Verfehltes Ziel
Verfasst: Montag 3. August 2015, 12:46
Die Augen des gealterten Kriegers öffneten sich, ein vollkommen verkaterter Blick wanderte durch das karge Herbergszimmer. Die Luft lag noch im Duft preiswerter Hafendirnen, der Boden übersät mit angebrochenen und leeren Weinflaschen.
Deine Aufgabe war es, dem All-Einen ein guter Diener zu sein. Mit Schild und Schwert wolltest du sein weltliches Ziel verfolgen, auf dass seine Feinde dich fürchten und du dem Reich zu wahrer Größe verhilfst. Viele Kämpfe und Kriege hast du gefochten, konntest dich selbst doch nie zurückstellen um dem wahren Glauben zu folgen. Dein Schwert und Schild werden schwerer, von Winter zu Winter merkst du, wie du dein Ziel weiter aus den Augen verlierst. Deine Absichten waren rein und ehrbar, dein Geist zu schwach. Dein Ziel hast du verfehlt und es ist an der Zeit, dass du dir dessen bewusst wirst und dafür einstehst.
Worte, die nicht das erste Mal durch den Kopf des Breitschultrigen hallten. Unter malmenden Kiefern ging der Griff erneut zur Flasche, ein letztes Mal benötigte er den Mut zu Taten. Gerötete Augen, zerzauste Haare und ein ungepflegter Bart - es war sein Ende. Der Körper erhob sich schwerfällig von der Bettkante, die Klinge des Dolches wurde aufpoliert und geschärft. Er verbrachte den restlichen angebrochenen Tag damit, seine Habseligkeiten zusammenzuscharren und säuberlich vor das Bett zu legen. Ein größerer Goldbeutel würde dem Herbergsvater die Räumung und Instandsetzung erleichtern. Die Türe wurde unter einem Knarren geöffnet und leicht in den Schnappverschluss gelehnt - niemand sollte sie für seinen leblosen Körper aufbrechen müssen.
Und so fand eine seiner Klingen einen letzten Zweck und nahm jegliches Leben aus dem Leib des gealterten Kriegers. Sang und klanglos kam er, sang und klanglos sollte er wieder gehen. Nur das Hausmäuschen hätte aus ihrem sicheren Versteck den letzten Worten folgen können. "Verfluchte Ritterin... Verfluchte Vivien."
Deine Aufgabe war es, dem All-Einen ein guter Diener zu sein. Mit Schild und Schwert wolltest du sein weltliches Ziel verfolgen, auf dass seine Feinde dich fürchten und du dem Reich zu wahrer Größe verhilfst. Viele Kämpfe und Kriege hast du gefochten, konntest dich selbst doch nie zurückstellen um dem wahren Glauben zu folgen. Dein Schwert und Schild werden schwerer, von Winter zu Winter merkst du, wie du dein Ziel weiter aus den Augen verlierst. Deine Absichten waren rein und ehrbar, dein Geist zu schwach. Dein Ziel hast du verfehlt und es ist an der Zeit, dass du dir dessen bewusst wirst und dafür einstehst.
Worte, die nicht das erste Mal durch den Kopf des Breitschultrigen hallten. Unter malmenden Kiefern ging der Griff erneut zur Flasche, ein letztes Mal benötigte er den Mut zu Taten. Gerötete Augen, zerzauste Haare und ein ungepflegter Bart - es war sein Ende. Der Körper erhob sich schwerfällig von der Bettkante, die Klinge des Dolches wurde aufpoliert und geschärft. Er verbrachte den restlichen angebrochenen Tag damit, seine Habseligkeiten zusammenzuscharren und säuberlich vor das Bett zu legen. Ein größerer Goldbeutel würde dem Herbergsvater die Räumung und Instandsetzung erleichtern. Die Türe wurde unter einem Knarren geöffnet und leicht in den Schnappverschluss gelehnt - niemand sollte sie für seinen leblosen Körper aufbrechen müssen.
Und so fand eine seiner Klingen einen letzten Zweck und nahm jegliches Leben aus dem Leib des gealterten Kriegers. Sang und klanglos kam er, sang und klanglos sollte er wieder gehen. Nur das Hausmäuschen hätte aus ihrem sicheren Versteck den letzten Worten folgen können. "Verfluchte Ritterin... Verfluchte Vivien."