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Der Eglanon (Teilnahme erwünscht)
Verfasst: Montag 13. Juli 2015, 17:44
von Faeniel en Giliath
Fae habe einen Traum und nun wurde er Wirklichkeit ein eglanon, einer der Verlorenen, ist nun mitten unter uns.
Als gwador Lu vor meinem neuen Heim stand, war fae sehr erfreut sein Sanya’sa zu vernehmen. Der Rest seiner Worte, sollten mich erschrecken, aber das tat es nicht. Allzu willig folgte ich ihm in den Nebelwald, wo der eglanon in den Armen des Erdelementars bewacht lag. Schwach waren seine Körperklänge, so leblos habe ich bisher keinen der Seinen erblickt. Er wehrte sich nicht, nahm keine Anstalten sich loszureißen aus den Armen, um Lu und fae anzugreifen. Blut tropfte von seinem Hinterkopf herab und als er sich dann noch erbrach war es nur allzu offensichtlich, dass dieses Geschöpf, dieser eglanon, krank war.
Mit einem Male waren all jene mahnenden Worte aus meinem Kopf entschwunden und die Klänge von Mitgefühl erhoben sich in mir. Dagegen half auch nicht mein Verstand, der mir sagte, er ist der Feind, dich würde er ohne mit der Wimper zu zucken angreifen, auch die Worte der Alten halfen nicht weiter, die in ihren Gesängen uns von klein auf erzählten was genau diese Verlorenen meinem Volk angetan hatten und weiterhin antun werden.
Aber was, wenn das nun fae’s Chance ist, Dinge zu verändern? Law, höre ich die Stimmen der Ahnen, man kann sie nicht ändern, sie sind boshafte Geschöpfe, die ihrem Meister dienen, der sie zu dem gemacht hat, was sie nun sind. Die Frage bleibt für fae offen, geschah das freiwillig, oder wurden sie dazu gezwungen?
Fae habe dann leiser zu diesem eglanon gesprochen, aus Rücksicht, weil so wie ihre Stimmklänge mir Übelkeit einst in Schwingenstein Übelkeit und Schmerz bereitet haben, genauso verhält es ich umgekehrt auch für sie, wenn die Harmonie unser Klänge, ähnlich einem lieblichen Gesang an ihre Spitzohren dringt. Mae, sie haben noch ihre Spitzohren doch sind jene in einem grässlichen Farbton wie der Rest ihres Körpers.
Bedauernswert sieht er aus, wie er da in den Armen des Elementars hängt. Lu hat fae dann auf den verlorenen Fingernagel hingewiesen und ein weitere hat sich gelöst in dem Augenblick als fae ihm eine Erdbeere gereicht habe. Vorsichtig ist sie zu seiner Hand geschwebt. Gwathel Shala hätte das sicherlich nicht gut geheißen, wenn schon etwas zu essen, dann aber keine der Erdbeeren, die sie so sehr liebt. Aber fae hatte nur zufällig die kandierten Erdbeeren bei sich, die eine der edains fae geschenkt hatte.
Vielleicht ist es eine Seuche mit der die Seinen ihm schaden wollten?, habe fae Lu gefragt, aber der wusste auch keine Antwort darauf.
Er muss Schmerzen haben, besorgt habe fae Lu angesehen. Sicherlich mit einem behutsamen Liedeingriff hätte fae ihm die Schmerzen mindern können, wäre da nicht die Gefahr gewesen, dass fae keine Ahnung von den Körperklängen eines gesunden eglannon hat, um jene mit seinen zu vergleichen, um dann so wirksam die Schmerzen mildern zu können. Lu hat ihm dann Honig versetzt mit einer Essenz, die Schmerzen herab setzt gereicht. Auch das wurde mühsam aber doch von dem eglanon aufgegessen.
