Seite 1 von 1

Auf"wühlende" Ereignisse

Verfasst: Dienstag 10. Februar 2015, 14:38
von Niola Felshammer
*Sie nahm das Buch aus dem Regal und setzte sich an ihren Tisch. Langsam klappte sie den Deckel und die erste Seite um und starrte auf die leere Seite. Viel ist passiert, was sie für sich niederschreiben wollte. Es war das erste Mal, dass sie so etwas machte, aber einmal ist ja bekanntlich immer das erste Mal. Sie tunkte die Harpyenfeder in das Tintenfass und begann die erste Seite mit Schrift zu befüllen*

09. Eisbruch 258

Viele Mondläufe ist es nun her, dass Dwarosch zu dieser Expedition aufgebrochen ist. Sein Haus wurde mittlerweile geräumt und neu vermietet. Das scheint wohl ein Schicksal aller Felshammer zu sein, dass sie plötzlich zu irgendwelchen Expeditionen aufbrechen müssen. Aber für ein solches Schicksal bin ich nicht gemacht. Die Graik, das ist meine Aufgabe. Dort will ich mich verwirklichen und einbringen und so Cirmias dienen.
Vorgestern machte sich auch Grokax auf den Weg, Dwarosch zu suchen. Ich hoffe er wird Erfolg haben.
In den letzten Wochen habe ich viel in der Mine geschürft und somit meine Kraft um einiges steigern können. Wohl ausreichend um in den nächsten Wochen konzentriert auf den Patroulliengängen durch die Frostklamm und den Unheilsberg die Riesen und den anderen Abschaum zurück zu drängen.
So wie es viele aus meiner Ahnen taten. Die Felshammersippe hat nicht umsonst viele ehrenvolle und glorreiche Krieger und Wühler hervorgebracht. Mrâ, viele Wühler und Schlachtenwühler waren es gewesen, die in den Kriegen mit Adoran und den anderen Verbündeten Seite an Seite standen und sich den Horden Abschaums entgegenstellten, die der Panther schickte. Wie viele waren bei der Verteidigung des Tors gefallen? Was macht das schon aus? Sie haben ein Vielfaches mehr mitgenommen. Somit treu ihren Dienst für Cirmias geleistet, wie auch ich dem Bergvater diene.
Nicht umsonst habe ich mich in den Dienst der Graik gestellt. Das ist meine Bestimmung, der Kampf gegen den Panther, die Verteidigung des Berges, die Perfektionierung des Waffenkampfes um eines Tages in den Ruhmeshallen neben meinen Ahnen zu stehen. Doch als einfache Hammergraik wird mir dieser verwehrt bleiben. Es gibt nur einen Weg - den Weg des Wühlers. Eine Ausbildung muss ich anstreben. Das wurde mir aber wohl erst in den tiefen Gängen der Mine klar. Mrâ, die Gedanken dort sind um einiges fruchtbarer als an anderer Stelle. So nah an Cirmias, beim verrichten seiner Aufgaben - dem Graben nach seinen Schätzen, die er uns hinterlassen hat - reifte in mir der Gedanke, diesen Beschwerlichen und wohl auch mühsamen Weg auf mich zu nehmen.
Möge der Vater tief im Berge mich bei dieser Aufgabe leiten. Möge er mir die nötige Kraft und den nötigen Ehrgeiz geben, diesen ruhmreichen Weg zu gehen. Möge er den Samen des unerbittlichen Willens in mir pflanzen, sodass das Ziel erreichbar wird.
Ich werde wohl um eine Unterredung mit dem Kal-Khazad bitten und ihn von meinem Vorhaben berichten. Ich hoffe er wird mir die Möglichkeit geben, unter seiner Führung alles zu lernen, was es zu lernen gibt. Mein nächstes Ziel: der Rang eines Offiziers!
Niola, Hammergraik - IV. Kohorte - Tochter der Felshammer - Dienerin im Berge

*Abschliessend betrachtete sie noch einmal die geschriebenen Runen. Gedankenversunken vergingen wohl noch einige Stunden ehe sie den Deckel schloss und sich entkleidete um ins Bett zu gehen. Leise ihre Ideen murmelnd schlief sie dann ein um im Morgengrauen in voller Rüstung ihre Wachpatroullie anzutreten.*

Verfasst: Donnerstag 12. Februar 2015, 17:07
von Niola Felshammer
*Nach und nach werden auch die weiteren Seiten mit ihren Gedanken und Erlebnissen befüllt*

