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Ein steiniger Weg.....
Verfasst: Samstag 21. Februar 2015, 20:38
von Alystra Sethquen
Nachdem der erste Scharfschützen-Unterricht beendet war, machte sich Alystra daheim daran, mithilfe ihres kleinen Notizbuches, das Gelernte noch einmal etwas ausführlicher niederzuschreiben:
Als Erstes schossen ihr drei Worte in den Kopf: "Ein steiniger Weg", genau das war es, was sie wohl erwarten würde. Gardistin Luninara hatte ganz zu Beginn der ersten Unterrichtsstunde erklärt, was alles auf ihre Schützlinge zukommen würde, zumindest im Groben.
Inhaltlich gab es einige Themengebiete wie Bogenschiessen, Pfeilkunde, der Umgang mit Gift, welches allerdings nicht benutzt werden darf! NIEMALS! Es sein denn, dies wird ausdrücklich gestattet. Dann der Bogenbau. Man würden sich sogar einen eigenen Bogen bauen, dieser Gedanke gefiel Alystra besonders und sie schmunzelte ein wenig. Sie hatte es vorgezogen sich lieber ihre Bögen und Pfeile zu kaufen, da sie das Holzfällern verabscheute.
Und die Gardistin war noch lange nicht fertig mit ihrer Aufzählung. Hinzu kamen noch Anatomie und dass sie ihre Meisterschüler allein im Wald aussetzen will! Bereits bei dem Gedanken daran wurde Alystra schon ganz flau im Magen, jedoch wollte sie sich das natürlich nicht von ihren Mitstreitern anmerken lassen. Die Kampftechniken sollten auch noch weiter ausgefeilt werden, was für Mitglieder des Regiments unabdinglich war. Und als Letztes kam noch Krafttraining dazu.
Dann ging es auch schon ans Eingemachte: Die Gardistin zeigte einzelne Bögen, man sollte ihr erklären, was man wusste, und welche Vor- und Nachteile der jeweilige Bogen hatte.
Es ging um folgende Bögen:
1. Kurzbogen (100-120 Fingerbreit, extrem schnelle Schussgeschwindigkeit möglich, jedoch wenig Durchschlagskraft, leicht zu spannen)
2. Langbogen (200-220 Fingerbreit, extrem langsame Schussgeschwindigkeit, wuchtige Durchschlags, schwer zu spannen)
3. Kompositbogen (Besonderheit: besteht aus Holz & Dämonenknochen, sehr schwer zu spannen)
4. Doppelbogen (Besonderheit: Mischung aus Lang- & Kompositbogen, sehr schwer zu spannen)
Zum Abschluss bekamen alle Schüler noch eine Wochenaufgabe. Bis zur nächsten Unterrichtseinheit sollten alle ausschliesslich den Kurzbogen benutzen (Ausnahme: bei Regimentsdienst und Bereitschaft) um jenen besser kennen zu lernen und einschätzen zu können. Danach sollte jeder von seinen Erfahrungen mit diesem Bogentyp berichten........
Verfasst: Dienstag 3. März 2015, 17:10
von Alystra Sethquen
Die Tage nach dem Unterricht vergingen wie im Flug. Der nächste hatte auch schon stattgefunden. Alystra machte sich daran, wie in der Woche zuvor, ihr neu Gelerntes niederzuschreiben:
Zuerst sollten wir über unsere bisher gemachten Erfahrungen mit dem Kurzbogen berichten. Ariana hatte das Vergnügen dies vorzutragen. Ich selbst hatte die selben Erfahrungen gemacht. Der Kurzborgen war leicht und handlich, ließ sich leicht spannen, seine Durchschlagskraft ließ allerdings zu wünschen übrig und man hatte große Mühe die Gegner damit zu Boden zu strecken, was im Ernstfall sehr zum eigenen Nachteil werden könnte.
