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Vom Sandkorn zum Sandsturm...

Verfasst: Dienstag 13. Oktober 2015, 07:33
von Yara Asena Yazir
Wenn Sand anfaengt zu Leben....


Kindern oder bei Geschichten Abenden wenn die Atmosphere düster ist.
So erzählt man, dass in Durrah der Sand lebt!
Es ist nicht so das der Sand schmerzen empfindet oder
Gefühle hat. Nein! Wenn die Durrah erzürnt ist oder Fremde Leid
in das Land bringen. Dann erweckt etwas altes in dem warmen Sand.
Wie bisher von Zuschauern ein Sandsturm beschrieben wird ist einfach
zu erklären. Sie sehen eine Riesige Sandwand die über die weiten
der Durrah sich erhebt. Nur die wenigsten und meist auch nur
die meinen wissen genau was in den Sandstürmen schlummern.

[URL=http://www.directupload.net][img]http://fs5.directupload.net/images/151013/hvjy2qq2.png[/img][/URL]



Wie immer ist es warm. Warm und kaum bewölkt. Ich gehe hinaus in die Durrah um dort wie immer mein Innerstes zu erforschen, um stets im reinen mit mir selbst zu bleiben. Am Stadttor habe ich mal gehört wie die Janitschare dort sich erzählt haben."Wer den Säbel im Herz trägt wird großes vollbringen."Seit diesem Zeitpunkt gehe ich Morgens früh immer hinaus in die Durrah. Um dort zu Meditieren und das Tiefste meiner Gedanken zu befreien.Also ich sitze auf der höchsten Düne in Reichweite und Meditiere.Als ich plötzlich von einer sanften Berührung am Schleier geweckt werde.Ich öffne die Augen und schaue mich um. Es war nichts da nur diescheinbar unendlichen weiten der Durrah.Nach einigen Momenten der Ruhe wollte ich wieder die Augen schließen.Jedoch bevor ich das tun konnte erregt der Sand vor mir meine Aufmerksamkeit. Er schien sich für einen Moment lang zu bewegen.Zuerst dachte ich, ich wäre für einen Augenblick nicht ganz da.
Doch dann merkte ich wie unter mir und in der Umgebung der Sand
in eine Art Zentrum gezogen wurde. Eine Weile habe ich das Schauspiel
beobachtet, ehe ich beschloss aufzustehen und in die Goldene Stadt zu
meiner Familie zurück zu kehren. Denn auch mir waren die grausamen
Geschichten über die Sandstürme kein Geheimnis.
Es ist zwar nicht so als hätte man sie aus der Entfernung noch nie gesehen.
Aber ich musste es ja nicht Provozieren.
Kurz die Gedanken sortiert, war es bereits zuspät.
Eine riesige Mauer aus Sand hinter mir und ebenfalls eine vor mir.
Im Zentrum in dem ich mich befand, war nichts als leere und Sand.
Der Himmel verdunkelte sich und mit einem Blick nach oben wusste ich auch warum.
ein Dach aus sich hin und her bewegendem Sand schloss sich zwischen den beiden Sandmauern.
Mir fiel direkt auf wie merkwürdig sich dieser Sandsturm verhielt auch wenn er sich
