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Kinderlachen - Kindertränen
Verfasst: Mittwoch 8. März 2006, 10:37
von Mikilas Sotan
Schmerzhaftes Schreien erklang aus dem Keller des Waisenhauses. Da lag ein kleiner Junge an der untersten Stufe, blutend am Kopf und ein kleiner Fuss leicht verdreht. Sie hatten so fein gespielt, Marel und er, fangen und dann war Marel die Treppe heruntergelaufen und Mikilas hinterher. Er hatte die Stufen zu spät gesehen und war jene heruntergepoltert. Marel lief sofort nach oben, als er das Blut sah und holte Sheila. Jene nahm Mikilas auf den Arm und setzte ihn an den Rand des neuen Badebecken. Mit einem nassen Tuch suchte sie das Blut zu stillen. Mikilas schrie und weinte und bekam nicht wirklich viel um sich herum mit. Als Sheila ihm den Stiefel auszog wurde sein schreien nur schriller.
tut weeeeeh
Quäkte der kleine vier Sommer alte Junge. Sheila versuchte mit Marel zusammen den Kleinen Mann zu trösten. Sheila tunkte den nackten blauen und dicken Fuss in das Kalte Badewasser als Alliestra herunterkam. Mikilas streckte seine Ärmchen nach Alliestra aus und jene nahm ihn zu sich auf den Schoss. Dann kam Elias auch herunter mit Bandagen. Alliestra schlug vor das man Mikilas erstmal nach oben brachte und legte ihn oben sanft in die Felle. Marel blieb die ganze Zeit an Mikilas' Seite. Elias bstrich Mikilas' Fuss mit einer starken Schmerzsalbe die den Kleinen müde machte. Sanjana Valeth kam auch noch hinzu und Keanina. Sanjana betrachtete Mikilas und lenkte ihn mit Temora ab, wärend sie ihm reinen Alkohol auf die Platzwunde treufelte. Schmerzhaft schrie Mikilas auf und krallte sich an Alliestras Hand fest. Er versuchte seinen Kopf wegzudrehen, was Alliestra aber verhinderte. Irgendwas von Temora beten und dann weniger Schmerz verstand Mikilas von Sanjanas sanfter Stimme.
papa hat sagt das temora ein eh nie hört aber dich hört sie weil du ein temlerin von ihr bis.
Gab der kleine Schluchzend von sich als Sanjana gegen Mikilas Fusssohle drückte um den Fuss mit einem Verband zu verbinden. Heiser schrie Mikilas, immer müder wurde er vom vielen Weinen und Schreien. Sorgsam umwickelte Sanjana seinen kleinen Fuss und Elias bstrich den Verband mit einer Paste die jenen härter machte so das der Kleinen seinen Fuss nicht mehr bewegen konnte. Sanjana sangt ihm irgendwann ein Lied vor, von dem er vor lauter Müdigkeit nur etwas von Regen und Heilen verstand, es verwunderte ihn das ihm jemand vorsang. Sein kleiner schmächtiger Körper zitterte von der ganzen Anspannung und der ganzen Situation.
Dabei wollte er doch nur mit anderen Kindern spielen. Ob Solveigh ihm nun böse war, das er nicht zur rechten Zeit zu hause gewesen war? Ob sie ihn vielleicht suchte? Oder gar schlimmer, ihn vermisste?
muss zu solveigh heim
Hatte Mikilas noch gemurmelt eher er von der Schmerzsalbe und allem Dumherum fest einschlief. Die Paste und der Verband und das Beten von Sanjana nahmen ihm den Schmerz für eine Weile und so konnte er ruhig schlafen.
Verfasst: Mittwoch 8. März 2006, 18:02
von Solveigh
Der Abend war schon fortgeschitten, die Dunkelheit eingebrochen.
... Kein Mikilas ...
Es war immer pünktlich gewesen oder aber Solveigh hatte gewusst wo er war.
... Kein Mikilas ...
Hatte die Garde es dann doch geschaft den Jungen festzusetzen ? Wie oft war das nun vorgekommen, dass sie versucht hatten ihn von der Straße zu nehmen ?
Solveigh atmete tief durch.
Immer der Reihe nach, als erstes würde sie sich aufmachen zum Hof nach Bajard, egal wie dunkel es war, ... dann musste sie sich vieleicht bei der Garde durchfragen ... und dann ? ...
"abwarten, nicht über ungelegte Eier nachdenken" ermahnt sie sich und machte sich entschlossen auf den Weg, den leichten Anflug von Sorge wegdrückend.
Verfasst: Donnerstag 9. März 2006, 00:02
von Alliestra de Mervis
Sie kam durch Zufall in den Keller und stockte. Das erste was sie sah war eine fremde Frau die Miki auf den Schoss liegen hatte und sein Fuss hing ins Wasser. Neben den beiden stand Marel und war ganz verstört und schaute zu Boden.
Was ist denn hier passiert? platzt es aus ihr raus...und dann hört sie auch schon Miki herzzerreissend weinen.
Sie stürmt auf die beiden zu und sieht das er eine Wunde am Kopf hat und das sein Fuss ganz blau wurde.
Sofort streckte er die Arme nach ihr aus und sie setzte sich auf den Boden und nahm ihn in den arm um ihn zu trösten.
Kurze zeit später kam Elias die Treppe herunter und wollte sich gleich dran machen ihn zu verarzten, aber sie wollte ihn erst nach oben bringen damit er sich auf die Felle legen kann.
Oben angekommen schrieb sie sofort einen Brief den sie an einer Taube befestigte und drückte sie Keanina in die Hand.
Lass sie draussen frei bitte, sie wird einen Heiler suchen für uns.
Wendet sich dann wieder zu Miki um und streichelt ihn über die Haare weil sein weinen kein ende nehmen mag.
Endlich hörte sie ein klopfen und eine bekannte Stimme vor dem Haus und atmete erleichtert aus.
Sanjana Valeth war auf ihre Taube hin gekommen und würde Miki helfen, davon war sie fest überzeut.
Es war nicht leicht, aber endlich war es geschafft und Miki konnte endlich seinen Schlaf finden. Vorher murmelte er noch die Worte das er heim solle zu Solveigh. Konnte sie Miki das zumuten das er den ganzen weiten Weg getragen wird?
