von Stein zu Erde
Verfasst: Freitag 7. August 2015, 13:02
Tag aus, Tag ein war ihr Tagesablauf gleich geworden. Morgens in die Mine, Erze schürfen bis zum Mittagsläuten, dann nach Hause, sich waschen, etwas essen, sich ausruhen. Dann am Nachmittag zum Kessel fahren, das Ladenschild umdrehen und eine nicht enden wollende Flut an Erzen, die sie morgens noch ausgegraben hatte zu Barren schmelzen. Zwischendurch musste sie öfter einmal Kunden weg schicken “Tut mir leid, aber ich kann eure Rüste leider nicht reparieren!” Einen Schmied… alle Welt wollte einen Schmied, aber keine Feinschmiedin. Schmuck wollte man nur selten von ihr und wenn, dann meist nach Vorlagen, die sie noch nicht kannte. Ein paar Verbandsklammern fertigte sie hin und wieder für Lili, oder Glaswaren für die Bauern in der Umgebung. Aber immer öfter fragte sie sich, ob es wirklich das ist, was sie für den Rest ihres Lebens tun wollte. Sie säufzte schwer.
Damals, als Logar noch da war, hatte ihr die Arbeit Spaß gemacht. Sie hatten sich von Anfang an gut verstanden und während sie scherzten ging ihr die Arbeit stets leicht von der Hand. Aber nun… sicher, Threlm war auch da und Tarek kümmerte sich auch um sie so gut es seine Zeit zu lies, aber irgendwie machte es sie nicht mehr glücklich. Warum wollte sie eigentlich Goldschmiedin sein? Ausgesucht hatte sie es sich ja nicht einmal.
Ihr Onkel, bei dem sie aufwuchs nachdem ihre Eltern starben, war Schmied und sobald sie dazu in der Lage war, hatte er verlangt, dass sie mit half in seiner Werkstatt. Natürlich konnte sie keine schweren Arbeiten verrichten, aber zum Draht ziehen war sie immer gut genug gewesen. Für alles wozu man eine ruhige Hand und feingliedrige Finger brauchen konnte, wurde sie von ihm eingespannt. Groß nachgedacht hatte sie jedoch nie darüber, es war halt einfach so. Aber hieß das denn, dass es so bleiben musste?
Jeden Tag auf dem Weg von der Mine in Adoran zur Kutsche hinterm Osttor kam sie durch das Bauernviertel. Hier schien das Leben zu pulsieren und in all seiner Pracht zu erblühen.
Sie sah jeden Tag die Kräuter auf den Feldern wachsen, wie die Bienen die Blüten bestäubten, Pferde, die auf der Koppel verspielt miteinander um die Wette liefen und immer wieder diese herrlichen Düfte, die aus den Häusern kamen, wenn die Bauern ihr Obst einkochten oder die herrlichsten Speisen zubereiteten. Das musste ein herrliches Leben sein! Ein Leben in dem man nicht nur toten kalten Stein aus dem Dreck ausgrub, sondern wo man zusehen konnte, wie etwas entsteht, wo man selbst etwas erschaffen konnte, dass die Menschen glücklich machte.
Sicher, ein Schmuckstück macht natürlich auch glücklich, aber meistens freut man sich am Anfang darüber und dann landet es bis zum nächsten königlichen Empfang in einer Schmuckschatulle. Aber einen guten Wein, oder etwas feines zu Essen konnte man mehrmals am Tag genießen.
So ein Leben, ja, das würde ihr gefallen.
Janos kochte ja auch ganz gerne mal und wenn sie abends zusammen waren, sah sie ihm gerne dabei zu und half ihm so gut es ging. Ob er was dagegen hätte, wenn sie auch ab und zu den Kochlöffel schwang, oder die Hacke an den Nagel hängte, um sich dafür einen Pflug zu kaufen? Sie könnte sicher eine der Parzellen mieten für einen kleinen Acker und im Kessel könnte sie kochen und vielleicht fand sie ja auch Anstellung als Magd auf einem der Höfe im Umkreis? Sie wurde ganz aufgeregt, aber irgendwie fühlte es sich richtig an. Ein komisches Gefühl, warm und ruhig breitete es sich in ihr aus. Ja, das will ich machen! Sie wollte kochen, einen Acker bestellen und vielleicht sogar einmal eine kleine Tierzucht eröffnen. Natürlich war der Anfang sicher schwer, aber mit Janos an ihrer Seite und Eluives Unterstützung konnte sie sicher alles schaffen!
