Ein Schreiben an Faruk
Verfasst: Montag 23. März 2015, 14:10
*Ein schmuckloses, versiegeltes Schreiben erreicht Faruk in Menek'Ur. Wird es geöffnet offenbart sich dem Leser folgender Inhalt:*
Salam Aleikum Faruk,
es sind nun genau zehn Tage vergangen, seit du mir nach einem Streit verkündet hast, dass du die Familie verlassen willst. Anlass für deine ziemlich drastische Entscheidung war dein durchweg aggressives Verhalten in Bezug auf deine Fidah Daryaa.
Ich habe sie am zwölften Lenzing in die Armee aufgenommen, wo sie seitdem als Schlossknackerin tadellos dient. Du hast mir an jenem Abend vorgeworfen, ich hätte kein Recht dazu, dem Wunsch deiner Fidah zu entsprechen. Der Erhabene selbst hatte bereits an jenem Abend in deiner Anwesenheit klargestellt, dass das Oberhaupt einer Familie sehr wohl das Recht hat, einer Natifah des Hauses dies zu erlauben. Du jedoch hast auch weiterhin hartnäckig behauptet, ich hätte kein "Recht" so etwas zu entscheiden.
Nach dem Gespräch mit dem Erhabenen habe ich dir sogar angeboten, meine Entscheidung, Daryaa in die Armee aufzunehmen, nach Rücksprache zwischen dir und deiner Fidah, noch einmal zu überdenken. Wörtlich habe ich zu dir gesagt, sie hätte auf mich geschworen und ich könne sie auch jederzeit wieder aus diesem Schwur entlassen.
Leider bist du darauf neda eingegangen und hast stattdessen zum "Schutze" deiner Fidah etwa folgenden Vorschlag gemacht: Sie solle alleine gegen eine Übermacht von Wächtern einer Schatztruhe kämpfen, und wenn sie überleben sollte, dann seist du mit ihrer Aufnahme bei den Janitscharen einverstanden. Mir aber wirfst du vor, ich würde ihr Leben aufs Spiel setzen.
Das habe ich natürlich abgelehnt, mit der logischen Begründung, dass sie bei den Janitscharen vor allem das Überleben und neda das Sterben lernen soll.
Am nächsten Tag dann, als ich gehofft hatte, du hättest dich wieder etwas beruhigt und seist wieder zur Besinnung gekommen, warst du wieder emotional aufgewühlt und hast mir mit den ersten Worten nach deiner Begrüßung bereits mitgeteilt, dass du die Familie verlassen würdest, noch ohne überhaupt ein einziges Wort von mir angehört zu haben. Jeden Versuch von mir, dir Vernunft einzureden, hast du seitdem an dir abprallen lassen, es scheint sogar als wolltest du gar neda in der Sache zuhören und nur deine Wahrheiten verkünden, etwa in diesem Gesprächsstil:
"Ich habe dies und jenes beschlossen."
"Sahid du hast kein Recht dies und jenes zu tun."
"Ich stelle folgende Bedingungen."
Auch mein Bestreben, die Familie und enge Freunde wie Hazar dazu beizutragen, mit dir zu sprechen und deine Beweggründe zu reflektieren, ebenso wie deine Entscheidung, sind ebenso lautlos verklungen wie meine eigenen Versuche mit dir zu sprechen.
Ich hoffe wirklich sehr, das die vorangegangene Schilderung der Dinge aus meiner Sicht dich ein letztes Mal ernsthaft und in Ruhe zum Nachdenken bewegen. Denn dein Verhalten als Sohn der Yazir kann so neda weitergehen.
Du musst auf die eine oder andere Weise endlich eine Entscheidung treffen, ansonsten werde ich sie für dich treffen.
1.) Du selbst verkündest öffentlich, dass du neda länger ein Sohn der Yazir bist und dich aus freiem Willen entehrst. Das ist dein Recht und du wirst mit Schande die Familie verlassen. Die Fidah, um die es dir angeblich bei all dem geht, wird dann ihren Fadrim verlieren, das ist gewiss.