Nein murmelt sie vor sich hin. Er braucht seinen Schlaf jetzt dringender als das ganze getrage
Verfasst: Donnerstag 9. März 2006, 00:22
von Mikilas Sotan
SOOOOOOOL
schrie er ihr hinterher. Sie drehte sich nicht mehr zu ihm um, kein Wort der Liebe kam über ihre Lippen. Trotzig hatte er sie angesehen. Er hatte doch nur spielen wollen, mit Kindern und mal nicht nur mit Erwachsenen.
SOOOOOOL
schrie er immer wieder hinterher, er versuchte unter Schmerzen ihr hinterherzukrabbeln, aber Cyr hielt ihn immer wieder fest. Cyr sagte sogar Solveigh würde wütend wenn er ihr nachrennen würde. Kraftlos schlug Mikilas nach Cyr. Wie konnte eine Frau wütend werden, wenn das Kind das jene Frau liebte zu ihr wollte. Immer wieder schrie er ihren Namen. Immer wieder versuchte er hinter ihr herzu krabbeln. Sie hatte gesagt er habe ein Verbot übertreten und wäre deshalb besser im Waisenhaus aufgehoben.
welches verbot? wollt doch nur spielen, wollt doch nur zu mein freund, wollt doch nur zu marel un enola.
Er verstand die Welt nicht mehr. Mikilas konnte sich an kein Verbot erinnern, auch nicht daran das er nur bis Bajrd und zum Haus durfte aber nicht mehr wie sonst nach Varuna und zu seinen Freunden. Er schrie sich vollkommen heiser nach Solveigh, bis er wimmernd und resignierend an Thancreds Schulter lag als jener ihn wieder ins Haus trug. Starr blickte er vor sich her. Nur eines konnte er denken.
sie hat mich verlasst so wie marienna. einfach weg, weil nich so war wie sie wollt.
Irgendwann schlief er ein, aber durch die ganze Anstregung die sein kleiner Körper an diesem Tage erfuhr, das schreien nach Solveigh, das viele weinen, das um sich Schlagen, das wegkrabbeln, stellte sich langsam Fieber ein. Alles in ihm schien gebrochen, jeglicher Wille, jegliches Gefühl. Er reagierte auf nichts mehr, nur die neue Kuscheldeckte drückte er fest an sich. Er hatte sich so unendlich gefreut Solveigh zu sehen und dann hatte Cyr gesagt wenn er sich nicht an Regeln halten konnte, wäre die Tür daheim für ihn verschlossen und er dürfe erst wieder zu Solveigh wenn er egsund war.
Nass war der Verband nach kurzer Zeit geschwitzt.
soooolll
weinte er im Fieberschlaf vor sich her. Sie war in seinem Herzen für ihn wie eine Mutter geworden, sie hatte ihn befreit als diese dumme Gardistin in der Bank in Bajard festhielt, sie hatte ihn in Leannes Bett getragen und ihm einen Kuss gegeben und jetzt war er zu verletzt um nach Hause getragen zu werden? Er verstand nichts mehr, er wollte nichts mehr verstehen. Als Cyr zu ihm ging und ihm über den Kopf streicheln wollte, hatte Mikilas von ihm weggedreht. Alles war in ihm gebrochen und er weinte im Fieberschlaf, schluchzte obwohl keine Tränen mehr da waren.
Verfasst: Donnerstag 9. März 2006, 07:15
von Solveigh
Mikilas war für den Moment gut aufgehoben bei diesen Menschen, die kein Maß kannten.
Liebe, Erziehung, Güte, klare Grenzen, ... Dinge die es anzuwenden galt, wenn die Zeit dafür da war.
Sie hatten ihn angeheizt den kleinen Mann, ohne es zu merken, hatten mit ihrer offen vorgetragenen Nachsicht die einfachste Methode das Kind zum Nachdenken zu bewegen, zunichte gemacht.
Und nun, nun war alles schwerer.
Natürlich liebte sie den kleinen, und eben weil sie es tat, war es so ungeheuer wichtig, dass er begriff, dass die Welt kein Spielplatz war, dass er schnell begriff, dass er sich an Regeln halten musste, wenn er überleben wollte.
Konnte er sich selbst nicht daran halten, würde man ihn einsperren müssen in der einen oder anderen Art, lies man ihn gewähren würde er in sein verderben laufen.
Was dachte sich dieses naive Volk dort, gingen sie so mit allen Kindern um ? Gab es dort keine Regeln, die sie durchsetzen mussten ? Apellierten sie lieb und nett mit ihrer Güte solange ohne das es etwas nutzte, bis es zu spät war ?
Die Phase in der Solveigh lieb und gütig war, was die Regelungen des "durch die Welt ziehens" anging, hatte es gegeben und sie war vorbei.
Der kleine Mikilas hatte die Grenzen ausgelotet und nun mussten sie von Solveigh gehalten werden, eben weil sie den kleinen mochte, eben weil er zur Mündigkeit, zur Reife erzogen werden sollte.
Und mit ihrem dauernden Dazwischengerede hatten diese ach so kinderlieben Menschen dort alles zunichte gemacht und es immer weiter verkompliziert.
Sie wusste im nachhinein nicht mehr was Miki alles in den falschen Hals bekommen hatte, was er auf sich bezog wo es doch für diese Erwachsenen gedacht war.
Hätten sie sich doch nur rausgehalten, rausgehalten aus einem ganz normalen vernünftigen Vorgang zwischen "Mutter" und Kind, etwas was sie nicht die Spur zu interessieren hatte ....
Erziehung war nicht einem Kind alles recht zu machen.
Solveigh hatte sich lange über die gnadenlose Dummheit der Leute aufgeregt, hatt die Fassung vor Ort gewahrt und Miki zurückgelassen, wohl wissend das Cyrion noch bei ihm war. Wohl wissend das Cyrion den Ernst der Lage begriffen hatte und sicher geeignet reagieren würde, wenn ... ja wenn diese Leute nicht auch das zu nichte machen würden.
Halbwüchsige die sich um Kleinkinder kümmerten. In die flauschig, wattige Sicherheit der behüteten Stadt eingebettet. Mit naiven Vorstellungen einer anders gearteten Welt.