gerade erst gebildet hatte. Den er bewegte sich weder vor noch zurück.
Von dem Dach aus Sand formte sich ein Wirbel der Kegelförmig nach dem Boden trachtet.
Als schließlich der Kegel den Boden berührte, trennte er sich vom Dach ab.
Ich betrachtete diesen riesigen Kegel aus Sand der scheinbar in der Zeit
verlangsamt sich nur zu drehen schien.
Ein gewisses Unbehagen machte sich in mir breit und ich zog reflexartig
meinen Säbel und den Schild. Leben machte sich auf diese Geste hin in dem
Wirbel bemerkbar. Dunkle Augen tauchten in dem Wirbel auf und riesige aus Sand
geformte Arme schlugen an den Seiten des Wirbels hinaus.
Ich machte mich zum Kampf bereit und im selbigen Moment hob sich der riesige Arm
des Sturms und schlug unter sich in den Sand ein.
Wie eine Explosion raubte mir die Druckwelle des Einschlages den Atem.Ehe ich meine Gedanken sammeln konnte schlug in einer Linie der Sand vor mir auf.Als der Sand mich erreichte wirbelte es mich wie ein Schlag in den Magen in die Luft gegen die Sandwand hinter mir. Diese fing mich auf wie eine Wand aus hartem Stein.Nachdem meine Gedanken sich gefangen hatten erhob ich mich aus dem Sand und stürmte voran.Der Sturm empfing mich mit Energiegeladenen Stacheln aus Hart geformten Sand die er mir entgegen schleuderte. Der ersten Salve entging ich indem ich mich duckte und die rasch folgende Zweite Salve prasselte mit starkem Druck gegen mein Schild.Um die letzten Meter schneller heran zukommen, setzte ich einen Sprung an.Dabei dreh ich mich halb in der Luft und riss mit einem Schwung einen Spalt in den Sturm.Der Sturm tobt und holt in seiner Raserei träge mit seinem riesigen Armen aus die wie
Donnerschläge in den Sand schlagen. Es ist schwer aber dank meiner Agilität ist es mir möglich den Schlägen mit einfachen Sprüngen zu entgehen.Erschöpft in diesem schirrbar endlosen Kampf zwischen Menekaner und Sturm, hole ich weit aus und werfe diesem Ungetüm der Natur meinen Säbel entgegen.Der Säbel fliegt zwischen die hellen Augen des Sturms und bleibt stecken.Das heulen des Sturms ist grausam und nach einem Augenblick des Tobens fällt die Schreckliche Kulisse des Sandsturms ins sich zusammen. Ich schließe meine Augen schützend vor dem Sand.Und nach einigen Momenten spüre ich die wärme der Lamis auf meinem Haupt.Ich öffne die Augen und hocke auf einer Düne. Nichts außer klarem Himmel und Sand um mich herum.Als wäre nichts gewesen. Für einen Moment dachte ich meine Fantasie spielte mir einen streich.Jedoch als ich mich umblickte, sah ich es! Mein Säbel der senkrecht in der Düne steckte.Was für ein lehrreiches Erlebnis.....

