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Zurück zu den Wurzeln...

Verfasst: Montag 19. Januar 2015, 19:59
von Gast
Ein warmer Schimmer ströhmte durch den Raum.
Ein leises Knacken und Knistern durch brennendes Holz.

Sie flitzte durch die belebte Stube um ihre Brüder herum,
am Kamin vorbei bis hin zur Kochstelle an welcher ihre Mutter stand.
Mit ausgebreiteten Armen warf sie sich an ihre Beine und umklammerte
diese fröhlich lachend. Mit einem schnellen Griff wurde sie empor gehoben
und auf die Arbeitsfläche gesetzt. Die kleinen Hände fuhren über das mit
Mehl bestäubte Holz. Der Blick des jungen Mädchens wanderte neugierig
umher, bis sie auf dem Kessel heften blieben.
Es duftete süßlich nach Kirschen und ein wenig Zimt.
Sileas Mutter stand dort, mit einer Schürze um die Hüfte gebunden,
mehlbestäubten Händen und kochte die beste Marmelade der Welt.
Im Steinofen ruhte ein Brot welches im selben Moment frisch aufbackte.

Diese Gerüche lagen der jungen Frau noch heute in der Nase wenn sie
an ihr Elternhaus dachte. Es war das Gefühl von Geborgenheit welches
sie so sehr vermisste. Mit dem Hof ihrer Eltern verband sie alles was man
sich unter einer Heimat vorstellen konnte. Die Pferde mit denen sie am
liebsten umher jagte, wenn sie noch nicht eingeritten waren.
Und das mopsen von frischen Erbsenschoten vom Feld!
Ein Schmunzeln huschte über ihr Gesicht.

Ja ihre Eltern hatten es nie leicht mit ihr gehabt, aber sie war nun mal
ihr kleines Mädchen. Ein wenig Narrenfreiheit gehörte da wohl dazu.
Ihren Brüdern nachzueifern hatte sie letztlich von dort fortgeführt.
Der Ältere auf dem Schlachtfeld gestorben,
sah sie es als unabdinglich an ihren zweiten Bruder zu schützen.

Es vergingen die Jahre und sie lernte den Umgang mit dem Schwert,
spezialisierte sich auf Spionage, das Entschärfen von Fallen,
den Umgang mit Giften. Doch ein Gefühl von Heimat verspürte sie nie.

Der Hof Gabriellas war ein Ersatz dafür.
Sie lebte eine Zeit lang dort, bei der Verlobten ihres Bruders.
Sie half bei der Ernte und der Pflege der Tiere.
Hier fand sie auch wieder den Weg in die Küche, welchen sie bis dahin
gemieden hatte, da es niemals so war wie mit ihrer Mutter zu kochen.
Sie half nun bei Torten und sorgte für sich selbst.
Hasenbraten … Rehrücken … sogar Torten gelangen ihr nun.

Als sie dann den Weg nach Düstersee fand,
dort ein Haus bezog und sogar eine Taverne eröffnete,
kehrte das Gefühl von Heimat langsam zurück.
Die Pantherklaue, wie sie nun genannt wurde,
war ein Treffpunkt für die Bewohner der Siedlung geworden.
Man tauschte sich aus, man plauderte, man lauschte Gesang und Gelächter.
Sie konnte Speisen anbieten und sogar die Getränke stammten
nun zum Großteil aus eigener Herstellung.

Heimat …. Freunde, ein Ort zum Wohlfühlen und eine Aufgabe!
Wer hätte gedacht, dass der Weg zu den Wurzeln genau das gewesen war,
was sie brauchte um glücklich zu werden.

Sie wurde angesprochen … auch andere suchten nach einer Aufgabe,
nach einer Anstellung, einem Schlafplatz.
Sie wollte so unglaublich gern helfen,
doch in ihrem Haus war nicht genug Platz und auch
… doch …
was wenn sie selbst einen Gutshof ihr eigen nennen würde?
Wie man Obst und Gemüse anbaute wusste sie nur all zu gut.
Sie hatte auf dem Hof ihrer Eltern alles darüber gelernt und auch
bei Gabriella oft geholfen.
Sie würde sich umhören, sie würde planen, eine Liste aufstellen,
sie würde sich noch einmal nach Knechten und Mägden umschauen.
Eigentlich … wäre es das perfekte Gegenstück zur Pantherklaue …

Verfasst: Samstag 24. Januar 2015, 14:55
von Gast
Das Angeln zu dieser Zeit war müßig und rang ihr einiges an
Durchhaltevermögen ab. Diese eisige Kälte ... das Wasser war zum
Teil gefroren und man musste zunächst ein Loch schlagen um darin
angeln zu können. Doch die Mühe lohnte sich, denn die Fische
bissen besser denn je. Sie entnahm die Innereien direkt an Ort und
Stelle und warf den toten Fisch in eine Kiste. Nach und nach füllte
sich jene bis zum Rande und so machte sich die junge Frau auf den
Weg zurück zum Haus.

