Ein Leben in Angst und Schrecken
Verfasst: Montag 10. August 2015, 11:47
''Na los, bring mir meine Robe. Und achte ja darauf, dass dich niemand sieht! Hast du verstanden?''
''Ja.. Mutter.''
Mit einer abwertenden Handbewegung, deutet mir meine Mutter an, mich auf den Weg zu machen. Die Robe für die bevorstehende Zeremonie befindet sich auf der anderen Seite der Burg. Undzwar in dem Raum, in dem sie zum einen ihren Unterricht abhält und zum anderen in der sich die Bibliothek und der Umkleideraum befinden. Mylanthe, so lautet der Name meiner Mutter, ist eine große Magierin. Noch nie kannte ich eine Person mit einer solch beachtlichen Macht. Sogar Dominor, mein Vater, hatte großen Respekt vor ihr. Mit einem zügigen Kopfschütteln verdränge ich meine Gedanken um meine Aufgabe zu erfüllen. Als ich den langen Gang zum Unterrichtssaal entlang schreite, begegne ich einigen der Diener meiner Familie. Auch ich gehöre nun seit einigen Jahren dazu, ohne das einer von ihnen weiss wer ich eigentlich bin. Das knappe Nicken ihrerseits entgeht mir nicht und um nicht unhöflich zu wirken erwiedere ich es, ehe ich meine Schritte beschleunige. Gerne würde ich mich einmal mit ihnen unterhalten. Wenn man es mir nicht verboten hätte... Wieso sie so grausam zu mir sind? Weil ich eine Schande bin. So nennt Mylanthe mich zumindest. Das Gefilde mündet am Garten, in dem sich mein Vater und Trevor, mein Bruder befinden. Während Dominor mich gekonnt ignoriert, beobachtet mich Trevor aus seinen Trostlosen Augen. Auch er scheint mich als Schande zu sehen, obwohl wir nie miteinander zu tun hatten. Ich weiss nicht wieso, doch sein Blick ängstigt mich. Als auch Dominor seinen Blick auf mich richtet fange ich zu zittern an und renne zügig los, bis ich mich hechelnd gegen die Tür der Bibliothek lehne. Mein Herz rast und dennoch fühle ich eine gewisse Erleichterung. Mit einem leisen quitschen öffnet sich die Tür zur Bibliothek. Da bald die Einweihungszeremonie beginnt, fällt der Unterricht heute aus. So kann ich ungestört die Robe aus der großen Garderobe entwenden.
Heisse Tränen laufen meine Wangen herunter, als ich die schallende Ohrfeige meiner Mutter einernte. Wut glimmt in ihren Augen auf, weil ich getrödelt habe. ''Verzeiht.'', raune ich ihr mit leicht brüchiger Stimme zu. ''Zur Strafe wirst du heute ohne Abendmahl zu Bett gehen! Und nun geh! Ach, und ehe ich es vergesse, heute wirst du im Kerker schlafen.''. Mit einem erneuten, schweigsamen Nicken wende ich mich ab um meine restlichen Aufgaben zu erledigen.
Am späten Abend im Kerker, lege ich mich auf einen aufgestappelten Strohhaufen. Der Geruch von Fäkalien und fauligem Stroh machen mir mittlerweile nichts mehr aus. Es ist nicht das erste mal, dass ich hier liege. Ein schmaler Schein des Mondes schimmert in seinem zarten gold und blau in den Kerker hinein und wecken mich mit einer Sanftigkeit die nur der Mond mir bisher gab. Mit einem beruhigenden lächeln blicke ich die Gitter hinaus und beobachte die Sterne. Sie glänzen wie kleine Diamanten und geben mir das Gefühl von Geborgenehit. Eine wohlige wärme breitet sich in mir aus und wieder bekomme ich das Gefühl einfach nur verschwinden zu wollen. Als ich mich auf meine Zehspitzen stelle kann ich hinaus auf das Meer blicken. Wie schön es doch wäre dieser Hölle zu entfliehen. Nur einmal will ich die Welt dort draußen sehen. Mit ausgeweiteten Armen auf den Wiesen liegen und meine Freiheit genießen. Morgen werde ich all meinen Mut sammeln und während der Zeremonie verschwinden. Da die Einweihung drei Tage anhält werde ich genug Zeit haben. Morgen werde ich frei sein!