2.) Der Palast verkündet, dass du aus freien Stücken die Familie deines Blutes verlässt. So oder so musst du mit dem Erhabenen sprechen, das ist jedoch deine Angelegenheit und geht mich neda etwas an.
3.) Du tust weiterhin neda etwas, um deinen Worten mir gegenüber, die Familie verlassen zu wollen, auch Taten folgen zu lassen. Dann sehe ich dich weiterhin als Sohn der Yazir, und werde dich in die Obhut des Tempels übergeben wo du dann so lange bleiben wirst, bis die Priester herausgefunden haben, was dich dazu treibt, den Namen deiner Familie so leichtfertig wegwerfen zu wollen.
4.) Du bittest die Familie dich zeitnah anzuhören, sprichst vor der versammelten Familie vor und hörst dir an, was sie zu deiner Entscheidung zu sagen hat.
Wenn du wirklich wegen einer einzigen Meinungsverschiedenheit die Familie deiner Ahnen verlassen willst, so werde ich dich neda aufhalten. ich werde dir aber auch neda den Gefallen tun, dich persönlich als Oberhaupt zu entehren, damit du dich in diesem ganzen Unsinn noch als Opfer inszenieren kannst. Ich jedenfalls kann keine Familie führen, wenn meine Cousins bereits nach einem einzigen Vorfall, bei dem sie einen Streit oder eine andere Meinung haben als ich, mir androhen die Familie zu verlassen. Auf diese Weise ist der Kern des Zusammenhalts der menekanischen Familie gefährdet und wenn du dich entschließt diesen Weg zu gehen, wirst du mit den Konsequenzen leben müssen.
Du hast bis heute um Mitternacht Zeit mir mitzuteilen, für welche der vier Möglichkeiten du dich entscheidest.
Mara segne dich mit Vernunft für diese Entscheidung, weder sie noch ich haben dich bereits aufgegeben.
Inshallah!
*schwungvoll unterzeichnet*

Sajneen der Truppen des Reichs der Sonne
Charim des heiligen Ordens
Oberhaupt der Familie Yazir
Salam Aleikum Faruk,
es sind nun genau zehn Tage vergangen, seit du mir nach einem Streit verkündet hast, dass du die Familie verlassen willst. Anlass für deine ziemlich drastische Entscheidung war dein durchweg aggressives Verhalten in Bezug auf deine Fidah Daryaa.
Ich habe sie am zwölften Lenzing in die Armee aufgenommen, wo sie seitdem als Schlossknackerin tadellos dient. Du hast mir an jenem Abend vorgeworfen, ich hätte kein Recht dazu, dem Wunsch deiner Fidah zu entsprechen. Der Erhabene selbst hatte bereits an jenem Abend in deiner Anwesenheit klargestellt, dass das Oberhaupt einer Familie sehr wohl das Recht hat, einer Natifah des Hauses dies zu erlauben. Du jedoch hast auch weiterhin hartnäckig behauptet, ich hätte kein "Recht" so etwas zu entscheiden.
Nach dem Gespräch mit dem Erhabenen habe ich dir sogar angeboten, meine Entscheidung, Daryaa in die Armee aufzunehmen, nach Rücksprache zwischen dir und deiner Fidah, noch einmal zu überdenken. Wörtlich habe ich zu dir gesagt, sie hätte auf mich geschworen und ich könne sie auch jederzeit wieder aus diesem Schwur entlassen.
Leider bist du darauf neda eingegangen und hast stattdessen zum "Schutze" deiner Fidah etwa folgenden Vorschlag gemacht: Sie solle alleine gegen eine Übermacht von Wächtern einer Schatztruhe kämpfen, und wenn sie überleben sollte, dann seist du mit ihrer Aufnahme bei den Janitscharen einverstanden. Mir aber wirfst du vor, ich würde ihr Leben aufs Spiel setzen.