Und so zog sie los um nach Bajard zu fahren. Angeblich sollte es dort einen Laden geben, von zwei Schwestern geführt, der Rezepte, Kochlöffel und sonstiges Allerlei führte.
Damals, als Logar noch da war, hatte ihr die Arbeit Spaß gemacht. Sie hatten sich von Anfang an gut verstanden und während sie scherzten ging ihr die Arbeit stets leicht von der Hand. Aber nun… sicher, Threlm war auch da und Tarek kümmerte sich auch um sie so gut es seine Zeit zu lies, aber irgendwie machte es sie nicht mehr glücklich. Warum wollte sie eigentlich Goldschmiedin sein? Ausgesucht hatte sie es sich ja nicht einmal.
Ihr Onkel, bei dem sie aufwuchs nachdem ihre Eltern starben, war Schmied und sobald sie dazu in der Lage war, hatte er verlangt, dass sie mit half in seiner Werkstatt. Natürlich konnte sie keine schweren Arbeiten verrichten, aber zum Draht ziehen war sie immer gut genug gewesen. Für alles wozu man eine ruhige Hand und feingliedrige Finger brauchen konnte, wurde sie von ihm eingespannt. Groß nachgedacht hatte sie jedoch nie darüber, es war halt einfach so. Aber hieß das denn, dass es so bleiben musste?
Jeden Tag auf dem Weg von der Mine in Adoran zur Kutsche hinterm Osttor kam sie durch das Bauernviertel. Hier schien das Leben zu pulsieren und in all seiner Pracht zu erblühen.
Sie sah jeden Tag die Kräuter auf den Feldern wachsen, wie die Bienen die Blüten bestäubten, Pferde, die auf der Koppel verspielt miteinander um die Wette liefen und immer wieder diese herrlichen Düfte, die aus den Häusern kamen, wenn die Bauern ihr Obst einkochten oder die herrlichsten Speisen zubereiteten. Das musste ein herrliches Leben sein! Ein Leben in dem man nicht nur toten kalten Stein aus dem Dreck ausgrub, sondern wo man zusehen konnte, wie etwas entsteht, wo man selbst etwas erschaffen konnte, dass die Menschen glücklich machte.
Sicher, ein Schmuckstück macht natürlich auch glücklich, aber meistens freut man sich am Anfang darüber und dann landet es bis zum nächsten königlichen Empfang in einer Schmuckschatulle. Aber einen guten Wein, oder etwas feines zu Essen konnte man mehrmals am Tag genießen.
So ein Leben, ja, das würde ihr gefallen.
Janos kochte ja auch ganz gerne mal und wenn sie abends zusammen waren, sah sie ihm gerne dabei zu und half ihm so gut es ging. Ob er was dagegen hätte, wenn sie auch ab und zu den Kochlöffel schwang, oder die Hacke an den Nagel hängte, um sich dafür einen Pflug zu kaufen? Sie könnte sicher eine der Parzellen mieten für einen kleinen Acker und im Kessel könnte sie kochen und vielleicht fand sie ja auch Anstellung als Magd auf einem der Höfe im Umkreis? Sie wurde ganz aufgeregt, aber irgendwie fühlte es sich richtig an. Ein komisches Gefühl, warm und ruhig breitete es sich in ihr aus. Ja, das will ich machen! Sie wollte kochen, einen Acker bestellen und vielleicht sogar einmal eine kleine Tierzucht eröffnen. Natürlich war der Anfang sicher schwer, aber mit Janos an ihrer Seite und Eluives Unterstützung konnte sie sicher alles schaffen!
Und so zog sie los um nach Bajard zu fahren. Angeblich sollte es dort einen Laden geben, von zwei Schwestern geführt, der Rezepte, Kochlöffel und sonstiges Allerlei führte.