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Heim gekehrt...

Verfasst: Donnerstag 16. März 2006, 20:49
von Lysira`thoron`elen
Sie stand an der Pier, das Schiff dass sie hier abgesetzt hatte, war bereits wieder entschwunden und doch stand sie immer noch hier.
Lysira war eine Weile weggewesen von ihrem La. Nun verspürte sie eine leichte Beklommenheit, wieder hier her zurückzukehren. Sie wusste was von ihr verlangt wurde. Im ihr fremden Sala wurde sie ausgebildet, denn in ihrem Sala hatte sie Keinen gefunden.
Jetzt stand die da, sie hatte viel gelernt und nun würde sie lehren.
Würde sie den Ansprüchen ihrer ersten Schüler genügen?
Ihr Lehrer hatte ihr gesagt, sie sei bereit. Lysira strafte ihre Schultern und trat auf das kleine Hafengebäude zu.
Ihr erster Schritt führte sie zum Bankier sie hatte einige Dinge die sie verstauen musste, danach würde sie sich umsehen.

Von oben an der Treppe liess sie ihren Blick schweifen, alles was sie sah war ihr so vertraut. Die Waldelfe atmete tief ein und stockte dann, sie hustete, hastig und irritiert sah sie sich um. Ihre Lider flatterten einige Male auf und ab, bis sie diese für einen kurzen Moment geschlossen hielt. In Konzentration versunken, wie es ihr bei gebracht worden war, nahm sie ihre Umgebung wahr.
Das Lied Eluives klang anders als sie es in Erinnerung hatte, es war schwächer und hatte irgendetwas seltsames.
Der Bankier kam zu ihr und fragte besorgt ob ihr etwas fehlen würde. Sie versuchte zu erklären, was sie fühlte und der Lindil verstand und begann ihr einige Dinge zu erzählen.

Lysira’thoron’elen sass am Rand eines Baumhauses und liess ihre Beine baumeln, noch hatte sie sich keinem gezeigt, heimlich war sie in ihr Zuhause eingeschlichen, doch erst musste sie verarbeiten was der Bankier ihr erzählt hatte. Vom wegziehen hatte er gesprochen und dem auflösen des jetzigen Lao.
Auch wenn sie spürte, dass die Menschen zunahe waren, hier hatte sie gelebt, und es war schwer sich damit abzufinden das alles gleich wieder gehen zulassen, so kurz nach dem sie es wieder gefunden hatte.

Nach einer längeren Meditation fühlte sie sich ruhiger und bereit den Anderen entgegen zu treten. Sie erhob sich aus ihrer Ecke und machte sich auf die anderen Waldelfen zu suchen. Im vorbei gehen begrüsste sie die Bäume und alles was ihr so vertraut war.
Bis sie einen Lindil entdeckte und ihn herzlich begrüsste..

Verfasst: Freitag 17. März 2006, 17:25
von Lysanyiell´idhren
Der letzte Schnee schmolz und viel in kleinen Tropfen von den Baumkronen auf den feuchten Waldboden. Lysanyiell streifte durch den dämmernden Wald und folgte dem Ruf eines Vogels, der scheinbar etwas zu berichten hatte. Sie konnte nicht verstehen was er wollte, doch scheinbar war etwas in der Bar passiert. Als sie dann schlussendlich auf die Lichtung trat, und sie sich hastig umsah, erkannte sie die Neuigkeit.

Sie hatte die Melodie noch nie vernommen. Lysanyiell war im ersten Moment mehr überrascht als erfreut jemanden neues in der Sala zu sehen. Viel zu lange hörte sie keine Lieder mehr, und wenn dann waren es nur wenige die wiederkamen. Doch der Überraschung wich schnell dem Gefühl der Freude. „Lysanyiell, so erklingt mein Name in der Sala. Und deiner?...“ Schnell waren anfängliche Barrieren überwunden, und die Elbin, mit dem Namen Lysira begann ihr zu erzählen. Mit jeder Melodie, welche sie mit ihren Lippen formte, strahlten Lysanyiells Augen mehr und mehr. Wie lange hatte sie gewartet? Hatte sie nun endlich das bekommen, wonach sie sich so lange gesehnt hatte? Sie erzählte ihr von Yonai, den Lehrstunden und den anderen Elben. Sie konnte es kaum fassen als ihr Lysira sagte, dass sie gekommen wäre, um sie und andere Lindil zu unterrichten.