Der Gestank den sein Körper verströmte, eine Mischung aus Blut, Erbrochenem und einigem mehr noch, worauf fae nicht eingehen möchte, war entsetzlich. Gwathel Lamentinu und gwador Cirulach waren zu diesem Zeitpunkt bereits an unserer Seite. Gemeinsam mit Hilfe des Elementars, das den eglanon trug und sorgfältig umklammerte, brachten wir ihn in die Ewige Stadt in einen Raum, der versperrt wurde. Dort wurde er von dem Elementar in Lu’s Anwesenheit in dem Raum gewaschen und gereinigt und fae habe noch saubere Kleidung gebracht.
Fae habe mich dann zurückgezogen um in Ruhe zu meditieren, da keine Gefahr von ihm drohte, er wurde bewacht, war eingeschlossen.
Zu viele Gedanken , zu viele Fragen und keine plausiblen Antworten gab es, ein klarer Kopf war sicherlich da mehr hilfreich.
Verfasst: Montag 13. Juli 2015, 20:30
von Gast
Spitze Ohren ragten über das kleine Strauchgewächs hinauf und die feinen Haare an jenen, hätten geübten Blicken bereits verraten um welches Tier es sich handelte. Es schien, als hätte das Wesen selbst durch das dichte Grün des Gewächses, einen aufmerksamen Blick auf das Geschehen geworfen.
Vermutlich war es der Geruch, welcher in der empfindlichen Nase des Wolfes brannte und jenen auf Abstand hielt.
Erst viel später, als der Verbannte längst eingeschlossen war, erschien Yvesliv in ihrer Edhil Gestalt. Ihr Blick ruhte auf dem Letharen und ein distanziert, musternder Blick wanderte über das geschwächte Wesen. Hilfe hätte sie ihm nie geben können und auch sonst, waren ihr Künste auf das Verbinden von groben Wunden beschränkt.
Schwer gerüstet und mit vielen Möglichkeiten zum Töten ausgestattet, verweilte die Elfe in der Nähe der provisorischen Zelle. Ein Raum, welcher sonst nie hätte Verwendung gefunden im Volk der Eledhrim. Ein Raum, welcher sporadisch eingerichtet und sicherlich in allen Bereichen unzureichend wäre, für einen gesunden Kämpfer wie jener, der darin ruhte.
So war es ihre einzige Einschätzung vom Letharen, welche sie von den Blicken her erschließen konnte. Ein Maethor der Eglanon, für die Kämpferin der Elfen dann doch Glück im Unglück. Ihr Interesse lag schon lange Zeit auf der Kampfart und der Schmiedekunst der fernen Verwandten. Wie hatte sich dieser Zweig der Schöpfung entwickelt und wie hatten sie zu einer so effektiven Waffe eines Gottes werden können.
Da ihre Profession jedoch sich weniger auf die Philosophie konzentriert, waren es die physischen Aspekte, welche sie zumindest aus gesunder Entfernung zu studieren begann.
Während der Nacht und selbst den gesamten Vormittag über, ruhte die Elfe in der Nähe der Zelle und beobachtete jede Regung des Letharen. Selbst die Aspekte des Liedes. Jene geringen Nuancen welche sie überhaupt zu vernehmen vermochte, genossen die Aufmerksamkeit ihres Geistes, während jener in einer ruhenden, meditativen Phase dem Körper seine Ruhe gönnte.
Verfasst: Montag 13. Juli 2015, 21:58
von Lamentinu Celebren
Ein Lethar, krank, geschwächt. Durch die Gitterstäbe musterte sie das Wesen nachdenklich, während es schlief. Sie war später hinzugekommen, hatte mit verschiedenen dissonanten Klängen auf der Harfe und an den Gitterstäben durch seine Lethargie hindurchzudringen versucht. Zumindest einige Worte hatte er gesprochen, seinen Namen genannt.
Was erhofft sich jener von ihnen? Suchte er Hilfe? War er gar von Alatar verlassen worden und von Hoffnung erfüllt, zurück zur Harmonie geführt zu werden?
Eine gewisse Hoffnung keimte in ihr auf. War dies ein Wink Phanodains, ihre Harmonisierungsexperimente wieder aufzunehmen? Zu schnelle zu hohe Dosierungen an Harmonie waren nicht gut. Vielleicht könnte sie ihn langsam daran gewöhnen. Doch wie am besten? Einmal mehr versank sie in Grübelei.
