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Ein weiteres Schreiben an Isidor

Verfasst: Montag 28. September 2015, 15:00
von Gast
Die pechschwarze Kapuze wirft ihre Schatten auf das blasse Gesicht der hochgewachsenen Schwarzmagierin. Mit gemächlichen Schritten durchquert Sophie Bajard. Sie hasst dieses Dorf. Mit dem Ansinnen, ihrem Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen und in der cabezianischen Badelagune, bei Kokosrum und Wildkraut, zu entspannen, steuert sie den Hafen des Fischerhorts an und hält inne. Unter der gerunzelten Stirn gleitet das giftgrüne Augenpaar über die Zeilen. Anschließend reißt die Arkoritherin ein Pergamentstück ab und rollt es ein. Der Kurzurlaub muss warten. Wieder im Palast angekommen, platziert die Hofmaga den Steckbrief, gut sichtbar, für ihren Herrn, den Alka:
Eluives Segen werte Kämpfer für das Richtige,


es herrscht Krieg im Lande ununterbrochen. Das Land selber leidet und wir wünschen endlich ein Ende des Leides und der Falschheit aus Rahal.


Deshalb haben wir beschlossen um die guten Menschen und jenen die gerne das gute tun wollen, weil sie den Verrat und die Lügen des Verrätergottes nicht länger ertragen, ein Kopfgeld auszusetzen.


Zehn millionen Münzen
10.000.000 Münzen


Bei Auslieferung des Alkas, dieses Kopfgeld wird nur ausbezahlt so er noch am Leben ist.




sauber und leserlich unterschrieben

Luninara
Tarek Van Rakil
Daneben liegt ein kurzer Text in Sophies gewohnter, kunstvoller Handschrift:
  • Unser allmächtiger Herr zum Gruß, Gebieter,

    zur Information, aus Bajard.

    In Erwartung Eurer Befehle verbleibe ich untertänigst.


    Hofmaga Tangran
Sophie hat sich verändert. Das Priestersiegel, welches ihr jahrelang eine unstete Persönlichkeit und Glaubenszweifel zugemutet hat, war fort, ihre Loyalität, Alatar gegenüber, stärker denn je. Wieder dankt die schwarzmagische Robenträgerin dem Panther und seinen Dienern im Tempel für die lang ersehnte Klarheit. Ehemalige Freunde aus dem Osten? Nein. Sie sind ihr keine Freunde mehr. Und es wundert die emotionslose Arkoritherin ein wenig, keine Skrupel bei dem Gedanken zu empfinden, ihre ehemaligen Gefährten, im Fall der Unbelehrbarkeit, zu richten.

Verfasst: Mittwoch 30. September 2015, 17:14
von Fenia Treublatt
*als die Botschaft im Palast ankommt hebt die Clerica die Brauen deutlich während sie die Zeilen liest. Zehn millionen Münzen für den Kopf des Alkas? Nach einem Moment legte sie den Brief zu jener Korrespondenz die dem Alka direkt vorgelegt wird auf dass er sich selbst ein Bild darüber machen könne*