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Wirrungen
Verfasst: Donnerstag 10. September 2015, 13:26
von Keylon von Salberg
Es tat so gut sie im Arm zu halten Seit langem fühlte er sich wieder gut Nein.
Nicht nur gut sondern Glücklich
Nur Freunde hatten sie sein wollen, doch Keylon hatte eine Gefühle nicht mehr verhelen können, und das sie genauso fühlte wie er trug nur zu seiner Hochstimmung bei.
Dennoch war er noch verheiratet, hatte einen Schwur getan, und so erlaubten sie sich nicht mehr als einige verstohlene Küsse und einander im Arm zu halten.
Entgegen Haileys Vermutungen, ließen sie es sehr langsam angehen.
Freundschaft, Zuneigung, doch das alleine war schon so viel mehr als er sich erhofft hatte.
Wusste sie wie gut sie ihm tat?
Konnte er ihr dies überhaupt im selbem Maße zurück geben?
Er konnte es nur hoffen, denn das sie jetzt erwacht war, die Magie in sich spüren konnte, verwirrte und belastete sie.
Sie hatte für sich das Handwerk gewählt gehabt, und jetzt lief ihr Leben anders als sie es sich gedacht hatte.
Nur Freunde sein.
Sie waren wieder am Anfang ihres Kennenlernens, und er hoffte er konnte so wie sonst als Freund für sie da sein.
Er hatte es schon gespürt als sie zu ihm kam. Als er sie in den Arm genommen hatte, war es anders als sonst.
Sie hatte sich entschieden.
Es war so viel das auf sie einstürmte.
Da war kein Platz für Gefühle wie Liebe.
Zuneigung, Freundschaft. Ja.
Aber mehr? Wohl nicht. Sie musste erst mich sich selber klar kommen.
Keylon verstand es und doch …
Doch war da dieser Schmerz in seiner Brust, aber das wollte er sie nicht spüren lassen.
Welche Handhabe hatte er schon. Er wollte als Freund, so wie immerfür sie da sein.
Seine wahren Gefühle zeigte er ihr nicht, und so nahm der Abend ein für ihn nicht wirklich gutes Ende.
Zeit, er wollte ihr die Zeit lassen und warten was die Zukunft brachte.
So bot er ihr an sie wie immer nach Hause zu bringen und sie willigte ein.
Zak den sie auf dem Wege trafen, wimmelte er ab, er wollte jetzt die Zeit noch alleine mit ihr verbringen.
Ihre Gespräche waren eher verhalten auf dem Weg nach Junkernsteyn, und sie verstummten gänzlich als sie hinter der Brücke auf einen Vermummten trafen.
Als dieser sie auch noch mit „ des Alleinen....“ begrüßte ließ Keylon seinem Unmut seine Wut über
das abendliche Gespräch freien Lauf.
Schon hatte er sein Schwert gezückt. Ein Rahaler? Das kam ihm jetzt gerade genau Recht.
Einfach festnehmen … und wenn nicht... würde Keylon sich geradezu freuen wenn er sich wehren würde.
Aber er war abgelenkt, nicht ganz bei der Sache als der Mann seine Waffe zog, und es zu einem Kampf kam.
Dazu seine Wut und das ganze vermischte sich zu einer nicht wirklich vorteilhaften Situation.
Dennoch hatte der Mann ihm nicht wirklich viel entgegen zu setzen, und es hätte für diesen vielleicht ein eher schlechtes Ende genommen wenn sich Keylon, siegessicher wie er war, nicht erneut hatte ablenken lassen.
„Keylooon.“ erklang der besorgte Ruf seines Bruders von der Brücke und kurz nur wandte er seinen Blick Zahrak zu, doch dieser kleine Moment reichte seinem Angreifer um seinen nächsten Angriff sofort an zu setzen und auch durch zu bringen.
Noch ehe Keylon seinen Fehler bemerkte, spürte er den Schmerz der ihn ergriff als das Schwert seines Gegenübers ihm in den Bauch und daran entlang fuhr
Sein Blick wurde gar ungläubig.
Das Schwert entglitt seiner kraftlos gewordenen Hand und er brach in die Knie um dann bewusstlos zu Boden zu gehen.
Heilende schmerzlose Dunkelheit umfing ihn und ließ ihn fürs Erste auch nicht mehr los.