Das habe ich natürlich abgelehnt, mit der logischen Begründung, dass sie bei den Janitscharen vor allem das Überleben und neda das Sterben lernen soll.
Am nächsten Tag dann, als ich gehofft hatte, du hättest dich wieder etwas beruhigt und seist wieder zur Besinnung gekommen, warst du wieder emotional aufgewühlt und hast mir mit den ersten Worten nach deiner Begrüßung bereits mitgeteilt, dass du die Familie verlassen würdest, noch ohne überhaupt ein einziges Wort von mir angehört zu haben. Jeden Versuch von mir, dir Vernunft einzureden, hast du seitdem an dir abprallen lassen, es scheint sogar als wolltest du gar neda in der Sache zuhören und nur deine Wahrheiten verkünden, etwa in diesem Gesprächsstil:
"Ich habe dies und jenes beschlossen."
"Sahid du hast kein Recht dies und jenes zu tun."
"Ich stelle folgende Bedingungen."
Auch mein Bestreben, die Familie und enge Freunde wie Hazar dazu beizutragen, mit dir zu sprechen und deine Beweggründe zu reflektieren, ebenso wie deine Entscheidung, sind ebenso lautlos verklungen wie meine eigenen Versuche mit dir zu sprechen.
Ich hoffe wirklich sehr, das die vorangegangene Schilderung der Dinge aus meiner Sicht dich ein letztes Mal ernsthaft und in Ruhe zum Nachdenken bewegen. Denn dein Verhalten als Sohn der Yazir kann so neda weitergehen.
Du musst auf die eine oder andere Weise endlich eine Entscheidung treffen, ansonsten werde ich sie für dich treffen.
1.) Du selbst verkündest öffentlich, dass du neda länger ein Sohn der Yazir bist und dich aus freiem Willen entehrst. Das ist dein Recht und du wirst mit Schande die Familie verlassen. Die Fidah, um die es dir angeblich bei all dem geht, wird dann ihren Fadrim verlieren, das ist gewiss.
2.) Der Palast verkündet, dass du aus freien Stücken die Familie deines Blutes verlässt. So oder so musst du mit dem Erhabenen sprechen, das ist jedoch deine Angelegenheit und geht mich neda etwas an.
3.) Du tust weiterhin neda etwas, um deinen Worten mir gegenüber, die Familie verlassen zu wollen, auch Taten folgen zu lassen. Dann sehe ich dich weiterhin als Sohn der Yazir, und werde dich in die Obhut des Tempels übergeben wo du dann so lange bleiben wirst, bis die Priester herausgefunden haben, was dich dazu treibt, den Namen deiner Familie so leichtfertig wegwerfen zu wollen.
4.) Du bittest die Familie dich zeitnah anzuhören, sprichst vor der versammelten Familie vor und hörst dir an, was sie zu deiner Entscheidung zu sagen hat.
Wenn du wirklich wegen einer einzigen Meinungsverschiedenheit die Familie deiner Ahnen verlassen willst, so werde ich dich neda aufhalten. ich werde dir aber auch neda den Gefallen tun, dich persönlich als Oberhaupt zu entehren, damit du dich in diesem ganzen Unsinn noch als Opfer inszenieren kannst. Ich jedenfalls kann keine Familie führen, wenn meine Cousins bereits nach einem einzigen Vorfall, bei dem sie einen Streit oder eine andere Meinung haben als ich, mir androhen die Familie zu verlassen. Auf diese Weise ist der Kern des Zusammenhalts der menekanischen Familie gefährdet und wenn du dich entschließt diesen Weg zu gehen, wirst du mit den Konsequenzen leben müssen.
Du hast bis heute um Mitternacht Zeit mir mitzuteilen, für welche der vier Möglichkeiten du dich entscheidest.
Mara segne dich mit Vernunft für diese Entscheidung, weder sie noch ich haben dich bereits aufgegeben.
Inshallah!
*schwungvoll unterzeichnet*
Sajneen der Truppen des Reichs der Sonne
Charim des heiligen Ordens
Oberhaupt der Familie Yazir