Doch schließlich wischte sie die Gedanken beiseite und schrieb ein Pergament: Die Geschwister sollten schließlich darüber informiert sein, was hier geschah. Sie überlies den Letharen Yves Blicken, als sie jenes an das Anschlagbrett anbrachte:
Mae govannen gwedyr a gwethil,
im öffentlichen Bereich unserer Stadt wurde eine provisorische Gefängniszelle eingerichtet, da uns ein Lethar in die Hände fiel. Jener scheint krank und nicht ganz bei Sinnen zu sein. Dennoch ist äußerste Vorsicht angebracht im Umgang - vielleicht ist es auch geplant, eine Seuche bei uns zu platzieren und er ein Bauernopfer. Haltet gebührenden Abstand und die Augen offen. Ebenso erbitte ich unsere Nestyr und Ithryn um Untersuchung, was genau mit jenem Wesen nicht stimmt. Bevor wir dies nicht klären konnten, halte ich es für leichtsinnig, ihn auf freien Fuß zu setzen. Ich werde mich, soweit es die Ratsangelegenheiten zulassen, in der Nähe jener Zelle aufhalten.
Mögen ruhige Klänge uns zu Weisheit führen und den Frieden im Tal bewahren.
Sie kehrte zurück zur Zelle, die sie mit Gwanions Hilfe am Vorabend noch provisorisch eingerichtet hatte. Der Gefallene schlief nach wie vor. Dort harrte sie weiter, fieberhaft über einen Plan für die Harmonisierung nachdenkend. Doch, was sie schrieb, galt auch für sie: Erst einmal musste geklärt werden, was genau diesem Wesen fehlte. Dies sollte der erste Schritt sein.
Verfasst: Dienstag 14. Juli 2015, 00:00
von Gast
Es war bereits spät geworden und die Geschwister sammelten sich um die ruhende Elfe herum. Wo der Geist dem Lied zu lauschen versuchte, war der Körper längst in einer ruhenden Phase um sich wieder zu stärken.
Shalaryl, Shaera, Lamentinu und später noch Elin fanden sich ein um den unfreiwilligen Gast zu beobachten. Die Waffen und selbst seine zerschlissene Robe waren im Nebenraum abgelegt worden und die Gedanken der Eledhrim wendeten sich um jene Ausrüstung.
Die Angst vor Flüchten, Artefakten und der kränkenden Giftwirkung der Waffe war geradezu spürbar. Es schien als würde der aktuelle Schutz des Phanodain auch jene Einflüsse der Ausrüstung zu negieren, sollten sie doch welche Haben. Und doch sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Yves, welche sich erst vor einigen Wochenläufen offiziell mit den Wächtern als Kämpferakademie im blauen Tal, eine Aufgabe und ein Ziel geschaffen hat, stand nun vor der ersten Aufgabe die es in Kooperation zu bewältigen gab.
Das Volk würde sich selbst einteilen und wie ein Fluss die geschwächten Teile mit sich ziehen um mit Frischem die entsprechenden Parts zu stärken. Doch schien es der Maethril nicht genug und sie wünschte eine klare Struktur innerhalb der Maethor, es solle stets ein Kämpfer der Eledhrim anwesend sein um die körperliche Gefahr des Wesens abwehren zu können, sollte es nötig sein. Doch mehr als die Bitte an Celeg'glin, dieses Thema zu bedenken und sich darum zu kümmern, war für Yves am selben Abend nicht mehr möglich. Ihr Weg führte sie direkt zu Gwanion, welcher gebeten werden sollte, welcher gebeten werden sollte eine Kiste aus dem Gemisch des feurigen und des knisternen Metalls zu fertigen. Im Volksmunde war jene Legierung als Hexenstahl bekannt und war in der Lage, Liedeinflüsse zu begrenzen. Eine Kiste mit Schloss, welche die Ausrüstung des Letharen beherbergen würde und vor neugierigen Blicken und Händen schützen sollte. Zudem würden Handfesseln und auf Yves Wunsch hin, auch Fußfesseln für den ersten Gefangenen seit Dekaden gefertigt werden.
