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Eine grosse Spende für das Waisenhaus?

Verfasst: Montag 6. März 2006, 11:02
von Asteve Krenor
Nochmals tief durchatmend betrat sie ihr Haus in Varuna, mit der letzen Kiste ihres Verkaufstandes in der Hand. Es war ein hektischer Tag bisher gewesen. Der Markt war sehr gut besucht und sie hatte ebenso sehr gute Einnahmen gemacht. Als sie merkte das jedoch das Haus leer war, macht sie sich nochmals auf den Weg, in das Waisenhaus. Sie wollte nach dem rechten sehen und vor allem nach den Kindern.
Dort angekommen bemerkte sie schnell, als sie das Haus betrat. Das Shanna ein kreidebleiches Gesicht hatte. Ebenso noch zwei andere Personen waren im Haus, ein Mann und eine Frau. Schnell winkte Shanna Asteve zu sich heran und reicht ihr einen Beutel der sichtlich viele Münzen beinhaltete.
Asteves Erstaunen war nicht zu übersehen und die Freude über eine solch übermässig hohe Spende. Endlich würden sie alles notwendige machen können. Erst ein wenig später machte Shanna sie auf den beiliegenden Brief aufmerksam. Ruhig flogen Asteves Augen über die Zeilen. Aber am Schluss war mehr das Entsetzen in ihrem Blick zu sehen, kreidebleich wurde sie und lies den Beutel mit Münzen fast fallen. Das Geld kam vom Alka..vom Alka persönlich, für die Kinder. Sie konnte es nicht fassen, nicht glauben. Angst machte sich in ihr breit. Was wollte er damit bezwecken oder wollte er damit wirklich nur etwas gutes tun. Sie wusste selber das auch Alatar seine guten Seiten hatte. Sie hatte jene selbst kennengelernt als sie damals einige Zeit in Rahal verbracht hatte.
Auch Shanna wollte jenes Geld der Kinder wegen gerne annehmen. Ein Keller muisste her..das Schlafzimmer der Kinder musste renoviert werden welches durch den Brand noch immer zerstört war, ein Spielplatz , Obstbäume..all jenes was sie sich gewünscht hatte konnte man nun mit dem Geld machen.
Aber innerlich wurde sie nervös, Aradan ...sie wusste sehr genau das er das Geld niemals annehmen würde. Sie musste ihn davon überzeugen, der Kinder wegen.
Mit zittrigen Beinen und den Gedanken ganz bei den Kindern machte sie sich auf den Heimweg und wartete dort auf Aradan. Er bemerkte schnell das etwas nicht stimmte und setzte sich zu ihr. Ebenso er freute sich Anfangs über diese grosszügige Spende und als er den Brief las schob er das Geld von sich. Schnell kamen die Worte auf das der Alka die Kinder als Spielball für das Böse nutzen wolle, das jenes Geld Blutgeld für Varuna sei. Er wollte das Geld auf schnellstem Wege wieder nach Rahal bringen.
Eine kleine Disskussion brach zwischen den beiden aus, wo Asteve jedoch immer zurücksteckte egal wie viele Argumente sie der Kinder wegen ansprach. Er sah nur das schlechte in diesem geld und nichts anderes.
Unruhig schlief sie diese Nacht und wachte schon sehr früh auf. Leise schlich sie sich herunter zum Tisch wo der Geldbeutel stand. Mehrmals atmete sie auf und dachte dabei nur an die Kinder. Schnell zog sie sich einfache Kleider über und schnappte sich den Beutel mit den Münzen. Eine Nachricht hinterlies sie noch auf dem Tisch ehe sie das Haus verlies.


Liebster Aradan,

Jene Münzen sollen ihr gutes bewirken wie ich es vorhatte. Es soll den Kindern zugute kommen. Ich glaube an das Gute in jedem Menschen, auch in diesem Alka. Ich hoffe allzu sehr das ich mich nicht täusche. Sonst werde ich hart arbeiten um an jenes Geld wieder zu erlangen und es zurückzahlen.

