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Der Zorn der Lethrixare und die Roben der Lethyren

Verfasst: Donnerstag 9. März 2006, 22:26
von Shyija´Xinrae
Sie kehrten recht baldig von den Gesprächen, die sie führten in den Unterschlupf zurück. Gry'laox und Tluth´xarlor wurden recht baldig in Rahal aus den abendlichen Diensten entlassen und sollten sich ins Gebet zurückziehen, doch für Shyija begann nun die Arbeit. Sie ging mit Mory zurück in den Unterschlupf, ihre Dienste für ihn waren noch lange nicht beendet. Als sie dort waren, weiter über ihre Pläne nachdachten und sie ausarbeiteten wusste Shyija, dass sie dieses Mal wirklich Mühe brauchte, sie musste ihre Arbeit sehr sorgfältig erledigen. Und sie würde dies tun und auch schaffen, mit Vaters Hilfe und dem Glauben Mory'taels an ihre Handwerkskunst.

Mory'tael hatte sich zur Ruhe begeben, während sie sich an die Arbeit machte. Sie schob die Utensilien von Mory auf dem Tisch auf die Seite, breitete ihre Stoffe aus. Sie hatte eine Zeichnung der Roben, Skizzen von Magierroben aus Tirell, die sie nun anfertigen musste. Sie dienten für ihre Pläne, welche sie hatten. Lange Zeit hatte Shyija nicht mehr solch einen Elan und solch eine innere Ruhe aufgrund ihres Zornes verspürt. Doch der Abend, die Demütigung bei Leanne hatte ihr genügt um all ihren Zorn auf ihre Arbeit zu richten. Ihre Gebete, die sie zu Vater sprach, huschten ihr bedächtig über ihre Lippen. Mit seiner Hilfe und der Hilfe des Zornes, welcher in ihr brodelte würde sie sich nun an die Arbeit machen. Aus der Truhe nahm sie die Stoffe, viele Stoffe, breitete diese vor sich aus. Mit ihren flinken Händen fing sie an, aus den Stoffen Stück für Stück eine Robe nach der anderen zu bauen. Sie sahen den Original Roben zum verwechseln ähnlich. Jedes einzelne Stück der Robe überarbeitete sie, fügte jedes einzelne Abbild, jedes einzelne Zeichen, jede einzelne Besonderheit der Robe etwa so ein, wie sie diese auf den Mustern vorfand. Immer wieder blickte sie zu Mory. Es war sein Wunsch, dass sie diese Roben anfertigte, sie würde ihm nachgehen. Damit sie schon am nächsten Morgen die Roben hatten, diese Roben tragen konnten. Ihre düsteren Gedanken und Pläne zauberten ihr ein hämisches Grinsen auf die Lippen. "Diese Narren, diese verfluchten Narren!" zischelte sie immer wieder vor sich hin, als sie sich mit ihrer ganzen Konzentration weiter über die Roben beugte, Stoffstück für Stoffstück aneinander fügte, nähte glatt strich, überprüfte. Immer wieder dachte sie an das Gespräch in Bajard, wie sie sich abermals alles anhören musste, was man sie hieß. Sie kochte. Innerlich brodelte sie und doch zügelte sie ihren Zorn, legte diesen auf die Roben. Sie brauchte Stunden für die Roben, vier Stück an der Zahl. Sie breitete die drei Roben der Kampfmagier vor sich aus, nickte zufrieden, verglich sie abermals mit den Zeichnungen und zischte vergnügt aus. Die letzte Robe - die der Illusionisten - legte sie daneben, strich die Stoffe glatt. "Danke, Vater!" Ein hinterhältiges Grinsen huschte abermals über ihre Lippen, ehe sie sich neben Mory niederlies und ebenso die Ruhe der Nacht suchte, um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten.