Alatarische Ritter und das Wüstenvolk
Verfasst: Montag 6. April 2015, 20:08
Zusammen mit dem Knappen Goldblum brach Ritterin Mertas von der Feste der Bruderschaft auf. Ihr Weg sollte die beiden an die Grenze zum Wüstenreich führen, um die dortigen Zustände in Augenschein zu nehmen. Die Übergriffe der Wüstenflöhe nahmen Überhand, kündeten von der verdorbenen Gemütsart des menekanischen Volkes und forderten das heilige alatarische Reich zu entsprechenden Gegenmaßnahmen auf. Mit dem Bau der Mauer den ersten Schritt getan, konnte sie währen der Inspektion nicht an dem Gedanken vorbei, dass es einfach nicht genug war. Nachdem die beiden den Verlauf der Grenze entlangritten, fand man sich nach der Inspektion der einzelnen Abschnitte am offenen Verlauf des Passes wieder. Der menekanische Wachposten eilte los um Meldung zu machen und brachte kurz darauf auch die Wüstenflöhe auf den Plan.
Ganz zuvorderst baute sich in dreister Manier ein Liedwirker auf und faselte davon, dass sein Zahltag gekommen wäre und er den Verlust seines Auges einfordern wolle. Das Weib daneben, welches das Zeichen des Skorpions an der Rüstung trug, wollte sich nicht einmischen, obwohl es die Ritterin eher danach verlangte an dieser Stelle Tribut zu fordern.
Dem höhnischen Gebaren des Wüstenflohs nachgebend, wurde das Schild vom Rücken genommen, die Klinge gezogen und der Schritt führte sie sicher auf ihn zu. Im Inneren brannte heiß der Zorn des Vaters, der heilige Wegweiser zu seinem Reich und ein lautloses Gebet wurde dem Einen zugesandt.
Der Kampf begann damit, dass dieser menekanische Abschaum ihr aus dem Lied geformte Gesteinsspitzen entgegenwarf, die donnernd auf dem Schild der Ritterin einschlugen. Der Druck warf sie ein Stück nach hinten, ließ sie über den sandigen Untergrund in der felsigen Passage schlittern, bis man rutschend zum Stehen kam. Noch ehe auch nur ein Hieb in seine Richtung erfolgen konnte, warf er ihr den nächsten Fluch entgegen und es begann, in ihren Adern zu brennen. Die kalte Wut im Herzen willkommen heißend, dem Brennen in den Adern den eigenen Zorn entgegenwerfend, stürmte sie voran um mit einem Hagel aus kraftvollen Schlägen auf den Liedwirker einzudringen. Nur mit einem feigen Feuerball vermochte er sich Luft zu verschaffen, während Schlag um Schlag auf seine Deckung eindrang und der Schild nachzugeben drohte. Die Hitze fraß sich durch das Metall, flackerte kochend über den darunter ruhenden Leib, doch wie das Brennen wurde auch dieser Schmerz nur genutzt um die eigene Aggressivität zu fördern. Der nächste Schwertstreich, der von oben auf den Liedwirker herabsauste, wurde abgefangen. Mutig warf dieser sich voraus und prallte mit der Schulter gegen die Ritterin, sie einen Schritt zurückwerfend. Die Antwort war ein zorniges Brüllen, gepaart mit roher Gewalt, als der eigene Schild als Rammbock eingesetzt wurde und der Liedwirker von dem Stoß zurückgeworfen auf die Felsen traf. Ein deutliches Knacken ertönte, grimmige Befriedigung auf der alatarischen Seite auslösend, obwohl im gleichen Zug der Fluch verstärkt wurde und ein neues Eingreifen in das Lied das Brennen in ihren Adern verstärkte. Die Arme wurden schwer, der Atem brannte in der Lunge, fast selbst zu einem Feind geworden, während Gift durch das eigene Blut pulsierte. Der menekanische Liedwirker kroch zur Seite fort als der nächste Schlag ihn verfehlte. Funken sprühten, als Metall auf den Fels traf, an dem er sich noch eben beinahe das Rückgrat gebrochen hatte. Das eine Auge starrte ihr entgegen, auf der Suche nach einer neuen Schwäche, nach einer Chance, die eigene Existenz zu verlängern. Verzweifelt warf er ihr seine Axt entgegen, die nahezu unwirsch mit dem Schild abgelenkt wurde, um über ihren Kopf zu segeln und in den Staub zu fallen. Damit die Ablenkung erreicht die er suchte, traf der sofort danach gewirkte Energieball sie unvorbereitet und ließ sie in die Knie gehen. Blitze leckten über die Rüstung, die Luft knisterte und zischte. Die Muskeln verkrampften sich unter dem Ansturm der Energie, die vom dem Gift bereits schrien. Als unbeirrt, aber zugleich mühselig weitere Schwerthiebe auf ihn eindrangen, verschanzte der Menekaner sich hinter seinem lädierten Schild. Unter dem nächsten donnernden Schlag brach ein weiteres Stück und in seiner Verzweiflung blieb ihm kaum mehr als einen kleinen Dolch als letzte Verteidigung dazuzunehmen, nachdem die Axt sonst wo gelandet war.