11. Eisbruch 258

Heute habe ich mehrere Angriffe der Zweiköpfe gemeinsam mit den Kameraden zurückgeschlagen. Nachdem ihre Kundschafter wieder dezimiert waren habe ich versucht, weitere Graik und willige Brüder und Schwestern zusammen zu trommeln, damit wir einen empfindlichen Schlag gegen die Riesen im Unheilsberg ausführen können.
Schlussendlich waren wir zu zweit. Doch die Wundflickerfähigkeiten von Schwester Darugan und meine Kampfeskünste konnten ausreichen, die Riesen zurück zu drängen. Auf dem Patrouillengang durch den Unheilsberg trafen wir zuerst auf einen Sandmann, der sich abmühte mit den Doppelköpfen. Wir zogen einen von Ihnen aus der Gruppe und brachten ihn zur Strecke, damit unser neuer Bundspartner etwas mehr Luft hatte, die anderen niederzustrecken.
Die Riesenhaften waren uns zahlenmäßig deutlich überlegen. Teilweise musste ich 4-5 von Ihnen gleichzeitig bekämpfen. Doch sind sie sehr träge, weshalb es einfacher ist, ihren Schlägen und Tritten auszuweichen. Als alle niedergestreckt waren und die Nachhut wohl auch das Weite suchte, trafen wir auf einen seltsamen weiblichen Langbeiner. In Ihrer Rüstung Stand sie vor uns und schien zuerst ihre Zunge verschluckt zu haben. Nach mehrfache Ansprache schien sie wohl unseren Akzent nicht zu verstehen. Das ist leider etwas, was mir häufig passiert. Ich sollte hier Lehrstunden nehmen, um bei den diplomatischen Treffen und anderen Aktivitäten, eine bessere Kommunikation zu gewährleisten. Das kann auch meinem Werdegang in der Graik dienlich sein.
Ich plane morgen nochmals einen überraschenden Angriff auf die Riesenhaften, damit sie weiter dezimiert werden. Mit einem so frühzeitigen zweiten Angriff werden sie nicht rechnen.
Zudem werde ich versuchen, die Verbündeten anzusprechen, damit der Bund gemeinsam die verschiedenen Konfliktherde angehen kann und so mit deutlich mächtiger Härte ein Schlag gegen alle Feinde geschlagen werden kann.
Ich werde mich hierüber mit Bruder Chrom unterhalten. Als Diplomandel wird er mir da bestimmt weiterhelfen können.
Zudem muss ich noch einen unserer Schmiede aufsuchen, damit die Beulen aus der Rüstung geklopft werden können und sie die Kettenteile flicken. Denn ein Graik hat immer für die ordnungsgemäße Ausrüstung zu sorgen.

Niola, Hammergraik - IV. Kohorte - Tochter der Felshammer - Dienerin im Berge

Verfasst: Samstag 14. Februar 2015, 23:42
von Niola Felshammer
12. Eisbruch 258

Ein lohnender Tag geht vorüber. In ausgebeulter Rüstung machte ich mich an der Seite der Schlachtentrommlerin Golain aus der Sippe der Hammergrund, der Schlachtenpriesterin Darogan aus der Sippe der Graufels und Bruder Grindol aus der Sippe der Donnerfaust auf in den Unheilsberg. Schnell kämpften wir uns zu den Riesen vor und erwischten sie auch völlig überrascht. Der geplante Schlag hätte nicht besser sitzen können. Auf dem Rückzug fielen uns die Oger in die Flanke. Wir haben diese etwas vernachlässigt und so konnten sie uns zuerst recht weit zurück drängen. Doch durch die antreibenden Rhythmen unserer begabten Schlachtentrommlerin und das Schlachtgebrüll aller anderen schafften wir es, den Angriff niederzuschlagen.
Im Anschluss an den Patrouillengang begaben Schwester Golain und ich uns noch auf den Weg in den alten Tunnel. Hier scheint jedoch die Gefahr weniger groß zu sein. Die meisten der Untoten und Biester konnte in wenigen Schlägen niedergestreckt werden. In den Tieferen Gängen, wo die Oger und Zweiköpfe sich herumtreiben, war uns schon jemand zuvor gekommen. Wir trafen später auf zwei Langbeine die die Siegel der Freien Handwerkerzunft trugen.
Ich denke, es wäre sinnvoll, in der nächsten Zeit wieder einen Patrouillengang durch die Frostwassergrotte zu machen. Da die meisten Brüder und Schwestern derzeit wohl auf Expeditionen sind oder anderweitig Cirmias dienen, denke ich, dass ich einmal an die Verbündeten des 4-Völker-Bundes schreibe, ob sie an einem Termin bereit sind, sich dem Patrouillengang anzuschließen.
Gerüchte kamen mir zudem zu Ohren, dass es ein Fort der Orks gäbe, östlich von Berchgard. Ich werde mich wohl morgen einmal auf den Weg machen, dies auszukundschaften.