Lange saßen sie noch auf der kleinen Lichtung mitten im Wald. Die Vögel flogen eifrig von Baum zu Baum und begrüßten die unbekannte Lindil mit ihren Gesängen. Andere Tiere zeigten sich und streiften durch die Siedlung, um es den Vögeln gleich zu tun. Sie verspürten alle die nahende Veränderung in der Sala und der Bar.

Verfasst: Mittwoch 29. März 2006, 15:50
von Shalaryl Di'naru
Den eigenen Weg finden - Der erste Schritt

Ruhe lag in dieser Nacht in ihrem Herzen und Geist. Lange hatte sie am abend
mit ihr gesprochen, bis weit über das Erstrahlen der ersten fernen Sterne
hinaus. Lysira. Eine Lindil, die von Eluive selbst einen Auftrag erhalten hatte.
Shalaryls Gedanken kreisten um die elementare Bedeutung dieser Worte,
versetzen die Elbin geradezu in einen Rausch aus Hoffnung und Freude.
Soviel Leid war ihr widerfahren, soviel Schmerz und Kummer hatten sich ihr
tief in Körper und Geist gebrannt.
Verloren weilte sie so lange in ihrer selbst und vergass, was ihr bestimmt
war. Doch nun keimte in den Tiefen ihres Bewusstseins ein Samen der Zuver-
sicht auf. Lysira hatte ihr vieles erklärt und gezeigt, die junge Lindil staunend
und zutiefst beeindruckt lassend. Und sie war der festen Überzeugung, dass
auch Shalaryl das Lied so wahrnehmen und neu besingen könne.
Eine erste Übung hatte sie ihr bereits gegeben, frisch gestärkt durch die
ruhige Nacht begab sie sich wieder zum Baum, den sie erwählt hatte und
fuhr sanft mit der Hand über die knorrige Rinde. Er war wie sie, so sehr
wie es ein Baum sein konnte. Sie würde es schaffen. Es gab keinen Zweifel
in Shalaryls Herzen, sie wusste, dass es möglich war und dass Lysira ihr
vertraute.
Langsam schloß sie die Augen, beruhigte ihre von der Aufregung beschleu-
nigte Atmung und begann zu lauschen, nur zu lauschen... .

Verfasst: Donnerstag 30. März 2006, 00:11
von Shalaryl Di'naru
Den eigenen Weg finden - Hindernisse und Dissonanzen

Sie waren so nah. So entsetzlich nah. Shalaryl konnte ihre Konzentration
nicht auf das Maß bringen, das sie selbst für möglich hielt. Zu sehr störten
sie die nahen Häuser der Edain jenseits des Waldrandes. Einmal meinte sie
sogar, einen der Menschen wahrzunehmen. Doch ihr Geist war zu fixiert, als
dass sie darauf reagieren konnte, bevor die Dissonanz im Lied wieder ver-
schwand.
Sie unterbrach ihre Konzentrationsübung zum Essen und Trinken, einmal
streifte sie durch den Wald und las Federn auf, um sich wieder zu sammeln.
Sie würde so lange weiter lauschen, bis sie das Gewünschte vernahm - den-
noch wurde ihr allmählich bewusst, was für eine schwierige erste Prüfung
wirklich vor ihr lag. Doch für Zweifel gab es noch immer keinen Platz im
Herzen der Lindil.

Verfasst: Sonntag 2. April 2006, 18:37
von Shalaryl Di'naru
Den eigenen Weg finden - Talua