In Liebe, deine Asteve

Verfasst: Montag 6. März 2006, 14:31
von Enola
Das schwarz im Waisenhaus..
Sie spielte wieder einmal fröhlich zwischen den verbrannten und von Ruß geschwärzten Wänden des Waisenhauses, wenn Shanna nicht da war, hielt sie sich immer hier auf, hier konnte sie die Wände bemalen und dem Schwarz so etwas schönes geben. Ihre Puppe Mia hockte mit einem kleinen Blumenkranz beschmückt, vor ihren Füßen. Kichernd betrachtete sie ihre schwarzen Händchen und griff dann nach Mia.

Wir mussn uns waschen, Shanna sonst böse!

Mit kleinen doch festen Schritten ging sie voran an die Spühle, sie musste leise sein, denn nun schliefen noch andere Kinder im Mitten des Raumes auf den Fellen. Sie kannte es nicht anders, auch das vor der Tür nur grün war und der Kanal, viele erzählten ihr zwar, das alles anders wurde, doch sie begriff es nicht und so wuchs sie unter den Umständen auf. Ein Husten überkam sie, danach kicherte sie.

Shanna hat recht! Das kommt von den schwarzn Wanden!

Verfasst: Montag 6. März 2006, 15:29
von Alassea
Kreidebleich wurde sie als sie den Haufen Gold sah und noch bleicher wurde sie als sie las von WEM das viele Gold kam. In Gedanken malte sie sich aus was man den Kindern alles dafür Bauen konnte. Garten, Keller mit Pool, Spielplatz, Tiere, den Schlafraum den ein Rahaler ausgebrannt hatte wieder renovieren.

Aber es kam vom ALKA und ihr als Eluive gläubige wurde schwarz vor Augen beim Gedanken daran das ausgerechnet ein Alatargläubiger, ausgerechnet der Alka soviel Gold spendete. War das nur ein Traum? Wollte er damit wieder gut machen, dass einer der seinigen versucht hatte das Waisenhaus abzufackeln, nur weil sie ihm keinen eintritt erlauben wollte, da er Maskiert war? Sie wusste es nicht. Aber das viele Gold. Sie wären aus allen Problemen endlich heraus, aber es kam vom Alka. Sie haderte mit sich und schlief die ganze Nacht nicht.

Konnte man es als gute Tat annehmen oder was steckte dahinter?
Würden sie es zurückweisen müssten sie sehr lange noch auf die Dinge für die Kinder warten und weiterhin auf Spenden hoffen und weiterhin zu den Höfen gehen und hoffen das die Bauern noch Waren hatten die sie nicht verkaufen konnten. Würden sie es behalten wären alle Sorgen mit einmal weg.

Leise seufzte sie, sie hoffte Aradan und Asteve würden schon das richtige Tun und auch wissen was das beste für die Kinder war.

Verfasst: Dienstag 7. März 2006, 22:29
von Shawn MacCullon
*falscher thread bitte löschen*

Verfasst: Dienstag 7. März 2006, 22:31
von Aradan Krenor
*Er starrte auf den Zettel, welchen er fest in seiner Hand hielt und fühlte wie seine Beine nachgaben. Zu seinem Glücke war der Sessel dort in welchem er hinein fiehl und welcher ihn auffing. Sie hatte das Gold doch genommen ... dieser eine Satz schoss ihm wieder und wieder durch den Kopf, drehte Spiralen und kehrte wieder vor seinem gesitigen Auge zurück. Das Gold das vom Alka, von Rahal undsomit vom schlechten kam. Der Gedanke das nur eine Münze, aus dem geplünderten und gebrandschatzten Varuna stammen könnte und das Blut eines aufrichtigen Unschuldigen Bürgers daran klebte machte ihn fröstelnd. Wie konnte sie das nur tun? ... Hatte er ihr nicht erklärt, was es damit alles auf sich haben konnte? Hatte er ihr nicht erklärt das es ... nicht rechtens und schon garnicht gut war dieses Gold anzunehmen? ... Betroffen schloss er die Augen und sank zurück in den Sessel. Er wusste Asteve meinte es gut. Er wusste sie würde es für viel wunderbares für die Kinder einsetzen und das verstand er auch. Und doch ... erschüttelte den Kopf. Eine solche Menge Gold verfolgte einem zweck ... erst recht wenn es von ihnen kam. Dessen war er sich sicher und so schluckte er schwer. Er konnte Asteve verstehen, die Zahlungen von ihm an das Waisenhaus ... ihr Projekt .. waren nicht wenig ... und selbst das er ihr sagte, dass sein Gold kein besserem Zwecke dienen konnte als den Kindern ein Lächeln auf die Gesichter zu bringen und zu helfen, schien sie nicht zu überzeugen. Sie wollte sich nicht von ihm helfen lassen ... "aber dann von diesem Alka?" Hörte er eine inere Stimme sprechen. Seine Hand striff durch sein Haar und lange sass er da und überlegte was, das Richtige währe zu tun. Es traf ihn das Asteve ihn irgendwo hintergangen hatte ... und doch wusste er das sie es nur in den Besten Absichten tat. Für die die ihr so am Herzen lagen, die die niemand anderes mehr hatten als Shanna Elias und Asteve. Ein langes seufzen entgleitete ihm und der Ärger verschwand. Es half nichts ... das Gold war fort ... und seiner Bestimmung zugeführt ... und es lag an ihm das Blatt nun zu wenden ... so erhob er sich und stapfte hinaus schwang sich auf sein Pferd und ritt gen Bajard*

