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Der Ring des Herrn

Verfasst: Mittwoch 1. April 2015, 08:19
von Gast
Es war einer der ersten sonnigen Tage nach dem langen Winter. Viele Tiere trauten sich, nach ihrem Winterschlaf, wieder an die Luft und tollten über die grün werdenden Wiesen und durch die Wälder.
An einem ihrer wenigen freien Tagen, räkelte sich die Knappin in ihrem Bett, als die ersten Sonnenstrahlen ihr ins Gesicht scheinen. Ohne jegliche Hektik und ohne Termindruck machte sie sich auf um den Morgen mit einem gemütlichen Frühstück zu beginnen.
Es war so ein friedlicher Morgen in Berchgard, lediglich einige hektische Handwerker konnte sie von ihrem Balkon nachsehen.

Nach ausgiebigen Frühstück stand die alltägliche Hausarbeit an die Heute aber mal etwas oberflächlicher erledigt wurde. Denn freien Tag wollte sie unbedingt mit anderen schöneren Unternehmungen füllen und nicht mit Hausarbeit.
So machte sie sich, nachdem alles fertig war, auf den Weg Richtung Osttor um hier den Weg durch Sichelhoch dann durch Nebelpass entlang an Kronwalden vorbei. Es war so ein herrlicher Tag der sie zu solch einem Spaziergang einlud.
Hier und da grüßte sie in höflicher Form die reisenden Händler, wovon sie viele zu kennen schien.
Auch am Tor von Adoran besuchte sie ihre Kameraden, die dort artig für Recht und Ordnung sorgten. Es war einer der wenigen friedlichen Tage, auch für die Wachen am Tor, denn bislang haben sich wenig Störenfriede blicken lassen.

Die unbeschwerte Knappin machte sich dann weiter auf den Weg um Rittersee herum und fand dort dann ein lauschiges Plätzchen um an diesem Platz etwas zu verweilen. Als sie da so vor sich her träumte und über die fast spiegelglatte Oberfläche des Sees schaute, erspähten ihre dunkelgrünen Augen ein funkeln, ein kurzes aufblitzen eines scheinbar metallischen Gegenstandes unter der Wasseroberfläche. Ihre Neugierde wurde geweckt und der Blick fixierte genau jene Stelle.
Ganz kurz blickte sie sich um und als keiner zu sehen war, fixierte sie wieder diesen einen Punkt.
Ein kribbeliges Gefühl fuhr ihr durch die Beine, die Finger tippten nervös auf ihren Knien und der Blick schaute abermals von rechts nach links. Keiner zu sehen und das Glitzern war noch immer da, demnach keine Einbildung. Sollte sie es wagen? Das Wasser war nicht gerade warm doch wen würde ein kühles Bad schon stören?
Ihr Entschluss stand fest, auch wenn es kein schönes Bild abgeben würde, wenn die Knappin des Kronritters halb nackt im Rittersee baden gehen würde um einem ominösen Glitzern nach zu tauchen.
Daher suchte sie am Rande des Berges im Norden des Sees eine nicht gleich offensichtliche Stelle um von da aus in das kühle Nass zu steigen.
Ihr gesamter Körper überzog sich mit einer Gänsehaut, als der erste Fuß in den See getaucht wurde, ab diesem Zeitpunkt gab es für sie aber kein zurück mehr und mit einem Satz sprang sie hinein.
Von der Knappin war eine weile nichts mehr zu sehen, lediglich die Wellen die sich von der Einstiegsstelle in alle Richtungen ausbreiteten. Ein geschultes Auge könnte dann weit auf dem See den Kopf der Auftauchenden erblicken können der sich langsam zur Stelle des Glitzerns bewegte.
Einmal noch holte Sophia tief Luft und entschwand wieder in die Tiefe.
Der See beruhigte sich und einige Augenblicke lang konnte man an der Oberfläche nichts erkennen.
Im dunklen Nass hingegen begann die Suche, immer dem Glitzern nach. Ohne die Hilfe des Trankes, denn sie vorher geschluckt hat, hätte sie sich in der Dunkelheit im Wasser nicht zurecht gefunden. Die Suchende wühlte durch den matschigen Grund des Sees bis etwas hartes gegriffen wurde, gerade noch ehe sie sich abstoßen musste um schnell zur Oberfläche zu schnellen.
Keuchend rang sie nach Luft ehe sie das Gegriffene Objekt beschaute.
Ein Stein? Sie brummte leicht auf und schleuderte ihn davon. Um etwas Kraft zu schöpfen verweilte sie noch einige Minuten an der Luft um dann erneut in die Tiefe zu tauchen.
Der zweite Versuch war dann aber mit Erfolg gekrönt und der glitzernde Gegenstand, welcher sich als Ring enttarnte, wurde an das sichere Ufer gebracht.
Dort wieder aus dem Wasser kriechend, verweilt sie einige Zeit lang in der sie den Ring mustert, natürlich nachdem sie die abgelegte Kleidung wieder angezogen hat.
Eine eigenartige Kraft ging von jenem Gegenstadt aus die nicht zu beschreiben war, ein eher mulmiges Gefühl stieg in ihr auf aber zugleich auch ein Gefühl von Macht?
Es war aber keine Macht die man besitzen könnte, nein im Gegenteil, eine Macht die von einem Besitz ergreift. Einen Moment lang konnte sie den Blick vom Ring abwenden worauf dieser hastig in die Tasche verschwand.

