Demut
Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 21:00
Was bedeutet das Wort Demut?
Man erkennt eine Übermacht an, die einem Überlegen ist, in Göttlicher aber auch Weltlicher Hinsicht.
Die demütige Haltung zeigt wer der Knecht ist, und wer der Herr.
Demut.
Ein so oft verwendetes Wort, eine so oft verwendete Geste, und doch sträubt sich so viel dagegen.
Kulturell bedingt, baut unser System auf das Verhältnis zwischen Macht und Weisheit und Unterwürfigkeit und Demut auf, ein klar definiertes Patriarchat, an dem es nichts zu rütteln gibt.
Hin und wieder gibt es kleine Knospen, die es sich erdreisten, einfach weiter zu wachsen, und sich einfach aus dem eng geschnürten Korsett der männlichen Herrschaft heraus zwängen.
Letztlich war mir immer viel zu viel in die Wiege gelegt worden, ich hatte vielleicht immer ein zu leichtes Spiel, als das ich mich an die Härte des eigentlichen hätte gewöhnen können.
Eine Erkenntnis, die im Moment wahrscheinlich einfach zu spät gekommen war.
Ich fühlte mich aus dem Gleichgewicht, hin und her gerissen zwischen vielem.
Es schlug mir auf den Magen, lies ihn sich herum drehen und zusammen krampfen.
[18:21:14] Hazar Sevinc Ifrey: [menek] Kannst du.... hrm *nun senkt sie den Blick wieder ab und sieht auf das Wasser herab*
Ich möchte etwas tun, abseits der Akademie oder den Familien, nur für die Mara und mich aber ich weiss neda wie und was
[18:21:53] Hajifa Yazir: *Ihre Neugierde wird sichtlich größer, dabei mag ihre Jugend auch deutlich hervortreten.*
[18:22:19] Hazar Sevinc Ifrey: *trotz ihres augenscheinlichen Alters, bleibt das Haupt fast schon demütig gesenkt*
[18:22:23] Hajifa Yazir: Ah... du möchtest etwas Individuelles machen. Was sich für dich richtig anfühlt.
[18:22:56] Hazar Sevinc Ifrey: [menek] aiwa, genau
[18:23:23] Hajifa Yazir: Wenn ich dich auf diesem Weg begleiten kann und sei es auch nur ein stückweit oder mit einem Fingerzeig, welche Abzweigung du nehmen solltest, wäre es mir eine Ehre. Aber auch eine große Freude.
Demut…
Vielleicht ein guter Punkt, wieder bei null anzufangen. Vielleicht ein guter Punkt, meinen eigenen Horizont zu erweitern.
Vielleicht passend, gerade jetzt.
Ich hatte immer einige gewisse klare Ziele vor Augen. Ziele, die ich konstant verfolgt hatte, und letztlich Ziele, die ich erreicht habe.
Das größte Ziel war es, meine Stellung in der Akademie und innerhalb der Familie in Einklang zu bringen.
Und das war ein schmaler Grad, manchmal fühlte es sich an, wie ein Bindfaden, der über einen Abgrund gespannt wurde.
Entweder ich agierte als Shoka, oder eben als Natifah.
Diese Differenzierung konnten nur wenige sehen, auch wenn sie für mich sehr klar war.
Aber eines wurde mir immer und immer wieder in den letzten Tagen vor Augen geführt.
Es hatte mich verändert.
Wenn ich jetzt an früher denke, dann erkenne ich mich nicht mehr wieder.
Ich weiss noch auf der Hochzeit, die erste Hochzeit, die ich in Menek’Ur erlebt hatte, saßen wir alle im ‚Grünen Kaktus‘, ich saß ganz hinten, half dann irgendwann Rija mit, zu bedienen, und Wein, Schnaps und Mocca herum zu tragen.
Als das Paar endlich in die Wohlverdiente Nacht aufbrach, blieben wir Natifahs zurück, räumten Geschirr ab, spülten, fegten den Boden. Es wurde, wie es so typisch ist, geschnattert und gelacht, bis ich auf einmal ein tiefes brummen vernahm.
Als ich mich herum drehte, sah ich Zafer da stehen, der Aaminah beobachtete und letztlich mit ihr sprach.
Das war der Punkt, als ich kein Wort mehr heraus bekam.
Ein Mann… Einfach so, zwischen uns Natifahs…
Und das ohne sich kenntlich zu machen.
Damals ein Schock. Und heute?
Ich war vorlaut geworden, und vor allem Dickköpfig.
Heute würde mich nicht mehr so viel aus der Ruhe bringen.
Mein Weg. Die Erde. Stoisch, ruhig, verschlossen.
