dem Weg ins Lager um dort nach der Frau Oberstleutnant zu suchen und zu bitten wider in den Dienst an der Front aufgenommen zu werden.

Die Schatten in Assamarils Seele

Verfasst: Mittwoch 2. Dezember 2015, 16:49
von Assamaril
Assamaril schaut sich im Haus um. Alles ist aufgeräumt und geputzt, und es gibt nichts mehr zu tun. Im Haus ist es unheimlich still, und Assamaril ist furchtbar müde, aber sie kämpft dagegen an, einzuschlafen.
Janarey hatte Assamaril aus der Schlachtaufstellung herausgenommen. Assamaril sagte es nicht, aber sie war dankbar dafür. Sie hatte zwei Schlachten mit Glück überlebt, und das Glück ist nicht Assamarils bester Freund. Außerdem ist sich Assamaril sicher, dass sie gar keine Hilfe ist in der Schlacht. Stattdessen war sie wieder die Heilerin, die sich um die Verletzten nach der Schlacht mitkümmerte. Diese Aufgabe kann sie besonders gut schaffen, wenn sie lebendig ist. Das Lagerleben war nicht so komfortabel, wie Assamaril es in den letzten Monaten hatte. Sie wünschte sich endlich wieder saubere Kleidung, und deshalb nutzte sie die Gelegenheit, in der der Kalure Baznuk Donnerfaust sich auf den Weg nach Nilzadan machen wollte. Unter seinem Schutz würde sie nach Berchgard kommen, und später am Tag auch wieder zurück. Aber es passierte ein Unglück. Auf dem Weg dorthin wurden beide von drei Feinden angegriffen. Zwei Rahaler und ein Lethar! Es folgte ein langer Kampf, bei dem der kampfgeschickte Kalure großen Widerstand leistete. Die drei Feinde hatten keine leichte Aufgabe, und wäre Assamaril auch ein Baznuk Donnerfaust gewesen, wären die Angreifer besiegt gewesen. Aber Assamaril ist Assamail, und Baznuk war der Übermacht unterlegen. Tot! Assamaril wurde gefesselt und fortgeschleppt, vorbei an den reglosen Körper des Kaluren ins feindliche Kriegslager.
Sie wurde in einen Käfig gesperrt und ohne Pause verhört. Ihre fehlende Kooperationsbereitschaft bestrafte der verhörende Lethar mit Schlägen. Ihre Lügen auch! Ihre wahre Identität verriet der Bürgerbrief, den sie immer bei sich haben soll. Für diese Lüge wurde sie mit einem Panzerhandschuh ins Gesicht geschlagen. Hauptsächlich wurde sie über eine Gefangene der Lichtenthaler ausgefragt. Assamaril hatte furchtbare Angst. Und die Letharen waren Meister darin, Assamaril Angst zu machen. Aber sie sagte nicht mehr Wahres als ihren Namen. Drohungen und Schläge konnte sie widerstehen, aber sie weiß nicht, wie groß ihr Mut gewesen wäre, wenn die Letharen angefangen hätten, sie richtig zu foltern. Assamaril vermutet, dass man sie für besonders unwichtig hielt, und damit hatten sie Recht. Assamaril wusste sowieso kaum irgendetwas Kriegswichtiges.
Eine Frau löste den Letharen bei der Befragung ab. Sie war freundlich und höflich. Das tat Assamaril gut. Die neue Befragerin fragte wie eine Freundin, aber sie verriet sich wahrscheinlich absichtlich. Vor Assamaril stand Kysira Bagosch, die Akoriterin, die Janarey furchtbar gefoltert und das Auge weggenommen hatte. Sie wusste offensichtlich, dass Janarey und Assamaril zusammen wohnen. Kysiras Freundlichkeit ging nicht weg, aber sie fing an freundlich zu drohen, Assamaril freundlich Angst zu machen. Saphira war durch Kysiras Hand gestorben. Und Assamaril könnte die nächste sein. Assamaril wurde verrückt vor Angst. Seit sie im Käfig war, wurde ihr die ganze Zeit Angst gemacht, ohne Pause. Und es gab nichts, was sie hätte tun können, damit das aufhört. Zum Schluss musste sie ihren Namen auf einen Bogen Papier schreiben und sich zwei Haare ausreißen. Danach verließ Kysira den Käfig. Aber das war nicht das Ende. Der andere Lethar, der beim Überfall dabei war, hatte ein anderes Ziel. Er wollte keine Informationen. Er wollte nur Angst geben. Sein Blick drang durch ihre Augen. Er setzte seine Maske ab und zeigte sein abscheuliches Gesicht. Seine Augen drangen tief in Assamarils Seele ein, und die Heilerin bekam das Gefühl, dass die Luft zum Atmen nicht mehr um ihr herum war. Obwohl dieser Lethar Assamaril nicht berührte, war sie bewegungsunfähig. Sie fühlte das Böse in sich ausbreiten, das wenige Gute in ihr suchen und zerstören. Sie fühlte, wie ihre Seele zu dem Einen geschoben wurde, mehr und mehr! Es war so einfach, fast ohne Widerstand. Assamaril fehlt die gefestigte Nähe zu Eluive oder zu Temora. In ihrer Seele gibt es keine Göttin, die sie in dem Augenblick beschützte. Das Einzige, was sie rettete, war der Rettungsversuch des Lichtenthaler Regiments. Der Lethar wurde gestört und hinterließ dafür die Worte in Assamarils Seele, dass er nun immer da sein würde in ihren Träumen, nachts und am Tag. Als er fortging fühlte Assamarils Körper sich an wie eine leere Hülle ohne Bewusstsein. Die Heilerin hatte sogar Janarey nicht erkannt, als sie zu ihr in den Käfig gesperrt wurde.
