DOOM DADA
Verfasst: Samstag 22. November 2014, 02:46
"Loslassen von Dingen, Illusionen, Menschen bedeutet zu akzeptieren, daß wir nicht bekommen, was wir uns gewünscht hatten. Wenn wir zulassen können, daß es so ist, wie es ist, und nicht anders... dann und erst dann hat die Qual ein Ende."
Der Kohlestift wurde behutsam angespitzt, was ein sanftes Kratzen im Raum erklingen lies. Es war mittlerweile etwas länger her, daß Feoras zeichnete und es überkam ihn sehr spontan. Eine Tat, die er nun gedachte tun zu müssen. Fein säuberlich setzte er also den Stift wieder auf das Pergament. Es sollte so wirklich wie möglich aussehen und während er dem Entwurf den letzten Schliff gab, waren die Bilder in seinem Kopf von Vergangenem omnipräsent.
Den Einfall zu diesem Bild hatte er, während er versuchte sein eigenes Herz zu zähmen, seinen Kopf zu beruhigen. Ob es am nahenden ersten Hochzeitstag lag der bald kam, der Winteranfang oder die Geschehnisse der letzten Tage, konnte der Schneider sich selbst nicht beantworten. Er wusste nur, dass er alles schädliche aus sich heraus reißen wollte. Die Zeichnung nahm wie von selbst Gestalt an und nach einer gefühlten Ewigkeit war sie fertig...
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Zwei haltende Hände. Eine einfache Berührung. So ausdrucksstark und verbindend zu all jenem was gutes aber auch vernichtendes mit sich brachte. Behalten würde er sie aber nicht, der Zweck wofür er sie brauchte war ein anderer. Jene nochmal länger betrachtend nahm er sie an sich und verlies seine Schneiderei, zusammen mit einer Laterne und einer kleinen Tonschale.Unten im Garten, stellte er die Schüssel auf dem stabilen Tisch ab. Die Laterne fand daneben ihren Platz, die noch ihr Türchen geöffnet bekam. Ohne zu zögern schob Feoras das Pergament vor, in das er eben noch so viel Arbeit steckte, so das die Flamme des Lichtspenders die Ecke von jenem begierig verschlang. Mit ruhigem Ausdruck betrachteten die hellblauen Augen das Spektakel. Innerlich mit der Hoffnung, daß er während er zeichnete, alles Schlechte das ihn nun verfolgte mit in dieses Bild gebannt hatte. Ein symbolischer und tatsächlicher Versuch es aus sich selbst herauszubrennen. Als das lodern sich ausbreitete, legte er das kleine brennende Kunstwerk in die Schüssel und sah zu wie es auch den Rest vernichtete, nur damit der Wind die Asche aufnahm und mit sich fort trug.
So hat jeder andere Wege mit Dingen umzugehen. Manche beweisen sich im Kampf, andere schreien oder schreiben. Für ihn war es seine eigene Art, und mit einem mal bildete sich ein spärliches lächeln auf seinen Lippen...