Biester!
Verfasst: Samstag 5. September 2015, 22:28
Biester!
In ihrer kleinen Steinhöhle raschelte es leise, als die junge Magierin in ihren Unterlagen blätterte. Mehre lederne Mappen lagen gestapelt herum und ein paar waren nun aufgeschlagen und Lilja überflog die enthaltenen Notizen.
Manchmal suchten die Luchsaugen den Blick in die Ferne zu einer anderen Höhle in den Steinen. Und das mit den Luchsaugen war Wortwörtlich gemeint, denn es war eigentlich Dunkel und unter normalen Bedingungen wäre an lesen gar nicht zu denken gewesen. Aber die Magierin wusste sich eben zu helfen, und hatte eine Teil Verwandlung angewendet um Nachts zu sehen.
Doch auch die besten Augen nutzten nichts, wenn nicht etwas passierte das man Beobachten konnte.
In der anderen Steinhöhle blieb es ruhig, „es“ war wohl am schlafen. Leise schnaubend stiess Lilja die Luft aus der Nase und senkte den Blick wieder auf ihre Notizen.
Die junge Frau hatte sich schon fast häuslich eingerichtet in ihrer kleinen Steinhöhle, hatte eine kleine Kiste mit Nahrung, hauptsächlich Trockenfleisch und ein paar doch schon schrumpelige Äpfel, und ihre Notizen und natürlich genug Schreibfedern und Tinte.
Wie lange sie wohl schon hier herum hockte? Tage, wenn nicht sogar Wochen, doch sie war eben eine Masson und die waren ausserordentlich Stur. Und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, war sie auch nicht so leicht davon abzubringen. Doch diese „Dinger“ waren wirklich ein Knackpunkt in ihrer Ausbildung.
Auszug aus den Notizen:
Emotionen sind für den Magier Segen und Fluch zu gleich. Zuviel von einer
Emotion lässt uns scheitern, zu wenig ebenfalls. Emotionale Kontrolle ist der
Schlüssel zum Erfolg. Sich nicht von den Gefühlen leiten lassen. Sich mit
dem Element Feuer zu beschäftigen, kann uns Wut bringen oder uns
Impulsiv werden lassen. Die Macht der Wut zu nutzen um einen
grossflächigen Schaden anzurichten, kann manchmal von Nutzen sein.
Doch uns Menschen ist es nicht möglich, reine Elemente zu nutzen, so das
wir uns, um einen Zauber zu stärken, zweier Elemente bedienen können um
eine Starke Reaktion herbei zu führen.
Beliebte Kombinationen sind zum Beispiel, Feuer und Luft welche zu einem
Feuerball geformt werden. Wasser und Feuer können einen Nebel ergeben,
genau so wie Wasser und Luft, wenn die Luft erwärmt wird, wird diese
abgekühlt kann die Kombination aus Wasser und Luft, Eis ergeben.
Es gibt auch Beispiele, die aus mehr als zwei Elementen bestehen, als Beispiel
der Blitz der aus Wasser, Luft und Feuer besteht. Wenn Wasser und Luftelementarteilchen
unterschiedlicher Temperaturen sich an einander reiben, entsteht eine Energie
die sich als Blitz entladen kann.
Es war schon spät und sie war müde. Überzeugt davon das heute nichts mehr passieren würde, legte sie sich zurück auf ihr Bett aus Moos und trockenen Blättern über die eine Decke ausgebreitet war.
Sie hoffte sie wäre Müde genug um einzuschlafen, es war nicht das Bett das sie vermisste, sondern die Arme die sie sonst umfingen, die lieben Worte und danach das gleichmässige Atmen neben ihr.
Oh ja sie vermisste Armand doch sie würde nie eine Maga werden, wenn sie sich nicht ihren Ängsten stellte.
Ein paar wenige Stunden schlaf waren ihr dann doch vergönnt, ehe die ersten Sonnenstrahlen ihre Nase kitzelten und sie erwachte.
Als sie sich etwas hergerichtet hatte, griff sie ins Lied ein und wandelte ihre Augen in die eines Adlers. Mittlerweile gelang ihr das schon recht gut und auch sehr schnell, nicht so wie am Anfang als das Wirken nicht so ganz klappen wollte. Teilverwandlungen waren anspruchsvoller, aber auch unglaublich praktisch.
Sie ersetzte die Klangstrukturen ihrer Augen durch die des Adlers und verband sie mit den richtigen Punkten in ihrem Geistesenergienetzwerk. Schon hatte sie einen scharfen Blick in die Höhle des Biestes etwas weiter unten in den Klippen.
Das Vieh war immer noch in seine Höhle verkrochen und das schon 2 Tage. Wie lange konnte es sich von dem Reh ernähren das es vor 2 Tagen angeschleppt hatte?