''Ja.. Mutter.''
Mit einer abwertenden Handbewegung, deutet mir meine Mutter an, mich auf den Weg zu machen. Die Robe für die bevorstehende Zeremonie befindet sich auf der anderen Seite der Burg. Undzwar in dem Raum, in dem sie zum einen ihren Unterricht abhält und zum anderen in der sich die Bibliothek und der Umkleideraum befinden. Mylanthe, so lautet der Name meiner Mutter, ist eine große Magierin. Noch nie kannte ich eine Person mit einer solch beachtlichen Macht. Sogar Dominor, mein Vater, hatte großen Respekt vor ihr. Mit einem zügigen Kopfschütteln verdränge ich meine Gedanken um meine Aufgabe zu erfüllen. Als ich den langen Gang zum Unterrichtssaal entlang schreite, begegne ich einigen der Diener meiner Familie. Auch ich gehöre nun seit einigen Jahren dazu, ohne das einer von ihnen weiss wer ich eigentlich bin. Das knappe Nicken ihrerseits entgeht mir nicht und um nicht unhöflich zu wirken erwiedere ich es, ehe ich meine Schritte beschleunige. Gerne würde ich mich einmal mit ihnen unterhalten. Wenn man es mir nicht verboten hätte... Wieso sie so grausam zu mir sind? Weil ich eine Schande bin. So nennt Mylanthe mich zumindest. Das Gefilde mündet am Garten, in dem sich mein Vater und Trevor, mein Bruder befinden. Während Dominor mich gekonnt ignoriert, beobachtet mich Trevor aus seinen Trostlosen Augen. Auch er scheint mich als Schande zu sehen, obwohl wir nie miteinander zu tun hatten. Ich weiss nicht wieso, doch sein Blick ängstigt mich. Als auch Dominor seinen Blick auf mich richtet fange ich zu zittern an und renne zügig los, bis ich mich hechelnd gegen die Tür der Bibliothek lehne. Mein Herz rast und dennoch fühle ich eine gewisse Erleichterung. Mit einem leisen quitschen öffnet sich die Tür zur Bibliothek. Da bald die Einweihungszeremonie beginnt, fällt der Unterricht heute aus. So kann ich ungestört die Robe aus der großen Garderobe entwenden.
Heisse Tränen laufen meine Wangen herunter, als ich die schallende Ohrfeige meiner Mutter einernte. Wut glimmt in ihren Augen auf, weil ich getrödelt habe. ''Verzeiht.'', raune ich ihr mit leicht brüchiger Stimme zu. ''Zur Strafe wirst du heute ohne Abendmahl zu Bett gehen! Und nun geh! Ach, und ehe ich es vergesse, heute wirst du im Kerker schlafen.''. Mit einem erneuten, schweigsamen Nicken wende ich mich ab um meine restlichen Aufgaben zu erledigen.
Am späten Abend im Kerker, lege ich mich auf einen aufgestappelten Strohhaufen. Der Geruch von Fäkalien und fauligem Stroh machen mir mittlerweile nichts mehr aus. Es ist nicht das erste mal, dass ich hier liege. Ein schmaler Schein des Mondes schimmert in seinem zarten gold und blau in den Kerker hinein und wecken mich mit einer Sanftigkeit die nur der Mond mir bisher gab. Mit einem beruhigenden lächeln blicke ich die Gitter hinaus und beobachte die Sterne. Sie glänzen wie kleine Diamanten und geben mir das Gefühl von Geborgenehit. Eine wohlige wärme breitet sich in mir aus und wieder bekomme ich das Gefühl einfach nur verschwinden zu wollen. Als ich mich auf meine Zehspitzen stelle kann ich hinaus auf das Meer blicken. Wie schön es doch wäre dieser Hölle zu entfliehen. Nur einmal will ich die Welt dort draußen sehen. Mit ausgeweiteten Armen auf den Wiesen liegen und meine Freiheit genießen. Morgen werde ich all meinen Mut sammeln und während der Zeremonie verschwinden. Da die Einweihung drei Tage anhält werde ich genug Zeit haben. Morgen werde ich frei sein!