Wärend sie den Fisch in Filetstücke zerschnitt und nach und
in einer Pfanne zubereitete, lies sie den vergangenen Abend Revue
passieren. Teria und Ben hatten sie besucht. Teria brauchte einen
Rat und so hörte Silea sich alles genau an. Jede Idee, jede Möglichkeit,
all ihre Vorstellungen wie es für sie weiter gehen könnte.
Teria war eine freundliche Frau, die Talent in der Küche und auch beim
Brauen von Getränken viel Freude und Geschick an den Tag legte.
Silea riet ihr, sich etwas zu suchen, was genau ihren Talenten entsprach
und auch, dass sie auf sich selbst hören sollte. Sie sollte etwas tun,
dass ihr selbst Freude machte und nicht etwas, dass anderen half.

Eigenartig ... eben jene Entscheidung hatte Silea vor kurzem auch
getroffen. Eine Entscheidung, die ihr so unglaublich gut getan hatte.

Teria und sie wollten sich helfen, wollten gemeinsam arbeiten, sich
austauschen. Es war wichtig solche Verbindungen zu haben, vor allem
wenn man sich dermaßen neu orientierte wie sie selbst.
Sie könnte sich bestimmt so manch Tipp und Trick abschauen in der
Zubereitung von alkoholischen Getränken.

Der Fisch wurde zum Abkühlen bei Seite gelegt und abschließend wieder
in eine metallene kleine Kiste gelegt. Jenen würde der kleine Kater aus
der Taverne später bekommen. Es lag an den Temperaturen und der
Jahreszeit, dass der kleine Streuner so viel Hunger hatte.

Bald würde er einen Namen tragen, es hatten schon einige an der
Umfrage teilgenommen. Auf dem Pergament waren reichlich Striche.
Es war ihr wichtig, dass alle die Möglichkeit hatten teilzunehmen.
So war es wie mit der Taverne selbst, ein Teil für ganz Düstersee.
Mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht räumte sie alles auf und
machte sich dann wieder auf den Weg zur Taverne. Der kleine Kater
hatte Hunger und die Bestände mussten kontrolliert werden.

Verfasst: Donnerstag 29. Januar 2015, 19:20
von Gast
Erschöpft sank sie in die Kissen, das Feuer knisterte leise und wärmte
den Raum. Was ein Abend! Die Pantherklaue war wieder so voll wie
häufig! Ein spontanes Darttunier... wer hätte damit gerechnet?
Es wurde gelacht, gejubelt, getrunken, gegessen ... es war wieder
ein fröhliches Beisammensein. Es war ihr ein Anliegen, dass sich alle
dort wohl fühlten. Und das die Bürger Rahals regelmäig zu Gast waren,
zeigte ihr deutlich, dass die heimelige Atmosphäre auch von jenen
so sehr geschätzt wurde, dass sie bei eisigen Temperaturen den weiten
Weg auf sich nahmen.
Nun gab es einen weiteren Grund zur Freude. Syrius trat auf sie zu um
ihr die Teilnahme an einer Gemeinschaft anzubieten. Eine Gemeinschaft
die den Handwerkern eine Möglichkeit bieten wollte zu lernen.
Sie selbst könne so mit ihrem Hof ein Teil dessen sein. Sie würde Knechte
und Mägde ausbilden und ihnen somit eine Möglichkeit geben, selbst
einen Hof zu leiten. Und das war wichtig, denn das Reich brauchte die
Erträge eines jeden Hofes! Sie stimmte natürlich zu. Sie wollte immer
schon Teil einer solchen Gemeinschaft sein, einer Gruppe von Freunden,
die das selbe Ziel verfolgten. Sie war gespannt wann die Vorbereitungen
dafür endlich abgeschlossen waren!
Doch jetzt musste sie endlich schlafen ... einfacher .. erholsamer Schlaf!

Verfasst: Dienstag 3. Februar 2015, 10:47
von Tzion Kalias Daley
Zurzeit könnte man sagen, dass Leben in Düstersee unterliegt einer Gewissen Routine, viele Wege führen den Tag über in verschiedene Richtungen, nur des Abends führt es sie alle zu einem Ort.