Ja sie würden sich unheimlich im Recht fühlen, weil sie jede Träne im Hause vermieden. Die grausame Quittung am Ende ein verhätscheltes nicht überlebensfähiges Wesen großgezogen zu haben, dass bei der ersten Gelegenheit als Erwachsener über die Stränge schlägt, keinen "Welpenschutz" mehr geniesst und vieleicht dass schlimmste ertragen muss, diese Erfahrung würde fehlen, weil der junge Mann dann ja aus dem Hause und aus dem Sinn war.
Und das nur weil sie nie in der Lage waren ihm Grenzen aufzuzeigen als es angebracht war, als man dem Kind mit ein paar einfach Worten nur das Denken beibringen hätte können.
Als Cyrion wenig später nach Haus kam, war er niedergeschlagen und was er sagte, klang nicht danach, dass sich etwas zum Besseren gewendet hätte.
Vieleicht hatte sie den Jungen an diesem Abend an diese Narren in jener "Kinderverwahr und -verzieh Station" verloren.
Vieleicht hing er aber auch genug an ihr, um sich an die paar Dinge zu halten, die ihm einmal das Leben ermöglichen würden.
Vieleicht begriff er worum es ging, oder fühlte es einfach nur.
Vieleicht hatten sie ihn aber schon in genug Watte gehüllt ... Solveigh wusste es nicht.
Für das Erste war Mikilas im Waisenhaus sicherer aufgehoben, wo sich die Schergen Rahals um ihren Hof herumdrückten, hoffentlich hatte der Junge wenigstens das begriffen.
Aber sie würde wieder dorthingehen und nicht aufgeben, das war sicher.
Sie würde versuchen Mikilas zu retten.
Verfasst: Donnerstag 9. März 2006, 12:37
von Enola
Ihre Puppe Mia an sich gedrückt lag sie neben Miki auf den Fellen. Der Abend hatte ihr zu schaffen gemacht, erst heult Miki - Ihr Freund! Und dann auch noch der böse Mann welcher Miki einfach allein lies. Sie schlief schlecht, wie so oft und so mussten die anderen Waisenkinder in der Nacht wieder ihr gestrampel und herumgedrehe ertragen. Doch sie lies Miki nicht aus den Augen, er war ihr an ihr Herzchen gewachsen, sogar eine rote Blume hatte sie ihm geschenkt!
Und sollte Miki weinen, weint sie mit. Dies hatte sie sich vorgenommen und Shanna würde es begreifen, da war sie sich sicher! Mit ihrer Puppe drehte sie sich zur Seite und betrachtete Mikis Gesicht, noch vereinzelt hangen die Tränen an seinen Augen und seine Wangen waren noch gerötet, Miki hatte Schmerzen und das tat ihr Weh! Sie mochte ihn, doch sollte er glücklich sein. Als sie hörte das Miki im Waisenhaus bleibt, war sie überglücklich, doch sollte er nicht Gesund werden? Wird er hier gesund? Und wer ist Sol?
Miki braucht Uns, sonst Miki weint weil Alleine! Sprach sie dann murrmelnd und bekam sogleich von der Seite einen Schubs. "Nun schlaf endlich, du weckst uns noch alle auf." Die Unterlippe nach oben schiebend presste sie ihre Puppe an sich und betrachtete weiter Miki, sie starrte ihn an.. bis sie irgendwann in die Traumwelt sank.
... wie gut hatte sie es mit Shanna, obwohl sie ihr das Spielen auf dem Marktplatz verbat und sie das letzte mal einfach mitgezogen hatte, geweint hatte sie und gezappelt, doch Shanna lies sich nicht erweichen...
Verfasst: Donnerstag 9. März 2006, 12:44
von Alassea
Sie kam gerade hinzu, als Cyrion und Thancred zusammen sprachen. Das Gespräch ging in eine Richtung die sie depremiert stimmte. Da lag ein kleiner Junge mit gebrochenem schmerzenden Fuss und einer verbundenen brennenden Platzwunde in den Fellen und die Erwachsenen hatten nichts besseres zu tun, als ihm Vorwürfe darüber zu machen, dass er ihrer Einladung gefolgt war hin und wieder im Haus mit den anderen Kindern zu spielen. Das der Kleine das Wort spielen nichtmal wirklich kannte, dass alles für ihn spielen war, war offensichtlich.
Selbst Taschen leerräumen aus Hunger war für ihn nur ein Spiel. Er hatte Marel und Sheil erzählt dass diese Marienna ihn verlassen hatte, weil er ihr zu wild und Freiheitsliebend war, sie hatte in ihrer Erziehung vollkommen versagt. Ihn aber kaum das man ihm ein Heim bot mit Regeln zuzudonnern war auch kein Weg. Das löste in ihm nur eine Blockade aus. Sie kannte solche Kinder, sie war selber mal so eines gewesen.
Was hatten Ronya und sie für Kriege geführt miteinander, nur weil sie selber auch so Freiheitsliebend gewesen war und noch immer ist. Sie konnte sich noch gut erinnern wie sie sich gegen Komandos und Regeln aufgelehnt hatte, bis sie eine Aufgabe bekam die ihre volle Verantwortung verlangte und die sie sehr ernst nahm. Miki war so ähnlich. Das Soveigh ihn gerade jetzt zurückliess, sie wusst es von sich selber, das es ihm sein kleines Herz zerriss. Rahaler hin oder her, ein Kind brauchte Liebe, und Verständniss wenn es verletzt war und keine Vorwürfe.
Regeln gab es hier im Waisenhaus auch, sogar strenge an die sich aber jedes Kind schnell halten konnte, denn sie wurden immer wieder daran sanft daran erinnert. Die meisten Kinder hier waren Kinder deren Vertrauen bis ins Kleinste zerstört worden war und das galt es zurückzugewinnen, aber nicht mit Härte und Vorwürfen. Sie dachte dabei an Marel, wie schnell hatte der kleine Mann begriffen, das er Verantwortung hatte und trotzdem Kind sein durfte. Es reichte oftmals nur noch ein liebevoller auffordernder Blick und er benahm sich wie ein kleiner Gentleman. Es kam auf die Methode an und Miki war auch so jemand der immer und immer wieder versuchte irgendwo, ganz egal wo, Liebe, Nähe, Geborgenheit und Vertrauen zu bekommen, wenn er das alles für sich fest im Herzen hatte, dann erst konnte man langsam mit Regeln anfangen.
