Der Ruf eilt einen manchmal voraus
Verfasst: Montag 10. November 2014, 21:25
Die erste Begegnug war vor einigen Wochenläufen. Er hatte sich nur etwas in dem kleinen Fischerdorf umgesehen. Er wollte auch nicht lange bleiben. Er hatte nichtmal jemand bestimtes gesicht, aber dennoch jemanden gefunden.
Die Junge blasse Frau war nun nicht gerade das was er sich unter einem 'Feind' vorstellte, aber nichts anderes war sie als Mitglied der Prätorianer.
Er traf sie natürlich direkt am Hafen und mit einer Menekanerin zusammen.
Merrik war an sich ein vernünftiger Mensch und er sah in der kleinen zierlichen Frau auch keinerleih ernsthafte Gefahr. Es beschränkte sich also auf ein, mehr oder minder nettes, Gespräch. Interessant war daran was er für einen Ruf hatte, welche Spitznamen man ihm gab. Schneeflocke, Tierschänder. Dabei mochte er alle tiere, naja fast, von Raben abgesehen.
Es war eine Begegnug wie jede andere mit dem Feind. Und doch war sie irgendwie anders.
Das zweite Mal als er sie traf war auf dem Maskenball. Er schob Wache, sie würde ihn also ohne Weiteres erkennen. Er erkannte sie an ihrer Stimme und ihrer markannten Statur und Größe, soetwas vergisst man nicht so schnell. Er sprach sie nicht direkt an, nein, er nutzte seine Gabe um mit ihr zu reden. Ihm war nicht danach sie zu verraten. Wieso auch? Schließlich war sie her gekommen um etwas Spaß zu haben. Er hatte keinen Grund ihr diesen zu verwehren.
Gerüchte zogen ihn nach Bajard. Er wollte sich ansehen was das für Menschen waren die dort mit ihren Wagen hielten und was sie dort taten. Und man könnte es Zufall nennen, dass sie sich dort neuerlich begegneten. Sie wirkte deutlich eingeschüchterter als die Male zuvor, wobei sie selbst am Tag des Balls doch recht eingeschüchtert wirkte.
Seine Worte waren keineswegs feindseelig, sollten zumindest nicht so klingen. Ein weiteres, recht offenes, Gespräch mit der kleinen Prätorianerin. Neue Erkenntnisse auf beiden Seiten, ein kleines Geschenk ihrerseits. Welch Ironie, eine Kette mit einem Schneeflockenanhänger.
Die Frau die daneben stand, für die sich Merrik in dem Moment deutlich weniger interessierte, brachte hier und da auch etwas Unruhe in das Gespräch. Und wer hätte gedacht wie schreckhaft sie auf die Stimme eines Mannes direkt in ihrem Kopf reagiert. Die kleine Prätorianerin versuchte sie vor der nicht existenten Gefahr, sie sie wohl in Merrik sah, mit einer Sichel zu beschützen. Es sah ja irgendwie niedlich aus wie die kleine mit der Sichel in der Hand vor der etwas größeren Frau stand um sie zu beschützen. Und zumindest innerlich brachte Merrik das zum Lächeln.
Merrik zog seiner Wege weiter, mit einer Schneeflocke um den Hals und der Gewissheit von weiteren spannenderen und sicher auf amüsanten Begegnungen.
Er kannte einen Schmugglerweg in die Stadt hinein. Das war sicherlich nicht das Problem. Als Katze würde ihn sicher auch niemand erkennen. Und seine geschärften Sinne als Katze hatten auch so ihre Vorzüge. Er wusste, dass es nicht ganz verkehrt war sich ihren Geruch einzuprägen. So folgte er auch hier der Spur eines schwachen Duftes, ihren Duftes. Durch viele kleine Gassen führte ihn seine Katzennase, bis zu einem helleren Häuschen in dem Hafenviertel. Hier müsste es sein, hoffte er zumindest. Schnell etwas hinterlassen und direkt wieder weg pirschen, dass ihn bloß niemand sieht. Zurück bis in das Lagerhaus in das der Schmugglerweg führte. Ab auf den Dachboden und ein Sphärenrissöffnen, in Katzengröße natürlich.