Verfasst: Donnerstag 10. September 2015, 23:59
von Kheldairon
Was für ein mühseliger Tag es doch war. Fast den gesamten vorhergehenden Abend hatte er ein sehr inspirierendes Gespräch geführt und anschließend fast die ganze Nacht mit Ronja geredet. Wo würde all das nur Enden? Wo würde es mit Ronja enden? All das beschäftigte ihn fast den ganzen Tag, wie auch eine Erkenntnis die er für sich selbst fand. Welchen Weg würde er nun weiter gehen? Er war sein Leben lang Soldat gewesen, doch nun verspürte er keinerlei Wunsch mehr seine Klinge erneut in die Schlacht zu tragen. Ein gesprochenes Wort war so viel mächtiger als alles, was er bisher dem Feind entgegen zu setzen hatte. Zu beeindruckt was er von den wenigen Gesprächen, die er mit der Clerica und der Erhabenen geführt hatte. Tief in seine Gedanken versunken begab er sich nach Berchgard in der Hoffnung etwas abholen zu können, doch wurde er leider enttäuscht. Geschlossen wegen der Krönung des neuen Emirs.
„Auch das noch“ brummt er laut, ehe er Berchgard gen Junkersteyn verließ. Wenigstens ein paar Giftpilze könnte er noch sammeln, ehe er sich wieder auf den Heimweg machte. Kaum an der Brücke angekommen stieß er auf Keylon. Alleine rein aus Gewohnheit begann er seinen Gruß mit „Des All-Ein…“ ehe er sofort abbrach und versuchte es in ein neutrales „wohlen Abend“ zu lenken.
Doch zu spät, der Ketzer hatte ihn bereits enttarnt und wie es sich für einen solchen gehörte, zog er direkt seine Klinge und hob diese drohend. Den Geboten folgend, ließ er seine Waffe gescheidet und versuchte es mit Worten, Worten die er tief auf seinem Herzen entnahm.
Und doch.. war der Ketzer zu verblendet. Mit einem wahren Stechen in seinem Herzen legte er die Hand an den Griff seines Schwertes. „So man sie nicht bekehren kann, gehören sie vernichtet“ hallte es immer wieder in seinem Kopf. Ein letztes Mal atmete er durch, ehe er ruckartig seine Klinge aus der Scheide zog und einer alten Lehre seines Leutnants folgend bereits mit dem ziehen der Klinge den ersten Schlag von unten her ausführte. Völlig unkonzentriert und scheinbar unvorbereitet wankte Keylon bereits ein Stück zurück, ehe ein Tritt sein Ziel fand und Keylon noch einen Schritt zurück wich.
Was war nur los? Er war ein gut trainierter Mann, an der Art, wie er seine Klinge hielt erkannte man, dass er wusste, wie man ein Schwert führt. Doch konnte er Khel kaum etwas entgegen bringen. Ob es nun an den 10 Jahren, die er in der Armee diente lag oder daran, das kurz vor dem letzten Hieb sein Bruder hinzu kam… doch die Parade gegen den letzten Schwung war mehr als nur Minderwertig.
Er zückt, während sein Parierstab an Keylons Klinge entlang glitt, den Dolch.
Und sein Herz schien ein, zwei Schläge auszusetzen, als er spürte wie Keylons Parade versagte und sich seine Klinge in sein Fleisch bohrte, ein Lachen auf den Bauch zauberte und sich die rote Wolke zeigte. Wie viele Monde hatte er sie nicht mehr erblickt? Das berauschende Gefühl, das ihn erfüllte kam fast einem Drogenrausch gleich. So sehr berauscht ließ er ab von Keylon und beendete es nicht. Zu sehr vertraute er auf die Tödlichkeit der Verletzung. Anstelle dessen hob er die Klinge gegen den herbeieilenden und vollends wutentbrannten Zahrak. Und es gefiel ihm, was er in Zahrak sah. Dieser unbändige Hass, diese Wut.. wahrhaftig, es schien ihm, als wäre die Saat des All-Einen bereits in diesem Manne verwurzelt.
Immernoch berauscht von der Wolke und gesegnet mit dem Wissen, einen Unbelehrbaren scheinbar getötet und in einem zweiten die Saat des Einen gesetzt zu haben verließ er die Szene, Zahrak hatte andere Sorgen, als sich in einen aussichtlosen Kampf zu stürzen.