Niola, Hammergraik - IV. Kohorte - Tochter der Felshammer - Dienerin im Berge

Verfasst: Sonntag 15. Februar 2015, 00:11
von Niola Felshammer
13. Eisbruch 258

Am heutigen Tage war keiner der Brüder und Schwestern anzutreffen, somit machte ich mich alleine auf den Weg, das Orkfort auszukundschaften.
Dort angekommen sah ich einige Zweiköpfe sowie kleine Goblins. Schnell konnte ich sie ausschalten. Der Eingang ist recht verwinkelt und in den Gängen traf ich auf die ersten Orkwachen. Auf den Palisadenwällen scheinen sie ihre Beute aus den Raubzügen zu lagern. Das Schloss schien mir recht einfach. Etwas weiter im Fort gibt es Zellen, im Geschoss darüber sind die Wachen. Sie schienen mir überrascht von meinem Erscheinen doch stellten sie sich mit allem, was sie aufbieten konnten, gegen mich. Nach einem langen Kampf konnte ich jedoch auch den letzten von ihnen niederstrecken.
Verlässt man den Kerker, kommt man auch einen freien Bereich. Dort sind viele Goblins, einige Orks sowie Trolle und Zweiköpfe. Sie haben Pferde, voll beladen mit Steinen, die sie nach einem Werfen. Da ich vom Kampf vorher noch recht erschöpft war, begab ich mich lieber auf den Rückweg. Doch es schien, als habe eine Nachhut zurück ins Fort gefunden. Fallen waren aufgestellt und machten mir den Rückweg schwer. Mit letzter Kraft schaffte ich es heraus und wollte mich gerade auf Cassiopeia schwingen, als mich etwas am Hinterteil traf. Ich legte mich über den Rückenpanzer und trieb den Steinbeisser an. Als ich nach meinem Hintern griff, fühlte ich einen Stab herausgucken. Etwas weiter ertastete ich Federn - ein Pfeil. Ich brach das Stück ab und lenkte Cassiopaia in Richtung Adoran. Dort gab es doch dieses Gebäude, in dem ich und Dwarosch schon erste Kontakte geknüpft und Trankfässer erworben haben. Dieser alte Mann war wohl auch sowas wie ein Wundflicker.
Die Wachen in der Stadt wollten mich zuerst aufhalten, da meine Rüstung noch an mir war. Ich versuchte ihnen klar zu machen, wo ich hin will und warum ich mich schlecht umziehen kann. Nach langer Erklärung ließen sie mich dann ziehen. Mühsam schleppte ich mich in dieses „Hospital“. Der Wundflicker war nicht zu sehen, nur eine Wüstenfrau. Sie brachte mich in ein Zimmer. Erst nach nachdrücklicher Aufforderung, den Wundflicker „Trankmann“ zu holen, kam sie dem auch endlich nach. Er brachte mich dann erst einmal in einen Raum mit einer Liege, auf die ich mich legen konnte. Der Pfeil wurde dann aus meinem Hintern gezogen. Es stellte sich heraus, dass sogar Gift darauf angebracht war.
Ein kalurisches Bier brachte dann auch die inneren Geister wieder und ich konnte mich nach kurzer Erholung auf den Weg zum Berg machen. Die Wüstenfrau scheint eine neue Schülerin des Trankmanns zu sein.
Morgen werde ich wohl erst einmal Trainieren, die Stoffpuppen ein wenig weichklopfen.

Niola, Hammergraik - IV. Kohorte - Tochter der Felshammer - Dienerin im Berge

Verfasst: Montag 16. Februar 2015, 22:34
von Niola Felshammer
16. Eisbruch 258

Ich habe mich heute auf den Weg in die Frostwassergrotte gemacht. Nachdem ich die Harpyien am Eingangsbereich niedergestreckt habe, kam eine Gruppe Wüstenkinder herein. Ich fragte, ob ich mich anschließen dürfe. Ich durfte.
Die Wüstenkinder sind sehr eifrige und begabte Krieger und Zaubersprecher. Die ersten Gänge konnten zügig geräumt werden. Wie auch damals, auf der Graik-Patrouille mussten die Frostgolems einzeln bekämpft werden. Sehr schnell ging es dann zu dem alten Baum. Dieses Mal hingegen, konnten wir in der Gruppe erfolgreich Siegen und wurden nicht von Dienern des Panthers überrascht.
Am Ende der Grotte wurde ich gut für meine Kampfestätigkeiten entlohnt. Doch mir brachte es deutlich mehr, ihre Strategie und Taktik zu beobachten. Ich denke, ein Feldzug mit den Tiefländern wird mir noch weitere Aspekte des Kampfes vor Augen führen.
Den Kal-Khazad habe ich leider noch nicht antreffen können, um ihn anzufragen, wegen der Ausbildung. Ich hoffe ihn in den nächsten Tagen antreffen zu können.

Niola, Hammergraik - IV. Kohorte - Tochter der Felshammer - Dienerin im Berge

Verfasst: Freitag 12. Juni 2015, 09:04
von Niola Felshammer
12. Schwalbenkunft 258

Viele Stunden habe ich nun mit dem Lernen der gemeinen Sprache verbracht. Ich denke, mittlerweile kann man mich sehr gut verstehen. An meinen Patroullien traf ich immer wieder fleißige Krieger, die sich mir anschloßen, um die Riesenhaften zurück zu drängen. Die regelmäßigen Patroullien haten sie zumindest in den Gängen des Unheilsbergs und sie stoßen nicht weiter vor.
Jetzt, wo ich die gemeine Zunge beherrsche, kann ich auch meine anderen Pläne deutlioch besser umsetzen. Ich werde wohl in den nächsten Tagen aufbrechen.

Niola, Hammergraik - IV. Kohorte - Tochter der Felshammer - Dienerin im Berge