Das Hauptthema der Unterrichtsstunde sollte dann das Stellungstraining sein. Gardistin Luninara und Gardistin Lekanth stellten sich dazu mittig in den Ring des Turnierplatzes, um die richtige Haltung der Beine, der Hüfte und des Oberkörpers samt Arme vorzumachen. Hierbei besonders wichtig: Der feste Stand und die lockere Haltung des Oberkörpers, um körperlichen Schäden vorzubeugen.
Die Haltung beim Spannen des Bogens beeinflusst später die Flugbahn des Schusses massiv. Auch hat der Bogen einen gewissen Rückstoß, der durch die richtige Haltung abgefedert wird. Um Verletzungen vorzubeugen, ist die korrekte Stellung ebenfalls wichtig. Die Details zur richtigen Schusshaltung wären, meines Verständnisses nach: Die Füße sind etwa hüftbreit voneinander entfernt, der Körper ist leicht seitlich gedreht. Kopf und Blick schauen zum Ziel. Die Hand, welche den Bogen hält, ist locker, nicht ganz durchgestreckt und leicht zur Seite gekippt. Mittel- und Zeigefinger greifen oberhalb des Griffpunktes des Pfeils an der Sehne. Der Ringfinger befindet sich darunter und stabilisiert den Griff am Pfeil. Der Arm, dessen Hand das Geschoss hält, wird nach hinten gestreckt und angespannt.
Am Ende bekamen wir noch einen Ausblick auf die nächste Stunde, diese wird im Königlichen Lehrhospital zu Lichtenthal stattfinden und Torjan wird uns in die Giftkunde einführen.
Verfasst: Montag 16. März 2015, 11:39
von Alystra Sethquen
Bis zum nächsten Eintrag im Buch sollten zwei Wochenläufe vergehen, die Tage waren anstrengend und lehrreich.
Noch ein, zwei tiefe Atemzüge, ehe Alystra zu schreiben beginnt:
So langsam ging es los, die Zeit des ausgiebigen Lernens begann. In der vergangenen Woche wurde ein Unterricht im Hospital zum Thema Gifte abgehalten. Ein sehr umfangreiches Thema, wie ich deutlich zu spüren bekam. Die Notizen in meinem Büchlein häuften sich an jenem Abend.
Und auch in den folgenden Wochenläufen holte ich dieses mehrere Male hervor, um das Gelernte und Gehörte zu verinnerlichen.
Am Ende der Stunde wurde bekannt gegeben, dass zum Thema Gift eine Prüfung stattfinden würde. Und meine Priorität war, diese zu bestehen. Mein Ehrgeiz war geweckt und so übte ich in jeder freien Minute. Gesetze, Lizenzen, wie erkenne ich eine Vergiftung, was ist zu tun, welche Hilfsmittel habe ich? In meinem Kopf herrschte Chaos, aber nach einigen Malen wurde ich sicherer, konnte das Gelernte umsetzen, wusste, wie und wann zu handeln sei.
Am Abend der Prüfung war ich durchaus nervös und versuchte, mich selbst mit einigen Atemübungen zu beruhigen, was mir nur teilweise gelang. Mit schwitzigen Händen und einem flauen Gefühl im Magen machte ich mich auf zum Hospital, überaus pünktlich, wie es meine Art war. Bis auf meine Schwester waren alle Prüflinge anwesend. Also hieß es, sich sammeln, ordentlich stärken, bis auch Ariana eingetroffen war.
Im Prüfungsausschuss waren Personen, deren bloße Anzahl mich verunsicherte, jedoch gelang es mir relativ schnell zur gewohnten Dienstmanier zurückzufinden. Sir Vaughain, Torjan, Malena und Gardistin Luninara. Jeder Prüfling hatte eine gewisse Anzahl an Fragen zu beantworten und das gelang jedem relativ gut und auch zügig. Abschliessend war noch eine praktische Übung zu absolvieren, in der man herausfinden musste, welche der ausgelegten Lebensmittel vergiftet oder eben unbedenkilich zu geniessen waren.
Temora sei Dank haben alle Prüflinge bestanden und eine weitere Hürde der Scharfschützen Ausbildung war für mich überstanden.