Noch immer trieben die beiden sich gegenseitig durch die Felspassage. Einem Abdrängen in die Schlucht vermochte er nur knapp entgehen und ließ seine lächerlich kleine Waffe vorstoßen, die wirkungslos an dem Metall der voll Gerüsteten abprallte. Wieder warf ihr die feige Wüstenratte eine Veränderung des Liedes entgegen. Der Boden explodierte in einem Hagel aus Steinen und Erde. Staub wirbelte auf und hüllte sie ein, so dass ihr der Ansturm des Menekaners entging und sie beide vom dem Aufprall auf dem Boden landeten. Die Ritterin auf dem Rücken, das Schild zwischen ihnen eingeklemmt, der Menekaner als wütendes Frettchen obenauf...
Das Schwert ruhte noch in ihrer Hand, doch ob der Nähe wirkungslos, ließ sie es los. Stattdessen richtete sich ein brutaler Faustschlag mit dem gepanzerten Handschuh nach oben. Knackend brach die Nase des Menekaners. Blut lief ihm sogleich als Schwall aus der zertrümmerten Miene und erbarmungslos schloss sich die freie Hand um dessen Hals. Rohe Gewalt schnürte ihm den Atem ab, ließ nur noch Röcheln von oben erklingen, so dass grimmige Befriedigung auf der Seite der Ritterin herrschte, obgleich das Gift ihre Kräfte zu schwächen wünschte. Verzweifelt fuchtelte der Liedwirker herum, die Hände fanden den Helm der Ritterin und drückten diesen in wilden Bemühungen zur Seite. Das volle Gewicht hineinwerfend, als im gleichen Atemzug die Ritterin sich aufbäumte um das Dreckspack von sich runterzuwerfen, zuckte der vergessene Dolch im dem Gerangel vor und drang wie eine zuckende Schlange in die kleine Lücke zwischen Helm und Halsschutz und tief in das darunterliegende Gewebe. Als der Lebenssaft aus der Wunde schoss und begann sich als Lache unter ihr auszubreiten, bäumte sich der Zorn ein letztes Mal in ihr auf, der Hass auf die Ketzer schwappte empor und drückte dem Menekaner im Todeskampf die Kehle fester zu. Doch das Blut verließ sie schneller als sie ihm die Luft abzuschnüren vermochte und so sackte schließlich die Hand hinab und schenkte ihm weitere kostbare Atemzüge. Sie spürte wie mit jedem weiteren pulsierenden Schlag ihres Herzens das Ende näher kam. Das Sichtfeld verschwamm allmählich, graue Schlieren die ihren Blick trübten.
- Dir zu dienen heißt sich völlig aufzugeben –
Würden ihre Wege sie nun nach Nileth Azhur führen … ?
(Autor: Aleleya Mertas)
Ganz zuvorderst baute sich in dreister Manier ein Liedwirker auf und faselte davon, dass sein Zahltag gekommen wäre und er den Verlust seines Auges einfordern wolle. Das Weib daneben, welches das Zeichen des Skorpions an der Rüstung trug, wollte sich nicht einmischen, obwohl es die Ritterin eher danach verlangte an dieser Stelle Tribut zu fordern.
Dem höhnischen Gebaren des Wüstenflohs nachgebend, wurde das Schild vom Rücken genommen, die Klinge gezogen und der Schritt führte sie sicher auf ihn zu. Im Inneren brannte heiß der Zorn des Vaters, der heilige Wegweiser zu seinem Reich und ein lautloses Gebet wurde dem Einen zugesandt.