Sobald jene fertig würden, wird Yves den Varcuru der Metalle auch schon bitten bei dem Transport der Kiste zu helfen um sich ein Bild der Ausrüstung zu machen, in der Absicht, Replikate jener Ausrüstung anzufertigen.
Selbst in jener Legierung gerüstet würde Yves noch eine Lage aus gegerbten Leder eines Gargoyles nutzen um die Ausrüstung zu fassen und in die Kiste zu bugsieren, anschließend würde das Leder mit in die Kiste gelegt werden und das Schloss würde verriegelt.
Der erste Schrecken des Wesens, würde so also verschlossen... offen bleiben jedoch noch viele Fragen über den geschwächten, orientierungslosen Letharen.
Verfasst: Samstag 18. Juli 2015, 00:54
von Gwanion Celebren
Das Schmiedefeuer in Gwanions Werkstatt glühte hell, während er Pyrian und Coelium zu gleichen Teilen in die Schmelze gab. Seine Hände führten die in vielen Jahrzehnten geübten Bewegungen routiniert aus, während seine Gedanken bei dem Letharen in der notdürftig eingerichteten Zelle waren.
Er hatte das bedauernswerte Wesen gesehen, das krank und mit vernebeltem Geist in der Zelle hin- und hergewandert ist und offenbar kaum etwas von seiner Umgebung mitbekommen hat. Er betrachtete die glühende Schmelze und runzelte die Stirn. Auf der einen Seite konnte er die Vorsicht seiner Brüder und Schwestern verstehen, das Misstrauen, mit dem sie dem ewigen Feind begegneten. Auf der anderen Seite hatte diese Kreatur nichts von einem blutrünstigen Diener Alathars an sich. Und nun bekam es neben Sorge und Pflege auch das Misstrauen der Eledhrim zu spüren. In Form von Hexenstahl.
Fast unwillig schwang er den Hammer, um dem Metall die gewünschte Form zu geben. Es war sicherlich richtig, Vorsicht walten zu lassen und ein Versuch der Letharen, hier einen hinterlistigen Überfall vorzubereiten lag im Bereich des Möglichen. Aber sollte er eine solche Unterstellung nur aufgrund der Zugehörigkeit des Letharen zu seinem Volke treffen? Sie alle über einen Kamm scheren und damit von vornherein ausschließen, dass nicht alle Letharen gleich blutrünstig, mordlüstern und verderbt waren?
Mit einem leisen Seufzen warf er die Fesseln für Hände und Füße in das Abklingbecken. Es gab ein lautes Zischen und weißer Rauch stieg an die Decke der Werkstatt. Gwanion hatte die Arme und Beine des Gefangenen nur kurz gesehen, aber wenn sein Gedächtnis ihn nicht täuschte, hatte der Lethar eine ähnliche Statur wie er selbst. Und so fertigte er die Fesseln, auf dass sie an seinen eigenen Hand- und Fußgelenken bequem saßen. Es war ein ungutes Gefühl, diese Fesseln auf der Haut zu spüren. Sie waren zwar meisterlich gefertigt, aber sie machten ihm ein beklemmendes Gefühl.
Schließlich warf er die fertigen Fesseln in die ebenfalls aus Hexenstahl gefertigte Truhe und machte sich auf den Weg, diese Sachen zu Yvesliv zu bringen. Und in seinem Geiste formulierte er die Bitte an sie, die Fesseln nur bei tatsächlichen Anzeichen von Gefahr zu verwenden und diese nicht zu einem Symbol der Gastfreundschaft der Eledhrim werden zu lassen. Selbst nicht für ein von Alathar verdorbenes Wesen.
Verfasst: Samstag 18. Juli 2015, 15:12
von Gast
Er hatte generell nicht viel Bedarf für 'Gäste', aber speziell dieser Gast bewegte sich ganz eindeutig im wirklich untersten Teil des Spektrums 'erwünscht'.
