Leben um zu Dienen
Verfasst: Mittwoch 12. November 2014, 18:10
Die Tage, die einen nennenswerten Lohn zu verbuchen haben, sind selten im Leben eines Tagelöhners.
Oft ist es schon schwierig überhaupt genug Arbeit zu finden, den vorgeschossenen Suppentopf des letzten Abends zu bezahlen.
Vor allem jetzt, im zittrigen Angesicht des nahenden Winters gilt es die Hände zu falten und zu hoffen, dem All - Einen auch nach der Schneeschmelze noch huldigen zu dürfen.
Doch auch wenn der junge Bastard nicht vieles von seinem Vater lernen konnte, so weiß er zumindest dass das Gebet zwar nicht den knurrenden Magen und die klappernden Gebeine zum Schweigen bringt, ihm aber helfen kann Arbeit zu finden.
So sollte es auch am gestrigen Abend gewesen sein, als ihm zu allererst die unsägliche Gnade zuteil wurde, eines heiligen Ritters Stiefel vom irdenen Dreck befreien zu dürfen.
Die Entlohnung dieses Dienstes mag dem jungen Baltasar neben dem Segen des All Einen auch noch die Kronen und Anziehsachen eingebracht haben, die Ihn den halben Winter überstehen lassen.
Als stiller Zeuge dieser Fügung war es der Trabant Bran, der dafür Sorge trug, dass Baltasar zu winterfesten Kleidern kam.
Der folgende Auftrag würde ihm so hoffte er, sogar das Überleben in der zweiten Hälfte des Winters sichern.
Der Trabant Bran trug ihm auf, die gepflasterten Wege in nord-östlicher und westlicher Richtung zur Kommandantur der Rahaler Garde sowie die Gebäudefront von wucherndem Moos und Gras zu befreien.
Mit schwieligen, starr gefrorenen Händen, einem stumpfen Dolch und einem löchrigen Eimer machte er sich noch in derselben Nacht an sein Tagwerk.
Über die Nacht und den frühen Tag hinweg kratzte er unentwegt mit geröteten Fingern und dem schartigen Stück Stahl das einem Dolch ähnelt die erdigen Grasfetzen zwischen den Pflastersteinen hervor.
Im Kübel gesammelt trug er Ladung für Ladung einzeln vor die Stadt um den erdigen Inhalt in der Wildnis zu verteilen.
Nach gefühlten zehntausend Wiederholungen begutachtete er mit einem zufriedenen Nicken die Straße.
Hier und da etwas übereifrig sitzen einzelne Pflastersteine etwas lockerer als zuvor, aber Gras oder anderes Grünzeug sollte selbst der akribischste Beobachter nicht mehr vorfinden.
Den ersten Teil abgeschlossen, machte er sich auch sogleich daran mit einer ausgefransten Bürste und dem mit Wasser befüllten, löchrigen Eimer die Gebäudefront der Kommandantur von der Bemoosung zu befreien.
Bis in die frühen Abendstunden sollte sich der junge Bastard sein täglich Brot redlich verdient haben.
Oft ist es schon schwierig überhaupt genug Arbeit zu finden, den vorgeschossenen Suppentopf des letzten Abends zu bezahlen.
Vor allem jetzt, im zittrigen Angesicht des nahenden Winters gilt es die Hände zu falten und zu hoffen, dem All - Einen auch nach der Schneeschmelze noch huldigen zu dürfen.
Doch auch wenn der junge Bastard nicht vieles von seinem Vater lernen konnte, so weiß er zumindest dass das Gebet zwar nicht den knurrenden Magen und die klappernden Gebeine zum Schweigen bringt, ihm aber helfen kann Arbeit zu finden.
So sollte es auch am gestrigen Abend gewesen sein, als ihm zu allererst die unsägliche Gnade zuteil wurde, eines heiligen Ritters Stiefel vom irdenen Dreck befreien zu dürfen.
Die Entlohnung dieses Dienstes mag dem jungen Baltasar neben dem Segen des All Einen auch noch die Kronen und Anziehsachen eingebracht haben, die Ihn den halben Winter überstehen lassen.
Als stiller Zeuge dieser Fügung war es der Trabant Bran, der dafür Sorge trug, dass Baltasar zu winterfesten Kleidern kam.
Der folgende Auftrag würde ihm so hoffte er, sogar das Überleben in der zweiten Hälfte des Winters sichern.
Der Trabant Bran trug ihm auf, die gepflasterten Wege in nord-östlicher und westlicher Richtung zur Kommandantur der Rahaler Garde sowie die Gebäudefront von wucherndem Moos und Gras zu befreien.
Mit schwieligen, starr gefrorenen Händen, einem stumpfen Dolch und einem löchrigen Eimer machte er sich noch in derselben Nacht an sein Tagwerk.
Über die Nacht und den frühen Tag hinweg kratzte er unentwegt mit geröteten Fingern und dem schartigen Stück Stahl das einem Dolch ähnelt die erdigen Grasfetzen zwischen den Pflastersteinen hervor.
Im Kübel gesammelt trug er Ladung für Ladung einzeln vor die Stadt um den erdigen Inhalt in der Wildnis zu verteilen.
Nach gefühlten zehntausend Wiederholungen begutachtete er mit einem zufriedenen Nicken die Straße.
Hier und da etwas übereifrig sitzen einzelne Pflastersteine etwas lockerer als zuvor, aber Gras oder anderes Grünzeug sollte selbst der akribischste Beobachter nicht mehr vorfinden.
Den ersten Teil abgeschlossen, machte er sich auch sogleich daran mit einer ausgefransten Bürste und dem mit Wasser befüllten, löchrigen Eimer die Gebäudefront der Kommandantur von der Bemoosung zu befreien.
Bis in die frühen Abendstunden sollte sich der junge Bastard sein täglich Brot redlich verdient haben.