Verfasst: Freitag 11. September 2015, 19:35
von Zahrak Salberg
"Du elender Mistkerl!", hatte er dem Mann entgegen geworfen. Tief in seinem Inneren wissend, dass er ihn kannte. - Auch, wenn ihm in diesem Moment und auch in den folgenden Tagen kein Name dazu einfallen wollte. - "Hau ab, bevor ich für deine Einbuchtung sorge!" All das hatte wahrlich nicht den Eindruck gemacht, als sei er ein gestandener Mann, der sein Leben mit den Lehren Temoras verbracht hatte. Wie auch? Zu viele Assoziationen flogen ihm durch den Kopf. Die Hilflosigkeit und Unnützlichkeit seinerselbst im Glaubenskrieg, die er schon jedes Mal aufs Neue verspürte, wenn Keylon alleine an die Front ritt. Die blanke Angst, ein weiteres Familienmitglied zu verlieren, wo er zu Beginn des Sommers erst seinen Sohn verabschieden musste. Die Wut, die ohnehin immer in ihm aufstieg, wenn man ihn provozierte... Er musste wie ein Bilderbuch reifer Alatar Gläubiger gewirkt haben. - Trotz der redlichsten Bemühungen mit sogar mehr als mäßigem Erfolg, seine Visage und Stimme unter Kontrolle zu kriegen. Sie komplett ruhig zu stellen. Und doch schwang in dieser Ruhe unvermeidlich am Ende zu viel Beherrschung, zu wenig Gefühlsregung mit. Genau die Mischung, die es dem eigenen Kunden möglich machte zu glauben, dass "die Saat des All-Einen" in ihm ruhte.
Noch Tage danach war Zahrak stets auf 179 und jede noch so kleine Abweichung vom Tagesplan, jedes kleine Missgeschick, jede noch so kleine Welle an negativen Energien drohte den Schneider zu einem hochgradig unangenehmen Gesellschafts Leistenden zu machen. Er war durch und durch gereizt und das nicht nur durch eine Sache. Denn eine Sache - wie es ja auch alle immer behaupteten - hätte er einfach akzeptieren und somit zunichte machen können. Aber nein, es war zum Einen die Wut auf Kheldairon, welcher seinen Bruder verletzt hatte und zugleich ihn selbst in Zusammenhang mit dem Ketzergott gebracht hatte. Dann war es die Wut auf Keylon, die er nur zu gerne mit den Worten "Dieser verdammte Vollidiot lässt sich auch von jedem Scheiß ablenken." beschrieb. Und am Ende war es noch die Wut auf sich selbst, dass er mal wieder nichts hatte tun können, als schlau genug zu sein, Kheldairon nicht anzugreifen, ihn ziehen zu lassen und solange die Wunde an Keylons Bauch zuzudrücken, bis Adelena das Hospital erreicht hatte. Das ewige Leid der Handwerker..
"Und wenn wir mal eine Gelegenheit finden, bringen wir dir mal das Kämpfen bei."
Dieser Spruch von Fin kam ihm an diesem Abend nur zu gelegen...
Verfasst: Freitag 11. September 2015, 22:42
von Gast
*bitte löschen*
Verfasst: Freitag 11. September 2015, 23:13
von Kheldairon
*Zwei Tage nach dem Zwischenfall wird ein Paket bei Zahrak persönlich eingehen. Das Paket trägt keinerlei Markierung oder Erkennungszeichen. Ihm beigelegt sind ein Schreiben, 5 Kronen und zwei Bücher. Ein Buch über die 10 Gebote Alatars und eines über seine 4 Leitgedanken. So er den Brief öffnet, wird er folgende Zeilen lesen können*
Des All-Einen ewiglicher Hass, Zorn und Segen Zahrak,
zu allererst möchte ich euch mein tiefstes Beileid über den Verlust eures Bruder mitteilen. Er war leider zu verblendet um ihn der Wahrheit zuzuführen und es blieb mir nichts anderes übrig, als ihn als Ketzer zu behandeln und sein Leben als Unbelehrbarer zu beenden. Es war zwar nicht mein Wunsch erneut meine Klinge zu erheben, doch drangen meine Worte leider nicht mehr zu ihm durch.
In euch hingegen sehe ich jedoch Potential. So ihr es lernt, euch Hass, euren Zorn zu kontrollieren, zu beherrschen und gezielt einzusetzen, so ihr lernt euch nicht von euren Gefühlen leiten zu lassen, könnte euch im Reich eine gute Zukunft erwarten. Anbei befinden sich zwei Bücher, die ihr zum besseren Verständnis studieren könnt. Ich bin mir sicher, ihr werdet nach dieser Lektüre deutlich klarer sehen.