Seufzend öffnete Lilja eine Mappe aus Leder und betrachtete die Zeichnungen darin die sie von dem Wesen gemacht hatte.
Durch ihre Studien hatte sie so einiges herausgefunden. Die Biester jagten gerne in der Dämmerung und ernährten sich ausschliesslich von Fleisch. Sie hatten spitze Zähne und ihre Augen wirkten etwas hohl und waren dunkel. Die Flügel waren flugtauglich und sie flogen ähnlich wie eine Fledermaus. Und das Wesen war sehr Lied affin.
Die Magierin musste immer aufpassen wenn sie ins Lied eingriff und das Biest in der Nähe war, so hatte sie sich vor ein paar Tagen fast verraten.
Lilja wollte sich verwandelt in eine kleine Fledermaus um dem Wesen zu folgen und es zu beobachten, doch als sie ins Lied eingriff kehrte das Vieh um und flog direkt auf sie zu. In Panik flüchtete sie halb verwandelt in ihre Höhle und brach dann die Verwandlung ab und tat etwas das sie noch Stunden lang bereut hatte; sie liess eine unkontrollierte Rückverwandlung zu.
Diese unsäglichen Schmerzen, die würde sie nicht so schnell wieder vergessen. Kein Wunder das die Matriarchin davor ausdrücklich warnte.
Sorgsam vollführte sie die Rückverwandlung der Augen und erneut seufzte sie tief. Wem wollte sie hier etwas vormachen? Wohl nur sich selbst. Sie hatte den Flügelgnom mehr als genug studiert, gezeichnet und analysiert. Trotzdem hatte sie immer noch eine unerklärliche Angst davor sich in ein solches Wesen zu verwandeln.
Sie hatte genug und wollte zurück zu ihren Freunden, zurück nach Bajard und zu Armand. Ja sie hatte Heimweh und irgendwie machte sie dieses Gefühl glücklich. Endlich hatte sie wieder einen Ort an dem sie sich zuhause fühlte.
So packte sie ihre Mappen ein und die wenigen Habseeligkeiten die sie dabei hatte zusammen und kroch aus ihrer Steinhöhle, nicht ohne sich vorher zu vergewissern das der Flügelgnom nicht in Sichtweite war.
Kurze Zeit später erhob sich eine kleine Fledermaus aus dem Dickicht empor, welches sich Nahe an der Steinklippe befand und flog in der Morgendämmerung nach Norden, Richtung Bajard davon.
In ihrer kleinen Steinhöhle raschelte es leise, als die junge Magierin in ihren Unterlagen blätterte. Mehre lederne Mappen lagen gestapelt herum und ein paar waren nun aufgeschlagen und Lilja überflog die enthaltenen Notizen.
Manchmal suchten die Luchsaugen den Blick in die Ferne zu einer anderen Höhle in den Steinen. Und das mit den Luchsaugen war Wortwörtlich gemeint, denn es war eigentlich Dunkel und unter normalen Bedingungen wäre an lesen gar nicht zu denken gewesen. Aber die Magierin wusste sich eben zu helfen, und hatte eine Teil Verwandlung angewendet um Nachts zu sehen.
Doch auch die besten Augen nutzten nichts, wenn nicht etwas passierte das man Beobachten konnte.
In der anderen Steinhöhle blieb es ruhig, „es“ war wohl am schlafen. Leise schnaubend stiess Lilja die Luft aus der Nase und senkte den Blick wieder auf ihre Notizen.
Die junge Frau hatte sich schon fast häuslich eingerichtet in ihrer kleinen Steinhöhle, hatte eine kleine Kiste mit Nahrung, hauptsächlich Trockenfleisch und ein paar doch schon schrumpelige Äpfel, und ihre Notizen und natürlich genug Schreibfedern und Tinte.
Wie lange sie wohl schon hier herum hockte? Tage, wenn nicht sogar Wochen, doch sie war eben eine Masson und die waren ausserordentlich Stur. Und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, war sie auch nicht so leicht davon abzubringen. Doch diese „Dinger“ waren wirklich ein Knackpunkt in ihrer Ausbildung.
Auszug aus den Notizen:
Emotionen sind für den Magier Segen und Fluch zu gleich. Zuviel von einer
Emotion lässt uns scheitern, zu wenig ebenfalls. Emotionale Kontrolle ist der
Schlüssel zum Erfolg. Sich nicht von den Gefühlen leiten lassen. Sich mit
dem Element Feuer zu beschäftigen, kann uns Wut bringen oder uns
Impulsiv werden lassen. Die Macht der Wut zu nutzen um einen
grossflächigen Schaden anzurichten, kann manchmal von Nutzen sein.
Doch uns Menschen ist es nicht möglich, reine Elemente zu nutzen, so das
wir uns, um einen Zauber zu stärken, zweier Elemente bedienen können um
eine Starke Reaktion herbei zu führen.