Aber da war sie diese Kreatur. Schwarz in Gestalt und Seele, wobei es zu bezweifeln war, dass solch eine Kreatur so etwas wie eine Seele besaß. Wohl eher irgendein Konstrukt aus Hass, Zorn, Wut..., dass diesen Zweck gerade so erfüllte. Dass die Kreatur kein Liedverderber war, konnte festgestellt werden, auch wenn schon allein dieser minimale Vorgang im Lied dazu führte, dass man das Bedürfnis hatte, sich ausgiebig zu reinigen. Diese Anhaftung des vollkommenen Unklang des Verderbers war nicht zu ignorieren und dann diese Akte der Selbstverstümmelung.
Er war sich nicht ganz sicher, was das Eledhrim mit dieser Kreatur anfangen sollte. Er persönlich würde dem Lied zuführen, was dem Lied an solch einer Kreatur noch zugeführt werden kann und diese bemitleidenswerte vergehen lassen, schließlich war die Kreatur schon dem Zerfall anheimgefallen, warum nicht das Lied seinen Verlauf nehmen lassen. Wenn es nach ihm ginge, könnte diese Kreatur sterben; leise, sauber, einsam und vor allem: an einem anderen Ort!
Die Kreatur sprach davon einen neuen Weg zu suchen, aber selbst wenn dies keine Lüge war, so war eines sicher: Kein Wesen dieser Art erreichte so ein Alter, ohne unzählige Verbrechen am Lied begangen zu haben. Diese Kreatur war kein formbares und zumindest aus eigenem Antrieb unschuldiges Kind, diese Kreatur war ein Mörder, Verräter... ein erwachsener Vergifter des Verderbers. Kein Richtungswechsel würde das je ungeschehen machen.
Sollte diese Kreatur jedoch in Ered Luin sterben, so war es nicht schwer zu erraten, dass dies sogleich als Rechtfertigung für 'Vergeltung' genutzt werden würde.
Verfasst: Samstag 18. Juli 2015, 18:48
von Gast
Dem Rand des Elfenwaldes nähern sich zwei, auf Echsen berittene Letharen. Vorsichtig und wachsam blicken sie sich um, ehe sie zu einem der großen Bäume schreiten.
Der Lethar reicht der Lethra einen scharfen, mit Blut besudelten Dolch. Jener wird von der Lethra in die Rinde des Stammes getrieben, um einen Papierfetzen damit an Ort und Stelle festzupinnen. In einer Handschrift, die an keinen Letharen erinnert, sondern menschlich wirkt, steht da geschrieben:
Gebt uns die Rüstung, des von Euch ermordeten Bruders oder Shirtar wird Euch alle dahin raffen!
Treffen vor Bajard, am ersten Tag des kommenden Wochenlaufes, zur 6. Stunde des Abends.
Das Volk der Letharen
Am Endes des Briefes sieht man eine letharische Rune, was sie jedoch bedeutet, ist unklar. Womöglich soll sie beweisen, dass Letharen hinter der Nachricht stecken.
Verfasst: Montag 20. Juli 2015, 22:01
von Lu'araiel
Nachdenklich schlenderte der alte Lindil über die frischen mit Tau gefüllten Wiesen Ered'Luin's. Seine Schritte trugen ihn zu eben jenem "Gast" den sein Volk schon eine Weile beherbergte. Das Treffen mit seinen Geschwistern war, alles in allem, recht ernüchternd gewesen. Nichts ungewohntes, Forderungen über Forderungen. Dümmliche Darstellung von Aggressionen und dieses ewige Misshandeln von Tieren und der eigenen Art.
Was allerdings unfreiwillig amüsant war, sie forderten seine Leiche, seinen toten Körper ein. Nun das war in gewisser Weise ein Problem, schließlich erfreute sich der Verbannte noch bester Gesundheit. Sofern man von so etwas bei ihnen überhaupt sprechen konnte. Tötete man ihn also, würde man seinem Volk auch noch einen Gefallen tun? Wohl eher nicht, schließlich waren sie scheinbar in dem Glauben er wäre bereits tot. Auch hier wurde wahrheitsgemäß auf die Frage nach seinem Mörder reagiert.