Sie war erst 17 Sommer alt, aber gestern hatte sie nur gedacht
Ich bin noch so jung, aber scheinbar reifer als diese beiden.
Die ganze Nacht über hatte Miki Fieber und sie kühlte ihn so gut es mit seinen Verbänden ging, wie leblos reagierte er auf alles, egal ob sie ihn in den Arm nahm oder ihm versuchte zu trinekn zu geben, er wirkte auf alles desinteressiert. Wut kroch bei ihr dabei hoch. In nur wenigen Minuten hatten diese beiden, die von sich behaupten erwachsen zu sein, die Seele eines Kindes zerbrochen. Kinder sind die Zukunft und innerlich blickte sie vor, jetzt konnten nur noch Lairja, Silwen, Niathael und Leanne helfen, die vier Personen von denn Miki immer wieder gesprochen hatte und von denen er nur gutes sprach.
Verfasst: Freitag 10. März 2006, 08:02
von Alassea
Fast Alle waren erschienen. Thancred fehlte und Aradan und Asteve ebenso, aber die Gründe waren für Shanna in Ordnung, zumindes fehlte niemand unentschuldigt. Selbst Ronya hatte sich die Zeit genommen und so beriet man sich über Mikilas. Allen war klar, im Waisenhaus konnte er erstmal nicht bleiben. Nachdem Ronya erwähnte das die Banditen keine 50 Schritt weit von Solveights Haus wohnten und zudem Rahaler dort ebenfalls campten war Shanna klar, dorthin kann ein vier Jähriger nicht zurück, zudem der Sumpf nach Ronyas Aussagen auch noch sehr nahe dort lag.
Alle machten Shanna Mut, das Solveigh keinerlei Rechte über Mikilas hatte, dass sich jene nur lediglich seiner Annahm und mit den Worten von Cyrion, die sowohl, Thancred, Keanina und Alliestra mitbekamen, lag das Erziehungsrecht vorerst beim Waisenhaus und somit bei Shanna. Mikilas' Fieber war über den Tag gestiegen. Er bekam Abends nur noch ein Quäken heraus und war im Ganzen schlapp und nicht wirklich ansprechbar.
Shanna packte eiige warme neue Kleidung für den Kleinen zusammen, denn auch jenes Jenes war ihm nicht gegeben worden bei Solveigh. Noch immer trug Mikilas ein viel zu grosses, angerissenes, dreckiges Hemd, und eine schlabbrige ebenfalls viel zu grosse dreckige Hose die mit einer Schnur um die schmächtigen Hüften des Kleinen festgahlten wurde. Seine kleinen Füsschen steckten normalerweise in kleinen Stiefelchen die er im Grunde gar nicht brauchte so löchrig wie deren Sohlen waren und das der Kleie noch niemals eine Badewanne gesehen hatte sah man ihm deutlich an. Und dahin sollte der Kleine zurück? Nein, eher würde sie ihn selber adoptieren, zusammen mit Enola.
Alliestra und Keanina verabschiedeten den Kleinen und auch Lairja war dabei. Ronya nahm den Kleinen erstmal zu sich, damit er in ruhiger Umgebung gesund werden konnte, ohne Kindergeschrei dazwischen und herumwuselnden Ammen und Betreuern. Gegen Abend wollte Shanna nach dem Kleinen sehen, den Verband am Kopf wechseln und nach dem Fieber sehen. Sie hoffte das Ronya eine doch noch ruhige Nacht gehabt hatte.
Verfasst: Freitag 10. März 2006, 08:15
von Mikilas Sotan
Als er seine Augen öffnete, erblickte er ein Zeltdach. Langsam wanderte sein Blick neben sich und betrachtete die schlafende Ronya. Nachdenklich runzelte er die Stirn, die nassgeschwitzt war, auch die Felle waren feuchtgeschwitzt. Er wusste nur noch das er auf Ronyas Arm war und sich auch noch wohl gefühlt hatte, das jene richtig lieb zu ihm gewesen war und das Lairja dagewesen war und Alliestra. Wo war er nur? Er hatte noch nie in einem Zelt geschlafen aber es war so urgemütlich neben Ronya. Leise kuschelte er sich an Ronya und döste gleich wieder ein.
Ruhig war er die Nacht gewesen nur manchmal war er wach gewesen, immer dnan wenn Ronya seine Stirn kühlte. Gegen Morgen war das Fieber dann etwas gesunken. Ob es an der warmen Nähe zu Ronya lag, die ihn behütete? Oder daran das sie im Grunde ein sehr sanfter liebevoller Mensch war, die ihm eine kleine Grenze gestern schon aufgezeigt hatte, ohne das es für als Strafe rüber kam? Er hatte sich seinen dreckigen kleinen Daumen in den Mund geschoben um auf ihrem Arm zu schlafen und Ronya hatte ihn ihm sanft aus dem Mund genommen. Er hatte nur leicht geblinzelt und verwundert geschaut. Keine Klapse auf den Fingerchen das er das gemacht hatte und auch kein durchgehen das der Daumen im Mund gelandet war. Als er ihn danach nochmal reinschieben wollte erinnerte er sich daran das Ronya ihm jenen zuvor schonmal rausgenommen hatte und er war zu matt um sich mit ihr darüber zu Streiten, also liess er es bleiben.
Leise hörte er das Lager wachwerden, aber viel zu müde fühlte er sich, um jenes als aufregend odre als ein Spiel zu betrachten, seine Nase lehnte er an Ronyas Hals, seine heisse Stirn an ihre Wange und schlief direkt wieder ein mit einem kaum sichtbarem leichtem Lächeln auf den kleinen Lippen.
Verfasst: Freitag 10. März 2006, 11:35
von Ronya Sotan
Ein leises schnaufen dran an Ihr Ohr , Ronya öffnete die Augen blickte ohne den Kopf zu bewegen an sich herab.
