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Vergangenheit und Zukunft. Auszüge erzählen ein Leben

Verfasst: Donnerstag 23. Juli 2015, 22:59
von Geron Lichtwall
" Ich habe dir stets gedient. Ich war dir immer ein guter Gläubiger.
Alles diente nur deinem Zweck. Ich gab mich dir völlig hin.
Doch womit habe ich es verdient, meine Route auf dem Meer
zu verlieren ? Fern von allem was mir lieb war. Hier ? ... Hier stinkt
es. Ich kam in einem Fischerdorf an. Ungläubige soweit das Auge
reicht. Hast du mich etwa aus den Augen verloren ? "



Vor nicht all zu langer Zeit befand sich Geron noch auf einer kleinen Insel welche sich Ri´Thun nennt. Seine Familie trieb handel mit Jagdgütern und Feldarbeiten. Von Kindesalter an wurde Geron in einer kleinen Kapelle Alatars unterrichtet und im Kampf gelehrt. Die Templer die dort den Glauben Predigten waren alles andere als Freundlich und Zuvorkommend. Sie handelten um Ihres Willen und Ihrem voran kommen. Aspekte wie eine gewisse Freundlichkeit und Manier lernte er von seiner Mutter. Sie war es auch, die ihm die Welt immer wieder schmackhaft machte. Leckere Speisen, gute Kleidung, alles im Sinne des Herren.. meinte Sie.
Immer wieder wurde Geron in der Kapelle des Herren von seinen Vertretern gedemütigt. Es war eine Kindheit unter Zucht und Ordnung. Keine tolerierten Fehler, kein Mitgefühl bei Schmerz und Leid. Angst und Zorn wuchsen in ihm heran, bis seine Mutter ihn völlig in die Arme des Herren verlor. Sie selbst war alles andere als begeistert davon, dass die angereisten Templer ihren Glauben dort Predigten und die Leute bereit
waren Ihnen bedingungslos zu folgen.

Vor nicht ganz 2 Mondläufen beschlossen die Templer Gerons Vater zu einem Handel zu überreden. Er willigte nach kurzen Verhandlungen bereits ein und rief Geron zu sich.

"Es war doch immer dein Wunsch die Stadt des Herren zu sehen oder nicht ? Dein Traum kann bald in Erfüllung gehen ! "
Das war der Vorwand den ihm sein Vater nannte um Ihn auf eine gefährliche Reise zu schicken. Der Handel sagte aus, dass jemand einige Güter nach Rahal liefert, an den Tempel dort, in der Hoffnung das die Insel
die Gunst der Templer erlangen könne. Geron hörte sich den Vorschlag seines Vaters natürlich mit großem Interesse an. Es schien so als wäre er geblendet von der Vorstellung nach Rahal zu reisen, die Stadt des All-Einen. Die Gefahren hat er scheinbar nicht abgewogen. Er wollte sich blind auf See begeben und den Weg so schnell es Ihm eben möglich war zurück legen. Was sein Vater ihm aber verschwiegen hat... Die Distanz...
Immerhin ging es bei dem Handel um einen großen Betrag, den Gerons Eltern sofort Goldlich geltend machen konnten.
" Du wirst nicht all zu lang unterwegs sein. Höchstens einen Tag. Nimm aber eine Ration für 3 Tage mit.. nur für den Fall ! Und denk immer daran, der Herr ist mit dir ! "

Die Mutter war alles andere als begeistert. Die andere Seite des Handels war nämlich, Ihren einzigen Sohn zu Opfern. Opferbereitschaft... Ein großes Wort, und in den Augen Gerons Mutter ein nicht hinzunehmender Verlust ihres Sohnes. Auf der anderen Seite hatte Sie ihn in den Jahren immer mehr an den Panthergott verloren. Sie wusste das noch
etwas Gutes in ihm stecken musste, doch war es bereits der Fall. In den Augen Gerons war er ein gemachtes Werkzeug für den Herren, der in Rahal bedingungslos für den Herren dienen könne. Das war sein Wunsch.