Rayana als frisch gebackene Scharfschützin ist immer noch darauf aus, ihre Künste zu perfektionieren oder mit Fann irgendwelche Taktiken zu besprechen, sodass die einen großen Teil des Tages nicht daheim ist.

Tzions leben in der Akademie ist auch, sozusagen „aufgewacht“ denn endlich hat die Akademie ein neues Semester eingeleitet und die großen Hallen der Academia Arcana werden wieder mit Leben durchflutet, neue Scolarin strotzen vor Wissenshunger und entlocken in ihm immer wieder eine neue Aufgabe um sie bei ihren Studien zu unterstützen.

Es scheint fast so als Würden nur Enomis und Cara das schöne Düstersee den Tag über mit Leben füllen, denn sogar das bekannteste Gesicht der kleinen Siedlung Tugor, hat obgleich die mächtige Festung der Bruderschaft direkt neben an ist, nur wenig Zeit um sie in der Stadt zu verbringen.

So ist es immer wieder ein Genuss zu wissen, dass sich jedoch an fast jeden Abend der Woche sich all die Bewohner der kleinen Stadt, Freunde, Bekannt einfach jeder in der Pantherklaue einfinden um über ihre Tage zu lamentieren oder um neues aus dem Reich sowie Interessantes über die neuen und alten Feinde aus zu tauschen.
Nicht selten ist es sicher schon in der Geschichte passiert, das so mancher Gedanke der Wochen später in einem Gefecht zum Sieg führte, bei Wein und Brot in einer Taverne zum besten gegeben worden ist.

Man kann nun mal nicht überall sein, doch jene Abendlichen treffen helfen jedem doch, sich der Gesamtheit des Reiches stets klar zu werden und obgleich es so viele Winkel hat, führt die Pantherklaue jene doch oft alle zusammen.


„Kriegern früher hm?“ Dachte Tzion sich des öfteren mal. „Und nun Spionin … ach das lag ihr glaube ich noch nie. Ich sah sie noch nie so zufrieden wie in letzter Zeit.“

Geschichten mit Männern, Kompetenzen, und so weiter, all dies schien sie früher nur unglücklicher zu machen, ihre Kraft zu schmälern die sie für uns alle her geben würde.
Doch nun als die 'immer' nun ja meistens! Gut gelaunte Wirtin der Pantherklaue, hatte sie wohl ihre Bestimmung gefunden.
Obgleich sie nicht mehr auf dem Felde stand um die Armee mit ihrem starken Arm und ihren flinken Beinen zu unterstützen, tut sie nun wohl fast einen besseren Dienst, als jeder Schlag ihres früheren Lebens hätte erbringen können.

Sie hebt in den schlechtesten Zeiten die Moral und eint die Truppen des all einen unter seinem Banner, denn wo wenn nicht in einer Taverne, kommen Freunde und Feinde sich näher.
Der größte Zwist zwischen zwei Herren, welcher vielleicht auf dem Schlachtfeld aufgrund von Neid ihr Leben gekostet hätte, wird bei einer Roten Hexe zur Nichtigkeit und jene vermeintlichen Bluts feinde, einen sich zu einem Kampfduo welches dem Feind das fürchten leeren wird!


„Seinen Segen und bis Morgen!“ Diese Worte hat man früher nur selten in den Gassen Düstersees so spät am Abend gehört, doch seitdem sich Sileas Taverne die Pantherklaue zum Mittelpunkt des Abendlichen Lebens von Düstersee entwickelt hat, erschallen diese grüße immer öfter in der zum Leben erwachten kleinen Stadt.

Verfasst: Dienstag 3. Februar 2015, 16:20
von Rayana Daley
Ich war auf dem Weg zurück nach Düstersee, hatte meinem Pferd die Zügel gelassen, er würde auch ohne meine Hilfen nach hause finden.
So konnte ich vor mich hinträumen, so viel war geschehen in den letzten Wochenläufen, Tzion war nun mehr in der Akademie als zuhause, da es dort viele neue Schüler gab, die es anzuleiten galt.
Enomis und Cara hatten ihre Läden jetzt zusammen, Gewand und Trank, unten Cara´s Teestube oben Eno´s Schneiderei.
Syrius hatte seine Schreinerei ebenfalls nach Düstersee verlegt.
Unser kleines Städtchen füllte sich mit netten und freundlichen Menschen und alle trafen sich in schöner Regelmäßigkeit bei Silea in der Pantherklaue.
Es tat gut Abends bei Silea zu sitzen, mit Freunden zu plaudern und einfach den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen.