Da lag das Kind , der Junge , Mikilas.
In gedanken lies sie den abend Revue passieren.
Sie hatte sich fest vorgenommen die klappe zu halten , nur das nötigste zu sagen was man als mögliche Zeuegnaussage brauchn könnte wenn diese Solveigh Tatsache beim Grafen anfangen würde ärger zu machen.
Und was kam dabei raus ?
Sie nahm den kleinen auf den Arm , brachte ihn hierher .
Sie befühlte die Stirn des Jungen und stellte fest das das Fieber etwas gesunken war.
Ronya nickte zufrieden und lies sich langsamm aus den Fellen gleiten , dabei drauf achtend das Miki nicht wach wurde.
Sie hatte noch eine Flasche wundsalbe und damit bestrich sie eine Bandage die sie dann auf Mikis kopf legte und mit einem kleinem verband befestigte.
Dann sah sie sich seinen Fuß an.
Sie löste den Verband und schlug innerlich die Hände über dne Kopf zusammen.
Eilig lief Ronya in den Wald und schnitt einige Äste von den Bäumen.
Drinnen schabte sie deren Rinde ab und umwickelte diese Äste mit Bandagen.
Dann baute sie eine art kleines Gerüst um den Fuß bestehend aus 4 mit bandagen umwickelten Ästen und verband das ganze am Ende .
Der Fuß musste absolut still liegen denn sonst lief Miki gefahr nie wieder richtig laufen zu können.
Von all dem Verbinden wurde der kleine natürlich wach und blinzelte müde.
Scheinbar wusste er gar nicht wo er war .
Ronya schloss die Vorhänge des Zeltes und legte sich wieder zu dem jungen.
" Lass uns noch etwas schlafen " meinte sie und drückte den kleinen an sich.
Bald shcon war wieder dieses schnaufen zu hören und wenige minuten später fielen auch Ronya die Augen zu.
Seelenblicke
Verfasst: Freitag 10. März 2006, 11:36
von Solveigh
Shanna Llastobar
sie wollte ihnen Miki vorenthalten und klammerte sich aus irgendeinem Grunde an ein Gesetz, dass ihr, wie sie meinte das Recht dazu gebe.
Das Recht ein Kind, welches sich in ihrem Hause verletzt hatte, als Straßenkind zu bezeichnen, obwohl es ein Heim hatte, und daraus abzuleiten es gehöre ins Waisenheim und müsse adoptiert werden.
Natürlich wäre sie Richterin über Wohl und Wehe und würde ihres tun, damit sie den Jungen nicht herausgeben würde müssen, und Cyrion und Solveigh einen möglichst schlechten Leumund bescheinigen.
Wie einfach das war, welch abgekartetes Spiel.
Mikilas hatte Fieber, als Solveigh mit ihrem Mann wieder im Waisenhaus auftauchte. Aber statt sie nach dem Jungen schaun zu lassen, ob es vieleicht von einer Entzündung unter dem dicken Verband am Fusse herrührt, erklärte Shanna ihnen schlichtweg, sie _wisse_ dass es nichts mit der Verletzung zu tun habe.
Wie leichtfertig. Ein Wundfieber konnte das Kind umbringen und es galt schnell zu handeln.
Panik stieg in Solveigh hoch und diese selbstherliche Person erklärte ihr sie _wisse_, dass es das nicht sei.
Das Fieber käme davon, dass Solveigh Mikilas die kalte Schulter gezeigt hätte.
So kalt war ihre Schulter kaum gewesen, hatte Miki bevor der Abend so entartete immer noch in ihrem Arm gelegen.
Aber Zurechtweisungen mussten ausgesprochen werden, da ging kein Weg dran vorbei.
Man bekam kein Fieber weil man Sorgen hatte. Und das Mikilas gespürt hatte, dass er etwas falsch gemacht hatte, würde seinem Weg gut tun. Kritikfähigkeit war etwas wichtiges, davon war Solveigh überzeugt.
Shanna bestand darauf, dass Mikilas ihr Haus unter gar keinen Umständen verlassen könnte solange er so krank sei. Welch Mitgefühl, aber immerhin entzog sie sich damit der Möglichkeit ihnen vorzuwerfen ihn nicht mitgenommen zu haben.
Auch das klang am Vortag anders, würde es das Morgen wieder tun ? Würde sie sich selbst daran halten ?
War sie nur intrigant oder wusste sie nicht was sie tat ?
Woher nahm sie dieses Wissen um den Ursprung von Mikis Krankheit ? Wie konnte sie 'in seine Seele' schaun ?
Daraufhin angesprochen gab sie allen Ernstes und seelenruhig an "Sie sei schon früher als 'weise Frau' bezeichnet worden, andernorts wäre das eine Schamanin oder Hexe".
In diesem Moment hatte sich in Solveigh endlose Sprachlosigkeit breit gemacht, was sagte diese Frau dort ?
Sie könne in Mikilas Seele sehen weil sie eine Hexe oder etwas vergleichbares sei ?
Warum fühlte Solveigh nichts ? Leere, da war nichts was ihr einen Hinweis darauf gegeben hätte, dieser Eindruck, den sie bei ihren Schwestern hatte.
Der Eindruck der sie mittlerweile schon ahnen lies, wenn Vivianne unerwartet vor der Tür stand. Er fehlte. Selbst wenn sie lauschte ... nichts.
War sie eine Aufschneiderin oder bediente sie sich einer Machtquelle, die Solveigh nicht fassen konnte.
So oder so, Solveighs Unruhe wuchs. Zu welchen Dingen war jemand in der Lage, der in anderer Leute Seele blicken konnte ?
Konnte sie eben jene Leute auch beeinflussen ?
Solveigh konnte dererlei nur erahnen, die Emotion des Moments fühlen, und selbst Vivianne sagte von sich, sie könne keine Gedanken lesen.
Aber diese Shanna Llastobar hier.
Entweder war sie eine Verantwortungslose Lügnerin oder ... oder gefährlich.
Miki hatte zu ihnen gewollt, weil er Solveigh vertraute, und würde selbst entscheiden wo er hin wollte.
Es sei denn ...