Verfasst: Montag 23. November 2015, 00:37
von Yara Asena Yazir
Kriege die man nie vergisst


Kriege die man nie vergisst, sind Kriege in dem man nur knapp mit dem Leben davon kommt.
Heute war einer dieser Kriege…
Die Reiche standen vor einander. Auf der einen Seite Rashar, Letharen, Cebezianisches Pack, Diener der Raben und zu guter letzt das Rahalische großreich. Und auf der anderen Seite Elfen, Thyren, Kaluren, das Lichtenreich und zu guter letzt mein geliebtes Menek Ur.
Die Anführer der Truppen treffen sich in der Mitte und tauschen einige Worte aus, jedoch hören konnte ich es nicht. Nachdem anscheinend gesagt wurde was zu sagen war drehten beide um und kehrten zu den Truppen zurück. Der Befehl zum bereit machen kam und die Menge tobte, willig und Kampf bereit und noch wusste keiner was da auf uns zukam.
Ich gab meinem Schlachtlama die Verse in die Seite und es trabte nun direkt los.
Meine Axt trug ich zur Seite gelehnt bereit in die Schlacht. Die Liedkundigen der gegen Seite reagierte schnell auf den Ansturm unserer Truppe und verengten das Schlachtfeld mit Mauern zu einem Hindernis Parkuhr. Nur wenig Zeit zu reagieren… machte mein treues Lama einen Sprung nach vorn während hinter mir eine dicke Steinmauer sich erhob. Ich ritt mit meines gleichen in die erste Reihe und lasse den Schützen vor mir direkt meine riesige Axt spüren.
Mein Lama baut sich auf und wirft mich ungehalten von seinem Rücken und während ich noch auf dem Rücken liege sehe ich wie ein Gardist meinem treuen Lama die Spitze seiner Hellebarde entgegenstreckt. Keine Zeit zu überlegen ich musste aufstehen. Es hing viel an jedem einzelnen Janitschar und Soldaten. Kaum stehe ich eine Sekunde auf den Beinen spüre ich einen starken Zug in meiner Bauchgegend. Ich guckte runter und dankte der Mara das der Pfeil von der dicken Lederschicht der Robe gestoppt wurde. Mit einem seufzen zog ich die Axt aus dem Boden und ließ mich für den Moment in die eigenen Truppen zurück fallen.
Um zumindest für einen Moment zu Atem zu kommen. Aber schnell wurde mir klar dass es keine eigene Truppen im Rücken gab, sondern nur das Getümmel einer Schlacht.
Ein Gardist stürmte mit einer Pieke auf mich zu, ich war bereit alles für mein Emir zu geben und für mein Glauben. Das surren eines vorbei fliegenden Pfeils erregt meine Aufmerksamkeit. Der Gardist bekommt diesen auch direkt gegen die Brust zu spüren, jedoch ohne großen Erfolg, den er splitterte sofort in unzählige kleine Teile. Der darauf folgende Zweikampf war erbitterlich bis Xavier auftauchte, hoch oben auf seinem treuen Pferd Foe… .
Ich atmete auf, doch blieb sein erscheinen um mir zur Hilfe zu eilen einem Rabendiener nicht verborgen. Daraus resultierte ein zwei gegen zwei die sich nichts schenkten.
Es kam mir vor wie eine Minute doch wer weiß wie lange wir kämpften, auf jeden fall waren wir mittlerweile schon etwas abseits des Schlachtfeldes und dieser Moment der Unachtsamkeit um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, nutzte der Rabendiener für einen Fluch auf mich aus. Mir wurde schwummerig als würde die Kehle sich zuschnüren. Panik!
Ich lief um mein Leben verfolgt von jenen die mich hassten für das woran ich Glaube.


Meine Augen wurden immer Finsterer und verschwommen.

Die Beine die mich trugen immer träger ….

Es ist vorbei!

Die Mara holt mich nun…

Frieden …

Dunkelheit… .



Es ist noch nicht vorbei … raunt es von hinten. Xavier bist du das? Ich weis es nicht… Aber es war doch seine Stimme. Meine letzte Kraft nutzte ich um zu sehen, dass er die beiden Verfolger auf sich zog und mit ihnen vor mir weg verschwand. Bewusstlosigkeit! Geht es Xavier gut? Er hat mich gerettet…

Verfasst: Freitag 27. November 2015, 10:49
von Yara Asena Yazir
Manchmal erwacht etwas...