" Ich habe all die Waren verloren. Auf dem Meer ? Hier an Land ?
Ich weiß es nicht. Ein Schlag auf den Kopf hat es mich vergessen lassen.
Ich wurde versorgt, von den Ungläubigen des Dorfes. Ich danke dir Herr,
für die Hilfe die sie mir gaben. Ich finde den Weg zu dir,
deiner Stadt und den höchsten Vertretern deiner selbst.
Ich werde dir nun effektiv Dienen aufdass ich eines Tages in Nileth Azur,
an deiner Seite die Vollkommenheit erfahre. "



Es war nicht klar ob Geron überhaupt Fuß fassen würde. War der Glaube Gerons, dem der Rahaler würdig ? Einige Fragen machten sich in ihm breit. War er vielleicht noch garnicht bereit für die Aufnahme in die Reihen des Panthers ? Er kannte niemanden. Seine Handelsgüter waren fort. Gold hatte er auch keins. Aber sein Glaube... Sein Glaube hatte ihn nicht verlassen.

Verfasst: Samstag 22. August 2015, 00:04
von Geron Lichtwall
Geron Lichtwall
23 Jahre jung.
1,85m groß / Normale Statur
Braune Augen / Schwarze Haare
Streng gläubiger Anhänger Alatars

Es war vollbracht. der Junge hatte es tatsächlich geschafft ! Seine Mühen waren nicht umsonst gewesen. Der Weg nach Rahal wurde von Geron mit einem breiten grinsen zurück gelegt. Er hatte vielleicht nichts in der Hand, aber mit dem Herren an der Seite würde ihm schon etwas einfallen. Die paar Goldmünzen die der Herr Lichtwall für das sammeln von Kräutern bekommen hat waren eine gute Grundlage sich mit der Kutsche Fort zu bewegen. Doch der Kutscher hatte da schon etwas angedeutet, doch wollte er auch nur sein Gold machen nicht wahr ? Aus der Kutsche ausgestiegen, an den Höfen Rahals vorbei gewandert stand er nun da. Die Heilige Stadt, einige Schritt weit entfernt. Die Majestätischen Mauern die das Innere der Stadt hinter sich ließen hatten seine Wirkung auf Geron. Er fühlte sich so winzig wie noch nie zuvor , dabei hatte er alles andere als eine leichte Vergangenheit. Doch all die Ehrfurcht die sich in ihm breit machte, wurde durch einen direkten Blick auf die Tore Rahal´s schnell wieder erloschen. Geschlossen. Ein kaputtes Schiff, Halb tot in Bajard und jetzt das ! Doch Geron ließ sich davon nicht unter kriegen.

Die paar Münzen die er noch hatte, wurden in Bajard bei einem guten Handel investiert. Eine Silber Plattenrüstung sprang dabei raus, der Träger hatte wohl keine Verwendung mehr dafür weshalb Geron mit nur 7 Kronen gut bedient war. Er fackelte nicht lange und folgte den Worten einiger Dorfbewohnern, welche ihm rieten sich in Wetterau in den Alten Tunnel zu begeben. Seine Entschlossenheit war fest in ihm verankert und die Gewölbe galt es zu erkunden ! Einige Schätze konnte er finden und nahm sie an sich. Bei dem niedermachen der Kreaturen, lief ihm ein Mann über den weg, in einer Lila schimmernden Rüstung - eine Diamant Klinge in der Hand haltend. Gerons Augen wurden größer. Er wusste dass wenn es zum Kampf kommen würde, er hoffnungslos unterlegen wäre. Doch es kam anders. Der Herr begrüßte ihn mit den Worten: " Seinen Segen ! Ihr solltet keine Klinge aus Eisen benutzen, Silber schadet den Untoten viel besser ! Mein Name ist Veehrs Usil, ich bin Sesshaft in Düstersee. Wenn es euch danach beliebt, stattet mir doch einmal einen Besuch ab ! "

Geron war begeistert von der zuvorkommenden Art der Anhänger Alatars und kam der Einladung nach Düstersee auch später nach. In der Taverne der kleineren Stadt wurde Geron ersteinmal einigen Persönlichkeiten vorgestellt, von denen er Heute nicht mehr alle benennen könnte. Er war viel zu nervös, erstmalig war er in Gesellschaft mit Personen die er noch nie sah ! Auf seiner Heimatinsel kannte man sich, wenn auch man sich nur mehrmals über den Weg lief, ohne ein Wort auszutauschen. Der Weg in die Reihen des Panthers allerdings war damit gesichert. Er fand Anschluss in Düstersee und konnte in Erfahrung bringen das man mit dem Schiff von Bajard aus nach Rahal käme. Auch würden die Stadttore 2 male am Tag öffnen um Interessenten auf die Bürgerschaft einzulassen. Veehrs erklärte ihm sachlich an wen er sich zu wenden habe, wenn er ein Bürger der Stadt werden wolle.