-"Soll ich dir mein Geheimnis jetzt schon verraten? Ich liebe dich."
Erneut schossen ihr seine sanften Worte durch den Kopf, wieder kribbelte
ihre Haut in Erinnerung an die zarten Berührungen seiner warmen Hände.
Und der Baum rückte in den Hintergrund. Ob Lysira es immer noch gut hiess,
wie sie ihre Pausen in den Konzentrationsübungen verbrachte? Und trotzdem
noch immer vergass, rechtzeitig zu essen und zu trinken? Einmal mehr musste
Shalaryl lächeln.
Dennoch, es half ihr so endlos viel mehr, als es sie ablenkte. Sein Halt, seine
Wärme, Zuneigung...Liebe... . So vieles, das sie einst verloren hatte und nicht
wieder zu finden, zu erfahren zu hoffen wagte kam nun so geballt und berau-
schend auf die junge Lindil eingeströmt. Sie konnte sich stundenlang in seiner
Melodie verlieren und seine weichen Ohren liebkosen, für ihre Übungen doch
nur noch mehr Motivation schöpfend. Ein kurzer Blick auf ihre Handgelenke
reichte ihr ja bereits, um sich erneut in die Melodie des Baumes hineinzu-
lauchen. Gleich wohl sie wusste, dass Talua sie liebte wie sie war, empfand
sie noch immer zu große Scham und Trauer ob ihrer Wunden. Sie musste
diesen Weg beschreiten, mit sich selbst eins werden und ihren Körper end-
lich heilen, um sich ganz ihren Gefühlen hingeben zu können. Hatte sie zu
Beginn noch befürchtet, dass sich vor ihr zwei Wege aufgabeln würden, der
der Konzentration und der der Emotionen, merkte sie rasch, dass sich beide
Wegstücke umeinander wanden und vereinten. Beide führten gemeinsam
zum gleichen Ziel, beide stützen sich gegenseitig.
Wieder sank ihr Geist völlig in das Lied des Baumes ein, suchte den Klang
Taluas auszusperren, zumindest für diese Zeit, und auf die feinen Nuancen
zu lauschen, die ihr noch verschlossen blieben.

Verfasst: Sonntag 2. April 2006, 20:06
von Talua Sae´zara
Ihren eigenen Weg finden - Unterstützung

Es war schon ein Abend her... doch er konnte noch ihren Klang eben sich spüren obwohl schon längst der nächste Tag angebrochen war. Sie waren lange aufgeblieben.. aneinander gekuschelt und starrten beide in das flackern der Flammen im Lagerfeuer.
Doch er wollte ihr ebenso wärme Schnecke wie das nahe gelegene Feuer. Er wusste ihre Geschichte, ihr Leiden, sie erzählte es ihm schon bei der ersten Begegnung. Er horchte ihren Worten genau, wollte ihr auch damals schon ein Gefühl von Unterstützung geben. Er griff während sie mit tränenden den Augen ihre LeidensGeschichte erzählte, zu ihre Hand und streichelte sie beruhigend und schaute sie mit einem aufbauendem Blick an.
Doch heute war der Tag... Der Tag danach. Er wachte früher auf als sie, sie schlief am Abend davor in seinen Armen ein. Langsam erhob er sich legte ihr liebevoll seinen Umhang um, der ihr wärme schenkte. Am Mittag kam er von seinen Streifzügen durch den Wald zurück. Sie war an einem scheinbar toten Baum gegangen. Er beobachtete sie eine weile.
Ihre ruhe und das unglaublich Perfekte Aussehen berührte ihn sehr, doch hat er schätzte schon bei ihrer ersten Begegnung ihre inneren Qualitäten, die ist witzig und fröhlich Art, sie macht Witze... Scherzt herum. Das möchte er sehr an ihr.
Er trat zu ihr rüber und störte sie nur ungern bei ihre Übung. Aber sein verlangen sie von vorne zu sehen über wiegte. Mit den Worten hellen und klaren Worten "Stör ich?" weckte er sie aus ihre Konzentration. "Jeder stört" Sagte sie in einer lieblichen Tonlage "Nur du nicht" fügte sie hinzu. Da war es wieder, ihr witzige Art die er so an ihr mag.
"Ich komme gleich wieder.. solange machst du noch deine Übung.. und dann kannst du dich voll und ganz auf mich konzentrieren" Sagte er mit einem liebevollem lächeln zu ihr und verschwand wieder.
Nach ca. 40 Minuten kam er wieder. Doch dies mal ohne das Gefühl sie zu stören. Schließlich wollte er nur das beste für sie.. und sie wollte ihr Prüfung schaffen.