Die beiliegenden Kronen sollten ausreichen, damit ihr euren Weg in das Reich findet. So ihr das Reich erreicht habt, bittet um eine Audienz im Tempel der heiligen Stadt und lasst euch unterweisen im einzig wahren Glauben, auf das ihr euren Fehler erkennt und den falschen Göttern abschwören könnt.
*Das Schreiben wurde nicht unterzeichnet. Und auch sonst gibt es keinerlei Herkunftsmerkmale.*
Verfasst: Samstag 12. September 2015, 15:27
von Zahrak Salberg
Es war ohnehin mal wieder zu früh. 5. Glockenschlag, also genau 5,5 Stundenläufe Nachtruhe. Nichts Besonderes und Zahrak hatte auch umlängst aufgehört, sich darum einen Kopf zu machen. Genug Mocca würde das schon wieder beheben. - So wie jeden Tag eben. -
Irinia hatte ihm eben jenes Getränk an den Arbeitstisch gestellt, samt etwas zu Frühstücken. Sie wusste mittlerweile, dass der Tag des Schneiders immer am Arbeitstisch anfing und auch dort endete. Sich nichts dabei denkend, dass sie erwähnt hatte, ein Absender loses Schreiben läge auch auf dem Tisch, öffnete er jeden Brief und laß ihn einzelnd durch. Bis er dann schlussendlich auch auf besagtes Schreiben stoß..
Erst konnte man genaustens bemerken, wie sich die Brauen extremst zusammen schoben und eine tiefe Furche in der Stirn des Salbergs hinterließen. Dann wurde die Moccatasse wohlweislich abgestellt, während die ozeanblauen Augen weiterhin die Zeilen entlang blickten und beunruhigend leise zur Kenntnis nahmen. Schließlich erhob sich Zahrak nur noch, wobei der schwere Stuhl scheinbar mühelos zurück gedrängt wurde. Die beiliegenden Bücher und der Beutel mit Münzen wurden gar nicht erst geöffnet, da wurde auch schon der Brief wieder auf den Tisch zurück gelegt, nur um weiterhin schweigend hoch, auf die Dachterasse zu gehen. Irinia musste ihm verwundert nachgesehen haben, doch er sprach nicht ein Wort. Nicht einmal einen Laut gab er von sich, bis er schließlich oben angekommen war und mit ungehaltener Kraft auf die Trainingspuppe einschlug. - Ja, insgeheim hatte er gewusst, warum er sie hatte aufstellen lassen. - Und erst da entwich ihm dann auch ein wutentbrannter Schrei in aller Herr Gotts Frühe. Schnaubend stierte er die Puppe an, welche - den physikalischen Gesetzen folgend - hin und her wackelte. In ruckartigen, fast mechanisch wirkenden Bewegungen wandte er sich von eben jenem Aggressionskatalysator ab und schaute auf den Sonnenaufgang, welcher von Adoran her über die Stadtmauern zu klettern versuchte.
Keylon war nicht tot und das sollte eine Beruhigung sein. Man hatte ihn gestern im Hospital beruhigt und gesagt, dass es zwar nicht zwingend gut um ihn stand, aber der salberg'sche Dickschädel mit Sicherheit dafür sorgen würde, dass er es überstand. Aber diese Dreistheit des Mannes, weiter in der Wunde des Hasses zu bohren und Salz rein zu streuen, trieb Zahrak zur Weißglut. Was dachte er eigentlich, wer er sei, nur zu glauben, sein Vorhaben würde von Erfolg gekrönt sein? Eher würde Zahrak ihm ein weitere Mal gegenüber treten, nur um einen Kampf anzufangen, den er ohnehin verlieren würde. Aber mit der Gewissheit, dass sein Gegenüber niemals dazu kommen würde, dass Zahrak auf Alatar schwören würde.
Kaum hatte sich der Aggressionspegel von 180 auf gefühlte 177 gesenkt, atmete er noch einmal feste aus und hinterließ ein weißes Wölkchen in der kalten Luft, ehe er wieder hinein ging und zum Arbeitsplatz zurück fand. Irinia erhielt nun auch eine Entschuldigung für die aufgekommene Verwirrung, bevor sie mit der Aufgabe bestückt wurde, die Bücher, das Goldsäckchen und das Schreiben ans Regiment zu bringen. Mit dem Hinweis, dass Zahrak Salberg es am heutigen Morgen von einem unbekannten Absender erhalten hätte. Jedoch klar sei, dass es vom Unbekannten sein müsse, der Keylon die Tage angegriffen hatte. Nachdem er das in die Wege geleitet hatte, trank er den Mocca mehr obligatorisch, als genießend aus und begab sich an die Arbeit. Sie war in den letzten Tagen einfach die zuverlässigste Ablenkung. Wenngleich er den bunten Kessel und seinen regen Kundenkontakt redlichst vermied. Und auch das Besuchen seiner Familie blieb fast gänzlich aus. Er wollte ihnen seine schlechte Laune nicht antun.
