Ritterliche Nachtwachen [Teilnahme erwünscht]
Verfasst: Montag 27. Juli 2015, 19:00
Die erste Nacht
Erkenntnis.
Friede.
Schuld.
Ungehorsam.
Sühne.
Die ritterliche Nachtwache dient der Schwertleite eines Knappen auf dem letzten Schritt hin. Der Knappe soll Einkehr finden und Erkenntnis, dabei führt ihn sein Ritter an einen dafür geeigneten Ort. Ihr geeigneter Ort war das Grab Sir Fjalons gewesen, dort hatte sie Frieden mit sich und dem Vergangenen geschlossen. Der befohlene Ort war das Kloster gewesen und kaum hatte sie jenes betreten wurde die Schuld offenbahrt.
Befehl versäumt. Sie war ungehorsam gewesen und musste nun sühnen. Die geforderten Zeilen hatte sie verfasst und war in der Kirche niedergekniet. Sophia mit dem gleichen Schicksal an ihrer Seite.
Vereint in Gebet und Sühne knieten die beiden Knappinnen dort in tiefem andächtigen Gebet.
Der erste Tag
Man mied sie. Der Bruder in der blauen Robe in der Kirche beäugte beide argwöhnisch. Schien der zu befürchten, dass die beiden Sünderinnen noch die Lichter vom Altar klauen würden? Er gab ihr keine Auskunft ob Hochwürden bereit sei die Entschuldigung der Knappinnen anzunehmen. Auch die Klosterwachen vor der Pforte benahmen sich kühl und unfreundlich. Sie gaben wenn überhaupt die Tageszeit bekannt oder vermeldeten, dass sie es eilig hätten.
Die Glieder, insbesondere die Beine schmerzten langsam vom ausdauernden knien. Beide Knappinnen standen nur zum Wasserholen oder Wasserlassen auf. Helisande dämmerte hin und wieder weg nur um erschreckt aufzufahren. Hatte sie Hochwürden verpasst? War Seine Gnaden erschienen?
Nein.
Nur der argwöhnische Bruder an der Tür zum Baum des Lichtes hin. Eine Schwelle die zu überschreiten den beiden verwehrt wurde. Es hatte sich wohl schon herumgesprochen, war öffentlich.
Die zitternden Hände der Rosthaarigen klammerten sich um ihr Medaillon. Ihr letzter Halt an diesem kalten und abweisenden Ort. Sie wäre so gern seiner endlich würdig gewesen. Für eine kurze Zeit konnte sie die Tränen wegbeißen, mit der Zähigkeit des Drachens in dessen Feuer bannen. Doch dieser Wall hielt nicht ewig.
Die zweite Nacht
Irgendwann siegte ihre Erschöpfung wie die Sophias und sie fiehl zur Seite hin um. Die Hand um das kostbare Kleinod geklammert und an ihr Herz gedrückt. Der Ort in ihr, den ein immer dicker werdender Panzer umgab und der innerlich überfloss.
Der zweite Tag
Erwachen.
Schande.
Kälte.
Keine Gnade
Der rettende Traum der Nacht verpufft in dem Licht des Altars, das keine Wärme in sich birgt. Zerschellt am harten, kalten Stein des Klosters. Das Leben des Klosters scheint seinen weiteren Gang zu gehen. Zwei unbemerkt Fremdkörper darin.
Erkenntnis.
Friede.
Schuld.
Ungehorsam.
Sühne.
Die ritterliche Nachtwache dient der Schwertleite eines Knappen auf dem letzten Schritt hin. Der Knappe soll Einkehr finden und Erkenntnis, dabei führt ihn sein Ritter an einen dafür geeigneten Ort. Ihr geeigneter Ort war das Grab Sir Fjalons gewesen, dort hatte sie Frieden mit sich und dem Vergangenen geschlossen. Der befohlene Ort war das Kloster gewesen und kaum hatte sie jenes betreten wurde die Schuld offenbahrt.
Befehl versäumt. Sie war ungehorsam gewesen und musste nun sühnen. Die geforderten Zeilen hatte sie verfasst und war in der Kirche niedergekniet. Sophia mit dem gleichen Schicksal an ihrer Seite.
Vereint in Gebet und Sühne knieten die beiden Knappinnen dort in tiefem andächtigen Gebet.
Der erste Tag
Man mied sie. Der Bruder in der blauen Robe in der Kirche beäugte beide argwöhnisch. Schien der zu befürchten, dass die beiden Sünderinnen noch die Lichter vom Altar klauen würden? Er gab ihr keine Auskunft ob Hochwürden bereit sei die Entschuldigung der Knappinnen anzunehmen. Auch die Klosterwachen vor der Pforte benahmen sich kühl und unfreundlich. Sie gaben wenn überhaupt die Tageszeit bekannt oder vermeldeten, dass sie es eilig hätten.
Die Glieder, insbesondere die Beine schmerzten langsam vom ausdauernden knien. Beide Knappinnen standen nur zum Wasserholen oder Wasserlassen auf. Helisande dämmerte hin und wieder weg nur um erschreckt aufzufahren. Hatte sie Hochwürden verpasst? War Seine Gnaden erschienen?
Nein.
Nur der argwöhnische Bruder an der Tür zum Baum des Lichtes hin. Eine Schwelle die zu überschreiten den beiden verwehrt wurde. Es hatte sich wohl schon herumgesprochen, war öffentlich.
Die zitternden Hände der Rosthaarigen klammerten sich um ihr Medaillon. Ihr letzter Halt an diesem kalten und abweisenden Ort. Sie wäre so gern seiner endlich würdig gewesen. Für eine kurze Zeit konnte sie die Tränen wegbeißen, mit der Zähigkeit des Drachens in dessen Feuer bannen. Doch dieser Wall hielt nicht ewig.
Die zweite Nacht
Irgendwann siegte ihre Erschöpfung wie die Sophias und sie fiehl zur Seite hin um. Die Hand um das kostbare Kleinod geklammert und an ihr Herz gedrückt. Der Ort in ihr, den ein immer dicker werdender Panzer umgab und der innerlich überfloss.
- Das Gefühl warmer Arme, ein fester Halt. Ein vertrauter Duft nach Tabak Leder und der Politur einer Rüstung. Eine Hand streicht ihr in weicher und schmerhaft vertrauter Geste eine Haarsträhne hinter das Ohr.
Kein kalter Stein mehr, kein harter Boden mehr.
Nur noch das Gefühl das Glück greifen zu können und sich darin einzuwickeln wie in eine Bettecke.
Ewig so sein zu können, ewig zu lieben.
Ewig geliebt zu werden.
Der zweite Tag
Erwachen.
Schande.
Kälte.
Keine Gnade
Der rettende Traum der Nacht verpufft in dem Licht des Altars, das keine Wärme in sich birgt. Zerschellt am harten, kalten Stein des Klosters. Das Leben des Klosters scheint seinen weiteren Gang zu gehen. Zwei unbemerkt Fremdkörper darin.