Verfasst: Sonntag 5. April 2015, 00:26
von Alystra Sethquen
Die letzte Stunde bei Gardistin Luninara ging über Pfeilkunde. Sie sprach die Wichtigkeit an, über die Wirkungsweisen der Pfeilarten Bescheid zu wissen.
• Normaler Pfeil: Hierbei handelt es sich um einen für Übungszwecke geeigneten, angespitzten Pfeil, bestehend aus einem Schaft mit Federn.
• Silberpfeil: Hier garantiert ein silberner Aufsatz, eine flach geschliffene Spitze, die erhöhte Wirksamkeit gegen untote Kreaturen. Man geht davon aus, dass Silber Reinheit symbolisiert und deswegen erwähnte Widersacher besonders schadet.
• Brandpfeil: Diese Pfeile werden vor ihrer Benutzung in ein Wachsöl getaucht und werden dadurch extrem spröde. Ein Stein an der Spitze stößt bei einem Schusstreffer Funken ab. Diese können den Gegner, im Idealfall und bei mehreren Schüssen, in ein Inferno aus Flammen tauchen, da immer mehr Holz und Wachs den Zielkörper erwischt, dem Lauffeuer Futter bietend.
• Feuer- und Blitzpfeil: Hier wurden die wichtigsten Pfeilarten des Schützen erklärt. Sie haben Spitzen aus Pyrian und Coelium und gehören deswegen zu den teuren Sonderpfeilen. Pyrian wird im schnellen Flug besonders heiß und Coelium sprüht Funken. Deswegen sind diese Elementargeschosse bei gepanzerten Zielen, beispielsweise in reiner Diamantrüstung, sehr effektiv. Manchmal zerplatzen die Metallspitzen bei Treffern sogar und die gesamte Energie aus Feuer und Funken entlädt sich.
• Spezialpfeil: Hier bestehen die Spitzen aus schwerem Glas. Diese kleinen Behälter können mit der Flüssigkeit aus Wurftränken gefüllt werden und richten bei einem Treffer den gleichen Effekt an: Sie können das Ziel kurz bewegungsunfähig machen oder entzünden und die Rüstung schwächen.
• Jagdpfeil: Hier ist die Bezeichnung irreführend. Tatsächlich handelt es sich um einen Panzerbrecher. Der Schaft ist länger und die Spitze hat eine dreikantige Form, wie bei einem Rabenschnabel. Beim Aufprall durchdringt die Spitze manchmal eine Rüstung und fügt körperliche Schäden zu.
• Verwirrungspfeil: Dieser Pfeil wirkt gegen Liedkundige. Die geschwefelte Spitze brennt beim Treffer und stört die Konzentration beim Magier während er zaubert.
In der darauf folgenden Woche sollte das Überleben im Wald das Thema des Unterrichtes sein, hierzu hatte ich mir ebenfalls wieder einige Stichpunkte in mein Notizbuch geschrieben.
Als erstes wurde uns mitgeteilt das wir im Wald ausgesetzt werden, und unser Überleben dort als eine Art Prüfung gesehen wird.Dies brachte mir ein deutliches unwohlsein in die Magen gegend.
Ich ging aber davon aus das jeder einzelne von uns diese Prüfung mit bravur bestehen würde, Gardistin Luninara war eine hervoragende Lehrerin, sie würde uns alles was nötig ist beibringen.
Scharfschützen werden gerne als Späher eingesetzt und so müssen sie sich möglichst leise und unaufällig im Wald bewegen, agieren, überleben um so die Sicherheit des gesamten Königreiches, im Ernstfall zu sichern.
Mittlerweile war ich in allem gereifter agierte besonnener wusste wann ich was einzusetzten hatte, egal ob Waffe oder Pfeile.
Der Unterricht begann bereits Früchte zu tragen. Alles in allem war ich Sicher in jeder Situation.
Und so wartete ich mit grosser Spannung auf den nächsten Unterricht.....