Man erkennt eine Übermacht an, die einem Überlegen ist, in Göttlicher aber auch Weltlicher Hinsicht.
Die demütige Haltung zeigt wer der Knecht ist, und wer der Herr.
Demut.
Ein so oft verwendetes Wort, eine so oft verwendete Geste, und doch sträubt sich so viel dagegen.
Kulturell bedingt, baut unser System auf das Verhältnis zwischen Macht und Weisheit und Unterwürfigkeit und Demut auf, ein klar definiertes Patriarchat, an dem es nichts zu rütteln gibt.
Hin und wieder gibt es kleine Knospen, die es sich erdreisten, einfach weiter zu wachsen, und sich einfach aus dem eng geschnürten Korsett der männlichen Herrschaft heraus zwängen.
Letztlich war mir immer viel zu viel in die Wiege gelegt worden, ich hatte vielleicht immer ein zu leichtes Spiel, als das ich mich an die Härte des eigentlichen hätte gewöhnen können.
Eine Erkenntnis, die im Moment wahrscheinlich einfach zu spät gekommen war.
Ich fühlte mich aus dem Gleichgewicht, hin und her gerissen zwischen vielem.
Es schlug mir auf den Magen, lies ihn sich herum drehen und zusammen krampfen.
[18:21:14] Hazar Sevinc Ifrey: [menek] Kannst du.... hrm *nun senkt sie den Blick wieder ab und sieht auf das Wasser herab*
Ich möchte etwas tun, abseits der Akademie oder den Familien, nur für die Mara und mich aber ich weiss neda wie und was
[18:21:53] Hajifa Yazir: *Ihre Neugierde wird sichtlich größer, dabei mag ihre Jugend auch deutlich hervortreten.*
[18:22:19] Hazar Sevinc Ifrey: *trotz ihres augenscheinlichen Alters, bleibt das Haupt fast schon demütig gesenkt*
[18:22:23] Hajifa Yazir: Ah... du möchtest etwas Individuelles machen. Was sich für dich richtig anfühlt.
[18:22:56] Hazar Sevinc Ifrey: [menek] aiwa, genau
[18:23:23] Hajifa Yazir: Wenn ich dich auf diesem Weg begleiten kann und sei es auch nur ein stückweit oder mit einem Fingerzeig, welche Abzweigung du nehmen solltest, wäre es mir eine Ehre. Aber auch eine große Freude.
Demut…
Vielleicht ein guter Punkt, wieder bei null anzufangen. Vielleicht ein guter Punkt, meinen eigenen Horizont zu erweitern.
Vielleicht passend, gerade jetzt.
Ich hatte immer einige gewisse klare Ziele vor Augen. Ziele, die ich konstant verfolgt hatte, und letztlich Ziele, die ich erreicht habe.
Das größte Ziel war es, meine Stellung in der Akademie und innerhalb der Familie in Einklang zu bringen.
Und das war ein schmaler Grad, manchmal fühlte es sich an, wie ein Bindfaden, der über einen Abgrund gespannt wurde.
Entweder ich agierte als Shoka, oder eben als Natifah.
Diese Differenzierung konnten nur wenige sehen, auch wenn sie für mich sehr klar war.
Aber eines wurde mir immer und immer wieder in den letzten Tagen vor Augen geführt.
Es hatte mich verändert.
Wenn ich jetzt an früher denke, dann erkenne ich mich nicht mehr wieder.
Ich weiss noch auf der Hochzeit, die erste Hochzeit, die ich in Menek’Ur erlebt hatte, saßen wir alle im ‚Grünen Kaktus‘, ich saß ganz hinten, half dann irgendwann Rija mit, zu bedienen, und Wein, Schnaps und Mocca herum zu tragen.
Als das Paar endlich in die Wohlverdiente Nacht aufbrach, blieben wir Natifahs zurück, räumten Geschirr ab, spülten, fegten den Boden. Es wurde, wie es so typisch ist, geschnattert und gelacht, bis ich auf einmal ein tiefes brummen vernahm.
Als ich mich herum drehte, sah ich Zafer da stehen, der Aaminah beobachtete und letztlich mit ihr sprach.
Das war der Punkt, als ich kein Wort mehr heraus bekam.
Ein Mann… Einfach so, zwischen uns Natifahs…
Und das ohne sich kenntlich zu machen.
Damals ein Schock. Und heute?
Ich war vorlaut geworden, und vor allem Dickköpfig.
Heute würde mich nicht mehr so viel aus der Ruhe bringen.
Mein Weg. Die Erde. Stoisch, ruhig, verschlossen.