Auf dem langen Weg zurück nach Berchgard hielt sie die Tasche in der der Ring ruhte, fest als ob sie einen Schatz hüten würde. Jeder der ihr in diesem Zustand begegnen würde erhält einen eigenartigen Blick von ihr, voller Selbstzweifel, Gier und Misstrauen. In Berchgard angekommen verbarrikadiert sie sich in ihr Haus und lässt kaum einen hinein oder Spricht durch die Tür mit jemanden. Einige der begabten Liedkundige könnten aber eine seltsame Präsenz im inneren des Hauses sprühen können die scheinbar die Liedstrucktur Sophias verändern würde oder gar verschlingen.

Verfasst: Mittwoch 1. April 2015, 08:51
von Gast
Schon recht früh drehte er seine tägliche Runde. Das Laufen war mittlerweile weniger Training und mehr ein fester Bestandteil seines Alltags geworden, man könnte es auch fast ein tägliches Ritual nennen.
Hin und wieder gönnte er sich danach einen gemütlicheren Spaziergang durch Berchgard, was seine Art war runter zu kommen. Eli war schon wieder im Kessel, von daher war die zweite Variante nicht möglich.
Er hüllte sich für seinen Spaziergang in eine einfache gräuliche Robe, setzte einen ebenso gräulichen Spitzhut auf und zog einfache Stiefel an. Zur Abrundung des Ganzen machte er sich durch eine körperliche Verwandlung ein gutes Stück älter, nur um sicher zu gehen, dass er seinen Spaziergang gänzlich unbehindert durchführen konnte und nicht irgendjemand ankommt, der was will. Zumal es bis Weilen auch ganz interessant war mal jemand ganz anderes zu sein.
Sein Weg führte ihn an dem Haus Sophias vorbei, und er wäre beinahe einfach weiter gegangen. Doch die seltsame Präsenz im Inneren des Hauses ließ ihn stocken. Er wusste, dass sie einige Artefakte in ihrem Haus hatte, aber das, was nun dort drinnen war, war anders. Festen Schrittes ging er auf ihre Tür zu und klopfte mit seinem Gehstock, der ein bisschen an einen sehr alten einfachen Magierstab erinnerte, feste an ihre Tür. Die Tür bewegte sich leicht auf das Klopfen. Hatte sie vergessen abzuschließen? Sie war doch sonst nicht so nachlässig. Er durchsuchte ihr Haus, erst das Erdgeschoss, dann das obere Stockwerk. Doch erst im Keller wurde er fündig, wo Sophia seltsam zusammen gekauert saß. Er runzelte seine Stirn und ging auf sie zu. Das merkwürdige Gefühl, das aus dem Haus drang wurde stärker und stärker, irgendetwas war hier faul. Er musterte sie vorerst schweigend, bis sein Blick auf den Ring fiel, den sie in Händen hielt. Es brauchte nicht wirklich lange, bis er verstand. Der Ring war Ursprung allen Übels, ein Artefakt, welches den Geist des Besitzers benebelte, ihn schwächte, deutlich anfälliger machte. Der Blick den er von ihr erntete war alles andere als freundlich. So viel Misstrauen, Habgier und Hass hatte er noch nie in ihr gesehen. Er versuchte ihr den Ring zu entreißen, aber sie entgegnete ihm nur mit deutlicher Gegenwehr, scheinbar gewillt alles zu tun um den Ring zu behalten.
Was getan werden musste war klar. Sophia wieder zu Verstand bringen und den Ring vernichten. Doch alleine würde er das nicht schaffen. Also zog er sich zumindest für den Moment wieder zurück.

Re: Der Ring des Herrn

Verfasst: Mittwoch 1. April 2015, 23:23
von Gast
Lange kauerte Sophia in ihrem Haus im Keller, den Ring mit gierigen Blicken betrachtend.
Nach einiger Zeit, ihr Zeitgefühl war ohne hin nicht mehr vorhanden, kam eine Gestalt zu ihr, es war Helisande.
Sie wollte ihren Ring!
Keines Falls würde sie ihr jenen ohne Gegenwehr abgeben.
Zu ihrer Erleichterung gab sie nach einigen Augenblicken auf und entschwand wieder nach Oben.
Doch diese immer mehr herbeigesehnte Einsamkeit hielt nicht lange an. Mit einem Mal war sie umzingelt von vielen Läuten. Selbst ein Elf und ein Zwerg fanden den Weg zu ihr.

Mit etwas Überzeugungsarbeit schafften sie dann doch der kraftlosen Knappin den Ring zu entwenden um ihn in einem Umschlag zu versiegeln, fürs erste.
Nun galt es den Ring zu vernichten, denn es schien deutlich eine böse Präsenz von ihm auszugehen.
Also machte sich die bunt gemischte Gruppe auf den Weg eine weitere Gefährtin aufzusuchen welche in Junkersteyn zu finden war. Ein Huhn, sie wurde auf den Namen Helene getauft, fand auch auf überaus eigenartige Weise den Weg zur Gruppe die sich auf zur Zwergen Stadt machten.


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Dort durchschreiten sie das große gewaltige Tor und begaben sich in die Heldenhallen der Zwerge.

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Der Richtige Weg war allerdings voller Gefahren und Fallen, aber nichts konnte die unerschütterliche Gruppe aufhalten.

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Am ende ihres Weges fanden sie aber endlich das Ende ihrer langen Reise.
Dort, nach einem kleinen inneren Kampf, warf Sophia selbst endlich das Huhn samt Ring am Fuße in die heiße Lava wo der Ring samt Huhn vernichtet wurde.


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Ein nicht mehr allzu beschwerlicher Heimweg brachte die Gruppe zum Reich der Elfen, wo sie rasten konnten um sich für weitere Reisen, zurück in die verschiedenen Heimarten, stärken können.


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Ende!