Die Erinnerung an die Geschehnisse der letzten Tage wühlen noch immer mein Innerstes auf. Die anstrengenden Kämpfe haben scheinbar doch Wunden hinterlassen, wenngleich sie nicht fleischlicher Natur sind. Ich spüre sie, wie Schnitte auf der Haut - scharf, brennend und schmerzhaft. Mein Kopf dröhnt noch immer. Es sind zwar Tage vergangen, aber es scheint mir, als wäre ich noch immer auf dem Schlachtfeld. Langsam schlage ich die Augen auf und lege mich blinzelnd auf die Seite. Strahlen der Morgensonne fallen glitzernd durch die Vorhänge und von draußen schallen Worte geschäftiger Menekaner. Mit einer Hand streiche ich das seidene Betttuch von meinen glatten Beinen und richte meinen Oberkörper auf. Meine Arme habe ich auf dem Fell unter mir aufgestützt. Mit einer wippenden Bewegung schwinge ich mich auf die Beine. Plötzlich zucken schmerzende Blitze vor meinen Augen und mein Schlafgemach beginnt sich zu drehen. Schwarzen Flocken scheinen sich auf meine Augenlinse zu legen und alles was ich sehe verschwimmt in Dunkelheit. Ich glaube, dass ich schwanke und stakse, wie ein betrunkener Storch, von einem Bein auf das andere, doch ich finde mein Gleichgewicht und kann mich in aufrechter Position halten. Nach ein paar Atemzügen kommt die sich drehende Szene zur Ruhe und die Dunkelheit lüftet sich wie ein Schleier von meinem Gesicht. Ich bleibe noch einen Augenblick in kampfbereiter Haltung in der Mitte meines Gemachs stehen. Langsam löst sich meine Anspannung und ich gehe auf meine Kommode zu. Eine gläserne Karaffe steht auf dieser und eine verzierte gläserne Schale. In der Karaffe funkelt klares Wasser, was ich mir am Abend zuvor aus dem Brunnen geschöpft habe. Plätschernd ergießt sich die durchsichtige Flüssigkeit in die Schale, als ich die Karaffe anhebe und sie leicht zur Seite neige. Ich spiegele mich auf der glatten Oberfläche und innerlich fröstele ich, als ich mein erschöpftes Antlitz erblicke. Meine Hände tauchen in den Frischequell und schöpfen zu Schalen geformt tröpfelnd Wasser, welches ich mir schwungvoll ins Gesicht werfe. Ich schließe reflexartig die Augen und ziehe zischend Luft zwischen den Zähnen ein. Meine Hände kommen auf meinen Wangen zum Liegen und ich ziehe sie seufzend nach oben zu meinem Haaransatz. Während sich die Finger spreizen und meine Hände, wie ein Kamm, durch die Haare streichen, verschwimmt die Schwärze vor meinen geschlossenen Augen und explodiert in bunten sich ineinander windenden Farben. Plötzlich finde ich mich auf dem Schlachtfeld wieder. Lautes Kampfgetöse umgibt mich und schattenhaft dampfende Körper fallen zu Boden. Ich nähere mich dem Haufen gefallener Krieger und schaue auf sie hinab. Die Augen sind leer und seelenlos. Die Haut ist bleich und eiskalt. Ich erschauere und schlage zitternd die Augen auf, während meine Hände, wie ein Kamm, Wasserperlen vor sich her durch meine Haare bis zu den Spitzen schieben. Doch anders als erwartet vernehme ich kein platschendes Geräusch, sondern vielmehr ein springendes Klimpern in der Stille des Raumes. Ich wende mich blitzschnell um und ziehe meine zitternden Hände vom Kopf vor meine Brust und blicke erstaunt zu Boden. Auf dem Boden liegen verstreut gefrorene Wassertropfen. Irritiert blicke ich meine Hände an, dann wieder die Tropfen auf dem Boden und schließlich zu der gläsernen Wasserschale. Auf einmal beginnt mein Kopf wieder zu dröhnen, als wäre ich von einer schweren Keule getroffen. Ich taumele nach vorne und kann mich gerade noch auf die Kommode stützen. Mein Kopf hängt schwer zwischen meinen Schultern und ich spüre, wie ein dünnes Rinnsal aus meiner Nase auf meine Oberlippe zuläuft. Mein Herz klopft wild und ein Tropfen leuchtend roten Blutes stürzt sich von meiner Lippe in die Tiefe ins kühle Wasser. Rasch ziehen rote Fäden tänzelnd aus. Elegant schlingen sich die Fäden umeinander und ziehen blitzschnell durch die klare Flüssigkeit und formen eine Kontur - die Kontur eines Raben. Mein Atem stockt und ich muss blinzeln. Plötzlich fällt das Rabenbildnis in sich zusammen und die blutigen Fäden ziehen wieder ihre Kreise durch das Wasser ehe sie sich zu einer neuen Gestalt zusammenfinden. Meine Hände ballen sich unwillkürlich zu Fäusten und eine Welle des Zorns wallt in mir