Verfasst: Donnerstag 6. April 2006, 00:00
von Shalaryl Di'naru
Den eigenen Weg finden - Begegnungen des Herzens

Ein Einhorn! Ein echtes Einhorn! Sie hatte es gesehen, dieses herrliche Geschöpf
Eluives, es berührt... . Noch nie hatte die junge Lindil eines der hohen Rösser
auch nur aus der Ferne erblickt, und nun war es so nah... .
Immer stärker versetzte ihre Umgebung sie in einen Rausch der Freude und
des Glückes, der sie ihren alten Schmerz zwar nicht vergessen, aber doch
leichter ertragen liess. Und dann das Gespräch mit Lysira. Kurz war es, doch
ein Punkt liess sie nicht mehr los. Auch sie meinte, dass Shalaryls Gedanke
ihr helfen könnte; das Lied des Regens im Baum zu verfolgen.
Und dann die Geschehnisse während ihrer Konzentration... . Noch immer konnte
sie es nur glauben, wenn sie die Hand um das Bernsteinstück schloss.
Ihr war nie eine Lücke aufgefallen, nie eine Wunde in der Rinde, ihre Hand
ruhte doch immer an fast der gleichen Stelle...doch erst jetzt fiel das Stück
kristallisiertes Baumblut heraus. Darin schimmerte kein Insekt, sondern ein
Stück Holz. Shalaryl musterte das funkelnde Kleinod lange, bis sie verstand...
und kaum glauben, kaum fassen konnte, was geschehen war.
'Der Baum hat mir sein Herz anvertraut... .'
Nun musste sie es wieder einmal aus einem Grund mehr schaffen. So viele
vertrauten in sie - und sie würde nicht einen enttäuschen.

Verfasst: Freitag 7. April 2006, 17:55
von Shalaryl Di'naru
Den eigenen Weg finden - Der Fluss des Wassers

Boden. Wurzelhärchen. Wurzel. Stamm. Ast. Krone... .
Sie folgte dem Lied des Wassers, das als Regen den Boden so oft benetzte in
den letzten Tagen. Diese Melodie kannte sie genau, und nun lauschte sie nach
ihrem Widerhall im Lied des Baumes... . Schwach klang es im Boden, versickerte
scheinbar, dann wurde es vom Klang des Baumes erfasst und wieder leicht
zusammengeführt - der Beginn der Wurzeln.
Dann schwoll das sanfte Rauschen wieder stärker an, strebte auf sich selbst zu,
wurde in den Wurzeln gesammelt.
Ein starkes Streben gen Himmel, vereint in vielen kleinen Säulen, der Stamm.
Abzweigungen in der Melodie, sie entfernte sich wieder, wurde leiser und
spaltete sich auf, durchflutete die Äste und bald die Krone.
Shalaryls eine Hand lag sanft auf dem Stamm, die andere umschloss den
Bernstein. Sie hatte es gehört...den Klang der einzelnen Bereiche...wenn
nun das erste Blatt wuchs und sich mit Wasser anfüllte...dann würde sie es
so finden und sich ganz darauf konzentrieren können.

Verfasst: Freitag 21. April 2006, 16:29
von Shalaryl Di'naru
Den eigenen Weg finden - Der Fluss des Wassers: Erwachen

Wärmer war es geworden. Sanft ging der Frühlingsregen über dem Wald nieder.
Eine Zeit der Erneuerung hatte begonnen...und es wuchs. Das erste Blatt im
Astwerk reckte sich hinaus in die milde Luft und stellte die letzte Station auf
dem Weg des kühlen Nasses dar, die letzte Strophe seiner Melodie in derer
des Baumes... .
Mit der einen Hand wieder um den Bernstein und der anderen auf der Rinde,
schloss sie alles andere aus, folgte den bekannten Klängen bis zum neuen
Ort, lauschte der Änderung und suchte nach dem Widerhall des Blattes selbst.
Lauschen, Harren, Suchen...und dann fand sie es. So unsagbar leise, mehr
ein Flüstern als alles andere, doch eindeutig die Melodie des Baumes an der
Stelle, da das Wasser wieder vom Wind davongetragen wurde. Das einzelne
Blatt. Sie schickte alle anderen Klänge fort, um den einen deutlicher zu ver-
nehmen, verlor sich fast im Freudenrausch, zog sich langsam zurück und
dankte stumm dem Baum.
Eine Nacht verging, nun, wieder ausgeruht und beruhigt, musste sie Lysira
finden und ihr alles erzählen... .