Niemand hatte den kleinen silbergrauen Kater gesehen und das einzige was er hinterlassen hat war ein kleiner Beutel in, hoffentlich, dem richtigen Briefkasten.
Die Junge blasse Frau war nun nicht gerade das was er sich unter einem 'Feind' vorstellte, aber nichts anderes war sie als Mitglied der Prätorianer.
Er traf sie natürlich direkt am Hafen und mit einer Menekanerin zusammen.
Merrik war an sich ein vernünftiger Mensch und er sah in der kleinen zierlichen Frau auch keinerleih ernsthafte Gefahr. Es beschränkte sich also auf ein, mehr oder minder nettes, Gespräch. Interessant war daran was er für einen Ruf hatte, welche Spitznamen man ihm gab. Schneeflocke, Tierschänder. Dabei mochte er alle tiere, naja fast, von Raben abgesehen.
Es war eine Begegnug wie jede andere mit dem Feind. Und doch war sie irgendwie anders.
Das zweite Mal als er sie traf war auf dem Maskenball. Er schob Wache, sie würde ihn also ohne Weiteres erkennen. Er erkannte sie an ihrer Stimme und ihrer markannten Statur und Größe, soetwas vergisst man nicht so schnell. Er sprach sie nicht direkt an, nein, er nutzte seine Gabe um mit ihr zu reden. Ihm war nicht danach sie zu verraten. Wieso auch? Schließlich war sie her gekommen um etwas Spaß zu haben. Er hatte keinen Grund ihr diesen zu verwehren.
Gerüchte zogen ihn nach Bajard. Er wollte sich ansehen was das für Menschen waren die dort mit ihren Wagen hielten und was sie dort taten. Und man könnte es Zufall nennen, dass sie sich dort neuerlich begegneten. Sie wirkte deutlich eingeschüchterter als die Male zuvor, wobei sie selbst am Tag des Balls doch recht eingeschüchtert wirkte.
Seine Worte waren keineswegs feindseelig, sollten zumindest nicht so klingen. Ein weiteres, recht offenes, Gespräch mit der kleinen Prätorianerin. Neue Erkenntnisse auf beiden Seiten, ein kleines Geschenk ihrerseits. Welch Ironie, eine Kette mit einem Schneeflockenanhänger.
Die Frau die daneben stand, für die sich Merrik in dem Moment deutlich weniger interessierte, brachte hier und da auch etwas Unruhe in das Gespräch. Und wer hätte gedacht wie schreckhaft sie auf die Stimme eines Mannes direkt in ihrem Kopf reagiert. Die kleine Prätorianerin versuchte sie vor der nicht existenten Gefahr, sie sie wohl in Merrik sah, mit einer Sichel zu beschützen. Es sah ja irgendwie niedlich aus wie die kleine mit der Sichel in der Hand vor der etwas größeren Frau stand um sie zu beschützen. Und zumindest innerlich brachte Merrik das zum Lächeln.
Merrik zog seiner Wege weiter, mit einer Schneeflocke um den Hals und der Gewissheit von weiteren spannenderen und sicher auf amüsanten Begegnungen.
Er kannte einen Schmugglerweg in die Stadt hinein. Das war sicherlich nicht das Problem. Als Katze würde ihn sicher auch niemand erkennen. Und seine geschärften Sinne als Katze hatten auch so ihre Vorzüge. Er wusste, dass es nicht ganz verkehrt war sich ihren Geruch einzuprägen. So folgte er auch hier der Spur eines schwachen Duftes, ihren Duftes. Durch viele kleine Gassen führte ihn seine Katzennase, bis zu einem helleren Häuschen in dem Hafenviertel. Hier müsste es sein, hoffte er zumindest. Schnell etwas hinterlassen und direkt wieder weg pirschen, dass ihn bloß niemand sieht. Zurück bis in das Lagerhaus in das der Schmugglerweg führte. Ab auf den Dachboden und ein Sphärenrissöffnen, in Katzengröße natürlich.
Niemand hatte den kleinen silbergrauen Kater gesehen und das einzige was er hinterlassen hat war ein kleiner Beutel in, hoffentlich, dem richtigen Briefkasten.