auf. Ich fühle wie ich innerlich Glühe und meine Augen zischend zusammenkneife, während ich das Bildnis einer vermummten Gestalt fixiere. Um die Konturen steigen plötzlich Blasen auf und das Wasser fängt an zu brodeln. Langsam steigt Dampf aus der Schale auf, welche nun auch zu vibrieren beginnt. Der aufkeimende Zorn und die Hitze in mir steigt mir langsam zu Kopf und ich stoße mich keuchend ab. Genau in diesem Moment springt die gläserne Schale klirrend und das Wasser mitsamt Bildnis ergießt sich auf die steinernen Fliesen und verläuft in den Fugen. Schweißperlen rinnen mir von der Stirn und ich wische mir das Blut unter der Nase weg. Mein Atem geht schwer und noch schwerer wiegt mein Kopf. Ich schüttele diesen kurz und stürme dann nach draußen auf meinen Balkon. Draußen in der Sonne und an der frischen Luft scheint sich mein Gemüt ein wenig herunter zu kühlen. Abgeschirmt von seidigen Vorhängen stehe ich auf meiner Kissenlandschaft. Unberührt steht die Wasserpfeife vor mir auf dem Boden und ich fühle mich der Realität wieder etwas näher. Gerade als ich mich wieder geerdet fühle, überkommt mich erneut ein dröhnender Schmerz in meinem Kopf. Schatten erscheinen hinter den Vorhängen und ich meine, in einem der Schatten meine Konturen wiederzuerkennen. Eingeschüchtert schlinge ich meine Arme um meine Brust und betrachte das Schattenspiel. Mein Abbild scheint sich umzublicken und läuft von einem Vorhang zum nächsten, als würde er gehetzt. Ich wende mich geschwind den Vorhängen zu, über die mein Schatten zu flüchten scheint. Plötzlich erscheint ein Rabenschwarm der wild um meinen Schatten schwirrt und sich wild flatternd von allen Seiten auf diesen stürzt. Ein greller Kampfschrei entflieht meiner Kehle und ich schleudere zeitgleich meine Arme von meinem Körper - begleitet von einem kräftigen Windstoß, der die Schatten flatternd von meinen Vorhängen fegt. Noch während die Vorhänge tänzelnd herabsinken, stürze ich zwischen ihnen davon. Raus aus meinem Haus hinauf auf die Straße. Mir schwindelt es und ich taumele ein wenig. Ich hetze davon durch eine Gasse und über eine etwas breitere Straße. Vorbei an einigen Menekanern und vorbei an blökenden Lamas. Immer weiter stürze ich in Richtung Herz der Stadt. In einer einsamen Gasse komme ich ins Taumeln. Ich keuche und ächze und stolpere über eine kleine Stufe und lande auf allen Vieren im Sand. Es vergehen einige Minuten bis ich wieder zu Atem komme und mich wieder aufrappeln kann. Ich knie vornüber gebeugt und sehe auf den Boden hinab. Erneut dieses Dröhnen in meinem Kopf. Dieses Mal jedoch suchen mich keine Visionen heim oder Schatten, die mich verfolgen. Dieses Mal scheint der Sandboden unter mir zu atmen. Er wölbt sich nach oben, bloß um dann wieder herabzusinken. Und erneut erhebt er sich, doch jetzt wölbt sich mir ein Gesicht entgegen. Schmerz und Zorn zeigt sich in seinen Zügen. Das Dröhnen in meinem Kopf legt sich wieder und meine verschwommene Sicht wird klarer. ES ist MEIN Gesicht. Ich bin es, die mir entgegenblickt. Das Gesicht fällt in sich zusammen und der Sandboden wölbt sich wieder auf und ab. Einen Augenblick beruhigt sich der Boden, ehe sich zwei Figuren aus dem Sand erheben. Die eine Gestalt liegt auf dem Boden und hält einen Säbel in die Höhe und die andere Hand schützend vor sich. Die andere Gestalt ist vermummt und hat scheinbar schallend Lachend die Hände in seine Seite gestemmt. Mein Verstand wird nun nicht mehr von Schmerzen vernebelt und ich sehe die Szene klar vor mir und mit dieser Erkenntnis kommt die Erinnerung - die Erinnerung an das Gefecht und den Moment, an dem ich mein Bewusstsein verlor. "Nie-mals wieder", zische ich durch meine geschlossenen Zähne und eine kleine Böe kommt auf, die die Sandfiguren im Winde verweht. Ich weiß, dass sich etwas in mir verändert hat. Irgendetwas ist anders. Was genau, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber meine Cousine Jala oder jemand anderes in der Akademie Leviathan wird mir mit Sicherheit weiterhelfen können. Ich muss wissen, was hier geschehen ist und noch viel wichtiger ist, dass ich es verstehen will. Ich rappele mich also auf und mache mich auf den fortan ereignislosen Weg in Richtung des Stadtzentrums - zur Akademie.