Verfasst: Samstag 12. September 2015, 22:01
von Assamaril
Assamaril ist Amelies nahe Freundin. Und irgendwie macht es sie zur Freundin der Salbergs, obwohl sie mit den Männern der Familie nicht viel anfangen kann. Aber in der letzten Zeit hatte sie mit Keylon etwas länger geredet. Das war schon ungewöhnlich. Aber es änderte ihrer Meinung nach nicht, dass sie sich den Salbergs gar nicht nah fühlt. Und trotzdem erschrak sie, als Amelie und sie zufällig von Herrn Rian erfuhren, dass einer der Salbergs liegt im adoraner Lehrhospital.
Amelie und Assa ritten sofort los, um nachzusehen. Sie fanden dort Keylon behandelt und Zahrak, der furchtbar übermüdet und abgekämpft war. Keylon wurde von Torjan gut versorgt und ist nicht mehr in Lebensgefahr. Aber Zahrak offensichtlich noch nicht. Denn er erzählte uns, was vorgefallen war. Und er erzählte davon, dass dieser unbekannte Täter versucht ihn zu bekehren. Und offensichtlich war die Situation so, dass er wusste, wo Zahrak wohnte, während Zahrak fast nichts über seinen Gegner wusste.
Nun machte Assamaril sich doch Sorgen. Sorgen um Zahrak, den sie eigentlich nie besonders mochte. Aber helfen konnte sie nicht. Nur für Amelie da sein - das war alles und leider nicht sehr viel.
Verfasst: Sonntag 13. September 2015, 02:18
von Torjan Eichental
Ein turbulenter Tag im Hospital, etwas anders als sonst. Die Salbergs kamen, um ihren Familienangehörigen zu besuchen, der marod darniederlag.
Der alte Zausel freute sich über die Besuche des Patienten, aber nicht darüber, in welcher Gemütsverfassung die Familienmitglieder waren.
Weder er noch Malena konnten eine ganze Sippschaft G'mütsmäßig wieder auf gleich bringen und so war er froh, dass ein sehr engagiertes Mäderl vom Kloster zur Tür hereinkam, zu später Stund, als all die Patienten und der Bruder schon schliefen, der man - freilich unter einer gewissen Verschwiegenheit - darüber berichtete, wo es Not am Mann, Frau, Mäderl tät. Sie hatte sich schon einmal angeboten, da im Hospital die Patienten zu stärken und Torjan hatte das als einen sehr schönen Gedanken aufgefasst.
Gerade jetzt wäre da ein Ansatz zu wirken. Aber das Klostermäderl müsse erst mit dem Oberklostermäderl darüber reden. Najo, sie is wohl erst seit kurzem im Kloster und muss frelich nachfragen.
Der alte Zausel verstand es. In voller Hoffung, dass er einen festeren Faden zum Kloster spinnen hat können, entschlummerte er sanft in seinem Lehnstuhl.
Verfasst: Sonntag 13. September 2015, 07:58
von Amelie von Salberg
Sie hatte sich vor einiger Zeit fest vorgenommen, sich nie wieder um ihre Familie Sorgen zu machen. bloss war es einfacher gedacht als getan. Sie war nunmal eine Glucke und passte im Hintergrund über den Zusammenhalt der Familie auf, und man konnte sagen was man wollte, sie hatte damit ordentlich zu tun.
Und nun erfuhr sie erst nach ein paar Tagen, dass ihr Bruder Keylon schwerverletzt im Hospital lag und Zahrak völlig aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Wie sollte sie da gleichgültig bleiben?
So sassen die drei, Assamaril, Zahrak und Amelie im Heilerhaus mit Torjan zusammen und Amelie liess ihren Sorgen freie Luft. Sie wusch ihren Bruder, nicht wörtlich gemeint, sozusagen fest den Kopf, und bereute es dann aber sogleich wieder. Er war sowieso völlig niedergeschlagen und müde, und sie liess ihre besorgten Worte auch noch an ihn niederprasseln. Sie würde sich bezeiten bei ihm entschuldigen.
Aber nun war erstmal wichtig dass Keylon und Zahrak wieder gesund bei der Familie waren.Es würde bestimmt alles wieder gut, man musste nur fest daran glauben.