Letztlich würde man ihn wohl noch einwenig behalten. Mal sehen was sich noch ergibt. Schließlich, schien es ihm gut zu gehen. Und was hatte er zu erwarten sollte er lebend zurück kommen? Vermutlich so sogar seine eigene Aussage würden ihn die Seinen töten.
So wurde nach seinem Besuch bei dem Verbannten erneut ein Schriftstück aufgesetzt und diesmal beim Bankier in Bajard deponiert, mit der Anweisung, dies dem ersten Lethar zu überreichen, den er sieht...
Sanya Volk der Verbannten,
leider muss fae dhao mitteilen, dass der Rat in diesem Mondlauf ar mehr zusammen treten wird,
um die Hülle eures Bruders zu diskutieren.
Fae werde euch allerdings mein Wort geben,
das fae persönlich dafür Sorge, das sein Körper in vertretbarem Zustand belassen wird.
Wir hätten zudem Interesse an einer Waffe und einem Schild eurer Machart,
mindestens aus Eisen und in intaktem Zustand.
Dies wäre vorerst unser Gegenwert für den Körper.
Um zu signalisieren, dass euch der Körper wirklich etwas Wert ist
erwarten wir eine einzelne Verbannte die diese Dinge am Weiher
in den ein Wasserfall sich ergießt, südlich der Stadt Berchgard
im Licht des Sonnenuntergangs am mittleren Tag der Woche übergibt.
Findet diese Übergabe ar stat,
oder unternehmt ihr einen Versuch uns zu täuschen,
betrachten wir euer Interesse an dem Körper als hinfällig.
Wir haben ein Zeichen erbracht, nun seid ihr dran.
Möget ihr den Weg zurück ins Lied finden.
Sanya
[OOC EDIT: Mittwoch 22. Juli um 18 Uhr]
Verfasst: Montag 20. Juli 2015, 23:45
von Marye Larou
Marie kam von der Jagd zurück und wollte in Bajard Edelsteine verkaufen, Felle und Leder einlagern und Tränke nachfüllen. Schon oft hatte sie überlegt ihr Lager in ihre Höhle zu verlegen, aber der Aufwand war ihr einfach zu groß. So mußte sie halt ab und an nach Bajard. Vor dem Eingang sah sie 3 Letharen, die sich lebhaft unterhielten. Sie wirkten recht agressiv und schlecht gelaunt. Aber waren Letharen das nicht immmer? Erst wollte sie um Ärger zu vermeiden umkehren und ein anderes mal wiederkehren, doch dann hörte sie bekannte Stimmen und schaute genauer hin. 3 ihr bekannte Elfen waren es die mit den Letharen stritten. Marie zögerte nicht lange und ging auf das Stadttor zu. Sie nickte den Letharen flüchtig zu um nicht unhöflich zu wirken. Einer der Letharen warf ihr zwar einen Blick zu aber niemand behelligte sie. So gingt sie durch das Tor, huschte dann aber sogeleich zu der Hintertür und tauchte wenige Momente später neben den 3 Elfen auf. Leise fragte
sie, ob es Ärger gebe und ob sie helfen könne. Cirulach erwiederte daß es wegen ihr vieleicht gar keinen Ärger geben würde, aber sie blieb dennoch bei den Elfen und blickte wachsam zu den Letharen die immer aggressiver wurden. Als dann plötzlich vor ihr aus dem Waldboden ein dichtes Gestrüpp hervorwuchs, forderten die Elfen sie zum Mitkommen mit, was Marie auch tat. Dann ging man durch ein silbrig glänzendes Portal, Marie folgte ihen und schon standen sie vor den Toren Ered Luins im Nebelwald.
Die Elfen dankten ihr für ihre Hilfe und Marie bot sogleich ihre Hilfe an. Es wurde wohl befürchtet daß die Letharen Ered Luin angreifen oder auskundschaften würden. Marie bot an außerhalb des Nebelwaldes schon die Augen und Ohren für sie offen zu halten. Lu dankte ihr erneut und sprach das Tal an. Durch den Bergpas seien schon ein mal Letharen in Richtung des Nebelwaldes gelungen. Über dem Bergpass war ein Aussichtsposten, den nur wenige kannten. Marie versprach dort Wache zu halten. Ausserdem würde sie ihren kleinen Freunden, den Bewohnern des Waldes bitten dort besoders wachsam zu sein.