Verfasst: Samstag 28. November 2015, 00:09
von Yara Asena Yazir
Erkenntnis finden...

In der Akademie angekommen, wartete dort bereits, die Ehrenwerte Taisha aus dem Hause der Omar, in der Bibliothek. Sie hatte bereits ein Pergament von mir auf dem Tisch liegen, welches ich unterwegs am Palast für sie abgegeben hatte. Nach Menekanischer Manier begrüßten wir uns. Als wir die Höflichkeiten abgeschlossen hatten, ersuchte ich Taisha um Rat, wegen der voran gegangen Ereignissen. Wir unterhielten uns vorab über Nichtigkeiten, bis Taisha, mich schließlich mit wirklich beeindruckend guter Manier in das Nebenzimmer bittet. Dort angekommen setzte sich Taisha auf ein Kissen und ich mich ihr gegenüber. Sie holte einen Diener zu sich der mir einen Krug Wasser servierte. Ich nahm das Wasser vom Diener dankend an, der dann ebenso schnell verschwindet wie er gekommen war. Taisha machte eine Höfliche Geste, auf das ich anfangen möge. So erzählte ich ihr genaustens was ich erlebt hatte und wie sehr es mich verwirrte. Die Gestiken von Taisha strahlten eine beruhigende wärme aus, bis wir schließlich zum Schluss meiner Erzählung kamen. Sie zog eine Nachdenkliche Miene und erklärte mir das es nun zwei Gründe, für die Ereignisse geben könnte. Zum ersten das etwas in mir Erwacht sei, was sie allerdings mit einer Probe am Morgigen Tag, herausfinden wolle. Das zweite wäre eine unschönere Version des ganzen und ich müsste dafür eher den Tempel der Mara aufsuchen. Beides behagte mir jedoch nicht ganz. Dennoch hoffte ich, dass es nicht die zweite wäre. Es hatte sich in mir etwas verändert, ich musste nur Erkennen was es war. Taisha erklärte mir das ich nun zu einem Ort zurückkehren sollte, an dem ich mich stets geborgen fühle. Um dort mein innerstes zu erforschen. Es wurde Zeit. Ich bedankte mich bei Taisha für ihren Rat und für ihre Herzliche Aufnahme bei sich. Sollte ich in der Übung erfolgreich sein, werde ich Taisha sehr oft sehen. Und wenn nicht ... möchte ich sie dennoch gerne oft sehen. So machte ich mich nun auf den Weg, zu dem Ort der in mir, immer eine Beruhigende Wirkung auf mich hatte, die Oase. Dort angekommen, setze ich mich unter den Pavillon und schloss die Augen.

Verfasst: Dienstag 2. Februar 2016, 20:18
von Yara Asena Yazir
Ein Aussergewöhnliches Handwerk....

Gerade erst hatte Yara die Türe geschlossen, als ihre Freundin Rannveig sie verlassen hatte.
Kaum war Rannveig draußen, da klopfte die Türe und zog Yara`s Aufmerksamkeit auf sich.
Die Tür wurde aufgezogen und eine junge Frau mit rotem Haar stand vor Yara.
Sie wurde hinein gebeten und nach Traditioneller Menekanischer Art begrüßt.


Charna...

Charna war ihr Name. Nachdem sich die beiden vorgestellt haben. Kam sie direkt auf den Punkt.
Eine Tätowierung hätte sie gerne. Schließlich ist es das was Yara unter anderem bei sich anbot.
Es wurden fragen gestellt und von Charna beantwortet.

Welches Motiv....?

An welcher Stelle...?

Der Arm soll es sein!

Ein Totenkopf und ein Ritter!


Yara notiert sich die geschilderten Informationen und nickt ein paar mal dazu.
Charna möge an der folgenden Wochenlauf am dritten Tage zur 21ten Stunde zu ihr kommen.
Die Tage schritten voran und Yara fertigte zwei Bilder zu den Wünschen von Charna an,
welche sie ihr an jenem Tag unterbreiten möchte.


Klopf! Klopf!

War es schon so weit?


Dachte sich Yara als am besagten Tag die Tür klopfte. Sie wird aufgezogen und die Junge
rothaarige Frau wird hinein gebeten.
Yara bittet Charna Platz zu nehmen und sich gerne an den Getränken zu bedienen.
Gerne auch an dem Alkohol, er mindert später etwas dem Schmerz.
Während Charna sich an dem Alkohol fröhnt, geht Yara die angefertigten Bilder hinter
dem Tresen holen und unterbreitet jene ihr.

Bild eins:

*Ab dem Handgelenk schmiegen sich Flamen dem Arm empor, bis zum Schultergelenk.
In den Flammen steht ein Skletton, auch wenn die Augenhüllen leer sind so kann
man in der Mimik des Schädels Angst erkennen. Ein ausgestreckter Arm zu einer
rettenden Klinge.*


Hmmm... garnicht übel.

Bild zwei:
*Ab dem Handgelenk schmiegen sich ebenfalls Flamen dem Arm empor, bis ebenfalls
zum Schultergelenk.In den Flammen steht ein Schädel durchaus detailiert.
Die Narben Charnas sind in den Schädel als Bruchstellen eingearbeitet.
Angst kann man der detailierten Mimik des Schädels entnehmen,
der wie versteinert auf einen Ritter zu schauen scheint, der seine Klinge
ihm entgegen streckt.*


Das ist perfekt! Das nehme ich!

Ein sanftes lächeln umspielt Yaras Lippen. Dann folgt eine sorgfältige Aufklärung,
was den genau gleich weiter passiert. Während der Aufklärung nimmt Charna bereits Platz
auf einer Liege die eigens dafür aufgestellt wurde um diese Art Handwerk auszuüben.
Tiegel mit Tinte werden ausgepackt, sowie einige Fläschchen die stark nach Alkohol riechen.
Das Hauptwerkzeug für die heutige Sitzung, ist ein kleines Stäbchen aus Holz an dessen Spitze
eine dickere Nadeln eingearbeitet wurden.

Nachdem Charna ihren Arm aus der Kleidung freigegeben hat, fragt Yara um erlaubnis, sie
zu berühren. Ein Kopfnick folgt. Charna scheint nervös zu sein. Yara nimmt ein Handtuch
tränkt es in starkem, klarem Alkohol und reibt damit Charnas Arm ein.
Nun kann es losgehen! Vorher noch einmal das Handgelenk kugeln und los geht es.
In einer klopfenden und schnellen Handbewegung rammt sie die in Tinte getränkte Nadel,
wie eine Nähmaschine in die Haut von Charna.


Pock...pock.. pock...

[img]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/taetowierungbjtg1ndqf5.jpg[/img]

Die Zeit vergeht und die Grundkonturen des späteren Bildniss werden unter die Haut gestochen.
Charnas Haut ist erschöpft den sie ist straff und errötet.


Wir lassen es erstmal bei den Grundkonturen...

Charna willigte ein und das war auch besser für sie und für ihre Haut.
Bei der nächsten Sitzung. Schattieren wir und geben dem Bild auf der Haut ihr Leben.
Mit einem lächeln verbindet Yara den geschundenen Arm in ein Leinentuch getränkt in
Wundsalbe. Es wird noch ein Abschiedsgeschenk überreicht und letzte Vorgehensweisen
mit auf den Weg gegeben, wie Charna die Tage mit dem Arm umzugehen hat.

Wir sehen uns nächsten Wochenlauf wieder, ich freue mich!

Verfasst: Samstag 13. Februar 2016, 16:21
von Yara Asena Yazir
Vollendung einer Kunst...

Den letzten Wochenlauf hatte Yara viel zu tun. Ihre Studien und das sauberhalten ihres
kleines Ladens und Wohnung, hielt sie ziemlich auf trap.
Kaum mehr war Yara einige Momente in Gedanken versunken, klopfte es schon an der Tür.