So in Gedanken versunken bemerkte ich plötzlich eine Bewegung vor mir auf dem Feld. Ich schaute genauer hin und sah das es ein paar vorwitzige Hasen waren die ihren Bau verlassen hatten um auf dem verschneiten Feld nach Futter zu suchen....

Mir kam da eine Idee, die ich auch sofort verwirklichte.
Es dauerte zwar etwas die kleinen Biester einzufangen, aber dann zappelten doch einige von ihnen in dem Sack den ich zum Glück dabei hatte.
Nun trieb ich mein Pferd doch zur Eile an. Ich konnte es kaum erwarten die Gesichter der Anderen zu sehen wenn ich mit meinem Fang in die Pantherklaue käme.

Wie erwartet saßen schon ein paar Freunde dort beisammen.
Mit einem breiten Grinsen schüttete ich meinen Sack mitten in der Pantherklaue aus und die Hasen hüpften wild herum.
Der Ausdruck in den Gesichtern der Anwesenden, als ich meinte...
Hasenbraten Silea... schlachten darfst du sie selber...war wirklich unbeschreiblich.
Die Hasen trugen viel zur allgemeinen Erheiterung an diesem Abend bei.
Wir lachten, tranken und waren einfach nur froh das wir gute Freunde und die Pantherklaue als Treffpunkt hatten.

Am Ende dieses wieder einmal sehr gelungenen Abends, wurden die Hasen von mir ent...nein nein natürlich versorgt, so das man in der Pantherklaue Hasen nur fertig gebraten und mit Gemüse garniert auf Tellern findet, und nicht auf dem Boden wild herum hoppelnd.

Lachend verabschiedeten wir uns dann voneinander und ich bin mir sicher, wir alle freuen uns schon auf weitere lustige Abende in der Pantherklaue.


Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft - keinen größeren Reichtum, keine größere Freude.
Epikur von Samos

Verfasst: Sonntag 8. Februar 2015, 15:04
von Gast
In Gedanken ging sie schon die Einrichtung durch. Teria war ebenso
schon ganz aufgeregt. Am liebsten würden sie sofort loslegen.
Vielleicht wenn die Übung in Düstersee vorbei war. Ja vielleicht sollte sie dann schon einmal
die Kisten für den Umzug packen, oder war das zu voreilig? Immer dieses
Warten ... und sie war doch so ungeduldig. Sie wollte alles eingerichtet haben
ehe der Frühling beginnen würde. Denn wenn es erst einmal sprießte würde
sie beide Hände voll zu tun haben. Neue Aufgaben waren immer so aufregend.
Sie sollte nach und nach die Wintergetränke an den Mann bringen. Das Lager
sollte frei werden, damit sie für den Frühling passende neue Dinge anbieten
kann. Der kleien Kater wurde auch immer mächtiger in seiner Statur.
Er würde sich bestimmt sehr wohl fühlen auf so einem Hof. Man würde sehen ...

Verfasst: Freitag 27. März 2015, 16:41
von Gast
Es waren nun einige Wochen vergangen und es war so viel geschehen ...
Beyla war zu ihr gestoßen und hatte ihre kleine Schwester mitgebracht.
Gemeinsam wirbelten sie das Leben der sonst so in sich gekehrten Silea
sichtlich durcheinander. Es machte ihr freude die beiden um sich zu haben.
Eigentlich war ihr schon jetzt bande vor dem Tag an welchem Beyla einen
eigenen Hof übernehmen würde und dennoch, genau dafür wollte sie jene
die bei ihr Aufgaben suchten ausbilden. Das war das Ziel dieser Reise.

Seit wenigen Tagen war ein neues Mitglied dazu gekommen. Thalyn ...
sie war sich noch nicht ganz sicher was sie von ihm halten sollte.
Anders als Beyla war er nicht bewandert im Wissen über Götter, Glauben,
Reich und Gesetze ... sie hoffte inständig keinen Fehler begangen zu haben,
als sie ihm Unterkunft und Arbeit auf dem Hof anbot.
Er würde lernen müssen und beweisen, dass er bleiben wolle ehe er weiter
Verantwortung auf dem Hof übertragen bekäme.

Die dritte Veränderung war der Posten den sie zugesprochen bekam.
Vertretung des Statthalters. Bisweilen eine Aufgabe die keine war.
Es gab für sie nichts zu tun, doch sollte man sie brauchen war sie da.
So war es bei ihr wohl immer.