Solveigh konnte sich nur schwerlich beherrschen und dieser Gedanke dominierte das Gespräch, sodass viel an ihr vorbei zog.
... es sei denn, sie konnte die Seele des kleinen manipulieren, ... umdrehen, ihn subtil beeinflussen, ihre Gedanken zu seinen machen.
Jemand der in Seelen blicken kann, hatte viele Möglichkeiten, gerade bei einem kleinen hilflosen Kind.
Wenn sie das konnte, würde Mikilas nicht zu Ihnen zurückkehren, dann war er verloren.
Solveigh würde nie nachweisen können, ob Mikilas aus freien Stücken handelte oder nicht.
Und eines war dann auch sicher, ... diese Frau war gefährlich.
Verfasst: Freitag 10. März 2006, 14:29
von Cyrion Sha´Ar
Seufzend blickte der hochgeschossene Mann zu dem Bett. So klein war es, ein Bett für Kinder... Der Blick wanderte weiter zu der Komode... Die Sachen des Kleinen waren darin... eine Trommel... Holzfiguren... eine kleine, aber nicht geringe summe Geldes - wusste der kleine, was er damit alles kaufen konnte? Ein vierjähriger? Vielleicht, aber er bezweifelte es. Lange schwarze Haare streiften die Kommode, als er in die offene Schubladen blickte. Tränke... etwas zu Essen, würde es schlecht werden, bevor Cyrion Miki wieder sehen konnte? Ein Wyrmherz - das wertvollste in Mikis kleiner Sammlung. Der Junge hatte keinerlei Vorstellungen, wie wertvoll es war. Es wäre auch nicht unbedingt etwas gewesen, was er einem Vierjährigen geschenkt hätte, aber nun, der Junge hatte es schon bei sich, als er zu ihnen kam, sonst hätte er vielleicht mit dem Schenkenden gesprochen, bevor es zu der Schenkung kam, das vielleicht eine schillernde leuchtendbunte Schuppe sinnvoller war als ein vertrocknetes Herz. Aber dieser Gegenstand hatte seinen Wert in Mikis Augen, also lies Cyrion es dabei bewenden. Nun waren diese Gedanken nicht nur müssig, sondern auch bitter. Der Junge war fort.
Ob Miki seine Sachen vermisste? Ob er sie wieder haben wollte? Nicht mal das wusste er. Abgeschnitten von dem Kleinen von dieser verschrobenen Frau. In seine Seele blicken konnte sie, das er nicht lachte. Das konnte nicht mal Solveigh und sie konnte vieles.
Der Junge hatte hier sein Zuhause gefunden... es hätte nicht lange gedauert und er hätte die wenigen vernünftigen Regeln, die sie haben mussten, um den Jungen und sich selbst zu schützen, gelernt. Immerhin ging er auf die 5 zu. Wie schön hätten sie es doch gehabt... der Vater des Jungen war ein Krieger, man konnte annehmen, er selbst eines Tages interesse am Kriegerhandwerk zeigen würde. Er, Cyrion hätte ihm zu seinem Fünftem Geburtstag ein kleines Holzschwert gekauft. Vielleicht noch einen kleinen Rundschild aus leichtem Material... Holzschienen für die Beine und Arme... irgendwann die ersten Ledermanschetten... Übungen mit dem Jungen an Pfeil und Bogen.. Im Spiel das Erlernen von Schwertkampf... eines Tages hätte er ihn auf die Jagd mitgenommen, eines Tages ihm Stolz das erste echte Schwert geschenkt. Nun war dies alles zunichte gemacht, von diesen Leuten, dieser Frau. Er würde nicht mehr feststellen, wann der Junge Geburtstag hatte. Er würde nicht mehr feststellen können, ob der Junge Krieger werden wollte oder was anderes.
Was war das für eine intrigante Frau, die einer Familie das Kind wegnahm, nur weil ihr die Erziehungsmethoden nicht gefielen? Ein Strassenkind, das zu ihrem Haus seinen Weg fand, fiel in ihre Entscheidungsgewalt, so ihre Worte. Aber Miki war kein Strassenkind! Er hatte eine Familie! Wann entschied, sie, das ein Kind ein Strassenkind war? Wann entschied sie, das sie eingreifen musste, wenn ihr nicht gefiel, was sie sah? Wann fing sie an, sich an ein Kind zu krallen? Welche Kinder fanden ihren Weg zu ihr, nur um mit anderen Kindern zu spielen? Hätte Miki Solveigh doch nur gesagt, das er zu anderen Kindern wollte, sie hätte ihn bestimmt hingebracht. Sie hätte auf ihn Acht gegeben, wo sonst niemand da war, auf ihn Acht zu geben.
Seine schmerzlichen Gedanken wanderten wieder zu Shanna. Was wenn er und Solveigh selber Kinder haben würden. Auch ihre Kinder würden mit anderen spielen wollen... Auch ihre Kinder würden eines Tages eigenständig dort hin gehen, wo andere Kinder waren. In dieses Heim... Würden er und Solveigh ihre Kinder an diesem Tag ihre Kinder an diese intrigante und impertinente Frau verlieren? Welche Kinder waren sicher vor dieser Frau?
Er atmete tief durch. Immer mit der Ruhe. Man sollte nicht von zwei Gesprächen auf einen Charakter schliessen. Man musste sich Zeit lassen... Man musste.... Er hatte Solveigh gesehen nach diesem 'Gespräch' mit Shanna. Seine Frau war ein Pol der Ruhe. Selten regte sie sich auf, nie hatte er sie gar wirklich wütend gesehen – bis an diesem Abend.
Und er selbst? Was sagte ihm sein Bauch, wenn er an Shanna und Kinder dachte. Was sein Gefühl... Sein Magen wurde zu einem eisigen Klumpen, die Lippen pressten sich zu einer dünnen Linie zusammen.
Wie leicht waren Kinder zu überzeugen, das ihre Eltern schlechte Eltern waren? Das sie ihr Kind nicht mehr lieb hatten, nie wirklich geliebt hatten, abgegeben, verlassen. Das die Kinder etwas Böses getan hatten und ihre Eltern sie daraufhin weggeworfen? Kinder waren so leichtgläubig... Und junge Kinder erst. Was wenn Shanna und Alliestra ihr Gespräch über Eltern, die ihre Kinder verliessen, wegwarfen, im Haus weitergeführt hatten, wo der Kleine es mitbekam? Sie hatten genau diese Worte ausserhalb des Hauses benutzt...