Ein klärendes Gespräch

Verfasst: Mittwoch 8. März 2006, 18:10
von Lucius von Lancre
Lucius schritt die Arkaden entlang und ließ sich das vor wenigen Minuten geführte Gespräch noch einmal durch den Kopf gehen bevor er seine Kammer erreichte und sich zum Gebet vor dem kleinen Altar niederließ.

Schwester Asteve hatte das Kloster aufgesucht um mit ihm zu sprechen. Völlig aufgelöst und verwirrt wie sie war, führte er sie in den Tempel. Er hoffte, dass die heiligen Hallen sie ihre Ruhe wieder finden lassen würden. Sie ließen sich auf den Bänken seitlich des Altars nieder und Asteve reichte dem jungen Templer einen schweren Beutel. Sein Blick sprach wohl Bände, denn sie erklärte dies sei eine Spende für das Waisenhaus.
Lucius verstand nicht so recht weshalb eine milde Gabe sie so sehr beunruhigen sollte, war das Waisenhaus doch dringend darauf angewiesen. Die Erklärung für ihre Sorgen fand er in dem Beutel, ein Schreiben lag darin.
Die Spende kam vom Ahad und sie beschrieb ihre und Aradans Befürchtungen, dass dieses Gold Blutgeld aus dem Varuna Krieg sei, Gold das der Ahad dazu benutzen wollte um die Kinder vielleicht zu verderben.
Lucius konnte die Sorge Asteves durchaus verstehen, versicherte ihr jedoch zu wissen warum der Ahad dem Waisenhaus diese Spende hatte zukommen lassen.
Verblüfft schaute sie ihn an und fragte woher er dieses Wissen habe, woher er wisse was der Ahad damit bezwecken wolle.
Kurz umriss er seine Begegnung in den Katakomben mit dem Ahad und seinen Schergen, wie sie ihn umzingelt, ihn mit blank gezogenen Waffen bedroht hatten und wie der Ahad ihn fragte was ein Templer in diesen Hallen verloren hätte.
Seine damalige Antwort bot die Lösung auf ihre Fragen. Er nannte dem Ahad den wahren Grund, eine Lüge wäre nie über seine Lippen gekommen. Das Gold wäre für das Waisenhaus bestimmt, für die Armen und Heimatlosen. Er schien dem Ahad ein wenig zu imponieren, er schien Mut zu respektieren und so ließ er den jungen Akoluthen unbeschadet ziehen.
Lucius nannte ihr auch einen möglichen Grund für die Spende, die Menschen zu verblenden, den Glauben des jungen Templers zu erschüttern, indem der größte sterbliche Feind auf Erden eine Geste der Nächstenliebe zeigte.
Asteve war erschrocken, doch keine Angst zeigte sich in ihren Augen. Sie berichtete ihm das auch sie einst, in früheren Tagen, dem Ahad begegnet sei und das selbst er auch gute Seiten habe.
Lucius wollte dies nicht so recht glauben, doch riet er Asteve das Gold zu nehmen und es für das Waisenhaus zu verwenden. Gold war nicht schlecht, nur die Menschen die es für falsche Zwecke nutzten. Sie hätte ihr Wahl nun getroffen sprach sie, dankte ihm und verabschiedete sich. Noch lange saß er in den Hallen des Tempels und dachte darüber nach was er über den Ahad erfahren hatte.

Selbst er hatte seine guten Seiten?