Es dauerte nicht lange, dann kam eine furchtbare Kreatur zu ihnen in den Käfig. Der Alka packte beide Frauen an ihren Hälsen und schleppte sie fort. Die beiden Frauen wurden für den Austausch mit der Gefangenen Maya gebraucht. Vielleicht der einzige Wert, den sie hatten, der sie vor dem Tod rettete.
Nach dem Austausch, wieder im Schoss des Lichtenthaler Regiments, brach Assamarils Hülle zusammen. Es gab keine Kraft mehr in ihr. Es gab keinen Lebenswillen mehr in ihr. Sie konnte nicht einmal erkennen, dass Baznuks Dickkopf den Kampf bis auf einige Beulen schadlos überlebt hatte. Balduin, der Heiler vom Hospital, kümmerte sich um die Gesichtsverletzungen. Assamarils Körper suchte den Schlaf, und damit die Nähe des Panthers. Der Lethar schien auf sie zu warten. Er erwartete sie in ihrem Traum. Er zeigte sein Gesicht, drang in ihre Seele ein und berührte dort jede Stelle. Kälte und Angst umhüllte Assamarils Körper, den der Lethar drehte, solange bis sie den Weg sah, den Weg zu dem Einen, der Erlöser. Assamaril bemerkte es gar nicht, wie sehr sich Janarey bemühte, Assamaril aufzuwecken. Janarey schmiegte sich an Assamaril eiskalten Körper, um ihn zu wärmen. Aber aus irgendeinem Grund wurde der Körper nicht warm. Aber Janareys Nähe war vielleicht die Hilfe für Assamaril, endlich aus dem Albtraum aufzuwachen.
Assamaril sollte das Lager verlassen. Die Oberstleutnant Helisande hatte erkannt, dass Janarey nur dann einsatzbereit ist, wenn Assamaril in Sicherheit ist. Janarey brachte die Heilerin nach Hause und kehrte am Abend zurück an die Front.
Assamaril verbrachte die nächste Nacht in Berchgard. Allein! Allein im Bett, allein im Traum, und allein mit dem Letharen. „Sag es!“, forderte die Stimme in ihrer Seele. „Seinen Segen!“ Assamarils Lippen formten lautlos diese Worte. Angst und Kälte nahmen Besitz von ihrem Körper. Sie fing an zu verderben, sich zu verlieren. Sie fing an die Gestalt der Angst zu werden. Der Schlaf ging lange, niemand störte ihn, und das Wesen in Assamarils Seele ließ sich viel Zeit. „Wer bist du?“, flüsterte die unheimliche Stimme. Aber Assamaril kannte nicht mehr die Antwort. Als sie wach wurde, fühlte sie sich erschöpfter als vor dem Einschlafen. Aber sie zwang sich aufzustehen und im Haushalt zu arbeiten. Diese Arbeit war für sie etwas Vertrautes. Und es war still im Haus. Die Laternenlichter warfen Schatten ins Haus. Schatten zeigten die Umrisse von Panthern, die mit ihren dunklen Augen Assamaril anstarrten. Es war still im Haus, aber Assamaril war nicht alleine. War sie gerade wach oder träumte sie? Sie wusch ihr Gesicht mit kaltem Wasser. Die Schatten sind weg. Assamaril schaut sich um. Im Haus ist es unheimlich still, und Assamaril ist furchtbar müde, aber sie kämpft dagegen an, einzuschlafen, weil niemand da ist, der sie aufwecken kann. Was ist, wenn sie in diesem furchtbaren Traum nicht mehr aufwacht? Janarey ist an der Front, aber Assamarils Kräfte gehen verloren. Sie wird einschlafen. Sie weiß auch nicht, wo genau Amelie gerade ist, und Assa hat keine Zeit mehr zum Suchen. Sie hat noch eine Verbündete in ihrem Leben. Tooru! Natürlich ist Assamaril unsicher, ob Tooru sich über Assamarils Besuch freuen wird, aber das ist gerade unwichtig. Wenn Assamaril Hilfe braucht, ist sie bei Tooru immer willkommen. Es ist eine lange Reise, aber am Ende dieser Reise wird Assamaril schlafen können, während Tooru ihren Schlaf bewacht.