Sollten sich dort Letharen blicken lassen, würden sie Marie informieren und diese würde gleich einen ihrer kleinen Freunde losschicken um die Elfen zu warnen. Kein Lethar würde ungesehen den Pass passieren können.
Verfasst: Dienstag 21. Juli 2015, 17:14
von Gast
Ein Wesen in einer improvisierten Zelle, fern jeglicher Sicherheit und dem Schutz vor einem Ausbruch... ein Wesen das jede Gelegenheit zu nutzen scheint um sein Gift in Wort und Tat zu verbreiten.
Es war wieder erstarkt, erlangte seine Kräfte zurück und wurde im selben Zuge auch redseliger.
Unter den wachsamen Augen zweier Ratsmitglieder hatte sich Yves zu dem Wesen in die Zelle begeben, bot ihm die Möglichkeit die Elfe auf direktem Wege zu töten - klug genug, diesen Versuch nicht zu wagen, war es jedenfalls.
Das Messerspiel der Piraten, ob Yves es kennen würde? Nein!
Der Lethar führte die Hand der Elfe auf den Boden, spreizte die Finger ab und hielt das Kräutermesser der Kämpferin in der Hand. Die für elfische Verhältnisse noch junge Dame, beobachtete das Treiben bloß und ließ den Letharen gewähren. Jener gab viel zu viele Dinge preis, die er selbst nicht einmal zu begreifen schien und fühlte sich in den Worten der List sicher.
Doch war der einzige Angriffspunkt des Letharen, der körperliche. Ein Aspekt, welchen Yves nur zu leichtfertig hingab und sich der Gefahr aussetzte um Informationen über dieses "Shirtar" zu erlangen. Eine Seuche war nicht, die Diener des Raben hatten solche Dinge nicht in Umlauf gebracht. Die Unwissenheit der Geschwister vom Verbannten, ließ jedenfalls darauf schließen... nein sie bezeugten es sogar, der Lethar war wichtig und er nannte im Wahn der Schwäche einen Begriff, welcher tiefes Wissen der Letharen in sich barg.
Eine Art Heerführer war der Lethar, eine Art, um welche sich die Elfe zu verstehen versuchte. Waren doch bereits die Versuche der Magier, Heiler und sogar der Barden, an dem Wesen gescheitert.
Laut erklang der Widerstand des Körpers, als der Lethar das Messer zunächst durch seine und anschließend durch die Hand der Elfe rammte. Jene lagen aufeinander und ließen nach dem entfernen des Messers das Blut zweier längst getrennten Blutbahnen zusammenlaufen. Schmerz! Das Blut war wie ein Gift im Körper der Elfe, es breitete sich aus und wurde doch vom Großteil des Liedklanges verdrängt. Lediglich die Hand bis hin zum Gelenk wurden befallen und doch war es dem Körper nicht möglich diese Fremdkörper zu entfernen. Zu ähnlich und doch zu fremd war die Struktur im Lied, als das der Körper einer Kämpferin damit besser hätte umgehen können, als die betroffene Region zu isolieren.
Taubheit und Schwäche waren das Resultat.
Shalaryl forderte die Kämpferin umgehend auf einen Nestor, einen Heilkundigen der Eledhrim aufzusuchen.
Der Besuch war für den heutigen Abend beendet.
Doch waren die Erkenntnisse der Elfe es wert?
Sie waren es! - Der Lethar hatte ihr offenbart, was Shirtar war... ob sie es jedoch verstehen würde oder gar wollte... diese Frage steht auf einem ganz anderen Blatt.
- Sie wusste jedoch, der Pfad der Maethor en-Eledhrim sollte sich nun auf jenen begeben, welchen der Lethar schon lange hatte eingeschlagen.
Die Findung der alten Artefaktwaffen, jene die magisch gestärkt und den Segen Phanodains in sich trugen, musste die Priorität der Maethor werden.