Verfasst: Sonntag 13. September 2015, 12:07
von Johanna Hohenhain
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Es war schon sehr später Abend gewesen, eine Zeit wo sie und andere auch längst hätten in den Betten ihrer Heimstätten liegen sollen. Doch aus irgendeinem Grund bewegte die Novizin, jünger im Eintritt in das Kloster als in Jahren, sich noch durch die sauberen Straßen der Stadt. Hinter den Fenstern des Lehrhospitales spendeten Kerzen und Lampen noch Licht und Schattenumrisse bewegten sich. Zunächst war Johanna sich unsicher, ob sie das Recht habe in das Haus einzutreten, und doch tat sie es nach einem leisen Klopfen an die Tür und wagte es zu fragen, ob im Hospital alles beim Rechten sei. Statt kritisch beäugt zu werden, hieß man sie willkommen und als habe man nur darauf gewartet, dass jemand kam und fragte saß sie bereits mit Torjan und Malena bei einem Glas Einschlafmilch am großen Tisch und hörte sich die Sorgen an, die auf den Herzen der bemühten Heiler ruhte. Sorgen, die sie sich um andere machten und je länger sie zuhörte taten sie das mit gutem Grund. Sie erfuhr müde und doch aufmerksam lauschend mehr über Keylon Salbergs Aufeinandertreffen mit einem Diener des Panthergottes, das mit einer schweren Bauchwunde sein Ende fand, aber nicht das seines Lebens. Auch wenn in seinem Leben auch gerade viele weitere Schwierigkeiten anstanden. Zum Problem wurde auf eine gewisse Weise die doch sehr große Sippschaft der Salbergs. Zum Einen ob der Ängste, die sie selber ausstanden, denn auch die Familie wurde noch von den Pantherdienern behelligt und bedroht, zum Anderen die Sorgen um den Bruder, Vetter oder Freund – aber sie wurden auch zu einem Problem für Keylon. Vermutlich waren sie sich gegenseitig ein Problem. Mit ruhigen Worten zum Ende hin erläuterte Johanna die Dynamik der Unruhe, wenn das Gefühl aufkommt einer wäre verantwortlich Ruhe, Ordnung und Bestand in eine lebhafte Familie zu bringen. War die Familie unruhig, würde Keylon vermutlich nicht zulassen sich die nötige Zeit zum Genesen zu nehmen. Jemand musste stark sein. Jemand musste die Lasten nehmen. Nur sollte er das nun nicht sein müssen.
Es war so gewesen, dass Johanna beim ersten Besuch im Hospital vor einigen Tagen gefragt hatte, ob die Priesterschaft bei schwerverwundeten Patienten noch einen Teil des Weges begleitete. Nun wollte man sie bitten dies zu tun. Zugegeben fühlte sie sich in diesem Moment menschlich gebunden aber als Novizin überfordert. Sie hatte keine Weihe, kein Recht dies zuzusagen wider Wissens und Willens Ihrer Hochwürden. Sie musste sich auch ihrer Position bewusst sein – aber ihre Position ließ es zumindest zu ein Schreiben mit dem Anliegen nach kirchlichen Beistand für die von Dienern Alatars bedrohten Salbergs zu erfragen und die Antwort in die Hände des Klostervorstandes zu legen.
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Verfasst: Montag 14. September 2015, 01:55
von Torjan Eichental
Er war sehr froh, dass das Klostermäderl ins Hospital reing'scheint is.
G'rad jetzt ... die ganze Familie war aus dem Häuschen und denen schlug das kräftig auf's G'müt.
Er selbst und Malena auch versuchten ihr Bestes zu geben, um allen zu helfen, doch waren sie damit überfordert. Den alten Zausel beruhigte es, von an engagierten Klostermäder Hilf angeboten zu kriegen. Freilich musst sie noch mit dem Oberklostermäderl Rücksprach halten. Der hagere alte Heiler war dabei aber zuversichtlich, weil er und das Klostermäderl sich seit Jahresläuf scho kennen.
Torjan und Malena hatten dem Klostermäderl etliches erzählt über den Fall, waren aber dennoch bemüht, der hospitalischen Stillschweigepflicht zu genügen.
So hoffte er, dass das Kloster helfen würde, denn der Keylon, der Hitzkopf, der schon a Inventarnummer im Hospital hat, würd so bald - aufgrund einer Schnittwund', die mit 24 Stich g'näht worden wär - ned so bald aus'n Bett rauskommen.