Cyrion war elend zumute. Und diese Frau wollte sich um Kinder kümmern? Diese Frau glaubte zu wissen, was in der Gedankenwelt von Miki vorging? Wie es in seiner Seele aussah? „Ihr Ahnen... schützt die Kinder vor dieser Frau.“ murmelte er in sich hinein, sich mit den schlanken langen Fingern über die klamme Stirn wischend. Diese Frau war in der Tat gefährlich.
Verfasst: Freitag 10. März 2006, 14:53
von Alassea
Die Nacht ohne Miki war still im Haus. Enola schlief wie immer unruhig, Keanina schlief bei den Älteren und sie selber lag zwischen den Jüngsten und schaute zur Decke. Sie musste an den Tag zurückdenken an dem Miki das erstemal im Haus gewesen war. Enola hatte es ihr erzählt. Das Enola ihm sogar zu Essen gegeben hatte, die kleine drei Jährige war einfach nur niedlich in ihrer Art. Enola hatte erzählt, wie ängstlich der sich in dem Haus umgesehen hatte, wie gierig er die Milch leergetrunken hatte und sogar den Salat gefuttert hatte. Andere Kinder pögelten herum wenn es Salat gab.
Dann der Tag an dem Miki die Treppe herunter geflogen war. Sheila hatte ihr davon erzählt und auch die anderen. Sheila hatte gesagt das Miki sie gar nicht erst in ihre Nähe haben wollte, auch kaum mit an den Tisch wollte zum Abendessen und sie hatte auch erzählt, das der Kleine mit seiner Milch in eine Ecke gekrochen war und sie da so hastig getrunken hatte, als würde sie ihm jemand wegnehmen. Das sein eh schon dreckiges Hemd nass wurde, kümmerte ihn nicht, er stellte sich der pratischkeitshalber vor den Kamin bis das Hemd wieder etwas angetrocknet war.
Ein Kind das die Strasse kannte, zog sich selber zumeist nur ungerne die Kleidung aus, sie könnte ja genau dann gestohlen werden. Kinder auf den Strassen essen und trinken nur eilig und wenn es etwas besonderes gab, was man nicht alle Tage bekam, dann rannte man damit besser weg, in Sicherheit, denn es gab genug Neider auf der Strasse. Miki war in ihren Augen ein Streuner, weshalb sonst schaffte ein Kind das angeblich eine Familie hatte es immer wieder, so wie Ronya ihr erzählt hatte, bis selbst tief in die Nacht noch herumzustreuen? Warum sonst wenn ein Kind eine Familie hatte, klaute das Kind dann noch? Nein Solveigh hatte ihm, so wie sie das sah, lediglich einen Schlafplatz mit Regeln gegeben, aber den Tag über war der Kleine auf sich gestellt.
Ronyas Worte bestätigten ihren Eindruck nur.
Verfasst: Samstag 11. März 2006, 10:42
von Mikilas Sotan
Als er wiedermal wach wurde blickte er wieder an die Zeltdecke und war verwundert. Nur langsam dämmerte ihm, als er neben sich blickte, das er bei Ronya war.
Das Fieber war stetig gesunken, sobald Ronya auf ihren Wachgängen vorbeikam um nach ihm zu sehen kam ihr schon ein heiseres
Nonya
entgegen, nicht laut, aber doch hörbar. Sein Fuss mit der Schiene lag ruhig, als verstünde er ganz genau das er jenen still halten musste. Shanna war Nachts zweimal leise vorbei gekommen und hatte zugesehen das Ronyas Felle nicht richtig nass wurden und Miki hatte gehört wie sie sich leise miteinander unterhielten. Ronya und Shanna. Worüber das wusste er nicht, aber ihre Stimmen klangen ruhig. So ruhig das er schnell wieder einschlief.
Am Morgen war das Fieber lediglich nur noch erhöht und ganz langsam begann Miki auch wieder zu essen, aber am liebsten hielt er sich doch an Milch, jene war auch Nahrhaft und löschte zudem seinen immer wieder quälenden Durst. Er hockte da bei Ronya in den Fellen und sammelte seine vorhandenen Schätze um sich. Den Fuchs, die Muschel, ein wenig Gold. Leise sprach er mit dem Fuchs und hielt jenem dabei die Muschel an die Ohren.
guck wenn du die so machs dann kanns du auch das meer hören un dann weis du wie schön das klingt weil das so ruhig is un man gut bei einschlaft kann
Ronya stand dabei am Vorhang, Miki bemerkte sie nicht, so sehr war in seinem mit sich selber redenden Spiel versunken. Gegen Mittag schlief er dann wieder ein, in der einen Hand den Fuchs, in der anderen die Muschel und auf seinem kleinen Brustkorb die neue Kuscheldecke von Elias. Das Gold beachtete er gar nicht wirklich, er wusste eh noch nichts damit anzufangen, es glänzte lediglich wunderschön und nur deswegen hatte er es bei sich.
Verfasst: Samstag 11. März 2006, 12:56
von Sheila-Na Modron
Ein schlimmes Ende fuer einen Tag, der doch gar nicht so schlecht begonnen hatte.
Frueh am Morgen war ihr Schiff in den Hafen eingelaufen, und der Kapitaen erbat sich einen kleinen Dienst, den auszufuehren sie auch einwilligte. Das Dorf an dem Hafen entsprach nicht dem was sie kannte und die Haendler in den Straßen waren nicht gerade sehr gespraechig.
So trat sie aus den Toren hinaus, wo eine Postkutsche darauf wartete Reisende wie sie die sich nicht auskannten, an die gewuenschten Orte zu bringen.
Doch waehrend sie noch ueberlegte, ob sie es sich leisten sollte die Kutsche zu nehmen, oder ob sie lieber sparsam sein sollte und riskieren dass sie sich in diesem fremden Land auf den schlechten Wegen verirrte oder Raeubern zum Opfer fiel, sprach sie ein Mann an.