Die Zeit verstrich wie im Fluge. Geron verbesserte täglich seine Künste im Kampf. Es sprangen nicht nur einige Goldmünzen ab, sondern auch Reagenzien die gut nutzbar für Heiler waren. Geschäfte wurden getätigt, die Bürgerschaft erworben und ein Haus in Wetterau angemietet. Geron hielt sich oft im Alten Tunnel auf, weshalb die Lage ihm perfekt vorkam. Auch war nicht weit vom Hause ein Kutschenplatz. Auch eine Stunde im Tempel konnte Geron bei der Tetrarchin selbst ergattern, in welcher er ein Intensives Glaubensgespräch mit ihr führte, und demütig seine Dienste anbot. Die Tetrarchin war froh jemanden zu sehen der über einen so gefestigten Glauben verfügt und so Euphorisch für den Herren dienen möchte. Sie riet ihm dazu, sich bei den Prätorianern zu melden, oder auch bei Herrn Bran wegen der Tempelwache, doch sollte das eine schnell zum anderen führen.

Einige Tage vergingen und das Interesse von Geron wuchs und wuchs voran. Soviele dinge gab es in Rahal zu entdecken und jedwede Persönlichkeiten kennen zu lernen ! Eines Tages lief der Junge dann dem Ritter Dazen Wolfseiche über den Weg. Er erkannte ihn nicht als Ritter, wurde aber nur freundlich von ihm darauf aufmerksam gemacht wie er ihn zu begrüßen habe. Der Ritter lud Herrn Lichtwall dann ein, einer Unterrichtsstunde in Militärischen Grundwesen beizuwohnen, welcher er gerne nachkam. Einiges wurde dort besprochen, gerade eine gewisse Befehlskette wurde sehr deutlich erläutert. Dem Ritter gefiel der Aufmerksame Geron, weshalb er ihn nach der Unterrichts Einheit mit in die Oberstadt, ins Gemeinschaftsgebäude der Prätorianer Alatars nahm. Nach einigen gewechselten Worten bot der Ritter, Geron einen Platz in der Gemeinschaft an, welchen er nicht abschlagen konnte.

Die Menschen in Rahal schienen das Potential was in ihm steckt zu erkennen und seinen Werdegang zu fördern. Doch war Geron auch Fleissig dabei, zu erwirtschaften was er benötigt ! In der Vergangenheit traf er auf ein Fraeulein namens Emilie. Er verbrachte ein wenig Zeit mit ihr bei einer Schmiedin, welche verschiedene Schwerter für Geron fertigte. Sie unterhielten sich über das Feinschmiede Handwerk und über Belanglosigkeiten. Zu einem späteren Zeitpunkt aber, trafen sie sich auf einer Hochzeit in Düstersee wieder ! Der Statthalter hatte geheiratet und Emilie wählte noch vor dem Einlass Emilie als seine Begleitung aus. Auf der Hochzeit verriet Frau Laval ihm, dass sie ebenfalls eine Meisterschmiedin sei, und sie die Preise der anderen Schmiedin für Wucher hielt ! Niemand hatte vorher ihre Plattenrüstung getragen, nicht aus reinem Diamant. Geron war somit der erste, denn er handelte mit ihr einen Fairen Preis aus und bekam die Plattenrüstung schon in den nächsten Tagen. Sie kam ihm etwas entgegen was die Bezahlung anbelangte, weshalb es ihm auch noch möglich war ein Mithrilschwert von den Zwergen zu kaufen. Das sparen hatte sich für ihn gelohnt !

In den Reihen der Prätorianer lernte er Ithilias kennen. Der Schütze war auf dem besten Wege ein Scharfschütze unter den Augen des Herren zu werden, und wurde in der Garde Rahals ausgebildet. Die beiden verstanden sich auf Anhieb, weshalb Geron auch den Vorschlag unterbreitete Ithilias als Mitbewohner zu nehmen, als dieser ein Heim suchte. Das Haus in Wetterau war groß genug, und so festigte sich die Freundschaft unter den beiden. Beide waren streng gläubig und sich einig was die Gebote und Gaben des Herren anging.

Gerade dabei einige Jagdbeute in die Truhe zu legen, wurde Geron aus dem Wald heraus angesprochen. Eine Maskierte Frau entpuppte sich hinter ihm und wies ihn daraufhin, dass sie es nicht möge wenn fremde Leute sich an den Truhen der Nachbarschaft zu schaffen machen ! Geron spielte ein wenig mit der Beschuldigung und begutachtete die Frau. Ihm fiel schnell auf, dass mit ihr nicht zu spaßen war, immerhin trug sie die Siegel der Schatten des Panthers ! Der ruf jener Gemeinschaft eilte ihr voraus, sie versammelte die besten seiner Krieger um ihm eine mächtige Armee zu bieten, also klärte Geron die Dame lieber auf und stellte sich vor. Fortan kannte er das Fraeulein Atensus, als welche sie sich ihm vorstellte. Sie führten noch ein Gespräch bei einem Getränk, und das Fraeulein sah sich in dem Hause um. Später wurden Fermindia Atensus und Ithilias ein paar, weshalb sie sich öfters bei den beiden Zuhause aufhielt. Ihre Fertigkeiten aber sprachen für sich, weshalb sie sich gut für die Gruppe eignete.

Geron entwickelte sich stets wie er es für den Herren als richtig erachtete. Eine Dame namens Rosalie Weissfell wurde ihm vorgestellt, welche auch seine Begleitung auf der Hochzeit von Muireall war, bei der er selbst die Tempelwache übernahm welcher er vor kurzer Zeit beitrat. Sie hatte Gefühle für Geron entwickelt welche er aber aufgrund ihres un ausgeprägtem Glaubens nicht erwiederte. Vielleicht entwickelte er sich etwas zu Fanatisch, weshalb er auch später einem Magier der Akademie Arcana des Lebens beraubte. Nach einigen Ketzerischen ausrufen und schlechten Worten über Alatar, rammte er ihm seine Mithrilklinge in die Brust und führte ihn zu Boden. Er schlug ihm den Kopf ab und hing den Kadaver mithilfe von Ithilias an einem Baum vor Bajard auf, und ritzte ihm als Zeichen Alatars, K.E.T.Z.E.R in den Körper. Jexxe die Letharin bediente sich eines Zahnes des abgeschlagenem Kopfes und spießte ihn auf, um ihn daneben in den Boden zu rammen. Der Ganze vorfall und die Extreme darin ließen in Ritter Dazen Wolfseiche die Wut aufsteigen. Die drei hatten mit ihrem leichtfertigen und extremen Handeln anscheinend den guten Ruf der Gemeinschaft ruiniert und auch den des Ritters selbst. Jexxe und Ithilias bekamen dafür regelrecht Schläge ab. Die drei sollten sich gegenseitig bestrafen und den Kadaver alsbald vergraben. Jexxe aber weigerte sich, sie würde keinen Ketzer beerdigen und sie sehe den Fehler in der tat nicht. Geron und Ithilias teilten ihre Meinung, doch waren sie nicht in der Lage dem Ritter sowie Jexxe es tat entgegen zu treten.

Bei der Versammlung später, verließen Geron und Ithilias die Praetorianer Alatars, weil die Ansichten der Gemeinschaft nicht mit ihren übereinstimmte. Sie hatten sich in eine Fanatische Richtung entwickelt, und wollten dem Herren die Welt von Ketzern befreien, aufdass er über sie Herrsche ! Das war auch der Grund warum ihnen im Anschluss ein Platz bei den Schatten des Panthers gegeben wurde. Der Ritter Shasul war es, der die Talente der beiden erkannte und sie in die Reihen ließ. Sich im Kampfe schulen, dass war das was Geron die letzte Zeit ausgeprägt versuchte und er wurde ein weiteres mal für seine Mühen belohnt. Es gab vielleicht noch etwas zu lernen, aber dem Traum - einmal ein Knappe unter den Augen des Herren zu werden wurde wieder ein Stück mehr wahr. Denn jeder Weg wird zurück gelegt um zu lernen, und dem Herren am Ende der perfekte Diener zu sein !