Der Kampf begann damit, dass dieser menekanische Abschaum ihr aus dem Lied geformte Gesteinsspitzen entgegenwarf, die donnernd auf dem Schild der Ritterin einschlugen. Der Druck warf sie ein Stück nach hinten, ließ sie über den sandigen Untergrund in der felsigen Passage schlittern, bis man rutschend zum Stehen kam. Noch ehe auch nur ein Hieb in seine Richtung erfolgen konnte, warf er ihr den nächsten Fluch entgegen und es begann, in ihren Adern zu brennen. Die kalte Wut im Herzen willkommen heißend, dem Brennen in den Adern den eigenen Zorn entgegenwerfend, stürmte sie voran um mit einem Hagel aus kraftvollen Schlägen auf den Liedwirker einzudringen. Nur mit einem feigen Feuerball vermochte er sich Luft zu verschaffen, während Schlag um Schlag auf seine Deckung eindrang und der Schild nachzugeben drohte. Die Hitze fraß sich durch das Metall, flackerte kochend über den darunter ruhenden Leib, doch wie das Brennen wurde auch dieser Schmerz nur genutzt um die eigene Aggressivität zu fördern. Der nächste Schwertstreich, der von oben auf den Liedwirker herabsauste, wurde abgefangen. Mutig warf dieser sich voraus und prallte mit der Schulter gegen die Ritterin, sie einen Schritt zurückwerfend. Die Antwort war ein zorniges Brüllen, gepaart mit roher Gewalt, als der eigene Schild als Rammbock eingesetzt wurde und der Liedwirker von dem Stoß zurückgeworfen auf die Felsen traf. Ein deutliches Knacken ertönte, grimmige Befriedigung auf der alatarischen Seite auslösend, obwohl im gleichen Zug der Fluch verstärkt wurde und ein neues Eingreifen in das Lied das Brennen in ihren Adern verstärkte. Die Arme wurden schwer, der Atem brannte in der Lunge, fast selbst zu einem Feind geworden, während Gift durch das eigene Blut pulsierte. Der menekanische Liedwirker kroch zur Seite fort als der nächste Schlag ihn verfehlte. Funken sprühten, als Metall auf den Fels traf, an dem er sich noch eben beinahe das Rückgrat gebrochen hatte. Das eine Auge starrte ihr entgegen, auf der Suche nach einer neuen Schwäche, nach einer Chance, die eigene Existenz zu verlängern. Verzweifelt warf er ihr seine Axt entgegen, die nahezu unwirsch mit dem Schild abgelenkt wurde, um über ihren Kopf zu segeln und in den Staub zu fallen. Damit die Ablenkung erreicht die er suchte, traf der sofort danach gewirkte Energieball sie unvorbereitet und ließ sie in die Knie gehen. Blitze leckten über die Rüstung, die Luft knisterte und zischte. Die Muskeln verkrampften sich unter dem Ansturm der Energie, die vom dem Gift bereits schrien. Als unbeirrt, aber zugleich mühselig weitere Schwerthiebe auf ihn eindrangen, verschanzte der Menekaner sich hinter seinem lädierten Schild. Unter dem nächsten donnernden Schlag brach ein weiteres Stück und in seiner Verzweiflung blieb ihm kaum mehr als einen kleinen Dolch als letzte Verteidigung dazuzunehmen, nachdem die Axt sonst wo gelandet war.
Noch immer trieben die beiden sich gegenseitig durch die Felspassage. Einem Abdrängen in die Schlucht vermochte er nur knapp entgehen und ließ seine lächerlich kleine Waffe vorstoßen, die wirkungslos an dem Metall der voll Gerüsteten abprallte. Wieder warf ihr die feige Wüstenratte eine Veränderung des Liedes entgegen. Der Boden explodierte in einem Hagel aus Steinen und Erde. Staub wirbelte auf und hüllte sie ein, so dass ihr der Ansturm des Menekaners entging und sie beide vom dem Aufprall auf dem Boden landeten. Die Ritterin auf dem Rücken, das Schild zwischen ihnen eingeklemmt, der Menekaner als wütendes Frettchen obenauf...
Das Schwert ruhte noch in ihrer Hand, doch ob der Nähe wirkungslos, ließ sie es los. Stattdessen richtete sich ein brutaler Faustschlag mit dem gepanzerten Handschuh nach oben. Knackend brach die Nase des Menekaners. Blut lief ihm sogleich als Schwall aus der zertrümmerten Miene und erbarmungslos schloss sich die freie Hand um dessen Hals. Rohe Gewalt schnürte ihm den Atem ab, ließ nur noch Röcheln von oben erklingen, so dass grimmige Befriedigung auf der Seite der Ritterin herrschte, obgleich das Gift ihre Kräfte zu schwächen wünschte. Verzweifelt fuchtelte der Liedwirker herum, die Hände fanden den Helm der Ritterin und drückten diesen in wilden Bemühungen zur Seite. Das volle Gewicht hineinwerfend, als im gleichen Atemzug die Ritterin sich aufbäumte um das Dreckspack von sich runterzuwerfen, zuckte der vergessene Dolch im dem Gerangel vor und drang wie eine zuckende Schlange in die kleine Lücke zwischen Helm und Halsschutz und tief in das darunterliegende Gewebe. Als der Lebenssaft aus der Wunde schoss und begann sich als Lache unter ihr auszubreiten, bäumte sich der Zorn ein letztes Mal in ihr auf, der Hass auf die Ketzer schwappte empor und drückte dem Menekaner im Todeskampf die Kehle fester zu. Doch das Blut verließ sie schneller als sie ihm die Luft abzuschnüren vermochte und so sackte schließlich die Hand hinab und schenkte ihm weitere kostbare Atemzüge. Sie spürte wie mit jedem weiteren pulsierenden Schlag ihres Herzens das Ende näher kam. Das Sichtfeld verschwamm allmählich, graue Schlieren die ihren Blick trübten.
- Dir zu dienen heißt sich völlig aufzugeben –
Würden ihre Wege sie nun nach Nileth Azhur führen … ?
(Autor: Aleleya Mertas)