Er sah nicht eben vertrauenswuerdig aus, mit der Narbe die sich ueber sein Gesicht zog, doch sie war selbst nie wohlhabend gewesen, und wusste wie leicht man zu solchen Entstellungen gelangen konnte. Er bot ihr freundlich an sie nach der naechsten Stadt zu begleiten. Da ihr dies ungefaehrlicher deuchte als allein auf den Wegen einer ganzen Diebesbande zu begegnen, oder aus Versehen mitten in ihr Versteck hineinzulaufen nahm sie dankend an.
Am Tor jener grossen Stadt riet er ihr, sich gruendlich das Pergament mit den Stadtrechten durchzulesen, dass die Wachen ihr unter die Nase hielten.
Sie konnten den Hauptmann nicht finden, und ihre Ankunft in diesem fremden Land forderte immer dringlicher sich eine Herberge fuer die Nacht zu suchen. Doch als sie ihren Begleiter danach fragte, riet ihr jener von diesem Unterfangen ab und brachte sie stattdessen an einen anderen Ort.
Ein Kind und eine Frau standen vor dem grossen Haus. Die Dame schien ihrem Begleiter aufs aeusserste zu misstrauen und sie fragte sich nun noch dringlicher warum er sie ausgerechnet hierher hatte bringen wollen.
Ihr gegenueber verhielt sich diese wohl sehr strenge und bestimmende Dame sehr freundlich, so kam es dass sie nach einem kurzen Gespraech sich in dem geraeumigen Haus auf einem der Stuehle wiederfand.
Ohne Umstaende bot sie ihr an, sie koenne in dem grossen Haus arbeiten wenn sie wolle. Ihre Arbeit bestaende darin ihr zu helfen und auf die vielen Kinder aufzupassen und sie zu versorgen.
Sie war sich nicht sicher ob sie dies konnte, da sie selbst keine Kinder hatte, doch in ihrem Dorf hatte sie schliesslich auch dann und wann fuer ihre Nachbarinnen auf deren Kinder achtgegeben. So schwer wuerde das bei fremden Kindern sicher auch nicht sein...
Doch kaum hatte sich Shanna, die Dame die ihr diese Arbeit angeboten hatte, auf den Weg gemacht einige Besorgungen zu machen, da klopfte es schon stuermisch an der Tuere.
Der kleine Junge Marel oeffnete die Tuere, und herein flog ein kleiner zerlumpter Junge, der wohl offenbar versucht hatte gegen die Tuere zu springen.
Aufgeregt verlangte er nach Shanna und anderen Damen deren Namen sie nicht kannte. Marel jedoch schien zu wissen wen er meinte. Als sie sich erhob, und dieser Junge der sich selbst Miki nannte ihrer gewahr wurde, schreckte er erst einmal ein wenig zurueck. Doch mit einer Selbstsicherheit und einem Vertrauen dass sie wirklich erstaunte, stellte Marel sie als eine Angestellte des Hauses vor.
Nachdem sie dem Jungen mehrmals versichert hatte, dass er gern hier warten koenne, und sie ihn nicht festhalten wuerde wenn er gehen wollte, entspannte sich die Atmosphaere, was sie wohl am meisten den vollen Milchkruegen auf dem Tisch zu verdanken hatte.
Als bei einer kleinen Diskussion der Jungen, Marel eine Ruege die sie aussprach offenbar ernst nahm entspannte sie sich etwas, offenbar war es doch gar nicht so schwer auf fremde Kinder aufzupassen.
Diese Schlussfolgerung sollte sich als grosser Irrtum herausstellen.
Sie hatten sich nun alle auf dem grossen weichen Teppich niedergelassen als den beiden Jungen einfiel, dass sie doch fangen spielen koennten.
Als nun also die beiden Jungen und die Katze in dem grossen Raum herumsausten, hing sie ein wenig ihren Gedanken nach, ob sie wohl hier ein wenig verweilen sollte...
Als auf einmal keine Kinder mehr zu sehen waren. Verschreckt sprang sie auf. Sie hatte keine Tuer gehoert... Laut rief sie nach Marel und Miki, doch niemand antwortete ihr. Sie blickte sich suchend in dem fremden geraeumigen Haus um, ob sich die beiden wohl nun entschieden haetten mit ihr verstecken zu spielen, doch ploetzlich stand Marel recht aufgeregt wieder vor ihr sie solle ihm folgen es sei etwas mit Miki.
Er fuehrte sie zu einer Treppe die ihr, etwas versteckt und abseits im Raum vorher gar nicht aufgefallen war.
Am Ende der Treppe lag der kleine Miki, offenbar hatte er wie sie die Treppen nicht gesehen und war einfach Marel hinterhergesprungen und dann die Treppen heruntergefallen.
Sein kleiner Fuss sah seltsam verdreht aus und er schien eine Platzwunde am Kopf davongetragen zu haben.
Ein wenig konnte sie Verbaende anlegen doch der Fuss sah schlimm aus.
Sie versuchte Miki zu dem Bad hinueberzutragen und Marel flitzte ihr ein Tuch zu holen.
Sie kannte keine Heiler in diesem Land. Und sich selbst traute sie nicht zu eine solche Verletzung zu behandeln. Gerade als sie recht verzweifelt war, kam eine Fremde die Treppen hinunter, zu der Marel sofort hinflitzte und ihr recht knapp und eindringlich berichtete.
Sheila-Na war froh dass diese Frau die offenbar hierher gehoerte gekommen war, sie konnte dem Jungen sicher besser helfen als sie selbst.
Aber sie fuehlte sich miserabel. Nicht nur dass Marel dachte es waere seine Schuld, dass Miki verletzt war, obwohl es ihr Fehler war da sie nicht gut genug auf die beiden achtgegeben hatte. Nein sie hatte auch die freundliche Dame Shanna enttaeuscht sie hatte nicht einmal auf zwei Kinder achtgeben koennen, wie sollte sie da erst faehig sein auf mehrere achtzugeben?
Nachdem sie also sich recht unsicher nur in knappen Worten erklaert hatte, verschwand sie recht kleinlaut und leise aus dem Waisenhaus, wo sich nun so viele um den armen Kleinen kuemmerten, dass sie sicher nicht vermisst wuerde...