Dennoch hatte sie mehr als genug zu tun was die übrigen Dinge anging.
Beyla wollte ein Schlachtfest planen. Sie hatte sogar ein Schwein dafür
eingefangen. Bei einer Runde durch den Wald fand sie einen geeigneten
Platz dafür. Die Arena mit ihrem eigenen Marktplatz. Es gab Tische und
einen Stand mit Ofen. Andere Handwerker könnten sich beteiligen und
Stände einnehmen. Sie würden sich da was ausdenken und alles planen.
Der Frühlang kam näher und die Temperaturen stiegen. Bald wäre es
warm genug um solch ein Fest zu veranstalten.

Die Gedanken schweiften weiter und sie musste schmunzeln.
"einer Dame sollte man in der Öffentlichkeit Respekt gegenüber bringen"
Ja er brachte sie immer wieder zum Schmunzeln und Lachen. Diese
Eigenschaft schätze sie sehr an ihm. Und insgeheim hoffte sie auch weiter
solch amüsante neckende Gespräche führen zu können. Es war die
nötige und belebende Abwechslung in ihrem Alltag. Und jene kamen und
gingen so überaschend schnell.

Verfasst: Mittwoch 1. April 2015, 10:48
von Thalyn Lunerey
Nach der Ankunft auf Gerimor fand Thalyn nicht nur ein Bett auf dem Hof von Silea, sondern auch Arbeit. Die Arbeit auf dem Hof gefiel ihm gut, machte ihm Spaß und es gab auch reichlich zu tun, sodass es auch nicht langweilig werden würde. Natürlich hatte er noch viel zu lernen, denn dort wo er her kam gab es nicht so viele verschiedene Pflanzen, Werkzeuge und Tiere. Es war vieles neu für ihn, doch war er stets bemüht zu lernen und eine Hilfe für Silea und Beyla zu sein, die er ebenfalls kennen lernte. Sie erklärten ihm die Dinge dann, wenn er sie umsetzen sollte, mit sorgfalt, schließlich wollten sie nicht, dass er etwas falsch machte oder lernte. Er war ihnen dafür sehr dankbar und wollte sie nicht enttäuschen, nachdem sie ihn auf den Hof aufgenommen hatten.

Doch neben der ganzen Arbeit und dem Lernen neuer Dinge auf dem Hof, machte ihm eine andere Sache schwer zu schaffen. "Du solltest den Gruß des Herrn benutzen, Thalyn. Sonst hält man dich noch für einen Spion!", hatte Silea zu ihm gesagt, als sie etwas zu seiner Art sich zu begrüßen sagte. Auch erfuhr sie nun, dass Thalyn nie im Glauben an Alatar oder anderer Götter erzogen wurde und darüber hinaus auch nichts über sie wusste. Die Gesetze der Städte im alatarischen Reich hatte er auch nur einmal an den schwarzen Brettern gelesen, damit er zumindest wusste, wie er sich zu verhalten hatte. Dies alles schien Silea sprachlos zu machen und schließlich brachte sie ihn zum Hort des Wissens, damit er dort schon einmal aus Büchern lernen solle, was ihm später abgefragt und abverlangt werden würde. Dies tat er auch, da er nicht wollte das Silea wegen ihm Ärger bekommt und das sie ein falsches Bild von ihm haben.

Er würde ihnen zeigen, dass er keine bösen absichten hatte oder sie täuschte. Er kam in dieses neue Land um Arbeit zu finden und mit dem verdienten Gold seine Familie zu unterstützen, die weit entfernt von ihm, um das Leben kämpfte. Doch dies war nun nicht mehr alles was er wollte. Er hatte nun Leute gefunden, die er als Freunde bezeichnen konnte, mit denen er über vieles reden und für die er da sein wollte. Deswegen war es ihm auch wichtig vom Konvent des Wissens und dem Tempel geschult zu werden. Thalyn hatte Glück, denn er traf auf Joshua Yehraan, als dieser Silea auf dem Hof besuchte. Als Mitglied des Konvents war er sicher in der Lage ihn zu lehren und so scheute sich Thalyn nicht ihn nach dem Unterricht zu fragen, den er absolvieren wollte. Als Joshua ihm versicherte, dass er den Unterricht bekommen würde und dazu auch sicherlich einen Termin im Tempel, war er glücklich und hoffte, dass es Silea zeigen würde, dass er gewillt war zu lernen, dem Glauben an Alatar näher zu kommen und dass er nicht wollte, dass sie wegen ihm Ärger bekommt.