Klopf.... klopf...


Yara schaute auf, begleitet von einem prüfenden Blick auf die Türe.
Mit hastigem Schritt eilte dann Yara schließlich doch zur Türe an der Charna bereits auf
sie wartete.
Ein freudiges fiepen beider als die Tür sich endlich öffnete und schon verfielen die beiden,
direkt in ein Mädchenhaftes geschnatter.


Wie geht es dir?

Gut und dir?

Oh, hast du deine Haare wieder neu Rot gefaerbt?


Nach einer geraumen Zeitspanne, die Yara wohl schon garnicht mehr einschätzen konnte.
Zog Charna ihren Mantel aus und präsentierte ihren nun verheilten Arm.
Yara legte einen sorgsamen und prüfenden Blick auf den Tatowierten Arm.


Ist gut verheilt, mhh?

Ja ist gut verheilt.


Es war offensichtlich das die zuvor bestochene Haut, sich gepellt hatte und bereits
Nachgewachsen ist. Die Haut war glatt,weich und bereit vollendet zu werden.
Mit einem lächeln erklärt Yara ihrer Kundin und neugewonner freundin was an diesem Tag,
auf sie zukommen würde.
Gebannt hört Charna den Ausführungen von Yara zu und bedient sich ausgiebig an dem Angebot,
was Yara auf einem Tisch bereit gestellt hatte.
Nachdem schluss endlich Yara Charna erklärt hatte, das bei der Schattierung, jeder den
seichten Schmerz anders empfindet. Bittet Yara Charna erneut Platz auf der Liege zu finden.
Als Charna sich auf die Liege setzte, überflog Yara nochmal die zuvor herausgelegten
Gerätschaften. Dort befinden sich die Tinte für die Haut und der kleine Stab, mit einer
ausgefächerten Linie von feinen Nadeln.


Bist du bereit?

Aufjedenfall !


Nachdem Charna ihre bestätigung gegeben hatte, stachen die Nadeln zum ersten mal für die
Schattierung in die Haut. Sehr liebevoll und konzentriert verleiht Yara, Charna`s Hautbild
Leben. Schließlich war es an ihr den Flammen und dem Ritter mit seinem Schwert, einen gewissen
Ausdruck einzuverleiben.
Charna vertrug das Schattieren doch deutlich besser als andere Kunden, die Yara hatte.
Und so dauerte es auch nicht ganz in die Nacht hinein bis sie am Ende, ein letztes mal die Nadeln
ihr unter die Haut rammt.


Fertig ! Du hast dich gut gehalten kleines.

Danke ! Es sieht wundervoll aus.


Leicht gläsernde Augen kann Yara in Charnas Blick erkennen. Sie war überwältig von dem
Kunstvollen Hautbild, was ihr gehörte und zwar bis zum Ende ihres Lebens.
Noch einige Momente lang betrachtet Yara, Charna noch mit einem Herzerweichenden Blick.
Ehe sie dann anfängt, eine Heilsalbe auf den kompleten Arm zu schmieren und mit einem
sauberen Leinentuch ein zu binden.

Was schulde ich dir?

Zwei Kronen, eine Krone für jede Sitzung!

Viel zu wenig!


Nach einer kleinen debatte darüber, überreicht Charna einen großzügigen Beutel voll Gold.
Yara bedankte sich herzlich und gab Charna noch ein kleines Abschiedsgeschenk mit.
Charna bedankte sich und versprach, wenn sie demnächst ein neues gemacht haben möchte,
dann würde sie wiederkommen und sicher würde sie auch ihre Empfehlungen über das Geschäft
hinaus tragen.
Die beiden verabschiedeten sich mit einem leichten missenden Blick, doch dann schloss sich auch schon
die Tür. Charna blickte nochmal zurück und ein lächeln überkommt sie.


Ich komme bestimmt wieder liebe Yara.

Yara lehnte sich mit dem Rücken an die geschlossene Tür und ein sanftes lächeln überkommt sie.

Ich freue mich schon, wenn du wiederkommst kleine Charna.....