Wildrosenduft... Kailen
Verfasst: Sonntag 19. März 2006, 21:34
Er fehlte ihr so sehr.
Das Gegenstück, die bessere Hälfte, die andere Seite, ihr Zwilling. Zu viel war in den vergangenen Tagen passiert und das blasse, schmächtige Mädchen, welches sich wie ein ängstliches Kind gleich neben dem Fenster an die Wand drückte um nur einen mäßigen Blick in die Welt zu erhaschen, zog sich wie ein Einsiedlerkrebs mehr und mehr zurück in die Tiefen des Zimmers. Ruhe brauchte sie und davon nicht zu knapp. Ruhe und ein wenig Licht im Dunkeln. Anders konnte sie das beklemmende Etwas, welches ihr seit diesem Abend das Herz in der Brust sanft zerdrückte, nicht nennen.... pure Dunkelheit.
Dann war da eine weise Rose und ich sah nebelgraue Augen und plötzlich ein junger Mann, an dessen Hals ein Medaillon hing... dein Name wurde ausgesprochen und mehr... "Una und ICH"... es roch nach Wildrosen..."
Mehr hatte nicht gebraucht um etwas in ihrem Herzen und Kopfe zu zerbrechen. Sie fand sich wieder in einer hektischen Realitätsflucht, griff nach dem zu starken Rum, schrie und leugnete die Kraft des Baumes, welcher Cathal diese vermalledeite Vision beschert hatte. Es half nichts, das panische Sticheln in der Brust, einer glühenden Nadel gleich die wütete, ließ nicht nach.
Der Windstoß, welcher nur wenige Momente später durch das Fenster, von Stephen geöffnet um Frühlingsnachtluft in die Gaststube zu bringen, eine handvoll Rosenblätter mit sich brachte, gab ihr den Rest.
Fort, irgendwohin, niemand verstand sie, fort... wo war Viljo nur?
Leith starrte nur verwirrt auf die blutroten Blätter am Boden, Cathal murmelte etwas von wegen Zufall.
Zufall? Ja, sicher. Stephen hegte und pflegte seinen Garten draussen. Zufall, vielleicht hatte der ungestüme Lenzingswind diese Mitbringel einer blühenden Rose entrissen... genau.
Dieser Gedanke, ihre Familie und die freundlichen, doch ermahnend aufbauenden Worte Baygons hatten sie aus dem Zusammenbruch gerissen. Am Tage waren dann die schlimmsten Alpträume vergessen und der Morgen brachte immer wieder neues Durcheinander, in welches sie sich mit aller Macht zu werfen versuchte.
Der Unterricht kam ihr gelegen. Die Schüler waren so vielversprechend, engagiert und sie war kurz in ihrem Element. Nebenher arbeitete sie schriftlich die Punkte des Emirs nochmals auf einem frischen Schöpfbogen aus um sie dem Hochgelehrten zukommen zu lassen und zuletzt war da auch noch plötzlich Alleen... der Tag hatte so etwas wundersames Gutes mit sich gebracht.
Doch jetzt war es Nacht und auf dem Fensterbrett lagen die getrockneten Blätter, deren Anblick die Gestalt des Mädchens zum beben brachten.
Sie erinnerten sie nur zu deutlich an ihre selbstkonstruierte Lüge, denn im Lenzing blühten keine Rosen.......
Das Gegenstück, die bessere Hälfte, die andere Seite, ihr Zwilling. Zu viel war in den vergangenen Tagen passiert und das blasse, schmächtige Mädchen, welches sich wie ein ängstliches Kind gleich neben dem Fenster an die Wand drückte um nur einen mäßigen Blick in die Welt zu erhaschen, zog sich wie ein Einsiedlerkrebs mehr und mehr zurück in die Tiefen des Zimmers. Ruhe brauchte sie und davon nicht zu knapp. Ruhe und ein wenig Licht im Dunkeln. Anders konnte sie das beklemmende Etwas, welches ihr seit diesem Abend das Herz in der Brust sanft zerdrückte, nicht nennen.... pure Dunkelheit.
Dann war da eine weise Rose und ich sah nebelgraue Augen und plötzlich ein junger Mann, an dessen Hals ein Medaillon hing... dein Name wurde ausgesprochen und mehr... "Una und ICH"... es roch nach Wildrosen..."
Mehr hatte nicht gebraucht um etwas in ihrem Herzen und Kopfe zu zerbrechen. Sie fand sich wieder in einer hektischen Realitätsflucht, griff nach dem zu starken Rum, schrie und leugnete die Kraft des Baumes, welcher Cathal diese vermalledeite Vision beschert hatte. Es half nichts, das panische Sticheln in der Brust, einer glühenden Nadel gleich die wütete, ließ nicht nach.
Der Windstoß, welcher nur wenige Momente später durch das Fenster, von Stephen geöffnet um Frühlingsnachtluft in die Gaststube zu bringen, eine handvoll Rosenblätter mit sich brachte, gab ihr den Rest.
Fort, irgendwohin, niemand verstand sie, fort... wo war Viljo nur?
Leith starrte nur verwirrt auf die blutroten Blätter am Boden, Cathal murmelte etwas von wegen Zufall.
Zufall? Ja, sicher. Stephen hegte und pflegte seinen Garten draussen. Zufall, vielleicht hatte der ungestüme Lenzingswind diese Mitbringel einer blühenden Rose entrissen... genau.
Dieser Gedanke, ihre Familie und die freundlichen, doch ermahnend aufbauenden Worte Baygons hatten sie aus dem Zusammenbruch gerissen. Am Tage waren dann die schlimmsten Alpträume vergessen und der Morgen brachte immer wieder neues Durcheinander, in welches sie sich mit aller Macht zu werfen versuchte.
Der Unterricht kam ihr gelegen. Die Schüler waren so vielversprechend, engagiert und sie war kurz in ihrem Element. Nebenher arbeitete sie schriftlich die Punkte des Emirs nochmals auf einem frischen Schöpfbogen aus um sie dem Hochgelehrten zukommen zu lassen und zuletzt war da auch noch plötzlich Alleen... der Tag hatte so etwas wundersames Gutes mit sich gebracht.
Doch jetzt war es Nacht und auf dem Fensterbrett lagen die getrockneten Blätter, deren Anblick die Gestalt des Mädchens zum beben brachten.
Sie erinnerten sie nur zu deutlich an ihre selbstkonstruierte Lüge, denn im Lenzing blühten keine Rosen.......