Beliebte Kombinationen sind zum Beispiel, Feuer und Luft welche zu einem
Feuerball geformt werden. Wasser und Feuer können einen Nebel ergeben,
genau so wie Wasser und Luft, wenn die Luft erwärmt wird, wird diese
abgekühlt kann die Kombination aus Wasser und Luft, Eis ergeben.
Es gibt auch Beispiele, die aus mehr als zwei Elementen bestehen, als Beispiel
der Blitz der aus Wasser, Luft und Feuer besteht. Wenn Wasser und Luftelementarteilchen
unterschiedlicher Temperaturen sich an einander reiben, entsteht eine Energie
die sich als Blitz entladen kann.
Es war schon spät und sie war müde. Überzeugt davon das heute nichts mehr passieren würde, legte sie sich zurück auf ihr Bett aus Moos und trockenen Blättern über die eine Decke ausgebreitet war.
Sie hoffte sie wäre Müde genug um einzuschlafen, es war nicht das Bett das sie vermisste, sondern die Arme die sie sonst umfingen, die lieben Worte und danach das gleichmässige Atmen neben ihr.
Oh ja sie vermisste Armand doch sie würde nie eine Maga werden, wenn sie sich nicht ihren Ängsten stellte.
Ein paar wenige Stunden schlaf waren ihr dann doch vergönnt, ehe die ersten Sonnenstrahlen ihre Nase kitzelten und sie erwachte.
Als sie sich etwas hergerichtet hatte, griff sie ins Lied ein und wandelte ihre Augen in die eines Adlers. Mittlerweile gelang ihr das schon recht gut und auch sehr schnell, nicht so wie am Anfang als das Wirken nicht so ganz klappen wollte. Teilverwandlungen waren anspruchsvoller, aber auch unglaublich praktisch.
Sie ersetzte die Klangstrukturen ihrer Augen durch die des Adlers und verband sie mit den richtigen Punkten in ihrem Geistesenergienetzwerk. Schon hatte sie einen scharfen Blick in die Höhle des Biestes etwas weiter unten in den Klippen.
Das Vieh war immer noch in seine Höhle verkrochen und das schon 2 Tage. Wie lange konnte es sich von dem Reh ernähren das es vor 2 Tagen angeschleppt hatte?
Seufzend öffnete Lilja eine Mappe aus Leder und betrachtete die Zeichnungen darin die sie von dem Wesen gemacht hatte.
Durch ihre Studien hatte sie so einiges herausgefunden. Die Biester jagten gerne in der Dämmerung und ernährten sich ausschliesslich von Fleisch. Sie hatten spitze Zähne und ihre Augen wirkten etwas hohl und waren dunkel. Die Flügel waren flugtauglich und sie flogen ähnlich wie eine Fledermaus. Und das Wesen war sehr Lied affin.
Die Magierin musste immer aufpassen wenn sie ins Lied eingriff und das Biest in der Nähe war, so hatte sie sich vor ein paar Tagen fast verraten.
Lilja wollte sich verwandelt in eine kleine Fledermaus um dem Wesen zu folgen und es zu beobachten, doch als sie ins Lied eingriff kehrte das Vieh um und flog direkt auf sie zu. In Panik flüchtete sie halb verwandelt in ihre Höhle und brach dann die Verwandlung ab und tat etwas das sie noch Stunden lang bereut hatte; sie liess eine unkontrollierte Rückverwandlung zu.
Diese unsäglichen Schmerzen, die würde sie nicht so schnell wieder vergessen. Kein Wunder das die Matriarchin davor ausdrücklich warnte.
Sorgsam vollführte sie die Rückverwandlung der Augen und erneut seufzte sie tief. Wem wollte sie hier etwas vormachen? Wohl nur sich selbst. Sie hatte den Flügelgnom mehr als genug studiert, gezeichnet und analysiert. Trotzdem hatte sie immer noch eine unerklärliche Angst davor sich in ein solches Wesen zu verwandeln.
Sie hatte genug und wollte zurück zu ihren Freunden, zurück nach Bajard und zu Armand. Ja sie hatte Heimweh und irgendwie machte sie dieses Gefühl glücklich. Endlich hatte sie wieder einen Ort an dem sie sich zuhause fühlte.
So packte sie ihre Mappen ein und die wenigen Habseeligkeiten die sie dabei hatte zusammen und kroch aus ihrer Steinhöhle, nicht ohne sich vorher zu vergewissern das der Flügelgnom nicht in Sichtweite war.
Kurze Zeit später erhob sich eine kleine Fledermaus aus dem Dickicht empor, welches sich Nahe an der Steinklippe befand und flog in der Morgendämmerung nach Norden, Richtung Bajard davon.